[{"Number":1,"Roman":"I","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Lauded and glorified art Thou, O Lord, my God! How can I make mention of Thee, assured as I am that no tongue, however deep its wisdom, can befittingly magnify Thy name, nor can the bird of the human heart, however great its longing, ever hope to ascend into the heaven of Thy majesty and knowledge.</p>\n<p>If I describe Thee, O my God, as Him Who is the All-Perceiving, I find myself compelled to admit that They Who are the highest Embodiments of perception have been created by virtue of Thy behest. And if I extol Thee as Him Who is the All-Wise, I, likewise, am forced to recognize that the Wellsprings of wisdom have themselves been generated through the operation of Thy Will. And if I proclaim Thee as the Incomparable One, I soon discover that they Who are the inmost essence of oneness have been sent down by Thee and are but the evidences of Thine handiwork. And if I acclaim Thee as the Knower of all things, I must confess that they Who are the Quintessence of knowledge are but the creation and instruments of Thy Purpose.</p>\n<p>Exalted, immeasurably exalted, art Thou above the strivings of mortal man to unravel Thy mystery, to describe Thy glory, or even to hint at the nature of Thine Essence. For whatever such strivings may accomplish, they never can hope to transcend the limitations imposed upon Thy creatures, inasmuch as these efforts are actuated by Thy decree, and are begotten of Thine invention. The loftiest sentiments which the holiest of saints can express in praise of Thee, and the deepest wisdom which the most learned of men can utter in their attempts to comprehend Thy nature, all revolve around that Center Which is wholly subjected to Thy sovereignty, Which adoreth Thy Beauty, and is propelled through the movement of Thy Pen.</p>\n<p>Nay, forbid it, O my God, that I should have uttered such words as must of necessity imply the existence of any direct relationship between the Pen of Thy Revelation and the essence of all created things. Far, far are They Who are related to Thee above the conception of such relationship! All comparisons and likenesses fail to do justice to the Tree of Thy Revelation, and every way is barred to the comprehension of the Manifestation of Thy Self and the Dayspring of Thy Beauty.</p>\n<p>Far, far from Thy glory be what mortal man can affirm of Thee, or attribute unto Thee, or the praise with which he can glorify Thee! Whatever duty Thou hast prescribed unto Thy servants of extolling to the utmost Thy majesty and glory is but a token of Thy grace unto them, that they may be enabled to ascend unto the station conferred upon their own inmost being, the station of the knowledge of their own selves.</p>\n<p>No one else besides Thee hath, at any time, been able to fathom Thy mystery, or befittingly to extol Thy greatness. Unsearchable and high above the praise of men wilt Thou remain forever. There is none other God but Thee, the Inaccessible, the Omnipotent, the Omniscient, the Holy of Holies.</p>","Text2":"<p>Gepriesen und verherrlicht bist Du, o Herr, mein Gott! Wie kann ich Deiner gedenken, da ich doch weiß, daß keine Zunge, und wäre ihre Weisheit noch so tief, Deinen Namen gebührend rühmen kann und daß der Vogel des Menschenherzens, so sehr er sich auch sehne, niemals hoffen darf, zum Himmel Deiner Erhaben­heit und Deines Wissens aufzusteigen.</p>\n<p>Wenn ich Dich, o mein Gott, als den All-Wahrnehmenden beschreibe, muß ich zugeben, daß Sie, die höchsten Verkörperungen der Wahrnehmung, auf Dein Geheiß erschaffen wurden. Und wenn ich Dich als den Allweisen preise, muß ich zugleich anerkennen, daß die Urquellen der Weisheit selbst durch das Wirken Deines Willens entstan­den. Und wenn ich Dich als den Unvergleichlichen verkünde, erkenne ich bald, daß Sie, die der Inbegriff der Einheit sind, durch Dich herabgesandt wurden und nur Beweise Deines Werkes sind. Und wenn ich Dich als den Allwissenden begrüße, muß ich bekennen, daß Sie, die der Inbegriff des Wissens sind, nur Schöpfung und Werkzeug Deiner Absicht sind.</p>\n<p>Erhaben, unermeßlich erhaben bist Du über das Bemühen der Sterblichen, Dein Geheimnis zu enträtseln, Deine Herrlichkeit zu schildern oder die Art Deines Wesens auch nur anzudeuten. Denn was immer solches Bemühen erreichen mag, – nie darf es hoffen, jene Grenzen zu überschreiten, die Deinen Geschöpfen gesetzt sind, ist dieses Streben doch durch Dein Gebot bewirkt und durch Dein Ersinnen gezeugt. Die erhabensten Gefühle, die die Heiligsten der Heiligen zu Deinem Lobe bezeigen können, und die tiefste Weisheit, die die gelehrtesten Menschen bei dem Versuch, Dein Wesen zu begreifen, zu äußern vermögen, kreisen alle um jenen Mittelpunkt, der Deiner Herrschaft völlig unter­tan ist, Deine Schönheit verehrt und durch die Bewegung Deiner Feder Antrieb findet.</p>\n<p>Nein, verhüte, o mein Gott, daß ich jemals Worte äußere, die zwangsläufig eine unmittelbare Beziehung zwischen der Feder Deiner Offenbarung und dem Wesen alles Er­schaffenen andeuten. Weit stehen jene, die Dir verbunden sind, über der Vorstellung einer solchen Beziehung. Alle Vergleiche und Ähnlichkeiten vermögen dem Baum Deiner Offenbarung nicht gerecht zu werden, und jeder Weg zum Verständnis der Manifestation Deiner selbst und des Tagesanbruchs Deiner Schönheit ist verschlossen.</p>\n<p>Fern, fern von Deiner Herrlichkeit sei, was der sterbliche Mensch von Dir aussagen oder Dir zuschreiben kann, oder der Lobpreis, mit dem er Dich zu verherrlichen ver­mag! Was immer Du Deinen Dienern geboten hast, damit sie Deine Majestät und Herrlichkeit aufs höchste preisen, ist nur ein Zeichen Deiner Gnade für sie, auf daß sie fähig werden, zu der Stufe aufzusteigen, die ihrem innersten Wesen verliehen wurde, der Stufe der Erkenntnis ihres eigenen Selbstes.</p>\n<p>Niemand außer Dir war jemals fähig, Dein Geheimnis zu ergründen oder Deine Größe angemessen zu preisen. Unerforschlich, hoch erhaben über das Lob der Menschen wirst Du immerdar bleiben. Es ist kein Gott außer Dir, dem Unerreichbaren, dem Allmächtigen, dem Allwissenden, dem Heiligen der Heiligen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":2,"Roman":"II","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The beginning of all things is the knowledge of God, and the end of all things is strict observance of whatsoever hath been sent down from the empyrean of the Divine Will that pervadeth all that is in the heavens and all that is on the earth.</p>","Text2":"<p>Aller Dinge Anfang ist die Erkenntnis Gottes, und aller Dinge Ziel ist die strikte Beachtung dessen, was herabgesandt ist vom Lichthimmel des göttlichen Willens, der alles durchdringt, was in den Himmeln, und alles, was auf Erden ist.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":3,"Roman":"III","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Revelation which, from time immemorial, hath been acclaimed as the Purpose and Promise of all the Prophets of God, and the most cherished Desire of His Messengers, hath now, by virtue of the pervasive Will of the Almighty and at His irresistible bidding, been revealed unto men. The advent of such a Revelation hath been heralded in all the sacred Scriptures. Behold how, notwithstanding such an announcement, mankind hath strayed from its path and shut out itself from its glory.</p>\n<p>Say: O ye lovers of the One true God! Strive, that ye may truly recognize and know Him, and observe befittingly His precepts. This is a Revelation, under which, if a man shed for its sake one drop of blood, myriads of oceans will be his recompense. Take heed, O friends, that ye forfeit not so inestimable a benefit, or disregard its transcendent station. Consider the multitude of lives that have been, and are still being, sacrificed in a world deluded by a mere phantom which the vain imaginations of its peoples have conceived. Render thanks unto God, inasmuch as ye have attained unto your heart’s Desire, and been united to Him Who is the Promise of all nations. Guard ye, with the aid of the one true God—exalted be His glory—the integrity of the station which ye have attained, and cleave to that which shall promote His Cause. He, verily, enjoineth on you what is right and conducive to the exaltation of man’s station. Glorified be the All-Merciful, the Revealer of this wondrous Tablet.</p>","Text2":"<p>Die Offenbarung, die seit unvordenklichen Zeiten 1 als das Ziel und die Verheißung aller Propheten Gottes gepriesen worden ist und das höchste Ver­langen Seiner Boten war, ist nun nach dem alldurchdringenden Willen des Allmächtigen und auf Sein unwiderstehliches Geheiß den Menschen enthüllt worden. In allen heiligen Schriften ist das Kommen einer solchen Offenbarung angekündigt worden. Seht nun, wie die Menschheit trotz solcher Ankündigung von ihrem Weg abgeirrt ist und sich selbst ihrer Herrlichkeit verschlossen hat.</p>\n<p>Sprich: O ihr Liebenden des einen, wahren Gottes! Strebt danach, Ihn wahrhaft anzunehmen und zu erkennen, und folgt Seinen Geboten, wie es euch ziemt. Dies ist eine Offenbarung, in der Myriaden von Meeren der Lohn für den sein werden, der um ihretwillen einen Tropfen Blut vergießt. Hütet euch, o Freunde, daß ihr eine so unschätzbare Wohltat nicht verwirkt oder ihre überragende Stufe gering achtet. Denkt an die vielen Leben, die geopfert wurden und noch geopfert werden in einer Welt, die durch ein bloßes Hirngespinst irregeführt ist, erdacht aus dem eitlen Wahn ihrer Völker. Danket Gott, daß euer Herzenswunsch Erfüllung fand und ihr mit Ihm vereint wurdet, der der Verheißene aller Völker ist. Bewahrt euch mit der Hilfe des einen, wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – die Unversehrtheit der Stufe, die ihr erreicht habt, und hal­tet fest an dem, was Seine Sache fördert. Er, fürwahr, ge­bietet euch, was recht ist und des Menschen Stufe erhöht. Verherrlicht sei der Allbarmherzige, der Offenbarer dieser wundersamen Tafeln.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":4,"Roman":"IV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>This is the Day in which God’s most excellent favors have been poured out upon men, the Day in which His most mighty grace hath been infused into all created things. It is incumbent upon all the peoples of the world to reconcile their differences, and, with perfect unity and peace, abide beneath the shadow of the Tree of His care and loving-kindness. It behooveth them to cleave to whatsoever will, in this Day, be conducive to the exaltation of their stations, and to the promotion of their best interests. Happy are those whom the all-glorious Pen was moved to remember, and blessed are those men whose names, by virtue of Our inscrutable decree, We have preferred to conceal.</p>\n<p>Beseech ye the one true God to grant that all men may be graciously assisted to fulfill that which is acceptable in Our sight. Soon will the present-day order be rolled up, and a new one spread out in its stead. Verily, thy Lord speaketh the truth, and is the Knower of things unseen.</p>","Text2":"<p>Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde. Alle Völker haben die Pflicht, ihre Gegensätze auszugleichen und in größter Eintracht und in Frieden im Schatten des Baumes Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Sie müssen sich an das halten, was an diesem Tage der Er­höhung ihrer Stufe und der Förderung ihrer wahren Interessen am besten dient. Glücklich die, zu deren Gedenken die allherrliche Feder bewegt ward, und gesegnet die Men­schen, deren Namen Wir nach Unserem unerforschlichen Ratschluß zu verschweigen vorzogen.</p>\n<p>Bittet den einen, wahren Gott, daß Er allen Menschen gnädig beistehe, das zu erfüllen, was in Unseren Augen annehmbar ist. Bald wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden. Wahrlich, dein Herr spricht die Wahrheit, und Er weiß um das Ungeschaute.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":5,"Roman":"V","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>This is the Day whereon the Ocean of God’s mercy hath been manifested unto men, the Day in which the Daystar of His loving-kindness hath shed its radiance upon them, the Day in which the clouds of His bountiful favor have overshadowed the whole of mankind. Now is the time to cheer and refresh the down-cast through the invigorating breeze of love and fellowship, and the living waters of friendliness and charity.</p>\n<p>They who are the beloved of God, in whatever place they gather and whomsoever they may meet, must evince, in their attitude towards God, and in the manner of their celebration of His praise and glory, such humility and submissiveness that every atom of the dust beneath their feet may attest the depth of their devotion. The conversation carried by these holy souls should be informed with such power that these same atoms of dust will be thrilled by its influence. They should conduct themselves in such manner that the earth upon which they tread may never be allowed to address to them such words as these: “I am to be preferred above you. For witness, how patient I am in bearing the burden which the husbandman layeth upon me. I am the instrument that continually imparteth unto all beings the blessings with which He Who is the Source of all grace hath entrusted me. Notwithstanding the honor conferred upon me, and the unnumbered evidences of my wealth—a wealth that supplieth the needs of all creation—behold the measure of my humility, witness with what absolute submissiveness I allow myself to be trodden beneath the feet of men.…”</p>\n<p>Show forbearance and benevolence and love to one another. Should anyone among you be incapable of grasping a certain truth, or be striving to comprehend it, show forth, when conversing with him, a spirit of extreme kindliness and goodwill. Help him to see and recognize the truth, without esteeming yourself to be, in the least, superior to him, or to be possessed of greater endowments.</p>\n<p>The whole duty of man in this Day is to attain that share of the flood of grace which God poureth forth for him. Let none, therefore, consider the largeness or smallness of the receptacle. The portion of some might lie in the palm of a man’s hand, the portion of others might fill a cup, and of others even a gallon-measure.</p>\n<p>Every eye, in this Day, should seek what will best promote the Cause of God. He, Who is the Eternal Truth, beareth Me witness! Nothing whatever can, in this Day, inflict a greater harm upon this Cause than dissension and strife, contention, estrangement and apathy, among the loved ones of God. Flee them, through the power of God and His sovereign aid, and strive ye to knit together the hearts of men, in His Name, the Unifier, the All-Knowing, the All-Wise.</p>\n<p>Beseech ye the one true God to grant that ye may taste the savor of such deeds as are performed in His path, and partake of the sweetness of such humility and submissiveness as are shown for His sake. Forget your own selves, and turn your eyes towards your neighbor. Bend your energies to whatever may foster the education of men. Nothing is, or can ever be, hidden from God. If ye follow in His way, His incalculable and imperishable blessings will be showered upon you. This is the luminous Tablet, whose verses have streamed from the moving Pen of Him Who is the Lord of all worlds. Ponder it in your hearts, and be ye of them that observe its precepts.</p>","Text2":"<p>Dies ist der Tag, da das Meer göttlicher Gnade den Menschen offenbart ist, der Tag, da die Sonne Seiner Güte ihren Strahlenglanz über sie ergießt, der Tag, da die Wolken Seiner reichen Gaben die ganze Menschheit überschatten. Jetzt ist die Zeit, die Niedergeschlagenen mit dem belebenden Hauch der Liebe und Verbundenheit und den Lebenswassern des Wohlwollens und der Barmherzigkeit zu trösten und zu erquicken.</p>\n<p>Wo immer die Geliebten Gottes sich versammeln und wem immer sie begegnen, sie müssen in ihrer Haltung vor Gott und beim Lobpreis Seines Ruhmes und Seiner Ehre solche Demut und Ergebenheit zeigen, daß jedes Staubatom unter ihren Füßen die Tiefe ihrer Hingabe bezeugt. Das Gespräch, das diese heiligen Seelen führen, sollte von solcher Kraft erfüllt sein, daß diese Staubatome unter sei­nem Einfluß erbeben. Sie sollten sich so verhalten, daß die Erde, auf die sie treten, niemals Worte zu ihnen sprechen kann wie diese: »Ich bin euch vorzuziehen, denn seht, wie geduldig ich die Bürde trage, die mir der Landmann auferlegt. Ich bin das Mittel, das unablässig allen Wesen die Segnungen spendet, mit denen Er, der Ursprung aller Gnade, mich betraut hat. Trotz der mir erwiesenen Ehre und der zahllosen Beweise meines Reichtums, – eines Reichtums, der den Bedarf der ganzen Schöpfung deckt – seht das Maß meiner Demut und bezeugt, wie ich mich in voller Ergebenheit von den Menschen mit Füßen treten lasse.«</p>\n<p>Erweist einander Langmut, Wohlwollen und Liebe. So jemand unter euch eine bestimmte Wahrheit nicht zu erfassen vermag oder sich um ihr Verständnis bemüht, so sprecht mit ihm voller Güte und in bester Absicht. Helft ihm, die Wahrheit zu sehen und zu erkennen, ohne euch im geringsten über ihn erhaben zu fühlen oder im Besitz größerer Gaben zu wähnen.</p>\n<p>Die ganze Pflicht des Menschen liegt an diesem Tage darin, seinen Teil an der Gnadenfülle zu erlangen, die Gott für ihn strömen läßt. Deshalb soll niemand der Größe des Gefäßes achten. Der Anteil der einen mag in einer Handvoll liegen, der Anteil anderer mag einen Becher füllen, der wieder anderer gar das Maß eines Scheffels.</p>\n<p>Jedes Auge sollte an diesem Tage suchen, was die Sache Gottes am besten fördert. Er, die Ewige Wahrheit, ist Mein Zeuge! Nichts, was es auch sei, kann an diesem Tage der Sache Gottes größeren Schaden zufügen als Zwietracht und Hader, Wortstreit, Entfremdung und Gleichgültigkeit unter den Geliebten Gottes. Flieht sie durch die Macht Gottes und Seine unumschränkte Hilfe und trachtet da­nach, die Herzen der Menschen zu verbinden in Seinem Namen, der Vereiner, der Allwissende, der Allweise.</p>\n<p>Bittet den einen, wahren Gott, Er möge euch den Geschmack solcher Werke kosten lassen, wie sie auf Seinem Pfade vollbracht werden, und an der Süße solcher Demut und Ergebenheit teilhaben lassen, wie sie um Seinetwillen erzeigt werden. Vergeßt euer eigenes Selbst und wendet eure Augen eurem Nächsten zu. Widmet eure Kräfte allem, was die Erziehung der Menschen fördert. Nichts ist vor Gott verborgen oder könnte es jemals sein. So ihr Seinem Wege folgt, werden Seine unermeßlichen, unvergängli­chen Segnungen auf euch herniederströmen. Dies ist die leuchtende Tafel, deren Verse aus der eilenden Feder dessen strömten, der der Herr aller Welten ist. Bedenkt es im Herzen und gehört zu denen, die Seine Gebote halten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":6,"Roman":"VI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Behold, how the divers peoples and kindreds of the earth have been waiting for the coming of the Promised One. No sooner had He, Who is the Sun of Truth, been made manifest, than, lo, all turned away from Him, except them whom God was pleased to guide. We dare not, in this Day, lift the veil that concealeth the exalted station which every true believer can attain, for the joy which such a revelation must provoke might well cause a few to faint away and die.</p>\n<p>He Who is the Heart and Center of the Bayán hath written: “The germ that holdeth within itself the potentialities of the Revelation that is to come is endowed with a potency superior to the combined forces of all those who follow Me.” And, again, He saith: “Of all the tributes I have paid to Him Who is to come after Me, the greatest is this, My written confession, that no words of Mine can adequately describe Him, nor can any reference to Him in My Book, the Bayán, do justice to His Cause.”</p>\n<p>Whoso hath searched the depths of the oceans that lie hid within these exalted words, and fathomed their import, can be said to have discovered a glimmer of the unspeakable glory with which this mighty, this sublime, and most holy Revelation hath been endowed. From the excellence of so great a Revelation the honor with which its faithful followers must needs be invested can be well imagined. By the righteousness of the one true God! The very breath of these souls is in itself richer than all the treasures of the earth. Happy is the man that hath attained thereunto, and woe betide the heedless.</p>","Text2":"<p>Seht, wie die verschiedenen Völker und Geschlech­ter der Erde das Kommen des Verheißenen erwartet haben. Doch kaum war Er, die Sonne der Wahrheit, erschienen, siehe, da wandten sich alle von Ihm ab, außer denen, die Gott zu führen beliebte. Wir wagen nicht, an diesem Tage den Schleier vor jener erhabenen Stufe zu lüf­ten, die jeder wahre Gläubige erreichen kann, denn die Freude, die eine solche Offenbarung erregen muß, könnte bei manchen bewirken, daß sie ohnmächtig werden und sterben.</p>\n<p>Er, das Herz und der Mittelpunkt des Bayán, hat geschrieben: »Der Keim, der die Möglichkeiten der kommenden Offenbarung in sich birgt, ist mit einer Macht begabt, die stärker ist als die vereinten Kräfte aller, die Mir folgen.« Und weiter sagt Er: »Von allen Huldigungen, die Ich Ihm, der nach Mir kommen wird, dargebracht habe, ist die höchste Mein schriftliches Bekenntnis, daß keines Meiner Worte Ihn angemessen beschreiben kann und kein Hinweis auf Ihn in Meinem Buche, dem Bayán, Seiner Sache gerecht zu werden vermag.«</p>\n<p>Wer die Tiefen der Meere, die diese erhabenen Worte bergen, durchforscht und ihren Sinn ergründet, von dem kann gesagt werden, daß er einen Schimmer der unaus­sprechlichen Herrlichkeit entdeckt, die dieser mächtigen, dieser erhabenen, heiligsten Offenbarung verliehen ist. Aus der überragenden Bedeutung einer so großen Offenbarung kann die Ehre, die ihre getreuen Anhänger schmückt, wohl ermessen werden. Bei der Gerechtigkeit des einen, wahren Gottes! Der bloße Atem dieser Seelen ist kostbarer als alle Schätze der Erde. Glücklich der Mensch, der dies erreicht, und wehe den Achtlosen!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":7,"Roman":"VII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Verily I say, this is the Day in which mankind can behold the Face, and hear the Voice, of the Promised One. The Call of God hath been raised, and the light of His countenance hath been lifted up upon men. It behooveth every man to blot out the trace of every idle word from the tablet of his heart, and to gaze, with an open and unbiased mind, on the signs of His Revelation, the proofs of His Mission, and the tokens of His glory.</p>\n<p>Great indeed is this Day! The allusions made to it in all the sacred Scriptures as the Day of God attest its greatness. The soul of every Prophet of God, of every Divine Messenger, hath thirsted for this wondrous Day. All the divers kindreds of the earth have, likewise, yearned to attain it. No sooner, however, had the Daystar of His Revelation manifested itself in the heaven of God’s Will, than all, except those whom the Almighty was pleased to guide, were found dumbfounded and heedless.</p>\n<p>O thou that hast remembered Me! The most grievous veil hath shut out the peoples of the earth from His glory, and hindered them from hearkening to His call. God grant that the light of unity may envelop the whole earth, and that the seal, “the Kingdom is God’s,” may be stamped upon the brow of all its peoples.</p>","Text2":"<p>Wahrlich, Ich sage, dies ist der Tag, an dem die Menschheit das Angesicht des Verheißenen schau­en und Seine Stimme hören kann. Gottes Ruf ist er­hoben, und das Licht Seines Antlitzes ist über den Menschen aufgegangen. Ein jeder sollte die Spuren jedes eitlen Wortes von der Tafel seines Herzens löschen und mit offenem, unvoreingenommenem Sinn fest auf die Zeichen Seiner Offenbarung, die Beweise Seiner Sendung und die Zeichen Seiner Herrlichkeit schauen.</p>\n<p>Groß fürwahr ist dieser Tag! Die Hinweise in allen heiligen Schriften auf ihn als den »Tag Gottes« bezeugen seine Größe. Die Seele jedes Propheten Gottes und jedes göttlichen Boten hat nach diesem wundersamen Tag gedürstet, und alle Geschlechter der Erde haben sich danach gesehnt, ihn zu erleben. Doch kaum hatte sich die Sonne Seiner Of­fenbarung am Himmel des Willens Gottes kundgetan, da wurden alle für sprachlos und achtlos befunden – außer je­nen, die der Allmächtige zu führen beliebte.</p>\n<p>O du, der du Meiner gedenkst! Der schlimmste Schleier hat die Völker der Erde von Seiner Herrlichkeit ausge­schlossen und gehindert, auf Seinen Ruf zu hören. Gebe Gott, daß das Licht der Einheit die ganze Erde umfange und das Siegel »Das Reich ist Gottes« allen ihren Völkern auf die Stirn gedrückt werde.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":8,"Roman":"VIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>By the righteousness of God! These are the days in which God hath proved the hearts of the entire company of His Messengers and Prophets, and beyond them those that stand guard over His sacred and inviolable Sanctuary, the inmates of the celestial Pavilion and dwellers of the Tabernacle of Glory. How severe, therefore, the test to which they who join partners with God must needs be subjected!</p>","Text2":"<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes! Dies sind die Tage, da Gott die Herzen der gesamten Schar Seiner Boten und Propheten und darüber hinaus diejenigen ge­prüft hat, die Sein geweihtes, unverletzliches Heiligtum be­wachen, die das Himmelszelt bewohnen und im Hort der Herrlichkeit verweilen. Wie streng ist darum die Prüfung, die unvermeidlich derer harrt, die Gott Gefährten beigesellen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":9,"Roman":"IX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Husayn! Consider the eagerness with which certain peoples and nations have anticipated the return of Imám Husayn, whose coming, after the appearance of the Qá’im, hath been prophesied, in days past, by the chosen ones of God, exalted be His glory. These holy ones have, moreover, announced that when He Who is the Dayspring of the manifold grace of God manifesteth Himself, all the Prophets and Messengers, including the Qá’im, will gather together beneath the shadow of the sacred Standard which the Promised One will raise. That hour is now come. The world is illumined with the effulgent glory of His countenance. And yet, behold how far its peoples have strayed from His path! None have believed in Him except them who, through the power of the Lord of Names, have shattered the idols of their vain imaginings and corrupt desires and entered the city of certitude. The seal of the choice Wine of His Revelation hath, in this Day and in His Name, the Self-Sufficing, been broken. Its grace is being poured out upon men. Fill thy cup, and drink in, in His Name, the Most Holy, the All-Praised.</p>","Text2":"<p>O Husayn! Bedenke das heftige Verlangen, mit dem bestimmte Völker und Nationen die Wiederkehr des Imám-Husayn erwartet haben, dessen Kommen nach dem Erscheinen des Qá’im die Erwählten Gottes – ge­priesen sei Seine Herrlichkeit – in vergangenen Tagen vor­ausgesagt hatten. Diese Heiligen haben weiter verkündet, wenn Er, der der Tagesanbruch der vielfältigen Gnade Gottes ist, sich offenbare, werden alle Propheten und Bo­ten und mit ihnen der Qá’im sich im Schatten des heiligen Banners sammeln, das der Verheißene hissen wird. Diese Stunde ist nun gekommen. Die Welt ist erleuchtet von der strahlenden Herrlichkeit Seines Angesichts. Und doch, siehe, wie weit ihre Völker von Seinem Pfade abgeirrt sind! Niemand hat an Ihn geglaubt, ausgenommen jene, die durch die Macht des Herrn der Namen die Götzen ihrer eitlen Einbildungen und verderbten Wünsche zerschlagen und die Stadt der Gewißheit betreten haben. Der erlesene Wein Seiner Offenbarung ist an diesem Tage und in Seinem Namen, der Selbstgenügende, entsiegelt. Seine Gnadenfülle ergießt sich über die Menschen. Fülle deinen Becher und trinke daraus in Seinem Namen, der Heiligste, der Allgepriesene.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":10,"Roman":"X","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The time foreordained unto the peoples and kindreds of the earth is now come. The promises of God, as recorded in the holy Scriptures, have all been fulfilled. Out of Zion hath gone forth the Law of God, and Jerusalem, and the hills and land thereof, are filled with the glory of His Revelation. Happy is the man that pondereth in his heart that which hath been revealed in the Books of God, the Help in Peril, the Self-Subsisting. Meditate upon this, O ye beloved of God, and let your ears be attentive unto His Word, so that ye may, by His grace and mercy, drink your fill from the crystal waters of constancy, and become as steadfast and immovable as the mountain in His Cause.</p>\n<p>In the Book of Isaiah it is written: “Enter into the rock, and hide thee in the dust, for fear of the Lord, and for the glory of His majesty.” No man that meditateth upon this verse can fail to recognize the greatness of this Cause, or doubt the exalted character of this Day—the Day of God Himself. This same verse is followed by these words: “And the Lord alone shall be exalted in that Day.” This is the Day which the Pen of the Most High hath glorified in all the holy Scriptures. There is no verse in them that doth not declare the glory of His holy Name, and no Book that doth not testify unto the loftiness of this most exalted theme. Were We to make mention of all that hath been revealed in these heavenly Books and holy Scriptures concerning this Revelation, this Tablet would assume impossible dimensions. It is incumbent in this Day, upon every man to place his whole trust in the manifold bounties of God, and arise to disseminate, with the utmost wisdom, the verities of His Cause. Then, and only then, will the whole earth be enveloped with the morning light of His Revelation.</p>","Text2":"<p>Die den Völkern und Geschlechtern der Erde vorherbestimmte Zeit ist nun gekommen. Die Verheißungen Gottes, wie sie die heiligen Schriften überliefert haben, sind alle erfüllt. Von Zion ist Gottes Gesetz ausgegangen, und Jerusalem mit seinen Hü­geln und seinem Land ist voll der Herrlichkeit Seiner Of­fenbarung. Glücklich, wer in seinem Herzen bewegt, was in den Büchern Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbe­stehenden, offenbart ward. Sinnt darüber nach, o ihr Ge­liebten Gottes, und lauscht Seinem Wort, damit ihr euch durch Seine Gunst und Gnade aus den kristallenen Wassern der Beständigkeit satt trinkt und in Seiner Sache so standhaft und unerschütterlich werdet wie ein Berg.</p>\n<p>Im Buch Jesaja steht geschrieben: »Geh in die Felsen 2 und verbirg dich in der Erde vor der Furcht des Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät.« Niemand, der über diesen Vers nachdenkt, kann umhin, die Größe dieser Sache anzuerkennen, noch kann er die Erhabenheit dieses Tages, des Tages Gottes selbst, bezweifeln. Diesem Vers folgen die Worte: »Der Herr allein aber wird hoch sein an jenem Tage.«1 Dies ist der Tag, den die Feder des Höchsten in allen heiligen Schriften verherrlicht hat. Kein Vers ist darin zu finden, der nicht den Ruhm Seines heiligen Namens bekundet, und kein Buch, das nicht für die Erhabenheit dieses höchsten Themas zeugt. Wollten Wir alles erwähnen, was in jenen himmlischen Büchern und heiligen Schriften über diese Offenbarung enthüllt ward, so würde diese Tafel unvertretbaren Umfang annehmen. Es obliegt an diesem Tage einem jeden, sein ganzes Vertrauen auf die mannigfaltigen Segnungen Gottes zu setzen und sich zu erheben, um mit größter Klugheit die Wahrheiten Seiner Sache zu verbreiten. Dann, und nur dann wird die ganze Erde in das Morgenlicht Seiner Offenbarung gehüllt sein.</p>\n<p>[1. Jesaja 2:10-11 ]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":11,"Roman":"XI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>All glory be to this Day, the Day in which the fragrances of mercy have been wafted over all created things, a Day so blest that past ages and centuries can never hope to rival it, a Day in which the countenance of the Ancient of Days hath turned towards His holy seat. Thereupon the voices of all created things, and beyond them those of the Concourse on high, were heard calling aloud: “Haste thee, O Carmel, for lo, the light of the countenance of God, the Ruler of the Kingdom of Names and Fashioner of the heavens, hath been lifted upon thee.”</p>\n<p>Seized with transports of joy, and raising high her voice, she thus exclaimed: “May my life be a sacrifice to Thee, inasmuch as Thou hast fixed Thy gaze upon me, hast bestowed upon me Thy bounty, and hast directed towards me Thy steps. Separation from Thee, O Thou Source of everlasting life, hath well nigh consumed me, and my remoteness from Thy presence hath burned away my soul. All praise be to Thee for having enabled me to hearken to Thy call, for having honored me with Thy footsteps, and for having quickened my soul through the vitalizing fragrance of Thy Day and the shrilling voice of Thy Pen, a voice Thou didst ordain as Thy trumpet-call amidst Thy people. And when the hour at which Thy resistless Faith was to be made manifest did strike, Thou didst breathe a breath of Thy spirit into Thy Pen, and lo, the entire creation shook to its very foundations, unveiling to mankind such mysteries as lay hidden within the treasuries of Him Who is the Possessor of all created things.”</p>\n<p>No sooner had her voice reached that most exalted Spot than We made reply: “Render thanks unto thy Lord, O Carmel. The fire of thy separation from Me was fast consuming thee, when the ocean of My presence surged before thy face, cheering thine eyes and those of all creation, and filling with delight all things visible and invisible. Rejoice, for God hath in this Day established upon thee His throne, hath made thee the dawning-place of His signs and the dayspring of the evidences of His Revelation. Well is it with him that circleth around thee, that proclaimeth the revelation of thy glory, and recounteth that which the bounty of the Lord thy God hath showered upon thee. Seize thou the Chalice of Immortality in the name of thy Lord, the All-Glorious, and give thanks unto Him, inasmuch as He, in token of His mercy unto thee, hath turned thy sorrow into gladness, and transmuted thy grief into blissful joy. He, verily, loveth the spot which hath been made the seat of His throne, which His footsteps have trodden, which hath been honored by His presence, from which He raised His call, and upon which He shed His tears.</p>\n<p>“Call out to Zion, O Carmel, and announce the joyful tidings: He that was hidden from mortal eyes is come! His all-conquering sovereignty is manifest; His all-encompassing splendor is revealed. Beware lest thou hesitate or halt. Hasten forth and circumambulate the City of God that hath descended from heaven, the celestial Kaaba round which have circled in adoration the favored of God, the pure in heart, and the company of the most exalted angels. Oh, how I long to announce unto every spot on the surface of the earth, and to carry to each one of its cities, the glad-tidings of this Revelation—a Revelation to which the heart of Sinai hath been attracted, and in whose name the Burning Bush is calling: ‘Unto God, the Lord of Lords, belong the kingdoms of earth and heaven.’ Verily this is the Day in which both land and sea rejoice at this announcement, the Day for which have been laid up those things which God, through a bounty beyond the ken of mortal mind or heart, hath destined for revelation. Erelong will God sail His Ark upon thee, and will manifest the people of Bahá who have been mentioned in the Book of Names.”</p>\n<p>Sanctified be the Lord of all mankind, at the mention of Whose name all the atoms of the earth have been made to vibrate, and the Tongue of Grandeur hath been moved to disclose that which had been wrapt in His knowledge and lay concealed within the treasury of His might. He, verily, through the potency of His name, the Mighty, the All-Powerful, the Most High, is the ruler of all that is in the heavens and all that is on earth.</p>","Text2":"<p>Alle Herrlichkeit sei auf diesem Tage, dem Tag, da die Düfte der Barmherzigkeit über alles Erschaffene wehen, einem Tag, so reich gesegnet, daß vergangene Zeitalter und Jahrhunderte niemals hoffen können, ihm gleichzukommen, einem Tag, da der Altehrwürdige der Tage das Antlitz Seinem heiligen Throne zuge­wandt hat. Daraufhin waren die Stimmen alles Erschaf­fenen und darüber hinaus die Stimmen der himmlischen Heerscharen zu hören mit lautem Ruf: »Eile, o Karmel, denn siehe, das Licht des Angesichts Gottes, des Herrschers im Reiche der Namen und Schöpfers der Himmel, ist auf dich gerichtet.«</p>\n<p>Außer sich vor Freude, rief er mit lauter Stimme: »Möge mein Leben ein Opfer für Dich sein, da Du Deinen Blick auf mich geworfen, Deine Großmut über mich ergossen und Deine Schritte zu mir gelenkt hast. Die Trennung von Dir, o Du Quell des ewigen Lebens, hat mich fast verzehrt, und das Fernsein von Dir hat meine Seele verbrannt. Aller Lobpreis sei Dir, daß Du mich fähig gemacht, Deinem Ruf zu lauschen, daß Du mich durch Deinen Schritt beehrt und meine Seele erquickt hast durch den belebenden Duft Deines Tages und die erregende Stimme Deiner Feder, eine Stimme, die Du als Deinen Posaunenruf unter Deinem Volke verfügt hast. Und als die Stunde schlug, zu der Dein unwiderstehlicher Glaube offenbart werden sollte, bliesest Du einen Hauch Deines Geistes in Deine Feder, und siehe, die gesamte Schöpfung erbebte in ihren Grundfesten und ent­hüllte dem Menschengeschlecht Mysterien, wie sie in den Schatzkammern dessen verborgen liegen, der der Besitzer alles Erschaffenen ist.«</p>\n<p>Kaum hatte seine Stimme jenen erhabensten Ort erreicht, da antworteten Wir: »Danke deinem Herrn, o Karmel! Das Feuer deiner Trennung von Mir hatte dich fast verzehrt, als das Meer Meiner Gegenwart vor deinem Angesicht wogte, deine und der ganzen Schöpfung Augen erfreute und alles Sichtbare und Unsichtbare mit Entzücken erfüllte. Froh­locke, denn Gott hat an diesem Tage Seinen Thron auf dir errichtet, hat dich zum Aufgangsort Seiner Zeichen und zum Morgen der Beweise Seiner Offenbarung gemacht. Wohl dem, der dich umschreitet, der die Offenbarung deiner Herrlichkeit verkündet und berichtet, was die Großmut des Herrn, deines Gottes, über dich ergossen hat. Ergreife den Kelch der Unsterblichkeit im Namen deines Herrn, der Allherrliche, und bringe Ihm Dank dar, weil Er als Zeichen Seines Erbarmens für dich dein Leid in Freude, deinen Kummer in selige Wonne verwandelt hat. Wahrlich, Er liebt die Stätte, die zum Sitze Seines Thrones wurde, die Seine Füße betreten haben, die Seine Gegenwart beehrt hat, von der aus Er Seinen Ruf erhoben und über die Er Seine Tränen vergossen hat.</p>\n<p>Rufe aus gen Zion, o Karmel, und künde die frohe Botschaft: Er, der den sterblichen Augen verborgen war, ist gekommen! Seine allbezwingende Herrschaft ist offenbar, Seine allumfassende Herrlichkeit ist enthüllt worden. Hüte dich, daß du nicht zögerst oder schwankst. Eile und um­schreite die Stadt Gottes, die vom Himmel herabgekommen ist, die himmlische Kaaba, in Anbetung umkreist von den Begünstigten Gottes, den im Herzen Reinen und der Schar der erhabensten Engel. O wie sehne Ich Mich, jedem Ort des Erdkreises die frohe Botschaft dieser Offenbarung zu verkünden und sie in jede seiner Städte zu tragen, einer Offenbarung, zu der das Herz des Sinai hingezogen wurde, und in deren Namen der Brennende Busch ruft: ›Gottes, des Herrn der Herren, sind die Reiche der Erde und des Himmels!‹ Wahrlich, dies ist der Tag, da Land und Meer frohlocken über diese Verkündigung, der Tag, für den aufbewahrt wurde, was Gott aus einer Großmut, die jenseits der Fassungskraft des sterblichen Verstandes oder Herzens liegt, zu offenbaren bestimmt hat. Bald wird Gott Seine Ar­che auf dich zusteuern und das Volk Bahás offenbaren, das im Buche der Namen genannt ist.«</p>\n<p>Geheiligt sei der Herr der ganzen Menschheit! Alle Atome der Erde wurden beim Nennen Seines Namens in Schwin­gung versetzt, und die Zunge der Größe wurde bewegt, das zu eröffnen, was in Seinem Wissen verhüllt und in der Schatzkammer Seiner Macht verborgen lag. Er, wahrlich, ist kraft Seines Namens, der Mächtige, der Allgewaltige, der Höchste, Herrscher über alles, was in den Himmeln, und alles, was auf Erden ist.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":12,"Roman":"XII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Bestir yourselves, O people, in anticipation of the days of Divine justice, for the promised hour is now come. Beware lest ye fail to apprehend its import and be accounted among the erring.</p>","Text2":"<p>Rühre dich, o Volk, und erwarte die Tage göttlicher Gerechtigkeit, denn die verheißene Stun­de ist gekommen. Hüte dich, daß du nicht versäumst, ihre Tragweite zu erkennen und daß du nicht zu den Irrenden gezählt wirst.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":13,"Roman":"XIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Consider the past. How many, both high and low, have, at all times, yearningly awaited the advent of the Manifestations of God in the sanctified persons of His chosen Ones. How often have they expected His coming, how frequently have they prayed that the breeze of Divine mercy might blow, and the promised Beauty step forth from behind the veil of concealment, and be made manifest to all the world. And whensoever the portals of grace did open, and the clouds of divine bounty did rain upon mankind, and the light of the Unseen did shine above the horizon of celestial might, they all denied Him, and turned away from His face—the face of God Himself.…</p>\n<p>Reflect, what could have been the motive for such deeds? What could have prompted such behavior towards the Revealers of the beauty of the All-Glorious? Whatever in days gone by hath been the cause of the denial and opposition of those people hath now led to the perversity of the people of this age. To maintain that the testimony of Providence was incomplete, that it hath therefore been the cause of the denial of the people, is but open blasphemy. How far from the grace of the All-Bountiful and from His loving providence and tender mercies it is to single out a soul from amongst all men for the guidance of His creatures, and, on one hand, to withhold from Him the full measure of His divine testimony, and, on the other, inflict severe retribution on His people for having turned away from His chosen One! Nay, the manifold bounties of the Lord of all beings have, at all times, through the Manifestations of His Divine Essence, encompassed the earth and all that dwell therein. Not for a moment hath His grace been withheld, nor have the showers of His loving-kindness ceased to rain upon mankind. Consequently, such behavior can be attributed to naught save the petty-mindedness of such souls as tread the valley of arrogance and pride, are lost in the wilds of remoteness, walk in the ways of their idle fancy, and follow the dictates of the leaders of their faith. Their chief concern is mere opposition; their sole desire is to ignore the truth. Unto every discerning observer it is evident and manifest that had these people in the days of each of the Manifestations of the Sun of Truth sanctified their eyes, their ears, and their hearts from whatever they had seen, heard, and felt, they surely would not have been deprived of beholding the beauty of God, nor strayed far from the habitations of glory. But having weighed the testimony of God by the standard of their own knowledge, gleaned from the teachings of the leaders of their faith, and found it at variance with their limited understanding, they arose to perpetrate such unseemly acts.…</p>\n<p>Consider Moses! Armed with the rod of celestial dominion, adorned with the white hand of Divine knowledge, and proceeding from the Párán of the love of God, and wielding the serpent of power and everlasting majesty, He shone forth from the Sinai of light upon the world. He summoned all the peoples and kindreds of the earth to the kingdom of eternity, and invited them to partake of the fruit of the tree of faithfulness. Surely you are aware of the fierce opposition of Pharaoh and his people, and of the stones of idle fancy which the hands of infidels cast upon that blessed Tree. So much so that Pharaoh and his people finally arose and exerted their utmost endeavor to extinguish with the waters of falsehood and denial the fire of that sacred Tree, oblivious of the truth that no earthly water can quench the flames of Divine wisdom, nor mortal blasts extinguish the lamp of everlasting dominion. Nay, rather, such water cannot but intensify the burning of the flame, and such blasts cannot but ensure the preservation of the lamp, were ye to observe with the eye of discernment, and walk in the way of God’s holy will and pleasure.…</p>\n<p>And when the days of Moses were ended, and the light of Jesus, shining forth from the Dayspring of the Spirit, encompassed the world, all the people of Israel arose in protest against Him. They clamored that He Whose advent the Bible had foretold must needs promulgate and fulfill the laws of Moses, whereas this youthful Nazarene, who laid claim to the station of the divine Messiah, had annulled the laws of divorce and of the sabbath day—the most weighty of all the laws of Moses. Moreover, what of the signs of the Manifestation yet to come? These people of Israel are even unto the present day still expecting that Manifestation which the Bible hath foretold! How many Manifestations of Holiness, how many Revealers of the light everlasting, have appeared since the time of Moses, and yet Israel, wrapt in the densest veils of satanic fancy and false imaginings, is still expectant that the idol of her own handiwork will appear with such signs as she herself hath conceived! Thus hath God laid hold of them for their sins, hath extinguished in them the spirit of faith, and tormented them with the flames of the nethermost fire. And this for no other reason except that Israel refused to apprehend the meaning of such words as have been revealed in the Bible concerning the signs of the coming Revelation. As she never grasped their true significance, and, to outward seeming, such events never came to pass, she, therefore, remained deprived of recognizing the beauty of Jesus and of beholding the Face of God. And they still await His coming! From time immemorial even unto this day, all the kindreds and peoples of the earth have clung to such fanciful and unseemly thoughts, and thus have deprived themselves of the clear waters streaming from the springs of purity and holiness.…</p>\n<p>To them that are endowed with understanding, it is clear and manifest that, when the fire of the love of Jesus consumed the veils of Jewish limitations, and His authority was made apparent and partially enforced, He, the Revealer of the unseen Beauty, addressing one day His disciples, referred unto His passing, and, kindling in their hearts the fire of bereavement, said unto them: “I go away and come again unto you.” And in another place He said: “I go and another will come, Who will tell you all that I have not told you, and will fulfill all that I have said.” Both these sayings have but one meaning, were ye to ponder upon the Manifestations of the Unity of God with Divine insight.</p>\n<p>Every discerning observer will recognize that in the Dispensation of the Qur’án both the Book and the Cause of Jesus were confirmed. As to the matter of names, Muhammad, Himself, declared: “I am Jesus.” He recognized the truth of the signs, prophecies, and words of Jesus, and testified that they were all of God. In this sense, neither the person of Jesus nor His writings hath differed from that of Muhammad and of His holy Book, inasmuch as both have championed the Cause of God, uttered His praise, and revealed His commandments. Thus it is that Jesus, Himself, declared: “I go away and come again unto you.” Consider the sun. Were it to say now, “I am the sun of yesterday,” it would speak the truth. And should it, bearing the sequence of time in mind, claim to be other than that sun, it still would speak the truth. In like manner, if it be said that all the days are but one and the same, it is correct and true. And if it be said, with respect to their particular names and designations, that they differ, that again is true. For though they are the same, yet one doth recognize in each a separate designation, a specific attribute, a particular character. Conceive accordingly the distinction, variation, and unity characteristic of the various Manifestations of holiness, that thou mayest comprehend the allusions made by the Creator of all names and attributes to the mysteries of distinction and unity, and discover the answer to thy question as to why that everlasting Beauty should have, at sundry times, called Himself by different names and titles.…</p>\n<p>When the Unseen, the Eternal, the Divine Essence, caused the Daystar of Muhammad to rise above the horizon of knowledge, among the cavils which the Jewish divines raised against Him was that after Moses no Prophet should be sent of God. Yea, mention hath been made in the Scriptures of a Soul Who must needs be made manifest and Who will advance the Faith, and promote the interests of the people of Moses, so that the Law of the Mosaic Dispensation may encompass the whole earth. Thus hath the King of eternal glory referred in His Book to the words uttered by those wanderers in the vale of remoteness and error: “‘The hand of God,’ say the Jews, ‘is chained up.’ Chained up be their own hands; And for that which they have said, they were accursed. Nay, outstretched are both His hands!” “The hand of God is above their hands.” Although the commentators of the Qur’án have related in divers manners the circumstances attending the revelation of this verse, yet thou shouldst endeavor to apprehend the purpose thereof. He saith: How false is that which the Jews have imagined! How can the hand of Him Who is the King in truth, Who caused the countenance of Moses to be made manifest, and conferred upon Him the robe of Prophethood—how can the hand of such a One be chained and fettered? How can He be conceived as powerless to raise up yet another Messenger after Moses? Behold the absurdity of their saying; how far it hath strayed from the path of knowledge and understanding! Observe how in this Day also, all these people have occupied themselves with such foolish absurdities. For over a thousand years they have been reciting this verse, and unwittingly pronouncing their censure against the Jews, utterly unaware that they themselves, openly and privily, are voicing the sentiments and belief of the Jewish people! Thou art surely aware of their idle contention, that all Revelation is ended, that the portals of Divine mercy are closed, that from the daysprings of eternal holiness no Sun shall rise again, that the Ocean of everlasting bounty is forever stilled, and that out of the Tabernacle of ancient glory the Messengers of God have ceased to be made manifest. Such is the measure of the understanding of these small-minded, contemptible people. These people have imagined that the flow of God’s all-encompassing grace and plenteous mercies, the cessation of which no mind can contemplate, has been halted. From every side they have risen and girded up the loins of tyranny, and exerted the utmost endeavor to quench with the bitter waters of their vain fancy the flame of God’s Burning Bush, oblivious that the globe of power shall, within its own mighty stronghold, protect the Lamp of God.…</p>\n<p>Behold how the sovereignty of Muhammad, the Messenger of God, is today apparent and manifest amongst the people. You are well aware of what befell His Faith in the early days of His Dispensation. What woeful sufferings did the hand of the infidel and erring, the divines of that age and their associates, inflict upon that spiritual Essence, that most pure and holy Being! How abundant the thorns and briars which they have strewn over His path! It is evident that that wretched generation, in their wicked and satanic fancy, regarded every injury to that immortal Being as a means to the attainment of an abiding felicity; inasmuch as the recognized divines of that age, such as ‘Abdu’lláh Ubayy, ‘Abú ‘Ámir, the hermit, Ka’b-ibn-i-Ashraf, and Nadr-ibn-i-Hárith, all treated Him as an impostor, and pronounced Him a lunatic and a calumniator. Such sore accusations they brought against Him that in recounting them God forbiddeth the ink to flow, Our pen to move, or the page to bear them. These malicious imputations provoked the people to arise and torment Him. And how fierce that torment, if the divines of the age be its chief instigators, if they denounce Him to their followers, cast Him out from their midst, and declare Him a miscreant! Hath not the same befallen this Servant, and been witnessed by all?</p>\n<p>For this reason did Muhammad cry out: “No Prophet of God hath suffered such harm as I have suffered.” And in the Qur’án are recorded all the calumnies and reproaches uttered against Him, as well as all the afflictions which He suffered. Refer ye thereunto, that haply ye may be informed of that which hath befallen His Revelation. So grievous was His plight, that for a time all ceased to hold intercourse with Him and His companions. Whoever associated with Him fell a victim to the relentless cruelty of His enemies.…</p>\n<p>Consider, how great is the change today! Behold, how many are the Sovereigns who bow the knee before His name! How numerous the nations and kingdoms who have sought the shelter of His shadow, who bear allegiance to His Faith, and pride themselves therein! From the pulpit-top there ascendeth today the words of praise which, in utter lowliness, glorify His blessed name; and from the heights of minarets there resoundeth the call that summoneth the concourse of His people to adore Him. Even those Kings of the earth who have refused to embrace His Faith and to put off the garment of unbelief, nonetheless confess and acknowledge the greatness and overpowering majesty of that Daystar of loving-kindness. Such is His earthly sovereignty, the evidences of which thou dost on every side behold. This sovereignty must needs be revealed and established either in the lifetime of every Manifestation of God or after His ascension unto His true habitation in the realms above.…</p>\n<p>It is evident that the changes brought about in every Dispensation constitute the dark clouds that intervene between the eye of man’s understanding and the Divine Luminary which shineth forth from the dayspring of the Divine Essence. Consider how men for generations have been blindly imitating their fathers, and have been trained according to such ways and manners as have been laid down by the dictates of their Faith. Were these men, therefore, to discover suddenly that a Man, Who hath been living in their midst, Who, with respect to every human limitation hath been their equal, had risen to abolish every established principle imposed by their Faith—principles by which for centuries they have been disciplined, and every opposer and denier of which they have come to regard as infidel, profligate and wicked—they would of a certainty be veiled and hindered from acknowledging His truth. Such things are as “clouds” that veil the eyes of those whose inner being hath not tasted the Salsabíl of detachment, nor drunk from the Kawthar of the knowledge of God. Such men, when acquainted with those circumstances, become so veiled that, without the least question, they pronounce the Manifestation of God as infidel, and sentence Him to death. You must have heard of such things taking place all down the ages, and are now observing them in these days.</p>\n<p>It behooveth us, therefore, to make the utmost endeavor, that, by God’s invisible assistance, these dark veils, these clouds of Heaven-sent trials, may not hinder us from beholding the beauty of His shining Countenance, and that we may recognize Him only by His own Self.</p>","Text2":"<p>Schaut in die Vergangenheit: Wie viele, hoch und niedrig, haben zu allen Zeiten sehnlich auf das Erscheinen der Manifestationen Gottes in den geheiligten Gestalten Seiner Erwählten gewartet. Wie oft haben sie Seiner Ankunft geharrt, wie haben sie immer wieder darum gefleht, der Hauch göttlichen Erbarmens möge wehen, die verheißene Schönheit hinter dem Schleier der Verborgenheit hervortreten und aller Welt offenbar werden. Doch wann immer die Tore der Gnade sich öffneten, die Wolken göttlicher Freigebigkeit sich auf die Menschheit ergossen und das Licht des Ungeschauten am Horizont himmlischer Macht aufleuchtete, haben Ihn alle verleugnet und sich von Seinem Antlitz, Gottes eigenem Antlitz, abgewandt...</p>\n<p>Überlegt: Was mögen ihre Motive gewesen sein, was konnte sie zu einem solchen Verhalten gegenüber den Of­fenbarern der Schönheit des Allherrlichen bewogen haben? Führt doch alles, was in vergangenen Tagen die Ablehnung und den Widerstand der Menschen verursachte, auch zur Verstocktheit der Menschen von heute. Zu behaupten, das Zeugnis der Vorsehung sei unvollständig und dies habe zur Ablehnung geführt, wäre offene Gotteslästerung. Wie fern liegt es der Gnade des Allgütigen, wie fern Seiner liebevol­len Vorsehung und Seiner milden Barmherzigkeit, unter al­len Menschen eine Seele zur Führung Seiner Geschöpfe zu erwählen, ihr einerseits das volle Maß Seines göttlichen Zeugnisses zu versagen, andererseits über Sein Menschen­volk schwere Vergeltung zu verhängen, weil es sich von Seinem Erwählten abwendet! Nein, die vielfachen Gnadengaben des Herrn aller Geschöpfe haben allezeit durch die Manifestationen Seines göttlichen Wesens die Erde und alle, die auf ihr wohnen, umfangen. Nicht einen Augenblick hat sich Seine Gnade versagt, noch haben die Schauer Seiner Güte aufgehört, auf die Menschheit niederzuregnen. Folglich ist ein solches Verhalten nichts anderem zuzuschreiben als der Kleingeistigkeit der Seelen, die durch das Tal der Anmaßung und der Hoffart schreiten, in der Wildnis der Gottferne umherirren, auf den Wegen ihres eitlen Wahns wandeln und den Befehlen ihrer Geistlichen folgen. Es geht ihnen vor allem um Widerspruch, und ihr einziges Begehren ist, der Wahrheit nicht ins Auge sehen zu müssen. Jedem Einsichtigen ist es offenbar: Hätten diese Menschen in den Tagen früherer Manifestationen der Sonne der Wahrheit ihre Augen, Ohren und Herzen von allem, was sie zuvor sahen, hörten und fühlten, geheiligt, so wären sie sicherlich weder des Anblicks der Schönheit Gottes beraubt worden noch so weit von den Stätten der Herrlichkeit abgeirrt. Doch weil sie dem Zeugnis Gottes das Maß ihres eigenen Wissens anlegten, das sie aus den Lehren ihrer Geistlichkeit aufgelesen hatten, und fanden, daß es ihrem beschränkten Verständnis widersprach, ließen sie sich zu solchen Untaten hinreißen...</p>\n<p>Als Sein Tag zu Ende ging, kam die Zeit des Mose. Ausgerüstet mit dem Stab himmlischer Herrschaft, geschmückt mit der weißen Hand göttlicher Erkenntnis, kam Er vom Párán der Liebe Gottes hernieder. Wie ein Zepter die Schlange der Macht und ewigen Hoheit tragend, strahlte Er vom Sinai des Lichtes herab auf die Welt. Er rief alle Völker und Geschlechter der Erde zum Reiche der Ewig­keit und lud sie ein, die Frucht vom Baume der Treue zu kosten. Du weißt wohl, wie bitterfeind der Pharao und sein Volk Ihm begegneten und wie die Hände der Heiden Steine eitlen Trugs gegen diesen gesegneten Baum schleuderten. Schließlich erhob sich der Pharao mit seinem Volk und mühte sich aufs äußerste, das Feuer des heiligen Baumes mit den Wassern der Falschheit und Verleugnung zu lö­schen, denn sie achteten nicht der Wahrheit, daß irdisches Wasser die Flamme göttlicher Weisheit nicht ersticken und sterbliche Winde die Lampe ewiger Herrschaft nicht ausblasen können. Nein, solches Wasser kann die Flamme nur noch mehr entfachen und solche Windstöße können den Schutz der Lampe nur noch festigen, würdet ihr doch mit dem Auge der Einsicht schauen und auf dem Pfade von Gottes heiligem Willen und Wohlgefallen wandeln...</p>\n<p>Als die Tage Mose zu Ende gingen und das Licht Jesu, aus der Morgendämmerung des Geistes aufleuchtend, die Welt umfing, stand das ganze Volk Israel wider Ihn auf. Sie schrieen, daß der, den die Bibel verheißt, das Gesetz Mose verbreiten und erfüllen müsse, während dieser junge Naza­rener, der sich die Stufe des göttlichen Messias anmaße, die Gesetze der Ehescheidung und des Sabbats, die wichtigsten Gesetze Mose, abgeschafft habe. Wie stehe es außerdem um die Zeichen der Manifestation, die noch erscheinen soll? Das Volk Israel harrt bis auf den heutigen Tag der in der Bibel verheißenen Manifestation. Wie viele Manifestationen der Heiligkeit, wie viele Offenbarer des ewigen Lichtes sind seit Mose Zeiten schon erschienen, und doch erwartet Israel, in dichteste Schleier satanischen Trugs und eitlen Wahns gehüllt, daß das Idol, das es selbst geschaffen, mit Zeichen erscheine, die es selbst ersonnen. So hat Gott um ihrer Sünden willen Hand an die Juden gelegt, so hat Er den Geist des Glaubens in ihnen ausgelöscht und sie mit den Flammen der Höllentiefe gepeinigt, weil sie den Sinn der Verse nicht verstehen wollten, die über die Zeichen der künftigen Offenbarung in der Bibel enthüllt sind. Da sie deren wahre Bedeutung nicht erfaßten und jene Ereignisse, äußerlich gesehen, nie eingetroffen sind, blieb es ihnen ver­sagt, die Schönheit Jesu zu erkennen und das Antlitz Gottes zu schauen. Noch immer harren sie Seines Erscheinens! Seit unvordenklicher Zeit bis zum heutigen Tag haben die Völker auf Erden solchen wunderlichen, unziemlichen Ge­danken nachgehangen und sich damit selbst der klaren Wasser beraubt, die den Quellen der Reinheit und Heilig­keit entströmen...</p>\n<p>Wem Einsicht gegeben, der weiß, daß zu der Zeit, da das Feuer der Liebe Jesu die Schleier jüdischer Enge ver­zehrt hatte und Seine Machtvollkommenheit sichtbar und allmählich anerkannt wurde, Er, der Offenbarer der un­sichtbaren Schönheit, an Seine Jünger gewandt, auf Sein Scheiden hinwies, in ihren Herzen das Feuer der Verwai­sung entfachte und sprach: »Ich gehe von hinnen und komme wieder zu euch.«1 Und an anderer Stelle sprach Er: »Ich gehe hin, und ein anderer wird kommen, der wird euch alles lehren, was ich euch nicht gesagt habe, und alles erfüllen, was Ich euch gesagt habe.«2 Diese beiden Verse haben nur eine Bedeutung, wolltet ihr doch mit göttlicher Einsicht über die Manifestationen der Einheit Gottes nachdenken!</p>\n<p>Wer dies mit Verständnis betrachtet, wird erkennen, daß in der Sendung des Qur’án sowohl das Buch als auch die heilige Sache Jesu bestätigt wurden. Was die Namen anbelangt, so erklärt Muhammad selbst: »Ich bin Jesus.« Er anerkannte die Wahrheit der Zeichen, Prophezeiungen und Worte Jesu und bezeugte, daß sie alle von Gott sind. In diesem Sinne haben sich weder die Gestalt Jesu noch Seine Schrift von der Muhammads und Seinem heiligen Buche unterschieden, denn beide sind für die Sache Gottes eingetreten, haben Sein Lob verkündet und Seine Gebote offen­bart. Darum hat Jesus gesprochen: »Ich gehe hin und komme wieder zu euch.«3 Betrachtet die Sonne! Wenn sie sagte: »Ich bin die Sonne von gestern«, so spräche sie die Wahrheit. Und sollte sie im Hinblick auf den Zeitablauf behaupten, sie sei eine andere als jene Sonne, so spräche sie gleichwohl die Wahrheit. Ebenso wahr ist es, wenn gesagt wird, alle Tage seien ein und derselbe. Und wenn im Hin­blick auf ihre besonderen Namen und Bezeichnungen ge­sagt wird, sie seien verschieden, so ist dies wiederum wahr, denn wenn sie auch die gleichen sind, so läßt sich doch an jedem eine andere Bezeichnung, eine besondere Eigenschaft, ein eigener Wesenszug erkennen. Begreife nun dementsprechend die Individualität, die Verschiedenheit und die Einheit der Manifestationen der Heiligkeit, damit du die Andeutungen verstehst, die der Schöpfer aller Namen und Attribute über diese Mysterien der Verschiedenheit und Einheit machte, und entdecke die Antwort auf deine Frage, warum jene ewige Schönheit sich zu verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Namen und Titeln bezeichnet hat...</p>\n<p>[1. Joh. 14:28]</p>\n<p>[2. vgl. Joh. 14:26, 16:13]</p>\n<p>[3. Joh. 14:28]</p>\n<p>Als der Unsichtbare, der Ewige, das göttliche Wesen die Sonne Muhammads über dem Horizont der Erkenntnis aufsteigen ließ, erhoben die jüdischen Geistlichen gegen Ihn ausgeklügelte Einwände, darunter den, daß Gott nach Mose keinen Prophet mehr senden werde. Ja, in ihrer Schrift ist von einer Seele die Rede, die sich offenbaren müsse, um den Glauben des Mose zu verbreiten und die Interessen Seines Volkes zu fördern, so daß das Gesetz des Mose schließlich den ganzen Erdkreis umfasse. Darum sprach der König ewiger Herrlichkeit in Seinem Buch, auf die Worte dieser Wanderer im Tale der Gottferne und des Irrtums verweisend: »›Gottes Hand‹, so sagen die Juden, ›ist gefesselt.‹ Gefesselt seien ihre eigenen Hände, verflucht seien sie für das, was sie da sprechen. Nein, ausgestreckt sind Seine Hände!«1 »Gottes Hand ist über ihren Hän­den«2. Auch wenn die Kommentatoren des Qur’án die Umstände, die zur Offenbarung dieses Verses führten, verschieden schildern, solltest du dich doch bemühen, seinen Sinn zu begreifen. Er sagt: Wie falsch ist das, was sich die Juden vorstellen! Wie kann die Hand Dessen, der in Wahr­heit der König ist, der das Antlitz des Mose offenbar werden ließ und Ihm das Gewand der Prophetenschaft verlieh</p>\n<p>– wie kann eines solchen Hand gefesselt sein? Wie kann man wähnen, daß Er die Macht nicht habe, nach Mose einen Boten erstehen zu lassen? Erkenne, wie abwegig ihr Gerede, wie weit sie vom Pfade der Erkenntnis und Einsicht abgeirrt sind! Beachte, wie auch heute all dieses Volk zu solchen Torheiten und Abwegigkeiten neigt. Über ein Jahrtausend lang haben sie diesen Vers rezitiert und ohne Einsicht ihr Urteil über die Juden gesprochen, ohne im geringsten zu merken, wie sie damit selbst, offen und insgeheim, die Gefühle und den Glauben des jüdischen Volkes zum Ausdruck brachten! Du bist dir sicher ihrer eitlen Behauptung bewußt, daß alle Offenbarung beendet und die Tore göttlicher Barmherzigkeit geschlossen seien, daß sich keine Sonne mehr vom Morgen ewiger Heiligkeit erheben werde, daß das Meer ewiger Gnadenfülle für immer ruhe und aus dem Heiligtum urewiger Herrlichkeit keine Got­tesboten mehr offenbart würden. Dies ist das Verständnis dieser kleingeistigen, verächtlichen Menschen! Sie wähnen, der Strom von Gottes allumfassender Gnade und überfließender, reicher Barmherzigkeit, dessen Versiegen unvorstellbar ist, sei zum Stillstand gekommen. Von allen Seiten haben sie sich zur Tyrannei erhoben und die größten Anstrengungen unternommen, mit den bitteren Wassern ihres leeren Wahns die Flamme aus Gottes Brennendem Busch zu löschen; blind dafür, daß das Glas der Macht, einem Bollwerk gleich, die Lampe Gottes beschirmt...</p>\n<p>[1. Qur’án 5:65]</p>\n<p>[2. Qur’án 48:11]</p>\n<p>Seht wie die Souveränität Muhammads, des Gesandten Gottes, heute unter dem Volke offenbar ist. Du bist dir aber dessen bewußt, was Seinem Glauben in den frühen Tagen Seiner Sendung widerfahren ist. Mit welch schmerzlichem Leid hat die Hand der Ungläubigen und Irrenden, der Geistlichen jener Zeit und ihrer Genossen, dieses geistige Wesen, dieses reinste, heiligste Sein heimgesucht! Wie viele Dornen und Disteln haben sie auf Seinen Pfad gestreut! In seinem gottlosen, satanischen Wahn sah dieses nichtswürdige Geschlecht offenbar in jedem Unrecht, das diesem unsterblichen Wesen angetan wurde, ein Mittel, ewige Glückseligkeit zu erlangen, denn die anerkannten Geistlichen jener Zeit wie ‘Abdu’lláh-i-Ubayy, Abú ‘Ámír der Klausner, Ka‘b-Ibn-i-Ashraf und Nadr-Ibn-i-Hárith, behandelten Ihn alle als Betrüger und nannten Ihn einen Irren und Verleumder. So schlimme Anklagen erhoben sie gegen Ihn, daß, wollte Ich sie aufzählen, Gott der Tinte verbieten würde zu fließen, Unserer Feder, sich zu bewegen, oder dem Blatt, sie zu ertragen. Diese böswilligen Vorwürfe wiegelten das Volk auf, sich gegen Ihn zu erheben und Ihn zu peinigen. Wie bitter ist eine solche Qual, wenn die Geistlichen der Zeit ihre Hauptanstifter sind, wenn sie Ihn vor ihrem Gefolge öffentlich brandmarken, Ihn aus ihrer Mitte verstoßen und Ihn einen Schurken nennen! Ist solches nicht auch diesem Diener widerfahren, wie alle bezeugen?</p>\n<p>Aus diesem Grunde rief Muhammad: »Kein Prophet 9 Gottes hat solches Unrecht erlitten, wie Ich es erlitt.« Im Qur’án sind alle Verleumdungen und Vorwürfe verzeichnet, die gegen Ihn vorgebracht wurden, wie auch die Trübsale, die Er erlitt. Seht dort nach, damit ihr unterrichtet seid, wie es Seiner Offenbarung erging. So schmerzlich war Seine Lage, daß eine Zeitlang niemand mehr mit Ihm und Seinen Gefährten verkehrte. Wer immer sich zu Ihm gesellte, fiel der unerbittlichen Grausamkeit Seiner Feinde zum Opfer...</p>\n<p>Bedenke, wie sehr sich alles gewandelt hat! Sieh, wie 10 viele Herrscher das Knie vor Seinem Namen beugen! Wie zahlreich sind die Völker und Reiche, die in Seinem Schatten Schutz suchen, Seinem Glauben huldigen und sich des­sen rühmen! Von den Kanzeln steigen heute Worte des Lobpreises auf, die in äußerster Demut Seinen gesegneten Namen verherrlichen, von den Spitzen der Minarette tönt der Ruf, der die Schar Seines Volkes versammelt, Ihn anzu­beten. Selbst die Könige der Erde, die es abgelehnt haben, Seinen Glauben anzunehmen und das Gewand des Unglaubens abzulegen, bestätigen doch die Größe und überwältigende Erhabenheit dieser Sonne göttlicher Gnade. So steht es um Seine irdische Souveränität, deren Beweise du überall schauen kannst. Diese Souveränität muß sich noch zu Lebzeiten einer jeden Manifestation Gottes oder aber nach ihrem Aufstieg zu ihrer wahren Wohnstätte in den Reichen der Höhe offenbaren und festigen...</p>\n<p>Es ist offenbar, daß der Umbruch, zu dem es in jeder Sendung kommt, die finsteren Wolken bildet, welche sich zwischen das Auge menschlichen Begreifens und die göttli­che Leuchte schieben, die aus dem Aufgangsort des göttlichen Wesens hervorstrahlt. Sieh, wie die Menschen über Generationen blindlings dem Beispiel ihrer Väter folgten und nach den Vorschriften ihres Glaubens erzogen wurden. Müßten diese Menschen plötzlich sehen, daß einer aus ihrer Mitte, der alle menschlichen Begrenzungen mit ihnen teilt, sich erhebt, um alle festgefügten Grundsätze, die ihnen ihr Glaube auferlegte, abzuschaffen – Grundsätze, durch die sie über Jahrhunderte in Zucht gehalten wurden und deren Gegner und Leugner sie als ungläubig, ruchlos und gottlos anzusehen pflegten – so wären sie sicherlich in Schleier gehüllt und unfähig, Seine Wahrheit anzuerken­nen. Solche Geschehnisse sind wie »Wolken«1, welche die Augen derer verschleiern, deren Wesen weder vom Salsabíl der Loslösung gekostet noch vom Kawthar der Erkenntnis Gottes getrunken hat. Solche Menschen werden, wenn sie in diese Lage kommen, so verschleiert, daß sie, ohne im geringsten zu fragen, die Manifestation Gottes einen Ungläu­bigen nennen und über sie das Todesurteil fällen. Du mußt von den Vorgängen gehört haben, wie sie zu allen Zeiten geschahen und auch heute zu beobachten sind.</p>\n<p>[1. Qur’án 25:26 und Matth. 24:30]</p>\n<p>Wir sollten uns darum mit Gottes unsichtbarem Bei­stand aufs äußerste bemühen, daß diese dunklen Schleier, diese Wolken vom Himmel gesandter Prüfungen uns nicht daran hindern, die Schönheit Seines leuchtenden Antlitzes zu schauen, und daß wir Ihn nur durch Sein eigenes Selbst erkennen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":14,"Roman":"XIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Divine Springtime is come, O Most Exalted Pen, for the Festival of the All-Merciful is fast approaching. Bestir thyself, and magnify, before the entire creation, the name of God, and celebrate His praise, in such wise that all created things may be regenerated and made new. Speak, and hold not thy peace. The daystar of blissfulness shineth above the horizon of Our name, the Blissful, inasmuch as the kingdom of the name of God hath been adorned with the ornament of the name of thy Lord, the Creator of the heavens. Arise before the nations of the earth, and arm thyself with the power of this Most Great Name, and be not of those who tarry.</p>\n<p>Methinks that thou hast halted and movest not upon My Tablet. Could the brightness of the Divine Countenance have bewildered thee, or the idle talk of the froward filled thee with grief and paralyzed thy movement? Take heed lest anything deter thee from extolling the greatness of this Day—the Day whereon the Finger of majesty and power hath opened the seal of the Wine of Reunion, and called all who are in the heavens and all who are on the earth. Preferrest thou to tarry when the breeze announcing the Day of God hath already breathed over thee, or art thou of them that are shut out as by a veil from Him?</p>\n<p>No veil whatever have I allowed, O Lord of all names and Creator of the heavens, to shut me from the recognition of the glories of Thy Day—the Day which is the lamp of guidance unto the whole world, and the sign of the Ancient of Days unto all them that dwell therein. My silence is by reason of the veils that have blinded Thy creatures’ eyes to Thee, and my muteness is because of the impediments that have hindered Thy people from recognizing Thy truth. Thou knowest what is in me, but I know not what is in Thee. Thou art the All-Knowing, the All-Informed. By Thy name that excelleth all other names! If Thy overruling and all-compelling behest should ever reach me, it would empower me to revive the souls of all men, through Thy most exalted Word, which I have heard uttered by Thy Tongue of power in Thy Kingdom of glory. It would enable me to announce the revelation of Thy effulgent countenance wherethrough that which lay hidden from the eyes of men hath been manifested in Thy name, the Perspicuous, the sovereign Protector, the Self-Subsisting.</p>\n<p>Canst thou discover anyone but Me, O Pen, in this Day? What hath become of the creation and the manifestations thereof? What of the names and their kingdom? Whither are gone all created things, whether seen or unseen? What of the hidden secrets of the universe and its revelations? Lo, the entire creation hath passed away! Nothing remaineth except My Face, the Ever-Abiding, the Resplendent, the All-Glorious.</p>\n<p>This is the Day whereon naught can be seen except the splendors of the Light that shineth from the face of Thy Lord, the Gracious, the Most Bountiful. Verily, We have caused every soul to expire by virtue of Our irresistible and all-subduing sovereignty. We have, then, called into being a new creation, as a token of Our grace unto men. I am, verily, the All-Bountiful, the Ancient of Days.</p>\n<p>This is the Day whereon the unseen world crieth out: “Great is thy blessedness, O earth, for thou hast been made the footstool of thy God, and been chosen as the seat of His mighty throne.” The realm of glory exclaimeth: “Would that my life could be sacrificed for thee, for He Who is the Beloved of the All-Merciful hath established His sovereignty upon thee, through the power of His Name that hath been promised unto all things, whether of the past or of the future.” This is the Day whereon every sweet smelling thing hath derived its fragrance from the smell of My garment—a garment that hath shed its perfume upon the whole of creation. This is the Day whereon the rushing waters of everlasting life have gushed out of the Will of the All-Merciful. Haste ye, with your hearts and souls, and quaff your fill, O Concourse of the realms above!</p>\n<p>Say: He it is Who is the Manifestation of Him Who is the Unknowable, the Invisible of the Invisibles, could ye but perceive it. He it is Who hath laid bare before you the hidden and treasured Gem, were ye to seek it. He it is Who is the one Beloved of all things, whether of the past or of the future. Would that ye might set your hearts and hopes upon Him!</p>\n<p>We have heard the voice of thy pleading, O Pen, and excuse thy silence. What is it that hath so sorely bewildered thee?</p>\n<p>The inebriation of Thy presence, O Well-Beloved of all worlds, hath seized and possessed me.</p>\n<p>Arise, and proclaim unto the entire creation the tidings that He Who is the All-Merciful hath directed His steps towards the Ridván and entered it. Guide, then, the people unto the garden of delight which God hath made the Throne of His Paradise. We have chosen thee to be our most mighty Trumpet, whose blast is to signalize the resurrection of all mankind.</p>\n<p>Say: This is the Paradise on whose foliage the wine of utterance hath imprinted the testimony: “He that was hidden from the eyes of men is revealed, girded with sovereignty and power!” This is the Paradise, the rustling of whose leaves proclaims: “O ye that inhabit the heavens and the earth! There hath appeared what hath never previously appeared. He Who, from everlasting, had concealed His Face from the sight of creation is now come.” From the whispering breeze that wafteth amidst its branches there cometh the cry: “He Who is the sovereign Lord of all is made manifest. The Kingdom is God’s,” while from its streaming waters can be heard the murmur: “All eyes are gladdened, for He Whom none hath beheld, Whose secret no one hath discovered, hath lifted the veil of glory, and uncovered the countenance of Beauty.”</p>\n<p>Within this Paradise, and from the heights of its loftiest chambers, the Maids of Heaven have cried out and shouted: “Rejoice, ye dwellers of the realms above, for the fingers of Him Who is the Ancient of Days are ringing, in the name of the All-Glorious, the Most Great Bell, in the midmost heart of the heavens. The hands of bounty have borne round the cup of everlasting life. Approach, and quaff your fill. Drink with healthy relish, O ye that are the very incarnations of longing, ye who are the embodiments of vehement desire!”</p>\n<p>This is the Day whereon He Who is the Revealer of the names of God hath stepped out of the Tabernacle of glory, and proclaimed unto all who are in the heavens and all who are on the earth: “Put away the cups of Paradise and all the life-giving waters they contain, for lo, the people of Bahá have entered the blissful abode of the Divine Presence, and quaffed the wine of reunion, from the chalice of the beauty of their Lord, the All-Possessing, the Most High.”</p>\n<p>Forget the world of creation, O Pen, and turn thou towards the face of thy Lord, the Lord of all names. Adorn, then, the world with the ornament of the favors of thy Lord, the King of everlasting days. For We perceive the fragrance of the Day whereon He Who is the Desire of all nations hath shed upon the kingdoms of the unseen and of the seen the splendor of the light of His most excellent names, and enveloped them with the radiance of the luminaries of His most gracious favors—favors which none can reckon except Him, Who is the omnipotent Protector of the entire creation.</p>\n<p>Look not upon the creatures of God except with the eye of kindliness and of mercy, for Our loving providence hath pervaded all created things, and Our grace encompassed the earth and the heavens. This is the Day whereon the true servants of God partake of the life-giving waters of reunion, the Day whereon those that are nigh unto Him are able to drink of the soft-flowing river of immortality, and they who believe in His unity, the wine of His Presence, through their recognition of Him Who is the Highest and Last End of all, in Whom the Tongue of Majesty and Glory voiceth the call: “The Kingdom is Mine. I, Myself, am, of Mine own right, its Ruler.”</p>\n<p>Attract the hearts of men, through the call of Him, the one alone Beloved. Say: This is the Voice of God, if ye do but hearken. This is the Dayspring of the Revelation of God, did ye but know it. This is the Dawning-Place of the Cause of God, were ye to recognize it. This is the Source of the commandment of God, did ye but judge it fairly. This is the manifest and hidden Secret; would that ye might perceive it. O peoples of the world! Cast away, in My name that transcendeth all other names, the things ye possess, and immerse yourselves in this Ocean in whose depths lay hidden the pearls of wisdom and of utterance, an ocean that surgeth in My name, the All-Merciful. Thus instructeth you He with Whom is the Mother Book.</p>\n<p>The Best-Beloved is come. In His right hand is the sealed Wine of His name. Happy is the man that turneth unto Him, and drinketh his fill, and exclaimeth: “Praise be to Thee, O Revealer of the signs of God!” By the righteousness of the Almighty! Every hidden thing hath been manifested through the power of truth. All the favors of God have been sent down, as a token of His grace. The waters of everlasting life have, in their fullness, been proffered unto men. Every single cup hath been borne round by the hand of the Well-Beloved. Draw near, and tarry not, though it be for one short moment.</p>\n<p>Blessed are they that have soared on the wings of detachment and attained the station which, as ordained by God, overshadoweth the entire creation, whom neither the vain imaginations of the learned, nor the multitude of the hosts of the earth have succeeded in deflecting from His Cause. Who is there among you, O people, who will renounce the world, and draw nigh unto God, the Lord of all names? Where is he to be found who, through the power of My name that transcendeth all created things, will cast away the things that men possess, and cling, with all his might, to the things which God, the Knower of the unseen and of the seen, hath bidden him observe? Thus hath His bounty been sent down unto men, His testimony fulfilled, and His proof shone forth above the Horizon of mercy. Rich is the prize that shall be won by him who hath believed and exclaimed: “Lauded art Thou, O Beloved of all worlds! Magnified be Thy name, O Thou the Desire of every understanding heart!”</p>\n<p>Rejoice with exceeding gladness, O people of Bahá, as ye call to remembrance the Day of supreme felicity, the Day whereon the Tongue of the Ancient of Days hath spoken, as He departed from His House, proceeding to the Spot from which He shed upon the whole of creation the splendors of His name, the All-Merciful. God is Our witness. Were We to reveal the hidden secrets of that Day, all they that dwell on earth and in the heavens would swoon away and die, except such as will be preserved by God, the Almighty, the All-Knowing, the All-Wise.</p>\n<p>Such is the inebriating effect of the words of God upon Him Who is the Revealer of His undoubted proofs, that His Pen can move no longer. With these words He concludeth His Tablet: “No God is there but Me, the Most Exalted, the Most Powerful, the Most Excellent, the All-Knowing.”</p>","Text2":"<p>Die göttliche Frühlingszeit ist angebrochen, o Erhabenste Feder, denn das Fest des Allbarmherzigen naht mit Eile. Rühre dich und verherr­liche vor der ganzen Schöpfung den Namen Gottes und preise Seinen Ruhm so, daß alles Erschaffene wiederbelebt und erneuert wird. Sprich und schweige nicht! Die Sonne der Seligkeit leuchtet über dem Horizont Unseres Namens, der Selige, da das Reich des Namens Gottes geschmückt wurde mit der Zier des Namens Deines Herrn, der Schöpfer der Himmel. Erhebe dich vor den Völkern der Erde, wappne dich mit der Macht dieses Größten Namens und gehöre nicht zu den Zaudernden.</p>\n<p>Mich dünkt, du zögerst und bewegst dich nicht auf Meiner Tafel. Hat dich das göttliche Antlitz mit seinem Glanz verwirrt, oder hat dich das leere Geschwätz der Eigensin­nigen mit Kummer erfüllt und deine Bewegung gelähmt? Sei achtsam, daß nichts dich davon ablenke, die Größe die­ses Tages zu preisen, des Tages, da der Finger der Erhaben­heit und Macht den Wein der Wiedervereinigung entsiegelt und alle gerufen hat, die in den Himmeln, und alle, die auf Erden sind. Willst du zögern, wenn der Windhauch, der den Tag Gottes ankündigt, schon über dich geweht ist, oder gehörst du zu denen, die wie durch einen Schleier von Ihm getrennt sind?</p>\n<p>Keinem Schleier, o Herr aller Namen und Schöpfer der Himmel, habe ich gestattet, mich von der Anerkennung der Herrlichkeit Deines Tages auszuschließen – des Tages, der die Lampe der Führung ist für die ganze Welt und das Zei­chen des Altehrwürdigen der Tage für alle, die darin woh­nen. Ich schweige wegen der Schleier, welche die Augen Deiner Geschöpfe blind gemacht haben gegen Dich, und mein Stummsein rührt von den Hemmnissen, die Dein Volk gehindert haben, Deine Wahrheit anzuerkennen. Du weißt, was in mir ist, ich jedoch weiß nicht, was in Dir ist. Du bist der Allwissende, der Allunterrichtete. Bei Deinem Namen, der alle anderen Namen überragt! Sollte Dein übermächtiger und allbezwingender Befehl mich erreichen, er würde mir Macht verleihen, die Seelen aller Menschen neu zu beleben durch Dein erhabenes Wort, das ich Deine Zunge der Macht in Deinem Reiche der Herrlichkeit äu­ßern hörte. Er würde mich befähigen, die Enthüllung Deines strahlenden Antlitzes zu verkünden, durch die alles, was vor den Augen der Menschen verborgen war, kundgetan ist in Deinem Namen, der Deutliche, der höchste Beschirmer, der Selbstbestehende.</p>\n<p>Kannst du, o Feder, an diesem Tage einen anderen außer Mir entdecken? Was ist aus der Schöpfung und ihren Offenbarungen geworden? Was aus den Namen und ihrem Reich? Wohin ist alles Erschaffene – Sichtbares oder Unsichtbares – entschwunden? Was ist mit den verborgenen Geheimnissen des Alls und seinen Offenbarungen geschehen? Siehe, die ganze Schöpfung ist vergangen! Nichts ist geblieben außer Meinem Antlitz, dem Ewigbleibenden, dem Strahlenden, dem Allherrlichen.</p>\n<p>Dies ist der Tag, an dem nichts außer dem Glanz des Lichtes wahrgenommen werden kann, das vom Angesicht Deines Herrn ausstrahlt, des Gnädigen, des Gütigen. Wahrlich, Wir haben kraft Unserer unwiderstehlichen, allunterwerfenden Herrschaft jede Seele verhauchen lassen. Dann haben Wir eine neue Schöpfung ins Leben gerufen als Zeichen Unserer Gnade für die Menschen. Ich bin wahrlich der Allgütige, der Altehrwürdige der Tage.</p>\n<p>Dies ist der Tag, da die Welt des Unsichtbaren ausruft: »Groß ist deine Seligkeit, o Erde, denn du wurdest zum Schemel deines Gottes gemacht und zum Sitz Seines mächtigen Thrones auserkoren.« Das Reich der Herrlichkeit verkündet:</p>\n<p>»Könnte doch mein Leben ein Opfer für dich sein, denn Er,der Geliebte des Allerbarmers, hat auf dir Seine Herrschaft errichtet durch die Macht Seines Namens, der allem Vergangenen und Künftigen verheißen ist.« Dies ist der Tag, da</p>\n<p>jeder liebliche Duft seinen Wohlgeruch aus dem Duft Meines Gewandes zieht, eines Gewandes, das seinen Duft über die ganze Schöpfung verbreitet. Dies ist der Tag, da sich die rauschenden Wasser ewigen Lebens aus dem Willen des Allbarmherzigen ergießen. Eilt euch mit Herz und Seele und trinkt euch satt, o Scharen der Höhe!</p>\n<p>Sprich: Er ist es, der die Manifestation des Unerkennbaren, des Unsichtbarsten alles Unsichtbaren ist, könntet ihr es doch begreifen. Er ist es, der den verborgenen und verwahrten Edelstein offen vor euch hingelegt hat, wolltet ihr</p>\n<p>ihn doch suchen. Er ist es, der Einziggeliebte von allem, was vergangen und zukünftig ist, würdet ihr doch Herz und Hoffnung auf Ihn richten!</p>\n<p>Wir haben die Stimme deiner Verteidigung gehört, o Feder, und verzeihen dein Schweigen. Was ist es, das dich so sehr verwirrt hat?</p>\n<p>Vom Rausch Deiner Gegenwart, o Vielgeliebter aller Welten, bin ich ergriffen und besessen.</p>\n<p>Erhebe dich und verkünde der ganzen Schöpfung die Botschaft, daß Er, der Allbarmherzige, Seine Schritte zum Ridván gelenkt und ihn betreten hat. Führe dann das Volk zum Garten des Entzückens, den Gott zum Thron Seines Paradieses gemacht hat. Wir haben dich zu Unserer mäch­tigsten Posaune erkoren, auf daß ihr schallender Ruf die Auferstehung der ganzen Menschheit verkünde.</p>\n<p>Sprich: Dies ist das Paradies, auf dessen Blattwerk der Wein der Äußerung das Zeugnis ätzte: »Er, der den Augen der Menschen verborgen war, ist enthüllt, gegürtet mit Herrschaft und Macht!« dies ist das Paradies, dessen rau­schende Blätter künden: »O ihr, die ihr die Himmel und die Erde bewohnt! Erschienen ist, was nie zuvor erschien. Er, der Sein Antlitz seit Ewigkeit vor den Blicken der Schöp­fung verborgen hielt, ist nun da!« Aus dem raunenden Wind, der durch des Paradieses Zweige weht, dringt der Ruf: »Er, der höchste Herr aller, ist offenbart. Das Reich ist Gottes«, während aus seinen strömenden Wassern das Murmeln klingt: »Alle Augen sind erfreut, denn Er, den keiner schaute, dessen Geheimnis niemand entdeckte, hat den Schleier der Herrlichkeit gelüftet und das Antlitz der Schönheit enthüllt.«</p>\n<p>In diesem Paradies und aus den Höhen seiner erhabensten Gemächer rufen die Himmelsdienerinnen jubelnd: »Freut euch, ihr Bewohner der Reiche der Höhe, denn die Finger dessen, der der Altehrwürdige der Tage ist, läuten im Namen des Allherrlichen die Größte Glocke mitten im Herzen der Himmel. Die Hände der Güte reichen den Becher des ewigen Lebens dar. Kommt näher und trinkt euch satt! Trinkt mit gesundem Behagen, o ihr, die ihr die fleischgewordene Sehnsucht seid, die ihr das leidenschaftli­che Verlangen verkörpert!«</p>\n<p>Dies ist der Tag, da Er, der Offenbarer der Namen Gottes, aus dem Heiligtum der Herrlichkeit hervortrat und allen, die in den Himmeln und auf Erden sind, verkündete: »Stellt die Becher des Paradieses und alles lebenspendende Wasser darin beiseite, denn sehet, das Volk Bahás ist in die selige Wohnstatt der göttlichen Gegenwart eingetreten und trinkt den Wein der Wiedervereinigung aus dem Kelch der Schönheit seines Herrn, des Allbesitzenden, des Höchsten.«</p>\n<p>Vergiß die Welt der Schöpfung, o Feder, und wende dich dem Antlitz deines Herrn zu, des Herrn aller Namen. Schmücke dann die Welt mit dem Schmuck der Gunstbezeugungen deines Herrn, des Königs ewiger Tage. Denn Wir spüren den Duft des Tages, da Er, die Sehnsucht aller Völker, die Lichtfülle Seiner höchst erhabenen Namen auf die Reiche des Sichtbaren und Unsichtbaren ergoß und sie mit dem Strahlenglanz der Leuchten Seiner gnädigsten Gunst umgab – einer Gunst, die keiner außer Ihm, dem allmächtigen Beschirmer der ganzen Schöpfung, zu ermessen vermag.</p>\n<p>Schaue auf Gottes Geschöpfe nur mit dem Auge der Güte und Barmherzigkeit, denn Unsere liebende Vorse­hung hat alles Erschaffene durchdrungen und Unsere Gunst hat die Erde und die Himmel umfangen. Dies ist der Tag, da die wahren Diener Gottes an den lebenspendenden Wassern der Wiedervereinigung teilhaben, der Tag, da alle, die Ihm nahe sind, vom sanft fließenden Strom der Unsterblichkeit, und alle, die an Seine Einheit glauben, vom Wein Seiner Gegenwart zu trinken vermögen, indem sie Ihn anerkennen als den, der das höchste und letzte Ziel aller ist, und aus dem die Zunge der Majestät und Herrlich­keit den Ruf erhebt: »Das Reich ist Mein, Ich selbst bin aus Meinem eigenen Recht sein Herrscher.«</p>\n<p>Ziehe die Herzen der Menschen an durch Seinen, des einzig Geliebten Ruf. Sprich: Dies ist die Stimme Gottes, so ihr doch auf sie hörtet! Dies ist der Tagesanbruch der Offenbarung Gottes, so ihr es doch wüßtet! Dies ist der Aufgangsort der Sache Gottes, so ihr es doch erkenntet! Dies ist die Quelle des Gebotes Gottes, so ihr sie doch gerecht beurteiltet! Dies ist das offenbare und verborgene Geheimnis, so ihr es doch erfaßtet! O ihr Völker der Welt! In Meinem Namen, der alle anderen Namen überragt, werft weg, was ihr besitzt, und versenkt euch in dieses Meer, dessen Tiefen die Perlen der Weisheit und der Äußerung bergen, ein Meer, das wogt in Meinem Namen, der Allbarmherzige. So belehrt euch Er, bei dem das Mutterbuch ist.</p>\n<p>Der Meistgeliebte ist erschienen. In Seiner Rechten hält Er den versiegelten Wein Seines Namens. Glücklich der Mensch, der sich Ihm zukehrt, sich satt trinkt und ausruft: »Preis sei Dir, o Offenbarer der Zeichen Gottes!« Bei der Gerechtigkeit des Allmächtigen! Alles Verborgene ist durch die Macht der Wahrheit offenbart. Alle Gunstbeweise Gottes sind als Zeichen Seiner Gnade herabgesandt. Die Wasser ewigen Lebens sind in ihrer ganzen Fülle den Men­schen dargeboten. Jeden einzelnen Becher hat die Hand des Vielgeliebten dargereicht. Kommt herbei und zögert nicht, und wäre es auch nur für einen kurzen Augenblick.</p>\n<p>Selig, wer sich mit den Flügeln der Loslösung auf­schwingt und die Stufe erreicht, die nach Gottes Befehl die ganze Schöpfung überschattet, wen weder die eitlen Einbildungen der Gelehrten noch die Menge der Erdenscharen von Seiner Sache ablenken können. Wer unter euch, o Volk, ist bereit, der Welt zu entsagen und sich Gott, dem Herrn aller Namen, zu nähern? Wo findet sich der, der durch die Macht Meines Namens, der alles Erschaffene überragt, wegwirft, was Menschen besitzen, und sich mit all seiner Kraft an das hält, was Gott, der Kenner des Unsichtbaren und des Sichtbaren, ihm zu beachten gebot? So ist Seine Güte den Menschen herniedergesandt, Sein Zeugnis erfüllt, und so erstrahlt Sein Beweis über dem Horizont der Gnade. Kostbar ist der Preis, der dem zufallen wird, der glaubt und ausruft: »Gepriesen seist Du, o Geliebter aller Welten! Verherrlicht sei Dein Name, o Du Sehnsucht jedes verstehenden Herzens!«</p>\n<p>Frohlocke in höchster Freude, o Volk Bahás, wenn du dich des Tages höchsten Glücks erinnerst, des Tages, da die Stimme des Altehrwürdigen der Tage sprach, da Er aus Sei­nem Hause fort zu jenem Orte ging, wo Er den Glanz Sei­nes Namens, der Allbarmherzige, über die ganze Schöp­fung ergoß. Gott ist Unser Zeuge. Wollten wir die verborgenen Geheimnisse dieses Tages enthüllen, so würden alle, die auf Erden und in den Himmeln wohnen, bewußtlos werden und sterben, außer jenen, die von Gott, dem All­mächtigen, dem Allwissenden, dem Allweisen, behütet werden.</p>\n<p>So stark ist die berauschende Wirkung der Worte Gottes auf Ihn, den Offenbarer Seiner unzweifelhaften Beweise, daß Seine Feder nicht länger schreiben kann. Er schließt Seine Tafel mit den Worten: »Kein Gott ist außer Mir, dem Höchsterhabenen, dem Machtvollsten, dem Unübertreffli­chen, dem Allwissenden.«</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":15,"Roman":"XV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Pen of Revelation exclaimeth: “On this Day the Kingdom is God’s!” The Tongue of Power is calling: “On this Day all sovereignty is, in very deed, with God!” The Phoenix of the realms above crieth out from the immortal Branch: “The glory of all greatness belongeth to God, the Incomparable, the All-Compelling!” The Mystic Dove proclaimeth from its blissful bower, in the everlasting Paradise: “The source of all bounty is derived, in this Day, from God, the One, the Forgiving!” The Bird of the Throne warbleth its melody in its retreats of holiness: “Supreme ascendancy is to be attributed, this Day, to none except God, Him Who hath no peer nor equal, Who is the Most Powerful, the All-Subduing!” The inmost essence of all things voiceth in all things the testimony: “All forgiveness floweth, in this Day, from God, Him to Whom none can compare, with Whom no partners can be joined, the Sovereign Protector of all men, and the Concealer of their sins!” The Quintessence of Glory hath lifted up its voice above My head, and crieth from such heights as neither pen nor tongue can in any degree describe: “God is my witness! He, the Ancient of everlasting days is come, girded with majesty and power. There is none other God but Him, the All-Glorious, the Almighty, the All-Highest, the All-Wise, the All-Pervading, the All-Seeing, the All-Informed, the Sovereign Protector, the Source of eternal light!”</p>\n<p>O My servant, who hast sought the good-pleasure of God and clung to His love on the Day when all except a few who were endued with insight have broken away from Him! May God, through His grace, recompense thee with a generous, an incorruptible and everlasting reward, inasmuch as thou hast sought Him on the Day when eyes were blinded. Know thou that if We reveal to thee but a sprinkling of the showers which, through God’s decree, and at the hands of the envious and the malicious, have rained upon Us, thou wouldst weep with a great weeping, and wouldst bewail day and night Our plight. Oh, would that a discerning and fair-minded soul could be found who would recognize the wonders of this Revelation—wonders that proclaim the sovereignty of God and the greatness of its power. Would that such a man might arise and, wholly for the sake of God, admonish, privately and openly, the people, that haply they may bestir themselves and aid this wronged One Whom the workers of iniquity have so sorely afflicted.</p>\n<p>Methinks that I hear the Voice of the Holy Spirit calling from behind Me saying: Vary Thou Thy theme, and alter Thy tone, lest the heart of him who hath fixed his gaze upon Thy face be saddened. Say: I have through the grace of God and His might besought the help of no one in the past, neither will I seek the help of anyone in the future. He it is Who aided Me, through the power of truth, during the days of My banishment in ‘Iráq. He it is Who overshadowed Me with His protection at a time when the kindreds of the earth were contending with Me. He it is Who enabled Me to depart out of the city, clothed with such majesty as none, except the denier and the malicious, can fail to admit.</p>\n<p>Say: My army is My reliance on God; My people, the force of My confidence in Him. My love is My standard, and My companion the remembrance of God, the Sovereign Lord of all, the Most Powerful, the All-Glorious, the Unconditioned.</p>\n<p>Arise, O wayfarer in the path of the Love of God, and aid thou His Cause. Say: Barter not away this Youth, O people, for the vanities of this world or the delights of heaven. By the righteousness of the one true God! One hair of Him excelleth all that is in the heavens and all that is on the earth. Beware, O men, lest ye be tempted to part with Him in exchange for the gold and silver ye possess. Let His love be a storehouse of treasure for your souls, on the Day when naught else but Him shall profit you, the Day when every pillar shall tremble, when the very skins of men shall creep, when all eyes shall stare up with terror. Say: O people! Fear ye God, and turn not away disdainfully from His Revelation. Fall prostrate on your faces before God, and celebrate His praise in the daytime and in the night season.</p>\n<p>Let thy soul glow with the flame of this undying Fire that burneth in the midmost heart of the world, in such wise that the waters of the universe shall be powerless to cool down its ardor. Make, then, mention of thy Lord, that haply the heedless among Our servants may be admonished through thy words, and the hearts of the righteous be gladdened.</p>","Text2":"<p>Die Feder der Offenbarung ruft aus: »Das Reich ist Gottes an diesem Tage!« Die Zunge der Macht ruft: »An diesem Tage ist alle Herrschaft wahrhaftig bei Gott!« Der Phönix in den Reichen der Höhe ruft laut vom unvergänglichen Zweige: »Die Herr­lichkeit aller Größe gehört Gott, dem Unvergleichlichen, dem Allbezwingenden!« Die mystische Taube verkündet aus ihrer seligen Laube im ewigen Paradiese: »Die Quelle aller Gnadengaben strömt an diesem Tage aus Gott, dem Einen, dem Vergebenden!« Der Vogel des Thrones schmettert sein Lied in seiner Zufluchtsstätte der Heiligkeit: »Höchste Oberhoheit kommt an diesem Tage keinem anderen zu als Gott, Ihm, der weder Gefährten noch Seinesgleichen hat, dem Allgewaltigen, dem Allüberwinder!« Das innerste Wesen alles Erschaffenen legt in allen Dingen das Zeugnis ab: »Alle Vergebung strömt an diesem Tage von Gott, Ihm, dem sich keiner vergleichen kann, dem keine Gefährten zugesellt werden können, dem unumschränkten Schutzherrn aller Menschen, dem Verberger ihrer Sünden!« Die Quintessenz der Herrlichkeit hat ihre Stimme über Meinem Haupte erhoben und ruft hernieder aus Höhen, die keine Feder und keine Zunge irgendwie beschrei­ben kann: »Gott ist mein Zeuge Er, der Altehrwürdige immerwährender Tage, ist gekommen, umgürtet mit Maje­stät und Macht. Es ist kein anderer Gott außer Ihm, dem Allherrlichen, dem Allmächtigen, dem Allhöchsten, dem Allweisen, dem Alldurchdringenden, dem Allsehenden, dem Allwissenden, dem unumschränkten Schutzherrn, der Quelle ewigen Lichtes!«</p>\n<p>O Mein Diener, der du Gottes Wohlgefallen gesucht und dich an Seine Liebe gehalten hast an dem Tage, da alle außer wenigen mit Einsicht Begabten von Ihm abgefallen sind! Möge es dir Gott durch Seine Gunst mit reichem, unvergänglichem, ewigem Lohn vergelten, weil du Ihn suchtest an dem Tage, da die Augen geblendet waren. Wisse, wenn Wir dir auch nur ein Körnchen der Hagelschläge offenbarten, die nach Gottes Ratschluß aus den Händen der Neider und Übeltäter auf Uns herniederprasseln, du würdest vor Trauer weinen und Tag und Nacht Unsere schlim­me Lage beklagen. O daß doch eine einsichtige, aufrichtige Seele sich fände, die Wunder dieser Offenbarung zu erkennen – Wunder, die die Herrschaft Gottes und die Größe ihrer Gewalt verkünden! Daß doch ein solcher Mensch sich erhöbe und ganz um Gottes willen in der Stille und öffentlich das Volk ermahnte, damit es sich erhebe und diesem Unterdrückten, den die Übeltäter so schwer heimgesucht haben, beistehe.</p>\n<p>Mich dünkt, Ich höre die Stimme des Heiligen Geistes hinter Mir rufen und sprechen: Wechsle Dein Thema und wandle Deinen Ton, damit das Herz dessen, der seinen Blick auf Dein Antlitz gerichtet hat, nicht traurig werde. Sprich: Durch Gottes Gnade und Macht habe Ich in der Vergangenheit von niemandem Hilfe erbeten, noch werde Ich in Zukunft bei jemandem Hilfe suchen. Er ist es, der Mir durch die Macht der Wahrheit während Meiner Verbannung im ‘Iráq beistand. Er ist es, der Mich mit Seinem Schutz beschirmte zu einer Zeit, da die Geschlechter der Erde wider Mich stritten. Er ist es, der Mich befähigte, aus der Stadt mit solcher Majestät zu scheiden, daß niemand außer den Leugnern und Übeltätern umhin kann, sie anzuerkennen.</p>\n<p>Sprich: Meine Streitmacht ist Mein Gottvertrauen, Mein Volk die Kraft Meiner Zuversicht in Ihn, Meine Lie­be ist Mein Banner und Mein Gefährte ist das Gedenken an Gott, den unumschränkten Herrn über alles, den Allgewaltigen, den Allherrlichen, den Unbedingten.</p>\n<p>Erhebe dich, o Wanderer auf dem Pfade der Gottesliebe, und hilf Seiner Sache. Sprich: Verschachere nicht diesen Jüngling, o Volk, gegen die Nichtigkeiten dieser Welt oder die Wonnen des Himmels. Bei der Gerechtigkeit des einen, wahren Gottes! Ein Haar von Ihm übertrifft alles, was in den Himmeln und auf Erden ist. Hütet euch, o Menschen, daß ihr nicht in Versuchung kommt, Ihn um eures Goldes und Silbers willen aufzugeben. Laßt Seine Liebe eine Schatzkammer für eure Seele sein an dem Tage, da nichts außer Ihm euch nützen wird, dem Tage, da jeder Stützpfeiler erzittert, da die Menschen ein Schauder überläuft, da alle Augen voll Entsetzen erstarren. Sprich: O Volk! Fürchtet Gott und wendet euch nicht verachtungsvoll ab von Sei­ner Offenbarung. Fallt nieder vor Gott auf euer Angesicht und verherrlicht Seinen Ruhm bei Tag und bei Nacht.</p>\n<p>Laß deine Seele in der Flamme dieses unauslöschlichen Feuers, das im Herzen der Welt brennt, so erglühen, daß die Wasser des Weltalls außerstande sind, seine Glut zu kühlen. Dann erwähne deinen Herrn, damit deine Worte die Achtlosen unter Unseren Dienern ermahnen und die Herzen der Gerechten erfreuen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":16,"Roman":"XVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: O men! This is a matchless Day. Matchless must, likewise, be the tongue that celebrateth the praise of the Desire of all nations, and matchless the deed that aspireth to be acceptable in His sight. The whole human race hath longed for this Day, that perchance it may fulfill that which well beseemeth its station, and is worthy of its destiny. Blessed is the man whom the affairs of the world have failed to deter from recognizing Him Who is the Lord of all things.</p>\n<p>So blind hath become the human heart that neither the disruption of the city, nor the reduction of the mountain in dust, nor even the cleaving of the earth, can shake off its torpor. The allusions made in the Scriptures have been unfolded, and the signs recorded therein have been revealed, and the prophetic cry is continually being raised. And yet all, except such as God was pleased to guide, are bewildered in the drunkenness of their heedlessness!</p>\n<p>Witness how the world is being afflicted with a fresh calamity every day. Its tribulation is continually deepening. From the moment the Súriy-i-Ra’ís (Tablet to Ra’ís) was revealed until the present day, neither hath the world been tranquillized, nor have the hearts of its peoples been at rest. At one time it hath been agitated by contentions and disputes, at another it hath been convulsed by wars, and fallen a victim to inveterate diseases. Its sickness is approaching the stage of utter hopelessness, inasmuch as the true Physician is debarred from administering the remedy, whilst unskilled practitioners are regarded with favor, and are accorded full freedom to act.… The dust of sedition hath clouded the hearts of men, and blinded their eyes. Erelong, they will perceive the consequences of what their hands have wrought in the Day of God. Thus warneth you He Who is the All-Informed, as bidden by One Who is the Most Powerful, the Almighty.</p>","Text2":"<p>Sprich: O ihr Menschen! Dies ist ein unvergleichlicher Tag. Unvergleichlich muß auch die Zunge sein, die den Lobpreis der Sehnsucht al­ler Völker kündet, und unvergleichlich die Tat, die danach strebt, vor Seinen Augen annehmbar zu sein. Das ganze Menschengeschlecht hat diesen Tag herbeigesehnt, damit er vielleicht erfülle, was seiner Stufe geziemt und seiner Be­stimmung würdig ist. Selig der Mensch, den die Geschäfte dieser Welt nicht davon abhalten können, Ihn, den Herrn aller Dinge, anzuerkennen.</p>\n<p>So blind ist das menschliche Herz geworden, daß weder die berstende Stadt noch der Berg, der zu Staub wird, ja, nicht einmal die gespaltene Erde es aus seiner Starre aufrüt­teln können. Die Anspielungen in den Schriften sind enthüllt, die dort aufgezählten Zeichen sind offenbart, unaufhörlich erschallt der prophetische Ruf. Und doch sind alle bis auf jene, die Gott zu führen beliebte, verwirrt im Rausch ihrer Achtlosigkeit.</p>\n<p>Sei Zeuge, wie die Welt täglich von einem neuen Unheil heimgesucht wird. Ihre Trübsal wird immer tiefer. Seit dem Augenblick, da die Súriy-i-Ra’ís offenbart wurde, bis auf den heutigen Tag ist weder die Welt befriedet worden noch haben die Herzen ihrer Völker Ruhe gefunden. Einmal wurde sie durch Zank und Streit aufgerührt, ein andermal von Kriegen erschüttert; so ist sie hartnäckigen Krankheiten zum Opfer gefallen. Ihr Siechtum nähert sich einem Zustand völliger Hoffnungslosigkeit, weil der wahre Arzt gehindert wird, das Heilmittel zu reichen, während ungeschickte Quacksalber begünstigt werden und volle Hand­lungsfreiheit genießen... Der Staub des Aufruhrs hat die Herzen der Menschen umwölkt und ihre Augen mit Blind­heit geschlagen. Bald werden sie die Folgen dessen spüren, was ihre Hände am Tage Gottes bewirkt haben. So warnt euch der Allunterrichtete, wie es Ihm Er gebot, der der Gewaltigste ist, der Allmächtige.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":17,"Roman":"XVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>By Him Who is the Great Announcement! The All-Merciful is come invested with undoubted sovereignty. The Balance hath been appointed, and all them that dwell on earth have been gathered together. The Trumpet hath been blown, and lo, all eyes have stared up with terror, and the hearts of all who are in the heavens and on the earth have trembled, except them whom the breath of the verses of God hath quickened, and who have detached themselves from all things.</p>\n<p>This is the Day whereon the earth shall tell out her tidings. The workers of iniquity are her burdens, could ye but perceive it. The moon of idle fancy hath been cleft, and the heaven hath given out a palpable smoke. We see the people laid low, awed with the dread of thy Lord, the Almighty, the Most Powerful. The Crier hath cried out, and men have been torn away, so great hath been the fury of His wrath. The people of the left hand sigh and bemoan. The people of the right abide in noble habitations: they quaff the Wine that is life indeed, from the hands of the All-Merciful, and are, verily, the blissful.</p>\n<p>The earth hath been shaken, and the mountains have passed away, and the angels have appeared, rank on rank, before Us. Most of the people are bewildered in their drunkenness and wear on their faces the evidences of anger. Thus have We gathered together the workers of iniquity. We see them rushing on towards their idol. Say: None shall be secure this Day from the decree of God. This indeed is a grievous Day. We point out to them those that led them astray. They see them, and yet recognize them not. Their eyes are drunken; they are indeed a blind people. Their proofs are the calumnies they uttered; condemned are their calumnies by God, the Help in Peril, the Self-Subsisting. The Evil One hath stirred up mischief in their hearts, and they are afflicted with a torment that none can avert. They hasten to the wicked, bearing the register of the workers of iniquity. Such are their doings.</p>\n<p>Say: The heavens have been folded together, and the earth is held within His grasp, and the corrupt doers have been held by their forelock, and still they understand not. They drink of the tainted water, and know it not. Say: The shout hath been raised, and the people have come forth from their graves, and arising, are gazing around them. Some have made haste to attain the court of the God of Mercy, others have fallen down on their faces in the fire of Hell, while still others are lost in bewilderment. The verses of God have been revealed, and yet they have turned away from them. His proof hath been manifested, and yet they are unaware of it. And when they behold the face of the All-Merciful, their own faces are saddened, while they are disporting themselves. They hasten forward to Hell Fire, and mistake it for light. Far from God be what they fondly imagine! Say: Whether ye rejoice or whether ye burst for fury, the heavens are cleft asunder, and God hath come down, invested with radiant sovereignty. All created things are heard exclaiming: “The Kingdom is God’s, the Almighty, the All-Knowing, the All-Wise.”</p>\n<p>Know thou, moreover, that We have been cast into an afflictive Prison, and are encompassed with the hosts of tyranny, as a result of what the hands of the infidels have wrought. Such is the gladness, however, which the Youth hath tasted that no earthly joy can compare unto it. By God! The harm He suffereth at the hands of the oppressor can never grieve His heart, nor can He be saddened by the ascendancy of such as have repudiated His truth.</p>\n<p>Say: Tribulation is a horizon unto My Revelation. The daystar of grace shineth above it, and sheddeth a light which neither the clouds of men’s idle fancy nor the vain imaginations of the aggressor can obscure.</p>\n<p>Follow thou the footsteps of thy Lord, and remember His servants even as He doth remember thee, undeterred by either the clamor of the heedless ones or the sword of the enemy.… Spread abroad the sweet savors of thy Lord, and hesitate not, though it be for less than a moment, in the service of His Cause. The day is approaching when the victory of thy Lord, the Ever-Forgiving, the Most Bountiful, will be proclaimed.</p>","Text2":"<p>Bei Ihm, der die Große Verkündigung ist! Der Allbarmherzige ist gekommen, bekleidet mit unzweifelhafter Souveränität. Die Waage1 ist ins Lot gebracht, und alle, die auf Erden wohnen, sind ver­sammelt. Der Posaunenruf2 ist erschallt, und siehe, alle Augen sind starr vor Entsetzen, und die Herzen aller in den Himmeln und auf Erden erbeben, ausgenommen jene, die der Hauch der Verse Gottes mit Leben erfüllte und die sich von allem gelöst haben.</p>\n<p>Dies ist der Tag, da die Erde ihre Botschaft kundtut. Die Übeltäter sind ihr zur Last, könntet ihr es doch begreifen. Der Mond eitlen Wahns ist gespalten, und der Himmel hat sich dicht mit Rauch umzogen. Wir sehen das Volk am Bo­den liegen, eingeschüchtert in Furcht vor deinem Herrn, dem Allmächtigen, dem Machtvollsten. Der Rufer hat gerufen, und die Menschen wurden hinweggerafft, so groß war die Kraft Seines Zornes. Das Volk zur Linken seufzt und jammert. Das Volk zur Rechten weilt in herrlichen Wohnungen; sie trinken den Wein, der in Wahrheit Leben ist, aus den Händen des Allbarmherzigen, und sie sind wahrlich die Glückseligen.</p>\n<p>[1.vergl. Offb. 6:5; Qur’án 55:8, 57:26, 21:48, 7:9-10, 23:103-104, 101:7,9, 18:106]</p>\n<p>[2.Qur’án 50:21, 50:43]</p>\n<p>Die Erde wurde erschüttert und die Gebirge schwanden dahin und die Engel sind Reihe um Reihe vor Uns erschie­nen. Die meisten Menschen sind in ihrer Trunkenheit verwirrt und tragen auf ihren Gesichtern die Zeichen des Zornes. So haben Wir die Missetäter versammelt. Wir sehen, wie sie zu ihrem Götzen stürmen. Sprich: Niemand wird an diesem Tage vor Gottes Ratschluß sicher sein. Dies ist in der Tat ein Tag der Schmerzen. Wir zeigen ihnen ihre Verführer. Sie sehen sie und erkennen sie doch nicht, denn ihre Augen sind trunken. Sie sind in der Tat ein blindes Volk. Ihre Beweise sind die Verleumdungen, die sie geäu­ßert haben; verdammt sind ihre Verleumdungen durch Gott, den Helfer in Gefahr, den Selbstbestehenden. Der Böse hat in ihren Herzen Unheil aufgerührt. Sie sind von ei­ner Qual befallen, die keiner abwenden kann. Sie eilen zu den Gottlosen mit dem Verzeichnis der Frevler. So sind ihre Taten.</p>\n<p>Sprich: Die Himmel wurden zusammengefaltet, und die Erde ist in Seinem Griff, die Übeltäter wurden bei ihrem Stirnhaar1 erfaßt, und noch immer verstehen sie nicht. Sie trinken vom verfaulten Wasser und wissen es nicht. Sprich: Der Ruf ist erschallt, und die Menschen sind aus ihren Gräbern hervorgekommen; sie stehen auf und sehen sich um. Einige beeilen sich, an den Hof des Gottes der Gnade zu kommen, andere sind im Feuer der Hölle auf ihr Angesicht niedergefallen, während wieder andere in Verwirrung verloren sind. Die Verse Gottes wurden offenbart, und doch haben sie sich von ihnen abgewendet. Sein Beweis ist er­bracht, und doch beachten sie ihn nicht. Und wenn sie das Antlitz des Allbarmherzigen sehen, wird ihr eigenes Gesicht trüb, derweil sie sich sorglos vergnügen. Sie eilen dem Feuer der Hölle zu und halten es für Licht. Fern von Gott sei, was sie sich unwissend einbilden! Sprich: Ob ihr frohlockt oder vor Zorn zerspringt, die Himmel sind gespalten und Gott ist herniedergekommen, bekleidet mit strahlender Herrschaft. Alles Erschaffene hört man rufen: »Das Reich ist Gottes, des Allmächtigen, des Allwissenden, des Allweisen.«</p>\n<p>[1. Qur’án 55:42]</p>\n<p>Wisse ferner, daß Wir in ein qualvolles Gefängnis geworfen wurden und von den Scharen der Tyrannei umringt sind, als Ergebnis dessen, was die Hände der Ungläubigen bewirkt haben. Doch die Freude, die dieser Jüngling gekostet hat, ist so groß, daß keine irdische Freude mit ihr vergleichbar ist. Bei Gott! Das Unrecht, das Ihm von der Hand des Unterdrückers widerfährt, vermag Sein Herz nie zu bekümmern, noch kann Ihn die Überlegenheit derer betrüben, die Seine Wahrheit verworfen haben.</p>\n<p>Sprich: Leid ist ein Horizont für Meine Offenbarung. Die Sonne der Gnade strahlt hoch darüber und verströmt ein Licht, das weder die Wolken eitlen Menschenwahns noch der leere Trug des Angreifers verdunkeln können.</p>\n<p>Folge du den Fußspuren deines Herrn und gedenke Seiner Diener so, wie Er deiner gedenkt, unbeirrt vom Lärm der Achtlosen oder vom Schwert des Feindes... Verbreite weithin die Düfte deines Herrn und zaudere nicht, und wäre es weniger als ein Augenblick, im Dienste Seiner Sa­che. Es naht der Tag, da der Sieg deines Herrn, des Immervergebenden, des Großmütigsten, kund sein wird.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":18,"Roman":"XVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: We have caused the rivers of Divine utterance to proceed out of Our throne, that the tender herbs of wisdom and understanding may spring forth from the soil of your hearts. Will ye not be thankful? They who disdain to worship their Lord shall be of those who are cast off. And oft as Our verses are rehearsed unto them, they persist in proud disdain, and in their gross violation of His law, and know it not. As for them who have disbelieved in Him, they shall be in the shadow of a black smoke. “The Hour” hath come upon them, while they are disporting themselves. They have been seized by their forelock, and yet know it not.</p>\n<p>The thing that must come hath come suddenly; behold how they flee from it! The inevitable hath come to pass; witness how they have cast it behind their backs! This is the Day whereon every man will fly from himself, how much more from his kindred, could ye but perceive it. Say: By God! The blast hath been blown on the trumpet, and lo, mankind hath swooned away before us! The Herald hath cried out, and the Summoner raised His voice saying: “The Kingdom is God’s, the Most Powerful, the Help in Peril, the Self-Subsisting.”</p>\n<p>This is the Day on which all eyes shall stare up with terror, the Day in which the hearts of them that dwell on earth shall tremble, save them whom thy Lord, the All-Knowing, the All-Wise, pleaseth to deliver. All faces have turned black except those to whom the God of Mercy hath vouchsafed a radiant heart. Drunken are the eyes of those men that have openly refused to behold the face of God, the All-Glorious, the All-Praised.</p>\n<p>Say: Perused ye not the Qur’án? Read it, that haply ye may find the Truth, for this Book is verily the Straight Path. This is the Way of God unto all who are in the heavens and all who are on the earth. If ye have been careless of the Qur’án, the Bayán cannot be regarded to be remote from you. Behold it open before your eyes. Read ye its verses, that perchance ye may desist from committing that which will cause the Messengers of God to mourn and lament.</p>\n<p>Speed out of your sepulchers. How long will ye sleep? The second blast hath been blown on the trumpet. On whom are ye gazing? This is your Lord, the God of Mercy. Witness how ye gainsay His signs! The earth hath quaked with a great quaking, and cast forth her burdens. Will ye not admit it? Say: Will ye not recognize how the mountains have become like flocks of wool, how the people are sore vexed at the awful majesty of the Cause of God? Witness how their houses are empty ruins, and they themselves a drowned host.</p>\n<p>This is the Day whereon the All-Merciful hath come down in the clouds of knowledge, clothed with manifest sovereignty. He well knoweth the actions of men. He it is Whose glory none can mistake, could ye but comprehend it. The heaven of every religion hath been rent, and the earth of human understanding been cleft asunder, and the angels of God are seen descending. Say: This is the Day of mutual deceit; whither do ye flee? The mountains have passed away, and the heavens have been folded together, and the whole earth is held within His grasp, could ye but understand it. Who is it that can protect you? None, by Him Who is the All-Merciful! None, except God, the Almighty, the All-Glorious, the Beneficent. Every woman that hath had a burden in her womb hath cast her burden. We see men drunken in this Day, the Day in which men and angels have been gathered together.</p>\n<p>Say: Is there any doubt concerning God? Behold how He hath come down from the heaven of His grace, girded with power and invested with sovereignty. Is there any doubt concerning His signs? Open ye your eyes, and consider His clear evidence. Paradise is on your right hand, and hath been brought nigh unto you, while Hell hath been made to blaze. Witness its devouring flame. Haste ye to enter into Paradise, as a token of Our mercy unto you, and drink ye from the hands of the All-Merciful the Wine that is life indeed.</p>\n<p>Drink with healthy relish, O people of Bahá. Ye are indeed they with whom it shall be well. This is what they who have near access to God have attained. This is the flowing water ye were promised in the Qur’án, and later in the Bayán, as a recompense from your Lord, the God of Mercy. Blessed are they that quaff it.</p>\n<p>O My servant that hath turned thy face towards Me! Render thanks unto God for having sent down unto thee this Tablet in this Prison, that thou mayest remind the people of the days of thy Lord, the All-Glorious, the All-Knowing. Thus have We established for thee, through the waters of Our wisdom and utterance, the foundations of thy belief. This, verily, is the water whereon the Throne of thy Lord hath been raised. “His Throne had stood upon the waters.” Ponder this in thine heart, that thou mayest comprehend its meaning. Say: Praise be to God, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Sprich: Wir haben die Ströme der göttlichen Rede von Unserem Throne ausgehen lassen, damit die zarten Kräuter der Weisheit und des Verstehens aus dem Grund eurer Herzen sprießen. Wollt ihr nicht dankbar sein? Wer es verschmäht, seinen Herrn anzubeten, soll zu den Verworfenen gehören. So oft auch Unsere Verse wiederholt werden, sie verharren in ihrer hochmütigen Mißachtung und in ihrem groben Verstoß ge­gen Sein Gesetz, und sie wissen es nicht. Was die betrifft, die Ihn anzweifeln: Schwarzer Rauch soll sie überschatten. »Die Stunde«1 ist über sie gekommen, während sie sich sorglos vergnügen. Sie wurden bei ihrem Stirnhaar2 erfaßt, und doch wissen sie es nicht.</p>\n<p>Was kommen mußte, ist plötzlich da; sieh, wie sie davor fliehen! Die Unvermeidliche ist eingetreten, bezeuge, wie sie sie verwerfen! Dies ist der Tag, da jeder vor sich selbst flieht, wieviel mehr noch vor seinesgleichen, könntet ihr es doch erkennen! Sprich: Bei Gott! Der Posaunenruf ist er­schallt, und siehe, ohnmächtig ist die Menschheit vor Uns niedergesunken! Der Herold hat laut gerufen, und der Bote des Gerichts hat Seine Stimme erhoben mit den Worten: »Das Reich ist Gottes, des Mächtigsten, des Helfers in Ge­fahr, des Selbstbestehenden!«</p>\n<p>Dies ist der Tag, da alle Augen vor Entsetzen erstarren sollen, der Tag, da die Herzen derer, die auf Erden wohnen, erzittern sollen, außer jenen, die dein Herr, der Allwissende, der Allweise, zu erretten beliebt. Alle Gesichter sind schwarz3 geworden bis auf die, denen der Gott der Barmher­zigkeit ein strahlendes Herz gewährt hat. Trunken sind die Augen jener Menschen, die sich offen weigern, das Antlitz Gottes, des Allherrlichen, des Allgepriesenen, zu schauen.</p>\n<p>[1.vgl. Matth. 24:36,42-44, 25:13; Joh. 5:25,28; Apg. 1:7; Offb.3:3; Qur’án 6:32, 7:188, 12:108, 15:86, 18:22, 20:16, 22:56, 25:12, 30:13-15,56 und zahlreiche andere Stellen.]</p>\n<p>[2.Qur’án 55:42]</p>\n<p>[3.vgl. Qur’án 39:61, 3:107]</p>\n<p>Sprich: Habt ihr nicht den Qur’án gelesen? Lest ihn, damit ihr vielleicht die Wahrheit findet, denn dieses Buch ist wahrhaftig der gerade Pfad. Es ist der Weg Gottes für alle, die in den Himmeln, und für alle, die auf Erden sind. Ließet ihr den Qur’án auch unbeachtet, der Bayán kann euch nicht fremd sein. Seht ihn offen vor euren Augen. Lest seine Verse, damit ihr euch vielleicht dessen enthaltet, was die Boten Gottes trauern und klagen läßt.</p>\n<p>Eilt hervor aus euren Gräbern! Wie lange noch wollt ihr schlafen? Der zweite Posaunenruf ist erschallt. Auf wen schaut ihr? Dies ist euer Herr, der Gott des Erbar­mens. Seht, wie ihr Seine Zeichen leugnet! Die Erde erbebte mit gewaltigem Beben und hat ihre Last abgeworfen. Wollt ihr es nicht gestehen? Sprich: Wollt ihr nicht erkennen, daß die Berge wie Wollflocken wurden, daß die Menschen vor der ehrfurchtgebietenden Erhabenheit der Sache Gottes schwer in Bedrängnis gerieten? Seht doch, wie ihre Häuser leere Trümmer sind und sie selbst eine Schar Ertrunkener.</p>\n<p>Dies ist der Tag, da der Allbarmherzige in den Wolken 6 des Wissens herabkam, bekleidet mit offenkundiger Souveränität. Er weiß sehr wohl um der Menschen Taten. Er ist es, dessen Herrlichkeit niemand mißdeuten kann, könntet ihr es doch verstehen! Der Himmel jeder Religion wurde gespalten, die Erde menschlichen Begreifens klafft auseinander, und man sieht die Engel Gottes herniedersteigen. Sprich: Dies ist der Tag gegenseitiger Täuschung; wohin wollt ihr fliehen? Die Berge sind dahingeschwunden und die Himmel wurden zusammengefaltet1, die ganze Erde ist in Seinem Griff, könntet ihr es doch verstehen! Wer kann euch schützen? Niemand, bei Ihm, dem Allbarmherzigen! Niemand außer Gott, dem Allmächtigen, dem Allherrlichen, dem Wohltätigen. Jedes Weib, das eine Last im Leibe trug, hat sie ausgestoßen. Wir sehen die Menschen trunken an diesem Tage, dem Tag, da Menschen und Engel miteinander versammelt wurden.</p>\n<p>[1. vgl. Qur’án 39:68]</p>\n<p>Sprich: Gibt es noch einen Zweifel über Gott? Seht, wie Er vom Himmel Seiner Gnade herniedergekommen ist, gegürtet mit Macht und gekleidet mit Souveränität! Gibt es noch einen Zweifel über Seine Zeichen? Öffnet eure Augen und seht Seinen klaren Beweis. Das Paradies liegt euch zur Rechten, greifbar nahe, während das Höllenfeuer entfacht ward. Seht seine verzehrende Flamme! Eilt, einzutreten in das Paradies als Zeichen Unserer Barmherzigkeit für euch, und trinkt aus den Händen des Allbarmherzigen den Wein, der wahrhaft Leben ist.</p>\n<p>Trinke mit gesundem Behagen, o Volk Bahás! Ihr seid wahrlich die, um die es wohl bestellt sein soll. Dies ist, was die erreicht haben, die Gott nahe gekommen sind. Dies ist das strömende Wasser, das euch euer Herr, der Gott der Barmherzigkeit, im Qur’án und danach im Bayán als Lohn verheißen hat. Selig sind, die es trinken.</p>\n<p>O Mein Diener, der du dein Angesicht Mir zugewandt hast! Danke Gott, daß Er dir diese Tafel in dieses Gefäng­nis herabgesandt hat, damit du das Volk an die Tage deines Herrn, des Allherrlichen, des Allwissenden, gemahnest. So haben Wir für dich mit den Wassern Unserer Weisheit und Rede die Grundlagen deines Glaubens geschaffen. Dies, wahrlich, ist das Wasser, darauf der Thron deines Herrn errichtet ward: »Sein Thron stand auf den Wassern.«1 Bedenke dies im Herzen, damit du den Sinn verstehst. Sprich: Preis sei Gott, dem Herrn aller Welten.</p>\n<p>[1. vgl. Qur’án 11 :8]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":19,"Roman":"XIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>To every discerning and illuminated heart it is evident that God, the unknowable Essence, the Divine Being, is immensely exalted beyond every human attribute, such as corporeal existence, ascent and descent, egress and regress. Far be it from His glory that human tongue should adequately recount His praise, or that human heart comprehend His fathomless mystery. He is, and hath ever been, veiled in the ancient eternity of His Essence, and will remain in His Reality everlastingly hidden from the sight of men. “No vision taketh in Him, but He taketh in all vision; He is the Subtile, the All-Perceiving.”…</p>\n<p>The door of the knowledge of the Ancient of Days being thus closed in the face of all beings, the Source of infinite grace, according to His saying, “His grace hath transcended all things; My grace hath encompassed them all,” hath caused those luminous Gems of Holiness to appear out of the realm of the spirit, in the noble form of the human temple, and be made manifest unto all men, that they may impart unto the world the mysteries of the unchangeable Being, and tell of the subtleties of His imperishable Essence.</p>\n<p>These sanctified Mirrors, these Daysprings of ancient glory, are, one and all, the Exponents on earth of Him Who is the central Orb of the universe, its Essence and ultimate Purpose. From Him proceed their knowledge and power; from Him is derived their sovereignty. The beauty of their countenance is but a reflection of His image, and their revelation a sign of His deathless glory. They are the Treasuries of Divine knowledge, and the Repositories of celestial wisdom. Through them is transmitted a grace that is infinite, and by them is revealed the Light that can never fade.… These Tabernacles of Holiness, these Primal Mirrors which reflect the light of unfading glory, are but expressions of Him Who is the Invisible of the Invisibles. By the revelation of these Gems of Divine virtue all the names and attributes of God, such as knowledge and power, sovereignty and dominion, mercy and wisdom, glory, bounty, and grace, are made manifest.</p>\n<p>These attributes of God are not, and have never been, vouchsafed specially unto certain Prophets, and withheld from others. Nay, all the Prophets of God, His well-favored, His holy and chosen Messengers are, without exception, the bearers of His names, and the embodiments of His attributes. They only differ in the intensity of their revelation, and the comparative potency of their light. Even as He hath revealed: “Some of the Apostles We have caused to excel the others.”</p>\n<p>It hath, therefore, become manifest and evident that within the tabernacles of these Prophets and chosen Ones of God the light of His infinite names and exalted attributes hath been reflected, even though the light of some of these attributes may or may not be outwardly revealed from these luminous Temples to the eyes of men. That a certain attribute of God hath not been outwardly manifested by these Essences of Detachment doth in no wise imply that they who are the Daysprings of God’s attributes and the Treasuries of His holy names did not actually possess it. Therefore, these illuminated Souls, these beauteous Countenances have, each and every one of them, been endowed with all the attributes of God, such as sovereignty, dominion, and the like, even though to outward seeming they be shorn of all earthly majesty.…</p>","Text2":"<p>Jedem verständigen, erleuchteten Herzen ist offenbar, daß Gott, die unerforschliche Wesenheit, das göttliche Sein, unermeßlich erhaben ist über alle menschlichen Merkmale wie leibliche Existenz, Aufstieg und Abstieg, Ausgang und Rückkehr. Fern sei es Seiner Herrlichkeit, daß des Menschen Zunge angemessen Sein Lob künden oder des Menschen Herz Sein unergründliches Mysterium erfassen könnte. Er ist und war von jeher in der altehrwürdigen Ewigkeit Seines Wesens verhüllt und wird in Seiner Wirklichkeit dem Schauen der Menschen ewiglich verborgen bleiben. »Keine Schau erfaßt Ihn, Er aber erfaßt alle Schau; Er ist der Scharfsinnige, der Allsehende.«1...</p>\n<p>[1. Qur’án 6:103]</p>\n<p>Das Tor der Erkenntnis des Altehrwürdigen der Tage ist 2 so vor dem Antlitz aller Wesen verschlossen. Darum hat der Quell unendlicher Gnade nach Seinem Vers: »Seine Gnade ist größer denn alle Dinge; Meine Gnade hat sie alle umfangen«2, jene leuchtenden Edelsteine der Heiligkeit aus dem Reiche des Geistes in der edlen Gestalt des menschlichen Tempels erscheinen und allen Menschen offenbar werden lassen, auf daß sie der Welt die Mysterien des unveränderlichen Seins schenken und ihr von Seinem reinen, unsterblichen Wesen künden.</p>\n<p>[2. Qur’án 7:157]</p>\n<p>Diese geheiligten Spiegel, diese Aufgangsorte altehrwürdiger Herrlichkeit sind allesamt auf Erden die Vertreter dessen, der innerster Kern, reinstes Wesen und letztes Ziel des Weltalls ist. Von Ihm geht ihre Erkenntnis und Macht aus, von Ihm leitet sich ihre Souveränität ab. Die Schönheit ihres Antlitzes ist nur eine Widerspiegelung Seines Bildes, ihre Offenbarung ein Zeichen Seiner unsterblichen Herrlichkeit. Sie sind die Schatzkammern göttlicher Erkenntnis, die Verwahrungsorte himmlischer Weisheit. Durch sie wird eine Gnade vermittelt, die unendlich ist, und durch sie wird das Licht enthüllt, das nimmer verlöschen kann... Diese Brennpunkte der Heiligkeit, diese Ersten Spiegel, die das Licht unvergänglicher Herrlichkeit widerstrahlen, sind nur ein Ausdruck von Ihm, dem Unsichtbaren der Unsichtbaren. Durch die Offenbarung dieser Edelsteine göttlicher Tugend sind alle Namen und Attribute Gottes wie Er­kenntnis und Kraft, Souveränität und Herrschaft, Barmherzigkeit und Weisheit, Herrlichkeit, Freigebigkeit und Gnade enthüllt.</p>\n<p>Diese Attribute Gottes waren niemals bestimmten Propheten verliehen und anderen vorenthalten. Nein, alle Pro­pheten Gottes, Seine wohlbegnadeten, Seine heiligen und erwählten Boten sind ohne Ausnahme die Träger Seiner Namen und die Verkörperungen Seiner Attribute. Sie unterscheiden sich nur in der Stärke ihrer Offenbarung und in der Wirkkraft ihres Lichtes. So hat Er offenbart: »Einige Sendboten haben Wir die anderen überragen lassen«.1</p>\n<p>[1. Qur’án 2:253]</p>\n<p>Es leuchtet daher ein, daß sich in den Gestalten dieser Propheten und Erwählten Gottes das Licht Seiner unendlichen Namen und erhabenen Attribute spiegelt, auch wenn das Licht einiger dieser Attribute durch diese leuchtenden Tempel den Augen der Menschen äußerlich nicht enthüllt wurde. Daß eine bestimmte Eigenschaft Gottes durch diese Wesen der Loslösung nach außen hin nicht offenbart wurde, besagt keineswegs, daß sie, die Morgenröten der Attribute Gottes und Schatzkammern Seiner heiligen Namen, diese nicht wirklich besessen hätten. Darum sind diese er­leuchteten Seelen, diese schönen Antlitze, allesamt mit al­len Attributen Gottes wie Souveränität, Herrschaft und dergleichen ausgestattet, mögen sie auch dem äußeren An­schein nach aller irdischen Majestät beraubt sein...</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":20,"Roman":"XX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know thou of a certainty that the Unseen can in no wise incarnate His Essence and reveal it unto men. He is, and hath ever been, immensely exalted beyond all that can either be recounted or perceived. From His retreat of glory His voice is ever proclaiming: “Verily, I am God; there is none other God besides Me, the All-Knowing, the All-Wise. I have manifested Myself unto men, and have sent down Him Who is the Dayspring of the signs of My Revelation. Through Him I have caused all creation to testify that there is none other God except Him, the Incomparable, the All-Informed, the All-Wise.” He Who is everlastingly hidden from the eyes of men can never be known except through His Manifestation, and His Manifestation can adduce no greater proof of the truth of His Mission than the proof of His own Person.</p>","Text2":"<p>Wisse mit Gewißheit, daß der Unsichtbare niemals Sein Wesen Fleisch werden läßt und den Menschen enthüllt. Er ist und war immer unermeßlich erhaben über alles, was sich aufzählen oder wahrnehmen läßt. Von Seinem verborgenen Orte der Herrlichkeit aus verkündet unablässig Seine Stimme: »Wahrlich, Ich bin Gott. Es ist kein Gott außer Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen. Ich habe Mich den Menschen offenbart und Ihn herabgesandt, der der Morgen der Zeichen Meiner Offenbarung ist. Durch Ihn ließ Ich die ganze Schöpfung bezeugen, daß kein Gott ist außer Mir, dem Unvergleichlichen, dem Allunterrichteten, dem Allweisen.« Er, der ewig vor den Augen der Menschen verborgen bleibt, kann nie anders als durch Seine Manifestation erkannt werden, und Seine Manifestation kann keinen größeren Beweis für die Wahrheit Ihrer Sendung erbringen als den Beweis Ihrer eigenen Person.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":21,"Roman":"XXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Salmán! The door of the knowledge of the Ancient Being hath ever been, and will continue forever to be, closed in the face of men. No man’s understanding shall ever gain access unto His holy court. As a token of His mercy, however, and as a proof of His loving-kindness, He hath manifested unto men the Daystars of His divine guidance, the Symbols of His divine unity, and hath ordained the knowledge of these sanctified Beings to be identical with the knowledge of His own Self. Whoso recognizeth them hath recognized God. Whoso hearkeneth to their call, hath hearkened to the Voice of God, and whoso testifieth to the truth of their Revelation, hath testified to the truth of God Himself. Whoso turneth away from them, hath turned away from God, and whoso disbelieveth in them, hath disbelieved in God. Every one of them is the Way of God that connecteth this world with the realms above, and the Standard of His Truth unto every one in the kingdoms of earth and heaven. They are the Manifestations of God amidst men, the evidences of His Truth, and the signs of His glory.</p>","Text2":"<p>O Salmán! Das Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen und wird es für immer bleiben. Kein menschliches Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe Zutritt erlangen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung, die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart und verfügt, daß die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen Selbstes gleichzusetzen sei. Wer sie erkennt, hat Gott erkannt. Wer auf ihren Ruf hört, hat auf die Stimme Gottes gehört, und wer die Wahrheit ihrer Offenbarung bezeugt, hat die Wahrheit Gottes selbst bezeugt. Wer sich von ihnen abwendet, hat sich von Gott abgewandt, und wer nicht an sie glaubt, hat nicht an Gott geglaubt. Jeder von ihnen ist der Pfad Gottes, der diese Welt mit den Reichen der Höhe verbindet, und das Banner Seiner Wahrheit für alle in den Reichen der Erde und des Himmels. Sie sind die Manifestationen Gottes unter den Menschen, die Beweise Seiner Wahrheit und die Zeichen Seiner Herrlichkeit.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":22,"Roman":"XXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Bearers of the Trust of God are made manifest unto the peoples of the earth as the Exponents of a new Cause and the Revealers of a new Message. Inasmuch as these Birds of the celestial Throne are all sent down from the heaven of the Will of God, and as they all arise to proclaim His irresistible Faith, they, therefore, are regarded as one soul and the same person. For they all drink from the one Cup of the love of God, and all partake of the fruit of the same Tree of Oneness.</p>\n<p>These Manifestations of God have each a twofold station. One is the station of pure abstraction and essential unity. In this respect, if thou callest them all by one name, and dost ascribe to them the same attributes, thou hast not erred from the truth. Even as He hath revealed: “No distinction do We make between any of His Messengers.” For they, one and all, summon the people of the earth to acknowledge the unity of God, and herald unto them the Kawthar of an infinite grace and bounty. They are all invested with the robe of prophethood, and are honored with the mantle of glory. Thus hath Muhammad, the Point of the Qur’án, revealed: “I am all the Prophets.” Likewise, He saith: “I am the first Adam, Noah, Moses, and Jesus.” Similar statements have been made by Imám ‘Alí. Sayings such as these, which indicate the essential unity of those Exponents of Oneness, have also emanated from the Channels of God’s immortal utterance, and the Treasuries of the gems of Divine knowledge, and have been recorded in the Scriptures. These Countenances are the recipients of the Divine Command, and the Daysprings of His Revelation. This Revelation is exalted above the veils of plurality and the exigencies of number. Thus He saith: “Our Cause is but One.” Inasmuch as the Cause is one and the same, the Exponents thereof also must needs be one and the same. Likewise, the Imáms of the Muhammadan Faith, those lamps of certitude, have said: “Muhammad is our first, Muhammad is our last, Muhammad our all.”</p>\n<p>It is clear and evident to thee that all the Prophets are the Temples of the Cause of God, Who have appeared clothed in divers attire. If thou wilt observe with discriminating eyes, thou wilt behold Them all abiding in the same tabernacle, soaring in the same heaven, seated upon the same throne, uttering the same speech, and proclaiming the same Faith. Such is the unity of those Essences of Being, those Luminaries of infinite and immeasurable splendor! Wherefore, should one of these Manifestations of Holiness proclaim saying: “I am the return of all the Prophets,” He, verily, speaketh the truth. In like manner, in every subsequent Revelation, the return of the former Revelation is a fact, the truth of which is firmly established.…</p>\n<p>The other station is the station of distinction, and pertaineth to the world of creation, and to the limitations thereof. In this respect, each Manifestation of God hath a distinct individuality, a definitely prescribed mission, a predestined revelation, and specially designated limitations. Each one of them is known by a different name, is characterized by a special attribute, fulfills a definite mission, and is entrusted with a particular Revelation. Even as He saith: “Some of the Apostles We have caused to excel the others. To some God hath spoken, some He hath raised and exalted. And to Jesus, Son of Mary, We gave manifest signs, and We strengthened Him with the Holy Spirit.”</p>\n<p>It is because of this difference in their station and mission that the words and utterances flowing from these Wellsprings of Divine knowledge appear to diverge and differ. Otherwise, in the eyes of them that are initiated into the mysteries of Divine wisdom, all their utterances are, in reality, but the expressions of one Truth. As most of the people have failed to appreciate those stations to which We have referred, they, therefore, feel perplexed and dismayed at the varying utterances pronounced by Manifestations that are essentially one and the same.</p>\n<p>It hath ever been evident that all these divergencies of utterance are attributable to differences of station. Thus, viewed from the standpoint of their oneness and sublime detachment, the attributes of Godhead, Divinity, Supreme Singleness, and Inmost Essence, have been, and are applicable to those Essences of Being, inasmuch as they all abide on the throne of Divine Revelation, and are established upon the seat of Divine Concealment. Through their appearance the Revelation of God is made manifest, and by their countenance the Beauty of God is revealed. Thus it is that the accents of God Himself have been heard uttered by these Manifestations of the Divine Being.</p>\n<p>Viewed in the light of their second station—the station of distinction, differentiation, temporal limitations, characteristics and standards—they manifest absolute servitude, utter destitution, and complete self-effacement. Even as He saith: “I am the servant of God. I am but a man like you.”…</p>\n<p>Were any of the all-embracing Manifestations of God to declare: “I am God,” He, verily, speaketh the truth, and no doubt attacheth thereto. For it hath been repeatedly demonstrated that through their Revelation, their attributes and names, the Revelation of God, His names and His attributes, are made manifest in the world. Thus, He hath revealed: “Those shafts were God’s, not Thine.” And also He saith: “In truth, they who plighted fealty unto Thee, really plighted that fealty unto God.” And were any of them to voice the utterance, “I am the Messenger of God,” He, also, speaketh the truth, the indubitable truth. Even as He saith: “Muhammad is not the father of any man among you, but He is the Messenger of God.” Viewed in this light, they are all but Messengers of that ideal King, that unchangeable Essence. And were they all to proclaim, “I am the Seal of the Prophets,” they, verily, utter but the truth, beyond the faintest shadow of doubt. For they are all but one person, one soul, one spirit, one being, one revelation. They are all the manifestation of the “Beginning” and the “End,” the “First” and the “Last,” the “Seen” and the “Hidden”—all of which pertain to Him Who is the Innermost Spirit of Spirits and Eternal Essence of Essences. And were they to say, “We are the Servants of God,” this also is a manifest and indisputable fact. For they have been made manifest in the uttermost state of servitude, a servitude the like of which no man can possibly attain. Thus in moments in which these Essences of Being were deep immersed beneath the oceans of ancient and everlasting holiness, or when they soared to the loftiest summits of Divine mysteries, they claimed their utterances to be the Voice of Divinity, the Call of God Himself.</p>\n<p>Were the eye of discernment to be opened, it would recognize that in this very state, they have considered themselves utterly effaced and nonexistent in the face of Him Who is the All-Pervading, the Incorruptible. Methinks, they have regarded themselves as utter nothingness, and deemed their mention in that Court an act of blasphemy. For the slightest whispering of self within such a Court is an evidence of self-assertion and independent existence. In the eyes of them that have attained unto that Court, such a suggestion is itself a grievous transgression. How much more grievous would it be, were aught else to be mentioned in that Presence, were man’s heart, his tongue, his mind, or his soul, to be busied with anyone but the Well-Beloved, were his eyes to behold any countenance other than His beauty, were his ear to be inclined to any melody but His Voice, and were his feet to tread any way but His way.…</p>\n<p>By virtue of this station they have claimed for themselves the Voice of Divinity and the like, whilst by virtue of their station of Messengership, they have declared themselves the Messengers of God. In every instance they have voiced an utterance that would conform to the requirements of the occasion, and have ascribed all these declarations to Themselves, declarations ranging from the realm of Divine Revelation to the realm of creation, and from the domain of Divinity even unto the domain of earthly existence. Thus it is that whatsoever be their utterance, whether it pertain to the realm of Divinity, Lordship, Prophethood, Messengership, Guardianship, Apostleship, or Servitude, all is true, beyond the shadow of a doubt. Therefore these sayings which We have quoted in support of Our argument must be attentively considered, that the divergent utterances of the Manifestations of the Unseen and Daysprings of Holiness may cease to agitate the soul and perplex the mind.</p>","Text2":"<p>Gottes Treuhänder erscheinen bei den Völkern der Erde als Vertreter einer neuen Sache und Träger einer neuen Botschaft. Da diese Vögel des himmlischen Thrones alle aus dem Himmel des Willens Gottes herabgesandt sind, da sie alle sich erheben, Seinen unwiderstehlichen Glauben zu verkünden, sind sie wie eine Seele und ein Wesen anzusehen. Denn sie alle trinken aus demselben Kelch der Liebe Gottes, und alle haben sie teil an der Frucht desselben Baumes der Einheit.</p>\n<p>Alle Manifestationen Gottes haben eine zweifache Stufe. Die eine ist die Stufe reiner Geistigkeit und Wesenseinheit. In dieser Hinsicht bist du, wenn du sie alle mit einem Namen benennst und ihnen dieselben Eigenschaften zu­schreibst, nicht von der Wahrheit abgeirrt. So hat Er offenbart: »Keinen Unterschied machen Wir zwischen Seinen Boten«.1 Denn sie alle rufen die Menschen dieser Erde auf, die Einheit Gottes anzuerkennen, und verkünden ihnen den Kawthar unendlicher Gnade und Güte. Sie alle sind mit dem Gewande der Prophetenschaft bekleidet und mit dem Mantel der Herrlichkeit beehrt. Darum hat Muhammad, der Punkt des Qur’án, offenbart: »Ich bin alle Propheten.« Ebenso spricht Er: »Ich bin der erste Adam, Noah, Mose und Jesus.« Ähnliches sagte auch ‘Alí. Worte, welche die Wesenseinheit dieser Vertreter der Einheit verkünden, gehen aus von den Brunnquellen der unsterblichen Gottesworte und den Schatzkammern der Perlen göttlicher Erkenntnis; sie sind in den heiligen Schriften verzeichnet. Diese Gestalten sind die Empfänger des göttlichen Befehls und die Morgenröten Seiner Offenbarung, die erhaben ist über die Schleier der Vielheit und über die Begrenzungen der Zahl. So spricht Er: »Unsere Sache ist nur eine«.1 Da die Sache eine und dieselbe ist, kann auch ihr jeweiliger Träger nur einer und derselbe sein. Ebenso haben die Imáme des muslimischen Glaubens, diese Leuchten der Gewißheit, gesagt: »Muhammad ist unser Erster, Muhammad ist unser Letzter, Muhammad ist unser alles.«</p>\n<p>[1. Qur’án 2:137]</p>\n<p>So leuchtet dir ein, daß alle Propheten Tempel der Sache Gottes sind, die in verschiedenem Gewand erscheinen. Wenn du mit scharfem Auge hinsiehst, wirst du erkennen, daß sie alle im selben Heiligtum wohnen, sich zum selben Himmel aufschwingen, auf demselben Throne sitzen, dieselbe Sprache sprechen und denselben Glauben verkünden. Dies ist die Einheit dieser Inbegriffe des Seins, dieser Leuchten unendlichen, unermeßlichen Glanzes! Sollte darum eine dieser Manifestationen der Heiligkeit verkünden: »Ich bin die Wiederkunft aller Propheten«, so spräche sie gewißlich die Wahrheit. So ist in jeder neuen Offenbarung die Wiederkunft der früheren Offenbarung eine festbegründete Wahrheit...</p>\n<p>Die andere Stufe ist die der Unterscheidung, sie gehört zur Welt der Schöpfung und ihren Begrenzungen. In dieser Hinsicht hat jede Manifestation Gottes eine ausgeprägte Individualität, eine genau vorgezeichnete Mission, eine vorherbestimmte Offenbarung und besonders bestimmte Begrenzungen. Eine jede von ihnen ist unter einem anderen Namen bekannt, durch ein anderes Attribut gekennzeichnet, mit einem bestimmten Auftrag und einer besonderen Offenbarung betraut. So wie Er spricht: »Einige Sendboten haben Wir die anderen überragen lassen. Zu einigen hat Gott gesprochen, einige hat Er erhoben und erhöht. Und Jesus, dem Sohn Marias, verliehen Wir offenbare Zeichen und stärkten Ihn mit dem Heiligen Geist«.1</p>\n<p>[1. Qur’án 54:51]</p>\n<p>Durch diese Verschiedenheit ihrer Stufe und ihrer Mission kommt es, daß die aus diesen Quellen göttlicher Erkenntnis strömenden Worte scheinbar voneinander ab­weichen. Dagegen ist in den Augen derer, die in die Mysterien göttlicher Weisheit eingeweiht sind, alles, was sie sagen, in Wirklichkeit nur Ausdruck einer Wahrheit. Da die meisten Menschen diese Stufen, auf die Wir hingewie­sen haben, nicht richtig einzuschätzen vermögen, sind sie bestürzt und verwirrt angesichts der unterschiedlichen Aussagen der Manifestationen, die doch in ihrem Wesen eine und dieselbe sind.</p>\n<p>Es war seit jeher offenkundig, daß diese Unterschiede in der Redeweise den Unterschieden in der Stufe zuzuschreiben sind. Vom Standpunkt ihrer Einheit und erhabenen Loslösung aus betrachtet, waren seit je die Attribute Gottheit, Göttlichkeit, höchste Einzigkeit und innerstes Sein auf diese Inbegriffe des Seins anwendbar, da sie alle auf dem Throne göttlicher Offenbarung ruhen und den Sitz göttlicher Verborgenheit einnehmen. Mit ihnen tritt Gottes Offenbarung in die Erscheinung, durch ihr Antlitz wird die Schönheit Gottes enthüllt. So wird die Sprache Gottes selbst aus dem Munde dieser Manifestationen des göttlichen Seins vernommen.</p>\n<p>Im Lichte ihrer zweiten Stufe betrachtet, der Stufe der Auszeichnung, der Unterscheidung, der zeitlichen Begrenzungen, der Kennzeichen und Maßstäbe, legen sie unbedingte Dienstbarkeit, äußerste Armut und völlige Selbst­auslöschung an den Tag. So hat Er gesprochen: »Ich bin der Diener Gottes, Ich bin nur ein Mensch wie ihr.«1...</p>\n<p>[1. Qur’án 2:254]</p>\n<p>Sollte eine der allumfassenden Manifestationen Gottes erklären: »Ich bin Gott!«, so spräche sie gewißlich die Wahrheit, und es gäbe daran keinen Zweifel. Denn wieder­holt wurde dargetan, daß durch ihre Offenbarung, ihre At­tribute und Namen die Offenbarung Gottes, Seine Namen und Seine Attribute in der Welt offenkundig gemacht sind. So hat Er enthüllt: »Jene Pfeile waren von Gott, nicht von Dir!«2 Und ebenso spricht Er: »Wahrlich, die Dir Treue gelobten, gelobten sie in Wirklichkeit Gott«3. Würde einer von ihnen sagen: »Ich bin der Gesandte Gottes«, so sprä­che Er gleichfalls die Wahrheit, die unzweifelhafte Wahrheit. So spricht Er: »Muhammad ist nicht der Vater irgendeines Menschen, sondern Er ist der Gesandte Gottes«4. In diesem Lichte gesehen, sind sie alle nur Gesandte dieses vollkommenen Königs, dieser unwandelbaren We­senheit. Würden sie alle verkünden: »Ich bin das Siegel der Propheten«5, so sprächen sie gewiß nichts als die Wahr­heit, erhaben über den leisesten Schatten eines Zweifels. Denn sie alle sind nur eine Person, eine Seele, ein Geist, einWesen, eine Offenbarung. Sie alle sind die Manifestationen des »Anfangs« und des »Endes«, des »Ersten« und des »Letzten«, des »Sichtbaren« und des »Verborgenen«6 – all dies kommt Ihm zu, Ihm, dem innersten Geist der Geister und der ewigen Inbegriffe des Seins. Und würden sie sagen: »Wir sind Gottes Diener«7, so wäre auch dies eine offenkundige, unbestreitbare Wahrheit. Denn sie haben sich im äußersten Zustand des Dienens offenbart, eines Dienens, wie es kein Mensch je erreichen kann. Darum haben diese Inbegriffe des Seins in Augenblicken, da sie tief in die Meere altehrwürdiger, ewigwährender Heiligkeit eintauchten, oder wenn sie zu den erhabensten Höhen göttlicher Mysterien emporstiegen, den Anspruch erhoben, daß ihre Sprache die Stimme der Gottheit, der Ruf Gottes selbst sei.</p>\n<p>[1.vgl. Qur’án 19:31, 18:111, 41:7]</p>\n<p>[2.Qur’án 8:17]</p>\n<p>[3.Qur’án 48:11]</p>\n<p>[4.Qur’án 33:40]</p>\n<p>[5.Qur’án 33:40]</p>\n<p>[6.Qur’án 57:4]</p>\n<p>[7. vgl. Qur’án 3:182; 5:118; 19:30]</p>\n<p>Wäre das Auge der Einsicht geöffnet, so würde es erkennen, daß sie sich in diesem Zustand als völlig ausgelöscht und nicht existent betrachten vor dem Antlitz dessen, der der Alldurchdringende, der Unbestechliche ist. Mich dünkt, sie haben sich ganz als ein Nichts angesehen und ihre Erwähnung an jenem heiligen Hof als einen Akt der Gotteslästerung erachtet. Denn die leisesten Einflüsterungen des Selbstes sind an einem solchen Hof ein Beweis für Geltungsbedürfnis und unabhängiges Sein. In den Augen derer, die an diesen Hof gelangen, ist eine solche Regung schon ein schweres Vergehen. Wieviel schwerer wäre es, würde in dieser Gegenwart etwas anderes erwähnt, wären des Menschen Herz, Zunge, Gemüt oder Seele von etwas anderem eingenommen als von dem Vielgeliebten, betrachteten seine Augen ein anderes Antlitz als Seine Schönheit, neigte sich sein Ohr einer anderen Melodie als Seiner Stim­me und gingen des Menschen Füße einen anderen Pfad als Seinen Pfad...</p>\n<p>Kraft dieser Stufe erheben sie etwa den Anspruch, die Stimme der Gottheit zu sein, während sie kraft ihrer Stufe der Gesandtschaft sich als die Boten Gottes erklären. In jedem Fall sprechen sie, wie es den Gegebenheiten des Augenblicks entspricht, und beziehen alle diese Aussagen auf sich selbst, Aussagen, die sich vom Reich göttlicher Offenbarung bis zum Reich der Schöpfung erstrecken und vom Bereich der Göttlichkeit bis zum Reich irdischen Seins. Damit ist, was immer sie sagen, ob es sich denn auf den Bereich der Gottheit, der Herrschaft des Herrn, des Prophetentums, des Hütertums, des Apostolats oder des Dienens bezieht, ohne den Schatten eines Zweifels wahr. So müssen diese Verse, die Wir für Unseren Beweis angeführt haben, aufmerksam bedacht werden, damit die voneinander abweichenden Aussagen der Manifestationen des Unsichtbaren und Morgenröten der Heiligkeit nicht länger die Seele erregen und den Geist verwirren.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":23,"Roman":"XXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Consider the former generations. Witness how every time the Daystar of Divine bounty hath shed the light of His Revelation upon the world, the people of His Day have arisen against Him, and repudiated His truth. They who were regarded as the leaders of men have invariably striven to hinder their followers from turning unto Him Who is the Ocean of God’s limitless bounty.</p>\n<p>Behold how the people, as a result of the verdict pronounced by the divines of His age, have cast Abraham, the Friend of God, into fire; how Moses, He Who held converse with the Almighty, was denounced as liar and slanderer. Reflect how Jesus, the Spirit of God, was, notwithstanding His extreme meekness and perfect tender-heartedness, treated by His enemies. So fierce was the opposition which He, the Essence of Being and Lord of the visible and invisible, had to face, that He had nowhere to lay His head. He wandered continually from place to place, deprived of a permanent abode. Ponder that which befell Muhammad, the Seal of the Prophets, may the life of all else be a sacrifice unto Him. How severe the afflictions which the leaders of the Jewish people and of the idol-worshipers caused to rain upon Him, Who is the sovereign Lord of all, in consequence of His proclamation of the unity of God and of the truth of His Message! By the righteousness of My Cause! My Pen groaneth, and all created things weep with a great weeping, as a result of the woes He suffered at the hands of them that have broken the Covenant of God, violated His Testament, rejected His proofs, and disputed His signs. Thus recount We unto thee the tale of that which happened in days past, haply thou mayest comprehend.</p>\n<p>Thou hast known how grievously the Prophets of God, His Messengers and Chosen Ones, have been afflicted. Meditate awhile on the motive and reason which have been responsible for such a persecution. At no time, in no Dispensation, have the Prophets of God escaped the blasphemy of their enemies, the cruelty of their oppressors, the denunciation of the learned of their age, who appeared in the guise of uprightness and piety. Day and night they passed through such agonies as none can ever measure, except the knowledge of the one true God, exalted be His glory.</p>\n<p>Consider this wronged One. Though the clearest proofs attest the truth of His Cause; though the prophecies He, in an unmistakable language, hath made have been fulfilled; though, in spite of His not being accounted among the learned, His being unschooled and inexperienced in the disputations current among the divines, He hath rained upon men the showers of His manifold and Divinely inspired knowledge; yet, behold how this generation hath rejected His authority, and rebelled against Him! He hath, during the greater part of His life, been sore-tried in the clutches of His enemies. His sufferings have now reached their culmination in this afflictive Prison, into which His oppressors have so unjustly thrown Him. God grant that, with a penetrating vision and radiant heart, thou mayest observe the things that have come to pass and are now happening, and, pondering them in thine heart, mayest recognize that which most men have, in this Day, failed to perceive. Please God, He may enable thee to inhale the sweet fragrance of His Day, to partake of the limitless effusions of His grace, to quaff thy fill, through His gracious favor, from the most great Ocean that surgeth in this Day in the name of the Ancient King, and to remain firm and immovable as the mountain in His Cause.</p>\n<p>Say: Glory be to Thee Who hast caused all the holy Ones to confess their helplessness before the manifold revelations of Thy might, and every Prophet to acknowledge His nothingness at the effulgence of Thine abiding glory. I beseech Thee, by Thy name that hath unlocked the gates of Heaven and filled with ecstasy the Concourse on high, to enable me to serve Thee, in this Day, and to strengthen me to observe that which Thou didst prescribe in Thy Book. Thou knowest, O my Lord, what is in me; but I know not what is in Thee. Thou art the All-Knowing, the All-Informed.</p>","Text2":"<p>Betrachte die früheren Geschlechter und bezeuge: Wann immer die Sonne göttlicher Großmut das Licht Seiner Offenbarung über die Welt ergoß, standen die Zeitgenossen gegen Ihn auf und wiesen Seine Wahrheit zurück. Die als Führer der Menschen gal­ten, versuchten unentwegt, ihr Gefolge davon abzuhalten, sich Ihm, dem Meer der grenzenlosen Güte Gottes, zuzu­wenden.</p>\n<p>Sieh, wie das Volk Abraham, den Freund Gottes, auf das Urteil hin, das die Geistlichen Seiner Zeit fällten, ins Feuer warf, wie es Mose, der mit dem Allmächtigen Zwiesprache hielt, als Lügner und Verleumder anklagte. Bedenke, wie Jesus, der Geist Gottes, trotz Seiner äußersten Sanftmut und vollkommenen Herzensgüte von Seinen Feinden behandelt wurde. So heftig war der Widerstand, dem sich Er, das Wesen des Seins, der Herr des Sichtbaren und des Unsichtbaren, gegenübersah, daß Er nirgends Sein Haupt niederlegen konnte. Unentwegt wanderte Er ohne feste Bleibe von Ort zu Ort. Überlege, was Muhammad, dem Siegel der Propheten, widerfuhr – möge das Leben aller anderen ein Opfer für Ihn sein! Wie schwer waren die Heimsuchungen, welche die Führer des jüdischen Volkes und der Götzendiener um Seiner Verkündigung der Einheit Gottes und um der Wahrheit Seiner Botschaft willen Ihm, dem höchsten Herrn aller, bereiteten! Bei der Gerechtigkeit Meiner Sache! Meine Feder stöhnt und alles Erschaffene weint bittere Tränen über das Leid, das Er aus den Händen derer erlitt, die den Bund Gottes gebrochen, Sein Testa­ment verletzt, Seine Beweise verworfen und Seine Zeichen bezweifelt haben. So berichten Wir dir vom Geschehen ver­gangener Tage; vielleicht kannst du es verstehen.</p>\n<p>Du weißt, wie schmerzlich die Propheten Gottes, Seine Boten und Auserwählten, heimgesucht wurden. Denke ein wenig über die Motive und Gründe nach, die zu einer solchen Verfolgung führten. Zu keiner Zeit und in keiner Sendung blieben die Propheten Gottes von der Lästerung ihrer Feinde verschont, von der Grausamkeit ihrer Unterdrükker, von der Anklage durch die Gelehrten ihrer Zeit, die in der Maske der Aufrichtigkeit und Frömmigkeit auftraten. Tag und Nacht erlitten sie solche Qualen, wie niemand sie ermessen kann, außer dem Wissen des einen, wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit!</p>\n<p>Sieh diesen Unterdrückten! Die klarsten Beweise bezeugen die Wahrheit Seiner Sache; die Prophezeiungen, die Er in unmißverständlicher Sprache verkündet hat, sind erfüllt. Obwohl Er nicht zu den Gelehrten gezählt wird, obwohl ungeschult und unerfahren in den unter Geistlichen üblichen Disputationen, hat Er die Schauer Seines mannigfaltigen, von Gott eingegebenen Wissens auf die Menschen verströmt. Doch siehe, wie dieses Ge­schlecht Seine Autorität verworfen und sich gegen Ihn empört hat! Während der längsten Zeit Seines Lebens wurde Er in den Krallen Seiner Feinde schmerzlich geprüft mit Leiden, die ihren Höhepunkt nun in diesem qualvollen Ge­fängnis erreicht haben, in das Ihn Seine Unterdrücker ohne jedes Recht geworfen haben. Gebe Gott, daß du mit durchdringendem Blick und strahlendem Herzen die Dinge wahrnimmst, die geschehen sind und sich noch ereignen, daß du sie im Herzen überdenkst und erkennst, was die meisten Menschen an diesem Tage wahrzunehmen ver­säumt haben. So Gott will, wird Er dich befähigen, den süßen Duft Seines Tages einzuatmen, teilzuhaben an den grenzenlosen Ausgießungen Seiner Gnade, dich durch Seine gütige Gunst satt zu trinken aus dem größten Meere, das an diesem Tage im Namen des Altehrwürdigen Königs wogt, und so fest und unerschütterlich wie ein Fels in Seiner Sache zu bleiben.</p>\n<p>Sprich: Ruhm sei Dir, der Du alle Heiligen ihre Hilflosigkeit vor den mannigfaltigen Offenbarungen Deiner Macht bekennen und jeden Propheten seine Nichtigkeit vor dem Strahlenglanz Deiner bleibenden Herrlichkeit gestehen ließest! Ich flehe Dich an bei Deinem Namen, der die Tore des Himmels aufgeschlossen und die Scharen der Höhe mit Entzücken erfüllt hat, befähige mich, Dir an diesem Tage zu dienen, und gib mir Kraft, das zu halten, was Du in Deinem Buche bestimmt hast. Du weißt, o mein Herr, was in mir ist, ich aber weiß nicht, was in Dir ist. Du bist der Allwissende, der alles Kennende.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":24,"Roman":"XXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Beware, O believers in the Unity of God, lest ye be tempted to make any distinction between any of the Manifestations of His Cause, or to discriminate against the signs that have accompanied and proclaimed their Revelation. This indeed is the true meaning of Divine Unity, if ye be of them that apprehend and believe this truth. Be ye assured, moreover, that the works and acts of each and every one of these Manifestations of God, nay whatever pertaineth unto them, and whatsoever they may manifest in the future, are all ordained by God, and are a reflection of His Will and Purpose. Whoso maketh the slightest possible difference between their persons, their words, their messages, their acts and manners, hath indeed disbelieved in God, hath repudiated His signs, and betrayed the Cause of His Messengers.</p>","Text2":"<p>Hütet euch, o ihr, die ihr an die Einheit Gottes glaubt, daß ihr nicht versucht werdet, Unterschiede zwischen den Manifestationen Seiner Sache zu machen oder die Zeichen herabzusetzen, die mit ihrer Offenbarung einhergingen und diese verkündet haben. Dies ist fürwahr die wahre Bedeutung göttlicher Einheit, gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit verstehen und an sie glauben! Seid überdies versichert, daß die Werke und das Handeln aller Manifestationen Gottes, ja alles, was immer sie betrifft und was sie in der Zukunft verkünden mögen, von Gott bestimmt und eine Widerspiegelung Seines Willens und Seiner Absicht sind. Wer immer den geringsten Unterschied macht zwischen ihren Personen, ihren Worten, ihren Botschaften, ihren Werken und ihrer Lebensweise, hat wahrlich nicht an Gott geglaubt, hat Seine Zeichen zurückgewiesen und die Sache Seiner Boten verraten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":25,"Roman":"XXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>It is evident that every age in which a Manifestation of God hath lived is divinely ordained, and may, in a sense, be characterized as God’s appointed Day. This Day, however, is unique, and is to be distinguished from those that have preceded it. The designation “Seal of the Prophets” fully revealeth its high station. The Prophetic Cycle hath, verily, ended. The Eternal Truth is now come. He hath lifted up the Ensign of Power, and is now shedding upon the world the unclouded splendor of His Revelation.</p>","Text2":"<p>Es ist klar, daß jedes Zeitalter, in dem eine Manifestation Gottes gelebt hat, von Gott bestimmt ist und in gewissem Sinne als Gottes festgesetzter Tag bezeichnet werden kann. Dieser Tag ist jedoch einzigartig und muß von den vorangegangenen unterschieden werden. Die Bezeichnung »Siegel der Propheten«1 enthüllt klar seine hohe Stufe. Der prophetische Zyklus ist wahrlich beendet. Nun ist Er, die Ewige Wahr­heit, gekommen. Er hat das Banner der Macht aufgerichtet und verströmt den ungetrübten Glanz Seiner Offenbarung über die Welt.</p>\n<p>[1. Qur’án 33:41]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":26,"Roman":"XXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Praise be to God, the All-Possessing, the King of incomparable glory, a praise which is immeasurably above the understanding of all created things, and is exalted beyond the grasp of the minds of men. None else besides Him hath ever been able to sing adequately His praise, nor will any man succeed at any time in describing the full measure of His glory. Who is it that can claim to have attained the heights of His exalted Essence, and what mind can measure the depths of His unfathomable mystery? From each and every revelation emanating from the Source of His glory, holy and never-ending evidences of unimaginable splendor have appeared, and out of every manifestation of His invincible power oceans of eternal light have poured. How immensely exalted are the wondrous testimonies of His almighty sovereignty, a glimmer of which, if it but touched them, would utterly consume all that are in the heavens and in the earth! How indescribably lofty are the tokens of His consummate power, a single sign of which, however inconsiderable, must transcend the comprehension of whatsoever hath, from the beginning that hath no beginning, been brought into being, or will be created in the future till the end that hath no end. All the Embodiments of His Names wander in the wilderness of search, athirst and eager to discover His Essence, and all the Manifestations of His Attributes implore Him, from the Sinai of Holiness, to unravel His mystery.</p>\n<p>A drop of the billowing ocean of His endless mercy hath adorned all creation with the ornament of existence, and a breath wafted from His peerless Paradise hath invested all beings with the robe of His sanctity and glory. A sprinkling from the unfathomed deep of His sovereign and all-pervasive Will hath, out of utter nothingness, called into being a creation which is infinite in its range and deathless in its duration. The wonders of His bounty can never cease, and the stream of His merciful grace can never be arrested. The process of His creation hath had no beginning, and can have no end.</p>\n<p>In every age and cycle He hath, through the splendorous light shed by the Manifestations of His wondrous Essence, recreated all things, so that whatsoever reflecteth in the heavens and on the earth the signs of His glory may not be deprived of the outpourings of His mercy, nor despair of the showers of His favors. How all-encompassing are the wonders of His boundless grace! Behold how they have pervaded the whole of creation. Such is their virtue that not a single atom in the entire universe can be found which doth not declare the evidences of His might, which doth not glorify His holy Name, or is not expressive of the effulgent light of His unity. So perfect and comprehensive is His creation that no mind nor heart, however keen or pure, can ever grasp the nature of the most insignificant of His creatures; much less fathom the mystery of Him Who is the Daystar of Truth, Who is the invisible and unknowable Essence. The conceptions of the devoutest of mystics, the attainments of the most accomplished amongst men, the highest praise which human tongue or pen can render are all the product of man’s finite mind and are conditioned by its limitations. Ten thousand Prophets, each a Moses, are thunderstruck upon the Sinai of their search at His forbidding voice, “Thou shalt never behold Me!”; whilst a myriad Messengers, each as great as Jesus, stand dismayed upon their heavenly thrones by the interdiction, “Mine Essence thou shalt never apprehend!” From time immemorial He hath been veiled in the ineffable sanctity of His exalted Self, and will everlastingly continue to be wrapt in the impenetrable mystery of His unknowable Essence. Every attempt to attain to an understanding of His inaccessible Reality hath ended in complete bewilderment, and every effort to approach His exalted Self and envisage His Essence hath resulted in hopelessness and failure.</p>\n<p>How bewildering to me, insignificant as I am, is the attempt to fathom the sacred depths of Thy knowledge! How futile my efforts to visualize the magnitude of the power inherent in Thine handiwork—the revelation of Thy creative power! How can mine eye, which hath no faculty to perceive itself, claim to have discerned Thine Essence, and how can mine heart, already powerless to apprehend the significance of its own potentialities, pretend to have comprehended Thy nature? How can I claim to have known Thee, when the entire creation is bewildered by Thy mystery, and how can I confess not to have known Thee, when, lo, the whole universe proclaimeth Thy Presence and testifieth to Thy truth? The portals of Thy grace have throughout eternity been open, and the means of access unto Thy Presence made available, unto all created things, and the revelations of Thy matchless Beauty have at all times been imprinted upon the realities of all beings, visible and invisible. Yet, notwithstanding this most gracious favor, this perfect and consummate bestowal, I am moved to testify that Thy court of holiness and glory is immeasurably exalted above the knowledge of all else besides Thee, and the mystery of Thy Presence is inscrutable to every mind except Thine own. No one except Thyself can unravel the secret of Thy nature, and naught else but Thy transcendental Essence can grasp the reality of Thy unsearchable being. How vast the number of those heavenly and all-glorious beings who, in the wilderness of their separation from Thee, have wandered all the days of their lives, and failed in the end to find Thee! How great the multitude of the sanctified and immortal souls who were lost and bewildered while seeking in the desert of search to behold Thy face! Myriad are Thine ardent lovers whom the consuming flame of remoteness from Thee hath caused to sink and perish, and numberless are the faithful souls who have willingly laid down their lives in the hope of gazing on the light of Thy countenance. The sighs and moans of these longing hearts that pant after Thee can never reach Thy holy court, neither can the lamentations of the wayfarers that thirst to appear before Thy face attain Thy seat of glory.</p>","Text2":"<p>Lobpreis sei Gott, dem Allbesitzenden, dem König unvergleichlicher Herrlichkeit, ein Lobpreis, der unermeßlich hoch über dem Begreifen alles Erschaffenen steht, und der erhaben ist über die Fassungskraft des menschlichen Verstandes. Niemand außer Ihm war jemals fähig, Seinen Lobpreis angemessen zu singen, noch wird es jemals einem Menschen gelingen, das volle Maß Seiner Herrlichkeit zu beschreiben. Wer kann behaupten, die Höhen Seines erhabenen Wesens erreicht zu haben, und welcher Verstand kann die Tiefen Seines unergründlichen Geheimnisses ermessen? Aus jeder Verkündigung, die dem Quell Seiner Herrlichkeit entsprang, erschienen heilige, nie endende Beweise unvorstellbaren Strahlenglanzes, und jeder Offenbarung Seiner unbesiegbaren Macht entströmten Meere ewigen Lichtes. Wie unermeßlich erhaben sind die wundersamen Zeugnisse Seiner allmächtigen Herrschaft; ein Schimmer davon, wenn er sie auch nur berührte, würde alle in den Himmeln und auf Er­den völlig verzehren! Wie unbeschreiblich erhaben sind die Beweise Seiner vollendeten Macht! Ein einziges Zeichen davon, wie unbedeutend es auch sein mag, muß die Fas­sungskraft all dessen übersteigen, was von Anfang an, der keinen Anfang hat, ins Dasein gerufen wurde oder in der Zukunft bis zum Ende, das kein Ende hat, erschaffen wer­den wird. Alle Verkörperungen Seiner Namen irren durch die Wildnis des Suchens, durstig und begierig, Sein Wesen zu entdecken, und alle Offenbarer Seiner Eigenschaften flehten Ihn vom Sinai der Heiligkeit aus an, Sein Geheimnis zu enthüllen.</p>\n<p>Ein Tropfen aus dem wogenden Meere Seiner endlosen Gnade hat die ganze Schöpfung mit der Zierde des Daseins geschmückt, und ein Lufthauch aus Seinem unvergleichlichen Paradiese hat alles Sein mit dem Gewande Seiner Heiligkeit und Herrlichkeit bekleidet. Ein Funke aus der unergründlichen Tiefe Seines unumschränkten, alldurchdringenden Willens hat aus völligem Nichts eine Schöpfung ins Dasein gerufen, unendlich in ihrer Ausdehnung und unvergänglich in ihrer Dauer. Die Wunder Seiner Großmut können niemals enden, und der Strom Seiner barmherzigen Gnade kann niemals aufgehalten werden. Sein Schöpfungsakt hatte keinen Anfang und kann kein Ende haben.</p>\n<p>In jedem Zeitalter und Zyklus hat Er durch das strahlende Licht, das die Manifestationen Seines wundersamen Wesens verbreiten, alle Dinge neu geschaffen, damit nichts, was in den Himmeln und auf Erden die Zeichen Seiner Herrlichkeit widerspiegelt, der Ströme Seiner Barmherzig­keit beraubt sei, noch ohne Hoffnung auf die Schauer Seiner Gunst bleibe. Wie allumfassend sind die Wunder Seiner grenzenlosen Huld! Sieh, wie sie die ganze Schöpfung durchdringen. So stark ist ihre Wirkkraft, daß kein einziges Atom im ganzen Weltall zu finden ist, das nicht die Beweise Seiner Macht bekundet, Seinen heiligen Namen verherrlicht und Ausdruck des strahlenden Lichtes Seiner Einheit ist. So vollkommen und umfassend ist Seine Schöpfung, daß kein Verstand, so scharf er auch sei, und kein Herz, wie rein auch immer, das unbedeutendste Seiner Geschöpfe in seinem Wesen jemals erfassen, wieviel weniger das Geheimnis dessen ergründen können, der die Sonne der Wahrheit, das unsichtbare, unerkennbare Wesen ist. Die Vorstellungen der frömmsten Mystiker, die Bildung der Geistesfürsten unter den Menschen, das höchste Lob, das des Menschen Zunge oder Feder ausdrücken können, sind alle die Frucht des begrenzten menschlichen Verstandes und durch dessen Beschränkungen bedingt. Zehntausend Propheten, jeder ein Moses, sind auf dem Sinai ihres Suchens wie vom Donner gerührt durch Seine verbietende Stimme: »Du sollst Mich niemals schauen!«, während eine Myriade Sendboten, jeder so groß wie Jesus, bestürzt vor ihren himmlischen Thronen stehen bei dem Verbot: »Mein Wesen sollst du niemals begreifen!« Seit unvordenklichen Zeiten ist Er in der unaussprechlichen Heiligkeit Seines erhabenen Selbstes verschleiert gewesen, und ewig wird Er in dem undurchdringlichen Geheimnis Seines unerkennbaren Wesens verhüllt sein. Jeder Versuch, zu einem Verständnis Seiner unerreichbaren Wirklichkeit zu gelangen, endet in vollkommener Verwirrung, und jedes Bemühen, Seinem erhabenen Selbst zu nahen und Sein Wesen zu schauen, führt zu Hoffnungslosigkeit und Fehlschlag.</p>\n<p>Wie verwirrend ist für mich, bedeutungslos wie ich bin, der Versuch, die geheiligten Tiefen Deines Wissens auszuloten! Wie vergeblich ist mein Bemühen, mir das Ausmaß der Macht vorzustellen, die Deinem Werke, der Offenbarung Deiner schöpferischen Kraft, innewohnt! Wie kann mein Auge, das nicht die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu sehen, beanspruchen, Dein Wesen erkannt zu haben, und wie kann mein Herz, machtlos, die Bedeutung seiner eigenen Möglichkeiten zu erfassen, sich anmaßen, Deine Natur begriffen zu haben? Wie kann ich behaupten, Dich erkannt zu haben, wenn die ganze Schöpfung durch Dein Geheim­nis verwirrt ist, und wie kann ich zugeben, Dich nicht erkannt zu haben, wenn das ganze Weltall Deine Gegenwart verkündet und Deine Wahrheit bezeugt? Die Tore Deiner Gnade waren seit aller Ewigkeit geöffnet, der Weg zu Dei­ner Gegenwart war allem Erschaffenen immer offen, und die Offenbarungen Deiner unvergleichlichen Schönheit sind zu allen Zeiten den Wirklichkeiten aller Wesen, der sichtbaren wie der unsichtbaren, aufgeprägt. Doch ungeachtet dieser gnädigsten Gunst, dieser vollkommenen, voll­endeten Gabe, drängt es mich zu bezeugen, daß Dein Hof der Heiligkeit und Herrlichkeit unermeßlich erhaben ist über das Wissen aller außer Dir selbst, und daß das Ge­heimnis Deiner Gegenwart jedem Verstand außer dem Dei­nen unergründlich ist. Niemand außer Dir kann das Geheimnis Deines Wesens enthüllen, und nichts außer Dei­ner alles überragenden Wesenheit kann die Wirklichkeit Deines unerforschlichen Seins begreifen. Wie groß ist die Zahl jener himmlischen, allherrlichen Wesen, die in der Wildnis ihrer Trennung von Dir alle Tage ihres Lebens um­herwanderten und am Ende verfehlten, Dich zu finden!</p>\n<p>Wie groß ist die Menge der geheiligten, unsterblichen See­len, die verloren und verwirrt waren, als sie in der Wüste des Forschens Dein Antlitz zu erblicken suchten! Zu Myriaden zählen, die Dich glühend lieben, die in der verzehrenden Flamme des Fernseins von Dir dahinsinken und vergehen, und zahllos sind die gläubigen Seelen, die willig ihr Leben hingaben in der Hoffnung, das Licht Deines Antlitzes zu schauen. Die Seufzer und Klagen dieser sehnenden Herzen, die nach Dir lechzen, können Deinen heiligen Hof niemals erreichen, noch kann der Jammer der Wanderer, die danach dürsten, vor Dein Antlitz zu treten, zu Deinem Sitze der Herrlichkeit gelangen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":27,"Roman":"XXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>All praise to the unity of God, and all honor to Him, the sovereign Lord, the incomparable and all-glorious Ruler of the universe, Who, out of utter nothingness, hath created the reality of all things, Who, from naught, hath brought into being the most refined and subtle elements of His creation, and Who, rescuing His creatures from the abasement of remoteness and the perils of ultimate extinction, hath received them into His kingdom of incorruptible glory. Nothing short of His all-encompassing grace, His all-pervading mercy, could have possibly achieved it. How could it, otherwise, have been possible for sheer nothingness to have acquired by itself the worthiness and capacity to emerge from its state of nonexistence into the realm of being?</p>\n<p>Having created the world and all that liveth and moveth therein, He, through the direct operation of His unconstrained and sovereign Will, chose to confer upon man the unique distinction and capacity to know Him and to love Him—a capacity that must needs be regarded as the generating impulse and the primary purpose underlying the whole of creation.… Upon the inmost reality of each and every created thing He hath shed the light of one of His names, and made it a recipient of the glory of one of His attributes. Upon the reality of man, however, He hath focused the radiance of all of His names and attributes, and made it a mirror of His own Self. Alone of all created things man hath been singled out for so great a favor, so enduring a bounty.</p>\n<p>These energies with which the Daystar of Divine bounty and Source of heavenly guidance hath endowed the reality of man lie, however, latent within him, even as the flame is hidden within the candle and the rays of light are potentially present in the lamp. The radiance of these energies may be obscured by worldly desires even as the light of the sun can be concealed beneath the dust and dross which cover the mirror. Neither the candle nor the lamp can be lighted through their own unaided efforts, nor can it ever be possible for the mirror to free itself from its dross. It is clear and evident that until a fire is kindled the lamp will never be ignited, and unless the dross is blotted out from the face of the mirror it can never represent the image of the sun nor reflect its light and glory.</p>\n<p>And since there can be no tie of direct intercourse to bind the one true God with His creation, and no resemblance whatever can exist between the transient and the Eternal, the contingent and the Absolute, He hath ordained that in every age and dispensation a pure and stainless Soul be made manifest in the kingdoms of earth and heaven. Unto this subtle, this mysterious and ethereal Being He hath assigned a twofold nature; the physical, pertaining to the world of matter, and the spiritual, which is born of the substance of God Himself. He hath, moreover, conferred upon Him a double station. The first station, which is related to His innermost reality, representeth Him as One Whose voice is the voice of God Himself. To this testifieth the tradition: “Manifold and mysterious is My relationship with God. I am He, Himself, and He is I, Myself, except that I am that I am, and He is that He is.” And in like manner, the words: “Arise, O Muhammad, for lo, the Lover and the Beloved are joined together and made one in Thee.” He similarly saith: “There is no distinction whatsoever between Thee and Them, except that They are Thy Servants.” The second station is the human station, exemplified by the following verses: “I am but a man like you.” “Say, praise be to my Lord! Am I more than a man, an apostle?” These Essences of Detachment, these resplendent Realities are the channels of God’s all-pervasive grace. Led by the light of unfailing guidance, and invested with supreme sovereignty, They are commissioned to use the inspiration of Their words, the effusions of Their infallible grace and the sanctifying breeze of Their Revelation for the cleansing of every longing heart and receptive spirit from the dross and dust of earthly cares and limitations. Then, and only then, will the Trust of God, latent in the reality of man, emerge, as resplendent as the rising Orb of Divine Revelation, from behind the veil of concealment, and implant the ensign of its revealed glory upon the summits of men’s hearts.</p>\n<p>From the foregoing passages and allusions it hath been made indubitably clear that in the kingdoms of earth and heaven there must needs be manifested a Being, an Essence Who shall act as a Manifestation and Vehicle for the transmission of the grace of the Divinity Itself, the Sovereign Lord of all. Through the Teachings of this Daystar of Truth every man will advance and develop until he attaineth the station at which he can manifest all the potential forces with which his inmost true self hath been endowed. It is for this very purpose that in every age and dispensation the Prophets of God and His chosen Ones have appeared amongst men, and have evinced such power as is born of God and such might as only the Eternal can reveal.</p>\n<p>Can one of sane mind ever seriously imagine that, in view of certain words the meaning of which he cannot comprehend, the portal of God’s infinite guidance can ever be closed in the face of men? Can he ever conceive for these Divine Luminaries, these resplendent Lights either a beginning or an end? What outpouring flood can compare with the stream of His all-embracing grace, and what blessing can excel the evidences of so great and pervasive a mercy? There can be no doubt whatever that if for one moment the tide of His mercy and grace were to be withheld from the world, it would completely perish. For this reason, from the beginning that hath no beginning the portals of Divine mercy have been flung open to the face of all created things, and the clouds of Truth will continue to the end that hath no end to rain on the soil of human capacity, reality and personality their favors and bounties. Such hath been God’s method continued from everlasting to everlasting.</p>","Text2":"<p>Aller Preis sei der Einheit Gottes, und alle Ehre sei Ihm, dem höchsten Herrn, dem unvergleich­lichen, allherrlichen Herrscher des Weltalls, der aus völligem Nichtsein die Wirklichkeit aller Dinge erschuf, der aus dem Nichts die lautersten, feinsten Elemente Seiner Schöpfung ins Dasein rief, der Seine Geschöpfe vor der Er­niedrigung des Fernseins und den Gefahren endgültigen Ausgelöschtseins errettet und sie in Sein Reich unzerstörba­rer Herrlichkeit aufgenommen hat. Nichts außer Seiner all­umfassenden Gnade und Seiner alldurchdringenden Barmherzigkeit hätte dies jemals vollbringen können. Wie sonst hätte es schierem Nichts gelingen können, aus sich selbst heraus Wert und Fähigkeit zu erlangen, um aus dem Zustand des Nichtseins in das Reich des Seins zu treten?</p>\n<p>Nachdem Er die Welt und alles, was darin lebt und webt, erschaffen hatte, wünschte Er durch das unmittelbare Wirken Seines unumschränkten, höchsten Willens, dem Menschen die einzigartige Auszeichnung und Fähigkeit zu verleihen, Ihn zu erkennen und zu lieben – eine Fähigkeit, die man als den der gesamten Schöpfung zugrunde liegen­den schöpferischen Antrieb und Hauptzweck ansehen muß... Auf die innerste Wirklichkeit jedes erschaffenen Dings hat Er das Licht eines Seiner Namen ergossen; jedes hat Er zum Empfänger der Herrlichkeit einer Seiner Eigenschaften gemacht. Die Wirklichkeit des Menschen jedoch hat Er zum Brennpunkt für das Strahlen aller Seiner Namen und Attribute und zum Spiegel Seines eigenen Selbstes erkoren. Von allem Erschaffenen ist allein der Mensch zu einer so großen Gunst, einer so dauerhaften Gabe auserwählt.</p>\n<p>Diese Kräfte, welche die Sonne göttlicher Großmut, die Quelle himmlischer Führung der Wirklichkeit des Menschen verliehen hat, sind jedoch latent in ihm, gleich wie die Flamme in der Kerze verborgen und das Licht potentiell in der Lampe ist. Der Glanz dieser Kräfte kann durch weltliche Wünsche verdunkelt werden, wie das Licht der Sonne unter dem Staub und Schmutz, die den Spiegel bedecken, verborgen bleiben kann. Weder die Kerze noch die Lampe können durch eigenes Streben und ohne Hilfe entzündet werden, noch ist es dem Spiegel jemals möglich, sich selbst von seinem Schmutze zu befreien. Es bedarf keines Beweises, daß die Lampe niemals brennen wird, ehe ein Feuer in ihr entzündet ist, und der Spiegel niemals das Bild der Sonne wiedergeben noch ihr Licht und ihren Glanz widerspiegeln kann, ehe nicht der Schmutz von seiner Oberfläche entfernt ist.</p>\n<p>Und da es kein Band unmittelbaren Verkehrs geben kann, das den einen wahren Gott an Seine Schöpfung bindet, da keinerlei Ähnlichkeit zwischen dem Vergänglichen und dem Ewigen, dem Bedingten und dem Absoluten bestehen kann, hat Er bestimmt, daß in jedem Zeitalter und in jeder Sendung eine reine, unbefleckte Seele in den Reichen von Erde und Himmel offenbar werde. Diesem feinen, geheimnisvollen, himmlischen Wesen gab Er zweifache Natur: die körperliche, die der Welt des Stoffes angehört, und die geistige, die aus Gottes eigener Substanz geboren ist. Er hat Ihm ferner eine doppelte Stufe verliehen. Die erste Stufe, die sich auf Seine innerste Wirklichkeit bezieht, verkörpert Ihn als den, dessen Stimme die Stimme Gottes selbst ist. Dafür zeugt die Überlieferung: »Mannig­fach und geheimnisvoll ist Meine Verbindung mit Gott. Ich bin Er, und Er ist Ich, außer daß Ich bin, der Ich bin, und Er ist, der Er ist.« Und ebenso die Worte: »Erhebe dich, o Muhammad, denn siehe, der Liebende und der Geliebte sind miteinander vereint und eins geworden in Dir.« Und ähnlich spricht Er: »Es ist kein Unterschied zwischen Dir und Ihnen, außer daß Sie Deine Diener sind.«1 Die zweite Stufe ist die menschliche Stufe, erläutert durch die Verse: »Ich bin nur ein Mensch wie ihr.«2 »Sprich: Preis sei meinem Herrn! Bin ich mehr als ein Mensch, ein Apostel?«3 Diese Wesen der Loslösung, diese strahlenden Wirklichkeiten sind die Kanäle der alldurchdringenden Gnade Gottes. Vom Lichte unfehlbarer Führung geleitet, ausgestattet mit höchster Souveränität, haben Sie den Auftrag, sich des belebenden Einflusses Ihres Wortes, der Ausgießungen Ihrer unfehlbaren Gnade, des heiligenden Hauches Ihrer Offenbarung zu bedienen, um ein jedes sich sehnende Herz, jeden empfänglichen Geist vom Schmutz und Staub irdischer Sorgen und Beschränkungen zu reinigen. Dann und nur dann wird das von Gott anvertraute Pfand, das in der Wirklichkeit des Menschen ruht, strahlend wie das aufsteigende Gestirn göttlicher Offenbarung aus dem Schleier der Verborgenheit hervortreten und das Banner seiner offenbaren Herrlichkeit hoch auf den Gipfeln der Menschenherzen aufrichten.</p>\n<p>[1.Aus dem »Gebet für den Monat Rajab«, offenbart durch den »Huj-ja« (der 12. verborgene Imám) und den Gläubigen über­mittelt durch »das Zweite Tor« ‘Abú-Ja’far Muhammad Ibn ‘Uthmán; siehe Erläuterungen zu »Überlieferung«]</p>\n<p>[2.vgl. Qur’án 18:111]</p>\n<p>[3.Qur’án 17:94]</p>\n<p>Aus den vorhergehenden Abschnitten und Hinweisen ist zweifellos klar geworden, daß in den Reichen von Erde und Himmel notwendigerweise ein Lebewesen offenbart werden muß, das als Manifestation und Träger für die Übermittlung der Gnade der Gottheit selbst, des höchsten Herrn alles Erschaffenen, wirken soll. Durch die Lehren dieser Sonne der Wahrheit wird jeder Mensch fortschreiten und sich entwickeln, bis er die Stufe erreicht, auf der er alle in ihm verborgenen Kräfte offenbaren kann, mit denen sein innerstes, wahres Selbst begabt worden ist. Zu eben diesem Zweck sind in jedem Zeitalter und in jeder Sendung die Propheten Gottes und Seine Auserwählten unter den Men­schen erschienen und haben eine Kraft gezeigt, wie sie von Gott geboren ist, und eine Macht, wie sie nur der Ewige offenbaren kann.</p>\n<p>Kann ein Mensch mit gesundem Verstande sich ernstlich vorstellen, daß in Anbetracht gewisser Worte, deren Sinn er nicht begreifen kann, das Tor der unendlichen Führung Gottes jemals vor den Menschen verschlossen sein könnte? Kann er sich für diese göttlichen Leuchten, diese strahlenden Lichter, einen Anfang oder ein Ende ausdenken? Welche Wasserflut läßt sich mit dem Strom Seiner all­umfassenden Gnade vergleichen, welche Wohltat kann die Beweise einer so großen, durchdringenden Barmherzigkeit übertreffen? Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß die Welt, würde ihr einen Augenblick lang die Flut Seiner Barm­herzigkeit und Gnade entzogen, völlig zugrunde ginge. Aus diesem Grunde waren die Tore göttlicher Barmherzigkeit vom Anfang an, der keinen Anfang hat, für alles Erschaffene weit geöffnet, und die Wolken der Wahrheit werden ihre Gunstbeweise und Gaben weiterhin bis zum Ende, das kein Ende hat, auf den Boden menschlicher Fähigkeit, Wirklichkeit und Persönlichkeit herabregnen. Solches ist Gottes Weise von Ewigkeit zu Ewigkeit.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":28,"Roman":"XXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Happy is the man who will arise to serve My Cause, and glorify My beauteous Name. Take hold of My Book with the power of My might, and cleave tenaciously to whatsoever commandment thy Lord, the Ordainer, the All-Wise, hath prescribed therein. Behold, O Muhammad, how the sayings and doings of the followers of Shí‘ih Islám have dulled the joy and fervor of its early days, and tarnished the pristine brilliancy of its light. In its primitive days, whilst they still adhered to the precepts associated with the name of their Prophet, the Lord of mankind, their career was marked by an unbroken chain of victories and triumphs. As they gradually strayed from the path of their Ideal Leader and Master, as they turned away from the Light of God and corrupted the principle of His Divine unity, and as they increasingly centered their attention upon them who were only the revealers of the potency of His Word, their power was turned into weakness, their glory into shame, their courage into fear. Thou dost witness to what a pass they have come. Behold, how they have joined partners with Him Who is the Focal-Point of Divine unity. Behold how their evil doings have hindered them from recognizing, in the Day of Resurrection, the Word of Truth, exalted be His glory. We cherish the hope that this people will henceforth shield themselves from vain hopes and idle fancies, and will attain to a true understanding of the meaning of Divine unity.</p>\n<p>The Person of the Manifestation hath ever been the representative and mouthpiece of God. He, in truth, is the Dayspring of God’s most excellent Titles, and the Dawning-Place of His exalted Attributes. If any be set up by His side as peers, if they be regarded as identical with His Person, how can it, then, be maintained that the Divine Being is One and Incomparable, that His Essence is indivisible and peerless? Meditate on that which We have, through the power of truth, revealed unto thee, and be thou of them that comprehend its meaning.</p>","Text2":"<p>Glücklich der Mensch, der sich erheben wird, Meiner Sache zu dienen und Meinen allherrlichen Namen zu preisen. Ergreife Mein Buch mit der Kraft Meiner Macht und halte dich beharrlich an jedes Gebot, das dein Herr, der Verordner, der Allweise, darin verzeichnet hat. Siehe, o Muhammad, wie die Reden und Taten der Anhänger des schiitischen Islám die Freude und Glut seiner frühen Tage gekühlt und die ursprüngliche Klarheit seines Lichtes getrübt haben. In seinen frühesten Tagen, als sie sich noch an die Vorschriften hielten, die mit dem Namen ihres Propheten, des Herrn der Menschheit, verknüpft waren, kennzeichnete eine ununterbrochene Kette von Siegen und Triumphen ihren Weg. Als sie allmählich vom Pfade ihres wahren Führers und Meisters ab­wichen, als sie sich vom Lichte Gottes abwandten und den Grundsatz Seiner göttlichen Einheit verfälschten, als sie ihre Aufmerksamkeit mehr und mehr auf diejenigen richteten, die nur Künder der Macht Seines Wortes waren, da kehrte sich ihre Kraft in Schwäche, ihr Ruhm in Schande, ihr Mut in Furcht. Du siehst, wohin sie geraten sind! Sieh, wie sie Ihm, dem Brennpunkt göttlicher Einheit, Gefährten zugesellten! Sieh, wie ihre üblen Taten sie daran hinderten, das Wort der Wahrheit – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – am Tage der Auferstehung anzuerkennen. Wir hegen die Hoffnung, daß dieses Volk sich künftig gegen leere Hoffnungen und eitlen Wahn schirmen und zum wahren Ver­ständnis der Bedeutung göttlicher Einheit gelangen wird.</p>\n<p>Die Person der Manifestation war immer der Vertreter und das Sprachrohr Gottes. Er ist in Wahrheit der Tagesanbruch für Gottes trefflichste Namen, der Aufgangsort für Seine erhabenen Eigenschaften. Wollte man Ihm Ge­fährten zugesellen, wollte man diese als identisch mit Sei­ner Person betrachten, wie könnte man dann behaupten, das göttliche Sein sei eins und unvergleichlich, Sein Wesen sei unteilbar und einzig? Denke nach über das, was Wir dir durch die Macht der Wahrheit offenbart haben, und gehöre zu denen, die dessen Bedeutung verstehen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":29,"Roman":"XXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The purpose of God in creating man hath been, and will ever be, to enable him to know his Creator and to attain His Presence. To this most excellent aim, this supreme objective, all the heavenly Books and the divinely revealed and weighty Scriptures unequivocally bear witness. Whoso hath recognized the Dayspring of Divine guidance and entered His holy court hath drawn nigh unto God and attained His Presence, a Presence which is the real Paradise, and of which the loftiest mansions of heaven are but a symbol. Such a man hath attained the knowledge of the station of Him Who is “at the distance of two bows,” Who standeth beyond the Sadratu’l-Muntahá. Whoso hath failed to recognize Him will have condemned himself to the misery of remoteness, a remoteness which is naught but utter nothingness and the essence of the nethermost fire. Such will be his fate, though to outward seeming he may occupy the earth’s loftiest seats and be established upon its most exalted throne.</p>\n<p>He Who is the Dayspring of Truth is, no doubt, fully capable of rescuing from such remoteness wayward souls and of causing them to draw nigh unto His court and attain His Presence. “If God had pleased He had surely made all men one people.” His purpose, however, is to enable the pure in spirit and the detached in heart to ascend, by virtue of their own innate powers, unto the shores of the Most Great Ocean, that thereby they who seek the Beauty of the All-Glorious may be distinguished and separated from the wayward and perverse. Thus hath it been ordained by the all-glorious and resplendent Pen.…</p>\n<p>That the Manifestations of Divine justice, the Daysprings of heavenly grace, have when they appeared amongst men always been destitute of all earthly dominion and shorn of the means of worldly ascendancy, should be attributed to this same principle of separation and distinction which animateth the Divine Purpose. Were the Eternal Essence to manifest all that is latent within Him, were He to shine in the plentitude of His glory, none would be found to question His power or repudiate His truth. Nay, all created things would be so dazzled and thunderstruck by the evidences of His light as to be reduced to utter nothingness. How, then, can the godly be differentiated under such circumstances from the froward?</p>\n<p>This principle hath operated in each of the previous Dispensations and been abundantly demonstrated.… It is for this reason that, in every age, when a new Manifestation hath appeared and a fresh revelation of God’s transcendent power was vouchsafed unto men, they that misbelieved in Him, deluded by the appearance of the peerless and everlasting Beauty in the garb of mortal men, have failed to recognize Him. They have erred from His path and eschewed His company—the company of Him Who is the Symbol of nearness to God. They have even arisen to decimate the ranks of the faithful and to exterminate such as believed in Him.</p>\n<p>Behold how in this Dispensation the worthless and foolish have fondly imagined that by such instruments as massacre, plunder and banishment they can extinguish the Lamp which the Hand of Divine power hath lit, or eclipse the Daystar of everlasting splendor. How utterly unaware they seem to be of the truth that such adversity is the oil that feedeth the flame of this Lamp! Such is God’s transforming power. He changeth whatsoever He willeth; He verily hath power over all things.…</p>\n<p>Consider at all times the sovereignty exercised by the Ideal King, and behold the evidences of His power and paramount influence. Sanctify your ears from the idle talk of them that are the symbols of denial and the exponents of violence and anger. The hour is approaching when ye will witness the power of the one true God triumphing over all created things and the signs of His sovereignty encompassing all creation. On that day ye will discover how all else besides Him will have been forgotten and come to be regarded as utter nothingness.</p>\n<p>It should, however, be borne in mind that God and His Manifestation can, under no circumstances, be dissociated from the loftiness and sublimity which They inherently possess. Nay, loftiness and sublimity are themselves the creations of His Word, if ye choose to see with My sight not with yours.</p>","Text2":"<p>Die Absicht Gottes bei der Erschaffung des Menschen war und wird immer sein, ihn zu befähigen, seinen Schöpfer zu erkennen und in Seine Gegenwart zu gelangen. Diesen höchsten Zweck, dieses erhabenste Ziel bezeugen alle himmlischen Bücher und die göttlich offenbarten, inhaltsschweren Schriften unzwei­deutig. Wer immer den Tagesanbruch göttlicher Führung anerkennt und Seinen heiligen Hof betritt, ist Gott nahegekommen und hat Seine Gegenwart erreicht, eine Gegenwart, die das wahre Paradies ist und für das die erhabensten Wohnstätten des Himmels nur ein Sinnbild sind. Ein solcher Mensch hat das Wissen um die Stufe des­sen erreicht, der sich »in der Entfernung zweier Bogenlängen«1 befindet und jenseits des Sadratu’l-Muntahá steht. Wer versäumt, Ihn zu erkennen, verdammt sich selbst zum Elend des Fernseins, das nichts ist als völliges Nichtsein, der Inbegriff des niedersten Feuers. Dies wird sein Schicksal sein, möge er auch dem äußeren Anschein nach die höchsten Stellen der Erde innehaben und ihren erhabensten Thron einnehmen.</p>\n<p>[1. vergl. Qur’án 53:10]</p>\n<p>Er, der Morgen der Wahrheit, ist ohne Zweifel durchaus imstande, eigensinnige Seelen aus dem Fernsein zu er retten und sie dahin zu bringen, sich Seinem Hofe zu nähern und in Seine Gegenwart zu gelangen. »Hätte es Gott gefallen, Er hätte sicherlich alle Menschen zu einem Volk gemacht.«1 Seine Absicht ist jedoch, die im Geiste Reinen und im Herzen Losgelösten zu befähigen, vermöge ihrer eigenen, angeborenen Kräfte zu den Küsten des Größten Meeres aufzusteigen, damit dadurch jene, die die Schönheit des Allherrlichen suchen, von den Eigensinnigen und Verderbten unterschieden und getrennt werden. So ist es von der allherrlichen, strahlenden Feder verordnet worden...</p>\n<p>[1. Qur’án 11:119]</p>\n<p>Daß die Manifestationen göttlicher Gerechtigkeit, die Tagesanbrüche himmlischer Gnade, wenn sie unter den Menschen erschienen, stets aller irdischen Gewalt bar und der Mittel weltlicher Herrschaft beraubt waren, ist diesem selben Prinzip der Trennung und Unterscheidung, das die göttliche Absicht belebt, zuzuschreiben. Würde das ewige Wesen alles offenbaren, was in Ihm verborgen ist, würde Er in der Fülle Seiner Herrlichkeit leuchten, dann gäbe es niemanden, der Seine Macht bezweifelte oder Seine Wahrheit verwürfe. Nein, alles Erschaffene wäre durch die Beweise Seines Lichtes so geblendet und wie vom Donner gerührt, daß es zu völligem Nichtsein absänke. Wie könnten unter solchen Umständen die Gottesfürchtigen von den Eigensinnigen unterschieden werden?</p>\n<p>Dieses Prinzip war in jeder der vergangenen Sendungen wirksam und ist zur Genüge bewiesen worden... Es ist der Grund dafür, daß in jedem Zeitalter, da eine neue Manife­station erschien und den Menschen eine neue Verkündi­gung der höchsten Macht Gottes gewährt wurde, jene, die nicht an Ihn glaubten, versäumt haben, Ihn zu erkennen, weil sie durch das Erscheinen der unvergleichlichen und</p>\n<p>ewigen Schönheit in der Gestalt eines sterblichen Men­schen irregeführt wurden. Sie sind von Seinem Pfade abge­irrt und haben den Umgang mit Ihm, dem Sinnbild der Nähe Gottes, gemieden, sie haben sich sogar erhoben, um die Reihen der Getreuen zu lichten und jene auszurotten, die an Ihn glaubten.</p>\n<p>Sieh, wie in dieser Sendung die Unwürdigen und Toren sich in ihrer Narrheit eingebildet haben, sie könnten durch Mittel wie Massenmord, Plünderung und Verbannung die Lampe löschen, die die Hand göttlicher Macht entzündet hat, oder die Sonne ewiger Herrlichkeit verdunkeln. Die Wahrheit, daß solche Trübsal das Öl ist, das die Flamme dieser Lampe nährt, scheinen sie nicht zu kennen. Dies ist Gottes umgestaltende Kraft. Er wandelt, was Er will. Wahrlich, Er hat Macht über alle Dinge...</p>\n<p>Bedenket stets die Herrschaft, die der wahre König ausübt, und erkennet die Beweise Seiner Macht und Seines überragenden Einflusses. Heiligt eure Ohren von dem eit­len Geschwätz derer, die die Sinnbilder des Leugnens, die Vertreter der Gewalt und des Zornes sind. Die Stunde naht, da ihr erleben werdet, wie die Macht des einen, wahren Gottes, die über alles Erschaffene siegt, und die Zeichen Seiner Herrschaft die ganze Schöpfung umfassen. An jenem Tage werdet ihr gewahr werden, wie alles außer Ihm vergessen und als völliges Nichts angesehen wird.</p>\n<p>Es sollte jedoch bedacht werden, daß Gott und Seine Manifestation unter keinen Umständen von der Hoheit und Erhabenheit, die Ihnen eigen ist, getrennt werden können. Nein, Hoheit und Erhabenheit sind vielmehr selber die Schöpfungen Seines Wortes, wenn ihr doch mit Meinen Augen sehen wolltet und nicht mit euren!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":30,"Roman":"XXX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>God witnesseth that there is no God but Him, the Gracious, the Best-Beloved. All grace and bounty are His. To whomsoever He will He giveth whatsoever is His wish. He, verily, is the All-Powerful, the Almighty, the Help in Peril, the Self-Subsisting. We, verily, believe in Him Who, in the person of the Báb, hath been sent down by the Will of the one true God, the King of Kings, the All-Praised. We, moreover, swear fealty to the One Who, in the time of Mustagháth, is destined to be made manifest, as well as to those Who shall come after Him till the end that hath no end. We recognize in the manifestation of each one of them, whether outwardly or inwardly, the manifestation of none but God Himself, if ye be of those that comprehend. Every one of them is a mirror of God, reflecting naught else but His Self, His Beauty, His Might and Glory, if ye will understand. All else besides them are to be regarded as mirrors capable of reflecting the glory of these Manifestations Who are themselves the Primary Mirrors of the Divine Being, if ye be not devoid of understanding. No one hath ever escaped them, neither are they to be hindered from achieving their purpose. These Mirrors will everlastingly succeed each other, and will continue to reflect the light of the Ancient of Days. They that reflect their glory will, in like manner, continue to exist forevermore, for the Grace of God can never cease from flowing. This is a truth that none can disprove.</p>","Text2":"<p>Gott bezeugt, daß es kein Gott ist außer Ihm, dem Gnadenvollen, dem Meistgeliebten. Alle Gnade und Großmut sind Sein! Wem immer Er will, gibt Er, was immer Er wünscht. Er, wahrlich, ist der Allgewaltige, der Allmächtige, der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende. Wir, wahrlich, glauben an Ihn, der durch den Willen des einen, wahren Gottes, des Königs der Könige, des Allgepriesenen, in der Person des Báb herabgesandt worden ist. Wir schwören ferner dem Treue, der bestimmt ist, in der Zeit von Mustagháth offenbart zu werden, und ebenso jenen, die nach Ihm kommen werden bis zum Ende, das kein Ende hat. Wir erkennen in der Offenbarung eines jeden von ihnen, ob äußerlich oder innerlich, die Manifestation keines anderen als Gottes selbst – gehörtet ihr doch zu denen, die es begreifen! Ein jeder von ihnen ist ein Spiegel Gottes, der nichts ausstrahlt als Sein Selbst, Seine Schönheit, Seine Macht und Herrlichkeit – so ihr doch ver­stündet! Alle anderen außer ihnen sind als Spiegel anzusehen, fähig, die Herrlichkeit dieser Manifestationen widerzuspiegeln, die ihrerseits die Urspiegel des göttlichen Seins sind – wenn ihr doch nicht ohne Verständnis wäret! Niemand ist ihnen je entgangen, noch können sie gehindert werden, ihre Absicht auszuführen. Diese Spiegel werden ewig aufeinander folgen und werden fortfahren, das Licht des Altehrwürdigen der Tage widerzuspiegeln. Die deren Herrlichkeit widerspiegeln, werden ebenso für immer fortbestehen, denn der Strom göttlicher Gnade kann nie versiegen. Dies ist eine Wahrheit, die niemand widerlegen kann.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":31,"Roman":"XXXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Contemplate with thine inward eye the chain of successive Revelations that hath linked the Manifestation of Adam with that of the Báb. I testify before God that each one of these Manifestations hath been sent down through the operation of the Divine Will and Purpose, that each hath been the bearer of a specific Message, that each hath been entrusted with a divinely revealed Book and been commissioned to unravel the mysteries of a mighty Tablet. The measure of the Revelation with which every one of them hath been identified had been definitely foreordained. This, verily, is a token of Our favor unto them, if ye be of those that comprehend this truth.… And when this process of progressive Revelation culminated in the stage at which His peerless, His most sacred, and exalted Countenance was to be unveiled to men’s eyes, He chose to hide His own Self behind a thousand veils, lest profane and mortal eyes discover His glory. This He did at a time when the signs and tokens of a divinely appointed Revelation were being showered upon Him—signs and tokens which none can reckon except the Lord, your God, the Lord of all worlds. And when the set time of concealment was fulfilled, We sent forth, whilst still wrapt within a myriad veils, an infinitesimal glimmer of the effulgent Glory enveloping the Face of the Youth, and lo, the entire company of the dwellers of the Realms above were seized with violent commotion and the favored of God fell down in adoration before Him. He hath, verily, manifested a glory such as none in the whole creation hath witnessed, inasmuch as He hath arisen to proclaim in person His Cause unto all who are in the heavens and all who are on the earth.</p>","Text2":"<p>Betrachte mit deinem inneren Auge die Kette der aufeinanderfolgenden Offenbarungen, die die Manifestation Adams mit der des Báb verbindet. Ich bezeuge vor Gott, daß jede dieser Manifestationen durch das Wirken des göttlichen Willens und Heilsplanes herabgesandt wurde, daß jede Träger einer be­sonderen Botschaft war, daß jede mit einem göttlich offenbarten Buche betraut und beauftragt war, die Geheimnisse einer machtvollen Tafel zu enthüllen. Das jeder Offenbarung eigene Maß war genau vorherbestimmt. Dies, wahrlich, ist ein Beweis Unserer Gnade für sie, wenn ihr doch zu denen gehörtet, die diese Wahrheit begreifen! ... Und als dieser Vorgang fortschreitender Offenbarung den Gipfel erreichte, da Sein unvergleichliches, Sein heiligstes und erhabenstes Antlitz den Augen der Menschen enthüllt werden sollte, beliebte Er, Sein Selbst hinter tausend Schleiern zu verbergen, damit ungeweihte, sterbliche Augen Seine Herrlichkeit nicht entdeckten. Dies tat Er zu einer Zeit, als die Zeichen und Beweise einer göttlich bestimmten Offenbarung auf Ihn niederströmten – Zeichen und Beweise, die niemand zählen kann außer dem Herrn, deinem Gott, dem Herrn aller Welten. Und als die festgesetzte Zeit der Verborgenheit erfüllt war, sandten Wir, noch immer in eine Myriade von Schleiern gehüllt, einen unendlich schwachen Schimmer der strahlenden Herrlichkeit aus, die das Antlitz des Jünglings umhüllt, und siehe, da wurde die ganze Schar der Bewohner in den Reichen der Höhe von gewaltiger Er­regung ergriffen, und die von Gott Begünstigten fielen in Anbetung vor Ihm nieder. Er hat, wahrlich, eine Herrlichkeit offenbart, wie sie niemand in der ganzen Schöpfung je gesehen hat, da Er sich erhob, um in eigener Person Seine Sache allen zu verkünden, die in den Himmeln und auf Erden sind.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":32,"Roman":"XXXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>That which thou hast heard concerning Abraham, the Friend of the All-Merciful, is the truth, and no doubt is there about it. The Voice of God commanded Him to offer up Ishmael as a sacrifice, so that His steadfastness in the Faith of God and His detachment from all else but Him may be demonstrated unto men. The purpose of God, moreover, was to sacrifice him as a ransom for the sins and iniquities of all the peoples of the earth. This same honor, Jesus, the Son of Mary, besought the one true God, exalted be His name and glory, to confer upon Him. For the same reason was Husayn offered up as a sacrifice by Muhammad, the Apostle of God.</p>\n<p>No man can ever claim to have comprehended the nature of the hidden and manifold grace of God; none can fathom His all-embracing mercy. Such hath been the perversity of men and their transgressions, so grievous have been the trials that have afflicted the Prophets of God and their chosen ones, that all mankind deserveth to be tormented and to perish. God’s hidden and most loving providence, however, hath, through both visible and invisible agencies, protected and will continue to protect it from the penalty of its wickedness. Ponder this in thine heart, that the truth may be revealed unto thee, and be thou steadfast in His path.</p>","Text2":"<p>Was du über Abraham, den Freund des Allbarmherzigen, gehört hast, ist die Wahrheit, daran besteht kein Zweifel. Die Stimme Gottes befahl Ihm, Ismael als Opfer darzubringen, damit Seine Standhaftigkeit im Glauben Gottes und Seine Loslösung von allem außer Ihm den Menschen dargetan werde. Überdies war es Gottes Absicht, ihn als Lösegeld für die Sünden und Frevel aller Völker auf Erden zu opfern. Jesus, der Sohn Marias, flehte zu dem einen, wahren Gott – gepriesen seien Sein Name und Seine Herrlichkeit – Ihm die gleiche Ehre zuteil werden zu lassen. Aus demselben Grunde wurde Husayn von Muhammad, dem Gesandten Gottes, als ein Opfer dargebracht.</p>\n<p>Kein Mensch kann je behaupten, das Wesen der verborgenen, mannigfaltigen Gnade Gottes begriffen zu haben. Niemand kann Seine allumfassende Barmherzigkeit ergründen. So groß sind die Verderbtheit der Menschen und ihre Übertretungen, so schmerzlich die Prüfungen gewesen, welche die Propheten Gottes und ihre Erwählten heimsuchten, daß die ganze Menschheit Folter und Untergang verdiente. Gottes verborgene, liebreiche Vorsehung hat sie jedoch durch ihre sichtbaren und unsichtbaren Kräfte beschützt und wird sie weiter vor der Strafe für ihre Bosheit bewahren. Bedenke dies in deinem Herzen, damit dir die Wahrheit offenbar werde, und sei standhaft auf Seinem Pfade.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":33,"Roman":"XXXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>It hath been decreed by Us that the Word of God and all the potentialities thereof shall be manifested unto men in strict conformity with such conditions as have been foreordained by Him Who is the All-Knowing, the All-Wise. We have, moreover, ordained that its veil of concealment be none other except its own Self. Such indeed is Our Power to achieve Our Purpose. Should the Word be allowed to release suddenly all the energies latent within it, no man could sustain the weight of so mighty a Revelation. Nay, all that is in heaven and on earth would flee in consternation before it.</p>\n<p>Consider that which hath been sent down unto Muhammad, the Apostle of God. The measure of the Revelation of which He was the bearer had been clearly foreordained by Him Who is the Almighty, the All-Powerful. They that heard Him, however, could apprehend His purpose only to the extent of their station and spiritual capacity. He, in like manner, uncovered the Face of Wisdom in proportion to their ability to sustain the burden of His Message. No sooner had mankind attained the stage of maturity, than the Word revealed to men’s eyes the latent energies with which it had been endowed—energies which manifested themselves in the plenitude of their glory when the Ancient Beauty appeared, in the year sixty, in the person of ‘Alí-Muhammad, the Báb.</p>","Text2":"<p>Wir haben verfügt, daß das Wort Gottes mit al­len in ihm ruhenden Kräften den Menschen in genauer Übereinstimmung mit jenen Bedingungen offenbart werde, die Er, der Allwissende, der Allweise, vorherbestimmt hat. Wir haben ferner bestimmt, daß der Schleier, der das Wort Gottes verbirgt, nichts anderes sei als dieses Wort selbst. So groß ist wahrlich Unsere Macht, Unsere Absicht zu vollenden. Würde dem Wort erlaubt, plötzlich alle in ihm verborgenen Kräfte freizugeben, wür­de kein Mensch die Schwere einer so mächtigen Offenba­rung ertragen können. Nein, alles im Himmel und auf Erden würde bestürzt davor fliehen.</p>\n<p>Bedenke, was auf Muhammad, den Boten Gottes, herabgesandt wurde. Das Maß der Offenbarung, deren Träger Er war, war von Ihm, dem Allmächtigen, dem Allgewaltigen, klar vorausbestimmt. Jene, die Ihn hörten, konnten jedoch Seine Absicht nur entsprechend ihrer Stufe und ihrer geistigen Fassungskraft begreifen. Ebenso enthüllte Er das Antlitz der Weisheit im Verhältnis zu ihrer Fähigkeit, die Bürde Seiner Botschaft zu tragen. Kaum hatte die Menschheit die Stufe der Reife erreicht, als das Wort den Augen der Menschen die verborgenen Kräfte offenbarte, die ihm verliehen sind, – Kräfte, die sich in der Fülle ihrer Herrlichkeit offenbarten, als die Altehrwürdige Schönheit im Jahre sechzig in der Gestalt ‘Alí-Muhammads, des Báb, erschien.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":34,"Roman":"XXXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>All praise and glory be to God Who, through the power of His might, hath delivered His creation from the nakedness of nonexistence, and clothed it with the mantle of life. From among all created things He hath singled out for His special favor the pure, the gem-like reality of man, and invested it with a unique capacity of knowing Him and of reflecting the greatness of His glory. This twofold distinction conferred upon him hath cleansed away from his heart the rust of every vain desire, and made him worthy of the vesture with which his Creator hath deigned to clothe him. It hath served to rescue his soul from the wretchedness of ignorance.</p>\n<p>This robe with which the body and soul of man hath been adorned is the very foundation of his well-being and development. Oh, how blessed the day when, aided by the grace and might of the one true God, man will have freed himself from the bondage and corruption of the world and all that is therein, and will have attained unto true and abiding rest beneath the shadow of the Tree of Knowledge!</p>\n<p>The songs which the bird of thine heart had uttered in its great love for its friends have reached their ears, and moved Me to answer thy questions, and reveal to thee such secrets as I am allowed to unfold. In thine esteemed letter thou hadst inquired which of the Prophets of God should be regarded as superior to others. Know thou assuredly that the essence of all the Prophets of God is one and the same. Their unity is absolute. God, the Creator, saith: There is no distinction whatsoever among the Bearers of My Message. They all have but one purpose; their secret is the same secret. To prefer one in honor to another, to exalt certain ones above the rest, is in no wise to be permitted. Every true Prophet hath regarded His Message as fundamentally the same as the Revelation of every other Prophet gone before Him. If any man, therefore, should fail to comprehend this truth, and should consequently indulge in vain and unseemly language, no one whose sight is keen and whose understanding is enlightened would ever allow such idle talk to cause him to waver in his belief.</p>\n<p>The measure of the revelation of the Prophets of God in this world, however, must differ. Each and every one of them hath been the Bearer of a distinct Message, and hath been commissioned to reveal Himself through specific acts. It is for this reason that they appear to vary in their greatness. Their Revelation may be likened unto the light of the moon that sheddeth its radiance upon the earth. Though every time it appeareth, it revealeth a fresh measure of its brightness, yet its inherent splendor can never diminish, nor can its light suffer extinction.</p>\n<p>It is clear and evident, therefore, that any apparent variation in the intensity of their light is not inherent in the light itself, but should rather be attributed to the varying receptivity of an ever-changing world. Every Prophet Whom the Almighty and Peerless Creator hath purposed to send to the peoples of the earth hath been entrusted with a Message, and charged to act in a manner that would best meet the requirements of the age in which He appeared. God’s purpose in sending His Prophets unto men is twofold. The first is to liberate the children of men from the darkness of ignorance, and guide them to the light of true understanding. The second is to ensure the peace and tranquillity of mankind, and provide all the means by which they can be established.</p>\n<p>The Prophets of God should be regarded as physicians whose task is to foster the well-being of the world and its peoples, that, through the spirit of oneness, they may heal the sickness of a divided humanity. To none is given the right to question their words or disparage their conduct, for they are the only ones who can claim to have understood the patient and to have correctly diagnosed its ailments. No man, however acute his perception, can ever hope to reach the heights which the wisdom and understanding of the Divine Physician have attained. Little wonder, then, if the treatment prescribed by the physician in this day should not be found to be identical with that which he prescribed before. How could it be otherwise when the ills affecting the sufferer necessitate at every stage of his sickness a special remedy? In like manner, every time the Prophets of God have illumined the world with the resplendent radiance of the Daystar of Divine knowledge, they have invariably summoned its peoples to embrace the light of God through such means as best befitted the exigencies of the age in which they appeared. They were thus able to scatter the darkness of ignorance, and to shed upon the world the glory of their own knowledge. It is towards the inmost essence of these Prophets, therefore, that the eye of every man of discernment must be directed, inasmuch as their one and only purpose hath always been to guide the erring, and give peace to the afflicted.… These are not days of prosperity and triumph. The whole of mankind is in the grip of manifold ills. Strive, therefore, to save its life through the wholesome medicine which the almighty hand of the unerring Physician hath prepared.</p>\n<p>And now concerning thy question regarding the nature of religion. Know thou that they who are truly wise have likened the world unto the human temple. As the body of man needeth a garment to clothe it, so the body of mankind must needs be adorned with the mantle of justice and wisdom. Its robe is the Revelation vouchsafed unto it by God. Whenever this robe hath fulfilled its purpose, the Almighty will assuredly renew it. For every age requireth a fresh measure of the light of God. Every Divine Revelation hath been sent down in a manner that befitted the circumstances of the age in which it hath appeared.</p>\n<p>As to thy question regarding the sayings of the leaders of past religions. Every wise and praiseworthy man will no doubt eschew such vain and profitless talk. The incomparable Creator hath created all men from one same substance, and hath exalted their reality above the rest of His creatures. Success or failure, gain or loss, must, therefore, depend upon man’s own exertions. The more he striveth, the greater will be his progress. We fain would hope that the vernal showers of the bounty of God may cause the flowers of true understanding to spring from the soil of men’s hearts, and may wash them from all earthly defilements.</p>","Text2":"<p>Aller Lobpreis und alle Herrlichkeit seien Gott, der durch die Kraft Seiner Macht Seine Schöp­fung aus der Nacktheit des Nichtseins befreite und sie mit dem Mantel des Lebens bekleidete. Aus allem Erschaffenen hat Er durch Sein besonderes Wohlwollen die reine, edelsteingleiche Wirklichkeit des Menschen auser­wählt und mit der einzigartigen Fähigkeit ausgestattet, Ihn zu erkennen und die Größe Seiner Herrlichkeit widerzuspiegeln. Diese zweifache Auszeichnung, die dem Menschen zuteil wurde, hat den Rost jedes eitlen Begehrens aus seinem Herzen getilgt und ihn des Gewandes, mit dem sein Schöpfer ihn zu bekleiden geruhte, würdig gemacht. Sie hat dazu geführt, seine Seele aus dem Elend der Unwissenheit zu erretten.</p>\n<p>Dieses Gewand, mit dem Leib und Seele des Menschen geschmückt sind, ist die wahre Grundlage seines Wohlergehens und seiner Entwicklung. O, wie gesegnet ist der Tag, da sich der Mensch mit Hilfe der Gnade und Kraft des einen, wahren Gottes befreit haben wird von der Knecht­schaft und Verderbtheit der Welt und allem, was darin ist, da er zu wahrer, dauernder Ruhe im Schatten des Baumes der Erkenntnis gelangt sein wird!</p>\n<p>Die Lieder, die der Vogel deines Herzens in großer Liebe für seine Freunde gesungen hat, haben deren Ohren erreicht und Mich bewogen, auf deine Fragen zu antworten und dir solche Geheimnisse zu offenbaren, die zu enthüllen Mir erlaubt sind. In deinem geschätzten Brief fragst du, welcher der Propheten Gottes als den anderen überlegen anzusehen sei. Wisse und sei darin sicher, daß das Wesen aller Propheten Gottes eines und dasselbe ist. Ihre Einheit ist absolut. Gott, der Schöpfer, spricht: Es gibt keinerlei Unterschied zwischen den Trägern Meiner Botschaft. Sie alle haben nur ein Ziel, ihr Geheimnis ist das gleiche. Ei­nem von ihnen größere Ehre zu erweisen als anderen, einige von ihnen über die übrigen zu erhöhen, ist keineswegs zulässig, jeder wahre Prophet hat Seine Botschaft als wesensgleich mit der Offenbarung jedes anderen Ihm vorangegangenen Propheten angesehen. Wenn daher ein Mensch versäumt, diese Wahrheit zu verstehen, und sich darum in eitlen, unziemlichen Worten ergeht, wird niemand mit klarem Blick und erleuchtetem Verstand sich durch so leeres Gerede in seinem Glauben schwankend machen lassen.</p>\n<p>Die Offenbarung der Propheten Gottes in dieser Welt muß sich jedoch im Ausmaß unterscheiden, jeder von ih­nen war Träger einer bestimmten Botschaft und beauf­tragt, sich durch besondere Taten zu offenbaren. Dies ist der Grund dafür, daß sie in ihrer Größe verschieden scheinen. Ihre Offenbarung mag mit dem Mondschein verglichen werden, der sein Licht über die Erde ergießt. Obwohl der Mond immer, wenn er aufgeht, ein anderes Maß seiner Helligkeit zeigt, kann weder sein ihm eigener Glanz jemals abnehmen noch sein Licht erlöschen.</p>\n<p>Somit ist einleuchtend und offenkundig, daß jede scheinbare Schwankung in der Stärke ihres Lichtes nicht am Lichte selbst liegt, vielmehr der wechselnden Empfänglichkeit einer immer sich wandelnden Welt zugeschrieben werden sollte. Jeder Prophet, den der allmächtige, unvergleichliche Schöpfer zu den Völkern der Erde zu senden beschloß, war mit einer Botschaft betraut und in einer Weise zu handeln beauftragt, wie sie den Erfordernissen des Zeit­alters, in dem Er erschien, am besten entsprach. Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist, die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereit­zustellen, durch die beides erreicht werden kann.</p>\n<p>Die Propheten Gottes gleichen Ärzten, deren Aufgabe es ist, das Wohlergehen der Welt und ihrer Völker zu fördern, damit sie durch den Geist der Einheit das Siechtum einer entzweiten Menschheit zu heilen vermögen. Niemand hat das Recht, ihre Worte in Frage zu stellen oder abfällig über ihr Verhalten zu urteilen, denn sie sind die einzigen, die in Anspruch nehmen können, den Kranken verstanden und seine Leiden richtig erkannt zu haben. Kein Mensch, wie genau seine Wahrnehmung auch sei, kann jemals hoffen, zu den Höhen der Weisheit und des Verstehens zu gelangen, über die der göttliche Arzt verfügt. Was Wunder, wenn die von dem Arzt verordnete Behandlung an diesem Tage nicht dieselbe ist wie die, die er früher verordnet hat. Wie könnte es anders sein, wenn die Übel, die den Leidenden befallen, in jedem Stadium seiner Krankheit eine besondere Arznei erfordern? So fordern auch die Propheten Gottes immer, wenn sie die Welt mit dem Strahlenglanz der Sonne göttlichen Wissens erleuchten, die Menschen auf, das Licht Gottes anzunehmen – mit Mitteln, die am besten dem Gebot der Zeit entsprechen, in der sie erscheinen. So waren sie imstande, das Dunkel der Unwissenheit zu zerstreuen und die Herrlichkeit ihrer Erkenntnis über die Welt zu verbreiten. Auf das innerste Wesen dieser Propheten sollte daher das Auge jedes Urteilsfähigen gerichtet sein, weil es zu allen Zeiten ihre einzige Absicht war, die Ir­renden zu führen und den Leidenden Frieden zu bringen... Dies sind keine Tage des Wohlergehens und des Trium­phes. Die ganze Menschheit ist von mannigfachen Krankheiten befallen. Bemüht euch darum, ihr durch die heilende Arznei, bereitet von der allmächtigen Hand des nie irren­den Arztes, das Leben zu retten.</p>\n<p>Nun zu deiner Frage über das Wesen der Religion. Wisse, daß die wahrhaft Weisen die Welt mit dem menschlichen Tempel vergleichen. Wie der Leib des Menschen eines Gewandes bedarf, sich zu kleiden, so muß der Menschheit Leib mit dem Mantel der Gerechtigkeit und Weisheit ge­schmückt sein. Ihr Prachtgewand ist die Offenbarung, die Gott ihr gewährt hat. Wann immer dieses Gewand seinen Zweck erfüllt hat, wird der Allmächtige es gewiß erneuern. Denn eine jede Zeit erfordert ein neues Maß des göttlichen Lichtes. Jede göttliche Offenbarung wurde so herabgesandt, wie sie den Verhältnissen des Zeitalters entsprach, in dem sie erschienen ist.</p>\n<p>Zu deiner Frage über die Aussagen der Wortführer vergangener Religionen: Jeder kluge, löbliche Mensch wird zweifellos so eitles, nutzloses Geschwätz meiden. Der unvergleichliche Schöpfer hat alle Menschen aus dem gleichen Stoff erschaffen und ihre Wirklichkeit über die Seiner übrigen Geschöpfe erhoben. Erfolg oder Fehlschlag, Gewinn oder Verlust müssen daher vom eigenen Streben des Menschen abhängen. Je mehr er strebt, desto größer wird sein Fortschritt sein. Wir hoffen sehr, daß die Frühlingsschauer der Güte Gottes die Blumen wahren Verstehens vom Grunde der Menschenherzen aufsprießen lassen und allen irdischen Schmutz von ihnen abwaschen werden.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":35,"Roman":"XXXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Ponder awhile. What is it that prompted, in every Dispensation, the peoples of the earth to shun the Manifestation of the All-Merciful? What could have impelled them to turn away from Him and to challenge His authority? Were men to meditate on these words which have flowed from the Pen of the Divine Ordainer, they would, one and all, hasten to embrace the truth of this God-given, and ever-enduring Revelation, and would testify to that which He Himself hath solemnly affirmed. It is the veil of idle imaginations which, in the days of the Manifestations of the Unity of God and the Daysprings of His everlasting glory, hath intervened, and will continue to intervene, between them and the rest of mankind. For in those days, He Who is the Eternal Truth manifesteth Himself in conformity with that which He Himself hath purposed, and not according to the desires and expectations of men. Even as He hath revealed: “So oft, then, as an Apostle cometh to you with that which your souls desire not, do ye swell with pride, and treat some as impostors, and slay others.”</p>\n<p>There can be no doubt whatever that had these Apostles appeared, in bygone ages and cycles, in accordance with the vain imaginations which the hearts of men had devised, no one would have repudiated the truth of these sanctified Beings. Though such men have been, night and day, remembering the one true God, and have been devoutly engaged in the exercise of their devotions, yet they failed in the end to recognize, and partake of the grace of, the Daysprings of the signs of God and the Manifestations of His irrefutable evidences. To this the Scriptures bear witness. Thou hast, no doubt, heard about it.</p>\n<p>Consider the Dispensation of Jesus Christ. Behold, how all the learned men of that generation, though eagerly anticipating the coming of the Promised One, have nevertheless denied Him. Both Annas, the most learned among the divines of His day, and Caiaphas, the high priest, denounced Him and pronounced the sentence of His death.</p>\n<p>In like manner, when Muhammad, the Prophet of God—may all men be a sacrifice unto Him—appeared, the learned men of Mecca and Medina arose, in the early days of His Revelation, against Him and rejected His Message, while they who were destitute of all learning recognized and embraced His Faith. Ponder awhile. Consider how Balál, the Ethiopian, unlettered though he was, ascended into the heaven of faith and certitude, whilst ‘Abdu’lláh Ubayy, a leader among the learned, maliciously strove to oppose Him. Behold, how a mere shepherd was so carried away by the ecstasy of the words of God that he was able to gain admittance into the habitation of his Best-Beloved, and was united to Him Who is the Lord of Mankind, whilst they who prided themselves on their knowledge and wisdom strayed far from His path and remained deprived of His grace. For this reason He hath written: “He that is exalted among you shall be abased, and he that is abased shall be exalted.” References to this theme are to be found in most of the heavenly Books, as well as in the sayings of the Prophets and Messengers of God.</p>\n<p>Verily I say, such is the greatness of this Cause that the father flieth from his son, and the son flieth from his father. Call ye to mind the story of Noah and Canaan. God grant that, in these days of heavenly delight, ye may not deprive yourselves of the sweet savors of the All-Glorious God, and may partake, in this spiritual Springtime, of the outpourings of His grace. Arise in the name of Him Who is the Object of all knowledge, and, with absolute detachment from the learning of men, lift up your voices and proclaim His Cause. I swear by the Daystar of Divine Revelation! The very moment ye arise, ye will witness how a flood of Divine knowledge will gush out of your hearts, and will behold the wonders of His heavenly wisdom manifested in all their glory before you. Were ye to taste of the sweetness of the sayings of the All-Merciful, ye would unhesitatingly forsake your selves, and would lay down your lives for the Well-Beloved.</p>\n<p>Who can ever believe that this Servant of God hath at any time cherished in His heart a desire for any earthly honor or benefit? The Cause associated with His Name is far above the transitory things of this world. Behold Him, an exile, a victim of tyranny, in this Most Great Prison. His enemies have assailed Him on every side, and will continue to do so till the end of His life. Whatever, therefore, He saith unto you is wholly for the sake of God, that haply the peoples of the earth may cleanse their hearts from the stain of evil desire, may rend its veil asunder, and attain unto the knowledge of the one true God—the most exalted station to which any man can aspire. Their belief or disbelief in My Cause can neither profit nor harm Me. We summon them wholly for the sake of God. He, verily, can afford to dispense with all creatures.</p>","Text2":"<p>Denke eine Weile nach. Was hat die Völker der Erde veranlaßt, die Manifestation des Allbarmherzigen in jeder Sendung zu meiden? Was könnte sie dazu getrieben haben, sich von Ihm abzuwen­den und Seine Vollmacht zu bestreiten? Wollten die Men­schen über die Worte nachdenken, die aus der Feder des göttlichen Verordners geströmt sind, sie würden allesamt eilen, die Wahrheit dieser gottgegebenen, ewigwährenden Offenbarung anzunehmen, und für alles, was Er feierlich erklärt hat, Zeugnis ablegen. Es ist der Schleier eitlen Trugs, der sich in den Tagen aller Manifestationen der Ein­heit Gottes, der Morgensonnen Seiner ewigen Herrlichkeit, zwischen sie und die übrige Menschheit gelegt hat und weiterhin legen wird. Denn Er, die ewige Wahrheit, offenbart sich in solchen Tagen in Übereinstimmung mit dem, was Er selbst beabsichtigt, und nicht nach den Wünschen und Er­wartungen der Menschen. So hat Er offenbart: »Jedesmal, wenn ein Bote zu euch kommt mit dem, was eure Seele nicht wünscht, bläht ihr euch auf in Hochmut und behan­delt einige von ihnen als Betrüger, und andere erschlaget ihr.«1</p>\n<p>[1. Qur’án 2:88]</p>\n<p>Wären die Boten in vergangenen Zeitaltern und Zyklen 2 dem leeren Trug entsprechend erschienen, wie ihn die Menschenherzen ersonnen hatten, so hätte zweifellos nie­mand die Wahrheit dieser geheiligten Wesen zurückgewie­sen. Obwohl jene Menschen Tag und Nacht des einen, wahren Gottes gedachten, obwohl sie sich ergeben ihren Andachtsübungen widmeten, versäumten sie doch am Ende, die Morgensonnen der Zeichen Gottes, die Manifesta­tionen Seiner unwiderleglichen Beweise zu erkennen und an deren Gnade teilzuhaben. Dies bezeugen die Schriften. Du hast zweifellos davon gehört.</p>\n<p>Betrachte die Sendung Jesu Christi. Sieh, wie alle Ge­lehrten des damaligen Geschlechts das Kommen des Ver­heißenen ungeduldig erwartet haben und Ihn dennoch verleugneten. Sowohl Hannas, der Gelehrteste unter den Geistlichen Seiner Zeit, als auch Kaiphas, der Hoheprie­ster, klagten Ihn öffentlich an und sprachen das Todesurteil über Ihn.</p>\n<p>Auch als Muhammad, der Prophet Gottes, erschien – mögen alle Menschen ein Opfer für Ihn sein –, erhoben sich in den frühen Tagen Seiner Offenbarung die Gelehrten Mekkas und Medinas gegen Ihn und verwarfen Seine Botschaft, während jene, die aller Gelehrsamkeit entbehrten, Seinen Glauben anerkannten und annahmen. Denke eine Weile nach! Beachte, wie Balál, der Äthiopier, ungelehrt wie er war, in den Himmel des Glaubens und der Gewißheit aufstieg, während ‘Abdu'lláh Ubayy, ein Führer unter den Gelehrten, sich heimtückisch mühte, Ihm zu widerste­hen. Sieh, wie ein einfacher Schafhirte so von der Begeiste­rung für Gottes Worte hingerissen war, daß er Zutritt zum Wohnsitz seines Meistgeliebten gewinnen konnte und mit Ihm, dem Herrn der Menschheit, vereint war, während je­ne, die sich mit ihrem Wissen und ihrer Weisheit brüsteten, weit von Seinem Pfade abirrten und Seiner Gnade beraubt blieben. Aus diesem Grunde hat Er geschrieben: »Wer un­ter euch erhöht ist, soll erniedrigt werden, und wer ernied­rigt ist, soll erhöht werden.«1 In den meisten himmlischen</p>\n<p>[1. Hesekiel 21:31; vergl. Matth. 23:12]</p>\n<p>Büchern wie auch in den Aussprüchen der Propheten und Boten Gottes finden sich Hinweise zu diesem Thema.</p>\n<p>Wahrlich, Ich sage: Die Größe dieser Sache ist so, daß der Vater seinen Sohn und der Sohn seinen Vater flieht. Rufe dir die Geschichte von Noah und Kanaan ins Ge­dächtnis. Gott gebe, daß ihr euch in diesen Tagen himmli­scher Freude nicht selbst der süßen Düfte des allherrlichen Gottes beraubt und daß ihr in dieser geistigen Frühlingszeit an den Strömen Seiner Gnade teilhabt. Steht auf im Namen dessen, der das Ziel aller Erkenntnis ist, erhebt eure Stim­me und verkündet Seine Sache in vollkommener Loslösung von aller Gelehrsamkeit der Menschen. Ich schwöre bei der Sonne göttlicher Offenbarung! Im selben Augenblick, da ihr euch erhebt, werdet ihr wahrnehmen, wie eine Flut göttlicher Erkenntnis euch aus dem Herzen strömt, und ihr werdet die Wunder Seiner himmlischen Weisheit in all ih­rer offenbaren Herrlichkeit vor euch sehen. Wolltet ihr von den süßen Worten des Allbarmherzigen kosten, ihr würdet ohne Zögern eurem Selbst entsagen und euer Leben für den Vielgeliebten hingeben.</p>\n<p>Wer kann je glauben, dieser Diener Gottes habe irgendwann in Seinem Herzen Verlangen nach irdischem Anse­hen oder nach Gewinn gehegt? Hoch steht die mit Seinem Namen verbundene Sache über den vergänglichen Dingen dieser Welt. Sieh Ihn, einen Verbannten, ein Opfer der Tyrannei, in diesem Größten Gefängnis! Von allen Seiten haben Ihn Seine Feinde angegriffen, und sie werden dies auch weiter tun bis zum Ende Seines Lebens. Was immer Er euch sagt, geschieht deshalb um Gottes willen, damit die Völker der Welt ihr Herz vom Makel bösen Verlangens reinigen, die Schleier zerreißen und zur Erkenntnis des einen, wahren Gottes gelangen – zur erhabensten Stufe, die ein Mensch erstreben kann. Ihr Glaube oder Unglaube für Meine Sache kann Mir weder nützen noch schaden. Wir rufen sie allein um Gottes willen. Er, wahrlich, kann alle Geschöpfe entbehren.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":36,"Roman":"XXXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know thou that when the Son of Man yielded up His breath to God, the whole creation wept with a great weeping. By sacrificing Himself, however, a fresh capacity was infused into all created things. Its evidences, as witnessed in all the peoples of the earth, are now manifest before thee. The deepest wisdom which the sages have uttered, the profoundest learning which any mind hath unfolded, the arts which the ablest hands have produced, the influence exerted by the most potent of rulers, are but manifestations of the quickening power released by His transcendent, His all-pervasive, and resplendent Spirit.</p>\n<p>We testify that when He came into the world, He shed the splendor of His glory upon all created things. Through Him the leper recovered from the leprosy of perversity and ignorance. Through Him, the unchaste and wayward were healed. Through His power, born of Almighty God, the eyes of the blind were opened, and the soul of the sinner sanctified.</p>\n<p>Leprosy may be interpreted as any veil that interveneth between man and the recognition of the Lord, his God. Whoso alloweth himself to be shut out from Him is indeed a leper, who shall not be remembered in the Kingdom of God, the Mighty, the All-Praised. We bear witness that through the power of the Word of God every leper was cleansed, every sickness was healed, every human infirmity was banished. He it is Who purified the world. Blessed is the man who, with a face beaming with light, hath turned towards Him.</p>","Text2":"<p>Wisse, daß die ganze Schöpfung in großer Trauer weinte, als der Menschensohn Seinen Geist zu Gott aufgab. Doch indem Er sich selbst opferte, wurde allem Erschaffenen eine neue Fähigkeit einge­haucht. Die Beweise dafür sind in allen Völkern kund und heute vor dir offenbar. Die tiefste Weisheit, welche die Weisen zum Ausdruck bringen, die gründlichste Gelehr­samkeit, die Menschengeist entfaltet, die Künste, welche die fähigsten Hände gestalten, der Einfluß, den die mächtigsten Herrscher üben, sind nur Offenbarungen der belebenden Macht, die Sein überragender, Sein alldurch­dringender und strahlender Geist entfesselt hat.</p>\n<p>Wir bezeugen, daß Er, als Er in die Welt trat, den Glanz Seiner Herrlichkeit über alles Erschaffene ergoß. Durch Ihn wurde der Aussätzige vom Aussatz der Verderbtheit und Unwissenheit befreit. Durch Ihn wurden der Unkeusche und der Widersetzliche geheilt. Durch Seine Macht, aus dem allmächtigen Gott geboren, wurden die Augen des Blinden geöffnet und die Seele des Sünders geheiligt.</p>\n<p>Aussatz mag als ein Schleier gedeutet werden, der zwischen den Menschen und die Erkenntnis des Herrn, seines Gottes fällt. Wer sich von Ihm trennen läßt, ist in der Tat ein Aussätziger, dessen im Reiche Gottes, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, nicht gedacht werden soll. Wir bezeugen, daß durch die Macht des Wortes Gottes jeder Aussätzige gereinigt, jede Krankheit geheilt und jedes menschliche Gebrechen überwunden wurde. Er ist es, der die Welt läuterte. Selig der Mensch, der sich lichtstrahlenden Angesichts Ihm zugewandt hat!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":37,"Roman":"XXXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Blessed is the man that hath acknowledged his belief in God and in His signs, and recognized that “He shall not be asked of His doings.” Such a recognition hath been made by God the ornament of every belief, and its very foundation. Upon it must depend the acceptance of every goodly deed. Fasten your eyes upon it, that haply the whisperings of the rebellious may not cause you to slip.</p>\n<p>Were He to decree as lawful the thing which from time immemorial had been forbidden, and forbid that which had, at all times, been regarded as lawful, to none is given the right to question His authority. Whoso will hesitate, though it be for less than a moment, should be regarded as a transgressor.</p>\n<p>Whoso hath not recognized this sublime and fundamental verity, and hath failed to attain this most exalted station, the winds of doubt will agitate him, and the sayings of the infidels will distract his soul. He that hath acknowledged this principle will be endowed with the most perfect constancy. All honor to this all-glorious station, the remembrance of which adorneth every exalted Tablet. Such is the teaching which God bestoweth on you, a teaching that will deliver you from all manner of doubt and perplexity, and enable you to attain unto salvation in both this world and in the next. He, verily, is the Ever-Forgiving, the Most Bountiful.</p>","Text2":"<p>Selig der Mensch, der seinen Glauben an Gott und Seine Zeichen bekennt und den Vers anerkennt: »Er soll nicht befragt werden über Sein Tun.« Anerkennung hat Gott zur Zier jedes Glaubens und zu dessen wahrer Grundlage gemacht. Von ihr hängt die Annahme jeder guten Tat ab. Darauf richtet euren Blick, damit euch das Getuschel der Widerspenstigen nicht zum Straucheln bringt.</p>\n<p>Sollte Er erlauben, was seit unvordenklichen Zeiten ver­boten war, und verbieten, was zu allen Zeiten als erlaubt galt, so hätte niemand das Recht, Seine Allgewalt in Frage zu stellen. Wer zögert, und sei es weniger als ein Augenblick, soll als Übertreter gelten.</p>\n<p>Wer diese hehre, grundlegende Wahrheit nicht anerkennt, wer diese erhabenste Stufe nicht erreicht, den wer­den die Stürme des Zweifels schütteln, und die Reden der Ungläubigen werden seine Seele verwirren. Doch wer die­sen Grundsatz anerkennt, wird mit vollkommener Standhaftigkeit begabt werden. Alle Ehre sei dieser allherrlichen Stufe, deren Gedenken jede erhabene Tafel schmückt. So belehrt euch Gott mit einer Lehre, die euch von jeglichem Zweifel und jeder Verwirrung befreien und euch befähigen wird, in dieser und der künftigen Welt Erlösung zu finden. Er ist wahrlich der ewig Vergebende, der Großmütigste.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":38,"Roman":"XXXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know of a certainty that in every Dispensation the light of Divine Revelation hath been vouchsafed unto men in direct proportion to their spiritual capacity. Consider the sun. How feeble its rays the moment it appeareth above the horizon. How gradually its warmth and potency increase as it approacheth its zenith, enabling meanwhile all created things to adapt themselves to the growing intensity of its light. How steadily it declineth until it reacheth its setting point. Were it, all of a sudden, to manifest the energies latent within it, it would, no doubt, cause injury to all created things.… In like manner, if the Sun of Truth were suddenly to reveal, at the earliest stages of its manifestation, the full measure of the potencies which the providence of the Almighty hath bestowed upon it, the earth of human understanding would waste away and be consumed; for men’s hearts would neither sustain the intensity of its revelation, nor be able to mirror forth the radiance of its light. Dismayed and overpowered, they would cease to exist.</p>","Text2":"<p>Wisse mit Sicherheit, daß in jeder Sendung das Licht göttlicher Offenbarung den Menschen im unmittelbaren Verhältnis zu ihrer geistigen Fassungskraft dargereicht wurde. Betrachte die Sonne! Wie schwach sind ihre Strahlen in dem Augenblick, da sie am Horizont aufgeht. Wie nehmen ihre Wärme und ihre Kraft allmählich zu, während sie sich dem Zenit nähert. So ist al­les Erschaffene befähigt, sich der zunehmenden Stärke ihres Lichtes anzupassen. Wie gleichmäßig nimmt sie wieder ab, bis sie den Punkt ihres Untergangs erreicht. Würde sie plötzlich alle in ihr verborgenen Kräfte offenbaren, so würde sie zweifellos allem Erschaffenen Schaden bringen... Wenn nun die Sonne der Wahrheit auf der ersten Stufe ihrer Manifestation plötzlich das volle Maß der Kräfte, die ihr die Vorsehung des Allmächtigen verliehen hat, enthüllte, würde die Erde menschlichen Begreifens verdorren und vergehen, denn die Menschenherzen könnten weder die Stärke ihrer Offenbarung ertragen noch wären sie fähig, den Glanz ihres Lichtes widerzuspiegeln. Bestürzt und überwältigt würden sie aufhören zu bestehen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":39,"Roman":"XXXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Praise be to Thee, O Lord My God, for the wondrous revelations of Thy inscrutable decree and the manifold woes and trials Thou hast destined for myself. At one time Thou didst deliver me into the hands of Nimrod; at another Thou hast allowed Pharaoh’s rod to persecute me. Thou, alone, canst estimate, through Thine all-encompassing knowledge and the operation of Thy Will, the incalculable afflictions I have suffered at their hands. Again Thou didst cast me into the prison-cell of the ungodly, for no reason except that I was moved to whisper into the ears of the well-favored denizens of Thy Kingdom an intimation of the vision with which Thou hadst, through Thy knowledge, inspired me, and revealed to me its meaning through the potency of Thy might. And again Thou didst decree that I be beheaded by the sword of the infidel. Again I was crucified for having unveiled to men’s eyes the hidden gems of Thy glorious unity, for having revealed to them the wondrous signs of Thy sovereign and everlasting power. How bitter the humiliations heaped upon me, in a subsequent age, on the plain of Karbilá! How lonely did I feel amidst Thy people! To what a state of helplessness I was reduced in that land! Unsatisfied with such indignities, my persecutors decapitated me, and, carrying aloft my head from land to land paraded it before the gaze of the unbelieving multitude, and deposited it on the seats of the perverse and faithless. In a later age, I was suspended, and my breast was made a target to the darts of the malicious cruelty of my foes. My limbs were riddled with bullets, and my body was torn asunder. Finally, behold how, in this Day, my treacherous enemies have leagued themselves against me, and are continually plotting to instill the venom of hate and malice into the souls of Thy servants. With all their might they are scheming to accomplish their purpose.… Grievous as is my plight, O God, my Well-Beloved, I render thanks unto Thee, and my Spirit is grateful for whatsoever hath befallen me in the path of Thy good-pleasure. I am well pleased with that which Thou didst ordain for me, and welcome, however calamitous, the pains and sorrows I am made to suffer.</p>","Text2":"<p>Preis sei Dir, o Herr, Mein Gott, für die wun­dersamen Offenbarungen Deines unerforschli­chen Ratschlusses und die mannigfachen Leiden und Heimsuchungen, die Du für Mich bestimmt hast. Einmal hast Du Mich den Händen Nimrods überantwortet, ein andermal hast Du Pharaos Zuchtrute erlaubt, Mich zu verfolgen. Du allein kannst durch Dein allumfassendes Wissen und das Wirken Deines Willens die unsagbaren Schmerzen ermessen, die Ich unter ihren Händen erdulde­te. Und wieder warfst Du Mich in die Kerkerzelle der Gottlosen, aus keinem anderen Grunde, als daß Ich Mich bewogen fühlte, den begünstigten Bewohnern Deines Reiches eine Andeutung von jenem Gesicht ins Ohr zu flüstern, das Du Mich durch Dein Wissen schauen ließest und dessen Bedeutung Du Mir durch die Kraft Deiner Macht offenbartest. Dann bestimmtest Du, daß Ich durch das Schwert der Ungläubigen enthauptet werde. Und wieder ward Ich gekreuzigt, weil Ich den Augen der Menschen die verborgenen Edelsteine Deiner herrlichen Einheit enthüll­te, die wundersamen Zeichen Deiner unumschränkten, ewigen Macht offenbarte. Wie bitter häuften sich in einem späteren Zeitalter, in der Ebene von Karbilá, die Demüti­gungen auf Mich! Wie einsam fühlte Ich Mich inmitten Deines Volkes! Zu welch einem Zustand der Hilflosigkeit wurde Ich in jenem Lande herabgewürdigt! Mit diesem Schimpf noch nicht zufrieden, schlugen Mir Meine Verfol­ger das Haupt ab, trugen es hoch erhoben von Land zu Land, stellten es den gaffenden Blicken der ungläubigen Menge zur Schau und legten es vor den Thronen der Ver­derbten und Treulosen nieder. In einem späteren Zeitalter wurde Ich aufgehängt, und Meine Brust wurde den gehäs­sigen, grausamen Pfeilen Meiner Feinde zum Ziel. Meine Glieder wurden von Kugeln durchlöchert, Mein Körper auseinandergerissen. Sieh endlich, wie sich an diesem Tage Meine tückischen Feinde gegen Mich verbünden und unab­lässig darauf sinnen, Deinen Dienern das Gift des Hasses und der Bosheit in die Seelen zu träufeln. Mit aller Macht schmieden sie Ränke, um ihre Absicht auszuführen... So bitter auch Meine Lage ist, o Gott, Mein über alles Geliebter, Ich sage Dir Dank, und Mein Geist ist für alles dank­bar, was Mir auf dem Pfade Deines Wohlgefallens widerfährt. Ich bin zufrieden mit allem, was Du Mir be­stimmt hast, und begrüße die Schmerzen und Leiden, die Ich erfahren muß, wie groß sie auch seien.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":40,"Roman":"XL","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O My Well-Beloved! Thou hast breathed Thy Breath into Me, and divorced Me from Mine own Self. Thou didst, subsequently, decree that no more than a faint reflection, a mere emblem of Thy Reality within Me be left among the perverse and envious. Behold, how, deluded by this emblem, they have risen against Me, and heaped upon Me their denials! Uncover Thy Self, therefore, O My Best-Beloved, and deliver Me from My plight.</p>\n<p>Thereupon a Voice replied: “I love, I dearly cherish this emblem. How can I consent that Mine eyes, alone, gaze upon this emblem, and that no heart except Mine heart recognize it? By My Beauty, which is the same as Thy Beauty! My wish is to hide Thee from Mine own eyes: how much more from the eyes of men!”</p>\n<p>I was preparing to make reply, when lo, the Tablet was suddenly ended, leaving My theme unfinished, and the pearl of Mine utterance unstrung.</p>","Text2":"<p>O Mein Vielgeliebter! Du hast Mir Deinen Odem eingehaucht und Mich von Meinem eigenen Selbst geschieden. Danach hast Du verfügt, daß nur noch ein schwacher Abglanz, ein bloßes Sinnbild Deiner Wirklichkeit in Mir unter den Verderbten und Miß­günstigen verbleibe. Sieh, wie sie sich, durch dieses Sinn­bild getäuscht, gegen Mich erhoben und Mich mit ihren Zurückweisungen überhäuft haben! Enthülle darum Dein Selbst, o Mein innigst Geliebter, und erlöse Mich aus Mei­ner Not!</p>\n<p>Darauf antwortete eine Stimme: »Ich liebe dieses Sinn­bild, Ich hege es zärtlich, wie kann Ich zulassen, daß allein Meine Augen auf dieses Sinnbild schauen, daß kein Herz außer Meinem Herzen es erkenne? Bei Meiner Schönheit, die dieselbe ist wie Deine Schönheit! Mein Wunsch ist, Dich vor Meinen Augen zu verbergen – wie viel mehr vor den Augen der Menschen!«</p>\n<p>Ich war im Begriff zu antworten, siehe, da war die Tafel plötzlich zu Ende. Unvollendet blieb Mein Thema, unauf­gereiht die Perle Meiner Äußerung.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":41,"Roman":"XLI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>God is My witness, O people! I was asleep on My couch, when lo, the Breeze of God wafting over Me roused Me from My slumber. His quickening Spirit revived Me, and My tongue was unloosed to voice His Call. Accuse Me not of having transgressed against God. Behold Me, not with your eyes but with Mine. Thus admonisheth you He Who is the Gracious, the All-Knowing. Think ye, O people, that I hold within My grasp the control of God’s ultimate Will and Purpose? Far be it from Me to advance such claim. To this I testify before God, the Almighty, the Exalted, the All-Knowing, the All-Wise. Had the ultimate destiny of God’s Faith been in Mine hands, I would have never consented, even though for one moment, to manifest Myself unto you, nor would I have allowed one word to fall from My lips. Of this God Himself is, verily, a witness.</p>","Text2":"<p>Gott ist Mein Zeuge, o Volk! Ich schlief auf Meinem Lager, siehe, da wehte der Odem Gottes über Mich hin und weckte Mich aus Meinem Schlummer. Sein erquickender Geist gab Mir neues Leben, und Meine Zunge wurde gelöst, Seinen Ruf zu verkünden. Zeiht Mich nicht des Vergehens gegen Gott. Betrachtet Mich nicht mit euren, sondern mit Meinen Augen. So er­mahnt euch Er, der Gnadenvolle, der Allwissende. Meinst du, o Volk, es liege in Meiner Macht, Gottes Urwillen und Gottes Absicht zu lenken? Fern liegt Mir, einen solchen Anspruch zu erheben. Dies bezeuge Ich vor Gott, dem Allmächtigen, dem Erhabenen, dem Allwissenden, dem Allweisen. Läge des Gottesglaubens letzte Bestimmung in Meinen Händen, Ich hätte niemals auch nur für einen Augenblick eingewilligt, Mich euch zu offenbaren, noch hätte Ich einem einzigen Wort erlaubt, Meinen Lippen zu entfliehen. Gott selbst ist wahrlich dafür Zeuge.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":42,"Roman":"XLII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Son of Justice! In the night season the beauty of the immortal Being hath repaired from the emerald height of fidelity unto the Sadratu’l-Muntahá, and wept with such a weeping that the Concourse on high and the dwellers of the realms above wailed at His lamenting. Whereupon there was asked, Why the wailing and weeping? He made reply: As bidden I waited expectant upon the hill of faithfulness, yet inhaled not from them that dwell on earth the fragrance of fidelity. Then summoned to return I beheld, and lo! certain doves of holiness were sore tried within the claws of the dogs of earth. Thereupon the Maid of Heaven hastened forth unveiled and resplendent from Her mystic mansion, and asked of their names, and all were told but one. And when urged, the first letter thereof was uttered, whereupon the dwellers of the celestial chambers rushed forth out of their habitation of glory. And whilst the second letter was pronounced they fell down, one and all, upon the dust. At that moment a voice was heard from the inmost shrine: “Thus far and no farther.” Verily, We bear witness unto that which they have done, and now are doing.</p>","Text2":"<p>O Sohn der Gerechtigkeit! Zur Nachtzeit begab sich die Schönheit des Unsterblichen von der smaragdenen Höhe der Treue zum Sadratu’l-Muntahá und weinte so bitterlich, daß die himmlischen Heerscharen und die Bewohner der Reiche droben in das Klagen einstimmten. Nach dem Grund des Klagens und Weinens befragt, gab Er zur Antwort: Wie geheißen, weilte Ich erwartungsvoll auf dem Hügel der Treue, ohne von denen, die auf Erden wohnen, den Wohlgeruch der Treue zu atmen. Danach zur Rückkehr aufgefordert, schaute Ich um Mich und siehe – gewisse Tauben der Heiligkeit mußten schmerzlich in den Fängen irdischer Raubtiere leiden. Dar­aufhin eilte die Himmelsdienerin entschleiert und strah­lend aus ihrer mystischen Wohnstatt hervor und fragte nach ihren Namen, und alle wurden genannt bis auf einen. Als auf dringendes Bitten der erste Buchstabe erklang, strömten die Bewohner der himmlischen Gemächer aus ih­rer Wohnstatt der Herrlichkeit herbei. Und da der zweite Buchstabe ausgesprochen wurde, fielen sie allesamt nieder in den Staub. In diesem Augenblick erscholl ein Ruf aus dem innersten Heiligtum: »Bis hierher und nicht weiter!« Wahrlich, Wir bezeugen, was sie getan haben und noch tun.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":43,"Roman":"XLIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Afnán, O thou that hast branched from Mine ancient Stock! My glory and My loving-kindness rest upon thee. How vast is the tabernacle of the Cause of God! It hath overshadowed all the peoples and kindreds of the earth, and will, erelong, gather together the whole of mankind beneath its shelter. Thy day of service is now come. Countless Tablets bear the testimony of the bounties vouchsafed unto thee. Arise for the triumph of My Cause, and, through the power of thine utterance, subdue the hearts of men. Thou must show forth that which will ensure the peace and the well-being of the miserable and the downtrodden. Gird up the loins of thine endeavor, that perchance thou mayest release the captive from his chains, and enable him to attain unto true liberty.</p>\n<p>Justice is, in this day, bewailing its plight, and Equity groaneth beneath the yoke of oppression. The thick clouds of tyranny have darkened the face of the earth, and enveloped its peoples. Through the movement of Our Pen of glory We have, at the bidding of the omnipotent Ordainer, breathed a new life into every human frame, and instilled into every word a fresh potency. All created things proclaim the evidences of this worldwide regeneration. This is the most great, the most joyful tidings imparted by the Pen of this wronged One to mankind. Wherefore fear ye, O My well-beloved ones? Who is it that can dismay you? A touch of moisture sufficeth to dissolve the hardened clay out of which this perverse generation is molded. The mere act of your gathering together is enough to scatter the forces of these vain and worthless people.…</p>\n<p>Every man of insight will, in this day, readily admit that the counsels which the Pen of this wronged One hath revealed constitute the supreme animating power for the advancement of the world and the exaltation of its peoples. Arise, O people, and, by the power of God’s might, resolve to gain the victory over your own selves, that haply the whole earth may be freed and sanctified from its servitude to the gods of its idle fancies—gods that have inflicted such loss upon, and are responsible for the misery of, their wretched worshipers. These idols form the obstacle that impedeth man in his efforts to advance in the path of perfection. We cherish the hope that the Hand of Divine power may lend its assistance to mankind, and deliver it from its state of grievous abasement.</p>\n<p>In one of the Tablets these words have been revealed: O people of God! Do not busy yourselves in your own concerns; let your thoughts be fixed upon that which will rehabilitate the fortunes of mankind and sanctify the hearts and souls of men. This can best be achieved through pure and holy deeds, through a virtuous life and a goodly behavior. Valiant acts will ensure the triumph of this Cause, and a saintly character will reinforce its power. Cleave unto righteousness, O people of Bahá! This, verily, is the commandment which this wronged One hath given unto you, and the first choice of His unrestrained Will for every one of you.</p>\n<p>O friends! It behooveth you to refresh and revive your souls through the gracious favors which in this Divine, this soul-stirring Springtime are being showered upon you. The Daystar of His great glory hath shed its radiance upon you, and the clouds of His limitless grace have overshadowed you. How high the reward of him that hath not deprived himself of so great a bounty, nor failed to recognize the beauty of his Best-Beloved in this, His new attire. Watch over yourselves, for the Evil One is lying in wait, ready to entrap you. Gird yourselves against his wicked devices, and, led by the light of the name of the All-Seeing God, make your escape from the darkness that surroundeth you. Let your vision be world-embracing, rather than confined to your own self. The Evil One is he that hindereth the rise and obstructeth the spiritual progress of the children of men.</p>\n<p>It is incumbent upon every man, in this Day, to hold fast unto whatsoever will promote the interests, and exalt the station, of all nations and just governments. Through each and every one of the verses which the Pen of the Most High hath revealed, the doors of love and unity have been unlocked and flung open to the face of men. We have erewhile declared—and Our Word is the truth—: “Consort with the followers of all religions in a spirit of friendliness and fellowship.” Whatsoever hath led the children of men to shun one another, and hath caused dissensions and divisions amongst them, hath, through the revelation of these words, been nullified and abolished. From the heaven of God’s Will, and for the purpose of ennobling the world of being and of elevating the minds and souls of men, hath been sent down that which is the most effective instrument for the education of the whole human race. The highest essence and most perfect expression of whatsoever the peoples of old have either said or written hath, through this most potent Revelation, been sent down from the heaven of the Will of the All-Possessing, the Ever-Abiding God. Of old it hath been revealed: “Love of one’s country is an element of the Faith of God.” The Tongue of Grandeur hath, however, in the day of His manifestation proclaimed: “It is not his to boast who loveth his country, but it is his who loveth the world.” Through the power released by these exalted words He hath lent a fresh impulse, and set a new direction, to the birds of men’s hearts, and hath obliterated every trace of restriction and limitation from God’s holy Book.</p>\n<p>O people of Justice! Be as brilliant as the light, and as splendid as the fire that blazed in the Burning Bush. The brightness of the fire of your love will no doubt fuse and unify the contending peoples and kindreds of the earth, whilst the fierceness of the flame of enmity and hatred cannot but result in strife and ruin. We beseech God that He may shield His creatures from the evil designs of His enemies. He verily hath power over all things.</p>\n<p>All praise be to the one true God—exalted be His glory—inasmuch as He hath, through the Pen of the Most High, unlocked the doors of men’s hearts. Every verse which this Pen hath revealed is a bright and shining portal that discloseth the glories of a saintly and pious life, of pure and stainless deeds. The summons and the message which We gave were never intended to reach or to benefit one land or one people only. Mankind in its entirety must firmly adhere to whatsoever hath been revealed and vouchsafed unto it. Then and only then will it attain unto true liberty. The whole earth is illuminated with the resplendent glory of God’s Revelation. In the year sixty He Who heralded the light of Divine Guidance—may all creation be a sacrifice unto Him—arose to announce a fresh revelation of the Divine Spirit, and was followed, twenty years later, by Him through Whose coming the world was made the recipient of this promised glory, this wondrous favor. Behold how the generality of mankind hath been endued with the capacity to hearken unto God’s most exalted Word—the Word upon which must depend the gathering together and spiritual resurrection of all men.…</p>\n<p>Incline your hearts, O people of God, unto the counsels of your true, your incomparable Friend. The Word of God may be likened unto a sapling, whose roots have been implanted in the hearts of men. It is incumbent upon you to foster its growth through the living waters of wisdom, of sanctified and holy words, so that its root may become firmly fixed and its branches may spread out as high as the heavens and beyond.</p>\n<p>O ye that dwell on earth! The distinguishing feature that marketh the preeminent character of this Supreme Revelation consisteth in that We have, on the one hand, blotted out from the pages of God’s holy Book whatsoever hath been the cause of strife, of malice and mischief amongst the children of men, and have, on the other, laid down the essential prerequisites of concord, of understanding, of complete and enduring unity. Well is it with them that keep My statutes.</p>\n<p>Time and again have We admonished Our beloved ones to avoid, nay to flee from, anything whatsoever from which the odor of mischief can be detected. The world is in great turmoil, and the minds of its people are in a state of utter confusion. We entreat the Almighty that He may graciously illuminate them with the glory of His Justice, and enable them to discover that which will be profitable unto them at all times and under all conditions. He, verily is the All-Possessing, the Most High.</p>","Text2":"<p>O Afnán, o du, der du Meinem altehrwürdigen Stamm entsprossen bist! Meine Herrlichkeit und Meine Gnade ruhen auf dir. Wie mächtig ist das Heiligtum der Sache Gottes! Es überschattet alle Völker und Geschlechter der Erde und wird bald die ganze Menschheit in seinem Schutze versammeln. Dein Tag des Dienstes ist nun gekommen. Zahllose Briefe legen Zeugnis ab von den Gaben, die dir gewährt wurden. Erhebe dich für den Triumph Meiner Sache und besiege die Herzen der Menschen durch die Macht deiner Äußerung. Du mußt verkünden, was den Unglücklichen und Getretenen Frieden und Wohlfahrt sichern wird. Gürte deine Lenden mit deinem Bemühen, damit du den Gefangenen von seinen Ketten befreiest und ihn befähigest, wahre Freiheit zu erlangen.</p>\n<p>Gerechtigkeit beklagt an diesem Tage ihren schweren Stand, und Billigkeit stöhnt unter dem Joch der Unterdrückung. Dichte Wolken der Gewalt haben das Antlitz der Erde verfinstert und ihre Völker umhüllt. Durch die Bewe­gung Unserer Feder der Herrlichkeit haben Wir auf Befehl des allmächtigen Gesetzgebers neues Leben in jede mensch­liche Hülle gehaucht und frische Kraft in jedes Wort geflößt. Alles Erschaffene verkündet die Beweise dieser weltweiten Erneuerung. Dies ist die größte, die froheste Botschaft, die der Menschheit durch die Feder dieses Unterdrückten übermittelt wurde. Warum fürchtet ihr euch denn, o Meine innig Geliebten? Wer könnte euch erschrecken? Ein Hauch von Feuchtigkeit genügt, um den verhärteten Lehm zu lösen, aus dem dieses verderbte Geschlecht gebildet ist. Die bloße Tat eures Beisammenseins genügt, um die Kräfte dieses eingebildeten, wertlosen Volkes zu zerstreuen...</p>\n<p>Jeder Einsichtige wird an diesem Tage bereitwillig zugeben, daß die Ratschläge, die die Feder dieses Unterdrückten offenbarte, die höchste Triebkraft für den Fortschritt der Welt und die Erhöhung ihrer Völker enthalten. Erhebt euch, o Menschen, und entschließt euch durch die Kraft der göttlichen Macht, den Sieg über euer Selbst zu erringen, damit die ganze Welt aus ihrer Hörigkeit vor den Götzen ihrer leeren Einbildungen erlöst werde – Götzen, die ihren erbärmlichen Anbetern so viel Schaden zugefügt haben und für ihr Elend verantwortlich sind. Diese Trugbil­der sind das Hindernis, das den Menschen in seinem Bemühen hemmt, auf dem Pfade der Vervollkommnung voranzuschreiten. Wir hegen die Hoffnung, daß die Hand göttlicher Macht der Menschheit ihre Hilfe gewähre und sie aus ihrem Zustand schmerzlicher Erniedrigung befreie.</p>\n<p>In einem der Tafeln sind diese Worte offenbart: O Volk Gottes! Befaßt euch nicht rastlos mit eueren eigenen Belangen! Laßt euere Gedanken fest auf das gerichtet sein, was das Glück der Menschheit wiederherstellen und der Menschen Herzen und Seelen heiligen wird. Am besten kann dies durch reine und heilige Taten, durch ein Leben der Tugend und durch edles Betragen vollbracht werden. Mutiges Handeln wird den Sieg dieser Sache sichern, und eine geheiligte Wesensart wird ihre Macht stärken. Halte dich an die Rechtschaffenheit, o Volk Bahás! Dies, wahrlich, ist das Gebot, das euch dieser Unterdrückte gegeben hat, und die erlesene Wahl Seines unumschränkten Willens für jeden von euch.</p>\n<p>O Freunde! Es geziemt euch, eure Seele zu erquicken und wiederzubeleben durch die gnädigen Gunstbeweise, die in dieser göttlichen, dieser herzerquickenden Frühlingszeit auf euch herabströmen. Die Sonne Seiner großen Herrlichkeit verbreitet ihren Glanz über euch und die Wolken Seiner grenzenlosen Gnade beschatten euch. Wie erhaben ist der Lohn dessen, der sich einer so großen Wohltat nicht beraubt noch versäumt, die Schönheit seines Meistgeliebten in diesem Seinem neuen Gewande zu erkennen. Wacht über euch, denn der Böse liegt auf der Lauer, bereit, euch zu überlisten. Rüstet euch gegen seine verruchten Anschläge, und, geführt vom Lichte des Namens des Allsehenden Gottes, entflieht der Dunkelheit, die euch umgibt. Laßt eueren Blick weltumfassend sein, anstatt ihn auf euer Selbst zu beschränken. Der Böse ist es, der den Aufstieg hemmt und den geistigen Fortschritt der Menschenkinder aufhält.</p>\n<p>Es ist in dieser Zeit eines jeden Menschen Pflicht, sich fest an das zu halten, was das Wohl aller Völker und gerechten Regierungen fördert und ihre Stufe erhöht. Durch jeden einzelnen Vers, den die Feder des Höchsten offenbart hat, sind die Tore der Liebe und Einigkeit erschlossen und weit vor den Augen der Menschen aufgetan. Wir haben zuvor erklärt – und Unser Wort ist die Wahrheit: »Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit.« Was immer die Men­schenkinder einander meiden ließ, was Zwietracht und Spaltung unter ihnen hervorrief, ist nun durch die Offenbarung dieser Worte ungültig und abgeschafft. Aus dem Himmel des göttlichen Willens wurde mit dem Ziel, die Welt des Seins zu veredeln und die Menschen an Geist und Seele emporzuheben, das herabgesandt, was das wirksam­ste Mittel zur Erziehung des ganzen Menschengeschlechts ist. Der tiefste Sinn und der vollkommenste Ausdruck des­sen, was die Völker früherer Zeiten gesagt und geschrieben haben, ist durch diese mächtigste Offenbarung aus dem Himmel des Willens des Allbesitzenden, des Immerwähren-den Gottes herabgesandt. Einst wurde offenbart: »Die Liebe zum Vaterland ist ein Bestandteil des Gottesglaubens.« Die Zunge der Größe jedoch verkündet am Tage Seiner Offenbarung: »Es rühme sich nicht der, welcher sein Vaterland liebt, sondern der, welcher die ganze Welt liebt.« Durch die von diesem erhabenen Wort entfesselte Kraft ver­leiht Er den Vögeln der Menschenherzen frischen Schwung, weist ihnen eine neue Richtung und tilgt jede Spur von Beschränkung und Begrenzung aus Gottes heiligem Buch.</p>\n<p>O Volk der Gerechtigkeit! Sei so strahlend wie das Licht und so leuchtend wie das Feuer, das im Brennenden Busche lodert. Der Glanz des Feuers eurer Liebe wird zweifellos die widerstreitenden Völker und Geschlechter der Erde einen und verschmelzen, wogegen die wilde Flamme der Feindschaft und des Hasses nur zu Streit und Untergang führen kann. Wir flehen zu Gott, daß Er Seine Geschöpfe vor den üblen Ränken Seiner Feinde behüten möge. Wahr­lich, Er hat Macht über alle Dinge.</p>\n<p>Aller Ruhm sei dem einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit –, da Er durch die Feder des Höchsten die Tore der Menschenherzen geöffnet hat, jeder Vers, den diese Feder offenbart hat, ist ein strahlendes, leuchtendes Tor, das die Herrlichkeit eines heiligen, gottesfürchtigen Lebens und reiner, makelloser Taten erschließt. Der Aufruf und die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nur ein Land oder ein Volk erreichen oder nur diesem zugute kom­men. Die Menschheit als Ganzes muß entschlossen dem folgen, was ihr offenbart und gewährt ist. Dann, nur dann wird sie zu wahrer Freiheit gelangen. Die ganze Erde leuchtet in der strahlenden Herrlichkeit der Offenbarung Got­tes. Im Jahre sechzig erhob sich Er, der Vorbote des Lichtes göttlicher Führung – möge die ganze Schöpfung ein Opfer für Ihn sein –, um eine neue Offenbarung des göttlichen Geistes anzukündigen. Zwanzig Jahre später folgte Ihm Er, durch dessen Kommen die Welt zur Empfängerin dieser verheißenen Herrlichkeit, dieser wundersamen Gunst wur­de. Sieh, wie die Menschheit allgemein mit der Fähigkeit ausgestattet ist, auf Gottes erhabenstes Wort zu hören – das Wort, von dem die Vorladung und die geistige Aufer­stehung aller Menschen abhängen muß...</p>\n<p>O Volk Gottes, neige dein Herz den Ratschlägen deines wahren, deines unvergleichlichen Freundes! Das Wort Gottes mag mit einem jungen Sämling verglichen werden, dessen Wurzeln in die Herzen der Menschen gepflanzt wurden. Es ist eure Pflicht, sein Wachstum durch die leben­digen Wasser der Weisheit, durch lautere, heilige Worte zu fördern, damit seine Wurzeln festwachsen und seine Zweige sich bis in die Himmel und noch höher ausbreiten.</p>\n<p>O ihr, die ihr auf Erden wohnt! Das Unterscheidungs­merkmal für die Einzigartigkeit dieser höchsten Offenbarung besteht darin, daß Wir einerseits aus Gottes Heiligem Buche gelöscht haben, was die Ursache von Streit, Bosheit und Unrecht unter den Menschenkindern gewesen ist, andererseits die wesentlichen Vorbedingungen für Eintracht, Verständigung und völlige und dauernde Einheit niedergelegt haben. Wohl dem, der Meine Gesetze hält.</p>\n<p>Immer wieder haben Wir Unsere Geliebten ermahnt, alles zu meiden, ja zu fliehen, was auch nur den Geruch eines Unrechts an sich hat. Die Welt ist in großem Aufruhr und der Geist ihrer Bewohner im Zustand völliger Verwirrung. Wir flehen zum Allmächtigen, daß Er sie gnädig erleuchte durch die Pracht Seiner Gerechtigkeit und sie befähige, dessen gewahr zu werden, was ihnen zu allen Zeiten und unter allen Umständen zum Vorteil gereicht. Er, wahrlich, ist der Allbesitzende, der Höchste.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":44,"Roman":"XLIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Lay not aside the fear of God, O ye the learned of the world, and judge fairly the Cause of this unlettered One to Whom all the Books of God, the Protector, the Self-Subsisting, have testified.… Will not the dread of Divine displeasure, the fear of Him Who hath no peer or equal, arouse you? He Whom the world hath wronged hath, at no time, associated with you, hath never studied your writings, nor participated in any of your disputations. The garb He weareth, His flowing locks, His headdress, attest the truth of His words. How long will ye persist in your injustice? Witness the habitation in which He, Who is the incarnation of justice, hath been forced to dwell. Open your eyes, and, beholding His plight, meditate diligently upon that which your hands have wrought, that haply ye may not be deprived of the light of His Divine utterance, nor remain bereft of your share of the ocean of His knowledge.</p>\n<p>Certain ones among both commoners and nobles have objected that this wronged One is neither a member of the ecclesiastical order nor a descendant of the Prophet. Say: O ye that claim to be just! Reflect a little while, and ye shall recognize how infinitely exalted is His present state above the station ye claim He should possess. The Will of the Almighty hath decreed that out of a house wholly devoid of all that the divines, the doctors, the sages, and scholars commonly possess His Cause should proceed and be made manifest.</p>\n<p>The Breathings of the Divine Spirit awoke Him, and bade Him arise and proclaim His Revelation. No sooner was He roused from His slumber than He lifted up His voice and summoned the whole of mankind unto God, the Lord of all worlds. We have been moved to reveal these words in consideration of the weakness and frailty of men; otherwise, the Cause We have proclaimed is such as no pen can ever describe, nor any mind conceive its greatness. To this beareth witness He with Whom is the Mother Book.</p>","Text2":"<p>Vergeßt nicht die Gottesfurcht, ihr Gelehrten der Welt, und urteilt gerecht über die Sache dieses Ungelehrten, für den alle Bücher Gottes, des Beschützers, des Selbstbestehenden, Zeugnis abgelegt haben... Läßt euch nicht die Furcht vor dem göttlichen Mißfallen, die Scham vor Ihm, der weder Gefährten noch Seinesgleichen hat, aufwachen? Er, dem die Welt Unrecht tut, hat sich zu keiner Zeit zu euch gesellt, hat niemals eure Schriften studiert noch an euren Disputationen teilgenom­men. Das Gewand, das Er trägt, Seine wallenden Locken, Seine Kopfbedeckung bezeugen die Wahrheit Seiner Wor­te. Wie lange wollt ihr in eurer Ungerechtigkeit verharren? Betrachtet die Behausung, in der zu leben Er, die Verkörperung der Gerechtigkeit, gezwungen ist. Öffnet eure Au­gen, seht Seine traurige Lage und denkt sorgsam nach über das, was eure Hände gewirkt haben, damit ihr vom Licht Seiner göttlichen Äußerung nicht ausgeschlossen noch eu­res Anteils am Meere Seines Wissens beraubt bleibt.</p>\n<p>Gewisse Leute, sowohl aus dem Volk als auch vom Adel, haben eingewandt, dieser Unterdrückte sei weder Mitglied des geistlichen Standes noch ein Nachkomme des Propheten. Sprich: O ihr, die ihr gerecht zu sein beansprucht! Denkt eine Weile nach, und ihr werdet erkennen, wie unendlich erhaben Sein jetziger Rang über die Stufe ist, die ihr Ihm zugesteht. Der Wille des Allmächtigen hat ver­fügt, daß aus einem Hause, dem alles das fehlt, was die Geistlichen, die Doktoren, die Weisen und Gelehrten gemeinhin besitzen, Seine Sache hervorgehen und offenbar werden soll.</p>\n<p>Der Odem des Heiligen Geistes weckte Ihn und befahl Ihm, sich zu erheben und Seine Offenbarung zu verkünden. Kaum war Er von Seinem Schlummer erwacht, da erhob Er Seine Stimme und lud die ganze Menschheit vor Gott, den Herrn aller Welten. Unvollkommenheit und Schwäche der Menschen veranlassen Uns, diese Worte zu äußern. Die Sache, die Wir verkünden, ist indessen so beschaffen, daß keine Feder sie je beschreiben und kein Geist je ihre Größe erfassen kann. Dies bezeugt Er, mit Dem das Mutterbuch ist.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":45,"Roman":"XLV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Ancient Beauty hath consented to be bound with chains that mankind may be released from its bondage, and hath accepted to be made a prisoner within this most mighty Stronghold that the whole world may attain unto true liberty. He hath drained to its dregs the cup of sorrow, that all the peoples of the earth may attain unto abiding joy, and be filled with gladness. This is of the mercy of your Lord, the Compassionate, the Most Merciful. We have accepted to be abased, O believers in the Unity of God, that ye may be exalted, and have suffered manifold afflictions, that ye might prosper and flourish. He Who hath come to build anew the whole world, behold, how they that have joined partners with God have forced Him to dwell within the most desolate of cities!</p>","Text2":"<p>Die Altehrwürdige Schönheit hat eingewilligt, in Ketten gelegt zu werden, damit die Menschheit aus ihrer Knechtschaft erlöst werde, und hat es hingenommen, zum Gefangenen in dieser mächtig­sten Festung zu werden, damit die ganze Welt wahre Frei­heit gewinne. Er hat den Kelch des Leidens bis zur Neige geleert, damit alle Völker der Welt immerwährende Freude gewinnen und von Fröhlichkeit erfüllt werden. Dies gehört zur Barmherzigkeit eures Herrn, des Mitleidvollen, Barmherzigsten. Wir nehmen es hin, erniedrigt zu werden,</p>\n<p>o ihr, die ihr an die Einheit Gottes glaubt, damit ihr erhoben werdet, und dulden mannigfache Leiden, damit ihr blühet und gedeihet. Seht, wie jene, die Gott Gefährten zugesellt haben, Ihn, der gekommen ist, die ganze Welt neu zu bauen, gezwungen haben, in der trostlosesten aller Städte zu wohnen!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":46,"Roman":"XLVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>I sorrow not for the burden of My imprisonment. Neither do I grieve over My abasement, or the tribulation I suffer at the hands of Mine enemies. By My life! They are My glory, a glory wherewith God hath adorned His own Self. Would that ye know it!</p>\n<p>The shame I was made to bear hath uncovered the glory with which the whole of creation had been invested, and through the cruelties I have endured, the Daystar of Justice hath manifested itself, and shed its splendor upon men.</p>\n<p>My sorrows are for those who have involved themselves in their corrupt passions, and claim to be associated with the Faith of God, the Gracious, the All-Praised.</p>\n<p>It behooveth the people of Bahá to die to the world and all that is therein, to be so detached from all earthly things that the inmates of Paradise may inhale from their garment the sweet smelling savor of sanctity, that all the peoples of the earth may recognize in their faces the brightness of the All-Merciful, and that through them may be spread abroad the signs and tokens of God, the Almighty, the All-Wise. They that have tarnished the fair name of the Cause of God, by following the things of the flesh—these are in palpable error!</p>","Text2":"<p>Ich leide nicht an der Bürde Meiner Gefangenschaft, noch bin Ich betrübt über die Erniedrigung oder die Drangsal, die Ich von den Händen Meiner Feinde erdulde. Bei Meinem Leben! Sie sind Mein Ruhm – ein Ruhm, mit dem Gott Sein eigenes Selbst geschmückt hat. Würdet ihr es doch erkennen!</p>\n<p>Die Schmach, die Ich ertragen muß, hat die Herrlichkeit aufgedeckt, die der ganzen Schöpfung verliehen wurde, und durch die Grausamkeiten, die Ich erdulde, hat sich die Sonne der Gerechtigkeit offenbart und ihren Glanz über die Menschen verbreitet.</p>\n<p>Mein Leid kommt von denen, die in ihre verderbten Leidenschaften verstrickt sind und behaupten, dem Glauben Gottes, des Gnadenvollen, des Allgepriesenen, anzugehören.</p>\n<p>Es geziemt den Anhängern Bahás, der Welt und allem, was in ihr ist, zu sterben und so von allem Irdischen losgelöst zu sein, daß die Bewohner des Paradieses von ihren Gewändern den süßen Duft der Heiligkeit atmen, daß alle Völker auf Erden auf ihren Gesichtern das Licht des Allbarmherzigen erkennen und daß durch sie die Zeichen und Beweise Gottes, des Allmächtigen, des Allweisen, verbreitet werden. Jene, die den reinen Namen der Sache Gottes befleckt haben, indem sie den Dingen des Fleisches folgten, befinden sich offenbar im Irrtum.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":47,"Roman":"XLVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Jews! If ye be intent on crucifying once again Jesus, the Spirit of God, put Me to death, for He hath once more, in My person, been made manifest unto you. Deal with Me as ye wish, for I have vowed to lay down My life in the path of God. I will fear no one, though the powers of earth and heaven be leagued against Me. Followers of the Gospel! If ye cherish the desire to slay Muhammad, the Apostle of God, seize Me and put an end to My life, for I am He, and My Self is His Self. Do unto Me as ye like, for the deepest longing of Mine heart is to attain the presence of My Best-Beloved in His Kingdom of Glory. Such is the Divine decree, if ye know it. Followers of Muhammad! If it be your wish to riddle with your shafts the breast of Him Who hath caused His Book the Bayán to be sent down unto you, lay hands on Me and persecute Me, for I am His Well-Beloved, the revelation of His own Self, though My name be not His name. I have come in the shadows of the clouds of glory, and am invested by God with invincible sovereignty. He, verily, is the Truth, the Knower of things unseen. I, verily, anticipate from you the treatment ye have accorded unto Him that came before Me. To this all things, verily, witness, if ye be of those who hearken. O people of the Bayán! If ye have resolved to shed the blood of Him Whose coming the Báb hath proclaimed, Whose advent Muhammad hath prophesied, and Whose Revelation Jesus Christ Himself hath announced, behold Me standing, ready and defenseless, before you. Deal with Me after your own desires.</p>","Text2":"<p>O ihr Juden! Wenn ihr darauf bedacht seid, Jesus, den Geist Gottes, noch einmal zu kreuzigen, so tötet Mich, denn Er ist euch in Meiner Person wieder offenbart worden. Verfahrt mit Mir, wie ihr wollt, denn Ich habe gelobt, Mein Leben auf dem Pfade Gottes hinzugeben. Ich werde niemanden fürchten, seien auch die Mächte der Erde und des Himmels gegen Mich verbündet. Ihr Anhänger des Evangeliums! Wenn ihr den Wunsch hegt, Muhammad, den Boten Gottes, zu erschla­gen, so ergreift Mich und macht Meinem Leben ein Ende, denn Ich bin Er und Mein Selbst ist Sein Selbst. Tut mit Mir, was ihr wollt, denn die tiefste Sehnsucht Meines Her­zens ist, in die Gegenwart Meines über alles Geliebten in Seinem Reiche der Herrlichkeit zu gelangen. So ist der göttliche Ratschluß, wenn ihr es doch wüßtet! Ihr Anhänger Muhammads! Sollte es euer Wunsch sein, mit euren Pfeilen die Brust dessen zu durchbohren, der bewirkte, daß Sein Buch, der Bayán, zu euch herabgesandt wurde, so legt Hand an Mich und verfolgt Mich, denn ich bin Sein Viel­geliebter, die Offenbarung Seines Selbstes, wenn auch Mein Name nicht Sein Name ist. Ich bin im Schatten der Wolken der Herrlichkeit gekommen und von Gott mit un­überwindlicher Herrschaft bekleidet. Er, wahrlich, ist die Wahrheit, der um das Ungeschaute weiß. Wahrlich, Ich er­warte von euch die Behandlung, die ihr Ihm, der vor Mir kam, zuteil werden ließet. Das bezeugen wahrlich alle Din­ge, wenn ihr zu denen gehörtet, die hören. O Volk des Bayán, wenn du beschlossen hast, das Blut dessen zu vergießen, dessen Kommen der Báb verkündet, dessen Er­scheinen Muhammad vorausgesagt und dessen Offenbarung Jesus Christus angekündigt hat, so sieh Mich vor dir stehen, bereit und wehrlos. Verfahre mit Mir nach deinem Begehren.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":48,"Roman":"XLVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>God is my witness! Had it not been in conflict with that which the Tablets of God have decreed, I would have gladly kissed the hands of whosoever attempted to shed my blood in the path of the Well-Beloved. I would, moreover, have bestowed upon him a share of such worldly goods as God had allowed me to possess, even though he who perpetrated this act would have provoked the wrath of the Almighty, incurred His malediction, and deserved to be tormented throughout the eternity of God, the All-Possessing, the Equitable, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>Gott ist Mein Zeuge! Stünde es nicht im Widerspruch zu dem, was die Tafeln Gottes bestimmt haben, würde Ich freudig die Hände eines jeden küssen, der sich anschickte, Mein Blut auf dem Pfade des Vielgeliebten zu vergießen. Mehr noch, Ich würde ihm einen Teil der weltlichen Güter, die Gott Mir zu besitzen erlaubt, schenken, wenn auch er, der diese Tat beginge, den Zorn des Allmächtigen herausforderte, Seinen Fluch auf sich lüde und in alle Ewigkeit Gottes, des Allbesitzenden, des Gerechten, des Allweisen, gefoltert zu werden verdiente.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":49,"Roman":"XLIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know verily that whenever this Youth turneth His eyes towards His own self, he findeth it the most insignificant of all creation. When He contemplates, however, the bright effulgences He hath been empowered to manifest, lo, that self is transfigured before Him into a sovereign Potency permeating the essence of all things visible and invisible. Glory be to Him Who, through the power of truth, hath sent down the Manifestation of His own Self and entrusted Him with His message unto all mankind.</p>","Text2":"<p>Wisse wahrlich, wann immer dieser Jüngling Seine Augen auf Sein Selbst richtet, hält Er es für das Unbedeutendste der ganzen Schöpfung. Wenn Er jedoch den strahlenden Glanz betrachtet, den zu offenbaren Er ermächtigt wurde, siehe, dann verwandelt sich dieses Selbst vor Ihm in eine unumschränkte Macht, die das Wesen alles Sichtbaren und Unsichtbaren durchdringt. Preis sei Ihm, der durch die Macht der Wahrheit die Manifestation Seines eigenen Selbstes herabgesandt und mit Seiner Botschaft an die ganze Menschheit betraut hat.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":50,"Roman":"L","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Shake off, O heedless ones, the slumber of negligence, that ye may behold the radiance which His glory hath spread through the world. How foolish are those who murmur against the premature birth of His light. O ye who are inly blind! Whether too soon or too late, the evidences of His effulgent glory are now actually manifest. It behooveth you to ascertain whether or not such a light hath appeared. It is neither within your power nor mine to set the time at which it should be made manifest. God’s inscrutable Wisdom hath fixed its hour beforehand. Be content, O people, with that which God hath desired for you and predestined unto you.… O my ill-wishers! The Daystar of eternal Guidance beareth me witness: Had it been in my power, I would have, under no circumstances, consented to distinguish myself amongst men, for the Name I bear utterly disdaineth to associate itself with this generation whose tongues are sullied and whose hearts are false. And whenever I chose to hold my peace and be still, lo, the voice of the Holy Ghost, standing on my right hand, aroused me, and the Supreme Spirit appeared before my face, and Gabriel overshadowed me, and the Spirit of Glory stirred within my bosom, bidding me arise and break my silence. If your hearing be purged and your ears be attentive, ye will assuredly perceive that every limb of my body, nay all the atoms of my being, proclaim and bear witness to this call: “God, besides Whom is none other God, and He, Whose beauty is now manifest, is the reflection of His glory unto all that are in heaven and on earth.”</p>","Text2":"<p>Schüttelt den Schlummer der Nachlässigkeit ab, o ihr Achtlosen, damit ihr den Glanz sehet, den Seine Herrlichkeit über die Welt verbreitet. Wie töricht sind jene, die über die zu frühe Geburt Seines Lich­tes murren. O ihr innerlich Blinden! Ob zu früh oder zu spät – die Beweise Seiner strahlenden Herrlichkeit sind jetzt wirklich offenbar. Euch ziemt es festzustellen, ob ein solches Licht erschienen ist oder nicht. Es liegt weder in eu­rer noch in meiner Macht, die Zeit festzusetzen, zu der es offenbar werden soll. Gottes unergründliche Weisheit hat seine Stunde im voraus festgesetzt. O Menschen, seid zu­frieden mit dem, was Gott für euch gewünscht und voraus­bestimmt hat... O ihr, die ihr mir grollt! Die Sonne ewiger Führung legt Zeugnis für mich ab. Hätte es in meiner Macht gelegen, ich hätte unter keinen Umständen einge­willigt, mich unter den Menschen hervorzutun, denn der Name, den ich trage, verschmäht es ganz und gar, sich zu diesem Geschlecht zu gesellen, dessen Zunge befleckt und dessen Herz falsch ist. Aber wann immer ich schweigen und still sein wollte, siehe, da rüttelte die Stimme des Heiligen Geistes, zu meiner Rechten stehend, mich auf, der Er­habenste Geist erschien vor meinem Angesicht, Gabriel überschattete mich, der Geist der Herrlichkeit regte sich in meiner Brust und gebot mir, mich zu erheben und mein Schweigen zu brechen. Wäre euer Gehör geläutert, wären euere Ohren aufmerksam, ihr würdet sicherlich erkennen, daß jedes Glied meines Körpers, nein, alle Atome meines Seins diesen Ruf verkünden und bezeugen: »Gott, neben dem es keinen anderen Gott gibt, Er, dessen Schönheit nun offenbar ist, ist die Widerspiegelung Seiner Herrlichkeit für alle, die im Himmel und auf Erden sind. «</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":51,"Roman":"LI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O people! I swear by the one true God! This is the Ocean out of which all seas have proceeded, and with which every one of them will ultimately be united. From Him all the Suns have been generated, and unto Him they will all return. Through His potency the Trees of Divine Revelation have yielded their fruits, every one of which hath been sent down in the form of a Prophet, bearing a Message to God’s creatures in each of the worlds whose number God, alone, in His all-encompassing Knowledge, can reckon. This He hath accomplished through the agency of but one Letter of His Word, revealed by His Pen—a Pen moved by His directing Finger—His Finger itself sustained by the power of God’s Truth.</p>","Text2":"<p>O Volk! Ich schwöre bei dem einen, wahren Gott! Dies ist das Meer, aus dem alle Meere her­vorgegangen sind und mit dem jedes von ihnen am Ende vereint sein wird. Aus Ihm sind alle Sonnen erzeugt, und zu Ihm werden sie alle zurückkehren. Durch Seine Kraft haben die Bäume göttlicher Offenbarung ihre Früchte hervorgebracht, deren jede in der Gestalt eines Propheten herabgesandt wurde, jeder als Träger einer Botschaft an die Geschöpfe Gottes in jeder der Welten, deren Zahl Gott allein in Seinem allumfassenden Wissen zählen kann. Dies vollbringt Er durch das Wirken eines einzigen Buchstabens Seines Wortes, offenbart durch Seine Feder, die von Seinem weisenden Finger, gestützt von der Macht der Wahrheit Gottes, bewegt wird.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":52,"Roman":"LII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: O people! Withhold not from yourselves the grace of God and His mercy. Whoso withholdeth himself therefrom is indeed in grievous loss. What, O people! Do ye worship the dust, and turn away from your Lord, the Gracious, the All-Bountiful? Fear ye God, and be not of those who perish. Say: The Book of God hath been sent down in the form of this Youth. Hallowed, therefore, be God, the most excellent of makers! Take ye good heed, O peoples of the world, lest ye flee from His face. Nay, make haste to attain His presence, and be of them that have returned unto Him. Pray to be forgiven, O people, for having failed in your duty towards God, and for having trespassed against His Cause, and be not of the foolish. He it is Who hath created you; He it is Who hath nourished your souls through His Cause, and enabled you to recognize Him Who is the Almighty, the Most Exalted, the All-Knowing. He it is Who hath unveiled to your eyes the treasures of His knowledge, and caused you to ascend unto the heaven of certitude—the certitude of His resistless, His irrefutable, and most exalted Faith. Beware that ye do not deprive yourselves of the grace of God, that ye do not bring to naught your works, and do not repudiate the truth of this most manifest, this lofty, this shining, and glorious Revelation. Judge ye fairly the Cause of God, your Creator, and behold that which hath been sent down from the Throne on high, and meditate thereon with innocent and sanctified hearts. Then will the truth of this Cause appear unto you as manifest as the sun in its noontide glory. Then will ye be of them that have believed in Him.</p>\n<p>Say: The first and foremost testimony establishing His truth is His own Self. Next to this testimony is His Revelation. For whoso faileth to recognize either the one or the other He hath established the words He hath revealed as proof of His reality and truth. This is, verily, an evidence of His tender mercy unto men. He hath endowed every soul with the capacity to recognize the signs of God. How could He, otherwise, have fulfilled His testimony unto men, if ye be of them that ponder His Cause in their hearts. He will never deal unjustly with anyone, neither will He task a soul beyond its power. He, verily, is the Compassionate, the All-Merciful.</p>\n<p>Say: So great is the glory of the Cause of God that even the blind can perceive it, how much more they whose sight is sharp, whose vision is pure. The blind, though unable to perceive the light of the sun, are, nevertheless, capable of experiencing its continual heat. The blind in heart, however, among the people of the Bayán—and to this God is My witness—are impotent, no matter how long the Sun may shine upon them, either to perceive the radiance of its glory, or to appreciate the warmth of its rays.</p>\n<p>Say: O people of the Bayán! We have chosen you out of the world to know and recognize Our Self. We have caused you to draw nigh unto the right side of Paradise—the Spot out of which the undying Fire crieth in manifold accents: “There is none other God besides Me, the All-Powerful, the Most High!” Take heed lest ye allow yourselves to be shut out as by a veil from this Daystar that shineth above the dayspring of the Will of your Lord, the All-Merciful, and whose light hath encompassed both the small and the great. Purge your sight, that ye may perceive its glory with your own eyes, and depend not on the sight of anyone except yourself, for God hath never burdened any soul beyond its power. Thus hath it been sent down unto the Prophets and Messengers of old, and been recorded in all the Scriptures.</p>\n<p>Strive, O people, to gain admittance into this vast Immensity for which God ordained neither beginning nor end, in which His voice hath been raised, and over which have been wafted the sweet savors of holiness and glory. Divest not yourselves of the Robe of grandeur, neither suffer your hearts to be deprived of remembering your Lord, nor your ears of hearkening unto the sweet melodies of His wondrous, His sublime, His all-compelling, His clear, and most eloquent voice.</p>","Text2":"<p>Sprich: O Volk! Versagt euch nicht selbst die Gnade Gottes und Seine Barmherzigkeit. Wer immer sie sich versagt, leidet fürwahr schweren Verlust. Was, o Volk! Betet ihr den Staub an und wendet euch ab von eurem Herrn, dem Gnadenvollen, dem Allgütigen? Fürchtet Gott und gehört nicht zu denen, die zugrunde gehen! Sprich: Das Buch Gottes ist in der Gestalt dieses Jünglings herabgesandt. Geheiligt sei darum Gott, der vortrefflichste Schöpfer! Hütet euch wohl, o Völker der Welt, daß ihr nicht vor Seinem Antlitz flieht. Nein, beeilt euch, in Seine Gegenwart zu gelangen, und gehört zu denen, die zu Ihm zurückgekehrt sind. Betet um Vergebung, o Volk, da ihr eure Pflicht vor Gott versäumt und euch wi­der Seine Sache vergangen habt, und gehört nicht zu den Törichten. Er ist es, der euch erschaffen, Er hat eure Seelen durch Seine Sache gestärkt und euch befähigt, Ihn, den Allmächtigen, den Erhabensten, den Allwissenden, zu erkennen. Er hat euren Augen die Schätze Seines Wissens enthüllt und euch in den Himmel der Gewißheit aufsteigen lassen – der Gewißheit Seines unwiderstehlichen, unwider­leglichen, erhabensten Glaubens. Hütet euch, daß ihr euch nicht selbst der Gnade Gottes beraubt und eure Werke zunichte macht, und weiset die Wahrheit dieser klarsten, die­ser hohen, dieser herrlich leuchtenden Offenbarung nicht zurück. Urteilt gerecht über die Sache Gottes, eures Schöpfers, schauet, was vom Throne der Höhe herabgesandt ist, und denkt darüber nach mit reinem, geheiligtem Herzen. Dann wird euch die Wahrheit dieser Sache so offenbar erscheinen wie die Sonne in ihrer Mittagsherrlichkeit. Dann werdet ihr zu denen gehören, die an Ihn glauben.</p>\n<p>Sprich: Das erste, vornehmste Zeugnis, das Seine Wahrheit beweist, ist Sein eigenes Selbst. Nächst diesem Zeugnis steht Seine Offenbarung. Wer es versäumt, das eine oder das andere zu erkennen, für den hat Er die Worte niedergelegt, die Er als Beweis Seiner Wirklichkeit und Wahrheit offenbarte. Dies ist wahrlich ein Zeichen Seiner sanften Barmherzigkeit für die Menschen. Jeder Seele hat Er die Fähigkeit verliehen, Gottes Zeichen zu erkennen. Wie sonst hätte Er den Menschen Sein Zeugnis erbringen können – gehörtet ihr doch zu denen, die im Herzen über Seine Sache nachdenken. Niemals wird Er ungerecht mit irgend jemandem verfahren, noch wird Er eine Seele über ihr Ver­mögen belasten. Er, wahrlich, ist der Mitleidige, der Allbarmherzige.</p>\n<p>Sprich: So groß ist die Herrlichkeit der Sache Gottes, daß selbst die Blinden sie wahrnehmen können, wieviel mehr aber die, deren Auge scharf und deren Blick klar ist. Obgleich die Blinden nicht imstande sind, das Licht der Sonne zu sehen, sind sie dennoch fähig, ihre immerwähren-de Wärme zu spüren. Die im Herzen Blinden unter dem Volk des Bayán vermögen indessen, und dafür ist Gott Mein Zeuge, weder den Glanz ihrer Herrlichkeit zu sehen noch die Wärme ihrer Strahlen wahrzunehmen, wie lange die Sonne auch auf sie scheinen mag.</p>\n<p>Sprich: O Volk des Bayán! Wir haben euch in der Welt auserwählt, damit ihr Unser Selbst erkennt und anerkennt. Wir haben bewirkt, daß ihr der rechten Seite des Paradieses nahekommt, dem Ort, da das unauslöschliche Feuer in mannigfachen Zungen ruft: »Es ist kein Gott außer Mir, dem Allmächtigen, dem Höchsten.« Hütet euch, daß ihr euch nicht wie durch einen Schleier von dieser Sonne tren­nen laßt, die über dem Morgen des Willens eueres Herrn, des Allbarmherzigen, strahlt und alle, groß und klein, mit ihrem Licht umschließt. Reinigt eueren Blick, auf daß ihr mit eigenen Augen ihre Herrlichkeit wahrnehmt und nicht von der Sehkraft eines anderen als euch selbst abhängt; denn Gott hat niemals eine Seele über ihr Vermögen belastet. So ist es seit alters auf die Propheten und Boten herabgesandt und in allen Schriften verzeichnet.</p>\n<p>Bemüht euch, o Volk, Zutritt zu gewinnen zu dieser weiten Unendlichkeit, für die Gott weder Anfang noch Ende bestimmte, in der Er Seine Stimme erhob und über welche die süßen Düfte der Heiligkeit und Herrlichkeit wehten. Legt nicht selbst das Gewand der Größe ab und laßt nicht zu, daß euer Herz des Gedenkens an eueren Herrn beraubt sei noch eure Ohren des Klanges Seiner wundersamen, Seiner erhabenen, allbezwingenden, klaren und ausdrucksvollen Stimme mit ihren süßen Melodien.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":53,"Roman":"LIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Nasír, O My servant! God, the Eternal Truth, beareth Me witness. The Celestial Youth hath, in this Day, raised above the heads of men the glorious Chalice of Immortality, and is standing expectant upon His seat, wondering what eye will recognize His glory, and what arm will, unhesitatingly, be stretched forth to seize the Cup from His snow-white Hand and drain it. Only a few have as yet quaffed from this peerless, this soft-flowing grace of the Ancient King. These occupy the loftiest mansions of Paradise, and are firmly established upon the seats of authority. By the righteousness of God! Neither the mirrors of His glory, nor the revealers of His names, nor any created thing, that hath been or will ever be, can ever excel them, if ye be of them that comprehend this truth.</p>\n<p>O Nasír! The excellence of this Day is immensely exalted above the comprehension of men, however extensive their knowledge, however profound their understanding. How much more must it transcend the imaginations of them that have strayed from its light, and been shut out from its glory! Shouldst thou rend asunder the grievous veil that blindeth thy vision, thou wouldst behold such a bounty as naught, from the beginning that hath no beginning till the end that hath no end, can either resemble or equal. What language should He Who is the Mouthpiece of God choose to speak, so that they who are shut out as by a veil from Him can recognize His glory? The righteous, inmates of the Kingdom on high, shall drink deep from the Wine of Holiness, in My name, the all-glorious. None other besides them will share such benefits.</p>","Text2":"<p>O Nasír, o Mein Diener! Gott, die Ewige Wahr­heit, ist Mein Zeuge. Der himmlische Jüngling hat an diesem Tage den herrlichen Kelch der Un­sterblichkeit hoch über die Häupter der Menschen erhoben und steht erwartungsvoll vor Seinem Thron, um zu sehen, welches Auge Seine Herrlichkeit erkennt und welcher Arm sich ohne Zögern ausstreckt, diesen Kelch aus Seiner schneeweißen Hand zu ergreifen und zu leeren. Nur wenige haben bisher von dieser unvergleichlichen, sanft fließenden Gnade des Altehrwürdigen Königs getrunken. Sie nehmen die erhabensten Stätten des Paradieses ein und sitzen sicher auf den Thronen der Lehensgewalt. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Weder die Spiegel Seiner Herrlichkeit noch die Offenbarer Seiner Namen noch irgend etwas Erschaffenes, ge­wesen oder künftig seiend, kann sie jemals überragen – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit begreifen.</p>\n<p>O Nasír! Die Vortrefflichkeit dieses Tages ist unendlich erhaben über das Verständnis der Menschen, wie weit ihr Wissen und wie tief ihr Verstand auch seien. Wieviel mehr aber muß sie die Vorstellungen derer überragen, die von ihrem Lichte abgeirrt und von ihrer Herrlichkeit ausge­schlossen sind! Würdest du den dichten Schleier zerreißen, der deinen Blick verdunkelt, du würdest eine Großmut schauen, der vom Anfang, der keinen Anfang hat, bis zum Ende, das kein Ende hat, nichts ähnelt oder gleichkommt. Welche Sprache sollte Er, das Sprachrohr Gottes, wohl wählen, damit jene, die wie durch einen Schleier von Ihm getrennt sind, Seine Herrlichkeit erkennen können? Die Rechtschaffenen, die Bewohner des Reiches der Höhe, sol­len in Meinem Namen, der Allherrliche, vom Weine der Heiligkeit die Fülle trinken. Außer ihnen wird niemand sol­che Wohltaten genießen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":54,"Roman":"LIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>By the righteousness of God, my Well-Beloved! I have never aspired after worldly leadership. My sole purpose hath been to hand down unto men that which I was bidden to deliver by God, the Gracious, the Incomparable, that it may detach them from all that pertaineth to this world, and cause them to attain such heights as neither the ungodly can conceive, nor the froward imagine.</p>","Text2":"<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes, Meines Vielgelieb-1 ten! Ich habe niemals nach weltlicher Führer­schaft gestrebt. Meine einzige Absicht war, den Menschen das weiterzureichen, was Mir Gott, der Gna­denvolle, der Unvergleichliche, zu übergeben befohlen hat, damit es sie von allem, was dieser Welt angehört, loslöse und solche Höhen erreichen lasse, wie sie weder der Gott­lose sich ausdenken noch der Eigensinnige sich vorstellen kann.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":55,"Roman":"LV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Call thou to remembrance, O Land of Ta (Tihrán), the former days in which thy Lord had made thee the seat of His throne, and had enveloped thee with the effulgence of His glory. How vast the number of those sanctified beings, those symbols of certitude, who, in their great love for thee, have laid down their lives and sacrificed their all for thy sake! Joy be to thee, and blissfulness to them that inhabit thee. I testify that out of thee, as every discerning heart knoweth, proceedeth the living breath of Him Who is the Desire of the world. In thee the Unseen hath been revealed, and out of thee hath gone forth that which lay hid from the eyes of men. Which one of the multitude of thy sincere lovers shall We remember, whose blood hath been shed within thy gates, and whose dust is now concealed beneath thy soil? The sweet savors of God have unceasingly been wafted, and shall everlastingly continue to be wafted upon thee. Our Pen is moved to commemorate thee, and to extol the victims of tyranny, those men and women that sleep beneath thy dust.</p>\n<p>Among them is Our own sister, whom We now call to mind as a token of Our fidelity, and as proof of Our loving-kindness, unto her. How piteous was her plight! In what a state of resignation she returned to her God! We, alone, in Our all-encompassing knowledge, have known it.</p>\n<p>O Land of Ta! Thou art still, through the grace of God, a center around which His beloved ones have gathered. Happy are they; happy every refugee that seeketh thy shelter, in his sufferings in the path of God, the Lord of this wondrous Day! Blessed are they that remember the one true God, that magnify His Name, and seek diligently to serve His Cause. It is to these men that the sacred Books of old have referred. On them hath the Commander of the Faithful lavished his praise, saying: “The blessedness awaiting them excelleth the blessedness we now enjoy.” He, verily, hath spoken the truth, and to this We now testify. The glory of their station, however, is as yet undisclosed. The Hand of Divine power will, assuredly, lift up the veil, and expose to the sight of men that which shall cheer and lighten the eye of the world.</p>\n<p>Render thanks unto God, the Eternal Truth, exalted be His glory, inasmuch as ye have attained so wondrous a favor, and been adorned with the ornament of His praise. Appreciate the value of these days, and cleave to whatsoever beseemeth this Revelation. He, verily, is the Counselor, the Compassionate, the All-Knowing.</p>","Text2":"<p>Rufe dir jene Tage ins Gedächtnis zurück, o Land von Tá,1 in denen dein Herr dich zum Sitz Seines Thrones gemacht und dich mit dem Glanz Seiner Herrlichkeit umhüllt hat. Wie unermeßlich ist die Zahl jener geheiligten Wesen, jener Sinnbilder der Gewißheit, die in ihrer großen Liebe zu dir ihr Leben hingaben und alles um deinetwillen opferten! Freude sei dir und Glückseligkeit denen, die dich bewohnen! Ich bezeuge, daß von dir, wie jedes erkennende Herz weiß, der Lebenshauch dessen ausgeht, der das Verlangen der Welt ist. In dir ist der Unsichtbare offenbart worden; aus dir ist hervorgegan­gen, was den Augen der Menschen verborgen war. Wen aus der Menge der dich aufrichtig Liebenden, deren Blut innerhalb deiner Tore vergossen wurde, und deren Staub nun in deinem Boden verborgen ruht, sollen Wir ins Ge­dächtnis rufen? Die süßen Düfte Gottes wehten unaufhörlich über dich hin und werden ewig über dich wehen. Unsere Feder wird bewegt, deiner zu gedenken und die Opfer der Tyrannei zu rühmen, jene Männer und Frauen, die in deiner Erde ruhen.</p>\n<p>Unter ihnen ist Unsere eigene Schwester, deren Wir nun gedenken, zum Zeichen Unserer Treue und zum Beweis Unserer Güte für sie. Wie traurig war ihre Lage! In wel­chem Zustand der Entsagung kehrte sie zu ihrem Gott zu­rück! Wir allein in Unserem allumfassenden Wissen haben es erkannt.</p>\n<p>O Land von Tá! Durch die Gnade Gottes bist du noch immer ein Mittelpunkt, um den sich Seine Geliebten sammeln. Glücklich sind sie; glücklich ist jeder Flüchtling, der in seinem Leid auf dem Pfade zu Gott, dem Herrn dieses wundersamen Tages, Zuflucht bei dir sucht! Selig sind, die des einen, wahren Gottes gedenken, die Seinen Namen verherrlichen und mit Eifer Seiner Sache zu dienen suchen. Auf diese Menschen haben die heiligen Bücher von alters her hingewiesen. Sie hat der Herrscher der Gläubigen1 mit Lob überhäuft, als er sprach: »Die Seligkeit, die ihrer harrt, überragt die Seligkeit, deren wir uns jetzt erfreuen.« Er hat wahrlich die Wahrheit gesprochen, und Wir bezeugen dies heute. Die Herrlichkeit ihrer Stufe ist jedoch noch nicht enthüllt. Die Hand göttlicher Macht wird sicherlich den Schleier lüften und vor dem Blick der Menschen darlegen, was das Auge der Welt erfreuen und erleuchten wird.</p>\n<p>[1. Imám ‘Alí-Ibn-i-Abí-Tálib, der Schwiegersohn Muhammads]</p>\n<p>Danket Gott, der Ewigen Wahrheit – gepriesen sei Seine Herrlichkeit –, daß ihr einer so wunderbaren Gunst teilhaf­tig und mit der Zier Seines Lobes geschmückt worden seid. Würdigt den Wert dieser Tage und haltet euch an das, was dieser Offenbarung ziemt. Er, wahrlich, ist der Ratgeber, der Erbarmende, der Allwissende.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":56,"Roman":"LVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Let nothing grieve thee, O Land of Ta (Tihrán), for God hath chosen thee to be the source of the joy of all mankind. He shall, if it be His Will, bless thy throne with one who will rule with justice, who will gather together the flock of God which the wolves have scattered. Such a ruler will, with joy and gladness, turn his face towards, and extend his favors unto, the people of Bahá. He indeed is accounted in the sight of God as a jewel among men. Upon him rest forever the glory of God, and the glory of all that dwell in the kingdom of His revelation.</p>\n<p>Rejoice with great joy, for God hath made thee “the Dayspring of His light,” inasmuch as within thee was born the Manifestation of His Glory. Be thou glad for this name that hath been conferred upon thee—a name through which the Daystar of grace hath shed its splendor, through which both earth and heaven have been illumined.</p>\n<p>Erelong will the state of affairs within thee be changed, and the reins of power fall into the hands of the people. Verily, thy Lord is the All-Knowing. His authority embraceth all things. Rest thou assured in the gracious favor of thy Lord. The eye of His loving-kindness shall everlastingly be directed towards thee. The day is approaching when thy agitation will have been transmuted into peace and quiet calm. Thus hath it been decreed in the wondrous Book.</p>","Text2":"<p>Laß dich durch nichts betrüben, o Land von Tá1, denn Gott hat dich auserkoren zum Quell der Freude für die ganze Menschheit. Er wird, so es Sein Wille ist, deinen Thron segnen mit einem, der mit Gerechtigkeit regieren und die Herde Gottes sammeln wird, die von Wölfen zerstreut ward. Ein solcher Herrscher wird mit Freude und Frohsinn sein Antlitz dem Volke Bahás zuwenden und ihm seine Gunst erweisen. Er gilt wahrlich in den Augen Gottes als Kleinod unter den Menschen. Auf ihm ruhe für immer die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit aller, die im Reiche Seiner Offenbarung wohnen.</p>\n<p>[1. Tihrán (Teheran)]</p>\n<p>Jauchze mit großer Freude, denn Gott hat dich zum »Tagesanbruch Seines Lichtes« gemacht, da in dir die Manifestation Seiner Herrlichkeit geboren ward. Freue dich dieses Namens, der dir verliehen ward, eines Namens, durch den die Sonne der Gnade ihren Glanz ergoß, durch den Erde und Himmel erleuchtet wurden.</p>\n<p>Bald werden sich die Verhältnisse in dir ändern und die Zügel der Macht in die Hände des Volkes übergehen. Wahrlich, dein Herr ist der Allwissende. Seine Gewalt umfaßt alle Dinge. Sei der gnädigen Gunst deines Herrn gewiß. Das Auge Seiner Güte ist ewiglich auf dich gerichtet. Der Tag naht, da deine Erregung in Frieden und Ruhe verwan­delt sein wird. So ist es verfügt in dem wundersamen Buche.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":57,"Roman":"LVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>When thou art departed out of the court of My presence, O Muhammad, direct thy steps towards My House (Baghdád House), and visit it on behalf of thy Lord. When thou reachest its door, stand thou before it and say: Whither is the Ancient Beauty gone, O most great House of God, He through Whom God hath made thee the cynosure of an adoring world, and proclaimed thee to be the sign of His remembrance unto all who are in the heavens and all who are on the earth? Oh! for the former days when thou, O House of God, wert made His footstool, the days when in ceaseless strains the melody of the All-Merciful poured forth from thee! What hath become of thy jewel whose glory hath irradiated all creation? Whither are gone the days in which He, the Ancient King, had made thee the throne of His glory, the days in which He had chosen thee alone to be the lamp of salvation between earth and heaven, and caused thee to diffuse, at dawn and at eventide, the sweet fragrance of the All-Glorious?</p>\n<p>Where, O House of God, is the Sun of majesty and power Who had enveloped thee with the brightness of His presence? Where is He, the Dayspring of the tender mercies of thy Lord, the Unconstrained, Who had established His seat within thy walls? What is it, O throne of God, that hath altered thy countenance, and made thy pillars to tremble? What could have closed thy door to the face of them that eagerly seek thee? What hath made thee so desolate? Couldst thou have been told that the Beloved of the world is pursued by the swords of His enemies? The Lord bless thee, and bless thy fidelity unto Him, inasmuch as thou hast remained His companion through all His sorrows and His sufferings.</p>\n<p>I testify that thou art the scene of His transcendent glory, His most holy habitation. Out of thee hath gone forth the Breath of the All-Glorious, a Breath that hath breathed over all created things, and filled with joy the breasts of the devout that dwell in the mansions of Paradise. The Concourse on high, and they that inhabit the Cities of the Names of God, weep over thee, and bewail the things that have befallen thee.</p>\n<p>Thou art still the symbol of the names and attributes of the Almighty, the Point towards which the eyes of the Lord of earth and heaven are directed. There hath befallen thee what hath befallen the Ark in which God’s pledge of security had been made to dwell. Well is it with him that apprehendeth the intent of these words, and recognizeth the purpose of Him Who is the Lord of all creation.</p>\n<p>Happy are those that inhale from thee the sweet savors of the Merciful, that acknowledge thine exaltation, that safeguard thy sanctity, that reverence, at all times, thy station. We implore the Almighty to grant that the eyes of those who have turned away from thee, and failed to appreciate thy worth, may be opened, that they may truly recognize thee, and Him Who, through the power of truth, hath raised thee up on high. Blind, indeed, are they about thee, and utterly unaware of thee in this day. Thy Lord is, verily, the Gracious, the Forgiving.</p>\n<p>I bear witness that through thee God hath proved the hearts of His servants. Blessed be the man that directeth his steps toward thee, and visiteth thee. Woe to him that denieth thy right, that turneth away from thee, that dishonoreth thy name, and profaneth thy holiness.</p>\n<p>Grieve not, O House of God, if the veil of thy sanctity be rent asunder by the infidels. God hath, in the world of creation, adorned thee with the jewel of His remembrance. Such an ornament no man can, at any time, profane. Towards thee the eyes of thy Lord shall, under all conditions, remain directed. He, verily, will incline His ear to the prayer of every one that visiteth thee, who will circle around thee, and calleth upon Him in thy name. He, in truth, is the Forgiving, the All-Merciful.</p>\n<p>I beseech Thee, O my God, by this House that hath suffered such change in its separation from Thee, that bewaileth its remoteness from Thy presence, and lamenteth Thy tribulation, to forgive me, and my parents, and my kindred, and such of my brethren as have believed in Thee. Grant that all my needs be satisfied, through Thy bounty, O Thou Who art the King of Names. Thou art the most Bountiful of the bountiful, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Wenn du vom Hofe Meiner Gegenwart geschie­den bist, o Muhammad, lenke deine Schritte nach Meinem Hause1 und besuche es im Na­men deines Herrn. Wenn du sein Tor erreichst, so bleibe davor stehen und sprich: Wohin ist die Altehrwürdige Schönheit gegangen, o größtes Haus Gottes, Er, durch den dich Gott zum Leitstern einer anbetenden Welt gemacht und zum Zeichen des Gedenkens für alle, die in den Himmeln und auf Erden sind, erklärt hat? Ach der früheren Tage, da du, o Haus Gottes, zu Seinem Schemel wurdest, der Tage, da die Melodie des Allbarmherzigen in endlosen Klangfolgen aus dir hervorströmte! Was wurde aus deinem Kleinod, dessen Glanz die ganze Schöpfung erleuchtet hat? Wohin sind die Tage entschwunden, da Er, der Altehrwürdige König, dich zum Throne Seiner Herrlichkeit gemacht, die Tage, da Er dich allein zur Lampe des Heils zwischen Erde und Himmel erwählt hat und dich früh am Morgen und zur Abendzeit die süßen Düfte des Allherrlichen verströmen ließ?</p>\n<p>[1. in Baghdád]</p>\n<p>O Haus Gottes, wo ist die Sonne der Majestät und Macht, die dich mit dem Glanz Seiner Gegenwart umhüllte? Wo ist Er, der Tagesanbruch des gütigen Erbarmens deines Herrn, des Ungezwungenen, der Seinen Sitz in deinen Mauern errichtet hatte? Was ist es, o Thron Gottes, das dein Angesicht verwandelt hat und deine Grundpfeiler erzittern ließ? Was mag dein Tor vor denen verschlossen haben, die dich voll Eifer suchen? Was hat dich so öde werden lassen? Könnte dir erzählt worden sein, daß der Geliebte der Welt von den Schwertern Seiner Feinde verfolgt wird? Der Herr segne dich und segne deine Treue zu Ihm, weil du durch alle Seine Sorgen und Leiden hindurch Sein Gefährte geblieben bist.</p>\n<p>Ich bezeuge, daß du der Schauplatz Seiner weltüberragenden Herrlichkeit, Seine heiligste Behausung bist. Aus dir ist der Odem des Allherrlichen hervorgegangen, ein Odem, der über alles Erschaffene weht und den Frommen, die in den Wohnstätten des Paradieses wohnen, die Brust mit Freude erfüllt. Die himmlischen Heerscharen und jene, die in den Städten der Namen Gottes wohnen, weinen über dich und beklagen, was dich befallen hat.</p>\n<p>Noch immer bist du das Sinnbild der Namen und Eigen­schaften des Allmächtigen, der Punkt, auf den die Augen des Herrn von Erde und Himmel gerichtet sind. Dir ist wi­derfahren, was der Arche widerfuhr, in der Gottes Unter­pfand der Sicherheit wohnt. Wohl steht es um den, der den Sinn dieser Worte erfaßt und die Absicht dessen erkennt, der der Herr der ganzen Schöpfung ist.</p>\n<p>Glücklich sind, die von dir die süßen Düfte des Barmherzigen atmen, die deine Erhöhung erkennen, deine Hei­ligkeit schützen und deinen hohen Rang allezeit ehren. Wir flehen zum Allmächtigen, er möge gnädig jenen die Augen öffnen, die sich von dir abwenden und deinen Wert nicht würdigen, damit sie dich und Ihn, der dich durch die Macht der Wahrheit hoch erhoben hat, wirklich erkennen. Blind sind sie in der Tat dir gegenüber, und völlig unwis­send über dich an diesem Tage. Dein Herr ist wahrlich der Gnädige, der Vergebende.</p>\n<p>Ich bezeuge, daß Gott durch dich die Herzen Seiner Diener prüft. Selig der Mensch, der seine Schreie zu dir lenkt und dich besucht. Wehe dem, der dein Recht leugnet, der sich von dir abkehrt, deinen Namen entehrt und deine Heiligkeit entweiht.</p>\n<p>Gräme dich nicht, o Haus Gottes, wenn der Schleier deiner Heiligkeit von den Ungläubigen zerrissen wird. Gott hat dich in der Welt der Schöpfung mit dem Kleinod Seines Gedenkens geschmückt. Solchen Schmuck kann kein Mensch jemals entweihen. Auf dich werden die Augen deines Herrn unter allen Umständen gerichtet bleiben. Er wird wahrlich Sein Ohr dem Gebet eines jeden neigen, der dich besucht, dich umschreitet und Ihn in deinem Namen anruft. Er ist in Wahrheit der Vergebende, der Allbarmherzige.</p>\n<p>Ich flehe zu Dir, o mein Gott, bei diesem Hause, das solchen Wandel bei seiner Trennung von Dir erlitten hat, das seine Ferne von Deiner Gegenwart beklagt und Deine Leiden beweint, vergib mir, meinen Eltern, meinen Verwandten und denen unter meinen Brüdern, die an Dich glauben. Gewähre, daß alle meine Bedürfnisse durch Deine Großmut befriedigt werden, o Du, der Du der König der Namen bist! Du bist der Großmütigste der Großmütigen, der Herr aller Welten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":58,"Roman":"LVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Call thou to mind that which hath been revealed unto Mihdí, Our servant, in the first year of Our banishment to the Land of Mystery (Adrianople). Unto him have We predicted that which must befall Our House (Baghdád House), in the days to come, lest he grieve over the acts of robbery and violence already perpetrated against it. Verily, the Lord, thy God, knoweth all that is in the heavens and all that is on the earth.</p>\n<p>To him We have written: This is not the first humiliation inflicted upon My House. In days gone by the hand of the oppressor hath heaped indignities upon it. Verily, it shall be so abased in the days to come as to cause tears to flow from every discerning eye. Thus have We unfolded to thee things hidden beyond the veil, inscrutable to all save God, the Almighty, the All-Praised. In the fullness of time, the Lord shall, by the power of truth, exalt it in the eyes of all men. He shall cause it to become the Standard of His Kingdom, the Shrine round which will circle the concourse of the faithful. Thus hath spoken the Lord, thy God, ere the day of lamentation arriveth. This revelation have We given thee in Our holy Tablet, lest thou sorrow for what hath befallen Our House through the assaults of the enemy. All praise be to God, the All-Knowing, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>Erinnere dich an das, was Mihdí, Unserem Diener, im ersten Jahr Unserer Verbannung nach dem Land des Geheimnisses1 offenbart wurde. Ihm haben Wir vorausgesagt, was Unserem Hause2 dereinst zustoßen wird, damit er sich über die Plünderung und die Gewalt, die diesem Hause schon angetan wurden, nicht gräme. Wahrlich, der Herr, dein Gott, weiß alles, was in den Himmeln und auf Erden ist.</p>\n<p>[1.Adrianopel]</p>\n<p>[2.in Baghdád]</p>\n<p>Wir haben ihm geschrieben: Dies ist nicht die erste Demütigung, die Meinem Hause widerfährt. In früheren Ta­gen hat es die Hand des Bedrückers mit Schmach überhäuft. Wahrlich, es wird in kommenden Tagen noch so erniedrigt werden, daß jedem scharfsichtigen Auge die Tränen entströmen. So enthüllen Wir dir, was hinter einem Schleier verborgen ist, unerforschlich für alle außer Gott, dem Allmächtigen, dem Allgepriesenen. Wenn die Zeit erfüllt ist, wird der Herr dieses Haus durch die Macht der Wahrheit vor den Augen aller Menschen erhöhen. Er wird es zum Richtmaß Seines Reiches machen, zum Schrein, den die Scharen der Gläubigen umkreisen. So hat der Herr, dein Gott, gesprochen, ehe der Tag der Wehklage kommt. Diese Verkündigung haben Wir dir auf Unserer heiligen Tafel gegeben, damit du dich nicht härmst über das, was die Übergriffe der Feinde Unserem Hause angetan haben. Aller Ruhm sei Gott, dem Allwissenden, dem Allweisen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":59,"Roman":"LIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Every unbiased observer will readily admit that, ever since the dawn of His Revelation, this wronged One hath invited all mankind to turn their faces towards the Dayspring of Glory, and hath forbidden corruption, hatred, oppression, and wickedness. And yet, behold what the hand of the oppressor hath wrought! No pen dare describe his tyranny. Though the purpose of Him Who is the Eternal Truth hath been to confer everlasting life upon all men, and ensure their security and peace, yet witness how they have arisen to shed the blood of His loved ones, and have pronounced on Him the sentence of death.</p>\n<p>The instigators of this oppression are those very persons who, though so foolish, are reputed the wisest of the wise. Such is their blindness that, with unfeigned severity, they have cast into this fortified and afflictive Prison Him, for the servants of Whose Threshold the world hath been created. The Almighty, however, in spite of them and those that have repudiated the truth of this “Great Announcement,” hath transformed this Prison House into the Most Exalted Paradise, the Heaven of Heavens.</p>\n<p>We did not refuse such material benefits as could relieve Us from Our afflictions. Every one of Our companions, however, will bear Us witness that Our holy court is sanctified from, and far above, such material benefits. We have nevertheless accepted, while confined in this Prison, those things of which the infidels have striven to deprive Us. If a man be found willing to rear, in Our name, an edifice of pure gold or silver, or a house begemmed with stones of inestimable value, such a wish will no doubt be granted. He, verily, doeth what He willeth, and ordaineth that which He pleaseth. Leave hath, moreover, been given to whosoever may desire to raise, throughout the length and breadth of this land, noble and imposing structures, and dedicate the rich and sacred territories adjoining the Jordan and its vicinity to the worship and service of the one true God, magnified be His glory, that the prophecies recorded by the Pen of the Most High in the sacred Scriptures may be fulfilled, and that which God, the Lord of all worlds, hath purposed in this most exalted, this most holy, this mighty, and wondrous Revelation may be made manifest.</p>\n<p>We have, of old, uttered these words: Spread thy skirt, O Jerusalem! Ponder this in your hearts, O people of Bahá, and render thanks unto your Lord, the Expounder, the Most Manifest.</p>\n<p>Were the mysteries, that are known to none except God, to be unraveled, the whole of mankind would witness the evidences of perfect and consummate justice. With a certitude that none can question, all men would cleave to His commandments, and would scrupulously observe them. We, verily, have decreed in Our Book a goodly and bountiful reward to whosoever will turn away from wickedness and lead a chaste and godly life. He, in truth, is the Great Giver, the All-Bountiful.</p>","Text2":"<p>Jeder unbefangene Beobachter wird bereitwillig zugeben, daß dieser Unterdrückte seit der Mor­gendämmerung Seiner Offenbarung die ganze Menschheit aufgefordert hat, ihr Antlitz dem Tagesanbruch der Herrlichkeit zuzuwenden, und daß Er Bestechung, Haß, Unterdrückung und Bosheit untersagt hat. Und doch, siehe, was die Hand des Unterdrückers ange­richtet hat! Keine Feder wagt es, seine Tyrannei zu schildern. Obwohl Er, die Ewige Wahrheit, zum Ziel hat, allen Menschen ewiges Leben zu verleihen und ihnen für Sicherheit und Frieden Gewähr zu bieten, sieh, wie sie sich erho­ben, das Blut Seiner Geliebten zu vergießen, und wie sie das Todesurteil über Ihn fällten.</p>\n<p>Obgleich die Anstifter dieser Unterdrückung solche Toren sind, gelten sie doch als die Weisesten der Weisen. So groß ist ihre Verblendung, daß sie mit unverhohlener Härte Ihn, für dessen Türhüter die ganze Welt erschaffen ist, in dieses hoch ummauerte, qualvolle Gefängnis geworfen haben. Der Allmächtige hat jedoch, ihnen und all denen zum Trotz, die die Wahrheit der »Großen Verkündigung«1 verworfen haben, dieses Gefängnis2 in das erhabenste Paradies, in den Himmel der Himmel verwandelt.</p>\n<p>[1.vgl. Qur’án 78:3]</p>\n<p>[2.das »Größte Gefängnis« in ‘Akká, in dem Bahá’u’lláh eingekerkert war]</p>\n<p>Irdische Wohltaten zur Linderung Unserer Leiden haben Wir nicht zurückgewiesen, jeder Unserer Gefährten wird Uns bezeugen, daß Unser heiliger Hof über solche irdischen Wohltaten geheiligt und hoch erhaben ist. Eingesperrt in dieses Gefängnis, haben Wir jedoch die Dinge angenommen, deren Uns die Ungläubigen berauben wollten. Wenn sich jemand in Unserem Namen ein Bauwerk aus reinem Gold oder Silber oder ein mit Edelsteinen von unschätzbarem Wert geschmücktes Haus errichten wollte, so würde diesem Wunsche zweifellos stattgegeben. Er, wahrlich, tut, was Er will, und Er bestimmt, was Ihm gefällt. Überdies ist jedem, der es wünscht, die Erlaubnis gegeben, überall in diesem Lande prächtige, eindrucksvolle Bauten zu errichten und die reichen, heiligen Gefilde am Jordan und in seiner Umgebung der Anbetung und dem Dienste des einen, wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – zu weihen, damit sich die von der Feder des Allerhöchsten in den heiligen Schriften verzeichneten Prophezeiungen erfüllen und offenkundig werde, was Gott, der Herr aller Welten, in dieser erhabensten, dieser heiligsten, dieser mächtigen und wundersamen Offenbarung beabsichtigt.</p>\n<p>Einst haben Wir die Worte geäußert: Breite den Rock aus, o Jerusalem! Bewegt dies im Herzen, o Volk Bahás, und dankt eurem Herrn, dem Erklärer, dem Offenbarsten.</p>\n<p>Würden die Geheimnisse enthüllt, die niemand kennt außer Gott, so würde die Menschheit die Beweise reinster, vollkommener Gerechtigkeit erkennen. Mit einer Gewiß­heit, die niemand bezweifeln könnte, würden sich alle Menschen an Seine Gebote halten und sie sorgsam befol­gen. Wir haben in Unserem Buche wahrlich jedem, der sich vom Bösen abwendet und ein keusches, gottesfürchtiges Leben führt, reichen, stattlichen Lohn verheißen. Er ist in Wahrheit der Große Geber, der Allgütige.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":60,"Roman":"LX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>My captivity can bring on Me no shame. Nay, by My life, it conferreth on Me glory. That which can make Me ashamed is the conduct of such of My followers as profess to love Me, yet in fact follow the Evil One. They, indeed, are of the lost.</p>\n<p>When the time set for this Revelation was fulfilled, and He Who is the Daystar of the world appeared in ‘Iráq, He bade His followers observe that which would sanctify them from all earthly defilements. Some preferred to follow the desires of a corrupt inclination, while others walked in the way of righteousness and truth, and were rightly guided.</p>\n<p>Say: He is not to be numbered with the people of Bahá who followeth his mundane desires, or fixeth his heart on things of the earth. He is My true follower who, if he come to a valley of pure gold, will pass straight through it aloof as a cloud, and will neither turn back, nor pause. Such a man is, assuredly, of Me. From his garment the Concourse on high can inhale the fragrance of sanctity.… And if he met the fairest and most comely of women, he would not feel his heart seduced by the least shadow of desire for her beauty. Such a one, indeed, is the creation of spotless chastity. Thus instructeth you the Pen of the Ancient of Days, as bidden by your Lord, the Almighty, the All-Bountiful.</p>","Text2":"<p>Meine Gefangenschaft kann Mir keine Schande bringen. Nein, bei Meinem Leben, sie verleiht Mir Ruhm! Was Mich beschämen kann, ist das Verhalten jener Meiner Anhänger, die vorgeben, Mich zu lieben, doch in Wirklichkeit dem Bösen folgen. Sie gehören fürwahr zu den Verlorenen.</p>\n<p>Als die festgesetzte Zeit für diese Offenbarung erfüllt war und Er, das Tagesgestirn der Welt, im ‘Iráq erschien, gebot Er Seinen Anhängern, dem zu folgen, was sie von al­ler irdischen Befleckung heiligt. Einige folgten lieber den Trieben einer verderbten Neigung, während andere auf dem Pfade der Rechtschaffenheit und Wahrheit wandelten und rechtgeleitet wurden.</p>\n<p>Sprich: Wer seinen weltlichen Wünschen folgt oder sein Herz an irdische Dinge hängt, soll nicht zum Volke Bahás zählen. Der ist Mein wahrer Jünger, der, käme er in ein Tal aus reinem Gold, geradewegs hindurchzöge, darüberschwebend wie eine Wolke, weder sich wendend noch rastend. Ein solcher Mensch gehört wahrlich zu Mir. Von seinem Gewande kann die Schar der Höhe den Duft der Heiligkeit atmen... Und wenn er der schönsten, anmutigsten Frau begegnete, fühlte er sein Herz auch nicht vom leisesten Schatten eines Verlangens nach ihrer Schönheit verführt. Ein solcher Mensch ist wirklich ein Geschöpf makelloser Keuschheit. Dies lehrt dich die Feder des Altehrwürdigen der Tage, wie es ihr geboten wurde von deinem Herrn, dem Allmächtigen, dem Allgütigen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":61,"Roman":"LXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The world is in travail, and its agitation waxeth day by day. Its face is turned towards waywardness and unbelief. Such shall be its plight, that to disclose it now would not be meet and seemly. Its perversity will long continue. And when the appointed hour is come, there shall suddenly appear that which shall cause the limbs of mankind to quake. Then, and only then, will the Divine Standard be unfurled, and the Nightingale of Paradise warble its melody.</p>","Text2":"<p>Die Welt liegt in Wehen, und ihre Erregung wächst von Tag zu Tag. Ihr Antlitz ist auf Eigen­sinn und Unglauben gerichtet. Ihr Zustand wird so werden, daß es nicht angemessen und schicklich wäre, ihn jetzt zu enthüllen. Lange wird ihre Verderbtheit wäh­ren. Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötz­lich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht. Dann und erst dann wird das göttliche Banner entfaltet, und die Nachtigall des Paradieses wird ihr Lied singen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":62,"Roman":"LXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Recall thou to mind My sorrows, My cares and anxieties, My woes and trials, the state of My captivity, the tears that I have shed, the bitterness of Mine anguish, and now My imprisonment in this far-off land. God, O Mustafá, beareth Me witness. Couldst thou be told what hath befallen the Ancient Beauty, thou wouldst flee into the wilderness, and weep with a great weeping. In thy grief, thou wouldst smite thyself on the head, and cry out as one stung by the sting of the adder. Be thou grateful to God, that We have refused to divulge unto thee the secrets of those unsearchable decrees that have been sent down unto Us from the heaven of the Will of thy Lord, the Most Powerful, the Almighty.</p>\n<p>By the righteousness of God! Every morning I arose from My bed, I discovered the hosts of countless afflictions massed behind My door; and every night when I lay down, lo! My heart was torn with agony at what it had suffered from the fiendish cruelty of its foes. With every piece of bread the Ancient Beauty breaketh is coupled the assault of a fresh affliction, and with every drop He drinketh is mixed the bitterness of the most woeful of trials. He is preceded in every step He taketh by an army of unforeseen calamities, while in His rear follow legions of agonizing sorrows.</p>\n<p>Such is My plight, wert thou to ponder it in thine heart. Let not, however, thy soul grieve over that which God hath rained down upon Us. Merge thy will in His pleasure, for We have, at no time, desired anything whatsoever except His Will, and have welcomed each one of His irrevocable decrees. Let thine heart be patient, and be thou not dismayed. Follow not in the way of them that are sorely agitated.</p>","Text2":"<p>Halte dir Meine Schmerzenspein vor Augen, Meine Sorgen und Ängste, Meine Leiden und Prüfungen, die Schmach Meiner Gefangen­schaft, die Tränen, die Ich vergoß, die Bitternis Meiner Qual und nun Meine Kerkerhaft in diesem fernen Land! Gott, o Mustafá, ist Mein Zeuge! Könnte man dir berichten, was die Altehrwürdige Schönheit betroffen hat, du würdest in die Wüste fliehen und heiße Tränen vergießen. In deinem Kummer würdest du dir das Haupt schlagen und aufschreien, wie von der Natter gebissen. Sei Gott dankbar, daß Wir Uns weigern, dir die Geheimnisse jener uner­forschlichen Ratschlüsse zu enthüllen, die vom Himmel des Willens deines Herrn, des Machtvollsten, des Allmächti­gen, auf Uns herabgesandt worden sind!</p>\n<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes! Jeden Morgen, wenn Ich aufstand, fand Ich unzählige Trübsale in Scharen hinter Meiner Tür, und jede Nacht, wenn Ich Mich niederlegte, war Mein Herz in Qual zerrissen von dem, was es durch die teuflische Grausamkeit seiner Feinde erduldet hatte. An jedem Stück Brot, das die Altehrwürdige Schönheit bricht, haftet der Sturm einer neuen Heimsuchung, und in jeden Tropfen, den Er trinkt, ist die Bitternis der schmerzlichsten aller Prüfungen gemischt. Bei jedem Schritt, den Er geht, zieht Ihm ein Heer nie vorhergesehener Trübsale voraus, und Legionen lähmender Leiden folgen Seinem Fuße.</p>\n<p>So ist Meine Lage, würdest du doch in deinem Herzen darüber nachsinnen! Dennoch, laß deine Seele nicht be­trübt sein über das, was Gott auf Uns niedergesandt hat! Laß deinen Willen aufgehen in Seinem Wohlgefallen, denn Wir haben niemals etwas anderes gewünscht als Seinen Wil­len, und haben jeden Seiner unumstößlichen Ratschlüsse begrüßt. Fasse dein Herz in Geduld und sei nicht verzagt. Folge nicht dem Pfade derer, die tief beunruhigt sind.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":63,"Roman":"LXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O thou whose face is turned towards Me! As soon as thine eyes behold from afar My native city (Tihrán), stand thou and say: I am come to thee out of the Prison, O Land of Ta, with tidings from God, the Help in Peril, the Self-Subsisting. I announce unto thee, O mother of the world and fountain of light unto all its peoples, the tender mercies of thy Lord, and greet thee in the name of Him Who is the Eternal Truth, the Knower of things unseen. I testify that within thee He Who is the Hidden Name was revealed, and the Unseen Treasure uncovered. Through thee the secret of all things, be they of the past or of the future, hath been unfolded.</p>\n<p>O Land of Ta! He Who is the Lord of Names remembereth thee in His glorious station. Thou wert the Dayspring of the Cause of God, the fountain of His Revelation, the manifestation of His Most Great Name—a Name that hath caused the hearts and souls of men to tremble. How vast the number of those men and women, those victims of tyranny, that have, within thy walls, laid down their lives in the path of God, and been buried beneath thy dust with such cruelty as to cause every honored servant of God to bemoan their plight.</p>","Text2":"<p>O du, dessen Antlitz Mir zugewandt ist! Sobald deine Augen Meine Vaterstadt1 von ferne erblicken, bleibe stehen und sprich: O Land von Tá! Ich komme aus dem Kerker zu dir mit einer Botschaft von Gott, dem Helfer in der Not, dem Selbstbestehenden. Ich künde dir, du Mutter der Welt, du Lichtquell für alle ihre Völker, die sanfte Gnade deines Herrn und grüße dich im Namen dessen, der die Ewige Wahrheit ist, der Wissende um das Ungeschaute. Ich bezeuge, daß in dir Er, der Verborgene Name, offenbart, der Verwahrte Schatz aufgedeckt wurde. Durch dich ist das Geheimnis aller Dinge, der vergangenen wie der künftigen, enthüllt.</p>\n<p>[1. Tihrán (Teheran)]</p>\n<p>O Land von Tá! Er, der Herr der Namen, gedenkt deiner auf Seiner herrlichen Stufe. Du warst der Morgen der Sache Gottes, der Quell Seiner Offenbarung, die Verkündigung Seines Größten Namens – eines Namens, der Herzen und Seelen der Menschen erbeben läßt. Wie groß ist die Zahl jener Männer und Frauen, jener Opfer der Tyrannei, die in deinen Mauern ihr Leben auf dem Pfade Gottes hin­gegeben haben und so grausam in deinem Staube begraben wurden, daß jeder ehrenwerte Diener Gottes ihr bitteres Los beklagt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":64,"Roman":"LXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>It is Our wish to remember the Abode of supreme blissfulness (Tihrán), the holy and shining city—the city wherein the fragrance of the Well-Beloved hath been shed, wherein His signs have been diffused, wherein the evidences of His glory have been revealed, wherein His standards have been raised, wherein His tabernacle hath been pitched, wherein each of His wise decrees hath been unfolded.</p>\n<p>It is the city in which the sweet savors of reunion have breathed, which have caused the sincere lovers of God to draw nigh unto Him, and to gain access to the Habitation of holiness and beauty. Happy is the wayfarer that directeth his steps towards this city, that gaineth admittance into it, and quaffeth the wine of reunion, through the outpouring grace of his Lord, the Gracious, the All-Praised.</p>\n<p>I am come to thee, O land of the heart’s desire, with tidings from God, and announce to thee His gracious favor and mercy, and greet and magnify thee in His name. He, in truth, is of immense bounteousness and goodness. Blessed be the man that turneth his face towards thee, that perceiveth from thee the fragrance of God’s Presence, the Lord of all worlds. His glory be on thee, and the brightness of His light envelop thee, inasmuch as God hath made thee a paradise unto His servants, and proclaimed thee to be the blest and sacred land of which He, Himself, hath made mention in the Books which His Prophets and Messengers have revealed.</p>\n<p>Through thee, O land of resplendent glory, the ensign, “There is none other God but Him,” hath been unfurled, and the standard, “Verily I am the Truth, the Knower of things unseen,” been hoisted. It behooveth every one that visiteth thee to glory in thee and in them that inhabit thee, that have branched from My Tree, who are the leaves thereof, who are the signs of My glory, who follow Me and are My lovers, and who, with the most mighty determination, have turned their faces in the direction of My glorious station.</p>","Text2":"<p>Wir haben den Wunsch, des Hortes höchster Seligkeit, der heiligen, strahlenden Stadt1 zu gedenken, der Stadt, darin der Duft des Vielge­liebten verströmt, Seine Zeichen verbreitet, die Beweise Seiner Herrlichkeit offenbart, Seine Banner gehißt, Seine Stiftshütte errichtet und jede Seiner weisen Verfügungen enthüllt worden sind.</p>\n<p>[1. Tihrán (Teheran)]</p>\n<p>Dies ist die Stadt, darin die süßen Düfte der Wiedervereinigung wehten und jene, die Gott aufrichtig lieben, Ihm nahen und in die Wohnstatt der Heiligkeit und Schönheit eintreten ließen. Selig der Wanderer, der seine Schritte zu dieser Stadt lenkt, Zutritt zu ihr findet und durch die strömende Gnade seines Herrn, des Gnadenvollen, des Allgepriesenen, den Wein der Wiedervereinigung trinkt!</p>\n<p>Zu dir, o Land der Herzenssehnsucht, bin ich mit einer Botschaft von Gott gekommen. Dir künde ich Seine gnadenvolle Huld und Gunst, dich grüße und preise ich in Seinem Namen. Er ist wahrlich voll unendlicher Freigebigkeit und Güte. Selig der Mensch, der dir sein Antlitz zuwendet und an dir den Duft der Gegenwart Gottes, des Herrn aller Welten, verspürt! Seine Herrlichkeit sei mit dir und der Glanz Seines Lichtes umstrahle dich, denn Gott hat dich zu einem Paradies für Seine Diener gemacht und dich zu dem gesegneten, heiligen Land erklärt, das Er in den Büchern erwähnte, die Seine Propheten und Boten offenbart haben.</p>\n<p>In dir, o Land der widerstrahlenden Herrlichkeit, ist das Banner »Es ist kein Gott außer Ihm«1 entfaltet und die Standarte »wahrlich, Ich bin die Wahrheit, der Wissende um das Ungeschaute« gehißt. Es geziemt jedem, der dich besucht, über dich zu frohlocken und über jene, die in dir wohnen, die Meinem Stamm entsprossen und seine Blätter sind, Zeichen Meiner Herrlichkeit, die Mir folgen, Mich lieben und mit machtvollster Entschlossenheit ihr Ange­sicht Meiner herrlichen Stufe zuwenden.</p>\n<p>[1. vgl. Qur’án 2:164, 255, 6:103, 107, 4:88, 3:19, 9:31, 129,7:159 etc.]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":65,"Roman":"LXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Call Thou to remembrance Thine arrival in the City (Constantinople), how the Ministers of the Sultán thought Thee to be unacquainted with their laws and regulations, and believed Thee to be one of the ignorant. Say: Yes, by My Lord! I am ignorant of all things except what God hath, through His bountiful favor, been pleased to teach Me. To this We assuredly testify, and unhesitatingly confess it.</p>\n<p>Say: If the laws and regulations to which ye cleave be of your own making, We will, in no wise, follow them. Thus have I been instructed by Him Who is the All-Wise, the All-Informed. Such hath been My way in the past, and such will it remain in the future, through the power of God and His might. This, indeed, is the true and right way. If they be ordained by God, bring forth, then, your proofs, if ye be of them that speak the truth. Say: We have written down in a Book which leaveth not unrecorded the work of any man, however insignificant, all that they have imputed to Thee, and all that they have done unto Thee.</p>\n<p>Say: It behooveth you, O Ministers of State, to keep the precepts of God, and to forsake your own laws and regulations, and to be of them who are guided aright. Better is this for you than all ye possess, did ye but know it. If ye transgress the commandment of God, not one jot or one tittle of all your works shall be acceptable in His sight. Ye shall, erelong, discover the consequences of that which ye shall have done in this vain life, and shall be repaid for them. This, verily, is the truth, the undoubted truth.</p>\n<p>How great the number of those who, in bygone ages, have committed the things ye have committed, and who, though superior to you in rank, have, in the end, returned unto dust, and been consigned to their inevitable doom! Would that ye might ponder the Cause of God in your hearts! Ye shall follow in their wake, and shall be made to enter a habitation wherein none shall be found to befriend or help you. Ye shall, of a truth, be asked of your doings, shall be called to account for your failure in duty with regard to the Cause of God, and for having disdainfully rejected His loved ones who, with manifest sincerity, have come unto you.</p>\n<p>It is ye who have taken counsel together regarding them, ye that have preferred to follow the promptings of your own desires, and forsaken the commandment of God, the Help in Peril, the Almighty.</p>\n<p>Say: What! Cleave ye to your own devices, and cast behind your backs the precepts of God? Ye, indeed, have wronged your own selves and others. Would that ye could perceive it! Say: If your rules and principles be founded on justice, why is it, then, that ye follow those which accord with your corrupt inclinations and reject such as conflict with your desires? By what right claim ye, then, to judge fairly between men? Are your rules and principles such as to justify your persecution of Him Who, at your bidding, hath presented Himself before you, your rejection of Him, and your infliction on Him every day of grievous injury? Hath He ever, though it be for one short moment, disobeyed you? All the inhabitants of ‘Iráq, and beyond them every discerning observer, will bear witness to the truth of My words.</p>\n<p>Be fair in your judgment, O ye Ministers of State! What is it that We have committed that could justify Our banishment? What is the offense that hath warranted Our expulsion? It is We Who have sought you, and yet, behold how ye refused to receive Us! By God! This is a sore injustice that ye have perpetrated—an injustice with which no earthly injustice can measure. To this the Almighty is Himself a witness.…</p>\n<p>Know ye that the world and its vanities and its embellishments shall pass away. Nothing will endure except God’s Kingdom which pertaineth to none but Him, the Sovereign Lord of all, the Help in Peril, the All-Glorious, the Almighty. The days of your life shall roll away, and all the things with which ye are occupied and of which ye boast yourselves shall perish, and ye shall, most certainly, be summoned by a company of His angels to appear at the spot where the limbs of the entire creation shall be made to tremble, and the flesh of every oppressor to creep. Ye shall be asked of the things your hands have wrought in this, your vain life, and shall be repaid for your doings. This is the day that shall inevitably come upon you, the hour that none can put back. To this the Tongue of Him that speaketh the truth and is the Knower of all things hath testified.</p>","Text2":"<p>Erinnere Dich Deiner Ankunft in der Stadt,2 wie die Minister des Sultáns glaubten, ihre Gesetze und Vorschriften seien Dir unbekannt, wie sie Dich für einen der Unwissenden hielten. Sprich: Ja, bei Meinem Herrn! Unwissend bin Ich in allem außer in dem, worin es Gott in Seiner gütigen Huld gefiel, Mich zu leh­ren. Dies bezeugen Wir mit Gewißheit und bekennen es ohne Zögern.</p>\n<p>Sprich: Wenn die Gesetze und Vorschriften, an denen ihr hängt, von euch selber stammen, werden Wir sie kei­neswegs befolgen. So wurde Ich von Ihm, dem Allweisen, dem Allwissenden, unterwiesen. Solches war Mein Weg in der Vergangenheit und wird es durch die Kraft und Macht Gottes auch in Zukunft bleiben. Dies ist in der Tat der wahre, der rechte Weg. Stammen sie aber von Gott, so bringt euere Beweise vor, wenn ihr zu jenen gehört, die die Wahrheit sprechen. Sprich: Wir haben in einem Buche, das keines Menschen Werk unerwähnt läßt, wie unbedeutend es auch sei, alles aufgezeichnet, was sie Dir zugeschrieben, und alles, was sie Dir angetan.</p>\n<p>[2. Konstantinopel]</p>\n<p>Sprich: Es geziemt euch, o Minister des Staates, die Ge­bote Gottes zu halten, auf eure eigenen Gesetze und Vor­schriften zu verzichten und zu den echtgeleiteten zu gehören. Dies ist für euch besser als alles, was ihr besitzt, wenn ihr es nur wüßtet! So ihr das Gebot Gottes übertre­tet, wird kein Jota, kein Deut euerer Werke in Seinen Au­gen annehmbar sein. Ihr werdet in kurzem die Folgen dessen entdecken, was ihr in diesem nichtigen Leben tut, und es wird euch dafür vergolten werden, Dies ist wahrlich die Wahrheit, die unbezweifelbare Wahrheit.</p>\n<p>Wie groß ist die Zahl derer, die in vergangenen Zeiten dasselbe wie ihr getan haben, und die, auch wenn sie im Rang über euch standen, schließlich zum Staube zurückge­kehrt und ihrem unausweichlichen Verderben anheimgefallen sind! Wenn ihr doch die Sache Gottes in euerem Herzen bedächtet! Ihr werdet ihren Spuren folgen und eine Wohnstatt zu betreten haben, wo niemand sich findet, der euch begünstigt oder euch hilft. Ihr werdet wahrlich um euer Tun befragt werden, werdet zur Rechenschaft gezogen, da ihr euere Pflichten gegenüber der Sache Gottes versäumt und Seine Geliebten verächtlich zurückgewiesen habt, als sie mit offenkundiger Aufrichtigkeit zu euch kamen.</p>\n<p>Ihr seid es, die gemeinsam über sie beraten haben, ihr, die ihr lieber den Lockungen euerer eigenen Neigungen ge­folgt seid und den Befehl Gottes, des Helfers in der Not, des Allmächtigen, unbeachtet ließet.</p>\n<p>Sprich: Wie? Haltet ihr euch an euere eigenen Einfälle und schlagt die Gebote Gottes in den Wind? In der Tat, ihr mißhandelt euch selbst und andere. Könntet ihr es doch erkennen! Sprich: Wenn euere Regeln und Grundsätze auf Gerechtigkeit beruhen, warum folgt ihr dann denen, die mit eueren verderbten Neigungen übereinstimmen, und lehnt jene ab, die eueren Begierden widerstreiten? Mit welchem Recht behauptet ihr denn, gerecht zwischen den Menschen zu richten? Sind euere Regeln und Grundsätze solcher Art, daß sie es rechtfertigen, wenn ihr Ihn verfolgt, der sich auf euer Geheiß bei euch einfand, wenn ihr Ihn zurückweist und Ihm täglich schmähliches Unrecht zufügt? Hat Er euch jemals auch nur einen kurzen Augenblick lang den Gehorsam verweigert? Alle Bewohner des ‘Iráq und darüber hinaus alle verständigen Beobachter werden die Wahrheit Meiner Worte bezeugen. Seid gerecht in euerem Urteil, o ihr Staatsminister! Was haben Wir getan, das Unsere Verbannung rechtfertigen könnte? Welches ist der Ge­setzesverstoß, der zu Unserer Ausweisung ermächtigt hätte? Wir haben euch aufgesucht, und dennoch, seht, wie ihr euch geweigert habt, Uns zu empfangen! Bei Gott, es ist ein schweres Unrecht, das ihr begangen habt, ein Unrecht, mit dem sich kein irdisches Unrecht messen kann. Dies bezeugt der Allmächtige selbst...</p>\n<p>Wißt, daß die Welt mit ihrem Tand und Gepränge ver­gehen wird. Nichts ist von Dauer außer dem Reich Gottes, das keinem gehört außer Ihm, dem souveränen Herrn über alle, dem Helfer in der Not, dem Allherrlichen, dem All­mächtigen. Die Tage eueres Lebens werden ablaufen, und alles, womit ihr euch befaßt und dessen ihr euch rühmt, wird vergehen, und eine Schar Seiner Engel wird euch ganz gewiß zu Gericht laden an den Ort, wo der ganzen Schöp­fung die Glieder erbeben, wo es jeden Bedrücker eiskalt überläuft. Man wird euch befragen, was euere Hände in diesem euerem nichtigen Leben gewirkt haben, und euere Taten werden euch vergolten werden. Dies ist der Tag, der unvermeidlich über euch kommen wird, die Stunde, die keiner aufschieben kann. So bezeugt es die Zunge dessen, der die Wahrheit spricht, des Wissenden um alle Dinge.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":66,"Roman":"LXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Fear God, ye inhabitants of the City (Constantinople), and sow not the seeds of dissension amongst men. Walk not in the paths of the Evil One. Walk ye, during the few remaining days of your life, in the ways of the one true God. Your days shall pass away as have the days of them who were before you. To dust shall ye return, even as your fathers of old did return.</p>\n<p>Know ye that I am afraid of none except God. In none but Him have I placed My trust; to none will I cleave but Him, and wish for naught except the thing He hath wished for Me. This, indeed, is My heart’s desire, did ye but know it. I have offered up My soul and My body as a sacrifice for God, the Lord of all worlds. Whoso hath known God shall know none but Him, and he that feareth God shall be afraid of no one except Him, though the powers of the whole earth rise up and be arrayed against him. I speak naught except at His bidding, and follow naught, through the power of God and His might, except His truth. He, verily, shall recompense the truthful.</p>\n<p>Narrate, O Servant, the things Thou didst behold at the time of Thine arrival in the City, that Thy testimony may endure amongst men, and serve as a warning unto them that believe. We found, upon Our arrival in the City, its governors and elders as children gathered about and disporting themselves with clay. We perceived no one sufficiently mature to acquire from Us the truths which God hath taught Us, nor ripe for Our wondrous words of wisdom. Our inner eye wept sore over them, and over their transgressions and their total disregard of the thing for which they were created. This is what We observed in that City, and which We have chosen to note down in Our Book, that it may serve as a warning unto them, and unto the rest of mankind.</p>\n<p>Say: If ye be seekers after this life and the vanities thereof, ye should have sought them while ye were still enclosed in your mothers’ wombs, for at that time ye were continually approaching them, could ye but perceive it. Ye have, on the other hand, ever since ye were born and attained maturity, been all the while receding from the world and drawing closer to dust. Why, then, exhibit such greed in amassing the treasures of the earth, when your days are numbered and your chance is well-nigh lost? Will ye not, then, O heedless ones, shake off your slumber?</p>\n<p>Incline your ears to the counsels which this Servant giveth you for the sake of God. He, verily, asketh no recompense from you and is resigned to what God hath ordained for Him, and is entirely submissive to God’s Will.</p>\n<p>The days of your life are far spent, O people, and your end is fast approaching. Put away, therefore, the things ye have devised and to which ye cleave, and take firm hold on the precepts of God, that haply ye may attain that which He hath purposed for you, and be of them that pursue a right course. Delight not yourselves in the things of the world and its vain ornaments, neither set your hopes on them. Let your reliance be on the remembrance of God, the Most Exalted, the Most Great. He will, erelong, bring to naught all the things ye possess. Let Him be your fear, and forget not His covenant with you, and be not of them that are shut out as by a veil from Him.</p>\n<p>Beware that ye swell not with pride before God, and disdainfully reject His loved ones. Defer ye humbly to the faithful, they that have believed in God and in His signs, whose hearts witness to His unity, whose tongues proclaim His oneness, and who speak not except by His leave. Thus do We exhort you with justice, and warn you with truth, that perchance ye may be awakened.</p>\n<p>Lay not on any soul a load which ye would not wish to be laid upon you, and desire not for anyone the things ye would not desire for yourselves. This is My best counsel unto you, did ye but observe it.</p>\n<p>Respect ye the divines and learned amongst you, they whose conduct accords with their professions, who transgress not the bounds which God hath fixed, whose judgments are in conformity with His behests as revealed in His Book. Know ye that they are the lamps of guidance unto them that are in the heavens and on the earth. They who disregard and neglect the divines and learned that live amongst them—these have truly changed the favor with which God hath favored them.</p>\n<p>Say: Await ye till God will have changed His favor unto you. Nothing whatsoever escapeth Him. He knoweth the secrets both of the heavens and of the earth. His knowledge embraceth all things. Rejoice not in what ye have done, or will do in the future, nor delight in the tribulation with which ye have afflicted Us, for ye are unable by such means as these to exalt your stations, were ye to examine your works with acute discernment. Neither will ye be capable of detracting from the loftiness of Our state. Nay, God will add unto the recompense with which He shall reward Us, for having sustained with persevering patience the tribulations We have suffered. He, verily, shall increase the reward of them that endure with patience.</p>\n<p>Know ye that trials and tribulations have, from time immemorial, been the lot of the chosen Ones of God and His beloved, and such of His servants as are detached from all else but Him, they whom neither merchandise nor traffic beguile from the remembrance of the Almighty, they that speak not till He hath spoken, and act according to His commandment. Such is God’s method carried into effect of old, and such will it remain in the future. Blessed are the steadfastly enduring, they that are patient under ills and hardships, who lament not over anything that befalleth them, and who tread the path of resignation.…</p>\n<p>The day is approaching when God will have raised up a people who will call to remembrance Our days, who will tell the tale of Our trials, who will demand the restitution of Our rights from them that, without a tittle of evidence, have treated Us with manifest injustice. God, assuredly, dominateth the lives of them that wronged Us, and is well aware of their doings. He will, most certainly, lay hold on them for their sins. He, verily, is the fiercest of avengers.</p>\n<p>Thus have We recounted unto you the tales of the one true God, and sent down unto you the things He had preordained, that haply ye may ask forgiveness of Him, may return unto Him, may truly repent, may realize your misdeeds, may shake off your slumber, may be roused from your heedlessness, may atone for the things that have escaped you, and be of them that do good. Let him who will, acknowledge the truth of My words; and as to him that willeth not, let him turn aside. My sole duty is to remind you of your failure in duty towards the Cause of God, if perchance ye may be of them that heed My warning. Wherefore, hearken ye unto My speech, and return ye to God and repent, that He, through His grace, may have mercy upon you, may wash away your sins, and forgive your trespasses. The greatness of His mercy surpasseth the fury of His wrath, and His grace encompasseth all who have been called into being and been clothed with the robe of life, be they of the past or of the future.</p>","Text2":"<p>Fürchtet Gott, ihr Bewohner der Stadt,1 und sät nicht die Saaten der Zwietracht unter den Menschen. Wandelt nicht auf den Pfaden des Bösen. Wandelt während der wenigen verbleibenden Tage eueres Lebens auf den Wegen des einen, wahren Gottes. Euere Tage werden dahinschwinden wie die Tage derer, die vor euch lebten. Zum Staube werdet ihr zurückkehren, wie eu­ere Vorväter zum Staube zurückgekehrt sind.</p>\n<p>[1. Konstantinopel]</p>\n<p>Wißt, daß Ich keinen fürchte außer Gott. Nur auf Ihn setze Ich Mein Vertrauen, nur zu Ihm will ich halten und nur wünschen, was Er für Mich wünscht. Dies ist fürwahr Meines Herzens Sehnsucht, wenn ihr es doch wüßtet. Gott, dem Herrn aller Welten, habe Ich Leib und Seele zum Opfer dargebracht. Wer Gott erkennt, soll keinen erkennen außer Ihm, und wer Gott fürchtet, soll keinen au­ßer Ihm fürchten, selbst wenn alle Mächte der Erde aufstehen und gegen ihn auftreten. Ich spreche nur auf Sein Geheiß und folge durch die Kraft Gottes und Seine Macht nur Seiner Wahrheit, Er wird wahrlich die Wahrhaftigen belohnen.</p>\n<p>Berichte, o Diener, was Du bei Deiner Ankunft in der Stadt gesehen, damit Dein Zeugnis den Menschen bleibe und denen, die glauben, zur Warnung diene. Bei Unserer Ankunft in der Stadt kamen Uns ihre Regenten und Wür­denträger vor wie Kinder, die beieinander sitzen und mit Lehm spielen. Keinen fanden Wir erwachsen genug, von Uns die Wahrheiten anzunehmen, die Gott Uns gelehrt hat, noch reif genug für Unsere wunderbaren Worte der Weis­heit. Unser inneres Auge weinte bitterlich über sie, über ihre Vergehen und ihre völlige Mißachtung all dessen, wozu sie erschaffen sind. Das haben Wir in jener Stadt be­obachtet, und Wir beschlossen, es in Unserem Buche aufzuzeichnen, damit es ihnen und der übrigen Menschheit zur Warnung diene.</p>\n<p>Sprich: Wenn ihr nach diesem Leben und seinen Nich­tigkeiten trachtet, hättet ihr sie suchen sollen, als ihr noch im Leib euerer Mutter eingeschlossen wart, denn damals kamt ihr diesen Dingen immer näher, könntet ihr es doch erkennen. Andererseits habt ihr euch, seit ihr geboren wur­det und zur Reife kamt, immer weiter von der Welt ent­fernt und dem Staube genähert. Warum legt ihr dann solche Raffgier nach den Schätzen der Erde an den Tag, wo doch euere Tage gezählt und euere Gelegenheiten bald ver­tan sind? Wollt ihr denn nicht den Schlaf abschütteln, ihr Achtlosen?</p>\n<p>Neigt euer Ohr den Ratschlägen, die dieser Diener euch um Gottes willen gibt. Wahrlich, Er heischt keinen Lohn von euch; Er begnügt sich mit dem, was Gott Ihm bestimmt hat, und ist dem Willen Gottes ganz ergeben.</p>\n<p>Die Tage eueres Lebens sind fast dahin, o Volk, und rasch naht euer Ende. Legt darum ab, was ihr ersonnen und woran ihr hängt, und haltet euch fest an die Gebote Gottes, damit ihr das erlangt, was Er euch bestimmt hat, und zu denen gehört, die den rechten Weg gehen. Ergötzt euch nicht an den Dingen der Welt und ihrem eitlen Tand, noch setzt darauf euere Hoffnungen. Laßt euer Vertrauen im Gedenken Gottes ruhen, des Höchsterhabenen, des Größten. Bald wird Er all eueren Besitz vergehen lassen. Fürchtet Ihn, vergeßt nicht Seinen Bund mit euch und ge­</p>\n<p>hört nicht zu denen, die wie durch einen Schleier von Ihm getrennt sind.</p>\n<p>Hütet euch, daß ihr euch nicht in Stolz aufbläht vor Gott und Seine Geliebten verächtlich zurückweiset. Beugt euch in Demut vor den Getreuen, vor denen, die an Gott und Seine Zeichen geglaubt haben, deren Herz Seine Ein­heit bezeugt, deren Zunge Seine Einzigkeit verkündet, und die nicht reden, es sei denn mit Seiner Erlaubnis. So ermahnen Wir euch mit Gerechtigkeit und warnen euch mit Wahrheit, damit ihr vielleicht erweckt werdet.</p>\n<p>Bürdet keiner Seele eine Last auf, die ihr selber nicht tragen wollt, und wünscht niemandem, was ihr euch selbst nicht wünscht. Dies ist Mein bester Rat für euch, wolltet ihr ihn doch beherzigen.</p>\n<p>Achtet die Geistlichen und Gelehrten unter euch, deren Lebenswandel mit ihren Bekenntnissen übereinstimmt, die die Grenzen, die Gott gesetzt hat, nicht überschreiten und deren Urteil mit Seinem Geheiß, wie es in Seinem Buch offenbart ist, übereinstimmt. Wißt, daß sie die Lampe der Führung sind für alle, die in den Himmeln und auf Erden wohnen. Wer die Geistlichen und Gelehrten, die mit ihm leben, mißachtet und geringschätzt, hat wahrlich die Gunst, mit der Gott ihn gesegnet hat, verwirkt.</p>\n<p>Sprich: Wartet, bis Gott Seine Gunst für euch verändert haben wird. Nichts entgeht Ihm. Er kennt die Geheimnisse der Himmel und der Erde. Sein Wissen umfaßt alle Dinge. Frohlockt nicht über das, was ihr getan habt oder noch tun werdet, und weidet euch nicht an der Trübsal, mit der ihr Uns heimgesucht habt, denn damit könnt ihr euere Stufe nicht erhöhen, wolltet ihr doch euere Werke mit scharfem Unterscheidungsvermögen prüfen. Ihr werdet auch nicht fähig sein, Unseren Rang in seiner Erhabenheit zu schmä­lern. Nein, Gott wird Uns den Lohn erhöhen, mit dem Er Uns vergelten wird, daß Wir Unsere Heimsuchungen mit unerschütterlicher Geduld ertragen haben. Wahrlich, Er wird den Lohn derer erhöhen, die in Geduld ausharren.</p>\n<p>Wisset, daß Prüfungen und Heimsuchungen seit un­denklichen Zeiten das Los der Erwählten Gottes und Sei­ner Geliebten und jener Seiner Diener waren, die von allem außer Ihm losgelöst sind, die weder Handel noch Wandel vom Gedenken an den Allmächtigen ablenkt, die nicht sprechen, ehe Er gesprochen hat, und nach Seinem Gebote handeln. So ist es Gottes Weg und Wirken von jeher gewe­sen, und so wird es auch in Zukunft bleiben. Selig ist, wer standhaft ausharrt, wer in Krankheit und Not geduldig bleibt, wer nicht darüber klagt, was ihn befällt, wer auf dem Pfade der Ergebung wandelt...</p>\n<p>Es naht der Tag, da Gott ein Volk erweckt, das sich Un­serer Tage erinnert. Es wird die Geschichte Unserer Heimsuchungen erzählen und die Wiederherstellung Unserer Rechte von denen fordern, die Uns ohne den geringsten Beweis offenkundiges Unrecht angetan haben. Gott herrscht unzweifelhaft über das Leben derer, die Uns Schaden zu­fügten, und Er weiß wohl um ihre Taten. Er wird gewiß um ihrer Sünden willen Hand an sie legen. Er ist wahrlich der grimmigste der Rächer.</p>\n<p>So haben Wir euch die Kunde des einen, wahren Gottes berichtet und auf euch herniedergesandt, was Er vorherbestimmt hat, damit ihr Ihn um Vergebung bittet, zu Ihm zu­rückkehrt, aufrichtig bereut, euere Missetaten erkennt, eueren Schlaf abschüttelt, aus euerer Achtlosigkeit auffahrt, für das büßt, was euch entgangen ist, und zu denen gehört, die Gutes tun. Wer will, der mag die Wahrheit Mei­ner Worte anerkennen, und wer nicht will, der möge sich abkehren. Meine einzige Pflicht ist, euch zu erinnern, wie pflichtvergessen ihr gegen die Sache Gottes wart, so ihr vielleicht zu denen gehört, die Meine Warnung beachten. Darum hört auf Meine Rede, kehrt zu Gott zurück und bereut, damit Er in Seiner Gnade Erbarmen mit euch habe, euere Sünden hinwegwasche und euere Übertretungen ver­gebe. Die Größe Seines Erbarmens übertrifft den Grimm Seines Zornes, und Seine Gnade umfaßt alle, die ins Dasein gerufen und mit dem Gewande des Lebens bekleidet sind, Vergangene wie Künftige.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":67,"Roman":"LXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>There hath appeared in this Revelation what hath never appeared before. As to the infidels that have witnessed what hath been manifested, they murmur and say: “Verily, this is a sorcerer who hath devised a lie against God.” They are indeed an outcast people.</p>\n<p>Tell out to the nations, O Pen of the Ancient of Days, the things that have happened in ‘Iráq. Tell them of the messenger whom the congregation of the divines of that land had delegated to meet Us, who, when attaining Our presence, questioned Us concerning certain sciences, and whom We answered by virtue of the knowledge We inherently possess. Thy Lord is, verily, the Knower of things unseen. “We testify,” said he, “that the knowledge Thou dost possess is such as none can rival. Such a knowledge, however, is insufficient to vindicate the exalted station which the people ascribe to Thee. Produce, if Thou speakest the truth, what the combined forces of the peoples of the earth are powerless to produce.” Thus was it irrevocably decreed in the court of the presence of thy Lord, the All-Glorious, the Loving.</p>\n<p>“Witness! What is it thou seest?” He was dumbfounded. And when he came to himself, he said: “I truly believe in God, the All-Glorious, the All-Praised.” “Go thou to the people, and tell them: ‘Ask whatsoever ye please. Powerful is He to do what He willeth. Nothing whatsoever, be it of the past or of the future, can frustrate His Will.’ Say: ‘O ye congregation of the divines! Choose any matter ye desire, and ask your Lord, the God of Mercy, to reveal it unto you. If He fulfill your wish, by virtue of His sovereignty, believe ye then in Him, and be not of those that reject His truth.’” “The dawn of understanding hath now broken,” said he, “and the testimony of the All-Merciful is fulfilled.” He arose and returned unto them that sent him, at the bidding of God, the All-Glorious, the Well-Beloved.</p>\n<p>Days passed and he failed to come back to Us. Eventually, there came another messenger who informed Us that the people had given up what they originally had purposed. They are indeed a contemptible people. This is what happened in ‘Iráq, and to what I reveal I Myself am witness. This happening was noised abroad, yet none was found to comprehend its meaning. Thus did We ordain it. Would that ye knew this!</p>\n<p>By My Self! Whoso hath in bygone ages asked Us to produce the signs of God, hath, no sooner had We revealed them to him, repudiated God’s truth. The people, however, have, for the most part, remained heedless. They whose eyes are illumined with the light of understanding will perceive the sweet savors of the All-Merciful, and will embrace His truth. These are they who are truly sincere.</p>","Text2":"<p>In dieser Offenbarung ist erschienen, was nie zuvor erschienen ist. Die Ungläubigen, die mit­erlebten, was offenbart worden ist, murren und sagen: »Wahrlich, das ist ein Zauberer, der sich eine Lüge gegen Gott ausgedacht hat.« Sie sind in der Tat ein verworfenes Volk.</p>\n<p>Berichte den Völkern, o Feder des Altehrwürdigen der Tage, was im ‘Iráq geschehen ist. Berichte ihnen von dem Boten, den die Versammlung der Geistlichen jenes Landes ausgewählt und zu Uns geschickt hatte, und dem Wir, als er in Unsere Gegenwart kam und Uns über bestimmte Wissenschaften befragte, Antwort gaben kraft des Wissens, das Wir angeboren besitzen. Dein Herr ist wahrlich der Wissende um das Ungeschaute. »Wir bezeugen«, sagte der Bote, »daß dem Wissen, das Du besitzest, nichts gleichkommen kann. Dennoch reicht solches Wissen nicht aus, die erhabene Stufe zu rechtfertigen, die das Volk Dir zu­schreibt. Wenn Du die Wahrheit sprichst, so vollbringe et­as, was die Völker der Erde mit vereinten Kräften nicht vollbringen können.« So wurde es unwiderruflich verfügt am Hofe der Gegenwart deines Herrn, des Allherrlichen, des Liebenden.</p>\n<p>»Bezeuge! Was siehst du?« Der Bote war verblüfft, und als er zu sich kam, sagte er: »Ich glaube wahrlich an Gott, den Allherrlichen, den Allgepriesenen.« »Geh nun zu dem Volk und sage: ›Fragt, was immer ihr wollt. Mächtig ist Er, zu tun, was Er will, Nichts, vergangen oder künftig, kann Seinen Willen durchkreuzen.‹ Sprich: ›O Versamm­lung der Geistlichen! Wählt irgend etwas aus, was euch beliebt, und bittet eueren Herrn, den Gott des Erbarmens, daß Er es euch offenbare. Wenn Er kraft Seiner Oberherr­schaft eueren Wunsch erfüllt, dann glaubt an Ihn und ge­hört nicht zu denen, die Seine Wahrheit verwerfen.‹« »Der Morgen des Verstehens ist angebrochen«, sagte der Bote, »und das Zeugnis des Allbarmherzigen ist er­bracht.« Er stand auf und kehrte zu denen zurück, die ihn gesandt hatten, nach dem Befehl Gottes, des Allherrli­chen, des Vielgeliebten.</p>\n<p>Die Tage vergingen, und er kam nicht zu Uns zurück. Schließlich kam ein anderer Bote, der Uns meldete, jene Leute hätten ihre ursprüngliche Absicht aufgegeben. Sie sind in der Tat ein verächtliches Volk. Solches geschah im ‘Iráq, und Ich selbst bin Zeuge dessen, was Ich offenbare. Dieses Geschehnis wurde weithin bekannt, und dennoch fand sich keiner, der seine Bedeutung verstanden hätte. So haben Wir es gefügt. Könntet ihr es doch erkennen!</p>\n<p>Bei Meinem Selbst! Wer immer Uns in vergangenen Zeitaltern bat, die Zeichen Gottes darzutun, der hat, sobald Wir sie ihm offenbarten, Gottes Wahrheit zurückgewiesen. Das Volk jedoch blieb zum größten Teil achtlos. Jene, deren Augen vom Licht des Verstehens erleuchtet sind, werden die süßen Düfte des Allbarmherzigen verspüren und Seine Wahrheit annehmen. Diese sind die wahrhaft Aufrichtigen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":68,"Roman":"LXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O thou who art the fruit of My Tree and the leaf thereof! On thee be My glory and My mercy. Let not thine heart grieve over what hath befallen thee. Wert thou to scan the pages of the Book of Life, thou wouldst, most certainly, discover that which would dissipate thy sorrows and dissolve thine anguish.</p>\n<p>Know thou, O fruit of My Tree, that the decrees of the Sovereign Ordainer, as related to fate and predestination, are of two kinds. Both are to be obeyed and accepted. The one is irrevocable, the other is, as termed by men, impending. To the former all must unreservedly submit, inasmuch as it is fixed and settled. God, however, is able to alter or repeal it. As the harm that must result from such a change will be greater than if the decree had remained unaltered, all, therefore, should willingly acquiesce in what God hath willed and confidently abide by the same.</p>\n<p>The decree that is impending, however, is such that prayer and entreaty can succeed in averting it.</p>\n<p>God grant that thou who art the fruit of My Tree, and they that are associated with thee, may be shielded from its evil consequences.</p>\n<p>Say: O God, my God! Thou hast committed into mine hands a trust from Thee, and hast now according to the good-pleasure of Thy Will called it back to Thyself. It is not for me, who am a handmaid of Thine, to say, whence is this to me or wherefore hath it happened, inasmuch as Thou art glorified in all Thine acts, and art to be obeyed in Thy decree. Thine handmaid, O my Lord, hath set her hopes on Thy grace and bounty. Grant that she may obtain that which will draw her nigh unto Thee, and will profit her in every world of Thine. Thou art the Forgiving, the All-Bountiful. There is none other God but Thee, the Ordainer, the Ancient of Days.</p>\n<p>Vouchsafe Thy blessings, O Lord, my God, unto them that have quaffed the wine of Thy love before the face of men, and, in spite of Thine enemies, have acknowledged Thy unity, testified to Thy oneness, and confessed their belief in that which hath made the limbs of the oppressors among Thy creatures to quake, and the flesh of the proud ones of the earth to tremble. I bear witness that Thy Sovereignty can never perish, nor Thy Will be altered. Ordain for them that have set their faces towards Thee, and for Thine handmaids that have held fast by Thy Cord, that which beseemeth the Ocean of Thy bounty and the Heaven of Thy grace.</p>\n<p>Thou art He, O God, Who hath proclaimed Himself as the Lord of Wealth, and characterized all that serve Him as poor and needy. Even as Thou hast written: “O ye that believe! Ye are but paupers in need of God; but God is the All-Possessing, the All-Praised.” Having acknowledged my poverty, and recognized Thy wealth, suffer me not to be deprived of the glory of Thy riches. Thou art, verily, the Supreme Protector, the All-Knowing, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>O du, der du die Frucht und das Blatt Meines Baumes bist! Auf dir ruhe Meine Herrlichkeit und Mein Erbarmen. Dein Herz gräme sich nicht um das, was dich befallen hat. Prüftest du das Buch des Lebens Seite für Seite, du würdest gewiß entdecken, was dein Leid zerstreute und deine Qual hinwegnähme.</p>\n<p>Wisse, o Frucht Meines Baumes, daß des Höchsten Verordners Ratschlüsse über Schicksal und Vorherbestimmung von zweierlei Art sind. Beide müssen befolgt und angenommen werden. Die eine Art ist unabänderlich, die andere, wie die Menschen sagen, in der Schwebe. Den Ratschlüssen der ersten Art müssen sich alle vorbehaltlos un­terwerfen, da sie festgesetzt und abgemacht sind. Gott kann sie zwar abändern und widerrufen. Weil der Schaden einer solchen Veränderung jedoch größer wäre, als wenn der Ratschluß unverändert bliebe, sollten sich alle willig in das fügen, was Gott gewollt hat, und sich vertrauensvoll damit abfinden.</p>\n<p>Ein Ratschluß in der Schwebe jedoch ist von solcher Art, daß Gebet und Fürbitten ihn abwenden können.</p>\n<p>Gott gebe, daß du, der du die Frucht Meines Baumes bist, und jene, die dir verbunden sind, vor seinen bösen Folgen bewahrt bleiben.</p>\n<p>Sprich: O Gott, mein Gott! Du hast mir ein Pfand von Dir anvertraut, und nach dem Wohlgefallen Deines Willens hast Du es nun zu Dir zurückgerufen. Es steht mir, Deiner Magd, nicht zu, zu fragen, weshalb mich das traf oder wozu es geschah, denn Du wirst verherrlicht in allen Deinen Taten, und Dir muß gehorcht werden in Deinem Ratschluß. Deine Magd, o mein Herr, hat ihre Hoffnungen auf Deine Gnade und Großmut gesetzt. Gewähre ihr, das zu erreichen, was sie Dir nahe bringt, und was ihr in jeder Deiner Welten zuträglich ist. Du bist der Vergebende, der Allgütige. Es ist kein Gott außer Dir, dem Verordner, dem Altehrwürdigen der Tage.</p>\n<p>Verleihe, o Herr, mein Gott, Deine Segnungen denen, die den Wein Deiner Liebe vor den Augen der Menschen getrunken haben, die ungeachtet Deiner Feinde Deine Ein­heit anerkannt, Deine Einzigkeit bezeugt und ihren Glau­ben an das bekannt haben, was den Bedrückern unter Deinen Geschöpfen die Glieder beben machte und die Stolzen auf Erden am ganzen Leibe zittern ließ. Ich bezeuge, daß Deine Oberherrschaft nie vergehen und Dein Wille nie geändert werden kann. Verordne für die, welche ihr Antlitz Dir zugewandt haben, und für Deine Mägde, die sich fest an Dein Seil halten, was dem Meere Deiner Güte und dem Himmel Deiner Gnade entspricht.</p>\n<p>Du bist Der, o Gott, der sich zum Herrn des Reichtums erklärt und alle, die Ihm dienen, als arm und bedürftig bezeichnet hat, wie Du geschrieben hast: »O ihr, die ihr glaubt! Ihr seid nur Arme, die Gottes bedürfen, Gott aber ist der Allbesitzende, der Allgepriesene. « Da ich meine Armut bekannt und Deinen Reichtum anerkannt habe, lasse mich nicht der Herrlichkeit Deiner Schätze beraubt sein. Du bist wahrlich der höchste Beschützer, der Allwissende, der Allweise.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":69,"Roman":"LXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Call thou to mind the behavior of Ashraf’s mother, whose son laid down his life in the Land of Zá (Zanján). He, most certainly, is in the seat of truth, in the presence of One Who is the Most Powerful, the Almighty.</p>\n<p>When the infidels, so unjustly, decided to put him to death, they sent and fetched his mother, that perchance she might admonish him, and induce him to recant his faith, and follow in the footsteps of them that have repudiated the truth of God, the Lord of all worlds.</p>\n<p>No sooner did she behold the face of her son, than she spoke to him such words as caused the hearts of the lovers of God, and beyond them those of the Concourse on high, to cry out and be sore pained with grief. Truly, thy Lord knoweth what My tongue speaketh. He Himself beareth witness to My words.</p>\n<p>And when addressing him she said: “My son, mine own son! Fail not to offer up thyself in the path of thy Lord. Beware that thou betray not thy faith in Him before Whose face have bowed down in adoration all who are in the heavens and all who are on the earth. Go thou straight on, O my son, and persevere in the path of the Lord, thy God. Haste thee to attain the presence of Him Who is the Well-Beloved of all worlds.”</p>\n<p>On her be My blessings, and My mercy, and My praise, and My glory. I Myself shall atone for the loss of her son—a son who now dwelleth within the tabernacle of My majesty and glory, and whose face beameth with a light that envelopeth with its radiance the Maids of Heaven in their celestial chambers, and beyond them the inmates of My Paradise, and the denizens of the Cities of Holiness. Were any eye to gaze on his face, he would exclaim: “Lo, this is no other than a noble angel!”</p>","Text2":"<p>Erinnere dich, wie sich Ashrafs Mutter verhielt,deren Sohn im Lande Zá1 sein Leben hingab. Er weilt gewiß an der Stätte der Wahrheit, in der Gegenwart dessen, der der Machtvollste ist, der Allmächtige.</p>\n<p>[1. Zanján]</p>\n<p>Als die Ungläubigen ihn zu Unrecht zu töten beschlossen, ließen sie seine Mutter kommen, damit sie ihn warne und dazu bringe, seinen Glauben zu widerrufen und den Fußstapfen derer zu folgen, die die Wahrheit Gottes, des Herrn aller Welten, verworfen haben.</p>\n<p>Kaum hatte sie das Antlitz ihres Sohnes erblickt, da sprach sie solche Worte zu ihm, daß die Gottesfreunde und darüber hinaus die himmlischen Heerscharen im Herzen laut aufschrien, von heftigem Gram gequält. Wahrlich, dein Herr weiß, was Meine Zunge spricht, Er selbst bezeugt Meine Worte.</p>\n<p>Und zu ihm gewandt, sprach sie: »Mein Sohn, mein geliebter Sohn! Säume nicht, dich auf dem Pfade deines Herrn zu opfern. Hüte dich, deinen Glauben an Ihn zu verraten, vor dessen Angesicht sich alle in den Himmeln und auf Erden in Anbetung beugen. Geh geradeaus, o mein Sohn, und bleibe standhaft auf dem Pfade des Herrn, deines Gottes! Eile, in die Gegenwart des Vielgeliebten aller Welten zu gelangen.«</p>\n<p>Auf ihr seien Meine Segnungen, Meine Gnade, Mein Lobpreis und Meine Herrlichkeit! Ich selbst werde den Verlust ihres Sohnes sühnen – eines Sohnes, der nun im Heiligtum Meiner Majestät und Herrlichkeit wohnt, und dessen Antlitz in solchem Lichte strahlt, daß sein Glanz die Himmelsdienerinnen in ihren himmlischen Gemächern und darüber hinaus die Gefährten Meines Paradieses und die Bewohner der Städte der Heiligkeit umhüllt. Wer in sein Angesicht zu blicken vermöchte, würde ausrufen: »Seht, dies kann nur ein erhabener Engel sein!«</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":70,"Roman":"LXX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The world’s equilibrium hath been upset through the vibrating influence of this most great, this new World Order. Mankind’s ordered life hath been revolutionized through the agency of this unique, this wondrous System—the like of which mortal eyes have never witnessed.</p>\n<p>Immerse yourselves in the ocean of My words, that ye may unravel its secrets, and discover all the pearls of wisdom that lie hid in its depths. Take heed that ye do not vacillate in your determination to embrace the truth of this Cause—a Cause through which the potentialities of the might of God have been revealed, and His sovereignty established. With faces beaming with joy, hasten ye unto Him. This is the changeless Faith of God, eternal in the past, eternal in the future. Let him that seeketh, attain it; and as to him that hath refused to seek it—verily, God is Self-Sufficient, above any need of His creatures.</p>\n<p>Say: This is the infallible Balance which the Hand of God is holding, in which all who are in the heavens and all who are on the earth are weighed, and their fate determined, if ye be of them that believe and recognize this truth. Say: Through it the poor have been enriched, the learned enlightened, and the seekers enabled to ascend unto the presence of God. Beware, lest ye make it a cause of dissension amongst you. Be ye as firmly settled as the immovable mountain in the Cause of your Lord, the Mighty, the Loving.</p>","Text2":"<p>Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten durch die Schwungkraft dieser größten, dieser neuen Weltordnung. Die Lebensordnung der Menschheit ist aufgewühlt durch das Wirken dieses einzigartigen, dieses wundersamen Systems, desgleichen kein sterbliches Auge je gesehen hat.</p>\n<p>Versenkt euch in das Meer Meiner Worte, damit ihr seine Geheimnisse ergründet und alle Perlen der Weisheit entdecket, die in seinen Tiefen verborgen liegen. Habt acht, daß ihr nicht zaudert bei eurem Entschluß, die Wahrheit dieser Sache anzunehmen – einer Sache, durch welche Gott die Wirkkraft Seiner Macht offenbart und Seine Souveränität errichtet hat. Eilt freudestrahlenden Angesichts hin zu Ihm! Dies ist Gottes unveränderlicher Glaube, ewig in der Vergangenheit, ewig in der Zukunft. Laßt den, der sucht, zu ihm gelangen! Was aber den betrifft, der ihn zu suchen verschmäht – wahrlich, Gott ist der Selbstgenügende und bedarf Seiner Geschöpfe nicht.</p>\n<p>Sprich: Dies ist die unfehlbare Waage, die Gott in Händen hält. Auf ihr werden alle in den Himmeln und auf Erden gewogen, und ihr Schicksal wird danach bestimmt – gehörtet ihr doch zu denen, die an diese Wahrheit glauben und sie anerkennen! Sprich: Sie ist das Größte Zeugnis, durch welches die Gültigkeit eines jeden Beweises für alle Zeiten begründet ward, seid dessen versichert. Sprich: Sie bereichert die Armen, erleuchtet die Gebildeten und befähigt die Sucher, zur Gegenwart Gottes aufzusteigen. Habt acht, daß ihr sie nicht zum Anlaß nehmt für Zwietracht unter euch. Steht so unverrückbar fest wie ein Berg in der Sache eures Herrn, des Mächtigen, des Liebenden!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":71,"Roman":"LXXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Be not dismayed, O peoples of the world, when the daystar of My beauty is set, and the heaven of My tabernacle is concealed from your eyes. Arise to further My Cause, and to exalt My Word amongst men. We are with you at all times, and shall strengthen you through the power of truth. We are truly almighty. Whoso hath recognized Me, will arise and serve Me with such determination that the powers of earth and heaven shall be unable to defeat his purpose.</p>\n<p>The peoples of the world are fast asleep. Were they to wake from their slumber, they would hasten with eagerness unto God, the All-Knowing, the All-Wise. They would cast away everything they possess, be it all the treasures of the earth, that their Lord may remember them to the extent of addressing to them but one word. Such is the instruction given you by Him Who holdeth the knowledge of things hidden, in a Tablet which the eye of creation hath not seen, and which is revealed to none except His own Self, the omnipotent protector of all worlds. So bewildered are they in the drunkenness of their evil desires, that they are powerless to recognize the Lord of all being, Whose voice calleth aloud from every direction: “There is none other God but Me, the Mighty, the All-Wise.”</p>\n<p>Say: Rejoice not in the things ye possess; tonight they are yours, tomorrow others will possess them. Thus warneth you He Who is the All-Knowing, the All-Informed. Say: Can ye claim that what ye own is lasting or secure? Nay! By Myself, the All-Merciful. The days of your life flee away as a breath of wind, and all your pomp and glory shall be folded up as were the pomp and glory of those gone before you. Reflect, O people! What hath become of your bygone days, your lost centuries? Happy the days that have been consecrated to the remembrance of God, and blessed the hours which have been spent in praise of Him Who is the All-Wise. By My life! Neither the pomp of the mighty, nor the wealth of the rich, nor even the ascendancy of the ungodly will endure. All will perish, at a word from Him. He, verily, is the All-Powerful, the All-Compelling, the Almighty. What advantage is there in the earthly things which men possess? That which shall profit them, they have utterly neglected. Erelong, they will awake from their slumber, and find themselves unable to obtain that which hath escaped them in the days of their Lord, the Almighty, the All-Praised. Did they but know it, they would renounce their all, that their names may be mentioned before His throne. They, verily, are accounted among the dead.</p>","Text2":"<p>Seid nicht verzagt, o Völker der Welt, wenn die Sonne Meiner Schönheit untergegangen und Himmel Meines Heiligtums vor euren Augen verhüllt sein wird. Erhebt euch, um Meine Sache weiterzutragen und Mein Wort unter den Menschen zu erhöhen. Wir sind immer mit euch und werden euch durch die Macht der Wahrheit stärken. Wir sind wahrhaft allmäch­tig. Wer Mich erkannt hat, wird aufstehen und Mir mit solcher Entschlossenheit dienen, daß die Mächte von Erde und Himmel sein Vorhaben nicht vereiteln können.</p>\n<p>Die Völker der Welt schlafen tief. Erwachten sie aus ihrem Schlaf, so eilten sie voll Eifer zu Gott, dem Allwissen­den, dem Allweisen. Sie gäben auf, was sie besitzen, und wären es alle Schätze der Erde, damit ihr Herr ihrer gedenke und sie eines einzigen Wortes würdige. So unterrichtet euch Er, der das Wissen um das Verborgene auf einer Tafel hält, die das Auge der Schöpfung nie sah, und die nieman­dem außer Seinem eigenen Selbst, dem allmächtigen Schirmherrn aller Welten, enthüllt wurde. So verwirrt sind sie im Rausch ihrer Begierden, daß sie außerstande sind, den Herrn allen Seins zu erkennen, dessen Stimme laut von allen Seiten ruft: »Es ist kein Gott außer Mir, dem Mäch­tigen, dem Allweisen.«</p>\n<p>Sprich: Freut euch nicht dessen, was ihr besitzt. Heute nacht ist es noch euer, morgen werden andere es besitzen. So warnt euch der Allwissende, der Allunterrichtete. Sprich: Könnt ihr behaupten, euer Besitz sei dauerhaft oder sicher? Nein, bei Mir, dem Allbarmherzigen, ihr könnt es nicht, so ihr zu denen gehört, die gerecht urteilen! Die Tage eures Lebens verfliegen wie ein Windhauch, und all eure Pracht und Herrlichkeit wird vergehen wie die Pracht und Herrlichkeit derer, die vor euch waren. Bedenket, o Men­schen! Was ist aus euren vergangenen Tagen geworden, was aus euren verlorenen Jahrhunderten? Glücklich die Tage, die dem Gedenken Gottes gewidmet waren, und selig die Stunden, die in Seinem, des Allweisen, Lobpreis verbracht wurden. Bei Meinem Leben! Weder die Pracht der Mächtigen noch der Überfluß der Reichen oder gar die Vorherrschaft der Frevler werden von Dauer sein. Alles wird vergehen auf ein Wort von Ihm. Wahrlich, Er ist der Allmachtvolle, der Allbezwingende, der Allmächtige. Welcher Nutzen liegt in der Menschen irdischem Besitz? Was ihnen Gewinn bringt, haben sie völlig vernachlässigt. Bald werden sie aus ihrem Schlaf erwachen und erkennen, daß für sie unwiederbringlich ist, was ihnen in den Tagen ihres Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, entgangen ist. Wenn sie es wüßten, entsagten sie allem, damit ihre Namen vor Seinem Thron genannt werden. Sie zählen wahrlich zu den Toten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":72,"Roman":"LXXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Let not your hearts be perturbed, O people, when the glory of My Presence is withdrawn, and the ocean of My utterance is stilled. In My presence amongst you there is a wisdom, and in My absence there is yet another, inscrutable to all but God, the Incomparable, the All-Knowing. Verily, We behold you from Our realm of glory, and shall aid whosoever will arise for the triumph of Our Cause with the hosts of the Concourse on high and a company of Our favored angels.</p>\n<p>O peoples of the earth! God, the Eternal Truth, is My witness that streams of fresh and soft-flowing waters have gushed from the rocks, through the sweetness of the words uttered by your Lord, the Unconstrained; and still ye slumber. Cast away that which ye possess, and, on the wings of detachment, soar beyond all created things. Thus biddeth you the Lord of creation, the movement of Whose Pen hath revolutionized the soul of mankind.</p>\n<p>Know ye from what heights your Lord, the All-Glorious is calling? Think ye that ye have recognized the Pen wherewith your Lord, the Lord of all names, commandeth you? Nay, by My life! Did ye but know it, ye would renounce the world, and would hasten with your whole hearts to the presence of the Well-Beloved. Your spirits would be so transported by His Word as to throw into commotion the Greater World—how much more this small and petty one! Thus have the showers of My bounty been poured down from the heaven of My loving-kindness, as a token of My grace; that ye may be of the thankful.…</p>\n<p>Beware lest the desires of the flesh and of a corrupt inclination provoke divisions among you. Be ye as the fingers of one hand, the members of one body. Thus counseleth you the Pen of Revelation, if ye be of them that believe.</p>\n<p>Consider the mercy of God and His gifts. He enjoineth upon you that which shall profit you, though He Himself can well dispense with all creatures. Your evil doings can never harm Us, neither can your good works profit Us. We summon you wholly for the sake of God. To this every man of understanding and insight will testify.</p>","Text2":"<p>Eure Herzen seien nicht verstört, o Menschen, wenn die Herrlichkeit Meiner Gegenwart euren Augen entschwunden und das Meer Meiner Rede verebbt sein wird. In Meiner Gegenwart unter euch liegt eine Weisheit, und in Meiner Abwesenheit liegt eine andere, unergründlich für alle außer Gott, dem Unvergleichlichen, dem Allwissenden. Wahrlich, von Unserem Reiche der Herrlichkeit aus schauen Wir auf euch und werden jedem, der sich für den Triumph Unserer Sache erhebt, mit den himmlischen Heerscharen und einer Schar Unserer begünstigten Engel beistehen.</p>\n<p>O Völker der Erde! Gott, die Ewige Wahrheit, ist Mein Zeuge, daß die Süße der Worte eures Herrn, des Unbeschränkten, Ströme frischen, sanftfließenden Wassers aus den Felsen quellen ließ, und doch schlaft ihr noch immer. Gebt auf, was ihr besitzet, und erhebt euch auf den Schwingen der Loslösung über alles Erschaffene. So gebietet euch der Herr der Schöpfung, der durch die Bewegung Seiner Feder der Menschheit Seele verwandelt.</p>\n<p>Wißt ihr, aus welchen Höhen euer Herr, der Allherrliche, ruft? Glaubt ihr, die Feder erkannt zu haben, mit der euer Herr, der Herr aller Namen, euch gebietet? Nein, bei Meinem Leben! Wüßtet ihr es, so würdet ihr der Welt ent­sagen und mit ganzem Herzen in die Gegenwart des Viel­geliebten eilen. Ihr wäret von Seinem Wort verzückt, fähig, die Größere Welt in Erregung zu versetzen, wieviel mehr diese kleine, geringe! So sind die Regenschauer Meiner Großmut vom Himmel Meiner Güte herabgeströmt als ein Zeichen Meiner Gnade, damit ihr zu den Dankbaren ge­hört...</p>\n<p>Habt acht, daß nicht Fleischeslust und böse Neigung Zwietracht unter euch stiften. Seid wie die Finger einer Hand, die Glieder eines Leibes. So rät euch die Feder der Offenbarung, so ihr zu jenen gehöret, die glauben.</p>\n<p>Denkt nach über Gottes Barmherzigkeit und Seine Gaben. Er gebietet euch, was euch nützt, obgleich Er selbst alle Geschöpfe wohl entbehren kann. Eure bösen Taten können Uns niemals schaden noch eure guten Werke Uns nützen. Allein um Gottes willen ergeht Unsere Weisung. Jeder Verständige und Einsichtige wird dies bezeugen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":73,"Roman":"LXXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>It is clear and evident that when the veils that conceal the realities of the manifestations of the Names and Attributes of God, nay of all created things visible or invisible, have been rent asunder, nothing except the Sign of God will remain—a sign which He, Himself, hath placed within these realities. This sign will endure as long as is the wish of the Lord thy God, the Lord of the heavens and of the earth. If such be the blessings conferred on all created things, how superior must be the destiny of the true believer, whose existence and life are to be regarded as the originating purpose of all creation. Just as the conception of faith hath existed from the beginning that hath no beginning, and will endure till the end that hath no end, in like manner will the true believer eternally live and endure. His spirit will everlastingly circle round the Will of God. He will last as long as God, Himself, will last. He is revealed through the Revelation of God, and is hidden at His bidding. It is evident that the loftiest mansions in the Realm of Immortality have been ordained as the habitation of them that have truly believed in God and in His signs. Death can never invade that holy seat. Thus have We entrusted thee with the signs of thy Lord, that thou mayest persevere in thy love for Him, and be of them that comprehend this truth.</p>","Text2":"<p>Es ist klar und einleuchtend: Wenn die hüllen­den Schleier um die Wirklichkeiten der Offenbarungen der Namen und Eigenschaften Gottes, ja alles Erschaffenen, sichtbar und unsichtbar, zerrissen worden sind, wird nichts bleiben als das Zeichen Gottes, – ein Zeichen, das Er selbst in diese Wirklichkeiten gelegt hat. Dieses Zeichen wird so lange bestehen, wie es der Herr, dein Gott, Herr der Himmel und der Erde, wünscht. Wenn die Segnungen, die allem Erschaffenen zuteil wur­den, so groß sind, wie hoch überlegen muß da das Schick­sal des wahren Gläubigen sein, dessen Sein und Leben als ursächlicher Zweck aller Schöpfung anzusehen ist. Wie der Begriff des Glaubens seit dem Anfang, der keinen Anfang hat, bestand und bis zum Ende, das kein Ende hat, dauern wird, so wird der wahre Gläubige gleichfalls ewig leben und bestehen. Sein Geist wird ewiglich den Willen Gottes umkreisen. Er wird so lange bestehen, wie Gott selbst be­stehen wird. Er ist offenbart durch die Offenbarung Gottes und ist verborgen auf Sein Geheiß. Es ist klar, daß die hehrsten Wohnungen im Reiche der Unsterblichkeit denen zur Stätte bestimmt sind, die wahrhaft an Gott und Seine Zeichen geglaubt haben. Der Tod kann niemals zu dieser heiligen Stätte dringen. So haben Wir dir die Zeichen dei­nes Herrn anvertraut, damit du in der Liebe zu Ihm aush­arrest und zu denen gehörest, die diese Wahrheit begreifen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":74,"Roman":"LXXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Every word that proceedeth out of the mouth of God is endowed with such potency as can instill new life into every human frame, if ye be of them that comprehend this truth. All the wondrous works ye behold in this world have been manifested through the operation of His supreme and most exalted Will, His wondrous and inflexible Purpose. Through the mere revelation of the word “Fashioner,” issuing forth from His lips and proclaiming His attribute to mankind, such power is released as can generate, through successive ages, all the manifold arts which the hands of man can produce. This, verily, is a certain truth. No sooner is this resplendent word uttered, than its animating energies, stirring within all created things, give birth to the means and instruments whereby such arts can be produced and perfected. All the wondrous achievements ye now witness are the direct consequences of the Revelation of this Name. In the days to come, ye will, verily, behold things of which ye have never heard before. Thus hath it been decreed in the Tablets of God, and none can comprehend it except them whose sight is sharp. In like manner, the moment the word expressing My attribute “The Omniscient” issueth forth from My mouth, every created thing will, according to its capacity and limitations, be invested with the power to unfold the knowledge of the most marvelous sciences, and will be empowered to manifest them in the course of time at the bidding of Him Who is the Almighty, the All-Knowing. Know thou of a certainty that the Revelation of every other Name is accompanied by a similar manifestation of Divine power. Every single letter proceeding out of the mouth of God is indeed a mother letter, and every word uttered by Him Who is the Wellspring of Divine Revelation is a mother word, and His Tablet a Mother Tablet. Well is it with them that apprehend this truth.</p>","Text2":"<p>Ein jegliches Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht, ist mit solcher Kraft versehen, daß es jeder menschlichen Gestalt neues Leben einflößen kann – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit begreifen! Alle wunderbaren Werke, die ihr in dieser Welt seht, sind durch das Wirken Seines höchsten, erhabensten Willens, Seines wunderbaren, unerschütterlichen Planes offenbart. Durch die bloße Offenbarung des Wortes »Gestalter«, das aus Seinem Munde hervorgeht und der Menschheit Seine Eigenschaft verkündet, hat Er eine Kraft entfesselt, die über die Zeitalter hindurch all die mannigfaltigen Künste erzeugt, derer des Menschen Hände fähig sind. Dies ist wahrlich eine unumstößliche Wahrheit. Kaum wird dieses strahlende Wort geäußert, da bringen seine belebenden, in allem Erschaffenen wirkenden Kräfte die Mittel hervor, die solche Künste schaffen und zur Vollendung bringen. Alle wundersamen Errungenschaften, die ihr jetzt seht, sind die direkte Folge der Offenbarung dieses Namens. In künftigen Tagen werdet ihr wahrlich Dinge sehen, von denen ihr nie zuvor gehört habt. So ist es auf den Tafeln Gottes verfügt, aber niemand kann es verstehen bis auf jene, die durchdringende Sehkraft haben. Ebenso erhält in dem Augenblick, da das Wort für Mein Attribut »Der Allwissende« aus Meinem Munde hervorgeht, alles Erschaffene je nach seiner Fähigkeit die Kraft, die Kenntnis der erstaunlichsten Wissenschaften zu entfalten, und die Macht, sie im Laufe der Zeit auf Geheiß des Allmächtigen, des Allwissenden, zu offenbaren. Wisse fürwahr, daß die Offenbarung eines jeden anderen Namens von einer ähnlichen Manifestation göttlicher Macht begleitet ist. Jeder Buchstabe, der aus dem Munde Gottes hervorgeht, ist in Wahrheit ein Urbuchstabe, jedes von Ihm, dem Urquell göttlicher Offenbarung, gesprochene Wort ist ein Urwort und Seine Tafel eine Urtafel. Wohl steht es um jene, die die­se Wahrheit begreifen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":75,"Roman":"LXXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Tear asunder, in My Name, the veils that have grievously blinded your vision, and, through the power born of your belief in the unity of God, scatter the idols of vain imitation. Enter, then, the holy paradise of the good-pleasure of the All-Merciful. Sanctify your souls from whatsoever is not of God, and taste ye the sweetness of rest within the pale of His vast and mighty Revelation, and beneath the shadow of His supreme and infallible authority. Suffer not yourselves to be wrapt in the dense veils of your selfish desires, inasmuch as I have perfected in every one of you My creation, so that the excellence of My handiwork may be fully revealed unto men. It follows, therefore, that every man hath been, and will continue to be, able of himself to appreciate the Beauty of God, the Glorified. Had he not been endowed with such a capacity, how could he be called to account for his failure? If, in the Day when all the peoples of the earth will be gathered together, any man should, whilst standing in the presence of God, be asked: “Wherefore hast thou disbelieved in My Beauty and turned away from My Self,” and if such a man should reply and say: “Inasmuch as all men have erred, and none hath been found willing to turn his face to the Truth, I, too, following their example, have grievously failed to recognize the Beauty of the Eternal,” such a plea will, assuredly, be rejected. For the faith of no man can be conditioned by anyone except himself.</p>\n<p>This is one of the verities that lie enshrined in My Revelation—a verity which I have revealed in all the heavenly Books, which I have caused the Tongue of Grandeur to utter, and the Pen of Power to inscribe. Ponder awhile thereon, that with both your inner and outer eye, ye may perceive the subtleties of Divine wisdom and discover the gems of heavenly knowledge which, in clear and weighty language, I have revealed in this exalted and incorruptible Tablet, and that ye may not stray far from the All-Highest Throne, from the Tree beyond which there is no passing, from the Habitation of everlasting might and glory.</p>\n<p>The signs of God shine as manifest and resplendent as the sun amidst the works of His creatures. Whatsoever proceedeth from Him is apart, and will always remain distinguished, from the inventions of men. From the Source of His knowledge countless Luminaries of learning and wisdom have risen, and out of the Paradise of His Pen the breath of the All-Merciful hath continually been wafted to the hearts and souls of men. Happy are they that have recognized this truth.</p>","Text2":"<p>Zerreißt in Meinem Namen die Schleier, die euere Sicht so schwer behindern, und zerschlagt durch die Macht, die aus eurem Glauben an Gottes Einheit geboren ist, die Götzen leerer Nachahmung. Dann tretet ein in das heilige Paradies des Wohlgefallens des Allerbarmers. Heiligt euere Seelen von allem, was nicht von Gott ist, und genießet die süße Ruhe im Schoße Seiner weiten, machtvollen Offenbarung, im Schatten Seiner höchsten, unfehlbaren Befehlsgewalt. Bleibet nicht in den dichten Schleiern euerer selbstsüchtigen Wünsche verhüllt, denn in jedem von euch habe Ich Meine Schöpfung vollendet, damit die Vortrefflichkeit Meines Werkes den Menschen völlig offenbar werde. Daraus folgt, daß jeder Mensch aus sich selbst heraus fähig ist und weiter fähig sein wird, die Schönheit Gottes, des Verherrlichten, wahrzunehmen. Wäre ihm keine solche Fähigkeit verliehen, wie könnte er dann für sein Versagen zur Rechenschaft gezogen werden? Wenn an dem Tage, da alle Völker der Erde versammelt werden, ein Mensch vor Gott stünde und gefragt würde: »Warum hast du nicht an Meine Schönheit geglaubt und dich von Mir abgewandt?« und wenn ein solcher Mensch dann antwortete und spräche: »Weil alle Menschen geirrt haben, weil keiner willens war, sein Angesicht der Wahrheit zuzuwenden, habe auch ich nach dem Beispiel der anderen leider versäumt, die Schönheit des Ewigen zu erkennen«, so würde eine solche Ausflucht gewißlich zurückgewiesen. Denn der Glaube eines Menschen kann nur von ihm selbst abhängen.</p>\n<p>Dies ist eine der Wahrheiten, die in Meiner Offenbarung verwahrt sind, eine Wahrheit, die Ich in all den himm­lischen Büchern, welche Ich die Zunge der Größe aussprechen und die Feder der Macht niederschreiben ließ, offenbart habe. Denkt eine Zeit darüber nach, damit ihr mit euerem inneren wie äußeren Auge die Feinheiten göttlicher Weisheit wahrnehmt und die Edelsteine himmlischen Wissens entdeckt, die Ich in klarer, bedeutungsschwerer Sprache auf dieser erhabenen, unverfälschlichen Tafel offenbart habe, und damit ihr nicht abirrt von dem Throne des Allhöchsten, von dem Baume, über den es kein Hinausgehen gibt, von der Wohnstatt ewiger Macht und Herrlichkeit.</p>\n<p>Die Zeichen Gottes leuchten inmitten der Werke Seiner Geschöpfe so offenbar und strahlend wie die Sonne. Was von Ihm ausgeht, ist von dem, was Menschengeist ersinnt, verschieden und wird immer davon unterschieden bleiben. Dem Quell Seines Wissens sind zahllose Leuchten der Ge­lehrsamkeit und Weisheit entstiegen, und aus dem Paradiese Seiner Feder weht der Odem des Allbarmherzigen unaufhörlich zu den Herzen und Seelen der Menschen hin. Glücklich, wer diese Wahrheit erkennt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":76,"Roman":"LXXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Give ear, O My servant, unto that which is being sent down unto thee from the Throne of thy Lord, the Inaccessible, the Most Great. There is none other God but Him. He hath called into being His creatures, that they may know Him, Who is the Compassionate, the All-Merciful. Unto the cities of all nations He hath sent His Messengers, Whom He hath commissioned to announce unto men tidings of the Paradise of His good pleasure, and to draw them nigh unto the Haven of abiding security, the Seat of eternal holiness and transcendent glory.</p>\n<p>Some were guided by the Light of God, gained admittance into the court of His presence, and quaffed, from the hand of resignation, the waters of everlasting life, and were accounted of them that have truly recognized and believed in Him. Others rebelled against Him, and rejected the signs of God, the Most Powerful, the Almighty, the All-Wise.</p>\n<p>Ages rolled away, until they attained their consummation in this, the Lord of days, the Day whereon the Daystar of the Bayán manifested itself above the horizon of mercy, the Day in which the Beauty of the All-Glorious shone forth in the exalted person of ‘Alí-Muhammad, the Báb. No sooner did He reveal Himself, than all the people rose up against Him. By some He was denounced as one that hath uttered slanders against God, the Almighty, the Ancient of Days. Others regarded Him as a man smitten with madness, an allegation which I, Myself, have heard from the lips of one of the divines. Still others disputed His claim to be the Mouthpiece of God, and stigmatized Him as one who had stolen and used as his the words of the Almighty, who had perverted their meaning, and mingled them with his own. The Eye of Grandeur weepeth sore for the things which their mouths have uttered, while they continue to rejoice upon their seats.</p>\n<p>“God,” said He, “is My witness, O people! I am come to you with a Revelation from the Lord, your God, the Lord of your fathers of old. Look not, O people, at the things ye possess. Look rather at the things God hath sent down unto you. This, surely, will be better for you than the whole of creation, could ye but perceive it. Repeat the gaze, O people, and consider the testimony of God and His proof which are in your possession, and compare them unto the Revelation sent down unto you in this Day, that the truth, the infallible truth, may be indubitably manifested unto you. Follow not, O people, the steps of the Evil One; follow ye the Faith of the All-Merciful, and be ye of them that truly believe. What would it profit man, if he were to fail to recognize the Revelation of God? Nothing whatever. To this Mine own Self, the Omnipotent, the Omniscient, the All-Wise, will testify.”</p>\n<p>The more He exhorted them, the fiercer grew their enmity, till, at the last, they put Him to death with shameful cruelty. The curse of God be upon the oppressors!</p>\n<p>A few believed in Him; few of Our servants are the thankful. These He admonished, in all His Tablets—nay, in every passage of His wondrous writings—not to give themselves up in the Day of the promised Revelation to anything whatever, be it in the heaven or in the earth. “O people!” said He, “I have revealed Myself for His Manifestation, and have caused My Book, the Bayán, to descend upon you for no other purpose except to establish the truth of His Cause. Fear ye God, and contend not with Him as the people of the Qur’án have contended with Me. At whatever time ye hear of Him, hasten ye towards Him, and cleave ye to whatsoever He may reveal unto you. Naught else besides Him can ever profit you, no, not though ye produce from first to last the testimonies of all those who were before you.”</p>\n<p>And when after the lapse of a few years the heaven of Divine decree was cleft asunder, and the Beauty of the Báb appeared in the clouds of the names of God, arrayed in a new raiment, these same people maliciously rose up against Him, Whose light embraceth all created things. They broke His Covenant, rejected His truth, contended with Him, caviled at His signs, treated His testimony as falsehood, and joined the company of the infidels. Eventually, they determined to take away His life. Such is the state of them who are in a far-gone error!</p>\n<p>And when they realized their powerlessness to achieve their purpose, they arose to plot against Him. Witness how every moment they devise a fresh device to harm Him, that they may injure and dishonor the cause of God. Say: Woe be to you! By God! Your schemings cover you with shame. Your Lord, the God of mercy, can well dispense with all creatures. Nothing whatever can either increase or diminish the things He doth possess. If ye believe, to your own behoof will ye believe; and if ye believe not, ye yourselves will suffer. At no time can the hand of the infidel profane the hem of His Robe.</p>\n<p>O My servant that believest in God! By the righteousness of the Almighty! Were I to recount to thee the tale of the things that have befallen Me, the souls and minds of men would be incapable of sustaining its weight. God Himself beareth Me witness. Watch over thyself, and follow not the footsteps of these people. Meditate diligently upon the Cause of thy Lord. Strive to know Him through His own Self and not through others. For no one else besides Him can ever profit thee. To this all created things will testify, couldst thou but perceive it.</p>\n<p>Emerge from behind the veil, by the leave of thy Lord, the All-Glorious, the Most Powerful, and seize, before the eyes of those who are in the heavens and those who are on the earth, the Chalice of Immortality, in the name of thy Lord, the Inaccessible, the Most High, and quaff thy fill, and be not of them that tarry. I swear by God! The moment thou touchest the Cup with thy lips, the Concourse on high will acclaim thee saying, “Drink with healthy relish, O man that hast truly believed in God!” and the inhabitants of the Cities of Immortality will cry out, “Joy be to thee, O thou that hast drained the Cup of His love!” and the Tongue of Grandeur will hail thee, “Great is the blessedness that awaiteth thee, O My servant, for thou hast attained unto that which none hath attained, except such as have detached themselves from all that is in the heavens and all that is on the earth, and who are the emblems of true detachment.”</p>","Text2":"<p>Höre, o Mein Diener, auf das, was vom Throne deines Herrn, des Unerreichbaren, des Größten, zu dir herabgesandt wird. Es ist kein Gott außer Ihm. Er hat Seine Geschöpfe ins Dasein gerufen, damit sie Ihn erkennen, den Mitleidigen, den Allerbarmer. In die Städte aller Völker hat Er Seine Boten gesandt und ihnen aufgetragen, den Menschen Botschaft vom Paradiese Sei­nes Wohlgefallens zu bringen und sie zum Hafen bleibender Sicherheit, zum Sitze ewiger Heiligkeit und überragender Herrlichkeit zu führen.</p>\n<p>Die einen wurden vom Lichte Gottes geleitet, gewannen Zutritt zum Hofe Seiner Gegenwart, tranken aus der Hand der Ergebung die Wasser ewigen Lebens und wurden zu denen gezählt, die Ihn wahrhaft anerkennen und an Ihn glauben. Andere lehnten sich gegen Ihn auf und verwarfen die Zeichen Gottes, des Machtvollsten, des Allmächtigen, des Allweisen.</p>\n<p>Zeitalter liefen ab, bis sie Vollendung fanden an diesem, dem Herrn der Tage, dem Tag, da die Sonne des Bayán sich hoch über dem Horizont der Gnade offenbarte, dem Tag, da die Schönheit des Allherrlichen in der erhabenen Gestalt von ‘Alí-Muhammad, dem Báb, aufleuchtete. Kaum hatte Er sich offenbart, da erhob sich alles Volk gegen Ihn. Ei­nige verleumdeten Ihn als Lästerer Gottes, des Allmächtigen, des Altehrwürdigen der Tage. Andere hielten Ihn für einen Wahnsinnigen, eine Behauptung, die Ich selbst aus dem Munde eines Geistlichen gehört habe. Wieder andere bestritten Seinen Anspruch, das Sprachrohr Gottes zu sein, und brandmarkten Ihn als einen, der die Worte des Allmächtigen gestohlen, sie als die eigenen ausgegeben, ihren Sinn verdreht und sie mit eigenem vermengt habe. Das Auge der Größe weint bitterlich über das, was ihr Mund geredet hat, während sie sich weiter auf ihren Sitzen erfreuen.</p>\n<p>»Gott ist Mein Zeuge«, sprach Er, »O Volk! Ich bin zu euch gekommen mit einer Offenbarung von dem Herrn, euerem Gott, dem Herrn euerer Väter von alters her. Seht nicht auf das, was ihr besitzet, o Menschen! Seht vielmehr auf das, was Gott euch herabgesandt hat. Dies wird sicherlich besser für euch sein als die ganze Schöpfung, könntet ihr es doch begreifen! Blickt von neuem auf, o Menschen, betrachtet das Zeugnis Gottes und Seinen Beweis, wie ihr sie schon besitzet, und vergleicht sie mit der an diesem Tage zu euch herabgesandten Offenbarung, damit die Wahrheit, die untrügliche Wahrheit, euch unbezweifelbar offenkundig werde. O Menschen, folget nicht den Fußstapfen des Bösen, folget dem Glauben des Allbarmherzi­gen und gehöret zu denen, die wahrhaft glauben. Was nützte es dem Menschen, wenn er verfehlte, die Wahrheit Gottes anzuerkennen? Nichts, was es auch sei. Dies will Ich selbst, der Allmächtige, der Allwissende, der Allweise, bezeugen«.</p>\n<p>Je mehr Er sie ermahnte, desto grimmiger wurde ihre Feindschaft, bis sie Ihn zuletzt mit schmählicher Grausam­keit hinrichteten. Der Fluch Gottes treffe die Unterdrücker!</p>\n<p>Einige glaubten an Ihn, nur wenige Unserer Diener sind die Dankbaren. Sie ermahnte Er auf allen Seinen Tafeln, ja in jedem Abschnitt Seiner wunderbaren Schriften, sich am Tage der verheißenen Offenbarung nicht an irgend etwas im Himmel oder auf Erden zu verlieren. »O Menschen!« sprach Er, »Ich habe Mich für Seine Manifestation offen­bart und Mein Buch, den Bayán, nur mit der Absicht, die Wahrheit Seiner Sache zu beweisen, auf euch herniederkommen lassen. Fürchtet Gott und hadert nicht mit Ihm, wie das Volk des Qur’án mit Mir gehadert hat. Wenn ihr von Ihm hört, eilt Ihm entgegen und haltet Euch fest an alles, was Er euch offenbart. Nichts außer Ihm kann euch nützen, selbst wenn ihr vom ersten bis zum letzten die Zeugnisse all derer vorbrächtet, die vor euch waren.«</p>\n<p>Und als nach Ablauf weniger Jahre der Himmel des göttlichen Ratschlusses gespalten wurde, als die Schönheit des Báb in neuem Gewande in den Wolken der Namen Gottes erschien, erhob sich dieses gleiche Volk boshaft gegen Ihn, dessen Licht alles Erschaffene umschließt. sie brachen Seinen Bund, verwarfen Seine Wahrheit, haderten mit Ihm, nörgelten an Seinen Zeichen, stellten Sein Zeugnis als Lüge hin und gesellten sich zu den Ungläubigen. Zuletzt beschlossen sie, Ihm das Leben zu nehmen. So ist der Zustand derer, die sich tief im Irrtum befinden!</p>\n<p>Und als sie ihre Ohnmacht erkannten, ihren Plan auszuführen, erhoben sie sich zur Verschwörung gegen Ihn. Siehe, wie sie jeden Augenblick neue Schliche ersinnen, um Ihm zu schaden, um die Sache Gottes zu verletzen und zu entehren. Sprich: Wehe über euch! Bei Gott! Euere Ränke bedecken euch mit Schande. Euer Herr, der Gott des Erbarmens, kann auf alle Geschöpfe wohl verzichten. Nichts kann mehren oder mindern, was Er besitzt. Wenn ihr glaubt, so glaubt ihr zu euerem eigenen Vorteil, und wenn ihr nicht glaubt, so werdet ihr selbst darunter leiden. Nie kann die Hand des Ungläubigen den Saum Seines Gewandes entheiligen.</p>\n<p>O Mein Diener, der du an Gott glaubst! Bei der Gerech­tigkeit des Allmächtigen! Wollte Ich dir aufzählen, was über Mich gekommen ist, so wären Seele und Verstand der Menschen unfähig, dessen Gewicht zu ertragen. Gott selbst ist Mein Zeuge. Wache über dich selbst und folge nicht den Fußstapfen dieser Leute! Denke sorgfältig nach über die Sache deines Herrn. Strebe, danach, Ihn durch Sein eigenes Selbst und nicht durch andere zu erkennen. Denn keiner außer Ihm kann dir jemals nützen. Alles Erschaffene wird dies bezeugen, könntest du es doch fassen!</p>\n<p>Komm hervor hinter dem Schleier mit deines Herrn, des Allherrlichen, des Allmächtigen, Erlaubnis, ergreife vor den Augen derer, die in den Himmeln und auf Erden sind, den Kelch der Unsterblichkeit im Namen deines Herrn, des Unerreichbaren, des Höchsten, trinke dich satt und gehöre nicht zu den Zaudernden. Ich schwöre bei Gott! Im Augen­blick, da du den Becher mit den Lippen berührst, werden dir die himmlischen Heerscharen Beifall spenden und spre­chen: »Trink mit gesundem Behagen, o Mensch, der du wahrhaft an Gott glaubst!« Und die Bewohner der Städte der Unsterblichkeit werden ausrufen: »Freude sei dir, der du den Becher Seiner Liebe leerst!« Und die Zunge der Größe wird dich grüßen: »Groß ist die Seligkeit, die dich erwartet, o Mein Diener, denn du hast erreicht, was keiner erreicht hat bis auf jene, die sich von allem in den Himmeln und auf Erden losgelöst haben und die Sinnbilder wahrer Loslösung sind.«</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":77,"Roman":"LXXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>And now, concerning thy question regarding the creation of man. Know thou that all men have been created in the nature made by God, the Guardian, the Self-Subsisting. Unto each one hath been prescribed a preordained measure, as decreed in God’s mighty and guarded Tablets. All that which ye potentially possess can, however, be manifested only as a result of your own volition. Your own acts testify to this truth. Consider, for instance, that which hath been forbidden, in the Bayán, unto men. God hath in that Book, and by His behest, decreed as lawful whatsoever He hath pleased to decree, and hath, through the power of His sovereign might, forbidden whatsoever He elected to forbid. To this testifieth the text of that Book. Will ye not bear witness? Men, however, have wittingly broken His law. Is such a behavior to be attributed to God, or to their proper selves? Be fair in your judgment. Every good thing is of God, and every evil thing is from yourselves. Will ye not comprehend? This same truth hath been revealed in all the Scriptures, if ye be of them that understand. Every act ye meditate is as clear to Him as is that act when already accomplished. There is none other God besides Him. His is all creation and its empire. All stands revealed before Him; all is recorded in His holy and hidden Tablets. This foreknowledge of God, however, should not be regarded as having caused the actions of men, just as your own previous knowledge that a certain event is to occur, or your desire that it should happen, is not and can never be the reason for its occurrence.</p>","Text2":"<p>Und nun zu deiner Frage nach der Erschaffung des Menschen. Wisse, daß alle Menschen in der von Gott, dem Bewahrer, dem Selbstbestehenden, bestimmten Art erschaffen sind. Jedem ist, wie auf Gottes mächtigen, wohlverwahrten Tafeln verfügt, ein vorbestimmtes Maß zugewiesen. Alles, was ihr an Anlagen besitzt, kann jedoch nur als Ergebnis eueres eigenen Wollens offenbar werden. Euere Taten bezeugen diese Wahrheit. Seht zum Beispiel, was im Bayán den Menschen verboten wurde. Gott hat in jenem Buche nach Seinem Geheiß für rechtmäßig erklärt, was immer Ihm zu erklären gefiel, und Er hat kraft Seiner höchsten Macht verboten, was immer Er zu verbieten beschloß. Dies bekundet der Text jenes Buches. Wollt ihr es nicht bezeugen? Die Menschen aber haben wissentlich Sein Gesetz gebrochen. Ist solches Verhalten ihnen selbst oder Gott zuzuschreiben? Seid ge­recht in euerem Urteil! Alles Gute ist von Gott und alles Böse von euch selbst. Wollt ihr es nicht begreifen? In allen Schriften ist diese Wahrheit offenbart, so ihr zu denen gehörtet, die verstehen. Jede Tat, die ihr im Sinne habt, ist Ihm so offenbar wie jene, die ihr schon ausgeführt habt. Es ist kein Gott außer Ihm. Sein ist die ganze Schöpfung und die Herrschaft darüber. Alles ist vor Ihm enthüllt, alles auf Seinen heiligen, verborgenen Tafeln aufgezeichnet. Dieses Vorauswissen Gottes bedeutet jedoch nicht, daß es die Ta­ten der Menschen verursacht hätte, ebensowenig, wie euer Vorherwissen vom Kommen eines bestimmten Ereignisses oder euer Wunsch, daß es eintrete, die Ursache für sein Eintreffen ist oder jemals sein kann.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":78,"Roman":"LXXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>As to thy question concerning the origin of creation. Know assuredly that God’s creation hath existed from eternity, and will continue to exist forever. Its beginning hath had no beginning, and its end knoweth no end. His name, the Creator, presupposeth a creation, even as His title, the Lord of Men, must involve the existence of a servant.</p>\n<p>As to those sayings, attributed to the Prophets of old, such as, “In the beginning was God; there was no creature to know Him,” and “The Lord was alone; with no one to adore Him,” the meaning of these and similar sayings is clear and evident, and should at no time be misapprehended. To this same truth bear witness these words which He hath revealed: “God was alone; there was none else besides Him. He will always remain what He hath ever been.” Every discerning eye will readily perceive that the Lord is now manifest, yet there is none to recognize His glory. By this is meant that the habitation wherein the Divine Being dwelleth is far above the reach and ken of anyone besides Him. Whatsoever in the contingent world can either be expressed or apprehended, can never transgress the limits which, by its inherent nature, have been imposed upon it. God, alone, transcendeth such limitations. He, verily, is from everlasting. No peer or partner has been, or can ever be, joined with Him. No name can be compared with His Name. No pen can portray His nature, neither can any tongue depict His glory. He will, forever, remain immeasurably exalted above anyone except Himself.</p>\n<p>Consider the hour at which the supreme Manifestation of God revealeth Himself unto men. Ere that hour cometh, the Ancient Being, Who is still unknown of men and hath not as yet given utterance to the Word of God, is Himself the All-Knower in a world devoid of any man that hath known Him. He is indeed the Creator without a creation. For at the very moment preceding His Revelation, each and every created thing shall be made to yield up its soul to God. This is indeed the Day of which it hath been written: “Whose shall be the Kingdom this Day?” And none can be found ready to answer!</p>","Text2":"<p>Nun zu deiner Frage über den Ursprung der Schöpfung. Wisse sicher, daß Gottes Schöpfung von Ewigkeit her besteht und immer bestehen wird. Ihr Anfang war ohne Anfang und ihr Ende kennt kein Ende. Sein Name »Schöpfer« setzt eine Schöpfung voraus, wie Sein Titel »Herr der Menschen« das Dasein eines Dieners bedingt.</p>\n<p>Was jene Sprüche betrifft, die den alten Propheten zuge­schrieben werden, wie: »Am Anfang war Gott, kein Geschöpf war da, Ihn zu erkennen«, und: »Der Herr war allein, ohne jemanden, Ihn anzubeten«, so ist der Sinn die­ser und ähnlicher Sprüche klar und einleuchtend, er sollte nie mißverstanden werden. Die gleiche Wahrheit bezeugen die Worte, die Er offenbart hat: »Gott war allein, es war keiner außer Ihm. Er wird immer bleiben, was Er immer war.« Jedes scharfe Auge wird bereitwillig wahrnehmen, daß der Herr nunmehr offenbar ist; doch keiner ist da, Seine Herrlichkeit zu erkennen. Damit ist gemeint, daß die Stätte, wo das Wesen Gottes wohnt, hoch über Reichweite und Fassungskraft eines jeden außer Ihm erhaben ist. Was immer in der bedingten Welt aussagbar oder begreiflich ist, kann niemals die ihm durch seine Natur gegebenen Grenzen überschreiten. Gott allein übersteigt derartige Grenzen. Er, wahrlich, ist von Ewigkeit her. Keiner Seinesgleichen, kein Gefährte war Ihm je zugesellt oder kann Ihm jemals zugesellt werden. Kein Name ist mit Seinem Namen vergleichbar. Keine Feder kann Sein Wesen beschreiben, keine Zunge Seine Herrlichkeit schildern. Er bleibt immer über alle außer Ihm selbst unermeßlich erhaben.</p>\n<p>Sieh die Stunde, da die höchste Manifestation Gottes sich den Menschen enthüllt. Ehe diese Stunde kommt, ist das Altehrwürdige Sein, das den Menschen noch unbe­kannt ist und das Wort Gottes noch nicht ausgesprochen hat, selbst der Allwissende in einer Welt ohne Menschen, die Ihn erkannt hätten. Er ist wahrlich Schöpfer ohne Schöpfung. Denn in dem Augenblick, der Seiner Offenba­rung vorausgeht, wird alles Erschaffene veranlaßt, seine Seele zu Gott aufzugeben. Dies ist wahrlich der Tag, von dem geschrieben steht: »Wessen soll das Reich an diesem Tage sein?«1 Und niemand ist bereit, darauf zu antworten!</p>\n<p>[1. Qur’án 40:17]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":79,"Roman":"LXXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>As to thy question concerning the worlds of God. Know thou of a truth that the worlds of God are countless in their number, and infinite in their range. None can reckon or comprehend them except God, the All-Knowing, the All-Wise. Consider thy state when asleep. Verily, I say, this phenomenon is the most mysterious of the signs of God amongst men, were they to ponder it in their hearts. Behold how the thing which thou hast seen in thy dream is, after a considerable lapse of time, fully realized. Had the world in which thou didst find thyself in thy dream been identical with the world in which thou livest, it would have been necessary for the event occurring in that dream to have transpired in this world at the very moment of its occurrence. Were it so, you yourself would have borne witness unto it. This being not the case, however, it must necessarily follow that the world in which thou livest is different and apart from that which thou hast experienced in thy dream. This latter world hath neither beginning nor end. It would be true if thou wert to contend that this same world is, as decreed by the All-Glorious and Almighty God, within thy proper self and is wrapped up within thee. It would equally be true to maintain that thy spirit, having transcended the limitations of sleep and having stripped itself of all earthly attachment, hath, by the act of God, been made to traverse a realm which lieth hidden in the innermost reality of this world. Verily I say, the creation of God embraceth worlds besides this world, and creatures apart from these creatures. In each of these worlds He hath ordained things which none can search except Himself, the All-Searching, the All-Wise. Do thou meditate on that which We have revealed unto thee, that thou mayest discover the purpose of God, thy Lord, and the Lord of all worlds. In these words the mysteries of Divine Wisdom have been treasured. We have refrained from dwelling upon this theme owing to the sorrow that hath encompassed Us from the actions of them that have been created through Our words, if ye be of them that will hearken unto Our Voice.</p>","Text2":"<p>Nun zu deiner Frage über die Welten Gottes. Wisse wahrlich, daß die Welten Gottes zahllos und unendlich weit sind. Keiner kann sie zählen oder erfassen außer Gott, dem Allwissenden, dem Allweisen. Denke an deinen Zustand im Schlafe. Wahrlich, Ich sage, diese Erscheinung ist das geheimnisvollste der Zeichen Gottes unter den Menschen, wollten sie doch im Her­zen darüber nachsinnen. Siehe, wie das, was du im Traume geschaut hast, nach langer Zeit voll verwirklicht wird. Wäre die Welt, wo du dich im Traum befunden hast, dieselbe wie die Welt, in der du lebst, dann hätte die Begebenheit jenes Traumes im Augenblick ihres Geschehens zwangsläufig in dieser Welt bekannt werden müssen. Wäre es so, dann wärest du selbst dessen Zeuge. Da dies jedoch nicht der Fall ist, muß notwendigerweise daraus folgen, daß die Welt, in der du lebst, von jener, die du im Traum erlebt hast, verschieden und gesondert ist. Diese letztere Welt hat weder Anfang noch Ende. Es wäre wahr, wenn du behaupten wolltest, daß diese Traumwelt nach dem Ratschluß des allherrlichen und allmächtigen Gottes in deinem eigenen Selbst liegt und ganz in dir aufgeht. Es wäre ebenso wahr zu sagen, daß dein Geist, wenn er die Grenzen des Schlafes überschritten und sich von allen irdischen Bindu­gen befreit hat, durch Gottes Ratschluß ein Reich durchwandert, das in der innersten Wirklichkeit dieser Welt verborgen liegt. Wahrlich, Ich sage, die Schöpfung Gottes umfaßt Welten neben dieser Welt und Geschöpfe außer diesen Geschöpfen. In jeder dieser Welten hat Er Dinge verordnet, die niemand erforschen kann außer Ihm, dem Allerforschenden, dem Allweisen. Denke nach über das, was Wir dir enthüllt haben, damit du die Absicht Gottes, deines Herrn und des Herrn aller Welten, erkennest. In diesen Worten sind die Geheimnisse göttlicher Weisheit verwahrt. Wir wollen nicht bei diesem Thema verweilen, weil der Kummer über die Taten derer, die durch Unsere Worte erschaffen worden sind, Uns umgibt, wäret ihr doch unter denen, die auf Unsere Stimme hören.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":80,"Roman":"LXXX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Thou hast asked Me whether man, as apart from the Prophets of God and His chosen ones, will retain, after his physical death, the self-same individuality, personality, consciousness, and understanding that characterize his life in this world. If this should be the case, how is it, thou hast observed, that whereas such slight injuries to his mental faculties as fainting and severe illness deprive him of his understanding and consciousness, his death, which must involve the decomposition of his body and the dissolution of its elements, is powerless to destroy that understanding and extinguish that consciousness? How can anyone imagine that man’s consciousness and personality will be maintained, when the very instruments necessary to their existence and function will have completely disintegrated?</p>\n<p>Know thou that the soul of man is exalted above, and is independent of all infirmities of body or mind. That a sick person showeth signs of weakness is due to the hindrances that interpose themselves between his soul and his body, for the soul itself remaineth unaffected by any bodily ailments. Consider the light of the lamp. Though an external object may interfere with its radiance, the light itself continueth to shine with undiminished power. In like manner, every malady afflicting the body of man is an impediment that preventeth the soul from manifesting its inherent might and power. When it leaveth the body, however, it will evince such ascendancy, and reveal such influence as no force on earth can equal. Every pure, every refined and sanctified soul will be endowed with tremendous power, and shall rejoice with exceeding gladness.</p>\n<p>Consider the lamp which is hidden under a bushel. Though its light be shining, yet its radiance is concealed from men. Likewise, consider the sun which hath been obscured by the clouds. Observe how its splendor appeareth to have diminished, when in reality the source of that light hath remained unchanged. The soul of man should be likened unto this sun, and all things on earth should be regarded as his body. So long as no external impediment interveneth between them, the body will, in its entirety, continue to reflect the light of the soul, and to be sustained by its power. As soon as, however, a veil interposeth itself between them, the brightness of that light seemeth to lessen.</p>\n<p>Consider again the sun when it is completely hidden behind the clouds. Though the earth is still illumined with its light, yet the measure of light which it receiveth is considerably reduced. Not until the clouds have dispersed, can the sun shine again in the plenitude of its glory. Neither the presence of the cloud nor its absence can, in any way, affect the inherent splendor of the sun. The soul of man is the sun by which his body is illumined, and from which it draweth its sustenance, and should be so regarded.</p>\n<p>Consider, moreover, how the fruit, ere it is formed, lieth potentially within the tree. Were the tree to be cut into pieces, no sign nor any part of the fruit, however small, could be detected. When it appeareth, however, it manifesteth itself, as thou hast observed, in its wondrous beauty and glorious perfection. Certain fruits, indeed, attain their fullest development only after being severed from the tree.</p>","Text2":"<p>Du hast Mich gefragt, ob der Mensch, abgesehen von Gottes Propheten und Seinen Auserwählten, nach dem körperlichen Tode dieselbe Eigenart und Persönlichkeit, dasselbe Bewußtsein, denselben Verstand beibehalte, die sein Leben in dieser Welt auszeichnen. Wäre dies der Fall, wie kommt es dann, so wendest du ein, daß leichte Schädigungen der geistigen Fähigkeiten wie Ohnmacht und schwere Krankheit dem Menschen Verstand und Bewußtsein rauben, während sein Tod, der den Zerfall seines Leibes und die Auflösung seiner Bestandteile mit sich bringt, machtlos ist, diesen Verstand zu zerstören und dieses Bewußtsein auszulöschen? Wie kann man sich vorstellen, daß Bewußtsein und Persönlichkeit des Menschen erhalten bleiben, wenn gerade die für ihr Bestehen und Wirken notwendigen Werkzeuge völlig aufgelöst sein werden?</p>\n<p>Wisse, daß die Seele des Menschen über alle Gebrechlichkeit des Leibes und des Verstandes erhaben und davon unabhängig ist. Daß ein Kranker Zeichen der Schwäche aufweist, ist den Hindernissen zuzuschreiben, die sich bei ihm zwischen Seele und Leib legen; denn die Seele selbst bleibt unberührt von jedem körperlichen Leiden. Denke an das Licht der Lampe. Wenn auch ein Gegenstand von außen ihr Strahlen beeinträchtigen kann, so scheint das Licht selbst doch mit unverminderter Stärke weiter. Ebenso ist jedes Gebrechen des menschlichen Leibes ein Hindernis für die Seele, das sie davon abhält, ihre innere Kraft und Stärke zu zeigen. Wenn sie jedoch den Leib verläßt, wird sie solche Überlegenheit beweisen, solchen Einfluß entfalten, daß keine Macht der Erde dem gleichkommen kann. Jede reine, jede geläuterte und geheiligte Seele wird mit gewaltiger Macht begabt sein und in überschäumender Freude jubeln.</p>\n<p>Denke an die Lampe, die unter einem Scheffel verborgen ist. Wenn auch ihr Licht leuchtet, ihr Schein dringt nicht zu den Menschen. Denke ebenso an die Sonne, die von Wolken verdunkelt wird. Beachte, wie ihr Glanz scheinbar abnimmt, während die Quelle jenes Lichtes in Wirklichkeit unverändert bleibt. Die Seele des Menschen gleicht dieser Sonne und alle Dinge auf Erden entsprechen seinem Leib. Solange kein äußeres Hindernis sie trennt, wird der Leib in seiner Gesamtheit das Licht der Seele widerspiegeln und von ihrer Kraft unterstützt werden. Aber sobald sich ein Schleier zwischen beide legt, scheint die Helligkeit des Lichtes abzunehmen.</p>\n<p>Denke wiederum an die Sonne, wenn sie völlig hinter Wolken verborgen ist. Obwohl die Erde noch von ihrem Licht erhellt wird, ist doch die Menge Lichtes, die sie empfängt, viel geringer geworden. Erst wenn sich die Wolken verzogen haben, kann die Sonne wieder in voller Pracht erstrahlen. Die natürliche Leuchtkraft der Sonne wird jedoch nicht davon berührt, ob nun Wolken da sind oder nicht. Die Seele des Menschen ist die Sonne, die seinen Leib erleuchtet und ihm Nahrung spendet, und sollte auch dafür angesehen werden.</p>\n<p>Bedenke ferner, wie die Frucht, ehe sie Gestalt annimmt, als Anlage im Baume liegt. Würde der Baum in Stücke gehauen, so könnte man doch kein Anzeichen und nicht das kleinste Teilchen einer Frucht darin finden. Sobald sie aber hervortritt, wird sie, wie du selber feststellst, in wunderbarer Schönheit und herrlicher Vollkommen­heit sichtbar. Manche Früchte erreichen ihre volle Reife freilich erst, nachdem sie vom Baume gepflückt worden sind.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":81,"Roman":"LXXXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>And now concerning thy question regarding the soul of man and its survival after death. Know thou of a truth that the soul, after its separation from the body, will continue to progress until it attaineth the presence of God, in a state and condition which neither the revolution of ages and centuries, nor the changes and chances of this world, can alter. It will endure as long as the Kingdom of God, His sovereignty, His dominion and power will endure. It will manifest the signs of God and His attributes, and will reveal His loving kindness and bounty. The movement of My Pen is stilled when it attempteth to befittingly describe the loftiness and glory of so exalted a station. The honor with which the Hand of Mercy will invest the soul is such as no tongue can adequately reveal, nor any other earthly agency describe. Blessed is the soul which, at the hour of its separation from the body, is sanctified from the vain imaginings of the peoples of the world. Such a soul liveth and moveth in accordance with the Will of its Creator, and entereth the all-highest Paradise. The Maids of Heaven, inmates of the loftiest mansions, will circle around it, and the Prophets of God and His chosen ones will seek its companionship. With them that soul will freely converse, and will recount unto them that which it hath been made to endure in the path of God, the Lord of all worlds. If any man be told that which hath been ordained for such a soul in the worlds of God, the Lord of the throne on high and of earth below, his whole being will instantly blaze out in his great longing to attain that most exalted, that sanctified and resplendent station.… The nature of the soul after death can never be described, nor is it meet and permissible to reveal its whole character to the eyes of men. The Prophets and Messengers of God have been sent down for the sole purpose of guiding mankind to the straight Path of Truth. The purpose underlying Their revelation hath been to educate all men, that they may, at the hour of death, ascend, in the utmost purity and sanctity and with absolute detachment, to the throne of the Most High. The light which these souls radiate is responsible for the progress of the world and the advancement of its peoples. They are like unto leaven which leaveneth the world of being, and constitute the animating force through which the arts and wonders of the world are made manifest. Through them the clouds rain their bounty upon men, and the earth bringeth forth its fruits. All things must needs have a cause, a motive power, an animating principle. These souls and symbols of detachment have provided, and will continue to provide, the supreme moving impulse in the world of being. The world beyond is as different from this world as this world is different from that of the child while still in the womb of its mother. When the soul attaineth the Presence of God, it will assume the form that best befitteth its immortality and is worthy of its celestial habitation. Such an existence is a contingent and not an absolute existence, inasmuch as the former is preceded by a cause, whilst the latter is independent thereof. Absolute existence is strictly confined to God, exalted be His glory. Well is it with them that apprehend this truth. Wert thou to ponder in thine heart the behavior of the Prophets of God thou wouldst assuredly and readily testify that there must needs be other worlds besides this world. The majority of the truly wise and learned have, throughout the ages, as it hath been recorded by the Pen of Glory in the Tablet of Wisdom, borne witness to the truth of that which the holy Writ of God hath revealed. Even the materialists have testified in their writings to the wisdom of these divinely appointed Messengers, and have regarded the references made by the Prophets to Paradise, to hell fire, to future reward and punishment, to have been actuated by a desire to educate and uplift the souls of men. Consider, therefore, how the generality of mankind, whatever their beliefs or theories, have recognized the excellence, and admitted the superiority, of these Prophets of God. These Gems of Detachment are acclaimed by some as the embodiments of wisdom, while others believe them to be the mouthpiece of God Himself. How could such Souls have consented to surrender themselves unto their enemies if they believed all the worlds of God to have been reduced to this earthly life? Would they have willingly suffered such afflictions and torments as no man hath ever experienced or witnessed?</p>","Text2":"<p>Nun zu deiner Frage über die Seele des Menschen und ihr Fortleben nach dem Tode. Wisse wahrlich, daß die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen, wie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden. Sie wird die Zeichen Gottes und Seine Eigenschaften offenbaren, Seine Gnade und Huld enthüllen. Meine Feder stockt, wenn sie die Höhe und Herrlichkeit einer so erhabenen Stufe gebüh­rend zu beschreiben sucht. Mit solcher Ehre wird die Hand der Barmherzigkeit die Seele bekleiden, daß keine Zunge es gebührend schildern noch ein anderes irdisches Mittel es beschreiben kann. Gesegnet die Seele, die zur Stunde ihrer Trennung vom Leibe über die eitlen Vorstellungen der Völ­ker dieser Welt geheiligt ist. Eine solche Seele lebt und wirkt im Einklang mit dem Willen ihres Schöpfers und geht in das allhöchste Paradies ein. Die Himmelsdienerinnen, Bewohnerinnen der erhabensten Stätten, werden sie umschreiten, und die Propheten Gottes und Seine Auserwählten werden ihre Gesellschaft suchen. Mit ihnen wird die Seele frei verkehren und ihnen berichten, was sie auf ihrem Wege zu Gott, dem Herrn aller Welten, erdulden mußte. Erführe ein Mensch, was einer solchen Seele in den Welten Gottes, des Herrn des Thrones in der Höhe und auf Erden hienieden, verordnet ist, er entflammte sogleich mit seinem ganzen Wesen im überwältigenden Verlangen, diese erha­benste, diese geheiligte, strahlende Stufe zu erreichen... Das Wesen der Seele nach dem Tode läßt sich niemals beschreiben, noch ist es angemessen und erlaubt, ihre ganze Beschaffenheit den Augen der Menschen zu enthüllen. Die Propheten und Boten Gottes wurden zu dem einzigen Zweck herabgesandt, die Menschheit auf den geraden Pfad der Wahrheit zu führen. Ihre Offenbarung hat den Zweck, alle Menschen zu erziehen, damit sie zur Todesstunde in größter Reinheit und Heiligkeit, in völliger Loslösung zum Throne des Höchsten aufsteigen. Das Licht, das diese Seelen ausstrahlen, bewirkt den Fortschritt der Welt und den Aufstieg ihrer Völker. Sie sind wie Sauerteig, der die Welt des Seins durchdringt, und bilden die Lebenskraft, welche die Künste und Wunder der Welt zustande bringt. Durch sie regnen die Wolken ihre Segensgaben auf die Menschen nieder, bringt die Erde ihre Früchte hervor. Alle Dinge haben zwangsläufig eine Ursache, eine treibende Kraft, einen belebenden Grund. Diese Seelen, Sinnbilder der Loslösung, haben der Welt des Daseins den höchsten belebenden An­trieb gegeben und werden ihn auch weiterhin geben. Das Jenseits ist so verschieden vom Diesseits wie diese Welt von der des Kindes, das noch im Mutterleib ist. Wenn die Seele in die Gegenwart Gottes gelangt, wird sie die Gestalt annehmen, die ihrer Unsterblichkeit am besten ansteht und ihrer himmlischen Wohnstatt würdig ist. Solches Dasein ist ein bedingtes, kein absolutes Dasein, insofern als ersterem eine Ursache zugrunde liegt, während letzteres unabhängig davon ist. Absolutes Dasein kommt nur Gott zu, gepriesen sei Seine Herrlichkeit! Wohl denen, die diese Wahrheit erfassen. Wolltest du im Herzen über das Verhalten der Pro­pheten Gottes nachdenken, du würdest sicherlich bereitwillig bezeugen, daß es außer dieser Welt unbedingt andere Welten geben muß. Die meisten der wahrhaft Weisen und Gelehrten haben alle Zeitalter hindurch, wie es die Feder der Herrlichkeit in der Tafel der Weisheit aufgezeichnet hat, die Wahrheit dessen bezeugt, was Gottes heilige Schrift offenbart hat. Selbst die Materialisten haben in ihren Schriften die Weisheit dieser gottberufenen Boten bezeugt und die Hinweise der Propheten auf Paradies, Höllenfeuer, künftige Belohnung und Bestrafung dem Wunsche zugeschrieben, die Seelen der Menschen zu erzie­hen und zu erheben. Beachte darum, wie die Menschheit allgemein, was immer ihr Glaube oder Weltbild sei, die Vortrefflichkeit der Propheten Gottes erkannt und ihre Überlegenheit zugegeben hat. Diese Perlen der Loslösung werden von den einen als Verkörperungen der Weisheit begrüßt, während andere sie für das Sprachrohr Gottes selbst halten. Wie hätten diese Seelen sich ihren Feinden auslie­fern lassen, wenn sie geglaubt hätten, daß alle Welten Got­tes auf dieses irdische Leben beschränkt seien? Würden sie freiwillig solche Not und Qual ertragen haben, wie kein Mensch sie je erlitten oder erlebt hat?</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":82,"Roman":"LXXXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Thou hast asked Me concerning the nature of the soul. Know, verily, that the soul is a sign of God, a heavenly gem whose reality the most learned of men hath failed to grasp, and whose mystery no mind, however acute, can ever hope to unravel. It is the first among all created things to declare the excellence of its Creator, the first to recognize His glory, to cleave to His truth, and to bow down in adoration before Him. If it be faithful to God, it will reflect His light, and will, eventually, return unto Him. If it fail, however, in its allegiance to its Creator, it will become a victim to self and passion, and will, in the end, sink in their depths.</p>\n<p>Whoso hath, in this Day, refused to allow the doubts and fancies of men to turn him away from Him Who is the Eternal Truth, and hath not suffered the tumult provoked by the ecclesiastical and secular authorities to deter him from recognizing His Message, such a man will be regarded by God, the Lord of all men, as one of His mighty signs, and will be numbered among them whose names have been inscribed by the Pen of the Most High in His Book. Blessed is he that hath recognized the true stature of such a soul, that hath acknowledged its station, and discovered its virtues.</p>\n<p>Much hath been written in the books of old concerning the various stages in the development of the soul, such as concupiscence, irascibility, inspiration, benevolence, contentment, Divine good-pleasure, and the like; the Pen of the Most High, however, is disinclined to dwell upon them. Every soul that walketh humbly with its God, in this Day, and cleaveth unto Him, shall find itself invested with the honor and glory of all goodly names and stations.</p>\n<p>When man is asleep, his soul can, in no wise, be said to have been inherently affected by any external object. It is not susceptible of any change in its original state or character. Any variation in its functions is to be ascribed to external causes. It is to these external influences that any variations in its environment, its understanding, and perception should be attributed.</p>\n<p>Consider the human eye. Though it hath the faculty of perceiving all created things, yet the slightest impediment may so obstruct its vision as to deprive it of the power of discerning any object whatsoever. Magnified be the name of Him Who hath created, and is the Cause of, these causes, Who hath ordained that every change and variation in the world of being be made dependent upon them. Every created thing in the whole universe is but a door leading into His knowledge, a sign of His sovereignty, a revelation of His names, a symbol of His majesty, a token of His power, a means of admittance into His straight Path.…</p>\n<p>Verily I say, the human soul is, in its essence, one of the signs of God, a mystery among His mysteries. It is one of the mighty signs of the Almighty, the harbinger that proclaimeth the reality of all the worlds of God. Within it lieth concealed that which the world is now utterly incapable of apprehending. Ponder in thine heart the revelation of the Soul of God that pervadeth all His Laws, and contrast it with that base and appetitive nature that hath rebelled against Him, that forbiddeth men to turn unto the Lord of Names, and impelleth them to walk after their lusts and wickedness. Such a soul hath, in truth, wandered far in the path of error.…</p>\n<p>Thou hast, moreover, asked Me concerning the state of the soul after its separation from the body. Know thou, of a truth, that if the soul of man hath walked in the ways of God, it will, assuredly, return and be gathered to the glory of the Beloved. By the righteousness of God! It shall attain a station such as no pen can depict, or tongue describe. The soul that hath remained faithful to the Cause of God, and stood unwaveringly firm in His Path shall, after his ascension, be possessed of such power that all the worlds which the Almighty hath created can benefit through him. Such a soul provideth, at the bidding of the Ideal King and Divine Educator, the pure leaven that leaveneth the world of being, and furnisheth the power through which the arts and wonders of the world are made manifest. Consider how meal needeth leaven to be leavened with. Those souls that are the symbols of detachment are the leaven of the world. Meditate on this, and be of the thankful.</p>\n<p>In several of Our Tablets We have referred to this theme, and have set forth the various stages in the development of the soul. Verily I say, the human soul is exalted above all egress and regress. It is still, and yet it soareth; it moveth, and yet it is still. It is, in itself, a testimony that beareth witness to the existence of a world that is contingent, as well as to the reality of a world that hath neither beginning nor end. Behold how the dream thou hast dreamed is, after the lapse of many years, reenacted before thine eyes. Consider how strange is the mystery of the world that appeareth to thee in thy dream. Ponder in thine heart upon the unsearchable wisdom of God, and meditate on its manifold revelations.…</p>\n<p>Witness the wondrous evidences of God’s handiwork, and reflect upon its range and character. He Who is the Seal of the Prophets hath said: “Increase my wonder and amazement at Thee, O God!”</p>\n<p>As to thy question whether the physical world is subject to any limitations, know thou that the comprehension of this matter dependeth upon the observer himself. In one sense, it is limited; in another, it is exalted beyond all limitations. The one true God hath everlastingly existed, and will everlastingly continue to exist. His creation, likewise, hath had no beginning, and will have no end. All that is created, however, is preceded by a cause. This fact, in itself, establisheth, beyond the shadow of a doubt, the unity of the Creator.</p>\n<p>Thou hast, moreover, asked Me concerning the nature of the celestial spheres. To comprehend their nature, it would be necessary to inquire into the meaning of the allusions that have been made in the Books of old to the celestial spheres and the heavens, and to discover the character of their relationship to this physical world, and the influence which they exert upon it. Every heart is filled with wonder at so bewildering a theme, and every mind is perplexed by its mystery. God, alone, can fathom its import. The learned men, that have fixed at several thousand years the life of this earth, have failed, throughout the long period of their observation, to consider either the number or the age of the other planets. Consider, moreover, the manifold divergencies that have resulted from the theories propounded by these men. Know thou that every fixed star hath its own planets, and every planet its own creatures, whose number no man can compute.</p>\n<p>O thou that hast fixed thine eyes upon My countenance! The Dayspring of Glory hath, in this Day, manifested its radiance, and the Voice of the Most High is calling. We have formerly uttered these words: “This is not the day for any man to question his Lord. It behooveth whosoever hath hearkened to the Call of God, as voiced by Him Who is the Dayspring of Glory, to arise and cry out: ‘Here am I, here am I, O Lord of all Names; here am I, here am I, O Maker of the heavens! I testify that, through Thy Revelation, the things hidden in the Books of God have been revealed, and that whatsoever hath been recorded by Thy Messengers in the sacred Scriptures hath been fulfilled.’”</p>","Text2":"<p>Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Wisse wahrlich, daß die Seele ein Zeichen Gottes ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann. Sie ist von allen erschaffenen Dingen das erste, das die Vollkommenheit des Schöpfers verkündet, Seine Herrlichkeit anerkennt, sich an Seine Wahrheit hält und sich in Anbetung vor Ihm niederbeugt. Wenn sie Gott treu ist, wird sie Sein Licht widerstrahlen und schließlich zu Ihm zurückkehren. Wenn sie jedoch die Treuepflicht gegenüber ihrem Schöpfer vergißt, wird sie ein Opfer des Selbstes und der Leidenschaften wer­den und am Ende in deren Abgründen versinken.</p>\n<p>Wer immer an diesem Tage den Zweifeln und Einbildungen der Menschen verwehrt, ihn von der Wahrheit des Urewigen abzuhalten, wer dem Aufruhr durch geistliche und weltliche Mächte nicht verstattet, ihn von der Anerkennung Seiner Botschaft abzulenken, der wird von Gott, dem Herrn aller Menschen, als eines Seiner mächtigen Zeichen betrachtet und zu denen gezählt, deren Namen die Feder des Höchsten in Seinem Buche verzeichnet hat. Gesegnet ist, wer die wahre Gestalt einer solchen Seele sieht, ihre Stufe anerkennt und ihre Tugenden entdeckt.</p>\n<p>In den alten Büchern steht vieles über die verschiedenen Zustände in der Entwicklung der Seele, wie Fleischeslust, Jähzorn, Eingebung, Wohlwollen, Genügsamkeit, göttliches Wohlgefallen und dergleichen; die Feder des Höchsten will jedoch nicht dabei verweilen. Jede Seele, die an diesem Tage demütig mit ihrem Gott wandelt und sich an Ihn hält, wird sich mit der Ehre und Herrlichkeit aller schönen Namen und Stufen begabt finden.</p>\n<p>Wenn ein Mensch schläft, kann man von seiner Seele keinesfalls behaupten, sie sei in ihrem Wesen von äußeren Dingen beeinflußt. Sie neigt von sich aus zu keinem Wechsel ihres ursprünglichen Zustandes oder ihrer Beschaffen­heit. Jede Änderung in ihren Funktionen muß äußeren Ursachen zugeschrieben werden. Diese äußeren Einflüsse sind es, auf die alle Veränderungen in ihrer Umwelt, ihrem Verständnis und Wahrnehmungsvermögen zurückgeführt werden sollten.</p>\n<p>Denke an das menschliche Auge. Obwohl es die Fähig­keit besitzt, alles Erschaffene wahrzunehmen, kann doch das kleinste Hindernis sein Sehvermögen so hemmen, daß es ihm unmöglich wird, überhaupt noch einen Gegenstand zu erkennen. Verherrlicht sei der Name dessen, der diese Ursachen erschaffen hat und ihr Urheber ist, der verfügt hat, daß jeder Wechsel und Wandel in der Welt des Seins von ihnen abhängig sei. Alles Erschaffene im ganzen All ist nur ein Tor zu Seiner Erkenntnis, ein Zeichen Seiner Herr­schaft, eine Offenbarung Seiner Namen, ein Sinnbild Sei­ner Erhabenheit, ein Beweis Seiner Macht, ein Zugang zu Seinem geraden Pfade...</p>\n<p>Wahrlich, Ich sage, die menschliche Seele ist in ihrem Wesen eines der Zeichen Gottes, ein Geheimnis unter Sei­nen Geheimnissen. Sie ist ein mächtiges Zeichen des All­mächtigen, der Herold, der die Wirklichkeit aller Welten Gottes verkündet. In ihr liegt verborgen, was die Welt jetzt unmöglich begreifen kann. Sinne im Herzen über die Of­fenbarung der Seele Gottes nach, wie sie alle Seine Gesetze durchdringt, und stelle sie dem niedrigen, begehrlichen Wesen gegenüber, das sich gegen Ihn auflehnt, das den Menschen verbietet, sich dem Herrn der Namen zuzuwenden, und sie antreibt, ihren verderbten Lüsten zu folgen. Eine solche Seele ist wahrlich weit auf dem Pfade des Irrtums dahingewandert...</p>\n<p>Du fragst Mich ferner über den Zustand der Seele nach ihrer Trennung vom Leib. Wisse wahrlich, daß die Seele des Menschen, wenn sie auf den Wegen Gottes gewandelt ist, gewiß zurückkehrt und zur Herrlichkeit des Geliebten versammelt wird. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Sie wird eine Stufe erreichen, die keine Feder beschreiben, keine Zunge schildern kann. Die Seele, die der Sache Gottes treu bleibt und unbeirrbar Seinem Pfade folgt, wird nach ihrem Aufstieg solche Kraft besitzen, daß alle Welten, die der Allmächtige erschaffen hat, durch sie gefördert werden können. Eine solche Seele sorgt auf Geheiß des wahren Königs und göttlichen Erziehers für den reinen Sauerteig, der die Welt des Seins durchdringt und jene Kraft spendet, durch welche die Künste und Wunderwerke der Welt offenbar werden. Bedenke, wie das Mehl den Sauerteig braucht, da­mit er es durchsetzt. Diese Seelen, die Sinnbilder der Loslösung, sind der Sauerteig der Welt. Denke darüber nach und gehöre zu den Dankbaren.</p>\n<p>In mehreren Unserer Tafeln haben Wir dieses Thema berührt und die verschiedenen Entwicklungsstufen der Seele aufgezeigt. Wahrlich, Ich sage, die menschliche Seele ist über allen Austritt und alle Rückkehr erhaben. Sie ist in Ruhe und doch schwingt sie sich auf; sie schreitet fort, und doch ist sie in Ruhe. Sie ist in sich selbst Beweis für das Dasein einer bedingten Welt wie auch für die Wirklichkeit ei­ner Welt, die weder Anfang noch Ende hat. Siehe, wie dein Traum nach vielen Jahren vor deinen Augen wieder ab­rollt. Bedenke, wie seltsam das Geheimnis der Welt ist, die dir im Traum erscheint. Bewege die unerforschliche Weisheit Gottes in deinem Herzen und versenke dich in ihre mannigfaltigen Offenbarungen...</p>\n<p>Bezeuge die wunderbaren Beweise der Schöpferkraft Gottes und sinne über ihren Umfang und ihr Wesen nach. Er, das Siegel der Propheten, hat gesagt: »Laß mich über Dich, o Gott, noch mehr erstaunt und verwundert sein!«</p>\n<p>Was deine Frage betrifft, ob die stoffliche Welt Begrenzungen unterworfen sei, so wisse, daß das Verstehen die­ser Tatsache vom Betrachter selbst abhängt. In gewissem Sinne ist diese Welt begrenzt, in anderem ist sie über alle Begrenzungen erhaben. Der eine, wahre Gott ist von Ewigkeit her dagewesen und wird ewig da sein. Seine Schöpfung hat keinen Anfang und wird kein Ende haben. Alles, was erschaffen ist, setzt jedoch eine Ursache voraus. Diese Tat­sache begründet in sich selbst, ohne den Schatten eines Zweifels, die Einheit des Schöpfers.</p>\n<p>Du fragst Mich ferner nach dem Wesen der himmlischen Sphären. Um ihr Wesen zu begreifen, muß man eingehend erforschen, was die Angaben der alten Bücher über die himmlischen Sphären und die Himmel bedeuten. Man muß aufdecken, wie sie mit dieser stofflichen Welt zusammenhängen und welchen Einfluß sie darauf ausüben. Jedes Herz gerät ins Staunen bei einem so verwirrenden Thema, und jeder Geist ist über dessen Rätsel bestürzt. Gott allein kann seine Bedeutung ermessen. Die Gelehrten, die das Leben dieser Erde auf einige tausend Jahre anberaumten, ha­ben es während der langen Zeit ihrer Beobachtungen versäumt, der anderen Planeten Zahl und Alter zu berück­sichtigen. Bedenke überdies die vielfältigen Widersprüche, die sich aus den Theorien dieser Menschen ergeben. Wisse, daß jeder Fixstern seine eigenen Planeten hat und jeder Planet seine eigenen Geschöpfe, deren Zahl kein Mensch errechnen kann.</p>\n<p>O du, der du deine Augen auf Mein Angesicht gerichtet hast! Der Tagesanbruch der Herrlichkeit hat an diesem Tage seinen Glanz offenbart, und es ruft die Stimme des Höchsten. Wir haben früher geäußert: »Dies ist nicht der Tag, da ein Mensch seinen Herrn zu befragen hat. Wer den Ruf Gottes vernommen hat, der durch Ihn, den Morgen der Herr­lichkeit, erschallt, dem steht es an, sich zu erheben und auszurufen: Hier bin ich, hier bin ich, o Herr aller Namen. Hier bin ich, hier bin ich, o Schöpfer der Himmel! Ich bezeu­ge, daß Deine Offenbarung offenbart hat, was in den Büchern Gottes verborgen lag, und daß alles, was Deine Boten in den heiligen Schriften aufgezeichnet hatten, erfüllt ist.«</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":83,"Roman":"LXXXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Consider the rational faculty with which God hath endowed the essence of man. Examine thine own self, and behold how thy motion and stillness, thy will and purpose, thy sight and hearing, thy sense of smell and power of speech, and whatever else is related to, or transcendeth, thy physical senses or spiritual perceptions, all proceed from, and owe their existence to, this same faculty. So closely are they related unto it, that if in less than the twinkling of an eye its relationship to the human body be severed, each and every one of these senses will cease immediately to exercise its function, and will be deprived of the power to manifest the evidences of its activity. It is indubitably clear and evident that each of these aforementioned instruments has depended, and will ever continue to depend, for its proper functioning on this rational faculty, which should be regarded as a sign of the revelation of Him Who is the sovereign Lord of all. Through its manifestation all these names and attributes have been revealed, and by the suspension of its action they are all destroyed and perish.</p>\n<p>It would be wholly untrue to maintain that this faculty is the same as the power of vision, inasmuch as the power of vision is derived from it and acteth in dependence upon it. It would, likewise, be idle to contend that this faculty can be identified with the sense of hearing, as the sense of hearing receiveth from the rational faculty the requisite energy for performing its functions.</p>\n<p>This same relationship bindeth this faculty with whatsoever hath been the recipient of these names and attributes within the human temple. These diverse names and revealed attributes have been generated through the agency of this sign of God. Immeasurably exalted is this sign, in its essence and reality, above all such names and attributes. Nay, all else besides it will, when compared with its glory, fade into utter nothingness and become a thing forgotten.</p>\n<p>Wert thou to ponder in thine heart, from now until the end that hath no end, and with all the concentrated intelligence and understanding which the greatest minds have attained in the past or will attain in the future, this divinely ordained and subtle Reality, this sign of the revelation of the All-Abiding, All-Glorious God, thou wilt fail to comprehend its mystery or to appraise its virtue. Having recognized thy powerlessness to attain to an adequate understanding of that Reality which abideth within thee, thou wilt readily admit the futility of such efforts as may be attempted by thee, or by any of the created things, to fathom the mystery of the Living God, the Daystar of unfading glory, the Ancient of everlasting days. This confession of helplessness which mature contemplation must eventually impel every mind to make is in itself the acme of human understanding, and marketh the culmination of man’s development.</p>","Text2":"<p>Bedenke die Gabe des Verstandes, die Gott dem Wesen des Menschen verliehen hat. Prüfe dein eigenes Selbst und sieh, wie deine Bewegung und Ruhe, dein Wille und deine Absicht, dein Gesicht und Gehör, dein Geruchsinn und Sprachvermögen und alles, was sonst mit deinen leiblichen Sinnen oder deinen geistigen Wahrnehmungen zusammenhängt oder was diese überragt, aus eben jener Gabe hervorgeht und ihr sein Dasein verdankt. So eng ist dies alles mit der Verstandesgabe verbunden, daß dann, wenn ihre Verbindung zum menschlichen Körper auch nur für einen Augenblick unterbrochen wird, jede sinnliche Wahrnehmung sofort aufhört und die Kraft verliert, Beweise ihrer Tätigkeit zu geben. Es ist ohne Zweifel klar und offenkundig, daß jedes der genannten Werkzeuge, um seinen Zweck erfüllen zu können, von der Verstandesgabe abhängig ist und immer abhängig sein wird. Die Verstandesgabe muß als ein Zeichen der Offenbarung dessen angesehen werden, der der höchste Herr über alles ist. Die Manifestation der Verstandesgabe hat alle Namen und Eigenschaften enthüllt, und mit der Einstellung ihrer Tätigkeit werden sie alle zunichte und gehen unter.</p>\n<p>Es wäre völlig falsch zu behaupten, diese Gabe sei das­selbe wie die Sehkraft, da die Sehkraft von ihr abgeleitet ist und in Abhängigkeit von ihr wirkt. Ebenso wäre es müßig zu meinen, diese Gabe sei dem Gehörsinn gleichzusetzen, da der Gehörsinn die nötige Kraft zur Ausübung seiner Tä­tigkeit von der Verstandesgabe erhält.</p>\n<p>Der gleiche Zusammenhang verbindet die Verstandesgabe mit allem, was im menschlichen Körper Empfänger von Namen und Eigenschaften ist. Die verschiedenen Namen und offenbarten Eigenschaften sind durch dieses Zeichen Gottes bewirkt. Unermeßlich erhaben in Wesen und Wirklichkeit ist dieses Zeichen über alle Namen und Eigenschaften. Verglichen mit seiner Herrlichkeit, verblaßt alles andere zu bloßem Nichts und fällt dem Vergessen anheim.</p>\n<p>Würdest du in deinem Herzen von nun an bis zum Ende, das kein Ende hat, mit dem gesammelten Begriffsvermögen und Verständnis, das die größten Geister in der Vergangenheit erreicht haben oder in der Zukunft erreichen werden, über diese gottgefügte, tiefgründige Wirklichkeit, dieses Zeichen der Offenbarung des allewigen, allherrlichen Gottes nachdenken, du würdest dennoch weder sein Geheimnis verstehen noch seinen Wert ermessen können. Wenn du deine Machtlosigkeit erkannt hast, diese in dir ruhende Wirklichkeit hinreichend zu verstehen, dann wirst du bereitwillig zugeben, daß du oder jedes andere Geschöpf sich vergeblich mühen würde, das Geheimnis des lebendigen Gottes, der Sonne unvergänglicher Herrlichkeit, des Altehrwürdigen ewiger Tage, zu ergründen. Dieses Eingeständnis der Hilflosigkeit, zu dem reife Überlegung schließlich jeden Geist führen muß, ist in sich selbst der Höhepunkt menschlichen Verstehens, der Gipfel der menschlichen Entwicklung.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":84,"Roman":"LXXXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Regard thou the one true God as One Who is apart from, and immeasurably exalted above, all created things. The whole universe reflecteth His glory, while He is Himself independent of, and transcendeth His creatures. This is the true meaning of Divine unity. He Who is the Eternal Truth is the one Power Who exerciseth undisputed sovereignty over the world of being, Whose image is reflected in the mirror of the entire creation. All existence is dependent upon Him, and from Him is derived the source of the sustenance of all things. This is what is meant by Divine unity; this is its fundamental principle.</p>\n<p>Some, deluded by their idle fancies, have conceived all created things as associates and partners of God, and imagined themselves to be the exponents of His unity. By Him Who is the one true God! Such men have been, and will continue to remain, the victims of blind imitation, and are to be numbered with them that have restricted and limited the conception of God.</p>\n<p>He is a true believer in Divine unity who, far from confusing duality with oneness, refuseth to allow any notion of multiplicity to becloud his conception of the singleness of God, who will regard the Divine Being as One Who, by His very nature, transcendeth the limitations of numbers.</p>\n<p>The essence of belief in Divine unity consisteth in regarding Him Who is the Manifestation of God and Him Who is the invisible, the inaccessible, the unknowable Essence as one and the same. By this is meant that whatever pertaineth to the former, all His acts and doings, whatever He ordaineth or forbiddeth, should be considered, in all their aspects, and under all circumstances, and without any reservation, as identical with the Will of God Himself. This is the loftiest station to which a true believer in the unity of God can ever hope to attain. Blessed is the man that reacheth this station, and is of them that are steadfast in their belief.</p>","Text2":"<p>Betrachte den einen, wahren Gott als Einen, der anders als alles Erschaffene und unermeßlich darüber erhaben ist. Das ganze Weltall strahlt Seine Herrlichkeit wider, während Er selbst von Seinen Geschöpfen unabhängig ist und sie weit überragt. Dies ist die wahre Bedeutung göttlicher Einheit. Er, die ewige Wahrheit, ist die eine Macht, welche unbestrittene Herrschaft über die Welt des Seins ausübt, eine Macht, deren Bild im Spiegel der ganzen Schöpfung zurückgeworfen wird. Alles Dasein hängt von Ihm ab, und aus Ihm strömt der Lebensquell aller Dinge. Dies ist die Bedeutung göttlicher Einheit, dies ist ihr Grundgedanke.</p>\n<p>Manche haben sich, von ihren Hirngespinsten verführt, alles Erschaffene als Gottes Gefährten und Genossen vorgestellt und sich selbst für die Deuter Seiner Einheit gehalten. Bei Ihm, dem einen, wahren Gott! Solche Menschen waren und bleiben Opfer blinder Nachahmung und sind zu denen zu zählen, die den Gottesbegriff eingeengt und begrenzt haben.</p>\n<p>Wahrhaft an die göttliche Einheit glaubt, wer, weit davon entfernt, Zweiheit mit Einheit zu verwechseln, keinem Gedanken an Vielheit erlaubt, seine Vorstellung von der Einzigkeit Gottes zu trüben, wer Gott in Seinem ureigenen Wesen als den Einen betrachtet, der in Seiner Wirklichkeit alle Begrenzungen durch Zahlen übersteigt.</p>\n<p>Der Glaube an die göttliche Einheit besteht im wesentlichen darin, Ihn, die Manifestation Gottes, und Ihn, das unsichtbare, unzugängliche, unerkennbare Wesen, als einen und denselben zu betrachten. Das bedeutet, daß alles, was dem erstgenannten angehört, all Sein Tun und Handeln, Sein Gebot oder Verbot in jeder Hinsicht, unter allen Umständen und ohne Vorbehalt dem Willen Gottes gleich ist. Dies ist die höchste Stufe, die zu erlangen ein wahrhaft an die Einheit Gottes Glaubender jemals hoffen kann. Selig der Mensch, der diese Stufe erreicht und zu den Standhaften im Glauben gehört.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":85,"Roman":"LXXXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O My servants! It behooveth you to refresh and revive your souls through the gracious favors which, in this Divine, this soul-stirring Springtime, are being showered upon you. The Daystar of His great glory hath shed its radiance upon you, and the clouds of His limitless grace have overshadowed you. How high the reward of him that hath not deprived himself of so great a bounty, nor failed to recognize the beauty of his Best-Beloved in this, His new attire.</p>\n<p>Say: O people! The Lamp of God is burning; take heed, lest the fierce winds of your disobedience extinguish its light. Now is the time to arise and magnify the Lord, your God. Strive not after bodily comforts, and keep your heart pure and stainless. The Evil One is lying in wait, ready to entrap you. Gird yourselves against his wicked devices, and, led by the light of the name of the one true God, deliver yourselves from the darkness that surroundeth you. Center your thoughts in the Well-Beloved, rather than in your own selves.</p>\n<p>Say: O ye that have strayed and lost your way! The Divine Messenger, Who speaketh naught but the truth, hath announced unto you the coming of the Best-Beloved. Behold, He is now come. Wherefore are ye downcast and dejected? Why remain despondent when the Pure and Hidden One hath appeared unveiled amongst you? He Who is both the Beginning and the End, He Who is both Stillness and Motion, is now manifest before your eyes. Behold how, in this Day, the Beginning is reflected in the End, how out of Stillness Motion hath been engendered. This motion hath been generated by the potent energies which the words of the Almighty have released throughout the entire creation. Whoso hath been quickened by its vitalizing power, will find himself impelled to attain the court of the Beloved; and whoso hath deprived himself therefrom, will sink into irretrievable despondency. He is truly wise whom the world and all that is therein have not deterred from recognizing the light of this Day, who will not allow men’s idle talk to cause him to swerve from the way of righteousness. He is indeed as one dead who, at the wondrous dawn of this Revelation, hath failed to be quickened by its soul-stirring breeze. He is indeed a captive who hath not recognized the Supreme Redeemer, but hath suffered his soul to be bound, distressed and helpless, in the fetters of his desires.</p>\n<p>O My servants! Whoso hath tasted of this Fountain hath attained unto everlasting Life, and whoso hath refused to drink therefrom is even as the dead. Say: O ye workers of iniquity! Covetousness hath hindered you from giving a hearing ear unto the sweet voice of Him Who is the All-Sufficing. Wash it away from your hearts, that His Divine secret may be made known unto you. Behold Him manifest and resplendent as the sun in all its glory.</p>\n<p>Say: O ye that are bereft of understanding! A severe trial pursueth you, and will suddenly overtake you. Bestir yourselves, that haply it may pass and inflict no harm upon you. Acknowledge the exalted character of the name of the Lord, your God, Who hath come unto you in the greatness of His glory. He, verily, is the All-Knowing, the All-Possessing, the Supreme Protector.</p>","Text2":"<p>O Meine Diener! Es geziemt euch, euere Seelen mit den huldvollen Gnadengaben, die in dieser göttlichen, dieser herzerquickenden Frühlingszeit auf euch herabströmen, zu erquicken und neu zu beleben. Die Sonne Seiner großen Herrlichkeit hat ihre Strahlen auf euch ergossen, die Wolken Seiner grenzenlosen Gnade haben euch überschattet. Wie groß ist der Lohn dessen, der sich nicht selbst einer so großen Gnade beraubt noch verfehlt, die Schönheit seines Meistgeliebten in diesem Seinem neuen Gewande zu erkennen,</p>\n<p>Sprich: O Volk! Die Lampe Gottes brennt; gebt acht, daß nicht die grimmen Winde eueres Ungehorsams ihr Licht verlöschen, jetzt ist die Zeit, euch zu erheben und den Herrn, eueren Gott, zu verherrlichen. Strebt nicht nach leiblichem Behagen; haltet euer Herz rein und fleckenlos. Der Böse liegt auf der Lauer, bereit, euch zu überlisten. Rüstet euch gegen seine List und Tücke, befreit euch, geleitet vom Lichte des Namens des einen, wahren Gottes, aus dem Dunkel, das euch umfängt. Vereinigt euere Gedanken auf den Vielgeliebten, statt sie auf euer Selbst zu richten.</p>\n<p>Sprich: O ihr, die ihr euch verirrt und eueren Weg verloren habt! Der göttliche Bote, der nichts als die Wahrheit spricht, hat euch das Kommen des Meistgeliebten verkündet. Seht, Er ist nun da. Warum seid ihr niedergeschlagen und mutlos? Warum bleibt ihr verzagt, wo doch der Reine, der Verborgene unverhüllt unter euch erschienen ist? Er, Anfang und Ende, Er, Ruhe und Bewegung, ist jetzt vor eueren Augen offenbar. Seht, wie an diesem Tage der Anfang im Ende sich spiegelt, wie aus der Ruhe die Bewegung her­vorging. Diese Bewegung wurde von den starken Kräften erzeugt, welche die Worte des Allmächtigen in der ganzen Schöpfung ausgelöst haben. Wen ihre belebende Kraft erquickt, der wird sich getrieben fühlen, zum Hofe des Geliebten zu gelangen, und wer sich selbst ihrer beraubt, der wird in hoffnungslose Verzweiflung sinken. Wahrhaft wei­se ist, wen die Welt und alles, was in ihr ist, nicht davon abhält, das Licht dieses Tages zu erkennen, wen das leere Gerede der Menschen nicht vom Wege der Rechtschaffenheit ablenkt. Einem Toten gleicht fürwahr, wer sich an dem wunderbaren Morgen dieser Offenbarung nicht von ihrem herzerquickenden Odem beleben läßt. Ein Gefangener ist wahrlich, wer den höchsten Erlöser nicht erkennt, sondern seine Seele elend und hilflos in den Fesseln seiner Leidenschaften schmachten läßt.</p>\n<p>O Meine Diener! Wer immer von diesem Quell gekostet hat, ist zu ewigem Leben gelangt, und wer daraus zu trinken sich weigert, gleicht einem Toten. Sprich: O ihr Übeltäter! Der süßen Stimme des Allgenügenden zu lauschen, hat die Begehrlichkeit euch gehindert. Tilgt sie aus eueren Herzen, damit Sein göttliches Geheimnis euch bekannt werde. Seht Ihn, offenbar und strahlend wie die Sonne in all ihrer Herrlichkeit.</p>\n<p>Sprich: O ihr Verständnislosen! Schwere Prüfung setzt euch nach und wird plötzlich über euch kommen. Rafft euch auf, damit sie vielleicht vorübergehe, ohne euch Schaden zuzufügen. Anerkennt in seinem erhabenen Rang den Namen des Herrn, eueres Gottes, der in der Größe Seiner Herrlichkeit zu euch gekommen ist. Er ist wahrlich der Allwissende, der Allbesitzende, der höchste Beschützer</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":86,"Roman":"LXXXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>And now concerning thy question whether human souls continue to be conscious one of another after their separation from the body. Know thou that the souls of the people of Bahá, who have entered and been established within the Crimson Ark, shall associate and commune intimately one with another, and shall be so closely associated in their lives, their aspirations, their aims and strivings as to be even as one soul. They are indeed the ones who are well-informed, who are keen-sighted, and who are endued with understanding. Thus hath it been decreed by Him Who is the All-Knowing, the All-Wise.</p>\n<p>The people of Bahá, who are the inmates of the Ark of God, are, one and all, well aware of one another’s state and condition, and are united in the bonds of intimacy and fellowship. Such a state, however, must depend upon their faith and their conduct. They that are of the same grade and station are fully aware of one another’s capacity, character, accomplishments and merits. They that are of a lower grade, however, are incapable of comprehending adequately the station, or of estimating the merits, of those that rank above them. Each shall receive his share from thy Lord. Blessed is the man that hath turned his face towards God, and walked steadfastly in His love, until his soul hath winged its flight unto God, the Sovereign Lord of all, the Most Powerful, the Ever-Forgiving, the All-Merciful.</p>\n<p>The souls of the infidels, however, shall—and to this I bear witness—when breathing their last be made aware of the good things that have escaped them, and shall bemoan their plight, and shall humble themselves before God. They shall continue doing so after the separation of their souls from their bodies.</p>\n<p>It is clear and evident that all men shall, after their physical death, estimate the worth of their deeds, and realize all that their hands have wrought. I swear by the Daystar that shineth above the horizon of Divine power! They that are the followers of the one true God shall, the moment they depart out of this life, experience such joy and gladness as would be impossible to describe, while they that live in error shall be seized with such fear and trembling, and shall be filled with such consternation, as nothing can exceed. Well is it with him that hath quaffed the choice and incorruptible wine of faith through the gracious favor and the manifold bounties of Him Who is the Lord of all Faiths.…</p>\n<p>This is the Day when the loved ones of God should keep their eyes directed towards His Manifestation, and fasten them upon whatsoever that Manifestation may be pleased to reveal. Certain traditions of bygone ages rest on no foundations whatever, while the notions entertained by past generations, and which they have recorded in their books, have, for the most part, been influenced by the desires of a corrupt inclination. Thou dost witness how most of the commentaries and interpretations of the words of God, now current amongst men, are devoid of truth. Their falsity hath, in some cases, been exposed when the intervening veils were rent asunder. They themselves have acknowledged their failure in apprehending the meaning of any of the words of God.</p>\n<p>Our purpose is to show that should the loved ones of God sanctify their hearts and their ears from the vain sayings that were uttered aforetime, and turn with their inmost souls to Him Who is the Dayspring of His Revelation, and to whatsoever things He hath manifested, such behavior would be regarded as highly meritorious in the sight of God.…</p>\n<p>Magnify His Name, and be thou of the thankful. Convey My greetings to My loved ones, whom God hath singled out for His love, and caused them to achieve their objects. All glory be to God, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Nun zu deiner Frage, ob die Menschenseelen nach ihrer Trennung vom Leibe einander weiterhin erkennen können. Wisse, daß die Seelen des Volkes Bahá, die in die Rote Arche eingegangen sind und darin wohnen, sich vereinigen, innig miteinander verbinden und in ihrem Leben, ihren Wünschen, Zielen und Bestrebungen so eng verwachsen, als wären sie eine Seele. Sie sind wirklich die Wohlunterrichteten, die Scharfsichtigen und Verständigen. So ist es von Ihm, dem Allwissenden, dem Allweisen, bestimmt.</p>\n<p>Vom Volke Bahá, das die Arche Gottes bewohnt, ist jeder einzelne über Zustand und Lage der anderen wohl unterrichtet; sie sind vereint durch die Bande vertrauter Freundschaft. Ein solcher Zustand muß jedoch von ihrem Glauben und Wandel abhängen. Die von gleichem Grad und Rang sind gegenseitig ihrer Fähigkeiten, ihrer Wesensart, ihrer Leistungen und Verdienste völlig gewahr. Die von niedrigerem Rang sind jedoch unfähig, die Stufe der über ihnen Stehenden zu begreifen oder ihre Verdienste zu beurteilen. Jeder wird seinen Anteil von deinem Herrn empfangen. Selig der Mensch, der sein Angesicht Gott zu­wendet und unerschütterlich in Seiner Liebe wandert, bis sich seine Seele zu Gott aufschwingt, dem höchsten Herrn über alles, dem Machtvollsten, dem Immervergebenden, dem Allerbarmer.</p>\n<p>Aber den Seelen der Ungläubigen wird beim letzten Atemzug, dies bezeuge Ich, alles Gute zum Bewußtsein kommen, das ihnen entgangen ist, sie werden ihren Zustand beklagen und sich vor Gott demütigen. Damit werden sie nach der Trennung ihrer Seele vom Leib fortfahren.</p>\n<p>Es ist klar und einleuchtend, daß alle Menschen nach ihrem leiblichen Tode den Wert ihrer Taten abschätzen und alles erkennen werden, was ihre Hände bewirkt haben, Ich schwöre bei der Sonne, die über dem Horizonte göttlicher Macht strahlt! Wer dem einen, wahren Gott folgt, wird, wenn er aus diesem Leben scheidet, unbeschreibliche Freude und Fröhlichkeit empfinden, während jene, die im Irrtum leben, von Furcht und Zittern ergriffen und von einer Bestürzung erfüllt sein werden, die nichts übertreffen kann. Wohl dem, der durch die gnädige Gunst und die mannigfaltigen Wohltaten des Herrn über alle Bekenntnisse den erlesenen, unverderblichen Wein des Glaubens getrunken hat...</p>\n<p>Dies ist der Tag, da die Geliebten Gottes ihre Augen auf Seine Manifestation richten und fest auf das blicken sollten, was immer diese Manifestation zu verkünden beliebt. Gewisse Überlieferungen vergangener Zeiten entbehren jeder Grundlage, während die von früheren Geschlechtern gehegten, in ihren Büchern niedergelegten Meinungen zumeist von den Wünschen verderbter Neigung geprägt sind. Du bezeugst, wie die meisten Erläuterungen und Auslegungen der Worte Gottes, die jetzt bei den Menschen in Umlauf sind, der Wahrheit entbehren. In manchen Fällen trat ihre Falschheit zutage, als die trennenden Schleier zerrissen wurden. Sie selbst haben zugegeben, keines der Worte Gottes begriffen zu haben.</p>\n<p>Unsere Absicht ist zu zeigen, daß das Verhalten der Geliebten Gottes vor Gott als höchst verdienstvoll gälte, wenn sie Herz und Ohr von dem nichtigen Gerede früherer Zeiten läuterten und sich mit innerster Seele Ihm, dem Tagesanbruch Seiner Offenbarung, und allem, was Er verkündet hat, zuwendeten...</p>\n<p>Preise Seinen Namen und gehöre zu den Dankbaren. Überbringe Meine Grüße Meinen Geliebten, die Gott für Seine Liebe auserkoren hat und die Er zu ihren Zielen gelangen ließ. Aller Ruhm sei Gott, dem Herrn aller Welten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":87,"Roman":"LXXXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>And now regarding thy question, “How is it that no records are to be found concerning the Prophets that have preceded Adam, the Father of Mankind, or of the kings that lived in the days of those Prophets?” Know thou that the absence of any reference to them is no proof that they did not actually exist. That no records concerning them are now available, should be attributed to their extreme remoteness, as well as to the vast changes which the earth hath undergone since their time.</p>\n<p>Moreover such forms and modes of writing as are now current amongst men were unknown to the generations that were before Adam. There was even a time when men were wholly ignorant of the art of writing, and had adopted a system entirely different from the one which they now use. For a proper exposition of this an elaborate explanation would be required.</p>\n<p>Consider the differences that have arisen since the days of Adam. The divers and widely-known languages now spoken by the peoples of the earth were originally unknown, as were the varied rules and customs now prevailing amongst them. The people of those times spoke a language different from those now known. Diversities of language arose in a later age, in a land known as Babel. It was given the name Babel, because the term signifieth “the place where the confusion of tongues arose.”</p>\n<p>Subsequently Syriac became prominent among the existing languages. The Sacred Scriptures of former times were revealed in that tongue. Later, Abraham, the Friend of God, appeared and shed upon the world the light of Divine Revelation. The language He spoke while He crossed the Jordan became known as Hebrew (‘Ibrání), which meaneth “the language of the crossing.” The Books of God and the Sacred Scriptures were then revealed in that tongue, and not until after a considerable lapse of time did Arabic become the language of Revelation.…</p>\n<p>Witness, therefore, how numerous and far-reaching have been the changes in language, speech, and writing since the days of Adam. How much greater must have been the changes before Him!</p>\n<p>Our purpose in revealing these words is to show that the one true God hath, in His all-highest and transcendent station, ever been, and will everlastingly continue to be, exalted above the praise and conception of all else but Him. His creation hath ever existed, and the Manifestations of His Divine glory and the Daysprings of eternal holiness have been sent down from time immemorial, and been commissioned to summon mankind to the one true God. That the names of some of them are forgotten and the records of their lives lost is to be attributed to the disturbances and changes that have overtaken the world.</p>\n<p>Mention hath been made in certain books of a deluge which caused all that existed on earth, historical records as well as other things, to be destroyed. Moreover, many cataclysms have occurred which have effaced the traces of many events. Furthermore, among existing historical records differences are to be found, and each of the various peoples of the world hath its own account of the age of the earth and of its history. Some trace their history as far back as eight thousand years, others as far as twelve thousand years. To anyone that hath read the book of Júk it is clear and evident how much the accounts given by the various books have differed.</p>\n<p>Please God thou wilt turn thine eyes towards the Most Great Revelation, and entirely disregard these conflicting tales and traditions.</p>","Text2":"<p>Nun zu deiner Frage: »Warum gibt es keine Aufzeichnung über die Propheten vor Adam, dem Vater der Menschheit, oder über die Köni­ge, die zur Zeit dieser Propheten gelebt haben?« Wisse, daß das Fehlen von Hinweisen auf sie nicht beweist, daß sie nicht wirklich gelebt hätten. Daß jetzt keine Urkunden über sie vorhanden sind, ist dem großen Zeitabstand zuzuschreiben und den gewaltigen Veränderungen, die die Erde seither erfahren hat.</p>\n<p>Außerdem waren die jetzt unter den Menschen gebräuchlichen Formen und Arten des Schreibens den Geschlechtern vor Adam unbekannt. Es gab eine Zeit, da die Menschen die Kunst des Schreibens überhaupt nicht kannten und ein Verfahren anwandten, das von dem heutigen ganz abweicht. Um dies richtig darzulegen, wäre eine ausführliche Erläuterung nötig.</p>\n<p>Bedenke die seit den Tagen Adams entstandenen Unterschiede. Die verschiedenen weithin bekannten Sprachen, die jetzt von den Völkern der Erde gesprochen werden, waren anfänglich ebenso unbekannt wie die verschiedenartigen heute unter ihnen herrschenden Regeln und Sitten. Das Volk jener Zeit sprach eine Sprache, die anders war als die jetzt bekannten. Sprachunterschiede traten in späterer Zeit auf, in einem Land, das als Babel bekannt ist. Den Namen Babel hat es erhalten, weil dieses Wort »der Ort, wo die Sprachenverwirrung begann« bedeutet.</p>\n<p>Darauf wurde Syrisch unter den bestehenden Sprachen vorherrschend. Die heiligen Schriften früherer Zeiten wurden in dieser Sprache offenbart. Später erschien Abraham, der Freund Gottes, und strahlte das Licht göttlicher Offenbarung über die Welt. Die Sprache, die Er sprach, als Er den Jordan überschritt, wurde als Hebräisch (‘Ibrání) bekannt, was »Sprache des Überschreitens« bedeutet. Damals wurden die Bücher Gottes und die heiligen Schriften in dieser Sprache offenbart, und erst nach langer Zeit wur­de Arabisch die Sprache der Offenbarung...</p>\n<p>Siehe also, wie oft und tiefgehend sich Sprache, Ausdruck und Schrift seit Adams Zeit gewandelt haben. Wieviel größer müssen die Veränderungen vor Ihm gewesen sein!</p>\n<p>Unsere Absicht bei der Offenbarung dieser Worte ist zu zeigen, daß der eine, wahre Gott auf Seiner allhöchsten, allüberragenden Stufe über Lob, Preis und Begreifen aller außer Ihm immer erhaben war und weiter sein wird. Seine Schöpfung hat immer bestanden, und die Manifestationen Seiner göttlichen Herrlichkeit und die Morgenröten ewiger Heiligkeit sind seit unvordenklichen Zeiten herniedergesandt und beauftragt worden, die Menschheit zu dem ei­nen, wahren Gott zu rufen. Daß die Namen einiger von ihnen vergessen und die Urkunden über ihr Leben verloren sind, ist den Wirren und Wechselfällen zuzuschreiben, die über die Welt hinweggegangen sind.</p>\n<p>In einigen Büchern wird von einer Sintflut berichtet, durch die alles, was auf Erden war, geschichtliche Urkunden und anderes, zerstört wurde. Darüber hinaus haben sich viele Umwälzungen ereignet und die Spuren vieler Ereignisse ausgelöscht. Außerdem kann man zwischen den vorhandenen geschichtlichen Überlieferungen Unterschiede feststellen, und jedes der verschiedenen Völker der Welt hat seinen eigenen Bericht über das Alter der Erde und ihre Geschichte. Die einen verfolgen ihre Geschichte achttau­send Jahre zurück, andere bis zu zwölftausend Jahren. Wer das Buch Júk gelesen hat, für den ist klar und deutlich, wie sehr die Berichte der verschiedenen Bücher voneinander abweichen.</p>\n<p>So Gott will, wirst du deine Augen der Größten Offenbarung zuwenden und diese widersprüchlichen Geschichten und Überlieferungen völlig übersehen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":88,"Roman":"LXXXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know verily that the essence of justice and the source thereof are both embodied in the ordinances prescribed by Him Who is the Manifestation of the Self of God amongst men, if ye be of them that recognize this truth. He doth verily incarnate the highest, the infallible standard of justice unto all creation. Were His law to be such as to strike terror into the hearts of all that are in heaven and on earth, that law is naught but manifest justice. The fears and agitation which the revelation of this law provokes in men’s hearts should indeed be likened to the cries of the suckling babe weaned from his mother’s milk, if ye be of them that perceive. Were men to discover the motivating purpose of God’s Revelation, they would assuredly cast away their fears, and, with hearts filled with gratitude, rejoice with exceeding gladness.</p>","Text2":"<p>Wisse wahrlich, daß das Wesen der Gerechtigkeit und ihr Urquell in den Gesetzen verkörpert sind, die Er, die Manifestation des göttlichen Selbstes unter den Menschen, verordnet hat – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit erkennen. Er ist wahrlich für die ganze Schöpfung das menschgewordene höchste und unfehlbare Richtmaß der Gerechtigkeit. Wäre Sein Gesetz so, daß es die Herzen aller im Himmel und auf Erden mit Schrecken erfüllte, so wäre es dennoch nur offenbare Gerechtigkeit. Die furchtsame Erregung, die die Offenbarung dieses Gesetzes in den Herzen der Menschen bewirkt, gleicht in der Tat dem Schreien eines Säuglings, der der Muttermilch entwöhnt wird – gehörtet ihr doch zu den Verstehenden. Würden die Menschen den Sinn und Zweck der Offenbarung Gottes entdecken, sie würden sicherlich ihre Furcht ablegen und dankerfüllten Herzens in jubelnder Freude frohlocken.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":89,"Roman":"LXXXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know assuredly that just as thou firmly believest that the Word of God, exalted be His glory, endureth forever, thou must, likewise, believe with undoubting faith that its meaning can never be exhausted. They who are its appointed interpreters, they whose hearts are the repositories of its secrets, are, however, the only ones who can comprehend its manifold wisdom. Whoso, while reading the Sacred Scriptures, is tempted to choose therefrom whatever may suit him with which to challenge the authority of the Representative of God among men, is, indeed, as one dead, though to outward seeming he may walk and converse with his neighbors, and share with them their food and their drink.</p>\n<p>Oh, would that the world could believe Me! Were all the things that lie enshrined within the heart of Bahá, and which the Lord, His God, the Lord of all names, hath taught Him, to be unveiled to mankind, every man on earth would be dumbfounded.</p>\n<p>How great the multitude of truths which the garment of words can never contain! How vast the number of such verities as no expression can adequately describe, whose significance can never be unfolded, and to which not even the remotest allusions can be made! How manifold are the truths which must remain unuttered until the appointed time is come! Even as it hath been said: “Not everything that a man knoweth can be disclosed, nor can everything that he can disclose be regarded as timely, nor can every timely utterance be considered as suited to the capacity of those who hear it.”</p>\n<p>Of these truths some can be disclosed only to the extent of the capacity of the repositories of the light of Our knowledge, and the recipients of Our hidden grace. We beseech God to strengthen thee with His power, and enable thee to recognize Him Who is the Source of all knowledge, that thou mayest detach thyself from all human learning, for, “what would it profit any man to strive after learning when he hath already found and recognized Him Who is the Object of all knowledge?” Cleave to the Root of Knowledge, and to Him Who is the Fountain thereof, that thou mayest find thyself independent of all who claim to be well versed in human learning, and whose claim no clear proof, nor the testimony of any enlightening book, can support.</p>","Text2":"<p>Wisse und sei gewiß: Wie du fest glaubst, daß das Wort Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – ewig währt, so mußt du auch unerschüt­terlich glauben, daß der Sinn dieses Wortes niemals auszuschöpfen ist. Die berufenen Ausleger des Wortes Gottes, deren Herzen seine Geheimnisse speichern, sind jedoch die einzigen, die seine mannigfaltige Weisheit verstehen können. Wer immer beim Lesen der heiligen Schriften versucht ist, aus ihnen auszuwählen, was ihm paßt, und damit die Amtsgewalt des Vertreters Gottes unter den Menschen zu bestreiten, gleicht in der Tat einem Toten, mag er auch, äußerlich gesehen, unter seinen Mitmenschen wandeln, mit ihnen reden, Speise und Trank mit ihnen teilen.</p>\n<p>O daß die Welt Mir doch glauben könnte! Würde alles, was im Herzen Bahás verwahrt liegt und was der Herr, Sein Gott, der Herr aller Namen, Ihn gelehrt hat, der Menschheit enthüllt, jeder Mensch auf Erden wäre sprachlos.</p>\n<p>Wie groß ist die Menge der Wahrheiten, die das Gewand der Worte nie fassen kann! Wie groß die Zahl jener Wahrheiten, die kein Ausdruck treffend beschreiben kann, deren Sinn nie enthüllt und die nicht im entferntesten angedeutet werden können! Wie mannigfaltig sind die Wahrheiten, die unausgesprochen bleiben müssen, bis die festgesetzte Zeit gekommen ist! So ist gesagt: »Nicht alles, was ein Mensch weiß, kann enthüllt werden, noch kann alles, was er enthüllen kann, als zeitgemäß angesehen werden, noch kann jede zeitgemäße Äußerung als tauglich für die Fassungskraft der Hörer erachtet werden.«</p>\n<p>Einige dieser Wahrheiten können nur so weit enthüllt werden, wie die Verwahrungsorte des Lichtes Unseres Wissens, die Empfänger Unserer verborgenen Gnade, sie fassen können. Wir flehen zu Gott, daß Er dich mit Seiner Kraft stärke und dich befähige, Ihn, die Quelle allen Wissens, zu erkennen, auf daß du dich von aller menschlichen Gelehrsamkeit loslösest, denn: »Was würde es einem Menschen nützen, nach Gelehrsamkeit zu streben, wenn er Ihn, das Ziel alles Wissens, schon gefunden und erkannt hat?« Halte dich an die Wurzel des Wissens und an Ihn, Seinen Urquell, damit du dich unabhängig siehst von allen, die behaupten, in menschlicher Gelehrsamkeit bewandert zu sein, diesen Anspruch aber weder durch einen klaren Beweis noch das Zeugnis eines erleuchtenden Buches rechtfertigen können.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":90,"Roman":"XC","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Whatever is in the heavens and whatever is on the earth is a direct evidence of the revelation within it of the attributes and names of God, inasmuch as within every atom are enshrined the signs that bear eloquent testimony to the revelation of that Most Great Light. Methinks, but for the potency of that revelation, no being could ever exist. How resplendent the luminaries of knowledge that shine in an atom, and how vast the oceans of wisdom that surge within a drop! To a supreme degree is this true of man, who, among all created things, hath been invested with the robe of such gifts, and hath been singled out for the glory of such distinction. For in him are potentially revealed all the attributes and names of God to a degree that no other created being hath excelled or surpassed. All these names and attributes are applicable to him. Even as He hath said: “Man is My mystery, and I am his mystery.” Manifold are the verses that have been repeatedly revealed in all the Heavenly Books and the Holy Scriptures, expressive of this most subtle and lofty theme. Even as He hath revealed: “We will surely show them Our signs in the world and within themselves.” Again He saith: “And also in your own selves: will ye not, then, behold the signs of God?” And yet again He revealeth: “And be ye not like those who forget God, and whom He hath therefore caused to forget their own selves.” In this connection, He Who is the eternal King—may the souls of all that dwell within the mystic Tabernacle be a sacrifice unto Him—hath spoken: “He hath known God who hath known himself.”</p>\n<p>…From that which hath been said it becometh evident that all things, in their inmost reality, testify to the revelation of the names and attributes of God within them. Each according to its capacity, indicateth, and is expressive of, the knowledge of God. So potent and universal is this revelation, that it hath encompassed all things visible and invisible. Thus hath He revealed: “Hath aught else save Thee a power of revelation which is not possessed by Thee, that it could have manifested Thee? Blind is the eye which doth not perceive Thee.” Likewise hath the eternal King spoken: “No thing have I perceived, except that I perceived God within it, God before it, or God after it.” Also in the tradition of Kumayl it is written: “Behold, a light hath shone forth out of the morn of eternity, and lo, its waves have penetrated the inmost reality of all men.” Man, the noblest and most perfect of all created things, excelleth them all in the intensity of this revelation, and is a fuller expression of its glory. And of all men, the most accomplished, the most distinguished, and the most excellent are the Manifestations of the Sun of Truth. Nay, all else besides these Manifestations, live by the operation of Their Will, and move and have their being through the outpourings of Their grace.</p>","Text2":"<p>Alles in den Himmeln und auf Erden ist ein unmittelbarer Beweis dafür, daß sich darin Gottes Attribute und Namen offenbaren, da jedes Atom die Zeichen verwahrt, welche für die Offenbarung des Größten Lichtes beredtes Zeugnis ablegen. Mich dünkt, ohne die Wirkkraft dieser Offenbarung könnte kein Wesen je bestehen. Wie hell strahlen die Sonnen der Erkenntnis in einem Atom, wie weit hin wogen die Meere der Weisheit in einem Tropfen! In höchstem Grade gilt dies für den Menschen, der von allem Erschaffenen mit dem Gewande solcher Gaben bekleidet und für die Herrlichkeit einer solchen Auszeichnung auserkoren wurde! Denn in ihm sind alle Namen und Attribute Gottes potentiell in einem Maße offen­bart, das von keinem erschaffenen Wesen übertroffen wird. Alle diese Namen und Eigenschaften treffen auf ihn zu. So hat Er gesagt: »Der Mensch ist Mein Geheimnis, und Ich bin sein Geheimnis.«1 Mannigfaltig sind die Verse, die in allen himmlischen Büchern und heiligen Schriften wiederholt zu diesem schwierigsten, erhabensten Thema offenbart worden sind. So hat Er offenbart: »Wir werden ihnen sicherlich Unsere Zeichen zeigen in der Welt und in ihnen selbst.«2 Weiter spricht Er: »Und auch in euch selbst, wollt ihr da nicht die Zeichen Gottes schauen?«3 Und wiederum offenbart Er: »Und seid nicht wie jene, die Gott vergessen und die Er darum ihr eigenes Selbst vergessen ließ«4.</p>\n<p>In diesem Zusammenhang hat Er, der ewige König – mögen die Seelen aller, die im mystischen Tabernakel wohnen, ein Opfer für Ihn sein – gesprochen: »Wer sich selbst erkannt hat, hat Gott erkannt«.5 [1.»Heilige Tradition« Muhammads]</p>\n<p>[2.Qur’án 41:53]</p>\n<p>[3.Qur’án 51:21-22]</p>\n<p>[4.Qur’án 59:20]</p>\n<p>... Aus dem Gesagten wird deutlich, daß alle Dinge in ihrem innersten Wesenskern die Offenbarung der Namen und Attribute Gottes bezeugen. Jedes ist, je nach seiner Fähigkeit, ein Zeichen und Ausdruck der Erkenntnis Gottes. So mächtig und umfassend ist diese Offenbarung, daß sie alles Sichtbare und Unsichtbare umfängt. So hat Er offenbart: »Hat irgend etwas außer Dir eine Kraft der Offenbarung, die Dir fehlt, so daß es Dich hätte sichtbar machen können? Blind ist das Auge, das Dich nicht wahrnimmt«.2 Ebenso hat der ewige König gesprochen: »Kein Ding habe ich geschaut, ich hätte denn Gott in ihm, Gott vor ihm oder Gott hinter ihm geschaut«.3 Auch heißt es in der Traditionssammlung des Kumayl4: »Siehe, ein Licht strahlt auf aus dem Morgen der Ewigkeit, und siehe, seine Wellen sind in die innerste Wirklichkeit aller Menschen eingedrungen.« Der Mensch, das edelste und vollkommenste aller erschaffenen Wesen, übertrifft sie alle an Stärke dieser Offenbarung und ist ein umfassender Ausdruck ihrer Herrlichkeit. Von allen Menschen sind die vollendetsten, die ausgezeichnetsten und vollkommensten die Manifestationen der Sonne der Wahrheit. Ja, alle außer ihnen leben durch das Wirken ihres Willens; sie bewegen sich und verdanken ihr Sein ihrem Gnadenstrom.</p>\n<p>[1. Ausspruch des Imám ‘Alí]</p>\n<p>[2. Gebet für den Tag ‘Arafah, offenbart von Imám Husayn]</p>\n<p>[3. Ausspruch des Imám ‘Alí]</p>\n<p>[4. Kumayl Ibn Ziyád al-Nakha’i, einer der engsten Vertrauten des Imám ‘Alí]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":91,"Roman":"XCI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Amongst the proofs demonstrating the truth of this Revelation is this, that in every age and Dispensation, whenever the invisible Essence was revealed in the person of His Manifestation, certain souls, obscure and detached from all worldly entanglements, would seek illumination from the Sun of Prophethood and Moon of Divine guidance, and would attain unto the Divine Presence. For this reason, the divines of the age and those possessed of wealth, would scorn and scoff at these people. Even as He hath revealed concerning them that erred: “Then said the chiefs of His people who believed not, ‘We see in Thee but a man like ourselves; and we see not any who have followed Thee except our meanest ones of hasty judgment, nor see we any excellence in you above ourselves: nay, we deem you liars.’” They caviled at those holy Manifestations, and protested saying: “None hath followed you except the abject amongst us, those who are worthy of no attention.” Their aim was to show that no one amongst the learned, the wealthy, and the renowned believed in them. By this and similar proofs they sought to demonstrate the falsity of Him that speaketh naught but the truth.</p>\n<p>In this most resplendent Dispensation, however, this most mighty Sovereignty, a number of illumined divines, of men of consummate learning, of doctors of mature wisdom, have attained unto His Court, drunk the cup of His divine Presence, and been invested with the honor of His most excellent favor. They have renounced, for the sake of the Beloved, the world and all that is therein.…</p>\n<p>All these were guided by the light of the Sun of Divine Revelation, confessed and acknowledged His truth. Such was their faith, that most of them renounced their substance and kindred, and cleaved to the good pleasure of the All-Glorious. They laid down their lives for their Well-Beloved, and surrendered their all in His path. Their breasts were made targets for the darts of the enemy, and their heads adorned the spears of the infidel. No land remained which did not drink the blood of these embodiments of detachment, and no sword that did not bruise their necks. Their deeds, alone, testify to the truth of their words. Doth not the testimony of these holy souls, who have so gloriously risen to offer up their lives for their Beloved that the whole world marveled at the manner of their sacrifice, suffice the people of this day? Is it not sufficient witness against the faithlessness of those who for a trifle betrayed their faith, who bartered away immortality for that which perisheth, who gave up the Kawthar of the Divine Presence for salty springs, and whose one aim in life is to usurp the property of others? Even as thou dost witness how all of them have busied themselves with the vanities of the world, and have strayed far from Him Who is the Lord, the Most High.</p>\n<p>Be fair: Is the testimony of those acceptable and worthy of attention whose deeds agree with their words, whose outward behavior conforms with their inner life? The mind is bewildered at their deeds, and the soul marveleth at their fortitude and bodily endurance. Or is the testimony of these faithless souls who breathe naught but the breath of selfish desire, and who lie imprisoned in the cage of their idle fancies, acceptable? Like the bats of darkness, they lift not their heads from their couch except to pursue the transient things of the world, and find no rest by night except as they labor to advance the aims of their sordid life. Immersed in their selfish schemes, they are oblivious of the Divine decree. In the daytime they strive with all their soul after worldly benefits, and in the night season their sole occupation is to gratify their carnal desires. By what law or standard could men be justified in cleaving to the denials of such petty-minded souls and in ignoring the faith of them that have renounced, for the sake of the good pleasure of God, their life and substance, their fame and renown, their reputation and honor?…</p>\n<p>With what love, what devotion, what exultation and holy rapture, they sacrificed their lives in the path of the All-Glorious! To the truth of this all witness. And yet, how can they belittle this Revelation? Hath any age witnessed such momentous happenings? If these companions be not the true strivers after God, who else could be called by this name? Have these companions been seekers after power or glory? Have they ever yearned for riches? Have they cherished any desire except the good pleasure of God? If these companions, with all their marvelous testimonies and wondrous works, be false, who then is worthy to claim for himself the truth? I swear by God! Their very deeds are a sufficient testimony, and an irrefutable proof unto all the peoples of the earth, were men to ponder in their hearts the mysteries of Divine Revelation. “And they who act unjustly shall soon know what lot awaiteth them!”…</p>\n<p>Consider these martyrs of unquestionable sincerity, to whose truthfulness testifieth the explicit text of the Book, and all of whom, as thou hast witnessed, have sacrificed their life, their substance, their wives, their children, their all, and ascended unto the loftiest chambers of Paradise. Is it fair to reject the testimony of these detached and exalted beings to the truth of this preeminent and Glorious Revelation, and to regard as acceptable the denunciations which have been uttered against this resplendent Light by this faithless people, who for gold have forsaken their faith, and who for the sake of leadership have repudiated Him Who is the First Leader of all mankind? This, although their character is now revealed unto all people who have recognized them as those who will in no wise relinquish one jot or one tittle of their temporal authority for the sake of God’s holy Faith, how much less their life, their substance, and the like.</p>","Text2":"<p>Einer der Beweise für die Wahrheit dieser Offenbarung ist, daß in allen Zeitaltern und allen Sendungen, wann immer sich das unsichtbare Wesen in der Gestalt Seiner Manifestation offenbarte, einige unbekannte, von allen weltlichen Bindungen losgelöste Seelen bei der Sonne des Prophetentums und dem Monde göttlicher Führung Erleuchtung suchen und zur göttlichen Gegenwart gelangen. Darum pflegen die Geistlichen und die Reichen dieser Zeit solche Menschen zu schmähen und zu verspotten. So hat Er über diese Irrenden offenbart: »Da sprachen die Oberen Seines Volkes, die nicht glaubten: ›Wir sehen in Dir nur einen Menschen gleich uns, und wir sehen Dir nur die Niedrigsten folgen mit voreiligem Urteil; wir sehen in euch auch keinen Vorzug über uns. Nein, wir halten euch für Lügner.‹«1 Sie schmähten die heiligen Manifestationen und redeten wider sie: »Keiner ist euch gefolgt außer dem Gesindel, das keiner Beachtung wert ist.« Damit wollten sie hervorheben, daß keiner von den Gelehrten, den Reichen und Angesehenen an sie glaubte. So und mit ähnlichen Gründen versuchten sie, die Falschheit dessen zu beweisen, der nur die Wahrheit spricht.</p>\n<p>[1. Qur’án 11:28]</p>\n<p>In dieser strahlendsten Sendung jedoch, unter dieser mächtigsten Souveränität sind eine Reihe erleuchteter Geistlicher, Männer von umfassender Bildung, Doktoren von vollendeter Weisheit, an Seinen Hof gelangt. Sie haben aus dem Kelch Seiner göttlichen Gegenwart getrunken und die Ehre Seiner alles überragenden Gunst empfangen. Um des Geliebten willen haben sie der Welt und allem darinnen entsagt...</p>\n<p>Sie alle wurden vom Lichte der Sonne göttlicher Offenbarung geführt, sie haben Seine Wahrheit bekannt und anerkannt. So stark war ihr Glaube, daß die meisten um des Allherrlichen Wohlgefallens willen Heim und Habe aufgaben. Sie weihten ihr Leben dem Vielgeliebten und gaben alles hin auf Seinem Pfade. Ihre Brust ward den Pfeilen des Feindes zur Zielscheibe, ihre Häupter schmückten die Speere der Ungläubigen. Kein Land, das nicht das Blut dieser Verkörperungen der Loslösung getrunken, kein Schwert, das nicht ihren Nacken geschlagen hätte. Allein ihre Taten beweisen die Wahrheit ihrer Worte. Genügt dem Volke dieses Tages das Zeugnis dieser heiligen Seelen nicht, die sich erhoben, das Leben für ihren Geliebten zu opfern, so ruhmvoll, daß alle Welt darob ins Staunen geriet? Ist dies kein genügendes Zeugnis für die Treulosigkeit derer, die ihren Glauben um ein Linsengericht verraten, die Unsterblichkeit um Vergängliches verschachert, den Kawthar göttlicher Gegenwart für Salzquellen aufgegeben haben und deren einziges Lebensziel es ist, sich des Eigentums anderer zu bemächtigen? Du hast ja selbst gesehen, wie sie sich alle mit den Eitelkeiten der Welt abgegeben haben und wie sie weit von Ihm, dem Herrn, dem Höchsten, abgeirrt sind.</p>\n<p>Sei gerecht: Kann man auf das Zeugnis derer bauen, deren Taten mit ihren Worten übereinstimmen und deren äu­ßeres Verhalten ihrem inneren Leben entspricht? Der Geist ist bestürzt über das, was sie vollbrachten, die Seele ergriffen von ihrer Tapferkeit und dem Schmerz, den sie ertrugen. Oder soll man dem Zeugnis jener ungläubigen Seelen folgen, die nichts als den Hauch ihrer selbstsüchtigen Wünsche atmen und im Käfig ihres eitlen Wahns gefangen sind? Wie die Fledermäuse der Finsternis heben sie ihr Haupt vom Lager nur, um den flüchtigen Dingen der Welt nachzujagen, und finden keine Ruhe bei Nacht, es sei denn im Trachten nach ihren schmutzigen Lebenszielen. In ihre selbstsüchtigen Pläne versunken, vergessen sie den göttlichen Befehl. Bei Tag streben sie mit ganzer Seele nach weltlichem Gewinn, und bei Nacht widmen sie sich nur der Befriedigung ihrer Sinneslust. Welches Gesetz, welche Norm könnte die Menschen rechtfertigen, wenn sie, der Ablehnung dieser kleingeistigen Seelen folgend, den Glauben derer verwerfen, die um Gottes Wohlgefallen auf Leib und Gut, Ruhm und Namen, Ansehen und Ehre verzichtet haben? ...</p>\n<p>Mit welcher Liebe, welcher Ergebenheit, welchem Jubel und heiligem Entzücken haben sie ihr Leben auf dem Pfade des Allherrlichen geopfert! Diese Wahrheit bezeugen alle. Wie kann man diese Offenbarung dennoch herabsetzen? War je ein Zeitalter Zeuge eines Geschehens von so großer Tragweite? Wenn diese Gefährten nicht wahre Gottsucher waren, wer sollte dann so genannt werden? Haben sie Macht oder Ruhm gesucht? Haben sie je nach Reichtum getrachtet? Haben sie jemals einen Wunsch gehegt außer dem, Gott zu gefallen? Wenn diese Gefährten mit all ihren erstaunlichen Zeugnissen und wunderbaren Werken Lügner waren, wer wäre dann würdig, einen Wahrheitsan­spruch zu erheben? Ich schwöre bei Gott! Allein schon ihre Taten sind ein ausreichendes Zeugnis, ein unwiderlegbarer Beweis für alle Völker der Erde, würden die Menschen doch im Herzen über die Mysterien göttlicher Offenbarung nachdenken! »Und die Frevler werden bald erkennen, welches Los ihrer harrt!«1...</p>\n<p>[1. Qur’án 26:228]</p>\n<p>Denke nach über diese Märtyrer von unzweifelhafter Aufrichtigkeit, deren Wahrhaftigkeit der klare Text des Buches bezeugt. Sie haben, wie du erlebt hast, alles geopfert, ihr Leben, ihr Vermögen, ihre Frauen und ihre Kinder, und sind zu den erhabensten Gemächern des Paradieses aufgestiegen. Ist es gerecht, das Zeugnis dieser losgelösten, erhabenen Wesen für die Wahrheit dieser alles überragen den, herrlichen Offenbarung zu verwerfen und dem Verdammungsurteil zu folgen, das dieses strahlende Licht von jenem treulosen Volk erfahren hat, das des Goldes wegen seinen Glauben aufgegeben und im Streben nach Führerschaft Ihn, den ersten Führer der ganzen Menschheit, ver­worfen hat? Ihr wahrer Charakter ist jetzt vor allen offenbar: Sie wurden als Menschen erkannt, die für Gottes heiligen Glauben nicht einmal auf ein Jota, auf einen Deut ihrer irdischen Herrschaft verzichten, geschweige denn auf ihr Leben, Vermögen und dergleichen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":92,"Roman":"XCII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Book of God is wide open, and His Word is summoning mankind unto Him. No more than a mere handful, however, hath been found willing to cleave to His Cause, or to become the instruments for its promotion. These few have been endued with the Divine Elixir that can, alone, transmute into purest gold the dross of the world, and have been empowered to administer the infallible remedy for all the ills that afflict the children of men. No man can obtain everlasting life, unless he embraceth the truth of this inestimable, this wondrous, and sublime Revelation.</p>\n<p>Incline your ears, O friends of God, to the voice of Him Whom the world hath wronged, and hold fast unto whatsoever will exalt His Cause. He, verily, guideth whomsoever He pleaseth unto His straight Path. This is a Revelation that infuseth strength into the feeble, and crowneth with wealth the destitute.</p>\n<p>With the utmost friendliness and in a spirit of perfect fellowship take ye counsel together, and dedicate the precious days of your lives to the betterment of the world and the promotion of the Cause of Him Who is the Ancient and Sovereign Lord of all. He, verily, enjoineth upon all men what is right, and forbiddeth whatsoever degradeth their station.</p>","Text2":"<p>Das Buch Gottes ist weit aufgeschlagen, und Sein Wort ruft die Menschheit vor Ihn; doch nur eine knappe Handvoll hat sich willens gefunden, Seiner Sache zu folgen oder zum Werkzeug ihrer Verbreitung zu werden. Diese wenigen haben das göttliche Elixier erlangt, das allein die Schlacken dieser Welt in lauteres Gold verwandeln kann, und wurden ermächtigt, die unfehlbare Arznei gegen alle Leiden zu reichen, von denen die Menschenkinder heimgesucht werden. Nur der kann das ewige Leben erlangen, der die Wahrheit dieser un­schätzbaren, dieser wundersamen und erhabenen Offenbarung annimmt.</p>\n<p>O Freunde Gottes, neigt euer Ohr der Stimme dessen, dem die Welt Unrecht tut, und haltet euch an das, was Seine Sache erhöht. Er, wahrlich, führt, wen immer Er will, auf Seinen geraden Pfad. Dies ist die Offenbarung, die dem Schwachen Kraft einflößt und den Armen mit Reichtum krönt.</p>\n<p>Beratet in größter Freundlichkeit und im Geiste vollkommener Brüderlichkeit, und verbringt die kostbaren Tage eures Lebens damit, die Welt zu bessern und die Sache dessen voranzutragen, der der ewige, höchste Herr über alles ist. Wahrlich, Er befiehlt allen Menschen, was recht ist, und verbietet, was ihre Stufe herabsetzt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":93,"Roman":"XCIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know thou that every created thing is a sign of the revelation of God. Each, according to its capacity, is, and will ever remain, a token of the Almighty. Inasmuch as He, the sovereign Lord of all, hath willed to reveal His sovereignty in the kingdom of names and attributes, each and every created thing hath, through the act of the Divine Will, been made a sign of His glory. So pervasive and general is this revelation that nothing whatsoever in the whole universe can be discovered that doth not reflect His splendor. Under such conditions every consideration of proximity and remoteness is obliterated.… Were the Hand of Divine power to divest of this high endowment all created things, the entire universe would become desolate and void.</p>\n<p>Behold, how immeasurably exalted is the Lord your God above all created things! Witness the majesty of His sovereignty, His ascendancy, and supreme power. If the things which have been created by Him—magnified be His glory—and ordained to be the manifestations of His names and attributes, stand, by virtue of the grace with which they have been endowed, exalted beyond all proximity and remoteness, how much loftier must be that Divine Essence that hath called them into being?…</p>\n<p>Meditate on what the poet hath written: “Wonder not, if my Best-Beloved be closer to me than mine own self; wonder at this, that I, despite such nearness, should still be so far from Him.”… Considering what God hath revealed, that “We are closer to man than his life-vein,” the poet hath, in allusion to this verse, stated that, though the revelation of my Best-Beloved hath so permeated my being that He is closer to me than my life-vein, yet, notwithstanding my certitude of its reality and my recognition of my station, I am still so far removed from Him. By this he meaneth that his heart, which is the seat of the All-Merciful and the throne wherein abideth the splendor of His revelation, is forgetful of its Creator, hath strayed from His path, hath shut out itself from His glory, and is stained with the defilement of earthly desires.</p>\n<p>It should be remembered in this connection that the one true God is in Himself exalted beyond and above proximity and remoteness. His reality transcendeth such limitations. His relationship to His creatures knoweth no degrees. That some are near and others are far is to be ascribed to the manifestations themselves.</p>\n<p>That the heart is the throne, in which the Revelation of God the All-Merciful is centered, is attested by the holy utterances which We have formerly revealed. Among them is this saying: “Earth and heaven cannot contain Me; what can alone contain Me is the heart of him that believeth in Me, and is faithful to My Cause.” How often hath the human heart, which is the recipient of the light of God and the seat of the revelation of the All-Merciful, erred from Him Who is the Source of that light and the Wellspring of that revelation. It is the waywardness of the heart that removeth it far from God, and condemneth it to remoteness from Him. Those hearts, however, that are aware of His Presence, are close to Him, and are to be regarded as having drawn nigh unto His throne.</p>\n<p>Consider, moreover, how frequently doth man become forgetful of his own self, whilst God remaineth, through His all-encompassing knowledge, aware of His creature, and continueth to shed upon him the manifest radiance of His glory. It is evident, therefore, that, in such circumstances, He is closer to him than his own self. He will, indeed, so remain forever, for, whereas the one true God knoweth all things, perceiveth all things, and comprehendeth all things, mortal man is prone to err, and is ignorant of the mysteries that lie enfolded within him.…</p>\n<p>Let no one imagine that by Our assertion that all created things are the signs of the revelation of God is meant that—God forbid—all men, be they good or evil, pious or infidel, are equal in the sight of God. Nor doth it imply that the Divine Being—magnified be His name and exalted be His glory—is, under any circumstances, comparable unto men, or can, in any way, be associated with His creatures. Such an error hath been committed by certain foolish ones who, after having ascended into the heavens of their idle fancies, have interpreted Divine Unity to mean that all created things are the signs of God, and that, consequently, there is no distinction whatsoever between them. Some have even outstripped them by maintaining that these signs are peers and partners of God Himself. Gracious God! He, verily, is one and indivisible; one in His essence, one in His attributes. Everything besides Him is as nothing when brought face to face with the resplendent revelation of but one of His names, with no more than the faintest intimation of His glory—how much less when confronted with His own Self!</p>\n<p>By the righteousness of My name, the All-Merciful! The Pen of the Most High trembleth with a great trembling and is sore shaken at the revelation of these words. How puny and insignificant is the evanescent drop when compared with the waves and billows of God’s limitless and everlasting Ocean, and how utterly contemptible must every contingent and perishable thing appear when brought face to face with the uncreated, the unspeakable glory of the Eternal! We implore pardon of God, the All-Powerful, for them that entertain such beliefs, and give utterance to such words. Say: O people! How can a fleeting fancy compare with the Self-Subsisting, and how can the Creator be likened unto His creatures, who are but as the script of His Pen? Nay, His script excelleth all things, and is sanctified from, and immeasurably exalted above, all creatures.</p>\n<p>Furthermore, consider the signs of the revelation of God in their relation one to another. Can the sun, which is but one of these signs, be regarded as equal in rank to darkness? The one true God beareth Me witness! No man can believe it, unless he be of those whose hearts are straitened, and whose eyes have become deluded. Say: Consider your own selves. Your nails and eyes are both parts of your bodies. Do ye regard them of equal rank and value? If ye say, yea; say, then: ye have indeed charged with imposture, the Lord, my God, the All-Glorious, inasmuch as ye pare the one, and cherish the other as dearly as your own life.</p>\n<p>To transgress the limits of one’s own rank and station is, in no wise, permissible. The integrity of every rank and station must needs be preserved. By this is meant that every created thing should be viewed in the light of the station it hath been ordained to occupy.</p>\n<p>It should be borne in mind, however, that when the light of My Name, the All-Pervading, hath shed its radiance upon the universe, each and every created thing hath, according to a fixed decree, been endowed with the capacity to exercise a particular influence, and been made to possess a distinct virtue. Consider the effect of poison. Deadly though it is, it possesseth the power of exerting, under certain conditions, a beneficial influence. The potency infused into all created things is the direct consequence of the revelation of this most blessed Name. Glorified be He, Who is the Creator of all names and attributes! Cast into the fire the tree that hath rot and dried up, and abide under the shadow of the green and goodly Tree, and partake of the fruit thereof.</p>\n<p>The people living in the days of the Manifestations of God have, for the most part, uttered such unseemly sayings. These have been set down circumstantially in the revealed Books and Holy Scriptures.</p>\n<p>He is really a believer in the Unity of God who recognizeth in each and every created thing the sign of the revelation of Him Who is the Eternal Truth, and not he who maintaineth that the creature is indistinguishable from the Creator.</p>\n<p>Consider, for instance, the revelation of the light of the Name of God, the Educator. Behold, how in all things the evidences of such a revelation are manifest, how the betterment of all beings dependeth upon it. This education is of two kinds. The one is universal. Its influence pervadeth all things and sustaineth them. It is for this reason that God hath assumed the title, “Lord of all worlds.” The other is confined to them that have come under the shadow of this Name, and sought the shelter of this most mighty Revelation. They, however, that have failed to seek this shelter, have deprived themselves of this privilege, and are powerless to benefit from the spiritual sustenance that hath been sent down through the heavenly grace of this Most Great Name. How great the gulf fixed between the one and the other! If the veil were lifted, and the full glory of the station of those that have turned wholly towards God, and have, in their love for Him, renounced the world, were made manifest, the entire creation would be dumbfounded. The true believer in the Unity of God will, as it hath already been explained, recognize, in the believer and the unbeliever, the evidences of the revelation of both of these Names. Were this revelation to be withdrawn, all would perish.</p>\n<p>Consider, in like manner, the revelation of the light of the Name of God, the Incomparable. Behold, how this light hath enveloped the entire creation, how each and every thing manifesteth the sign of His Unity, testifieth to the reality of Him Who is the Eternal Truth, proclaimeth His sovereignty, His oneness, and His power. This revelation is a token of His mercy that hath encompassed all created things. They that have joined partners with Him, however, are unaware of such a revelation, and are deprived of the Faith through which they can draw near unto, and be united with, Him. Witness how the divers peoples and kindreds of the earth bear witness to His unity, and recognize His oneness. But for the sign of the Unity of God within them, they would have never acknowledged the truth of the words, “There is none other God but God.” And yet, consider how grievously they have erred, and strayed from His path. Inasmuch as they have failed to recognize the Sovereign Revealer, they have ceased to be reckoned among those who may be regarded as true believers in the Unity of God.</p>\n<p>This sign of the revelation of the Divine Being in them that have joined partners with Him may, in a sense, be regarded as a reflection of the glory with which the faithful are illumined. None, however, can comprehend this truth save men endued with understanding. They that have truly recognized the Unity of God should be regarded as the primary manifestations of this Name. It is they who have quaffed the wine of Divine Unity from the cup which the hand of God hath proffered unto them, and who have turned their faces towards Him. How vast the distance that separateth these sanctified beings from those men that are so far away from God!…</p>\n<p>God grant that, with a penetrating vision, thou mayest perceive, in all things, the sign of the revelation of Him Who is the Ancient King, and recognize how exalted and sanctified from the whole creation is that most holy and sacred Being. This, in truth, is the very root and essence of belief in the unity and singleness of God. “God was alone; there was none else besides Him.” He, now, is what He hath ever been. There is none other God but Him, the One, the Incomparable, the Almighty, the Most Exalted, the Most Great.</p>","Text2":"<p>Wisse, daß alles Erschaffene ein Zeichen der Offenbarung Gottes ist. Ein jedes ist nach seiner Fähigkeit ein Zeichen des Allmächtigen und wird es immerdar bleiben. Da Er, der souveräne Herr über alles, Seine unumschränkte Herrschaft im Reiche der Namen und Attribute offenbaren wollte, wurde alles Erschaffene kraft göttlichen Willens zum Zeichen Seiner Herrlichkeit. So durchdringend, so umfassend ist diese Offenbarung, daß im ganzen Weltall nichts zu entdecken ist, das nicht Seinen Glanz widerspiegelte. So wird jede Betrachtung über Nähe und Ferne zunichte... Würde die Hand göttlicher Macht alles Erschaffene dieser hohen Gabe entkleiden, so wäre das ganze All wüst und leer.</p>\n<p>Sieh, wie unermeßlich erhaben über alles Erschaffene der Herr, dein Gott ist! Bezeuge die Majestät Seiner Herrschaft, Seine Überlegenheit und höchste Macht. Wenn die Dinge, die durch Ihn – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – erschaffen und dazu bestimmt wurden, Seine Namen und Attribute zu offenbaren, kraft der ihnen verliehenen Gnade hoch über aller Nähe und Ferne stehen, wieviel erhabener muß dann jenes göttliche Wesen sein, das sie ins Dasein gerufen hat! ...</p>\n<p>Denke nach über das Dichterwort: »Wundere dich nicht, wenn mir mein Geliebter näher steht als ich mir selbst, wundere dich, daß ich trotz dieser Nähe Ihm so ferne bin«... In Anspielung auf das von Gott offenbarte Wort: »Wir sind dem Menschen näher als seine Halsschlagader«1 hat der Dichter gesagt: Obgleich die Offenbarung meines Herzensgeliebten mein Wesen so durchdrungen hat, daß Er mir näher ist als meine Halsschlagader, bin ich trotz meiner Gewißheit von der Wirklichkeit dieser Offenbarung, trotz der Erkenntnis meiner Stufe Ihm noch so ferne. Damit meint er, daß sein Herz, der Sitz des Allbarmherzigen, der Thron, auf dem der Glanz Seiner Offenbarung ruht, seinen Schöpfer vergißt, von Seinem Pfade abirrt, sich selbst von Seiner Herrlichkeit ausschließt und befleckt ist vom Schmutz irdischer Wünsche.</p>\n<p>[1. Qur’án 50:17]</p>\n<p>Dabei sollte man sich dessen erinnern, daß der eine, wahre Gott in sich selbst über Nähe und Ferne hoch erhaben ist. Seine Wirklichkeit übersteigt solche Begrenzungen. Sein Verhältnis zu Seinen Geschöpfen kennt keine Abstufungen. Daß die einen nahe, andere aber ferne sind, ist auf die Manifestationen Gottes zu beziehen.</p>\n<p>Daß das Herz der Thron ist für die Offenbarung Gottes, des Allbarmherzigen, wird von den heiligen Worten bezeugt, die Wir früher offenbart haben. Darunter ist der Spruch: »Erde und Himmel können Mich nicht fassen, Mich fassen kann nur das Herz dessen, der an Mich glaubt und Meiner Sache treu ist.«1 Wie oft ist das menschliche Herz, Empfänger des Lichtes Gottes, Sitz der Offenbarung des Allbarmherzigen, abgeirrt von Ihm, der Quelle dieses Lichtes, dem Ursprung dieser Offenbarung. Es ist die Widerspenstigkeit des Herzens, die es weit von Gott wegführt und zum Fernsein von Ihm verdammt. Die Herzen aber, die um Seine Gegenwart wissen, sind Ihm vertraut und als Seinem Throne nahe anzusehen.</p>\n<p>[1. »Heilige Tradition« Muhammads]</p>\n<p>Bedenke überdies, wie oft der Mensch sich selbst vergißt, während Gott in Seinem allumfassenden Wissen stets um Sein Geschöpf weiß und immer den offenbaren Glanz Seiner Herrlichkeit über ihn ausbreitet. Da leuchtet es ein, daß Er dem Menschen näher ist als dessen eigenes Ich. Er wird es wahrlich immer bleiben, denn während der eine, wahre Gott alles weiß, alles wahrnimmt und alles umfaßt, neigt der sterbliche Mensch zum Irrtum, der Geheimnisse unkundig, die in ihm selbst ruhen...</p>\n<p>Niemand bilde sich ein, Unsere Erklärung, daß alle erschaffenen Dinge Zeichen der Offenbarung Gottes seien, bedeute – Gott behüte –, daß alle Menschen, gut oder böse, fromm oder gottlos, vor Gott gleich seien. Sie besagt auch nicht, daß sich das göttliche Sein – gelobt sei Sein Name und gepriesen Seine Herrlichkeit – etwa mit den Menschen vergleichen oder irgendwie Seinen Geschöpfen beigesellen ließe. Diesen Fehler begingen gewisse Toren, die, in die Wolken ihrer eitlen Einbildungen verstiegen, die göttliche Einheit so auslegten, als bedeute sie, daß alle erschaffenen Dinge Zeichen Gottes seien und folglich keinerlei Unterschied zwischen ihnen bestehe. Einige haben sie noch mit der Behauptung übertroffen, diese Zeichen seien Ebenbürtige und Gefährten Gottes. Gnädiger Gott! Er ist wahrlich eins und unteilbar, eins in Seinem Wesen, eins in Seinen Eigenschaften. Alles außer Ihm ist wie nichts, wenn es vor die strahlende Offenbarung nur eines Seiner Namen, vor die leiseste Andeutung Seiner Herrlichkeit gebracht wird – wieviel weniger, wenn es Seinem Selbst gegenübergestellt ist!</p>\n<p>Bei der Rechtmäßigkeit Meines Namens, der Allbarmherzige! Die Feder des Höchsten zittert und bebt und ist tief erschüttert bei der Offenbarung dieser Worte. Wie winzig, wie nichtig ist der verschwindende Tropfen, vergli­chen mit den Wellen und Wogen des grenzenlosen, ewigen Meeres Gottes, wie verächtlich muß alles Bedingte und Vergängliche erscheinen, wenn es der unerschaffenen, un­aussprechlichen Herrlichkeit des Ewigen gegenübergestellt wird! Wir bitten Gott, den Allmächtigen, für die um Vergebung, die solchen Glauben hegen und solche Worte äußern. Sprich: O Volk! Wie kann ein flüchtiger Wahn mit dem Selbstbestehenden gleichgestellt, wie kann der Schöpfer mit Seinen Geschöpfen verglichen werden, die nur wie der Schriftzug Seiner Feder sind? Nein, Seine Schrift übertrifft alle Dinge und ist geheiligt und unermeßlich erhaben über alle Seine Geschöpfe.</p>\n<p>Bedenke ferner die Zeichen der Offenbarung Gottes in ihrer Beziehung zueinander. Kann die Sonne, die nur eines dieser Zeichen ist, als gleichen Ranges mit der Dunkelheit angesehen werden? Der eine, wahre Gott ist Mein Zeuge! Kein Mensch kann das glauben, so er nicht zu jenen gehört, deren Herzen verstockt und deren Augen verblendet sind. Sprich: Denkt an euch selbst. Eure Nägel und eure Augen sind beides Teile eures Körpers. Betrachtet ihr sie als gleich in Rang und Wert? Wenn ihr es bejaht, dann sprich: Ihr habt in der Tat den Herrn, meinen Gott, den Allherrlichen, des Betrugs bezichtigt, weil ihr das eine beschneidet und das andere so zärtlich hegt wie euer Leben.</p>\n<p>Es ist keinesfalls erlaubt, die Grenzen der eigenen Stellung und Stufe zu überschreiten. Jede Stellung und Stufe muß in ihrer Unversehrtheit gewahrt werden. Das heißt, daß jedes erschaffene Ding im Lichte der Stufe zu betrachten ist, die ihm zugewiesen wurde.</p>\n<p>Es sollte jedoch bedacht werden, daß jedem erschaffenen Ding, als das Licht Meines Namens, der Alldurchdringende, seinen Glanz über das All erstrahlte, nach einem festgesetzten Ratschluß die Fähigkeit verliehen worden ist, einen besonderen Einfluß zu üben und eine bestimmte Tugend zu besitzen. Denke an die Wirkung von Gift. Obwohl es tödlich ist, hat es doch die Kraft, unter gewissen Bedingungen heilend zu wirken. Die Kraft, die allem Erschaffenen eingegeben wurde, ist das unmittelbare Ergebnis der Offenbarung dieses gesegnetsten Namens. Verherrlicht sei Er, der Schöpfer aller Namen und Eigenschaften! Wirf den faulen, verdorrten Baum ins Feuer, weile im Schatten des stattlichen, grünen Baumes und genieße seine Früchte!</p>\n<p>Die Menschen, die in den Tagen der Manifestationen Gottes leben, führen zumeist solche ungebührlichen Reden. Sie sind ausführlich in den offenbarten Büchern und heiligen Schriften niedergelegt.</p>\n<p>Der glaubt wirklich an die Einheit Gottes, der in jedem erschaffenen Ding das Zeichen der Offenbarung dessen erkennt, der die Ewige Wahrheit ist, nicht aber der, der behauptet, das Geschöpf sei vom Schöpfer nicht zu unterscheiden.</p>\n<p>Denke zum Beispiel an die Offenbarung des Lichtes des Namens Gottes, der Erzieher. Siehe, wie die Beweise einer solchen Offenbarung in allen Dingen zutage treten, wie die Kultivierung aller Wesen von ihm abhängt. Diese Erziehung ist zweifacher Art. Die eine ist allumfassend, ihr Einfluß durchdringt und erhält alle Dinge. Aus diesem Grunde hat Gott die Benennung »Herr aller Welten«1 angenommen. Die andere ist auf jene beschränkt, die unter den Schatten dieses Namens gekommen sind und den Schutz dieser mächtigsten Offenbarung gesucht haben. Wer es aber versäumt, diesen Schutz zu suchen, hat sich selbst seines Vorrechts beraubt und ist außerstande, aus der geistigen Nahrung Nutzen zu ziehen die durch die himmlische Gnade dieses Größten Namens herniedergesandt worden ist. Welch tiefe Kluft trennt die eine Art von der anderen! Würde der Schleier gehoben und in voller Herrlichkeit die Stufe derer offenbart, die sich gänzlich Gott zugewandt und in ihrer Liebe zu Ihm von der Welt losgesagt haben, so wäre die ganze Schöpfung verblüfft. Wer wahrhaft an die Einheit Gottes glaubt, wird, wie schon erklärt, im Gläubigen und im Nichtgläubigen die Beweise der Offenbarung dieser beiden Namen erkennen. Würde diese Offenbarung zurückgenommen, würde alles zugrunde gehen.</p>\n<p>[1. vgl. Qur’án 1:2, 2:132, 5:29, 6:46,72, etc.]</p>\n<p>Denke in gleicher Weise an die Offenbarung des Lichtes des Namens Gottes, der Unvergleichliche! Sieh, wie dieses Licht die ganze Schöpfung umhüllt, wie jedes Ding die Zeichen Seiner Einheit aufweist, die Wirklichkeit dessen bezeugt, der die Ewige Wahrheit ist, und von Seiner höchsten Herrschaft, Seiner Einzigkeit und Macht kündet. Diese Offenbarung ist ein Zeichen Seiner Gnade, die alles Erschaffene umfaßt. Aber jene, die Ihm Gefährten zugesellen, wissen nichts von einer solchen Offenbarung und sind des Glaubens beraubt, durch den sie Ihm nahe kommen und mit Ihm vereint werden könnten. Siehe, wie die verschiedenen Völker und Geschlechter der Erde Seine Einheit bezeu­gen und Seine Einzigkeit erkennen. Wäre nicht das Zeichen der Einheit Gottes in ihnen, hätten sie die Wahrheit der Worte »Es ist kein Gott außer Gott«1 niemals anerkannt. Und dennoch, bedenke, wie schwer sie irren und von Seinem Pfade abweichen! Weil sie versäumen, den höchsten Offenbarer anzuerkennen, gehören sie nicht mehr zu denen, die man als wahrhaft an die Einheit Gottes Glaubende ansehen kann.</p>\n<p>[1. vgl. hierzu Qur’án 3:63, 20:15, 21:26, 47:19]</p>\n<p>Dieses Zeichen der Offenbarung des göttlichen Wesens in denen, die Ihm Gefährten beigesellen, kann in gewissem Sinn als Widerspiegelung der Herrlichkeit angesehen werden, die die Gläubigen erleuchtet. Diese Wahrheit kann jedoch nur verstehen, wer mit Verständnis begabt ist. Die, welche die Einheit Gottes wahrhaft erkennen, sollten als die ersten Offenbarungen dieses Namens betrachtet werden. Sie sind es, die den Wein göttlicher Einheit aus dem Kelche trinken, den ihnen Gottes Hand reicht, und die Ihm ihr Angesicht zuwenden. Welch großer Abstand trennt diese geheiligten Wesen von jenen, die Gott so ferne sind! ...</p>\n<p>Gebe Gott, daß du mit durchdringender Schau in allen Dingen das Zeichen der Offenbarung des Altehrwürdigen Königs wahrnehmest und erkennest, wie erhaben und geheiligt über die ganze Schöpfung dieses hehrste, heiligste Wesen ist. Das ist in Wahrheit die eigentliche Wurzel und der Kern des Glaubens an die Einheit und Einzigkeit Gottes. »Gott war allein; es war keiner neben Ihm.«1 Er ist jetzt, was Er immer gewesen ist. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Einen, dem Unvergleichlichen, dem Allmächtigen, dem Höchsterhabenen, dem Größten.</p>\n<p>[1. Hadíth]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":94,"Roman":"XCIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>And now concerning thy reference to the existence of two Gods. Beware, beware, lest thou be led to join partners with the Lord, thy God. He is, and hath from everlasting been, one and alone, without peer or equal, eternal in the past, eternal in the future, detached from all things, ever-abiding, unchangeable, and self-subsisting. He hath assigned no associate unto Himself in His Kingdom, no counselor to counsel Him, none to compare unto Him, none to rival His glory. To this every atom of the universe beareth witness, and beyond it the inmates of the realms on high, they that occupy the most exalted seats, and whose names are remembered before the Throne of Glory.</p>\n<p>Bear thou witness in thine inmost heart unto this testimony which God hath Himself and for Himself pronounced, that there is none other God but Him, that all else besides Him have been created by His behest, have been fashioned by His leave, are subject to His law, are as a thing forgotten when compared to the glorious evidences of His oneness, and are as nothing when brought face to face with the mighty revelations of His unity.</p>\n<p>He, in truth, hath, throughout eternity, been one in His Essence, one in His attributes, one in His works. Any and every comparison is applicable only to His creatures, and all conceptions of association are conceptions that belong solely to those that serve Him. Immeasurably exalted is His Essence above the descriptions of His creatures. He, alone, occupieth the Seat of transcendent majesty, of supreme and inaccessible glory. The birds of men’s hearts, however high they soar, can never hope to attain the heights of His unknowable Essence. It is He Who hath called into being the whole of creation, Who hath caused every created thing to spring forth at His behest. Shall, then, the thing that was born by virtue of the word which His Pen hath revealed, and which the finger of His Will hath directed, be regarded as partner with Him, or an embodiment of His Self? Far be it from His glory that human pen or tongue should hint at His mystery, or that human heart conceive His Essence. All else besides Him stand poor and desolate at His door, all are powerless before the greatness of His might, all are but slaves in His Kingdom. He is rich enough to dispense with all creatures.</p>\n<p>The tie of servitude established between the worshiper and the adored One, between the creature and the Creator, should in itself be regarded as a token of His gracious favor unto men, and not as an indication of any merit they may possess. To this testifieth every true and discerning believer.</p>","Text2":"<p>Und nun zu deinem Hinweis auf das Bestehen zweier Götter. Gib acht, daß du dich nicht verleiten lässest, dem Herrn, deinem Gott, Gefährten beizugesellen! Er ist und war von Ewigkeit her einzig und allein, ohne Gefährten oder Seinesgleichen, ewig in der Vergangenheit, ewig in der Zukunft, gesondert von allen Dingen, immerwährend, unveränderlich und selbstbestehend. Er hat sich in Seinem Reich keinen Teilhaber bestimmt, keinen Berater, Ihn zu beraten, keinen, Ihm zu vergleichen, keinen, mit Seiner Herrlichkeit zu wetteifern. Jedes Atom des Alls bezeugt dies, und darüber hinaus die Bewohner der Reiche der Höhe, sie, die die erhabensten Sitze einnehmen, sie, derer Namen vor dem Throne der Herrlichkeit gedacht wird.</p>\n<p>Bestätige in deinem innersten Herzen dieses Zeugnis, das Gott selbst für sich ausspricht, daß kein Gott ist außer Ihm, daß alle außer Ihm auf Sein Geheiß erschaffen, mit Seiner Erlaubnis geformt sind, Seinem Gesetz unterliegen, den herrlichen Beweisen Seiner Einheit gegenüber einer vergessenen Sache gleichen und wie ein Nichts sind, wenn sie den mächtigen Offenbarungen Seiner Einheit gegenübergestellt werden.</p>\n<p>Er ist in Wahrheit durch alle Ewigkeit Einer gewesen in Seinem Wesen, Einer in Seinen Eigenschaften, Einer in Seinen Werken. Jeglicher Vergleich trifft nur Seine Geschöpfe, und alle Vorstellungen von einer Teilhaberschaft betreffen allein die, welche Ihm dienen. Unermeßlich erhaben ist Sein Wesen über die Beschreibungen Seiner Geschöpfe. Er allein thront auf dem Sitze überirdischer Majestät und erhabenster, unerreichbarer Herrlichkeit. Wie hoch sich die Menschenherzen, den Vögeln gleich, auch aufschwingen, sie können niemals hoffen, die Höhen Seines unerkennbaren Wesens zu erreichen. Er ist es, der die ganze Schöpfung ins Dasein rief, der alles Erschaffene auf Sein Geheiß ent­stehen ließ. Sollte da irgend etwas als Sein Gefährte oder als eine Verkörperung Seiner selbst angesehen werden, das kraft eines von Seiner Feder offenbarten, vom Finger Seines Willens gelenkten Wortes geboren ist? Ferne sei es Seiner Herrlichkeit, daß eine menschliche Feder oder Zunge Sein Geheimnis andeute, daß ein menschliches Herz Sein Wesen begreife. Alle außer Ihm stehen arm und verlassen an Seiner Tür, alle sind machtlos vor der Größe Seiner Macht, alle sind nur Sklaven in Seinem Königreich. Er ist reich ge­nug, aller Geschöpfe zu entraten.</p>\n<p>Das Band der Dienstbarkeit, das zwischen dem Anbetenden und dem Angebeteten, zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer besteht, sollte als ein Zeichen Seiner gütigen Huld für die Menschen betrachtet werden, nicht aber als Anzeichen irgendeines Verdienstes, das sie besitzen mögen. Dies bezeugt jeder wahre, einsichtige Gläubige</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":95,"Roman":"XCV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know thou that, according to what thy Lord, the Lord of all men, hath decreed in His Book, the favors vouchsafed by Him unto mankind have been, and will ever remain, limitless in their range. First and foremost among these favors, which the Almighty hath conferred upon man, is the gift of understanding. His purpose in conferring such a gift is none other except to enable His creature to know and recognize the one true God—exalted be His glory. This gift giveth man the power to discern the truth in all things, leadeth him to that which is right, and helpeth him to discover the secrets of creation. Next in rank, is the power of vision, the chief instrument whereby his understanding can function. The senses of hearing, of the heart, and the like, are similarly to be reckoned among the gifts with which the human body is endowed. Immeasurably exalted is the Almighty Who hath created these powers, and revealed them in the body of man.</p>\n<p>Every one of these gifts is an undoubted evidence of the majesty, the power, the ascendancy, the all-embracing knowledge of the one true God—exalted be His glory. Consider the sense of touch. Witness how its power hath spread itself over the entire human body. Whereas the faculties of sight and of hearing are each localized in a particular center, the sense of touch embraceth the whole human frame. Glorified be His power, magnified be His sovereignty!</p>\n<p>These gifts are inherent in man himself. That which is preeminent above all other gifts, is incorruptible in nature, and pertaineth to God Himself, is the gift of Divine Revelation. Every bounty conferred by the Creator upon man, be it material or spiritual, is subservient unto this. It is, in its essence, and will ever so remain, the Bread which cometh down from Heaven. It is God’s supreme testimony, the clearest evidence of His truth, the sign of His consummate bounty, the token of His all-encompassing mercy, the proof of His most loving providence, the symbol of His most perfect grace. He hath, indeed, partaken of this highest gift of God who hath recognized His Manifestation in this Day.</p>\n<p>Render thanks unto thy Lord for having vouchsafed unto thee so great a bounty. Lift up thy voice and say: All praise be to Thee, O Thou, the Desire of every understanding heart!</p>","Text2":"<p>Wisse, daß nach dem, was dein Herr, der Herr aller Menschen, in Seinem Buche verfügt hat, die Gnadengaben, die Er der Menschheit gewährt, unendlich weitreichend sind und immer bleiben werden. Die erste und vornehmste unter den Gaben, die der Allmächtige den Menschen verliehen hat, ist die des Verstandes. Seine Absicht bei der Verleihung einer solchen Gabe ist allein die, Sein Geschöpf zu befähigen, den einen, wahren Gott zu erkennen und anzuerkennen – gepriesen sei Seine Herrlichkeit! Diese Gabe gibt dem Menschen die Kraft, in allen Dingen die Wahrheit herauszufinden; sie führt ihn zu dem, was recht ist, und hilft ihm, die Geheimnisse der Schöpfung zu entdecken. Die nächste an Bedeutung ist die Sehkraft, das Hauptwerkzeug, womit der Verstand wirken kann. Der Gehörsinn, die Empfindungen des Herzens und dergleichen zählen gleichfalls zu den Gaben, mit denen der menschliche Körper ausgestattet ist. Unermeßlich erhaben ist der Allmächtige, der diese Kräfte erschaffen und im Leib des Menschen offenbart hat.</p>\n<p>Jede dieser Gaben ist ein schlüssiger Beweis für die Majestät, die Macht, die Überlegenheit, das allumfassende Wissen des einen, wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit. Denke an den Tastsinn. Bezeuge, wie seine Kraft über den ganzen menschlichen Körper verbreitet ist. Während die Fähigkeiten des Gesichts und Gehörs jeweils auf ein bestimmtes Organ festgelegt sind, umfaßt der Tastsinn die ganze menschliche Gestalt. Verherrlicht sei Seine Macht, gepriesen sei Seine Herrschaft!</p>\n<p>Diese Gaben ruhen im Menschen selbst. Was alle anderen Gaben überragt, was seinem Wesen nach unzerstörbar ist und Gott selbst zugehört, ist die Gabe der göttlichen Offenbarung. Jede Wohltat, die der Schöpfer dem Menschen erweist, ob materiell oder geistig, ist dieser untergeordnet.</p>\n<p>Sie ist ihrem Wesen nach das Brot, das vom Himmel herabkommt, und wird es immer bleiben. Sie ist Gottes erhabenstes Zeugnis, der klarste Beweis Seiner Wahrheit, das Zeichen Seiner vollendeten Güte, das Unterpfand Seiner allumfassenden Barmherzigkeit, der Beweis Seiner liebevollen Vorsehung, das Sinnbild Seiner vollkommensten Gnade. Wer Seine Manifestation an diesem Tage anerkennt, der hat wirklich teil an dieser höchsten Gabe Gottes.</p>\n<p>Danke deinem Herrn dafür, daß Er dir eine so große Gabe verliehen hat. Erhebe deine Stimme und sprich: Aller Lobpreis sei Dir, o Du, der Du die Sehnsucht jedes verstehenden Herzens bist!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":96,"Roman":"XCVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Pen of the Most High is unceasingly calling; and yet, how few are those that have inclined their ear to its voice! The dwellers of the kingdom of names have busied themselves with the gay livery of the world, forgetful that every man that hath eyes to perceive and ears to hear cannot but readily recognize how evanescent are its colors.</p>\n<p>A new life is, in this age, stirring within all the peoples of the earth; and yet none hath discovered its cause or perceived its motive. Consider the peoples of the West. Witness how, in their pursuit of that which is vain and trivial, they have sacrificed, and are still sacrificing, countless lives for the sake of its establishment and promotion. The peoples of Persia, on the other hand, though the repository of a perspicuous and luminous Revelation, the glory of whose loftiness and renown hath encompassed the whole earth, are dispirited and sunk in deep lethargy.</p>\n<p>O friends! Be not careless of the virtues with which ye have been endowed, neither be neglectful of your high destiny. Suffer not your labors to be wasted through the vain imaginations which certain hearts have devised. Ye are the stars of the heaven of understanding, the breeze that stirreth at the break of day, the soft-flowing waters upon which must depend the very life of all men, the letters inscribed upon His sacred scroll. With the utmost unity, and in a spirit of perfect fellowship, exert yourselves, that ye may be enabled to achieve that which beseemeth this Day of God. Verily I say, strife and dissension, and whatsoever the mind of man abhorreth are entirely unworthy of his station. Center your energies in the propagation of the Faith of God. Whoso is worthy of so high a calling, let him arise and promote it. Whoso is unable, it is his duty to appoint him who will, in his stead, proclaim this Revelation, whose power hath caused the foundations of the mightiest structures to quake, every mountain to be crushed into dust, and every soul to be dumbfounded. Should the greatness of this Day be revealed in its fullness, every man would forsake a myriad lives in his longing to partake, though it be for one moment, of its great glory—how much more this world and its corruptible treasures!</p>\n<p>Be ye guided by wisdom in all your doings, and cleave ye tenaciously unto it. Please God ye may all be strengthened to carry out that which is the Will of God, and may be graciously assisted to appreciate the rank conferred upon such of His loved ones as have arisen to serve Him and magnify His name. Upon them be the glory of God, the glory of all that is in the heavens and all that is on the earth, and the glory of the inmates of the most exalted Paradise, the heaven of heavens.</p>","Text2":"<p>Die Feder des Höchsten ruft unablässig, und doch, wie wenige sind es, die auf ihre Stimme hören! Die Bewohner des Reiches der Namen sind mit dem bunten Kleid der Welt befaßt. Sie vergessen, daß jeder mit Augen zu sehen und mit Ohren zu hören bereitwillig erkennen muß, wie vergänglich alle Farben dieses Kleides sind.</p>\n<p>Neues Leben durchpulst in dieser Zeit alle Völker der Erde, und doch hat niemand seine Ursache entdeckt und seine Triebfeder erkannt. Sieh, wie die Völker des Westens auf ihrer Jagd nach dem, was eitel und belanglos ist, zahllose Leben opfern, um diese Güter zu sichern und zu meh­ren. Die Völker Persiens hingegen sind der Hort einer klaren, leuchtenden Offenbarung, deren Erhabenheit und ruhmreiches Ansehen die ganze Erde erfüllt hat, und doch sind sie niedergeschlagen und in tiefe Teilnahmslosigkeit versunken.</p>\n<p>O Freunde! Vernachlässigt die Tugenden nicht, die euch verliehen wurden, noch versäumt eure hohe Bestimmung. Laßt eure Mühe nicht am leeren Trug scheitern, den manche Herzen ersonnen haben. Ihr seid die Sterne am Himmel des Verstehens, der frische Wind, der am Morgen weht, das ruhig fließende Wasser, von dem das wahre Leben aller Menschen abhängt, die Buchstaben auf Seiner heiligen Schriftrolle. Strengt euch an, in größter Eintracht und im Geiste vollkommener Verbundenheit, daß ihr vollbringt, was diesem Tage Gottes angemessen ist. Wahrlich, lch sage, Streit, Hader und was immer der Geist des Menschen verabscheut, sind seiner Stufe völlig unwürdig. Verbreitet mit all euren Kräften den Glauben Gottes. Wer immer einer so hohen Berufung würdig ist, der mache sich auf, den Glauben zu fördern. Wer dies nicht vermag, soll jemanden bestimmen, der an seiner Statt diese Offenbarung verkündet, deren Gewalt die Grundmauern der mächtigsten Bauten beben macht, jeden Berg zu Staub zermalmt und jede Seele bestürzt. Wäre die Größe dieses Tages in ihrer Fülle offenbart, so würde jeder Mensch aus Sehnsucht, an seiner großen Herrlichkeit auch nur einen Augenblick lang teilzuhaben, auf Abertausende von Leben verzichten – wieviel mehr noch auf diese Welt und ihre vergänglichen Schätze!</p>\n<p>Laßt euch in allen euren Taten von Klugheit leiten, und haltet treu an ihr fest. So Gott will, werdet ihr alle die Kraft erhalten, Gottes Willen zu vollbringen, und wird euch gnädiglich geholfen werden, den Rang zu würdigen, der denen unter Seinen Geliebten verliehen wurde, die sich erheben, Ihm zu dienen und Seinen Namen zu preisen. Auf ihnen ruhe die Herrlichkeit Gottes, die Herrlichkeit all dessen, was in den Himmeln und auf Erden ist, und die Herrlichkeit der Bewohner des höchsterhabenen Paradieses, des Himmels der Himmel.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":97,"Roman":"XCVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Consider the doubts which they who have joined partners with God have instilled into the hearts of the people of this land. “Is it ever possible,” they ask, “for gold to be transmuted into copper?” Say, Yes, by my Lord, it is possible. Its secret, however, lieth hidden in Our Knowledge. We will reveal it unto whom We will. Whoso doubteth Our power, let him ask the Lord his God, that He may disclose unto him the secret, and assure him of its truth. That copper can be turned into gold is in itself sufficient proof that gold can, in like manner, be transmuted into copper, if they be of them that can apprehend this truth. Every mineral can be made to acquire the density, form, and substance of each and every other mineral. The knowledge thereof is with Us in the Hidden Book.</p>","Text2":"<p>Bedenke die Zweifel, die jene, die Gott Gefährten zugesellen, den Menschen dieses Landes ins Herz träufeln. »Wird es je möglich sein«, so fragen sie, »Kupfer in Gold zu verwandeln?« Sprich: Ja, bei meinem Herrn, es ist möglich. Das Geheimnis liegt jedoch in Unserem Wissen verborgen. Wir werden es enthüllen, wem Wir wollen. Wer immer Unsere Macht bezweifelt, bitte den Herrn, seinen Gott, daß Er ihm das Geheimnis erschließe und ihn von seiner Wahrheit überzeuge. Daß Kupfer in Gold verwandelt werden kann, ist in sich ein genügender Beweis dafür, daß ebenso Gold in Kupfer verwandelt werden kann – wenn sie doch diese Wahrheit begreifen könnten! Jedes Mineral kann dazu gebracht werden, Dichte, Bau und Masse eines anderen Minerals anzunehmen. Das Wissen darüber ist bei Uns im Verborgenen Buche.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":98,"Roman":"XCVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: O leaders of religion! Weigh not the Book of God with such standards and sciences as are current amongst you, for the Book itself is the unerring balance established amongst men. In this most perfect balance whatsoever the peoples and kindreds of the earth possess must be weighed, while the measure of its weight should be tested according to its own standard, did ye but know it.</p>\n<p>The eye of My loving-kindness weepeth sore over you, inasmuch as ye have failed to recognize the One upon Whom ye have been calling in the daytime and in the night season, at even and at morn. Advance, O people, with snow-white faces and radiant hearts, unto the blest and crimson Spot, wherein the Sadratu’l-Muntahá is calling: “Verily, there is none other God beside Me, the Omnipotent Protector, the Self-Subsisting!”</p>\n<p>O ye leaders of religion! Who is the man amongst you that can rival Me in vision or insight? Where is he to be found that dareth to claim to be My equal in utterance or wisdom? No, by My Lord, the All-Merciful! All on the earth shall pass away; and this is the face of your Lord, the Almighty, the Well-Beloved.</p>\n<p>We have decreed, O people, that the highest and last end of all learning be the recognition of Him Who is the Object of all knowledge; and yet, behold how ye have allowed your learning to shut you out, as by a veil, from Him Who is the Dayspring of this Light, through Whom every hidden thing hath been revealed. Could ye but discover the source whence the splendor of this utterance is diffused, ye would cast away the peoples of the world and all that they possess, and would draw nigh unto this most blessed Seat of glory.</p>\n<p>Say: This, verily, is the heaven in which the Mother Book is treasured, could ye but comprehend it. He it is Who hath caused the Rock to shout, and the Burning Bush to lift up its voice, upon the Mount rising above the Holy Land, and proclaim: “The Kingdom is God’s, the sovereign Lord of all, the All-Powerful, the Loving!”</p>\n<p>We have not entered any school, nor read any of your dissertations. Incline your ears to the words of this unlettered One, wherewith He summoneth you unto God, the Ever-Abiding. Better is this for you than all the treasures of the earth, could ye but comprehend it.</p>","Text2":"<p>Sprich: O ihr Schar der Geistlichen! Wägt Gottes Buch nicht mit Maßstäben und Wissenschaften, wie sie bei euch im Schwange sind. Denn das Buch selbst ist die untrügliche Waage, die unter den Menschen aufgestellt ist. Auf dieser vollkommenen Waage muß alles gewogen werden, was die Völker und Geschlechter der Erde besitzen, während ihre Gewichte nach ihrem eigenen Richtmaß geprüft werden sollten – könntet ihr es doch erkennen!</p>\n<p>Bitterlich weint das Auge Meiner liebenden Güte über euch, weil ihr versäumt habt, Ihn zu erkennen, den ihr Tag und Nacht, des Abends wie des Morgens, anruft. O ihr Menschen, schreitet mit schneeweißem Antlitz und strahlendem Herzen voran zu dem gesegneten, hochroten Ort, wo der Sidratu’l–Muntahá ruft: »Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem allmächtigen Beschirmer, dem Selbstbeste­henden!«</p>\n<p>O ihr Schar der Geistlichen! Wer ist unter euch, der sich an enthüllender Schau und Einsicht mit Mir messen könnte? Wo ist der zu finden, der zu behaupten wagt, Mir an Rede und Weisheit ebenbürtig zu sein? Nein, bei Meinem Herrn, dem Allbarmherzigen! Alles auf Erden wird vergehen, dies aber ist das Antlitz eures Herrn, des Allmächtigen, des Vielgeliebten.</p>\n<p>Wir haben bestimmt, o Menschen, daß der höchste, letzte Zweck aller Gelehrsamkeit die Anerkennung dessen sei, der das Ziel aller Erkenntnis ist; und doch seht, wie ihr eurer Gelehrsamkeit gestattet habt, euch wie durch einen Schleier zu trennen von Ihm, dem Tagesanbruch dieses Lichtes, durch den alles Verborgene offenbart worden ist. Könntet ihr den Quell entdecken, woraus der Glanz dieser Rede strömt, ihr würdet die Völker der Welt und all ihren Besitz verwerfen und euch diesem gesegneten Throne der Herrlichkeit nahen.</p>\n<p>Sprich: Dies ist wahrlich der Himmel, in dem das Mutterbuch verwahrt ist, könntet ihr es doch verstehen! Er ist es, der den Felsen rufen ließ, der den Brennenden Busch auf dem Berge hoch über dem Heiligen Lande die Stimme erheben und verkünden ließ: »Das Reich ist Gottes, des sou­veränen Herrn über alle, des Allmachtvollen, des Liebenden!«</p>\n<p>Wir haben weder eine Schule besucht noch eure Ab­handlungen gelesen. Neigt euer Ohr den Worten dieses Ungelehrten. Er ruft euch vor Gott, den Ewigbestehenden. Dies ist besser für euch als alle Schätze der Erde, könntet ihr es doch begreifen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":99,"Roman":"XCIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The vitality of men’s belief in God is dying out in every land; nothing short of His wholesome medicine can ever restore it. The corrosion of ungodliness is eating into the vitals of human society; what else but the Elixir of His potent Revelation can cleanse and revive it? Is it within human power, O Hakím, to effect in the constituent elements of any of the minute and indivisible particles of matter so complete a transformation as to transmute it into purest gold? Perplexing and difficult as this may appear, the still greater task of converting satanic strength into heavenly power is one that We have been empowered to accomplish. The Force capable of such a transformation transcendeth the potency of the Elixir itself. The Word of God, alone, can claim the distinction of being endowed with the capacity required for so great and far-reaching a change.</p>","Text2":"<p>Die Lebenskraft des Gottesglaubens stirbt aus in allen Landen. Nur Seine heilende Arznei kann sie jemals wiederherstellen. Der Schwamm der Gottlosigkeit frißt sich in das Mark der menschlichen Gesellschaft. Was außer dem Heiltrank Seiner machtvollen Offenbarung kann sie reinigen und neu beleben? Liegt es in menschlicher Macht, o Hakím, in den Bestandteilen irgendeines der winzigen, unteilbaren Teilchen der Materie eine so völlige Umwandlung zu bewirken, daß sie in lauteres Gold verwandelt wird? So verwirrend und schwierig dies erscheinen mag, Wir wurden bevollmächtigt, die noch größere Aufgabe zu erfüllen, satanische Stärke in himmlische Macht zu verwandeln. Die Kraft zu einer solchen Umwandlung übertrifft die Wirksamkeit des Lebenselixiers. Das Wort Gottes allein kann für sich in Anspruch nehmen, zu einer so großen, so weitreichenden Wandlung fähig zu sein.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":100,"Roman":"C","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The voice of the Divine Herald, proceeding out of the throne of God, declareth: O ye My loved ones! Suffer not the hem of My sacred vesture to be smirched and mired with the things of this world, and follow not the promptings of your evil and corrupt desires. The Daystar of Divine Revelation, that shineth in the plenitude of its glory in the heaven of this Prison, beareth Me witness. They whose hearts are turned towards Him Who is the Object of the adoration of the entire creation must needs, in this Day, pass beyond and be sanctified from all created things, visible and invisible. If they arise to teach My Cause, they must let the breath of Him Who is the Unconstrained, stir them and must spread it abroad on the earth with high resolve, with minds that are wholly centered in Him, and with hearts that are completely detached from and independent of all things, and with souls that are sanctified from the world and its vanities. It behooveth them to choose as the best provision for their journey reliance upon God, and to clothe themselves with the love of their Lord, the Most Exalted, the All-Glorious. If they do so, their words shall influence their hearers.</p>\n<p>How great, how very great, the gulf that separateth Us from them who, in this Day, are occupied with their evil passions, and have set their hopes on the things of the earth and its fleeting glory! Many a time hath the court of the All-Merciful been to outward seeming so denuded of the riches of this world that they who lived in close association with Him suffered from dire want. Despite their sufferings, the Pen of the Most High hath, at no time, been willing to refer, nor even to make the slightest allusion, to the things that pertain to this world and its treasures. And if, at any time, any gift were presented to Him, that gift was accepted as a token of His grace unto him that offered it. Should it ever please Us to appropriate to Our own use all the treasures of the earth, to none is given the right to question Our authority, or to challenge Our right. It would be impossible to conceive any act more contemptible than soliciting, in the name of the one true God, the riches which men possess.</p>\n<p>It is incumbent upon thee, and upon the followers of Him Who is the Eternal Truth, to summon all men to whatsoever shall sanctify them from all attachment to the things of the earth and purge them from its defilements, that the sweet smell of the raiment of the All-Glorious may be smelled from all them that love Him.</p>\n<p>They who are possessed of riches, however, must have the utmost regard for the poor, for great is the honor destined by God for those poor who are steadfast in patience. By My life! There is no honor, except what God may please to bestow, that can compare to this honor. Great is the blessedness awaiting the poor that endure patiently and conceal their sufferings, and well is it with the rich who bestow their riches on the needy and prefer them before themselves.</p>\n<p>Please God, the poor may exert themselves and strive to earn the means of livelihood. This is a duty which, in this most great Revelation, hath been prescribed unto every one, and is accounted in the sight of God as a goodly deed. Whoso observeth this duty, the help of the invisible One shall most certainly aid him. He can enrich, through His grace, whomsoever He pleaseth. He, verily, hath power over all things.…</p>\n<p>Tell, O ‘Alí, the loved ones of God that equity is the most fundamental among human virtues. The evaluation of all things must needs depend upon it. Ponder awhile on the woes and afflictions which this Prisoner hath sustained. I have, all the days of My life, been at the mercy of Mine enemies, and have suffered each day, in the path of the love of God, a fresh tribulation. I have patiently endured until the fame of the Cause of God was spread abroad on the earth. If anyone should now arise and, prompted by the vain imaginations his heart hath devised, endeavor, openly or in secret, to sow the seeds of dissension amongst men—can such a man be said to have acted with equity? No, by Him Whose might extendeth over all things! By My life! Mine heart groaneth and mine eyes weep sore for the Cause of God and for them that understand not what they say and imagine what they cannot comprehend.</p>\n<p>It beseemeth all men, in this Day, to take firm hold on the Most Great Name, and to establish the unity of all mankind. There is no place to flee to, no refuge that anyone can seek, except Him. Should any man be led to utter such words as will turn away the people from the shores of God’s limitless ocean, and cause them to fix their hearts on anything except this glorious and manifest Being, that hath assumed a form subject to human limitations—such a man, however lofty the station he may occupy, shall be denounced by the entire creation as one that hath deprived himself of the sweet savors of the All-Merciful.</p>\n<p>Say: Observe equity in your judgment, ye men of understanding heart! He that is unjust in his judgment is destitute of the characteristics that distinguish man’s station. He Who is the Eternal Truth knoweth well what the breasts of men conceal. His long forbearance hath emboldened His creatures, for not until the appointed time is come will He rend any veil asunder. His surpassing mercy hath restrained the fury of His wrath, and caused most people to imagine that the one true God is unaware of the things they have privily committed. By Him Who is the All-Knowing, the All-Informed! The mirror of His knowledge reflecteth, with complete distinctness, precision and fidelity, the doings of all men. Say: Praise be to Thee, O Concealer of the sins of the weak and helpless! Magnified be Thy name, O Thou that forgivest the heedless ones that trespass against Thee!</p>\n<p>We have forbidden men to walk after the imaginations of their hearts, that they may be enabled to recognize Him Who is the sovereign Source and Object of all knowledge, and may acknowledge whatsoever He may be pleased to reveal. Witness how they have entangled themselves with their idle fancies and vain imaginations. By My life! They are themselves the victims of what their own hearts have devised, and yet they perceive it not. Vain and profitless is the talk of their lips, and yet they understand not.</p>\n<p>We beseech God that He may graciously vouchsafe His grace unto all men, and enable them to attain the knowledge of Him and of themselves. By My life! Whoso hath known Him shall soar in the immensity of His love, and shall be detached from the world and all that is therein. Nothing on earth shall deflect him from his course, how much less they who, prompted by their vain imaginations, speak those things which God hath forbidden.</p>\n<p>Say: This is the Day when every ear must needs be attentive to His voice. Hearken ye to the Call of this wronged One, and magnify ye the name of the one true God, and adorn yourselves with the ornament of His remembrance, and illumine your hearts with the light of His love. This is the key that unlocketh the hearts of men, the burnish that shall cleanse the souls of all beings. He that is careless of what hath poured out from the finger of the Will of God liveth in manifest error. Amity and rectitude of conduct, rather than dissension and mischief, are the marks of true faith.</p>\n<p>Proclaim unto men what He, Who speaketh the truth and is the Bearer of the Trust of God, hath bidden thee observe. My glory be with thee, O thou that callest upon My name, whose eyes are directed towards My court, and whose tongue uttereth the praise of thy Lord, the Beneficent.</p>","Text2":"<p>Die Stimme des göttlichen Heroldes ruft vom Throne Gottes hernieder und kündet:</p>\n<p>O Meine Geliebten! Duldet nicht, daß der Saum Meines heiligen Gewandes mit den Dingen der Welt beschmutzt und befleckt werde, und folgt nicht den Lockungen eurer bösen und verderbten Wünsche. Die Sonne göttlicher Offenbarung, die in der Fülle ihrer Herrlichkeit vom Himmel dieses Gefängnisses strahlt, zeugt für Mich. Die ihr Herz Ihm, dem Ziel der Anbetung für die ganze Schöpfung, zuwenden, müssen sich an diesem Tage unbedingt über alle erschaffenen Dinge, sichtbar oder unsichtbar, erheben und von ihnen geheiligt sein. Wenn sie sich aufmachen, Meine Sache zu lehren, müssen sie sich vom Odem dessen, der der Unbezwungene ist, beleben lassen. Sie müssen Meine Sache mit fester Entschlossenheit über die ganze Erde verbreiten, mit einem Geist, der ganz auf Ihn gerichtet ist, mit Herzen, die von allen Dingen völlig gelöst und unabhängig sind, und mit Seelen, die über die Welt und ihre Nichtigkeiten geheiligt sind. Es geziemt ihnen, das Gottvertrauen als beste Wegzehrung für die Reise zu wählen und sich mit der Liebe ihres Herrn, des Erhabensten, des Allherrlichen, zu umgeben. Wenn sie so verfahren, werden ihre Worte die Hörer beeinflussen.</p>\n<p>Welch tiefe, welch unermeßlich tiefe Kluft trennt Uns von denen, die sich an diesem Tage ihren üblen Leidenschaften hingeben und ihre Hoffnung auf die Dinge der Welt und ihren vergänglichen Ruhm setzen! Oft war der Hof des Allbarmherzigen dem äußeren Anschein nach so von allen Reichtümern dieser Welt entblößt, daß die, welche in enger Gemeinschaft mit Ihm lebten, bittere Not litten. Trotz ihrer Leiden war die Feder des Höchsten nie geneigt, auf das, was der Welt und ihren Schätzen zugehört, hinzuweisen oder auch nur anzuspielen. Und wurde Ihm je eine Gabe dargeboten, so wurde sie nur angenommen als Zeichen Seiner Gnade für den Geber. Sollte es Uns gefallen, Uns alle Schätze der Erde zu Unserem eigenen Gebrauch anzueignen, so hätte niemand das Recht, Unsere Amtsgewalt zu bezweifeln oder Unser Recht zu bestreiten. Man kann sich jedoch keine niedrigere Tat vorstellen, als im Namen des einen, wahren Gottes die Reichtümer zu begehren, die die Menschen besitzen.</p>\n<p>Dir und den Anhängern dessen, der die Ewige Wahrheit ist, obliegt es, alle Menschen zu dem zu rufen, was sie von aller Bindung an die Dinge der Erde heiligt und von deren Besudelung reinigt, damit alle, die Ihn lieben, den süßen Duft vom Gewande des Allherrlichen verspüren.</p>\n<p>Wer aber Reichtümer besitzt, muß den Armen größte Beachtung schenken; denn groß ist die Ehre, die Gott jenen Armen bestimmt hat, die standhaft in der Geduld sind. Bei Meinem Leben! Keine Ehre außer der, die Gott zu verlei­hen beliebt, kann sich mit dieser Ehre vergleichen. Großer Segen erwartet die Armen, die geduldig ausharren und ihre Leiden verbergen, und wohl steht es um die Reichen, die ihren Reichtum den Bedürftigen spenden und diese sich selbst vorziehen.</p>\n<p>Gebe Gott, daß sich die Armen bemühen und danach streben, sich die Mittel zum Lebensunterhalt zu verdienen. Dies ist eine Pflicht, die in dieser größten Offenbarung jedem auferlegt wurde, und gilt vor Gott als gutes Werk. Wer immer diese Pflicht erfüllt, dem wird ganz gewiß die Hilfe des Unsichtbaren zuteil. Er kann durch Seine Gnade reich machen, wen immer Er will. Er, wahrlich, hat Macht über alle Dinge...</p>\n<p>O ‘Alí, sage den Geliebten Gottes, daß Gerechtigkeit die grundlegende menschliche Tugend ist. Auf ihr beruht zwangsläufig die Bewertung aller Dinge, Denke eine Weile nach über die Leiden und Trübsäle, die dieser Gefangene erduldet. Mein Leben lang war Ich Meinen Feinden auf Gnade und Ungnade ausgeliefert und habe jeden Tag auf dem Pfade der Liebe Gottes eine neue Drangsal erlitten. Ich habe geduldig ausgeharrt, bis der Ruhm der Sache Gottes weithin auf Erden verbreitet war. Wenn nun jemand aufstehen und, vom eitlen Wahn seines Herzens verleitet, offen oder im geheimen danach trachten sollte, Zwietracht unter den Menschen zu säen – könnte man von einem solchen Menschen sagen, sein Handeln sei gerecht? Nein, bei Ihm, dessen Macht alle Dinge umfaßt! Bei meinem Leben! Mein Herz seufzt, meine Augen weinen bitterlich um die Sache Gottes und um die, welche nicht verstehen, was sie sagen, und sich einbilden, was sie nicht begreifen können.</p>\n<p>An diesem Tag Gottes geziemt es allen Menschen, sich fest an den Größten Namen zu halten und die Einheit der ganzen Menschheit zu errichten. Es gibt keinen Ort, dahin man fliehen könnte, keine Zuflucht, die man fände, außer bei Ihm. Sollte sich jemand zu Worten hinreißen lassen, die die Menschen von den Ufern des grenzenlosen Meeres Gottes abhalten und dazu bringen, ihr Herz an anderes zu hän­gen als an dieses herrliche, offenbare Wesen, das eine menschlicher Begrenzung unterworfene Gestalt angenommen hat – so wird ein solcher Mensch, wie hoch seine Stel­lung auch sei, von der ganzen Schöpfung gerügt als einer, der sich selbst der süßen Düfte des Allbarmherzigen beraubt hat.</p>\n<p>Sprich: Seid gerecht in euerem Urteil, ihr Menschen mit verstehendem Herzen! Wer in seinem Urteil ungerecht ist, entbehrt der Merkmale, die die Stufe des Menschen aus­zeichnen. Er, die Ewige Wahrheit, weiß wohl, was des Menschen Brust verbirgt. Seine große Langmut hat Seine Geschöpfe kühn gemacht, denn erst, wenn die festgesetzte Zeit gekommen ist, wird Er die Schleier zerreißen. Seine al­les überragende Barmherzigkeit hat den Grimm Seines Zornes zurückgehalten und die meisten Menschen wähnen lassen, der eine, wahre Gott bemerke nicht, was sie insge­heim begehen. Bei Ihm, dem Allwissenden, dem Allunter­richteten! Der Spiegel Seines Wissens strahlt die Taten aller Menschen wider in vollkommener Klarheit, Genauigkeit und Treue. Sprich: Preis sei Dir, der Du die Sünden der Schwachen und Hilflosen verbirgst! Verherrlicht sei Dein Name, o Du, der Du den Achtlosen vergibst, die sich wider Dich vergehen!</p>\n<p>Wir haben den Menschen verboten, dem Wahn ihrer Herzen zu folgen, damit sie befähigt werden, Ihn, den höchsten Ursprung und das Ziel alles Wissens, zu erkennen, und damit sie anerkennen, was Er zu offenbaren beliebt. Bezeuge, wie sie sich in ihren leeren Einbildungen und eitlen Vorstellungen verfangen haben! Bei Meinem Leben! Sie sind selbst die Opfer dessen, was ihre eigenen Herzen ersonnen haben, und doch merken sie es nicht. Leer und nutzlos ist das Wort ihrer Lippen, und doch verstehen sie es nicht.</p>\n<p>Wir flehen zu Gott, daß Er allen Menschen gnädig Seine Gunst gewähre und sie befähige, zur Erkenntnis Seiner und ihrer selbst zu gelangen. Bei Meinem Leben! Wer Ihn erkennt, wird sich in die Unendlichkeit Seiner Liebe aufschwingen und losgelöst sein von der Welt und allem, was darinnen ist. Nichts auf Erden wird ihn von seiner Bahn ablenken, wieviel weniger diejenigen, die aus ihrem leeren Wahn heraus Dinge reden, die Gott verboten hat.</p>\n<p>Sprich: Dies ist der Tag, da jedes Ohr auf Seine Stimme hören muß. Achtet auf den Ruf dieses Unterdrückten, verherrlicht den Namen des einen, wahren Gottes, schmückt euch mit dem Schmuck Seines Gedenkens und erleuchtet euer Herz mit dem Lichte Seiner Liebe! Dies ist der Schlüssel, der die Herzen der Menschen öffnet, die Politur, welche die Seelen aller Lebewesen reinigt. Wer außer acht läßt, was aus der Hand des Willens Gottes geflossen ist, lebt in offenbarem Irrtum. Freundschaft und rechtes Verhalten kennzeichnen den wahren Glauben, nicht aber Streit und Zwietracht.</p>\n<p>Verkünde den Menschen, was Er, der die Wahrheit spricht, der Träger des Vertrauens Gottes, dir zu beachten befohlen hat. Meine Herrlichkeit sei mit dir, der du Meinen Namen anrufst, dessen Augen auf Meinen Hof blicken und dessen Zunge das Lob deines Herrn, des Wohltätigen, ausspricht.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":101,"Roman":"CI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The purpose underlying the revelation of every heavenly Book, nay, of every divinely revealed verse, is to endue all men with righteousness and understanding, so that peace and tranquillity may be firmly established amongst them. Whatsoever instilleth assurance into the hearts of men, whatsoever exalteth their station or promoteth their contentment, is acceptable in the sight of God. How lofty is the station which man, if he but choose to fulfill his high destiny, can attain! To what depths of degradation he can sink, depths which the meanest of creatures have never reached! Seize, O friends, the chance which this Day offereth you, and deprive not yourselves of the liberal effusions of His grace. I beseech God that He may graciously enable every one of you to adorn himself, in this blessed Day, with the ornament of pure and holy deeds. He, verily, doeth whatsoever He willeth.</p>","Text2":"<p>Der Offenbarung jedes himmlischen Buches, ja jedes von Gott offenbarten Verses liegt die Absicht zugrunde, alle Menschen mit Rechtschaffenheit und Verstand zu begaben, damit Friede und Ruhe fest unter ihnen begründet seien. Was immer den Herzen der Menschen Zuversicht einflößt, was ihre Stufe erhöht oder ihre Zufriedenheit fördert, ist vor Gott annehmbar. Wie erhaben ist die Stufe, die der Mensch erreichen kann, wenn er sich nur entschließt, seine hohe Bestimmung zu erfüllen! In welche Tiefen der Erniedrigung kann er absinken, Tiefen, die die niedrigsten Geschöpfe nie erreicht haben! O Freunde, ergreift die Gelegenheit, die dieser Tag euch bietet, und verscherzt nicht die großmütigen Gaben Seiner Gnade! Ich flehe zu Gott, daß Er jeden von euch gnädiglich befähige, sich an diesem gesegneten Tage mit dem Schmuck reiner, heiliger Taten zu schmücken. Wahrlich, Er tut, was immer Er will.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":102,"Roman":"CII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Give a hearing ear, O people, to that which I, in truth, say unto you. The one true God, exalted be His glory, hath ever regarded, and will continue to regard, the hearts of men as His own, His exclusive possession. All else, whether pertaining to land or sea, whether riches or glory, He hath bequeathed unto the Kings and rulers of the earth. From the beginning that hath no beginning the ensign proclaiming the words “He doeth whatsoever He willeth” hath been unfurled in all its splendor before His Manifestation. What mankind needeth in this day is obedience unto them that are in authority, and a faithful adherence to the cord of wisdom. The instruments which are essential to the immediate protection, the security and assurance of the human race have been entrusted to the hands, and lie in the grasp, of the governors of human society. This is the wish of God and His decree.… We cherish the hope that one of the kings of the earth will, for the sake of God, arise for the triumph of this wronged, this oppressed people. Such a king will be eternally extolled and glorified. God hath prescribed unto this people the duty of aiding whosoever will aid them, of serving his best interests, and of demonstrating to him their abiding loyalty. They who follow Me must strive, under all circumstances, to promote the welfare of whosoever will arise for the triumph of My Cause, and must at all times prove their devotion and fidelity unto him. Happy is the man that hearkeneth and observeth My counsel. Woe unto him that faileth to fulfill My wish.</p>","Text2":"<p>Habe ein offenes Ohr, o Volk, für das, was Ich in Wahrheit dir sage. Der eine, wahre Gott, gepriesen sei Seine Herrlichkeit, hat seit jeher die Herzen der Menschen als Seinen eigenen, ausschließlichen Besitz betrachtet und wird dies immer tun. Alles andere, zu Lande oder zu Wasser, Reichtum oder Ruhm, hat Er den Königen und Herrschern der Erde vermacht. Vom Anfang an, der keinen Anfang hat, wurde das Banner mit den Worten »Er tut, was immer Er will«1 in all seiner Pracht vor Seiner Manifestation entfaltet. Was der Menschheit an diesem Tage nottut, ist Gehorsam gegen die, welche die Gewalt in Händen haben, und gewissenhaftes Festhalten am Seile der Weisheit. Die wesentlichen Mittel für den unmittelbaren Schutz, die Ruhe und Sicherheit des Menschengeschlechts sind den Führern der menschlichen Gesellschaft anvertraut und liegen in ihrer Gewalt. Das ist der Wunsch Gottes und Sein Ratschluß... Wir hegen die Hoffnung, daß sich einer der Könige der Erde um Gottes willen für den Triumph dieses unterdrückten, dieses bedrängten Volkes erheben wird. Ein solcher König wird ewig gepriesen und verherrlicht werden. Gott hat es diesem Volke zur Pflicht gemacht, jeden, der ihm beisteht, zu unterstützen, seinen besten Interessen zu die­nen und ihm bleibende Treue zu erweisen. Wer Mir folgt, muß unter allen Umständen bestrebt sein, die Wohlfahrt eines jeden zu fördern, der sich für den Triumph Meiner Sache erhebt, und muß ihm Ergebenheit und Anhänglich­keit erzeigen. Glücklich der Mensch, der auf Meinen Rat hört und ihm folgt! Wehe dem, der Meinen Wunsch nicht erfüllt.</p>\n<p>[1. Qur’án 2:254, 3:41, 14:28, 22:15, 22:19]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":103,"Roman":"CIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>God hath, through His tongue that uttereth the truth, testified in all His Tablets to these words: “I am He that liveth in the Abhá Realm of Glory.”</p>\n<p>By the righteousness of God! He, from the heights of this sublime, this holy, this mighty, and transcendent station, seeth all things, heareth all things, and is, at this hour, proclaiming: Blessed art thou, O Javád, inasmuch as thou hast attained unto that which no man before thee hath attained. I swear by Him Who is the Eternal Truth! Through thee the eyes of the inmates of the Exalted Paradise have been gladdened. The people, however, are utterly heedless. Were We to reveal thy station, the hearts of men would be sorely agitated, their footsteps would slip, the embodiments of vainglory would be dumbfounded, would fall down upon the ground, and would thrust the fingers of heedlessness into their ears, for fear of hearing.</p>\n<p>Grieve thou not over those that have busied themselves with the things of this world, and have forgotten the remembrance of God, the Most Great. By Him Who is the Eternal Truth! The day is approaching when the wrathful anger of the Almighty will have taken hold of them. He, verily, is the Omnipotent, the All-Subduing, the Most Powerful. He shall cleanse the earth from the defilement of their corruption, and shall give it for an heritage unto such of His servants as are nigh unto Him.</p>\n<p>Say: O people! Dust fill your mouths, and ashes blind your eyes, for having bartered away the Divine Joseph for the most paltry of prices. Oh, the misery that resteth upon you, ye that are far astray! Have ye imagined in your hearts that ye possess the power to outstrip Him and His Cause? Far from it! To this He, Himself, the All-Powerful, the Most Exalted, the Most Great, doth testify.</p>\n<p>Soon shall the blasts of His chastisement beat upon you, and the dust of hell enshroud you. Those men who, having amassed the vanities and ornaments of the earth, have turned away disdainfully from God—these have lost both this world and the world to come. Erelong, will God, with the Hand of Power, strip them of their possessions, and divest them of the robe of His bounty. To this they themselves shall soon witness. Thou, too, shalt testify.</p>\n<p>Say: O people! Let not this life and its deceits deceive you, for the world and all that is therein is held firmly in the grasp of His Will. He bestoweth His favor on whom He willeth, and from whom He willeth He taketh it away. He doth whatsoever He chooseth. Had the world been of any worth in His sight, He surely would never have allowed His enemies to possess it, even to the extent of a grain of mustard seed. He hath, however, caused you to be entangled with its affairs, in return for what your hands have wrought in His Cause. This, indeed, is a chastisement which ye, of your own will, have inflicted upon yourselves, could ye but perceive it. Are ye rejoicing in the things which, according to the estimate of God, are contemptible and worthless, things wherewith He proveth the hearts of the doubtful?</p>","Text2":"<p>Gott hat durch Seine Zunge, die die Wahr­heit spricht, auf allen Seinen Tafeln diese Worte bezeugt: »Ich bin Der, der im Abhá-Reiche der Herrlichkeit lebt.«</p>\n<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes! Er sieht von den Höhen dieser erhabenen, dieser heiligen, dieser mächtigen, allüberragenden Stufe alle Dinge. Er hört alle Dinge und verkündet zu dieser Stunde: Selig bist du, o Javád, weil du erreicht hast, was noch kein Mensch vor dir erreicht hat. Ich schwöre bei Ihm, der Ewigen Wahrheit! Du hast die Augen der Bewohner des erhabenen Paradieses erfreut. Das Volk indes ist völlig achtlos. Wollten Wir deine Stufe enthüllen, die Herzen der Menschen würden zutiefst erschüttert, ihre Füße würden straucheln, die Verkörperungen der Prahlsucht wären sprachlos, fielen zu Boden nieder und steckten die Finger der Achtlosigkeit in die Ohren, um nichts hören zu müssen.</p>\n<p>Gräme dich nicht über die, die sich mit den Dingen dieser Welt beschäftigen und Gott, den Größten, vergessen. Bei Ihm, der Ewigen Wahrheit! Der Tag naht, da des Allmächtigen grimmer Zorn sie erfassen wird. Er ist wahrlich der Allgewaltige, der Allüberwinder, der Machtvollste. Er wird die Erde vom Schmutz ihrer Verderbtheit reinigen und wird sie denen unter Seinen Dienern zum Erbe geben, die Ihm nahe sind.</p>\n<p>Sprich: O Menschen! Staub füllt euch den Mund, und Asche verfinstert euch die Augen; denn ihr habt den göttlichen Josef um ein Spottgeld verschachert. O welches Elend lastet auf euch, die ihr vom rechten Wege so weit abgeirrt seid! Habt ihr euch in eueren Herzen eingebildet, ihr hättet die Macht, Ihn und Seine Sache zu übertreffen? Weit gefehlt! Dies bezeugt Er selbst, der Allmächtige, der Erhabenste, der Größte.</p>\n<p>Bald werden euch die Stürme Seiner Züchtigung schlagen, und der Staub der Hölle wird euch einhüllen. Die Menschen, die der Erde Tand und Zierrat angehäuft und sich verächtlich von Gott abgewandt haben, sie haben beides verloren, diese Welt und die kommende. Bald wird Gott ihnen durch die Hand der Macht ihre Besitztümer nehmen und das Gewand Seiner Gaben entziehen. Dies werden sie bald selbst erleben. Auch du wirst es bezeugen.</p>\n<p>Sprich : O ihr Menschen! Laßt euch von diesem Leben und seinem Trug nicht trügen, denn die Welt und alles, was in ihr ist, liegt fest in der Gewalt Seines Willens. Er schenkt Seine Gunst, wem Er will, und Er entzieht sie, wem Er will. Er tut, was Ihm beliebt. Hätte die Welt in Seinen Augen einen Wert, so hätte Er es nie zugelassen, daß Seine Feinde sie besitzen, nicht einmal im Ausmaß eines Senfkorns. Er hat euch jedoch in ihre Angelegenheiten verstrickt sein lassen zum Lohn für das, was euere Hände an Seiner Sache bewirkt haben. Das ist in der Tat eine Züchtigung, die ihr euch nach euerem eigenen Willen zu­gefügt habt – könntet ihr es doch begreifen! Freut ihr euch der Dinge, die nach Gottes Urteil verächtlich und wertlos sind, der Dinge, mit denen Er die Herzen der Zweifler prüft?</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":104,"Roman":"CIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O ye peoples of the world! Know, verily, that an unforeseen calamity is following you, and that grievous retribution awaiteth you. Think not the deeds ye have committed have been blotted from My sight. By My beauty! All your doings hath My Pen graven with open characters upon tablets of chrysolite.</p>","Text2":"<p>O Völker der Welt! Wisset wahrlich, daß unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung euer harrt. Wähnet nicht, was ihr begangen habt, sei vor Meinem Angesicht getilgt. Bei Meiner Schönheit! Alle eure Taten hat Meine Feder mit klaren Lettern auf Tafeln von Chrysolith gemeißelt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":105,"Roman":"CV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O kings of the earth! He Who is the sovereign Lord of all is come. The Kingdom is God’s, the omnipotent Protector, the Self-Subsisting. Worship none but God, and, with radiant hearts, lift up your faces unto your Lord, the Lord of all names. This is a Revelation to which whatever ye possess can never be compared, could ye but know it.</p>\n<p>We see you rejoicing in that which ye have amassed for others and shutting out yourselves from the worlds which naught except My guarded Tablet can reckon. The treasures ye have laid up have drawn you far away from your ultimate objective. This ill beseemeth you, could ye but understand it. Wash your hearts from all earthly defilements, and hasten to enter the Kingdom of your Lord, the Creator of earth and heaven, Who caused the world to tremble and all its peoples to wail, except them that have renounced all things and clung to that which the Hidden Tablet hath ordained.</p>\n<p>This is the Day in which He Who held converse with God hath attained the light of the Ancient of Days, and quaffed the pure waters of reunion from this Cup that hath caused the seas to swell. Say: By the one true God! Sinai is circling round the Dayspring of Revelation, while from the heights of the Kingdom the Voice of the Spirit of God is heard proclaiming: “Bestir yourselves, ye proud ones of the earth, and hasten ye unto Him.” Carmel hath, in this Day, hastened in longing adoration to attain His court, whilst from the heart of Zion there cometh the cry: “The promise is fulfilled. That which had been announced in the holy Writ of God, the most Exalted, the Almighty, the Best-Beloved, is made manifest.”</p>\n<p>O kings of the earth! The Most Great Law hath been revealed in this Spot, this scene of transcendent splendor. Every hidden thing hath been brought to light, by virtue of the Will of the Supreme Ordainer, He Who hath ushered in the Last Hour, through Whom the Moon hath been cleft, and every irrevocable decree expounded.</p>\n<p>Ye are but vassals, O kings of the earth! He Who is the King of Kings hath appeared, arrayed in His most wondrous glory, and is summoning you unto Himself, the Help in Peril, the Self-Subsisting. Take heed lest pride deter you from recognizing the Source of Revelation, lest the things of this world shut you out as by a veil from Him Who is the Creator of heaven. Arise, and serve Him Who is the Desire of all nations, Who hath created you through a word from Him, and ordained you to be, for all time, the emblems of His sovereignty.</p>\n<p>By the righteousness of God! It is not Our wish to lay hands on your kingdoms. Our mission is to seize and possess the hearts of men. Upon them the eyes of Bahá are fastened. To this testifieth the Kingdom of Names, could ye but comprehend it. Whoso followeth his Lord, will renounce the world and all that is therein; how much greater, then, must be the detachment of Him Who holdeth so august a station! Forsake your palaces, and haste ye to gain admittance into His Kingdom. This, indeed, will profit you both in this world and in the next. To this testifieth the Lord of the realm on high, did ye but know it.</p>\n<p>How great the blessedness that awaiteth the king who will arise to aid My Cause in My Kingdom, who will detach himself from all else but Me! Such a king is numbered with the companions of the Crimson Ark—the Ark which God hath prepared for the people of Bahá. All must glorify his name, must reverence his station, and aid him to unlock the cities with the keys of My Name, the omnipotent Protector of all that inhabit the visible and invisible kingdoms. Such a king is the very eye of mankind, the luminous ornament on the brow of creation, the fountain-head of blessings unto the whole world. Offer up, O people of Bahá, your substance, nay your very lives, for his assistance.</p>","Text2":"<p>O Könige der Erde! Er, der souveräne Herr aller, ist gekommen. Das Reich ist Gottes, des allmächtigen Beschützers, des Selbstbestehenden. Betet niemanden an außer Gott, und erhebt euer Angesicht strahlenden Herzens zu eurem Herrn, dem</p>\n<p>Herrn aller Namen. Dies ist eine Offenbarung, mit der niemals vergleichbar ist, was ihr besitzet, o daß ihr es doch wüßtet!</p>\n<p>Wir sehen, wie ihr euch dessen freut, was ihr für andere angesammelt, und euch ausschließt von den Welten, die nichts außer Meiner wohlverwahrten Tafel bewerten kann. Die Schätze, die ihr sammelt, lenken euch weit ab von eurem letzten Ziel. Dies steht euch übel an – könntet ihr es doch verstehen! Reinigt eure Herzen von allem irdischen Schmutz und eilt in das Reich eures Herrn, des Schöpfers von Erde und Himmel, der die Welt erzittern und alle ihre Völker wehklagen ließ, außer jenen, die allem entsagten und sich an das hielten, was die Verborgene Tafel verfügt hat.</p>\n<p>Dies ist der Tag, da Er, der mit Gott Zwiesprache hielt, das Licht des Altehrwürdigen der Tage erlangte und das reine Wasser der Wiedervereinigung aus diesem Kelche trank, der die Meere anschwellen ließ. Sprich: Bei dem einen wahren Gott! Sinai kreist um den Morgen der Offenbarung, während von den Höhen des Königreiches die Stimme des Geistes Gottes vernommen wird, wie sie verkündet: »Machet euch auf, ihr Hochmütigen auf Erden, und eilet zu Ihm!« Karmel eilt an diesem Tage in sehnsüchtiger Anbetung, Seinen Hof zu erreichen, während aus dem Herzen Zions der Ruf ertönt: »Die Verheißung ist erfüllt. Was in der heiligen Schrift Gottes, des Erhabensten, des Allmächtigen, des Höchstgeliebten, angekündigt war, ist offenbar geworden.«</p>\n<p>O Könige der Erde! Das Größte Gesetz ward an diesem Ort, an dieser Stätte höchsten Glanzes, offenbart. Alles Verborgene wurde ans Licht gebracht durch den Willen des höchsten Gesetzgebers, dessen, der die letzte Stunde anbrechen ließ, der den Mond gespalten und jeden unwiderruflichen Ratschluß ausgeführt hat.</p>\n<p>Ihr seid nur Vasallen, o Könige der Erde! Er, der König der Könige, ist erschienen, gekleidet in Seine wunderbarste Herrlichkeit, und lädt euch vor sich, den Helfer in Gefahr, den Selbstbestehenden. Habt acht, daß Hochmut euch nicht abhalte, den Quell der Offenbarung zu erkennen, daß die Dinge dieser Welt euch nicht wie ein Schleier von Ihm, dem Schöpfer des Himmels, trennen. Erhebet euch und dienet Ihm, dem Verlangen aller Völker, der euch durch ein Wort erschaffen und euch für alle Zeit zu Sinnbildern Seiner Souveränität bestimmt hat.</p>\n<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wir haben nicht den Wunsch, Hand an eure Reiche zu legen. Unser Auftrag ist, von den Herzen der Menschen Besitz zu ergreifen. Auf sie sind die Augen Bahás gerichtet. Dies bezeugt das Reich der Namen, könntet ihr es doch verstehen. Wer seinem Herrn folgt, wird der Welt und allem darin entsagen. Wieviel größer muß da die Loslösung dessen sein, der eine so erhabene Stufe innehat! Gebt eure Paläste auf und eilt, Zutritt in Sein Reich zu erlangen. Dies wird euch wahrlich in dieser und der künftigen Welt nützen. Der Herr des Reiches der Höhe bezeugt es, würdet ihr es doch erkennen.</p>\n<p>Welch großer Segen harrt des Königs, der sich erhebt, Meiner Sache in Meinem Reiche beizustehen, und sich von allem loslöst außer von Mir! Ein solcher König zählt zu den Gefährten der Roten Arche – der Arche, die Gott dem Volke Bahás bereitet hat. Alle müssen seinen Namen verherrlichen, seine Stufe ehren und ihm helfen, die Städte aufzuschließen mit den Schlüsseln Meines Namens, der Allmächtige Beschützer, für alle Bewohner der sichtbaren und der unsichtbaren Reiche. Ein solcher König ist das Auge der Menschheit, der leuchtende Schmuck auf der Stirn der Schöpfung, der Brunnquell des Segens für die ganze Welt. O Volk Bahás, opfert eure Habe, ja euer Leben zu seinem Beistand!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":106,"Roman":"CVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The All-Knowing Physician hath His finger on the pulse of mankind. He perceiveth the disease, and prescribeth, in His unerring wisdom, the remedy. Every age hath its own problem, and every soul its particular aspiration. The remedy the world needeth in its present-day afflictions can never be the same as that which a subsequent age may require. Be anxiously concerned with the needs of the age ye live in, and center your deliberations on its exigencies and requirements.</p>\n<p>We can well perceive how the whole human race is encompassed with great, with incalculable afflictions. We see it languishing on its bed of sickness, sore-tried and disillusioned. They that are intoxicated by self-conceit have interposed themselves between it and the Divine and infallible Physician. Witness how they have entangled all men, themselves included, in the mesh of their devices. They can neither discover the cause of the disease, nor have they any knowledge of the remedy. They have conceived the straight to be crooked, and have imagined their friend an enemy.</p>\n<p>Incline your ears to the sweet melody of this Prisoner. Arise, and lift up your voices, that haply they that are fast asleep may be awakened. Say: O ye who are as dead! The Hand of Divine bounty proffereth unto you the Water of Life. Hasten and drink your fill. Whoso hath been reborn in this Day, shall never die; whoso remaineth dead, shall never live.</p>","Text2":"<p>Der allwissende Arzt legt Seinen Finger an den Puls der Menschheit. Er erkennt die Krankheit und verschreibt in Seiner unfehl­baren Weisheit die Arznei. Jede Zeit hat ihr eigenes Problem, jede Seele ihre besondere Sehnsucht. Das Heilmittel, dessen die Welt in ihren heutigen Nöten bedarf, kann nicht das gleiche sein, das ein späteres Zeitalter erfordern mag. Befaßt euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse.</p>\n<p>Wir nehmen sehr wohl wahr, wie das ganze Menschengeschlecht von großen, unberechenbaren Drangsalen umgeben ist. Wir sehen es auf seinem Krankenlager dahinsiechen, schwer geprüft und enttäuscht. Jene, die von Eigendünkel trunken sind, haben sich zwischen die Menschen und den göttlichen, unfehlbaren Arzt gedrängt. Sieh, wie sie alle Menschen, sich selbst eingeschlossen, in das Netzwerk ihrer List verstrickt haben. Sie können weder die Ursache der Krankheit erkennen noch haben sie die geringste Kenntnis von der Arznei. Sie halten das Gerade für krumm und wähnen, ihr Freund sei ihr Feind.</p>\n<p>Neigt euer Ohr der süßen Weise dieses Gefangenen. Steht auf und erhebt eure Stimme, auf daß die tief Schlafen­den wach werden. Sprecht: O ihr, die ihr wie tot seid! Die Hand göttlicher Güte reicht euch das Wasser des Lebens. Eilt herzu und trinkt euch satt! Wer an diesem Tage wiedergeboren wird, soll niemals sterben; wer tot bleibt, soll niemals leben.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":107,"Roman":"CVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>He Who is your Lord, the All-Merciful, cherisheth in His heart the desire of beholding the entire human race as one soul and one body. Haste ye to win your share of God’s good grace and mercy in this Day that eclipseth all other created Days. How great the felicity that awaiteth the man that forsaketh all he hath in a desire to obtain the things of God! Such a man, We testify, is among God’s blessed ones.</p>","Text2":"<p>Er, der euer Herr ist, der Allerbarmer, hegt in Seinem Herzen die Sehnsucht, das ganze Menschengeschlecht als eine Seele und einen Leib zu sehen. Eilt, euren Anteil an Gottes Gunst und Gnade zu erlangen an diesem Tage, der alle erschaffenen Tage in den Schatten stellt. Welch große Glückseligkeit harrt des Menschen, der all seine Habe aufgibt aus Sehnsucht, die Gaben Gottes zu erlangen! Ein solcher Mensch, Wir bezeugen es, gehört zu Gottes Seligen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":108,"Roman":"CVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>We have a fixed time for you, O peoples. If ye fail, at the appointed hour, to turn towards God, He, verily, will lay violent hold on you, and will cause grievous afflictions to assail you from every direction. How severe, indeed, is the chastisement with which your Lord will then chastise you!</p>","Text2":"<p>Wir haben euch eine Frist gesetzt, o Völker! Wenn ihr versäumt, euch bis zur festgesetzten Stunde Gott zuzuwenden, wird Er wahrlich gewaltig Hand an euch legen und schwere Leiden von allen Seiten über euch kommen lassen. Wie streng ist fürwahr die Züchtigung, mit der euer Herr euch dann züchtigen wird!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":109,"Roman":"CIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Kamál! The heights which, through the most gracious favor of God, mortal man can attain, in this Day, are as yet unrevealed to his sight. The world of being hath never had, nor doth it yet possess the capacity for such a revelation. The day, however, is approaching when the potentialities of so great a favor will, by virtue of His behest, be manifested unto men. Though the forces of the nations be arrayed against Him, though the kings of the earth be leagued to undermine His Cause, the power of His might shall stand unshaken. He, verily, speaketh the truth, and summoneth all mankind to the way of Him Who is the Incomparable, the All-Knowing.</p>\n<p>All men have been created to carry forward an ever-advancing civilization. The Almighty beareth Me witness: To act like the beasts of the field is unworthy of man. Those virtues that befit his dignity are forbearance, mercy, compassion and loving-kindness towards all the peoples and kindreds of the earth. Say: O friends! Drink your fill from this crystal stream that floweth through the heavenly grace of Him Who is the Lord of Names. Let others partake of its waters in My name, that the leaders of men in every land may fully recognize the purpose for which the Eternal Truth hath been revealed, and the reason for which they themselves have been created.</p>","Text2":"<p>O Kamál! Die Höhen, die der sterbliche Mensch durch Gottes gnädigste Gunst an diesem Tage erreichen kann, sind seinem Blick bis jetzt noch nicht enthüllt. Die Welt des Seins hat noch nie die Aufnahmefähigkeit für eine solche Offenbarung gehabt und besitzt sie auch jetzt nicht. Doch naht der Tag, da die Möglichkeiten einer so großen Gunst kraft Seines Befehls den Menschen kundgetan werden. Selbst wenn die Streitkräfte der Nationen gegen Ihn zu Felde zögen, selbst wenn die Könige der Erde sich verbündeten, Seine Sache zu vernichten, bliebe die Kraft Seiner Macht den­noch unerschüttert. Er, wahrlich, spricht die Wahrheit und ruft die ganze Menschheit auf den Weg zu Ihm, dem Unvergleichlichen, dem Allwissenden.</p>\n<p>Der Mensch wurde erschaffen, eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen. Der Allmächtige bezeugt Mir: Wie die Tiere auf dem Felde zu leben, ist des Menschen unwürdig. Die Tugenden, die seiner Würde anstehen, sind Geduld, Erbarmen, Mitleid und Güte für alle Völker und Geschlechter der Erde. Sprich: O Freunde! Trinkt euch satt aus diesem kristallklaren Strom, der durch die himmlische Gnade dessen dahinfließt, der der Herr aller Namen ist. Laßt in Meinem Namen andere an seinen Wassern teilhaben, damit die Führer der Menschen in allen Landen klar erkennen, aus welchem Grund die Ewige Wahrheit offen­bart ist und warum sie selbst erschaffen wurden.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":110,"Roman":"CX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Great Being saith: O ye children of men! The fundamental purpose animating the Faith of God and His Religion is to safeguard the interests and promote the unity of the human race, and to foster the spirit of love and fellowship amongst men. Suffer it not to become a source of dissension and discord, of hate and enmity. This is the straight Path, the fixed and immovable foundation. Whatsoever is raised on this foundation, the changes and chances of the world can never impair its strength, nor will the revolution of countless centuries undermine its structure. Our hope is that the world’s religious leaders and the rulers thereof will unitedly arise for the reformation of this age and the rehabilitation of its fortunes. Let them, after meditating on its needs, take counsel together and, through anxious and full deliberation, administer to a diseased and sorely-afflicted world the remedy it requireth.… It is incumbent upon them who are in authority to exercise moderation in all things. Whatsoever passeth beyond the limits of moderation will cease to exert a beneficial influence. Consider for instance such things as liberty, civilization and the like. However much men of understanding may favorably regard them, they will, if carried to excess, exercise a pernicious influence upon men.… Please God, the peoples of the world may be led, as the result of the high endeavors exerted by their rulers and the wise and learned amongst men, to recognize their best interests. How long will humanity persist in its waywardness? How long will injustice continue? How long is chaos and confusion to reign amongst men? How long will discord agitate the face of society?… The winds of despair are, alas, blowing from every direction, and the strife that divideth and afflicteth the human race is daily increasing. The signs of impending convulsions and chaos can now be discerned, inasmuch as the prevailing order appeareth to be lamentably defective. I beseech God, exalted be His glory, that He may graciously awaken the peoples of the earth, may grant that the end of their conduct may be profitable unto them, and aid them to accomplish that which beseemeth their station.</p>","Text2":"<p>Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der gerade Pfad, die feste, unverrückbare Grundlage. Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben. Unsere Hoffnung ist, daß sich die religiösen Führer der Welt und ihre Herrscher vereint für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die Wiederherstellung seiner Wohlfahrt erheben werden. Laßt sie, nachdem sie über seine Nöte nachgedacht haben, zusammen beraten und nach sorgsamer, reiflicher Überlegung einer kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel darreichen, dessen sie bedarf... Die an der Macht sind, haben die Pflicht, Mäßigung in allen Dingen zu üben. Was die Grenzen der Mäßigung überschreitet, hört auf, wohltätigen Einfluß auszuüben. Betrachtet zum Beispiel Gegenstände wie Freiheit, Zivilisation und dergleichen. Wie wohlgefällig verständige Menschen sie auch immer betrachten mögen, ins Übermaß gesteigert, werden sie verderblichen Einfluß auf die Menschen haben... So Gott will, werden die Völker der Welt als Ergebnis der hohen Bestrebungen ihrer Herrscher sowie der Weisen und Gelehrten unter den Menschen dahin geführt werden, ihr wahres Wohl zu erkennen. Wie lange wird die Menschheit in ihrem Eigensinn verharren? Wie lange wird das Unrecht fortbestehen? Wie lange sollen Chaos und Verwirrung unter den Menschen herrschen? Wie lange wird Zwietracht das Antlitz der Gesellschaft zerwühlen? Ach, die Winde der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. Ich flehe zu Gott, gepriesen sei Seine Herrlichkeit, Er möge die Völker der Erde gnädig erwecken, möge ihnen gewähren, daß das Ergebnis ihres Verhaltens nutzbringend für sie sei, und ihnen helfen, das zu vollbringen, was ihrer Stufe würdig ist.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":111,"Roman":"CXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O contending peoples and kindreds of the earth! Set your faces towards unity, and let the radiance of its light shine upon you. Gather ye together, and for the sake of God resolve to root out whatever is the source of contention amongst you. Then will the effulgence of the world’s great Luminary envelop the whole earth, and its inhabitants become the citizens of one city, and the occupants of one and the same throne. This wronged One hath, ever since the early days of His life, cherished none other desire but this, and will continue to entertain no wish except this wish. There can be no doubt whatever that the peoples of the world, of whatever race or religion, derive their inspiration from one heavenly Source, and are the subjects of one God. The difference between the ordinances under which they abide should be attributed to the varying requirements and exigencies of the age in which they were revealed. All of them, except a few which are the outcome of human perversity, were ordained of God, and are a reflection of His Will and Purpose. Arise and, armed with the power of faith, shatter to pieces the gods of your vain imaginings, the sowers of dissension amongst you. Cleave unto that which draweth you together and uniteth you. This, verily, is the most exalted Word which the Mother Book hath sent down and revealed unto you. To this beareth witness the Tongue of Grandeur from His habitation of glory.</p>","Text2":"<p>O ihr streitenden Völker und Geschlechter der Erde! Richtet euer Angesicht auf die Einheit und laßt den Glanz ihres Lichtes auf euch scheinen. Versammelt euch und beschließt um Gottes willen, alles zu tilgen, was zum Streit unter euch führt. Dann werden die Strahlen dieser erhabenen Sonne die ganze Erde umhüllen. Ihre Bewohner werden zu Bürgern einer Stadt werden und auf demselben Thron sitzen. Dieser Unterdrückte hatte seit den frühen Tagen Seines Lebens kein anderes Verlangen als dieses und wird auch weiterhin kei­nen anderen Wunsch hegen. Ohne Zweifel verdanken die Völker der Welt, welcher Rasse oder Religion sie auch angehören, ihre Erleuchtung derselben himmlischen Quelle. Sie sind einem einzigen Gott untertan. Unterschiede der Regeln und Riten, denen sie folgen, müssen den wechselnden Erfordernissen und Bedürfnissen der Zeitalter zuge­schrieben werden, in denen sie offenbart wurden. Alle bis auf wenige, die aus menschlichen Launen entstanden, wurden von Gott verfügt und sind eine Widerspiegelung Seines Willens und Zieles. Erhebt euch und schlagt, bewaffnet mit der Kraft des Glaubens, die Götzen eures leeren Wahns in Stücke, die Zwietracht unter euch säen. Haltet euch an das, was euch zusammenführt und eint. Dies ist wahrlich das erhabenste Wort, das vom Mutterbuch herabgesandt und euch offenbart ward. So bezeugt es die Zunge der Größe an ihrer Stätte der Herrlichkeit.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":112,"Roman":"CXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Behold the disturbances which, for many a long year, have afflicted the earth, and the perturbation that hath seized its peoples. It hath either been ravaged by war, or tormented by sudden and unforeseen calamities. Though the world is encompassed with misery and distress, yet no man hath paused to reflect what the cause or source of that may be. Whenever the True Counselor uttered a word in admonishment, lo, they all denounced Him as a mover of mischief and rejected His claim. How bewildering, how confusing is such behavior! No two men can be found who may be said to be outwardly and inwardly united. The evidences of discord and malice are apparent everywhere, though all were made for harmony and union. The Great Being saith: O well-beloved ones! The tabernacle of unity hath been raised; regard ye not one another as strangers. Ye are the fruits of one tree, and the leaves of one branch. We cherish the hope that the light of justice may shine upon the world and sanctify it from tyranny. If the rulers and kings of the earth, the symbols of the power of God, exalted be His glory, arise and resolve to dedicate themselves to whatever will promote the highest interests of the whole of humanity, the reign of justice will assuredly be established amongst the children of men, and the effulgence of its light will envelop the whole earth. The Great Being saith: The structure of world stability and order hath been reared upon, and will continue to be sustained by, the twin pillars of reward and punishment.… In another passage He hath written: Take heed, O concourse of the rulers of the world! There is no force on earth that can equal in its conquering power the force of justice and wisdom.… Blessed is the king who marcheth with the ensign of wisdom unfurled before him, and the battalions of justice massed in his rear. He verily is the ornament that adorneth the brow of peace and the countenance of security. There can be no doubt whatever that if the daystar of justice, which the clouds of tyranny have obscured, were to shed its light upon men, the face of the earth would be completely transformed.</p>","Text2":"<p>Seht den Aufruhr, der die Welt seit vielen langen Jahren heimsucht, und die Verwir­rung, die ihre Völker ergriffen hat. Entweder ist sie durch Krieg verwüstet oder von plötzlichem, unerwartetem Unheil gepeinigt worden. Obwohl Not und Elend die Welt umhüllen, hat doch kein Mensch innegehalten und darüber nachgedacht, was der Grund und Ursprung sei. Wann immer der Wahre Ratgeber ein Mahnwort sprach, siehe, da beschuldigten Ihn alle, Er sei ein Unheilstifter, und wiesen Seinen Anspruch zurück. Wie bestürzend, wie verwirrend ist ihr Verhalten! Keine zwei Menschen sind zu finden, von denen man sagen könnte, daß sie äußerlich und innerlich einig seien. Überall sind die Zeichen des Zwiespalts und der Bosheit sichtbar, obwohl alle zu Harmonie und Einigkeit erschaffen wurden. Das Erhabene Wesen spricht: O ihr Vielgeliebten! Das Heiligtum der Einheit ist errichtet; betrachtet einander nicht als Fremde. Ihr seid die Früchte eines Baumes, die Blätter eines Zweiges. Wir hegen die Hoffnung, daß das Licht der Gerechtigkeit über die Welt scheine und sie von aller Tyrannei heilige. Wenn die Herrscher und Könige der Erde, die Sinnbilder der Macht Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – sich erheben und beschließen, sich dem zu weihen, was das höchste Wohl der ganzen Menschheit fördert, dann wird die Herrschaft der Gerechtigkeit sicherlich unter den Menschenkindern errichtet, und ihre Lichtstrahlen werden die ganze Erde umhüllen. Das Erhabene Wesen spricht: Das Bauwerk der Beständigkeit und Ordnung dieser Welt ist auf den beiden Pfeilern von Lohn und Strafe errichtet und wird weiterhin von ihnen getragen werden... An anderer Stelle hat Er geschrieben: Hüte dich, o Schar der Herrscher in der Welt! Es gibt keine Macht auf Erden, die an sieghafter Gewalt der Macht der Gerechtigkeit und Weisheit gleichkäme... Selig der König, der das Banner der Weisheit vor sich entfaltet und voranschreitet, die Heere der Gerechtigkeit hinter sich scharend. Er ist wahrlich der Schmuck, der die Stirn des Friedens und das Antlitz der Sicherheit ziert. Zweifellos würde das Antlitz der Erde völlig verwandelt, wenn die von den Wolken der Tyrannei verdunkelte Sonne der Gerechtigkeit ihr Licht über die Menschen ergösse.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":113,"Roman":"CXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Dost thou imagine, O Minister of the Sháh in the City (Constantinople), that I hold within My grasp the ultimate destiny of the Cause of God? Thinkest thou that My imprisonment, or the shame I have been made to suffer, or even My death and utter annihilation, can deflect its course? Wretched is what thou hast imagined in thine heart! Thou art indeed of them that walk after the vain imaginings which their hearts devise. No God is there but Him. Powerful is He to manifest His Cause, and to exalt His testimony, and to establish whatsoever is His Will, and to elevate it to so eminent a position that neither thine own hands, nor the hands of them that have turned away from Him, can ever touch or harm it.</p>\n<p>Dost thou believe thou hast the power to frustrate His Will, to hinder Him from executing His judgment, or to deter Him from exercising His sovereignty? Pretendest thou that aught in the heavens or in the earth can resist His Faith? No, by Him Who is the Eternal Truth! Nothing whatsoever in the whole of creation can thwart His Purpose. Cast away, therefore, the mere conceit thou dost follow, for mere conceit can never take the place of truth. Be thou of them that have truly repented and returned to God, the God Who hath created thee, Who hath nourished thee, and made thee a minister among them that profess thy faith.</p>\n<p>Know thou, moreover, that He it is Who hath, by His own behest, created all that is in the heavens and all that is on the earth. How can, then, the thing that hath been created at His bidding prevail against Him? High is God exalted above what ye imagine about Him, ye people of malice! If this Cause be of God, no man can prevail against it; and if it be not of God, the divines amongst you, and they that follow their corrupt desires and such as have rebelled against Him will surely suffice to overpower it.</p>\n<p>Hast thou not heard what a man of the family of Pharaoh, a believer, hath said of old, and which God recounted unto His Apostle, Whom He hath chosen above all human beings, and entrusted with His Message, and made the source of His mercy unto all them that dwell on earth? He said, and He, verily, speaketh the truth: “Will ye slay a man because he saith my Lord is God, when he hath already come to you with proofs of his mission? And if he be a liar, on him will be his lie, but if he be a man of truth, part at least of what he threateneth will fall upon you.” This is what God hath revealed unto His Well-Beloved One, in His unerring Book.</p>\n<p>And yet, ye have failed to incline your ears unto His bidding, have disregarded His law, have rejected His counsel as recorded in His Book, and have been of them that have strayed far from Him. How many those who, every year, and every month, have because of you been put to death! How manifold the injustices ye have perpetrated—injustices the like of which the eye of creation hath not seen, which no chronicler hath ever recorded! How numerous the babes and sucklings who were made orphans, and the fathers who lost their sons, because of your cruelty, O ye unjust doers! How oft hath a sister pined away and mourned over her brother, and how oft hath a wife lamented after her husband and sole sustainer!</p>\n<p>Your iniquity waxed greater and greater until ye slew Him Who had never taken His eyes away from the face of God, the Most Exalted, the Most Great. Would that ye had put Him to death after the manner men are wont to put one another to death! Ye slew Him, however, in such circumstances as no man hath ever witnessed. The heavens wept sore over Him, and the souls of them who are nigh unto God cried out for His affliction. Was He not a Scion of your Prophet’s ancient House? Had not His fame as a direct descendant of the Apostle been spread abroad amongst you? Why, then, did ye inflict upon Him what no man, however far ye may look back, hath inflicted upon another? By God! The eye of creation hath never beheld your like. Ye slay Him Who is a Scion of your Prophet’s House, and rejoice and make merry while seated on your seats of honor! Ye utter your imprecations against them who were before you, and who have perpetrated what ye have perpetrated, and remain yourselves all the time unaware of your enormities!</p>\n<p>Be fair in your judgment. Did they whom you curse, upon whom ye invoke evil, act differently from yourselves? Have they not slain the descendant of their Prophet as ye have slain the descendant of your own? Is not your conduct similar to their conduct? Wherefore, then, claim ye to be different from them, O ye sowers of dissension amongst men?</p>\n<p>And when ye took away His life, one of His followers arose to avenge His death. He was unknown of men, and the design he had conceived was unnoticed by anyone. Eventually he committed what had been preordained. It behooveth you, therefore, to attach blame to no one except to yourselves, for the things ye have committed, if ye but judge fairly. Who is there on the whole earth who hath done what ye have done? None, by Him Who is the Lord of all worlds!</p>\n<p>All the rulers and kings of the earth honor and revere the descendants of their Prophets and holy men, could ye but perceive it. Ye, on the other hand, are responsible for such acts as no man hath, at any time, performed. Your misdeeds have caused every understanding heart to be consumed with grief. And yet, ye have remained sunk in your heedlessness, and failed to realize the wickedness of your actions.</p>\n<p>Ye have persisted in your waywardness until ye rose up against Us, though We had committed nothing to justify your enmity. Fear ye not God Who hath created you, and fashioned you, and caused you to attain your strength, and joined you with them that have resigned themselves to Him (Muslims)? How long will ye persist in your waywardness? How long will ye refuse to reflect? How long ere ye shake off your slumber and are roused from your heedlessness? How long will ye remain unaware of the truth?</p>\n<p>Ponder in thine heart. Did ye, notwithstanding your behavior and the things your hands have wrought, succeed in quenching the fire of God or in putting out the light of His Revelation—a light that hath enveloped with its brightness them that are immersed in the billowing oceans of immortality, and hath attracted the souls of such as truly believe in and uphold His unity? Know ye not that the Hand of God is over your hands, that His irrevocable Decree transcendeth all your devices, that He is supreme over His servants, that He is equal to His Purpose, that He doth what He wisheth, that He shall not be asked of whatever He willeth, that He ordaineth what He pleaseth, that He is the Most Powerful, the Almighty? If ye believe this to be the truth, wherefore, then, will ye not cease from troubling and be at peace with yourselves?</p>\n<p>Ye perpetrate every day a fresh injustice, and treat Me as ye treated Me in times past, though I never attempted to meddle with your affairs. At no time have I opposed you, neither have I rebelled against your laws. Behold how ye have, at the last, made Me a prisoner in this far-off land! Know for a certainty, however, that whatever your hands or the hands of the infidels have wrought will never, as they never did of old, change the Cause of God or alter His ways.</p>\n<p>Give heed to My warning, ye people of Persia! If I be slain at your hands, God will assuredly raise up one who will fill the seat made vacant through My death, for such is God’s method carried into effect of old, and no change can ye find in God’s method of dealing. Seek ye to put out God’s light that shineth upon His earth? Averse is God from what ye desire. He shall perfect His light, albeit ye abhor it in the secret of your hearts.</p>\n<p>Pause for but a little while and reflect, O Minister, and be fair in thy judgment. What is it that We have committed that could justify thee in having slandered Us unto the King’s Ministers, in following thy desires, in perverting the truth, and in uttering thy calumnies against Us? We have never met each other except when We met thee in thy father’s house, in the days when the martyrdom of Imám Husayn was being commemorated. On those occasions no one could have the chance of making known to others his views and beliefs in conversation or in discourse. Thou wilt bear witness to the truth of My words, if thou be of the truthful. I have frequented no other gatherings in which thou couldst have learned My mind or in which any other could have done so. How, then, didst thou pronounce thy verdict against Me, when thou hadst not heard My testimony from Mine own lips? Hast thou not heard what God, exalted be His glory, hath said: “Say not to every one who meeteth you with a greeting, ‘Thou art not a believer’.” “Thrust not away those who cry to their Lord at morn and even, craving to behold His face.” Thou hast indeed forsaken what the Book of God hath prescribed, and yet thou deemest thyself to be a believer!</p>\n<p>Despite what thou hast done I entertain—and to this God is My witness—no ill-will against thee, nor against anyone, though from thee and others We receive such hurt as no believer in the unity of God can sustain. My cause is in the hand of none except God, and My trust is in no one else but Him. Erelong shall your days pass away, as shall pass away the days of those who now, with flagrant pride, vaunt themselves over their neighbor. Soon shall ye be gathered together in the presence of God, and shall be asked of your doings, and shall be repaid for what your hands have wrought, and wretched the abode of the wicked doers!</p>\n<p>By God! Wert thou to realize what thou hast done, thou wouldst surely weep sore over thyself, and wouldst flee for refuge to God, and wouldst pine away and mourn all the days of thy life, till God will have forgiven thee, for He, verily, is the Most Generous, the All-Bountiful. Thou wilt, however, persist, till the hour of thy death, in thy heedlessness, inasmuch as thou hast, with all thine heart, thy soul and inmost being, busied thyself with the vanities of the world. Thou shalt, after thy departure, discover what We have revealed unto thee, and shalt find all thy doings recorded in the Book wherein the works of all them that dwell on earth, be they greater or less than the weight of an atom, are noted down. Heed, therefore, My counsel, and hearken thou, with the hearing of thine heart, unto My speech, and be not careless of My words, nor be of them that reject My truth. Glory not in the things that have been given thee. Set before thine eyes what hath been revealed in the Book of God, the Help in Peril, the All-Glorious: “And when they had forgotten their warnings, We set open to them the gates of all things,” even as We did set open to thee and to thy like the gates of this earth and the ornaments thereof. Wait thou, therefore, for what hath been promised in the latter part of this holy verse, for this is a promise from Him Who is the Almighty, the All-Wise—a promise that will not prove untrue.</p>\n<p>I know not the path ye have chosen and which ye tread, O congregation of My ill-wishers! We summon you to God, We remind you of His Day, We announce unto you tidings of your reunion with Him, We draw you nigh unto His court, and send down upon you tokens of His wondrous wisdom, and yet lo, behold how ye reject Us, how ye condemn Us, through the things which your lying mouths have uttered, as an infidel, how ye devise your devices against Us! And when We manifest unto you what God hath, through His bountiful favor, bestowed upon Us, ye say, “It is but plain magic.” The same words were spoken by the generations that were before you and were what you are, did ye but perceive it. Ye have thereby deprived yourselves of the bounty of God and of His grace, and shall never obtain them till the day when God will have judged between Us and you, and He, verily, is the best of Judges.</p>\n<p>Certain ones among you have said: “He it is Who hath laid claim to be God.” By God! This is a gross calumny. I am but a servant of God Who hath believed in Him and in His signs, and in His Prophets and in His angels. My tongue, and My heart, and My inner and My outer being testify that there is no God but Him, that all others have been created by His behest, and been fashioned through the operation of His Will. There is none other God but Him, the Creator, the Raiser from the dead, the Quickener, the Slayer. I am He that telleth abroad the favors with which God hath, through His bounty, favored Me. If this be My transgression, then I am truly the first of the transgressors. I and My kindred are at your mercy. Do ye as ye please, and be not of them that hesitate, that I might return to God My Lord, and reach the place where I can no longer behold your faces. This, indeed, is My dearest wish, My most ardent desire. Of My state God is, verily, sufficiently informed, observant.</p>\n<p>Imagine thyself to be under the eye of God, O Minister! If thou seest Him not, He, in truth, clearly seeth thee. Observe, and judge fairly Our Cause. What is it that We have committed that could have induced thee to rise up against Us, and to slander Us to the people, if thou be of them who are just? We departed out of Tihrán, at the bidding of the King, and, by his leave, transferred Our residence to ‘Iráq. If I had transgressed against him, why, then, did he release Me? And if I were innocent of guilt, wherefore did ye afflict Us with such tribulation as none among them that profess your faith hath suffered? Hath any of Mine acts, after Mine arrival in ‘Iráq, been such as to subvert the authority of the government? Who is it that can be said to have detected any thing reprehensible in Our behavior? Enquire for thyself of its people, that thou mayest be of them who have discerned the truth.</p>\n<p>For eleven years We dwelt in that land, until the Minister representing thy government arrived, whose name Our pen is loath to mention, who was given to wine, who followed his lusts, and committed wickedness, and was corrupt and corrupted ‘Iráq. To this will bear witness most of the inhabitants of Baghdád, wert thou to inquire of them, and be of such as seek the truth. He it was who wrongfully seized the substance of his fellowmen, who forsook all the commandments of God, and perpetrated whatever God had forbidden. Eventually, he, following his desires, rose up against Us, and walked in the ways of the unjust. He accused Us, in his letter to thee, and thou didst believe him and followed in his way, without seeking any proof or trustworthy evidence from him. Thou didst ask for no explanation, nor didst thou attempt either to investigate or ascertain the matter, that the truth might be distinguished from falsehood in thy sight, and that thou mightest be clear in thy discernment. Find out for thyself the sort of man he was by asking those Ministers who were, at that time, in ‘Iráq, as well as the Governor of the City (Baghdád) and its high Counselor, that the truth may be revealed to thee, and that thou mayest be of the well-informed.</p>\n<p>God is Our witness! We have, under no circumstances, opposed either him, or others. We observed, under all conditions, the precepts of God, and were never one of those that wrought disorders. To this he himself doth testify. His intention was to lay hold on Us, and send Us back to Persia, that he might thereby exalt his fame and reputation. Thou hast committed the same crime, and for the self-same purpose. Ye both are of equal grade in the sight of God, the sovereign Lord of all, the All-Knowing.</p>\n<p>It is not Our purpose in addressing to thee these words to lighten the burden of Our woe, or to induce thee to intercede for Us with anyone. No, by Him Who is the Lord of all worlds! We have set forth the whole matter before thee, that perchance thou might realize what thou hast done, might desist from inflicting on others the hurt thou hast inflicted on Us, and might be of them that have truly repented to God, Who created thee and created all things, and might act with discernment in the future. Better is this for thee than all thou dost possess, than thy ministry whose days are numbered.</p>\n<p>Beware lest thou be led to connive at injustice. Set thy heart firmly upon justice, and alter not the Cause of God, and be of them whose eyes are directed towards the things that have been revealed in His Book. Follow not, under any condition, the promptings of thine evil desires. Keep thou the law of God, thy Lord, the Beneficent, the Ancient of Days. Thou shalt most certainly return to dust, and shalt perish like all the things in which thou takest delight. This is what the Tongue of truth and glory hath spoken.</p>\n<p>Rememberest thou not God’s warning uttered in times past, that thou mayest be of them that heed His warning? He said, and He, verily, speaketh the truth: “From it (earth) have We created you, and unto it will We return you, and out of it will We bring you forth a second time.” This is what God ordained unto all them that dwell on earth, be they high or low. It behooveth not, therefore, him who was created from dust, who will return unto it, and will again be brought forth out of it, to swell with pride before God, and before His loved ones, to proudly scorn them, and be filled with disdainful arrogance. Nay, rather it behooveth thee and those like thee to submit yourselves to them Who are the Manifestations of the unity of God, and to defer humbly to the faithful, who have forsaken their all for the sake of God, and have detached themselves from the things which engross men’s attention, and lead them astray from the path of God, the All-Glorious, the All-Praised. Thus do We send down upon you that which shall profit you and profit them that have placed their whole trust and confidence in their Lord.</p>","Text2":"<p>Bildest du dir ein, o Gesandter des Sháh in der Stadt1, Ich hätte das endgültige Schicksal der Sache Gottes in der Hand? Denkst du, Meine Gefangenschaft oder die Schmach, die Ich erdulde, oder selbst Mein Tod und Meine völlige Vernichtung könnten ihren Lauf ändern? Erbärmlich ist, was du dir in deinem Herzen einbildest! Du gehörst wahrlich zu denen, die dem leeren Wahn ihres Herzens folgen. Es ist kein Gott außer Ihm. Mächtig, ist Er, Seine Sache zu offenbaren, Sein Zeugnis zu erhöhen, aufzurichten, was immer Sein Wille ist, und es zu einem so erhabenen Rang emporzuheben, daß weder deine Hände noch die Hände derer, die sich von Ihm abgewandt haben, es je berühren oder schädigen können.</p>\n<p>[1. Konstantinopel]</p>\n<p>Glaubst du, du hättest die Macht, Seinen Willen zu durchkreuzen, Ihn zu hindern, Sein Gericht zu vollziehen, oder Ihn davon abzuhalten, Seine Herrschaft auszuüben? Meinst du, irgend etwas in den Himmeln und auf Erden könne Seinem Glauben widerstehen? Nein, bei Ihm, der die Ewige Wahrheit ist! Nichts in der ganzen Schöpfung kann Seine Absicht vereiteln, wirf darum den leeren Trug, dem du folgst, hinweg, denn leerer Trug kann niemals die Wahrheit ersetzen. Gehöre zu denen, die wahrhaft bereuen und zu Gott zurückkehren, dem Gott, der dich erschaffen, dich ernährt und dich zum Amtsträger gemacht hat unter denen, die deinen Glauben bekennen.</p>\n<p>Wisse ferner, daß Er es ist, der durch Seinen eigenen Befehl alles erschaffen hat, was in den Himmeln und auf Erden ist. Wie kann sich da ein Ding, das durch Sein Gebot erschaffen ist, gegen Ihn durchsetzen? Hoch erhaben ist Gott über das, was ihr euch von Ihm vorstellt, ihr Volk der Bosheit. Wenn diese Sache von Gott ist, kommt kein Mensch gegen sie auf, und wenn sie nicht von Gott ist, werden die Geistlichen unter euch und die, die ihren Lastern und Begierden folgen, und jene, die sich gegen Ihn aufleh­nen, zweifellos hinreichen, sie zu überwältigen.</p>\n<p>Hast du nicht gehört, was ehedem ein Mann aus der Familie des Pharao, ein Glaubender, sagte, und was Gott Seinem Gesandten berichtete, den Er vor allen menschlichen Wesen auserwählt, mit Seiner Botschaft betraut und zum Quell Seiner Barmherzigkeit gemacht hat für alle, die auf Erden wohnen? Er sagte, und Er, wahrlich, spricht die Wahrheit: »Wollt ihr einen Menschen erschlagen, weil er sagt: Mein Herr ist Gott, wenn er schon mit Beweisen sei­ner Sendung vor euch steht? Wenn er ein Lügner ist, wird seine Lüge auf ihn zurückfallen; aber wenn er wahrhaftig ist, wird zumindest ein Teil dessen, was er androht, über euch kommen.«1 Dies ist es, was Gott Seinem Vielgeliebten in Seinem untrüglichen Buche offenbart hat.</p>\n<p>[1. Qur’án 40:29]</p>\n<p>Und doch habt ihr versäumt, auf Sein Gebot zu hören, habt Sein Gesetz mißachtet, habt Seinen Rat, wie er in Seinem Buche verzeichnet ist, verworfen und gehört zu denen, die weit von Ihm abgeirrt sind. Wieviele sind euretwegen jedes Jahr und jeden Monat getötet worden! Wie vielfältig ist das Unrecht, das ihr begangen habt – Unrecht, desgleichen das Auge der Schöpfung nie gesehen, kein Geschichtsschreiber je verzeichnet hat! Wieviele Kinder und Säuglinge wurden zu Waisen gemacht, wieviele Väter verloren ihre Söhne durch euere Grausamkeit, o ihr Übeltäter! Wie oft hat eine Schwester, von Gram verzehrt, um ihren Bruder getrauert! Wie oft hat ein Weib um den Gatten und einzigen Ernährer geklagt!</p>\n<p>Euer Unrecht wuchs und wuchs, bis ihr Ihn erschluget, der Seine Augen nie vom Antlitz Gottes, des Erhabensten, des Größten, abgewendet hat. Hättet ihr Ihn nur umge­bracht, wie Menschen einander umzubringen pflegen! Ihr aber habt Ihn unter solchen Umständen erschlagen, wie kein Mensch sie je erlebt hat. Die Himmel haben Ihn bitter beweint, und die Seelen derer, die Gott nahe sind, klagten über Sein Leid. War Er nicht ein Sproß aus dem ehrwürdigen Geschlecht eueres Propheten? War nicht Sein Ruhm als eines direkten Nachkommen des Gottgesandten weit ver­breitet unter euch? Warum habt ihr Ihm dann zugefügt, was kein Mensch, wie weit ihr auch zurückdenket, je einem anderen zugefügt hat? Bei Gott – das Auge der Schöp­fung hat nie euresgleichen gesehen! Ihr erschlaget Ihn, den Sproß aus dem Hause eueres Propheten, und freuet euch und sitzt behaglich auf eueren Ehrensitzen! Ihr sprecht euere Verwünschungen gegen die aus, die vor euch waren und begangen haben, was ihr begangen habt, und die gan­ze Zeit seid ihr euerer eigenen Greuel nicht gewahr!</p>\n<p>Seid gerecht in eurem Urteil! Haben die, die ihr verdammt und auf die ihr Unheil herabruft, anders gehandelt als ihr selbst? Haben sie nicht den Nachkommen ihres Propheten erschlagen, wie ihr den Nachkommen des eurigen erschlugt? Ist euer Verhalten nicht dem ihren ähnlich? Warum behauptet ihr dann, anders zu sein als sie, o ihr, die ihr Zwietracht sät unter den Menschen?</p>\n<p>Als ihr Ihm das Leben nahmt, erhob sich einer Seiner Anhänger, Seinen Tod zu rächen. Die Menschen kannten ihn nicht, und des Planes, den er gefaßt hatte, war niemand gewahr. Schließlich tat er, was vorausbestimmt war. Es geziemt euch darum, niemanden außer euch selbst zu tadeln für das, was ihr begangen habt, wenn ihr nur gerecht urtei­len wolltet! Wer auf der ganzen Erde hat getan, was ihr getan habt? Niemand, bei Ihm, dem Herrn aller Welten!</p>\n<p>Alle Herrscher und Könige der Erde achten und ehren die Nachkommen ihrer Propheten und Heiligen – könntet ihr es doch erkennen! Ihr dagegen seid verantwortlich für Taten, wie kein Mensch sie je begangen hat. Euere Misse­taten haben jedes verstehende Herz mit Kummer erfüllt, und doch bliebt ihr in euere Unachtsamkeit versunken und vermochtet die Bosheit euerer Taten nicht zu erkennen.</p>\n<p>Ihr verharrtet in euerer Widerspenstigkeit, bis ihr euch gegen Uns erhobt, obwohl Wir nichts getan haben, was euere Feindschaft rechtfertigen könnte. Fürchtet ihr euch nicht vor Gott, der euch erschuf und bildete, der euch euere Kraft erlangen ließ und euch mit denen vereinigte, die sich Ihm ergeben haben?1 Wie lange noch wollt ihr in euerer Widerspenstigkeit verharren? Wie lange noch wollt ihr euch weigern nachzudenken? Wie lange soll es noch dauern, bis ihr eueren Schlaf abschüttelt und aus euerer Achtlosigkeit erwacht? Wie lange noch werdet ihr die Wahrheit unbeachtet lassen?</p>\n<p>[1. den Muslimen]</p>\n<p>Denke nach in deinem Herzen! Vermochtet ihr durch euer Verhalten und all das, was euere Hände gewirkt haben, das Feuer Gottes zu ersticken oder das Licht Seiner Offenbarung auszulöschen – ein Licht, das mit seinem Glanz jene umhüllt, die in die wogenden Meere der Unsterblichkeit versunken sind, und die Seelen derer anzieht, die wahrhaft an die Einheit Gottes glauben und an ihr festhalten? Wißt ihr nicht, daß die Hand Gottes über eueren Händen ist, daß Sein unwiderruflicher Ratschluß all euere List übersteigt, daß Er erhaben ist über Seine Diener, daß Er und Seine Absicht eins sind, daß Er tut, was Er will, daß Er nicht um Seinen Willen befragt werden darf, daß Er verordnet, was Ihm gefällt, daß Er der Machtvollste, der All­mächtige ist? Wenn ihr glaubt, daß dies die Wahrheit ist, warum wollt ihr dann nicht aufhören, Unruhe zu stiften, und in Frieden mit euch selbst sein?</p>\n<p>Ihr begeht jeden Tag ein neues Unrecht und behandelt Mich, wie ihr Mich in vergangenen Zeiten behandelt habt, obwohl Ich niemals versuchte, Mich in euere Angelegenheiten zu mischen. Nie habe ich Mich euch widersetzt noch Mich gegen euere Gesetze aufgelehnt. Seht, wie ihr Mich schließlich zum Gefangenen in diesem entlegenen Lande gemacht habt! Wißt jedoch gewiß, daß all das, was euere Hände oder die Hände der Ungläubigen bewirken, niemals – wie es auch früher niemals geschah – die Sache Gottes wandeln oder Seine Wege ändern wird.</p>\n<p>Achte auf Meine Warnung, o Volk Persiens! Sollte ich von euerer Hand erschlagen werden, so wird Gott gewiß einen erwecken, der den durch Meinen Tod leergewordenen Platz einnehmen wird. Denn so ist Gottes Handeln seit alters gewesen, und keine Veränderung könnt ihr in Gottes Handeln finden. Sucht ihr Gottes Licht auszulöschen, das auf Seine Erde scheint? Zuwider ist Gott, was ihr wünscht. Er wird Sein Licht zum Strahlen bringen, wenn ihr es auch im Dunkel eueres Herzens verabscheut.</p>\n<p>Halte nur ein wenig inne, o Gesandter, denke nach und sei gerecht in deinem Urteil! Was haben Wir begangen, das dir ein Recht gäbe, Uns bei den Ministern des Königs zu schmähen, deinen Begierden zu folgen, die Wahrheit zu verdrehen und deine Verleumdungen gegen Uns auszusprechen? Wir sind uns nur einmal begegnet, als Wir dich im Hause deines Vaters trafen, in den Tagen, da des Märtyrertodes des Imám Husayn gedacht wurde. Bei solchen Anlässen hat niemand die Möglichkeit, durch Unterhaltung oder Vortrag andere mit seinen Ansichten und Glaubensanschauungen bekanntzumachen. Du wirst die Wahrheit Meiner Worte bezeugen, wenn du zu den Wahrhaftigen ge­hörst. Ich habe keine anderen Versammlungen besucht, in denen du Meine Gesinnung hättest erfahren können, oder in denen irgendein anderer dies hätte tun können. Wie also fälltest du dein Urteil über Mich, wenn du Mein Zeugnis nicht von Mir selbst gehört hast? Hast du nicht gehört, was Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – gesprochen hat: »Saget nicht zu jedem, der euch mit einem Gruß begegnet: ›Du bist kein Gläubiger.‹«1 »Verstoße die nicht, die am Morgen und am Abend zu ihrem Herrn rufen und sich sehnen, Sein Antlitz zu erblicken.«2 Du hast in der Tat außer acht gelassen, was das Buch Gottes vorschreibt, und hältst dich dennoch für einen Gläubigen!</p>\n<p>[1. Qur’án 4:95]</p>\n<p>[2. Qur’án 6:53]</p>\n<p>Trotz allem, was du tatest, hege Ich – Gott ist Mein Zeuge – keinen Groll gegen dich noch gegen sonst jemanden, obwohl du und andere Uns solchen Schaden zufügten, wie es keiner, der an die Einheit Gottes glaubt, ertragen kann. Meine Sache liegt allein in Gottes Hand, und Mein Vertrauen ruht nur in Ihm. Bald werden euere Tage dahingehen, wie die Tage derer, die jetzt in offenkundigem Hochmut vor ihrem Nächsten prahlen. Bald werdet ihr in der Gegenwart Gottes versammelt und nach eueren Taten gefragt, und es wird euch für das, was euere Hände bewirkt haben, vergolten, und elend ist die Wohnstatt der Übeltäter!</p>\n<p>Bei Gott! Würdest du erkennen, was du getan hast, du würdest gewiß bitterlich über dich weinen und schutzsuchend zu Gott fliehen, würdest vor Gram vergehen und alle Tage deines Lebens trauern, bis Gott dir vergeben hat, denn Er, wahrlich, ist der Großmütigste, der Allgütige. Du aber wirst bis zur Stunde deines Todes in deiner Achtlosigkeit verharren, weil du dich mit Herz, Leib und Seele und mit deinem innersten Sein den Nichtigkeiten der Welt ergeben hast. Nach deinem Hinscheiden wirst du entdecken, was wir dir offenbart haben, und wirst alle deine Taten verzeichnet finden in dem Buche, das die Werke aller, die auf Erden wohnen, verzeichnet, sei ihr Gewicht größer oder geringer als das eines Atoms. Achte darum auf Meinen Rat und lausche Meiner Rede mit dem Gehör deines Herzens; sei nicht gleichgültig gegen Meine Worte und gehöre nicht zu denen, die Meine Wahrheit verwerfen. Rühme dich nicht dessen, was dir gegeben wurde. Halte dir vor Augen, was im Buche Gottes, des Helfers in Gefahr, des Allherrlichen, offenbart ist: »Und als sie ihre eigenen Warnungen vergessen hatten, öffneten Wir ihnen die Tore zu allen Dingen«1, wie Wir dir und deinesgleichen die Tore dieser Welt mit ihrem Schmuck geöffnet haben. Darum warte auf das, was im letzten Teil dieses heiligen Verses verheißen wurde von ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen – eine Verheißung, die sich nicht als unwahr erweisen wird.</p>\n<p>[1. vgl. Qur’án 6:45]</p>\n<p>Ich kenne den Weg nicht, den ihr erwählt habt und beschreitet, o Versammlung der Mir Übelwollenden! Wir rufen euch zu Gott, Wir erinnern euch an Seinen Tag, Wir verkünden euch die Botschaft euerer Wiedervereinigung mit Ihm, Wir holen euch an Seinen Hof und senden Zeichen Seiner wundersamen Weisheit auf euch nieder – und dennoch, seht, wie ihr Uns zurückweist, wie ihr Uns durch das, was euer lügenhafter Mund äußert, als einen Ungläubigen verdammt, wie ihr euere Anschläge gegen Uns schmiedet! Und wenn Wir euch kundtun, was Gott Uns in Seiner Güte und Großmut verliehen hat, so sagt ihr: »Das ist nichts als Zauberei!« Die gleichen Worte sprachen die Geschlechter, die vor euch lebten und waren wie ihr – könntet ihr es doch erkennen! Dadurch habt ihr euch der Großmut Gottes und Seiner Gnade beraubt, und ihr werdet sie niemals erlangen bis zu dem Tage, da Gott zwischen Uns und euch gerichtet haben wird, und Er, wahrlich, ist der beste der Richter.</p>\n<p>Einige unter euch haben gesagt: »Er hat den Anspruch erhoben, Gott zu sein.« Bei Gott! Das ist eine grobe Verleumdung. Ich bin nur ein Diener Gottes, der an Ihn und Seine Zeichen, an Seine Propheten und an Seine Engel glaubt. Meine Zunge, Mein Herz, Mein inneres und äußeres Sein bezeugen, daß kein Gott ist außer Ihm, daß alle anderen durch Seinen Befehl erschaffen und durch das Wirken Seines Willens gestaltet sind. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Schöpfer, dem Erwecker vom Tode, dem Belebenden, dem Tötenden. Ich bin Er, der zu allen von den Gunstbezeugungen spricht, mit denen Gott in Seiner Großmut Mich ausgezeichnet hat. Wenn dies Meine Übertretung ist, dann bin Ich wahrlich der erste der Übertreter. Ich bin mit Meiner Verwandtschaft euerer Willkür ausgeliefert. Tut, was euch gefällt, und gehört nicht zu den Zaude­rern, damit Ich zu Gott, Meinem Herrn, zurückkehre und die Stätte erreiche, wo Ich euere Gesichter nicht mehr sehe. Das ist fürwahr Mein größter Wunsch, Mein glühendstes Verlangen. Gott ist wahrlich über Meine Lage zur Genüge unterrichtet, und Er ist wachsam.</p>\n<p>Bedenke, daß du vor Gottes Angesicht stehst, o Gesand­ter. Wenn du Ihn auch nicht siehst, Er, wahrlich, sieht dich deutlich. Beobachte und richte Unsere Sache gerecht. Was haben Wir begangen, das dich veranlaßt haben könnte, dich gegen Uns zu erheben und Uns bei den Menschen zu verleumden? Gehörtest du doch zu denen, die gerecht sind! Wir verließen Tihrán auf Befehl des Königs und legten mit seiner Erlaubnis Unseren Wohnsitz in den ‘Iráq. Wenn ich Mich gegen ihn vergangen hätte, warum gab er Mich dann frei? Und wenn Ich schuldlos war, warum habt ihr Uns dann mit solchen Leiden gepeinigt, wie niemand unter de­nen, die sich zu deinem Glauben bekennen, sie erduldet hat? War irgendeine Meiner Handlungen nach Meiner An­kunft im ‘Iráq angetan, die Autorität der Regierung zu untergraben? Von wem kann gesagt werden, er habe in Unserem Verhalten etwas Tadelnswertes entdeckt? Frage du selbst das Volk des ‘Iráq, damit du zu denen gehörest, die die Wahrheit erkennen.</p>\n<p>Elf Jahre lang lebten wir in jenem Land, bis der Gesandte kam, der deine Regierung vertrat und dessen Namen zu erwähnen Unsere Feder sich sträubt, der dem Trunk ergeben war, seinen Begierden folgte und Schlechtigkeiten beging, der verderbt war und den ‘Iráq verdarb. Die meisten Einwohner Baghdáds werden dies bezeugen, wenn du sie danach fragst und zu denen gehörst, die die Wahrheit suchen. Er war es, der das Gut seiner Mitmenschen unrechtmäßig an sich nahm, der alle Gebote Gottes mißachtete und alles beging, was Gott verboten hat. Seinen Begierden folgend, erhob er sich schließlich gegen Uns und wandelte auf den Wegen der Ungerechten. Er beschuldigte Uns in seinem Brief an dich, und du glaubtest ihm und folgtest seinem Wege, ohne irgendeinen Beweis oder ein zuverlässiges Zeugnis von ihm zu verlangen. Du fragtest nach keiner Erklärung, noch versuchtest du, die Angelegenheit zu untersuchen oder festzustellen, auf daß die Wahrheit von der Falschheit in deinen Augen unterschieden werde und du zu klarer Einsicht gelangest. Finde selbst heraus, was für ein Mensch er war, und frage die Gesandten, die damals im ‘Iráq waren, wie auch den Gouverneur der Stadt1 und ihren hohen Rat, damit dir die Wahrheit offenbar werde und du zu den Wohlunterrichteten zählest.</p>\n<p>[1 Baghdad]</p>\n<p>Gott ist Unser Zeuge! Wir haben weder ihm noch anderen jemals Widerstand geleistet. Wir haben unter allen Bedingungen die Gebote Gottes beachtet und waren niemals unter denen, die Unordnung schaffen. Das bezeugt er selbst. Seine Absicht war, Uns in die Gewalt zu bekommen und Uns nach Persien zurückzuschicken, um dadurch seinen Ruf und sein Ansehen zu erhöhen. Du hast dasselbe Verbrechen begangen, zu genau dem gleichen Zweck. Ihr steht beide auf der gleichen Stufe vor Gott, dem höchsten Herrn von allem, dem Allwissenden.</p>\n<p>Wenn Wir diese Worte an dich richten, bewegt Uns nicht die Absicht, die Bürde Unseres Elends zu erleichtern oder dich zu veranlassen, irgend jemanden um Fürsprache für Uns zu bitten. Nein, bei Ihm, dem Herrn aller Welten! Wir haben die ganze Angelegenheit vor dich gebracht, damit du vielleicht erkennst, was du getan, und davon abstehst, anderen das Leid zuzufügen, das du Uns zugefügt hast, damit du zu denen gehörest, die vor Gott, der dich und alle Dinge schuf, wahrhaft bereuen, und damit du in Zukunft mit Einsicht handelst. Das ist besser für dich als alles, was du besitzest, und besser als dein Staatsamt, des­sen Tage gezählt sind.</p>\n<p>Hüte dich, daß du nicht dazu verleitet wirst, Unrecht stillschweigend zu übersehen. Richte dein Herz fest auf die Gerechtigkeit, verdrehe die Sache Gottes nicht und gehöre zu denen, deren Augen auf dem ruhen, was in Seinem Bu­che offenbart wurde. Folge unter keinen Umständen den Eingebungen deiner üblen Wünsche. Befolge das Gesetz Gottes, deines Herrn, des Wohltätigen, des Altehrwürdigen der Tage. Ganz gewiß wirst du zum Staube zurückkehren und vergehen wie alle Dinge, an denen du Freude hast. So spricht die Zunge der Wahrheit und Herrlichkeit.</p>\n<p>Erinnerst du dich nicht der Warnungen Gottes, die Er in vergangenen Zeiten aussprach, auf daß du zu denen gehörest, die Seine Warnung beachten? Er sagte, und Er spricht wahrlich die Wahrheit: »Aus ihr1 haben Wir euch erschaffen, und Wir lassen euch in sie zurückkehren, und aus ihr werden Wir euch ein zweites Mal hervorbringen.«2 Dies hat Gott für alle, die auf Erden wohnen, hoch und niedrig, verordnet. Dem, der aus Staub erschaffen wurde, der zu ihm zurückkehren und wieder aus ihm hervorgehen wird, geziemt es somit nicht, sich überheblich vor Gott und Seinen Geliebten aufzublähen, sie stolz zu verachten und voll hochmütiger Anmaßung zu sein. Nein, vielmehr geziemt es dir und deinesgleichen, euch denen zu unterwerfen, die die Manifestationen der Einheit Gottes sind, und euch demütig vor den Gläubigen zu neigen, die um Gottes willen allem entsagten und sich von allem loslösten, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht und sie ablenkt vom Pfade Gottes, des Allherrlichen, des Allgepriesenen. Dar­um senden Wir das auf euch hernieder, was euch und jene fördern soll, die ihr ganzes Vertrauen und ihre Zuversicht auf ihren Herrn gesetzt haben.</p>\n<p>[1. der Erde]</p>\n<p>[2. Qur’án 20:56; vgl. dazu auch 1. Mose 3:19]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":114,"Roman":"CXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Hearken, O King (Sultán ‘Abdu’l-‘Azíz), to the speech of Him that speaketh the truth, Him that doth not ask thee to recompense Him with the things God hath chosen to bestow upon thee, Him Who unerringly treadeth the straight Path. He it is Who summoneth thee unto God, thy Lord, Who showeth thee the right course, the way that leadeth to true felicity, that haply thou mayest be of them with whom it shall be well.</p>\n<p>Beware, O King, that thou gather not around thee such ministers as follow the desires of a corrupt inclination, as have cast behind their backs that which hath been committed into their hands and manifestly betrayed their trust. Be bounteous to others as God hath been bounteous to thee, and abandon not the interests of thy people to the mercy of such ministers as these. Lay not aside the fear of God, and be thou of them that act uprightly. Gather around thee those ministers from whom thou canst perceive the fragrance of faith and of justice, and take thou counsel with them, and choose whatever is best in thy sight, and be of them that act generously.</p>\n<p>Know thou for a certainty that whoso disbelieveth in God is neither trustworthy nor truthful. This, indeed, is the truth, the undoubted truth. He that acteth treacherously towards God will, also, act treacherously towards his king. Nothing whatever can deter such a man from evil, nothing can hinder him from betraying his neighbor, nothing can induce him to walk uprightly.</p>\n<p>Take heed that thou resign not the reins of the affairs of thy state into the hands of others, and repose not thy confidence in ministers unworthy of thy trust, and be not of them that live in heedlessness. Shun them whose hearts are turned away from thee, and place not thy confidence in them, and entrust them not with thine affairs and the affairs of such as profess thy faith. Beware that thou allow not the wolf to become the shepherd of God’s flock, and surrender not the fate of His loved ones to the mercy of the malicious. Expect not that they who violate the ordinances of God will be trustworthy or sincere in the faith they profess. Avoid them, and preserve strict guard over thyself, lest their devices and mischief hurt thee. Turn away from them, and fix thy gaze upon God, thy Lord, the All-Glorious, the Most Bountiful. He that giveth up himself wholly to God, God shall, assuredly, be with him; and he that placeth his complete trust in God, God shall, verily, protect him from whatsoever may harm him, and shield him from the wickedness of every evil plotter.</p>\n<p>Wert thou to incline thine ear unto My speech and observe My counsel, God would exalt thee to so eminent a position that the designs of no man on the whole earth can ever touch or hurt thee. Observe, O King, with thine inmost heart and with thy whole being, the precepts of God, and walk not in the paths of the oppressor. Seize thou, and hold firmly within the grasp of thy might, the reins of the affairs of thy people, and examine in person whatever pertaineth unto them. Let nothing escape thee, for therein lieth the highest good.</p>\n<p>Render thanks unto God for having chosen thee out of the whole world, and made thee king over them that profess thy faith. It well beseemeth thee to appreciate the wondrous favors with which God hath favored thee, and to magnify continually His name. Thou canst best praise Him if thou lovest His loved ones, and dost safeguard and protect His servants from the mischief of the treacherous, that none may any longer oppress them. Thou shouldst, moreover, arise to enforce the law of God amongst them, that thou mayest be of those who are firmly established in His law.</p>\n<p>Shouldst thou cause rivers of justice to spread their waters amongst thy subjects, God would surely aid thee with the hosts of the unseen and of the seen, and would strengthen thee in thine affairs. No God is there but Him. All creation and its empire are His. Unto Him return the works of the faithful.</p>\n<p>Place not thy reliance on thy treasures. Put thy whole confidence in the grace of God, thy Lord. Let Him be thy trust in whatever thou doest, and be of them that have submitted themselves to His Will. Let Him be thy helper and enrich thyself with His treasures, for with Him are the treasuries of the heavens and of the earth. He bestoweth them upon whom He will, and from whom He will He withholdeth them. There is none other God but Him, the All-Possessing, the All-Praised. All are but paupers at the door of His mercy; all are helpless before the revelation of His sovereignty, and beseech His favors.</p>\n<p>Overstep not the bounds of moderation, and deal justly with them that serve thee. Bestow upon them according to their needs, and not to the extent that will enable them to lay up riches for themselves, to deck their persons, to embellish their homes, to acquire the things that are of no benefit unto them, and to be numbered with the extravagant. Deal with them with undeviating justice, so that none among them may either suffer want, or be pampered with luxuries. This is but manifest justice.</p>\n<p>Allow not the abject to rule over and dominate them who are noble and worthy of honor, and suffer not the high-minded to be at the mercy of the contemptible and worthless, for this is what We observed upon Our arrival in the City (Constantinople), and to it We bear witness. We found among its inhabitants some who were possessed of an affluent fortune and lived in the midst of excessive riches, while others were in dire want and abject poverty. This ill beseemeth thy sovereignty, and is unworthy of thy rank.</p>\n<p>Let My counsel be acceptable to thee, and strive thou to rule with equity among men, that God may exalt thy name and spread abroad the fame of thy justice in all the world. Beware lest thou aggrandize thy ministers at the expense of thy subjects. Fear the sighs of the poor and of the upright in heart who, at every break of day, bewail their plight, and be unto them a benignant sovereign. They, verily, are thy treasures on earth. It behooveth thee, therefore, to safeguard thy treasures from the assaults of them who wish to rob thee. Inquire into their affairs, and ascertain, every year, nay every month, their condition, and be not of them that are careless of their duty.</p>\n<p>Set before thine eyes God’s unerring Balance and, as one standing in His Presence, weigh in that Balance thine actions every day, every moment of thy life. Bring thyself to account ere thou art summoned to a reckoning, on the Day when no man shall have strength to stand for fear of God, the Day when the hearts of the heedless ones shall be made to tremble.</p>\n<p>It behooveth every king to be as bountiful as the sun, which fostereth the growth of all beings, and giveth to each its due, whose benefits are not inherent in itself, but are ordained by Him Who is the Most Powerful, the Almighty. The King should be as generous, as liberal in his mercy as the clouds, the outpourings of whose bounty are showered upon every land, by the behest of Him Who is the Supreme Ordainer, the All-Knowing.</p>\n<p>Have a care not to entrust thine affairs of state entirely into another’s hands. None can discharge thy functions better than thine own self. Thus do We make clear unto thee Our words of wisdom, and send down upon thee that which can enable thee to pass over from the left hand of oppression to the right hand of justice, and approach the resplendent ocean of His favors. Such is the path which the kings that were before thee have trodden, they that acted equitably towards their subjects, and walked in the ways of undeviating justice.</p>\n<p>Thou art God’s shadow on earth. Strive, therefore, to act in such a manner as befitteth so eminent, so august a station. If thou dost depart from following the things We have caused to descend upon thee and taught thee, thou wilt, assuredly, be derogating from that great and priceless honor. Return, then, and cleave wholly unto God, and cleanse thine heart from the world and all its vanities, and suffer not the love of any stranger to enter and dwell therein. Not until thou dost purify thine heart from every trace of such love can the brightness of the light of God shed its radiance upon it, for to none hath God given more than one heart. This, verily, hath been decreed and written down in His ancient Book. And as the human heart, as fashioned by God, is one and undivided, it behooveth thee to take heed that its affections be, also, one and undivided. Cleave thou, therefore, with the whole affection of thine heart, unto His love, and withdraw it from the love of anyone besides Him, that He may aid thee to immerse thyself in the ocean of His unity, and enable thee to become a true upholder of His oneness. God is My witness. My sole purpose in revealing to thee these words is to sanctify thee from the transitory things of the earth, and aid thee to enter the realm of everlasting glory, that thou mayest, by the leave of God, be of them that abide and rule therein.…</p>\n<p>I swear by God, O King! It is not My wish to make My plaint to thee against them that persecute Me. I only plead My grief and My sorrow to God, Who hath created Me and them, Who well knoweth our state and Who watcheth over all things. My wish is to warn them of the consequences of their actions, if perchance they might desist from treating others as they have treated Me, and be of them that heed My warning.</p>\n<p>The tribulations that have touched Us, the destitution from which We suffer, the various troubles with which We are encompassed, shall all pass away, as shall pass away the pleasures in which they delight and the affluence they enjoy. This is the truth which no man on earth can reject. The days in which We have been compelled to dwell in the dust will soon be ended, as will the days in which they occupied the seats of honor. God shall, assuredly, judge with truth between Us and them, and He, verily, is the best of judges.</p>\n<p>We render thanks unto God for whatsoever hath befallen Us, and We patiently endure the things He hath ordained in the past or will ordain in the future. In Him have I placed My trust; and into His hands have I committed My Cause. He will, certainly, repay all them that endure with patience and put their confidence in Him. His is the creation and its empire. He exalteth whom He will, and whom He will He doth abase. He shall not be asked of His doings. He, verily, is the All-Glorious, the Almighty.</p>\n<p>Let thine ear be attentive, O King, to the words We have addressed to thee. Let the oppressor desist from his tyranny, and cut off the perpetrators of injustice from among them that profess thy faith. By the righteousness of God! The tribulations We have sustained are such that any pen that recounteth them cannot but be overwhelmed with anguish. No one of them that truly believe and uphold the unity of God can bear the burden of their recital. So great have been Our sufferings that even the eyes of Our enemies have wept over Us, and beyond them those of every discerning person. And to all these trials have We been subjected, in spite of Our action in approaching thee, and in bidding the people to enter beneath thy shadow, that thou mightest be a stronghold unto them that believe in and uphold the unity of God.</p>\n<p>Have I, O King, ever disobeyed thee? Have I, at any time, transgressed any of thy laws? Can any of thy ministers that represented thee in ‘Iráq produce any proof that can establish My disloyalty to thee? No, by Him Who is the Lord of all worlds! Not for one short moment did We rebel against thee, or against any of thy ministers. Never, God willing, shall We revolt against thee, though We be exposed to trials more severe than any We suffered in the past.</p>\n<p>In the day time and in the night season, at even and at morn, We pray to God on thy behalf, that He may graciously aid thee to be obedient unto Him and to observe His commandment, that He may shield thee from the hosts of the evil ones. Do, therefore, as it pleaseth thee, and treat Us as befitteth thy station and beseemeth thy sovereignty. Be not forgetful of the law of God in whatever thou desirest to achieve, now or in the days to come. Say: Praise be to God, the Lord of all worlds!</p>","Text2":"<p>Höre, o König,1 auf die Rede dessen, der die Wahrheit spricht, der nicht von dir verlangt, daß du Ihn mit den Dingen belohnest, die Gott dir zu verleihen beliebte, Ihn, der unbeirrbar auf dem geraden Pfade wandelt. Er lädt dich vor Gott, deinen Herrn, Er weist dir die rechte Bahn, den Weg, der zur wahren Glückseligkeit führt, auf daß du zu denen gehörest, um die es gut steht.</p>\n<p>[1. Sultán ‘Abdu’l-‘Azíz]</p>\n<p>Hüte dich, o König, daß du nicht solche Minister um dich sammelst, die den Wünschen einer verderbten Neigung folgen, die fortwerfen, was ihren Händen anvertraut ist, und offenkundig das ihnen geschenkte Vertrauen mißbrauchen. Sei freigebig gegen andere, wie Gott freigebig war gegen dich, und überlasse das Wohl deines Volkes nicht der Willkür von Ministern wie diesen. Vergiß nicht die Gottesfurcht und gehöre zu denen, die rechtschaffen handeln. Sammle Minister um dich, von denen du den Duft des Glaubens und der Gerechtigkeit verspüren kannst, hole dir Rat bei ihnen, wähle, was in deinen Augen das Beste ist, und gehöre zu denen, die großmütig handeln.</p>\n<p>Wisse und sei dir gewiß: Wer nicht an Gott glaubt, ist nicht vertrauenswürdig und nicht wahrhaftig. Dies ist in der Tat die Wahrheit, die unbezweifelbare Wahrheit. Wer treulos gegen Gott handelt, wird auch treulos gegen seinen König handeln. Nichts kann einen solchen Menschen vom Bösen abhalten, nichts kann ihn hindern, seinen Nächsten zu verraten, nichts kann ihn dazu bringen, aufrecht seinen Weg zu gehen.</p>\n<p>Hab acht, daß du in den Angelegenheiten deines Staates die Zügel nicht den Händen anderer überlässest, setze dein Vertrauen nicht auf Minister, die deines Vertrauens un­würdig sind, und gehöre nicht zu denen, die in Achtlosigkeit dahinleben. Meide die, deren Herzen sich von dir abgewandt haben, setze nicht dein Vertrauen in sie, und betraue sie nicht mit deinen Angelegenheiten und den Angelegenheiten derer, die sich zu deinem Glauben bekennen. Hüte dich, dem Wolf zu erlauben, Hirte der Herde Gottes zu werden, und überlasse das Schicksal Seiner Geliebten nicht der Willkür der Bösen. Erwarte nicht von denen, die Gottes Gesetze brechen, daß sie vertrauenswürdig oder aufrichtig sein werden in dem Glauben, den sie bekennen. Meide sie und wache streng über dich selbst, damit ihre List und Tücke dir nicht schaden. Wende dich ab von ihnen und richte deinen Blick auf Gott, deinen Herrn, den Allherrlichen, den Freigebigsten. Gott wird gewißlich mit dem sein, der sich ganz Ihm hingibt, und Er wird wahrlich den, der sein ganzes Vertrauen in Ihn setzt, vor allem behüten, was ihm schaden könnte, und ihn vor der Schlechtigkeit jedes bösen Verschwörers beschirmen.</p>\n<p>Würdest du dein Ohr Meiner Rede neigen und Meinen Rat befolgen, so würde Gott dich zu einer so hohen Stellung erheben, daß auf der ganzen Erde keines Menschen Anschlag dich jemals erreichen oder dir schaden könnte. O König, befolge aus tiefstem Herzen und mit ganzem Sein die Gebote Gottes, und wandle nicht auf den Wegen des Unterdrückers. Ergreife die Angelegenheiten deines Volkes bei den Zügeln, halte sie fest im Griff deiner Macht und prüfe persönlich alle seine Belange. Lasse dir nichts entgehen, denn darin liegt das höchste Wohl.</p>\n<p>Danke Gott, daß Er dich vor der ganzen Welt auserwählt und dich zum König über die gemacht hat, die deinen Glauben bekennen. Es ziemt dir wohl, die wunderbaren Gunstbeweise zu würdigen, mit denen Gott dich ausgezeichnet hat, und unablässig Seinen Namen zu verherrlichen. Du kannst Ihn am besten preisen, wenn du Seine Geliebten liebst und Seine Diener vor dem Unheil der Treulosen schirmst und schützest, damit niemand sie länger unterdrücke. Mehr noch, du solltest dich erheben, das Gesetz Gottes unter ihnen durchzusetzen, damit du zu denen gehörest, die in Seinem Gesetz fest gegründet sind.</p>\n<p>Solltest du bewirken, daß Ströme der Gerechtigkeit ihre Wasserfluten über deine Untertanen ergießen, so wird Gott dir sicherlich mit den Scharen des Unsichtbaren und des Sichtbaren helfen und dich in deinen Angelegenheiten stärken. Kein Gott ist außer Ihm. Die ganze Schöpfung und ihre Herrschaft sind Sein. Zu Ihm kehren die Werke der Gläubigen zurück.</p>\n<p>Verlasse dich nicht auf deine Schätze. Setze dein ganzes Vertrauen in die Gnade Gottes, deines Herrn. Laß Ihn deine Zuversicht sein in allem, was du tust, und gehöre zu denen, die Seinem Willen ergeben sind. Laß Ihn dein Helfer sein und schmücke dich mit Seinen Schätzen, denn bei Ihm sind die Schatzkammern der Himmel und der Erde. Er schenkt daraus, wem Er will, und vorenthält sie, wem Er will. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Allbesitzenden, dem Allgepriesenen. Alle sind nur Almosenempfänger am Tore Seiner Barmherzigkeit, alle sind hilflos vor der Offenbarung Seiner Herrschaft und flehen um Seine Gunst.</p>\n<p>Überschreite nicht die Grenzen der Mäßigung und verfahre gerecht mit denen, die dir dienen. Gib ihnen nach ihren Bedürfnissen, aber nicht in einem Maße, das ihnen erlaubt, Reichtümer für sich zu sammeln, ihr Äußeres zu zieren, ihr Heim auszuschmücken, Dinge zu erwerben, die ihnen nichts nützen, und zu den Verschwendern zu zählen. Handle an ihnen mit unbeirrbarer Gerechtigkeit, so daß keiner unter ihnen Mangel leide oder durch Überfluß verwöhnt werde. Das ist offenbare Gerechtigkeit.</p>\n<p>Erlaube den Verworfenen nicht, über die Edlen und Ehrenwerten zu bestimmen und sie zu beherrschen, und lasse nicht zu, daß die Hochgesinnten der Willkür der Unwürdigen und Wertlosen ausgeliefert werden – denn dies haben Wir bei Unserer Ankunft in der Stadt1 wahrgenommen, und dafür legen Wir Zeugnis ab. Wir fanden unter ihren Einwohnern einige, die Vermögen im Überfluß hatten und in übermäßigem Reichtum lebten, während andere sich in bitterer Not und tiefster Armut befanden. Dies steht deiner Herrschaft übel an und ist deines Ranges unwürdig.</p>\n<p>[1. Konstantinopel]</p>\n<p>Lasse dir Meinen Rat willkommen sein und strebe danach, unparteiisch über die Menschen zu herrschen, damit Gott deinen Namen erhöhe und den Ruf deiner Gerechtigkeit in aller Welt verbreite. Hüte dich, deine Minister auf Kosten deiner Untertanen zu erhöhen. Fürchte die Seufzer der Armen und der Aufrechten im Herzen, die bei jedem Tagesanbruch ihre traurige Lage beklagen, und sei ihnen ein gütiger Herrscher. Wahrlich, sie sind deine Schätze auf Erden. Deshalb ziemt es dir, deine Schätze vor den Angrif­fen derer zu bewahren, die sie dir rauben wollen. Untersuche ihre Angelegenheiten, erforsche jedes Jahr, nein, jeden Monat ihre Lage, und gehöre nicht zu denen, die nachlässig sind in ihrer Pflicht.</p>\n<p>Halte dir Gottes unfehlbare Waage vor Augen und wäge, als stündest du in Seiner Gegenwart, deine Taten auf dieser Waage jeden Tag, jeden Augenblick deines Lebens. Ziehe dich selbst zur Rechenschaft, ehe du zur Abrechnung gerufen wirst an dem Tage, da aus Furcht vor Gott kein Mensch die Kraft haben wird, aufrecht zu stehen, dem Tage, an dem die Herzen der Achtlosen erzittern werden.</p>\n<p>Es geziemt jedem König, freigebig zu sein wie die Sonne, die das Wachstum aller Geschöpfe fördert und jedem seinen Anteil gibt, – deren Wohltaten nicht in ihr selbst liegen, sondern von Ihm verordnet sind, dem Machtvollsten, dem Allmächtigen. Der König sollte so freimütig, so großzügig sein in seiner Barmherzigkeit wie die Wolken, die ihre überströmende Freigebigkeit über jedes Land ergießen auf Geheiß dessen, der der Höchste Verordner ist, der Allwissende.</p>\n<p>Hüte dich, daß du deine Staatsangelegenheiten nicht ganz den Händen anderer anvertraust. Keiner kann deine Aufgaben besser erfüllen als du selbst. So erklären Wir dir Unsere Worte der Weisheit und senden auf dich hernieder, was dich befähigen kann, von der linken Hand der Unterdrückung zur rechten Hand der Gerechtigkeit überzugehen und dem strahlenden Meere Seiner Gunst zu nahen. Das ist der Pfad, den die Könige, die vor dir waren, gegangen sind, jene, die gerecht gegen ihre Untertanen handelten und die Wege unbeirrbarer Gerechtigkeit beschritten.</p>\n<p>Du bist Gottes Schatten auf Erden. Darum strebe danach, so zu handeln, wie es einer so hervorragenden, einer so erhabenen Stufe entspricht. Wenn du nicht befolgst, was Wir auf dich herabkommen ließen und dich lehrten, wirst du dich sicherlich dieser großen, unschätzbaren Ehre un­würdig erweisen. Darum kehre um, halte dich allein an Gott, mache dein Herz frei von der Welt und allen ihren Nichtigkeiten, und dulde nicht, daß die Liebe zu einem Fremdling hineinkomme und darin wohne. Erst wenn du dein Herz von jeder Spur solcher Liebe läuterst, kann das Licht Gottes seinen Strahlenglanz über dein Herz ausbrei­ten, denn niemandem hat Gott mehr als ein Herz gegeben. Dies, wahrlich, wurde verordnet und niedergeschrieben in seinem altehrwürdigen Buche. Und weil das menschliche Herz, wie es von Gott gebildet wurde, eins und ungeteilt ist, geziemt es dir, darauf zu achten, daß seine Zuneigung auch eins und ungeteilt sei. Halte dich darum mit der ganzen Zuneigung deines Herzens an Seine Liebe und bewahre dein Herz vor der Liebe eines anderen außer Ihm, damit Er dir helfe, dich in das Meer Seiner Einheit zu versenken, und dich befähige, ein wahrer Verteidiger Seiner Einzigkeit zu werden. Gott ist Mein Zeuge: Ich offenbare dir diese Worte in der alleinigen Absicht, dich von den vergänglichen Dingen der Erde zu heiligen und dir zu helfen, in das Reich ewigwährender Herrlichkeit einzutreten, damit du, so Gott will, unter denen seiest, die darin wohnen und herrschen...</p>\n<p>Ich schwöre bei Gott, o König! Es ist nicht Mein Wunsch, Mich bei dir über die zu beklagen, die Mich verfolgen. Ich bringe Meinen Schmerz und Kummer nur vor Gott, der Mich und sie erschaffen hat, der unsere Lage wohl kennt und über alle Dinge wacht. Mein Wunsch ist, sie vor den Folgen ihrer Taten zu warnen, auf daß sie viel­leicht davon abstehen, andere zu behandeln, wie sie Mich behandelt haben, und zu denen gehören, die Meine Warnung beachten.</p>\n<p>Die Heimsuchungen, die Uns betroffen haben, die bittere Not, die Wir leiden, die mannigfachen Übel, die Uns umgeben, werden alle vergehen, wie die Freuden vergehen werden, an denen sie sich ergötzen, und der Überfluß, den sie genießen. Das ist die Wahrheit, die kein Mensch auf Erden verwerfen kann. Die Tage, da Wir im Staube zu leben gezwungen sind, werden bald zu Ende sein wie die Tage,da sie die Ehrenplätze einnehmen. Gott wird wahrlich genau richten zwischen Uns und ihnen, und Er, wahrlich, ist der beste der Richter.</p>\n<p>Wir danken Gott für alles, was Uns befallen hat, und ertragen geduldig, was Er in der Vergangenheit verordnet hat oder in Zukunft verordnen wird. In Ihn habe Ich Mein Vertrauen gesetzt, und in Seine Hände habe Ich Meine Sa­che gelegt. Er wird sicherlich alle belohnen, die in Geduld ausharren und ihr Vertrauen auf Ihn setzen. Sein ist die Schöpfung und die Herrschaft über sie. Er erhöht, wen Er will, und erniedrigt, wen Er will. Er soll nicht befragt wer­den über Sein Tun. Er, wahrlich, ist der Allherrliche, der Allmächtige.</p>\n<p>Höre aufmerksam auf die Worte, o König, die Wir an dich richten. Gebiete dem Unterdrücker, von seiner Willkür abzulassen, und sondere die, die Unrecht begehen, von denen ab, die deinen Glauben bekennen. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Die Heimsuchungen, die Wir erlitten, sind so groß, daß jede Feder, die sie schildert, unvermeidlich von Schmerz überwältigt wird. Keiner von denen, die wirklich glauben und an der Einheit Gottes festhalten, kann die Last ihres Berichtes ertragen. So groß waren Unsere Leiden, daß selbst die Augen Unserer Feinde und darüber hinaus die eines jeden einsichtsvollen Menschen über Uns geweint haben. Allen diesen Prüfungen wurden Wir unterworfen, obwohl Wir Uns dir näherten und dem Volk geboten, unter deinen Schutz zu treten, damit du eine feste Burg seiest denen, die an die Einheit Gottes glauben und sie hochhalten.</p>\n<p>War Ich dir, o König, jemals ungehorsam? Habe Ich jemals eines deiner Gesetze übertreten? Kann irgendeiner der Amtsträger, die dich im ‘Iráq vertraten, einen Beweis erbringen, der Meine Untreue gegen dich belegen könnte? Nein, bei Ihm, dem Herrn aller Welten! Keinen Augenblick lang lehnten Wir Uns gegen dich oder einen deiner Amts­träger auf. Niemals, so Gott will, werden Wir Uns gegen dich empören, sollten Wir auch noch schwereren Prüfungen ausgesetzt werden, als Wir sie jemals in der Vergangen­heit erlitten haben.</p>\n<p>Am Tage und zur Nachtzeit, am Abend und am Morgen beten wir zu Gott um deinetwillen, daß Er dir gnädig helfe, Ihm zu gehorchen und Seine Gebote zu halten, und daß Er dich vor den Scharen der Bösen beschütze. Darum tue, wie es dir gefällt, und behandle Uns, wie es deiner Stufe entspricht und deiner Herrschaft geziemt. Vergiß nicht das Gesetz Gottes bei allem, was du jetzt oder in kommenden Tagen zu erreichen strebst. Sprich: Preis sei Gott, dem Herrn aller Welten!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":115,"Roman":"CXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Pen of Revelation, O Dhabíh, hath, in most of the divinely revealed Tablets, recorded these words: We have admonished all the loved ones of God to take heed lest the hem of Our sacred vesture be smirched with the mire of unlawful deeds, or be stained with the dust of reprehensible conduct. We have, moreover, exhorted them to fix their gaze upon whatsoever hath been revealed in Our Tablets. Had their inner ears been attentive to the Divine counsels which have shone forth from the Dayspring of the Pen of the All-Merciful, and hearkened unto His Voice, most of the peoples of the earth would have by now been adorned with the ornament of His guidance. What had been preordained, however, hath come to pass.</p>\n<p>Once again doth the Tongue of the Ancient of Days reveal, while in this Most Great Prison, these words which are recorded in this snow-white Scroll: O ye the beloved of the one true God! Pass beyond the narrow retreats of your evil and corrupt desires, and advance into the vast immensity of the realm of God, and abide ye in the meads of sanctity and of detachment, that the fragrance of your deeds may lead the whole of mankind to the ocean of God’s unfading glory. Forbear ye from concerning yourselves with the affairs of this world and all that pertaineth unto it, or from meddling with the activities of those who are its outward leaders.</p>\n<p>The one true God, exalted be His glory, hath bestowed the government of the earth upon the kings. To none is given the right to act in any manner that would run counter to the considered views of them who are in authority. That which He hath reserved for Himself are the cities of men’s hearts; and of these the loved ones of Him Who is the Sovereign Truth are, in this Day, as the keys. Please God they may, one and all, be enabled to unlock, through the power of the Most Great Name, the gates of these cities. This is what is meant by aiding the one true God—a theme to which the Pen of Him Who causeth the dawn to break hath referred in all His Books and Tablets.</p>\n<p>It behooveth, likewise, the loved ones of God to be forbearing towards their fellowmen, and to be so sanctified and detached from all things, and to evince such sincerity and fairness, that all the peoples of the earth may recognize them as the trustees of God amongst men. Consider to what lofty heights the injunctions of the Almighty have soared, and how abject is the habitation wherein these feeble souls are now abiding. Blessed are they who, on the wings of certitude, have flown in the heavens which the Pen of thy Lord, the All-Merciful, hath spread.</p>\n<p>Behold, O Dhabíh, the works which God, the Sovereign Truth, hath wrought. Say thou: How great, how very great, is the power of His might that encompasseth all worlds! Exalted, immeasurably exalted, is His detachment above the reach and ken of the entire creation! Glorified, glorified be His meekness—a meekness that hath melted the hearts of them that have been brought nigh unto God!</p>\n<p>Though afflicted with countless tribulations, which We have suffered at the hands of Our enemies, We have proclaimed unto all the rulers of the earth what God hath willed to proclaim, that all nations may know that no manner of affliction can deter the Pen of the Ancient of Days from achieving its purpose. His Pen moveth by the leave of God, Who fashioneth the crumbling and rotten bones.</p>\n<p>Considering this most mighty enterprise, it beseemeth them that love Him to gird up the loins of their endeavor, and to fix their thoughts on whatever will ensure the victory of the cause of God, rather than commit vile and contemptible deeds. Wert thou to consider, for but a little while, the outward works and doings of Him Who is the Eternal Truth, thou wouldst fall down upon the ground, and exclaim: O Thou Who art the Lord of Lords! I testify that Thou art the Lord of all creation, and the Educator of all beings, visible and invisible. I bear witness that Thy power hath encompassed the entire universe, and that the hosts of the earth can never dismay Thee, nor can the dominion of all peoples and nations deter Thee from executing Thy purpose. I confess that Thou hast no desire except the regeneration of the whole world, and the establishment of the unity of its peoples, and the salvation of all them that dwell therein.</p>\n<p>Reflect awhile, and consider how they who are the loved ones of God must conduct themselves, and to what heights they must soar. Beseech thou, at all times, thy Lord, the God of Mercy, to aid them to do what He willeth. He, verily, is the Most Powerful, the All-Glorious, the All-Knowing.</p>\n<p>The imprisonment inflicted on this wronged One, O Dhabíh, did to Him no harm nor can it ever do so; nor can the loss of all His earthly goods, His exile, or even His martyrdom and outward humiliation, do Him any hurt. That which can hurt Him are the evil deeds which the beloved of God commit, and which they impute to Him Who is the Sovereign Truth. This is the affliction from which I suffer, and to this He, Himself, Who is potent over all things, beareth Me witness. That which hath sorely hurt Me are the claims which the people of the Bayán are advancing every day. Some have proclaimed their allegiance to one of My Branches (Sons), while others have asserted independently their claims, and acted after their own desires.</p>\n<p>O Dhabíh! The Tongue of Grandeur saith: By Myself that speaketh the truth! In this most mighty Revelation all the Dispensations of the past have attained their highest and final consummation. Whoso layeth claim to a Revelation after Him, such a man is assuredly a lying impostor. We pray God that He may graciously assist him to retract and repudiate such claim. Should he repent, God will no doubt forgive him. If, however, he persisteth in his error, God will assuredly send down one who will deal mercilessly with him. He, verily, is the Almighty, the Most Powerful.</p>\n<p>Behold how the people of the Bayán have utterly failed to recognize that the sole object of whatsoever My Previous Manifestation and Harbinger of My Beauty hath revealed hath been My Revelation and the proclamation of My Cause. Never—and to this He Who is the Sovereign Truth beareth Me witness—would He have, but for Me, pronounced what He did pronounce. Witness how this foolish people have treated the Cause of Him Who is the All-Possessing, the Inaccessible, as a play and pastime! Their hearts devise each day a new device, and their fancy leadeth them to seek a fresh retreat. If what they say be true, how then can the stability of the Cause of thy Lord be ensured? Ponder this in thine heart, and be thou of them who are sharp-sighted, who scan heedfully, who are steadfast in their purpose and confident in their belief. Such should be thy certitude that if all mankind were to advance such claims as no man hath ever advanced, or any mind conceived, thou wouldst completely ignore them, wouldst cast them from thee, and would set thy face towards Him Who is the Object of the adoration of all worlds.</p>\n<p>By the righteousness of Mine own Self! Great, immeasurably great is this Cause! Mighty, inconceivably mighty is this Day! Blessed indeed is the man that hath forsaken all things, and fastened his eyes upon Him Whose face hath shed illumination upon all who are in the heavens and all who are on the earth.</p>\n<p>Sharp must be thy sight, O Dhabíh, and adamant thy soul, and brass-like thy feet, if thou wishest to be unshaken by the assaults of the selfish desires that whisper in men’s breasts. This is the firm injunction which the Pen of the Most Great Name hath, by virtue of the Will of the Ancient King, been moved to reveal. Keep it as the apple of thine eye, and be thou of the thankful. Strive thou day and night to serve the Cause of Him Who is the Eternal Truth, and be thou detached from all else but Him. By Myself! Whatever thou seest in this Day shall perish. Supremely lofty will be thy station, if thou remainest steadfast in the Cause of thy Lord. Towards Him are thy busy movements directed, and in Him is thy final resting-place.</p>","Text2":"<p>Die Feder der Offenbarung, o Dhabíh,1 hat in den meisten der göttlich offenbarten Sendschreiben diese Worte verzeichnet: Wir haben alle Geliebten Gottes ermahnt, achtzugeben, daß der Saum Unseres heiligen Gewandes nicht mit dem Schmutz gesetzwidriger Taten beschmiert oder mit dem Staub tadelnswerten Betragens befleckt werde. Wir haben sie wei­ter ermahnt, ihren Blick auf das zu richten, was in Unseren Sendschreiben offenbart ist. Hätte ihr inneres Ohr auf die göttlichen Ratschläge geachtet, die vom Tagesanbruch der Feder des Allbarmherzigen hervorleuchteten, hätten sie auf Seine Stimme gehört, so wären heute die meisten Völker der Erde mit der Zier Seiner Führung geschmückt. Was vorherbestimmt war, ist jedoch eingetreten. Noch einmal offenbart die Zunge des Altehrwürdigen der Tage aus dem Größten Gefängnis diese Worte, die auf der schneeweißen Schriftrolle verzeichnet sind: O ihr Geliebten des einen, wahren Gottes! Tretet hervor aus der Enge euerer bösen, verderbten Lüste, schreitet voran in die Weite des Reiches Gottes und weilet auf den heiligen Auen der Loslösung, damit der Duft euerer Taten die ganze Menschheit zum Meere der unvergänglichen Herrlichkeit Gottes geleite. Laßt ab von den Angelegenheiten dieser Welt und allem, was dazu gehört, und nehmt nicht teil an der Tätigkeit jener, die äußerlich ihre Führer sind.</p>\n<p>– hat die Herrschaft auf Erden den Königen übertragen. Niemand hat das Recht, den wohlerwogenen Absichten derer, die Amtsgewalt besitzen, auch nur im geringsten entgegenzuwirken. Was Er sich vorbehalten hat, sind die Städte der Menschenherzen, und die Geliebten dessen, der die höchste Wahrheit ist, sind an diesem Tage wie die Schlüssel zu ihnen. Gebe Gott, daß sie alle befähigt werden, durch die Macht des Größten Namens die Tore dieser Städte auf­zuschließen. Das ist es, was unter »dem einen, wahren Gott helfen« zu verstehen ist – ein Thema, auf das die Feder dessen, der die Morgendämmerung anbrechen läßt, in allen seinen Büchern und Sendschreiben hingewiesen hat.</p>\n<p>[1. »Das Opfer«, Beiname des Siyyid Ismá’íl-i-Zavári’í, der von Bahá’u’lláh als »König und Geliebter der Märtyrer« gepriesen wurde.]</p>\n<p>[3 Der eine, wahre Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit]</p>\n<p>Ebenso geziemt es den Geliebten Gottes, mit ihren Mitmenschen nachsichtig zu sein, von allen Dingen so geheiligt und losgelöst zu sein und solche Aufrichtigkeit und Red­lichkeit aufzuweisen, daß alle Völker der Erde sie als die Treuhänder Gottes unter den Menschen anerkennen. Bedenke, zu welch erhabenen Höhen die Befehle des Allmächtigen sich aufschwingen, und wie armselig die Stätte ist, an der diese schwachen Seelen jetzt verweilen. Gesegnet, wer auf den Flügeln der Gewißheit in die Himmel fliegt, welche die Feder deines Herrn, des Allerbarmers, ausbreitet.</p>\n<p>Betrachte die Werke, o Dhabíh, die Gott, die allbeherrschende Wahrheit, vollbringt. Sprich: Wie gewaltig, wie überaus gewaltig ist die Kraft Seiner alle Welten umschließenden Macht! Erhaben, unendlich erhaben ist Er in Seiner Losgelöstheit über die Reichweite und den Gesichtskreis der ganzen Schöpfung! Verherrlicht, verherrlicht sei Seine Milde – eine Milde, die die Herzen der Gott Nahegebrachten dahinschmelzen läßt.</p>\n<p>Wir haben trotz zahlloser Trübsale, die Wir von den Händen Unserer Feinde erlitten, allen Herrschern der Erde verkündet, was Gott verkünden wollte, damit alle Völker wissen, daß keinerlei Heimsuchung die Feder des Altehrwürdigen der Tage davon abhalten kann, ihre Absicht zu vollbringen. Seine Feder bewegt sich mit der Erlaubnis Gottes, der dem brüchigen, morschen Gebein Gestalt ver­leiht.</p>\n<p>Im Hinblick auf dieses mächtigste Unternehmen ge­ziemt es denen, die Ihn lieben, sich mit Eifer zu rüsten und ihre Gedanken auf das zu richten, was den Sieg der Sache Gottes sichern wird, anstatt gemeine, verächtliche Taten zu begehen. Wolltest du nur eine kleine Weile die offenkundigen Werke und Taten dessen bedenken, der die Ewige Wahrheit ist, so würdest du auf die Erde niederfallen und ausrufen: O Du Herr aller Herren! Ich bezeuge, daß Du der Herr der ganzen Schöpfung bist, der Erzieher aller sichtba­ren und unsichtbaren Wesen. Ich bezeuge, daß Deine Kraft das ganze All umschließt, daß die Heere der Erde Dich niemals schrecken noch die Herrschaft aller Völker und Na­tionen Dich davon abhalten können, Deine Absicht auszuführen. Ich bekenne, daß Du nur den Wunsch hast, die ganze Welt zu erneuern, die Einheit ihrer Völker zu begründen und alle zu retten, die in ihr leben.</p>\n<p>Denke eine Weile nach und erwäge, wie sich die Geliebten Gottes zu verhalten haben und zu welchen Höhen sie sich aufschwingen müssen! Bitte allezeit deinen Herrn, den Gott des Erbarmens, daß Er ihnen helfe, Seinen Willen zu tun. Er, wahrlich, ist der Machtvollste, der Allherrliche, der Allwissende.</p>\n<p>Die diesem Unterdrückten auferlegte Gefangenschaft, o Dhabíh, brachte Ihm keinen Schaden, noch wird sie Ihm je schaden können; auch der Verlust all Seiner irdischen Güter, Seine Verbannung, ja selbst Sein Märtyrertod und Seine äußere Demütigung können Ihm keinen Schmerz zufügen. Was Ihn aber schmerzen kann, sind die Missetaten, welche die Geliebten Gottes begehen und welche man Ihm, der allbeherrschenden Wahrheit, zur Last legt. Das ist die Trübsal, unter der Ich leide, und Er selbst, mächtig über alle Dinge, bezeugt es Mir. Was Mich tief verletzt, sind die Ansprüche, die das Volk des Bayán täglich erhebt. Einige haben ihre Ergebenheit einem Meiner Äste1 bekundet, während andere unabhängig ihre Ansprüche geltend machen und nach ihren eigenen Wünschen handeln.</p>\n<p>[1. Söhne]</p>\n<p>O Dhabíh, die Zunge der Größe sagt: Bei Mir selbst, die Ich die Wahrheit spreche! In dieser mächtigsten Offenbarung finden alle Sendungen der Vergangenheit ihre höchste, ihre endgültige Erfüllung. Wer immer nach Ihm den Anspruch einer Offenbarung erhebt, ist sicherlich ein Lügner und Betrüger. Wir bitten Gott, daß Er ihm gnädig beistehe, einen solchen Anspruch zurückzuziehen und zu widerrufen. Sollte er bereuen, wird Gott ihm zweifellos vergeben. Verharrt er jedoch in seinem Irrtum, so wird Gott sicher einen herabsenden, der erbarmungslos mit ihm verfährt. Er, wahrlich, ist der Allmächtige, der Machtvollste!</p>\n<p>Siehe, wie das Volk des Bayán gänzlich verfehlt zu erkennen, daß das einzige Ziel dessen, was Meine vorausgegangene Manifestation, der Vorläufer Meiner Schönheit offenbarte, Meine Offenbarung und die Verkündigung Meiner Sache gewesen ist. Niemals – und dafür ist Er, die allbeherrschende Wahrheit, Mein Zeuge – hätte Er verkündet, was Er verkündete, wenn nicht für Mich. Siehe, wie diese Toren Seine, des Allbesitzenden, des Unzugänglichen, Sache als Spiel und Zeitvertreib behandeln! Ihr Herz ersinnt jeden Tag einen neuen Anschlag, und ihr Wahn führt sie stets auf die Suche nach einer neuen Zuflucht. Wäre wahr, was sie sagen, wie könnte dann die Sache deines Herrn in ihrem Bestand gesichert sein? Erwäge dies in deinem Herzen und gehöre zu den Scharfsichtigen, die sorgfältig prüfen, standhaft in ihrem Entschluß und zuversichtlich in ihrem Glauben sind. Deine Gewißheit sollte so sein, daß du, wenn die ganze Menschheit Ansprüche erhöbe, wie sie kein Mensch je erhoben, kein Geist je erdacht hat, sie völlig außer acht ließest, sie von dir wiesest und dein Angesicht Ihm, dem Ziel der Anbetung für alle Welten, zuwendetest.</p>\n<p>Bei der Rechtschaffenheit Meines eigenen Selbstes! Groß, unermeßlich groß ist diese Sache! Mächtig, unbegreiflich mächtig ist dieser Tag! Fürwahr, selig ist der Mensch, der allem entsagt und seine Augen auf Ihn richtet, dessen Antlitz über alle in den Himmeln und auf Erden Erleuchtung verbreitet.</p>\n<p>Scharf muß dein Blick sein, o Dhabíh, diamanten deine Seele und ehern dein Fuß, wenn du den selbstischen Wün­schen gegenüber, die in des Menschen Brust flüstern, unerschütterlich sein willst. Dies ist der ausdrückliche Befehl, den die Feder des Größten Namens durch den Willen des Altehrwürdigen Königs zu offenbaren bewegt worden ist. Hüte ihn wie deinen Augapfel und gehöre zu den Dankba­ren. Strebe Tag und Nacht danach, der Sache dessen zu dienen, der die Ewige Wahrheit ist, und sei losgelöst von allem außer Ihm. Bei Mir selbst! Was immer du an diesem Tage siehst, wird vergehen. Höchst erhaben wird deine Stufe sein, wenn du standhaft bleibst in der Sache deines Herrn. Hin zu Ihm seien deine Schritte eifrig gerichtet, und in Ihm ist deine letzte Ruhestatt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":116,"Roman":"CXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O kings of Christendom! Heard ye not the saying of Jesus, the Spirit of God, “I go away, and come again unto you”? Wherefore, then, did ye fail, when He did come again unto you in the clouds of heaven, to draw nigh unto Him, that ye might behold His face, and be of them that attained His Presence? In another passage He saith: “When He, the Spirit of Truth, is come, He will guide you into all truth.” And yet, behold how, when He did bring the truth, ye refused to turn your faces towards Him, and persisted in disporting yourselves with your pastimes and fancies. Ye welcomed Him not, neither did ye seek His Presence, that ye might hear the verses of God from His own mouth, and partake of the manifold wisdom of the Almighty, the All-Glorious, the All-Wise. Ye have, by reason of your failure, hindered the breath of God from being wafted over you, and have withheld from your souls the sweetness of its fragrance. Ye continue roving with delight in the valley of your corrupt desires. Ye, and all ye possess, shall pass away. Ye shall, most certainly, return to God, and shall be called to account for your doings in the presence of Him Who shall gather together the entire creation.…</p>\n<p>Twenty years have passed, O kings, during which We have, each day, tasted the agony of a fresh tribulation. No one of them that were before Us hath endured the things We have endured. Would that ye could perceive it! They that rose up against Us have put us to death, have shed our blood, have plundered our property, and violated our honor. Though aware of most of our afflictions, ye, nevertheless, have failed to stay the hand of the aggressor. For is it not your clear duty to restrain the tyranny of the oppressor, and to deal equitably with your subjects, that your high sense of justice may be fully demonstrated to all mankind?</p>\n<p>God hath committed into your hands the reins of the government of the people, that ye may rule with justice over them, safeguard the rights of the downtrodden, and punish the wrongdoers. If ye neglect the duty prescribed unto you by God in His Book, your names shall be numbered with those of the unjust in His sight. Grievous, indeed, will be your error. Cleave ye to that which your imaginations have devised, and cast behind your backs the commandments of God, the Most Exalted, the Inaccessible, the All-Compelling, the Almighty? Cast away the things ye possess, and cling to that which God hath bidden you observe. Seek ye His grace, for he that seeketh it treadeth His straight Path.</p>\n<p>Consider the state in which We are, and behold ye the ills and troubles that have tried Us. Neglect Us not, though it be for a moment, and judge ye between Us and Our enemies with equity. This will, surely, be a manifest advantage unto you. Thus do We relate to you Our tale, and recount the things that have befallen Us, that ye might take off Our ills and ease Our burden. Let him who will, relieve Us from Our trouble; and as to him that willeth not, My Lord is assuredly the best of helpers.</p>\n<p>Warn and acquaint the people, O Servant, with the things We have sent down unto Thee, and let the fear of no one dismay Thee, and be Thou not of them that waver. The day is approaching when God will have exalted His Cause and magnified His testimony in the eyes of all who are in the heavens and all who are on the earth. Place, in all circumstances, Thy whole trust in Thy Lord, and fix Thy gaze upon Him, and turn away from all them that repudiate His truth. Let God, Thy Lord, be Thy sufficing succorer and helper. We have pledged Ourselves to secure Thy triumph upon earth and to exalt Our Cause above all men, though no king be found who would turn his face towards Thee.</p>","Text2":"<p>O Könige der Christenheit! Vernahmt ihr nicht das Wort Jesu, des Geistes Gottes: »Ich gehe hin und komme wieder zu euch!«1 Warum versäumtet ihr dann, als Er wiederkam zu euch in den Wolken des Himmels, Ihm zu nahen, auf daß ihr Sein Angesicht schauet und zu denen gehöret, die in Seine Ge­genwart gelangten? An anderer Stelle sagt Er: »Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, wird Er euch in alle Wahrheit leiten.«2 Und doch, seht, als Er die Wahrheit brachte, da weigertet ihr euch, Ihm euer Angesicht zuzu­wenden, und verharrtet dabei, euch mit Spiel und Tand zu vergnügen. Ihr hießet Ihn nicht willkommen, noch suchtet ihr Seine Gegenwart, die Verse Gottes aus Seinem eigenen Munde zu hören und an der vielfältigen Weisheit des All­mächtigen, des Allherrlichen, des Allweisen, teilzuhaben. Durch euer Versäumnis habt ihr den Odem Gottes gehindert, über euch hinzuwehen, und habt euerer Seele die Süße seines Duftes vorenthalten. Und weiter streift ihr voll Ergötzen durch das Tal euerer verderbten Lüste. Ihr werdet mit allem, was ihr besitzet, vergehen. Ihr werdet ganz gewiß zu Gott zurückkehren und in der Gegenwart dessen, der die ganze Schöpfung zusammenrufen wird, für euere Taten zur Rechenschaft gezogen werden...</p>\n<p>[1.Joh. 14:28]</p>\n<p>[2.Joh. 16:13]</p>\n<p>Zwanzig Jahre sind dahingegangen, o Könige, und in dieser Zeit erlebten Wir jeden Tag die Pein einer neuen Trübsal. Keiner vor Uns hat erlitten, was Wir erlitten. Könntet ihr es doch erkennen! Die gegen Uns aufstanden, haben uns umgebracht, haben unser Blut vergossen, unseren Besitz geplündert und unsere Ehre verletzt. Obwohl der meisten unserer Leiden gewahr, habt ihr dennoch ver­säumt, die Hand des Angreifers zurückzuhalten. Ist es denn nicht euere eindeutige Pflicht, die Tyrannei des Unterdrük­kers zu verhindern und unparteiisch mit eueren Untertanen zu verfahren, damit euer hoher Gerechtigkeitssinn der gan­zen Menschheit offenkundig werde?</p>\n<p>Gott hat eueren Händen die Zügel der Herrschaft über die Menschen anvertraut, auf daß ihr mit Gerechtigkeit über sie herrschet, die Rechte der Unterdrückten schützet und die Übeltäter bestrafet. Wenn ihr die Pflicht, die euch Gott in Seinem Buch vorgeschrieben hat, vernachlässigt, werden euere Namen vor Ihm zu denen der Ungerechten gezählt werden. Schmerzhaft, wahrlich, wird euer Irrtum sein. Haltet ihr euch an das, was euere Einbildung ersonnen hat, und mißachtet ihr die Gebote Gottes, des höchst Erhabenen, des Unzugänglichen, des Allbezwingenden, des Allmächtigen? Werft hinweg, was ihr besitzt, und haltet euch an das, was Gott euch zu befolgen geboten hat. Suchet Seine Gnade, denn wer sie sucht, beschreitet Seinen geraden Pfad.</p>\n<p>Betrachtet den Zustand, in dem Wir sind, und seht die Leiden und Nöte, die Uns prüfen. Mißachtet Uns nicht, und sei es auch nur für einen Augenblick, und urteilt gerecht zwischen Uns und Unseren Feinden. Dies wird sicherlich von offenbarem Vorteil für euch sein. So berichten Wir euch Unsere Geschichte und erzählen, was uns betroffen hat, damit ihr Unsere Leiden von Uns nehmet und Unsere Last erleichtert. Wer will, befreie Uns von Unserer Not, und was den betrifft, der es nicht will – Mein Herr ist gewiß der beste der Helfer!</p>\n<p>Warne das Volk, o Diener, und mache es vertraut mit dem, was Wir auf Dich herniedersandten. Lasse Dich durch niemanden schrecken und gehöre nicht zu den Wan­kenden. Es naht der Tag, da Gott Seine Sache erhöht und Sein Zeugnis vor den Augen aller, die in den Himmeln, und aller, die auf Erden sind, verherrlicht haben wird. Setze un­ter allen Umständen Dein ganzes Vertrauen auf Deinen Herrn, richte Deinen Blick auf Ihn und wende Dich ab von allen, die Seine Wahrheit verwerfen. Lasse Gott, Deinen Herrn, Deinen alleinigen Beistand und Helfer sein. Wir haben gelobt, Deinen Triumph auf Erden zu sichern und Un­sere Sache vor allen Menschen zu erhöhen, selbst wenn kein König sich fände, der Dir sein Angesicht zuwendet.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":117,"Roman":"CXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Great Being, wishing to reveal the prerequisites of the peace and tranquillity of the world and the advancement of its peoples, hath written: The time must come when the imperative necessity for the holding of a vast, an all-embracing assemblage of men will be universally realized. The rulers and kings of the earth must needs attend it, and, participating in its deliberations, must consider such ways and means as will lay the foundations of the world’s Great Peace amongst men. Such a peace demandeth that the Great Powers should resolve, for the sake of the tranquillity of the peoples of the earth, to be fully reconciled among themselves. Should any king take up arms against another, all should unitedly arise and prevent him. If this be done, the nations of the world will no longer require any armaments, except for the purpose of preserving the security of their realms and of maintaining internal order within their territories. This will ensure the peace and composure of every people, government and nation. We fain would hope that the kings and rulers of the earth, the mirrors of the gracious and almighty name of God, may attain unto this station, and shield mankind from the onslaught of tyranny.… The day is approaching when all the peoples of the world will have adopted one universal language and one common script. When this is achieved, to whatsoever city a man may journey, it shall be as if he were entering his own home. These things are obligatory and absolutely essential. It is incumbent upon every man of insight and understanding to strive to translate that which hath been written into reality and action.… That one indeed is a man who, today, dedicateth himself to the service of the entire human race. The Great Being saith: Blessed and happy is he that ariseth to promote the best interests of the peoples and kindreds of the earth. In another passage He hath proclaimed: It is not for him to pride himself who loveth his own country, but rather for him who loveth the whole world. The earth is but one country, and mankind its citizens.</p>","Text2":"<p>In dem Wunsche, die Voraussetzungen für Frieden und Ruhe in der Welt und für den Fortschritt ihrer Völker zu offenbaren, hat das Höchste Wesen geschrieben: Die Zeit muß kommen, da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Men­schen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Bera­tungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Men­schen legen. Ein solcher Friede erfordert es, daß die Großmächte sich um der Ruhe der Völker der Erde willen zu völliger Aussöhnung untereinander entschließen. Sollte ein König die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so müssen sich alle vereint erheben und ihn daran hindern. Wenn dies geschieht, werden die Nationen der Welt – außer für die Wahrung der Sicherheit ihrer Reiche und die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in ihrem Staatsgebiet – keine Waffen mehr brauchen. Dies wird jedem Volk, jeder Regierung und Nation Frieden und Ruhe sichern.Wir möchten gerne hoffen, daß die Könige und Herrscher der Erde, die Spiegel des barmherzigen und allmächtigen Namens Gottes, diese Stufe erreichen und die Menschheit vor dem Angriff der Tyrannei beschirmen werden... Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies er­reicht ist, wird es für jeden Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag, sein, als betrete er sein eigenes Heim. All dies ist verbindlich und durchaus wesentlich. Es ist die Pflicht eines jeden Menschen mit Einsicht und Verständnis, danach zu streben, das hier Niedergeschriebene in die Wirklichkeit und die Tat umzusetzen... Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":118,"Roman":"CXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Lay not aside the fear of God, O kings of the earth, and beware that ye transgress not the bounds which the Almighty hath fixed. Observe the injunctions laid upon you in His Book, and take good heed not to overstep their limits. Be vigilant, that ye may not do injustice to anyone, be it to the extent of a grain of mustard seed. Tread ye the path of justice, for this, verily, is the straight path.</p>\n<p>Compose your differences, and reduce your armaments, that the burden of your expenditures may be lightened, and that your minds and hearts may be tranquillized. Heal the dissensions that divide you, and ye will no longer be in need of any armaments except what the protection of your cities and territories demandeth. Fear ye God, and take heed not to outstrip the bounds of moderation, and be numbered among the extravagant.</p>\n<p>We have learned that you are increasing your outlay every year, and are laying the burden thereof on your subjects. This, verily, is more than they can bear, and is a grievous injustice. Decide justly between men, and be ye the emblems of justice amongst them. This, if ye judge fairly, is the thing that behooveth you, and beseemeth your station.</p>\n<p>Beware not to deal unjustly with anyone that appealeth to you, and entereth beneath your shadow. Walk ye in the fear of God, and be ye of them that lead a godly life. Rest not on your power, your armies, and treasures. Put your whole trust and confidence in God, Who hath created you, and seek ye His help in all your affairs. Succor cometh from Him alone. He succoreth whom He will with the hosts of the heavens and of the earth.</p>\n<p>Know ye that the poor are the trust of God in your midst. Watch that ye betray not His trust, that ye deal not unjustly with them and that ye walk not in the ways of the treacherous. Ye will most certainly be called upon to answer for His trust on the day when the Balance of Justice shall be set, the day when unto every one shall be rendered his due, when the doings of all men, be they rich or poor, shall be weighed.</p>\n<p>If ye pay no heed unto the counsels which, in peerless and unequivocal language, We have revealed in this Tablet, Divine chastisement shall assail you from every direction, and the sentence of His justice shall be pronounced against you. On that day ye shall have no power to resist Him, and shall recognize your own impotence. Have mercy on yourselves and on those beneath you. Judge ye between them according to the precepts prescribed by God in His most holy and exalted Tablet, a Tablet wherein He hath assigned to each and every thing its settled measure, in which He hath given, with distinctness, an explanation of all things, and which is in itself a monition unto them that believe in Him.</p>\n<p>Examine Our Cause, inquire into the things that have befallen Us, and decide justly between Us and Our enemies, and be ye of them that act equitably towards their neighbor. If ye stay not the hand of the oppressor, if ye fail to safeguard the rights of the downtrodden, what right have ye then to vaunt yourselves among men? What is it of which ye can rightly boast? Is it on your food and your drink that ye pride yourselves, on the riches ye lay up in your treasuries, on the diversity and the cost of the ornaments with which ye deck yourselves? If true glory were to consist in the possession of such perishable things, then the earth on which ye walk must needs vaunt itself over you, because it supplieth you, and bestoweth upon you, these very things, by the decree of the Almighty. In its bowels are contained, according to what God hath ordained, all that ye possess. From it, as a sign of His mercy, ye derive your riches. Behold then your state, the thing in which ye glory! Would that ye could perceive it!</p>\n<p>Nay! By Him Who holdeth in His grasp the kingdom of the entire creation! Nowhere doth your true and abiding glory reside except in your firm adherence unto the precepts of God, your wholehearted observance of His laws, your resolution to see that they do not remain unenforced, and to pursue steadfastly the right course.</p>","Text2":"<p>Verwerft nicht die Gottesfurcht, o Könige 1 der Erde, und hütet euch, die Grenzen zu überschreiten, die der Allmächtige gesetzt hat. Beachtet die Gebote, die euch in Seinem Buche gege­ben sind, und hütet euch wohl, ihre Schranken zu übertre­ten. Seid wachsam, damit ihr niemandem Unrecht zufügt, und sei es auch so gering wie ein Senfkorn. Beschreitet den Pfad der Gerechtigkeit, denn dieser ist wahrlich der gerade Pfad.</p>\n<p>Legt euere Streitigkeiten bei und rüstet ab, damit die 2 Last euerer Ausgaben leichter werde, euere Gemüter und Herzen zur Ruhe kommen. Heilt die Zwietracht, die euch spaltet, dann werdet ihr kein Kriegsgerät mehr nötig haben außer dem, was der Schutz euerer Städte und Gebiete er­fordert. Fürchtet Gott und hütet euch, die Grenzen des rechten Maßes zu überschreiten und zu den Maßlosen zu gehören.</p>\n<p>Wir haben erfahren, daß ihr jedes Jahr euere Ausgaben vermehrt und die Lasten dafür eueren Untertanen aufbürdet. Dies ist wahrlich mehr, als sie tragen können, und ein bitteres Unrecht. Entscheidet gerecht zwischen den Menschen und werdet zu Wahrzeichen der Gerechtigkeit unter ihnen. Dies ist, so ihr billig urteilt, was euch ansteht und euerer Stufe entspricht.</p>\n<p>Hütet euch, jemandem Unrecht zu tun, der euch anruft und unter eueren Schutz tritt. Wandelt in der Furcht Gottes und gehört zu denen, die ein gottgefälliges Leben führen. Verlaßt euch nicht auf euere Macht, euere Heere und Schätze. Setzt euer ganzes Vertrauen und euere Zuversicht auf Gott, der euch erschaffen hat, und sucht Seinen Bei­stand in allen eueren Geschäften. Hilfe kommt allein von Ihm. Er hilft, wem Er will, mit den Scharen der Himmel und der Erde.</p>\n<p>Wisset, daß die Armen das Pfand Gottes in euerer Mitte sind. Seid achtsam, daß ihr Sein Pfand nicht veruntreut, daß ihr nicht ungerecht an ihnen handelt und auf den Wegen der Treulosen wandelt. Ihr werdet ganz gewiß über Sein Pfand zur Rechenschaft gezogen werden an dem Tage, da die Waage der Gerechtigkeit aufgestellt ist, dem Tage, da jedem vergolten wird, wie ihm gebührt, da die Taten aller Menschen, ob reich oder arm, gewogen werden.</p>\n<p>Wenn ihr den Ratschlägen, die Wir in unvergleichlicher, eindeutiger Sprache auf dieser Tafel offenbaren, keine Be­achtung schenkt, wird göttliche Züchtigung von allen Seiten über euch kommen, und Seine Gerechtigkeit wird über euch ihr Urteil fällen. An jenem Tage werdet ihr keine Macht haben, Ihm zu widerstehen, und euere Ohnmacht erkennen. Habt Erbarmen mit euch selbst und mit denen, die euch unterstehen. Richtet zwischen ihnen nach den Regeln, die Gott auf Seiner heiligsten, erhabensten Tafel nie­dergelegt hat, einer Tafel, auf der Er allem sein festgesetztes Maß zugewiesen und eine deutliche Erklärung aller Dinge gegeben hat, einer Tafel, die selbst Mahnung ist für alle, die an Ihn glauben.</p>\n<p>Prüfet Unsere Sache, erforschet alles, was Uns widerfah­ren ist, entscheidet gerecht zwischen Uns und Unseren Feinden, und gehört zu denen, die unparteiisch mit ihrem Nächsten verfahren. Wenn ihr der Hand des Unterdrückers nicht Einhalt gebietet, wenn ihr versäumt, die Rechte der Getretenen zu schützen, welches Recht habt ihr dann, euch vor den Menschen zu brüsten? Wessen könnt ihr euch zu Recht rühmen? Ist es euere Speise und Trank, auf die ihr stolz seid, sind es die Schätze, die ihr hortet, die Vielfalt und der Wert des Schmucks, mit dem ihr euch behängt? Bestünde wahrer Ruhm im Besitz solch vergänglicher Dinge, dann müßte die Erde, auf der ihr geht, sich vor euch brüsten, weil sie euch nach dem Ratschluß des Allmächtigen mit eben diesen Dingen versorgt und beschenkt. Tief in ihr ist alles enthalten, was ihr besitzet, wie Gott es verfügt hat. Aus ihr schöpft ihr eueren Reichtum als ein Zeichen Seiner Barmherzigkeit. So betrachtet denn eueren Zustand, seht, worauf ihr stolz seid! Könntet ihr es doch begreifen!</p>\n<p>Nein, bei Ihm, der das Reich der ganzen Schöpfung in Seinem Griff hält! Euer wahrer, bleibender Ruhm liegt nir­gendwo sonst als in euerem entschiedenen Festhalten an den Geboten Gottes, in der rückhaltlosen Befolgung Seines Gesetzes, in der Entschlossenheit, mit der ihr darauf achtet, daß sie angewandt werden, und darin, daß ihr unbeirrt dem rechten Wege folgt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":119,"Roman":"CXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O ye rulers of the earth! Wherefore have ye clouded the radiance of the Sun, and caused it to cease from shining? Hearken unto the counsel given you by the Pen of the Most High, that haply both ye and the poor may attain unto tranquillity and peace. We beseech God to assist the kings of the earth to establish peace on earth. He, verily, doth what He willeth.</p>\n<p>O kings of the earth! We see you increasing every year your expenditures, and laying the burden thereof on your subjects. This, verily, is wholly and grossly unjust. Fear the sighs and tears of this wronged One, and lay not excessive burdens on your peoples. Do not rob them to rear palaces for yourselves; nay rather choose for them that which ye choose for yourselves. Thus We unfold to your eyes that which profiteth you, if ye but perceive. Your people are your treasures. Beware lest your rule violate the commandments of God, and ye deliver your wards to the hands of the robber. By them ye rule, by their means ye subsist, by their aid ye conquer. Yet, how disdainfully ye look upon them! How strange, how very strange!</p>\n<p>Now that ye have refused the Most Great Peace, hold ye fast unto this, the Lesser Peace, that haply ye may in some degree better your own condition and that of your dependents.</p>\n<p>O rulers of the earth! Be reconciled among yourselves, that ye may need no more armaments save in a measure to safeguard your territories and dominions. Beware lest ye disregard the counsel of the All-Knowing, the Faithful.</p>\n<p>Be united, O kings of the earth, for thereby will the tempest of discord be stilled amongst you, and your peoples find rest, if ye be of them that comprehend. Should anyone among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice.</p>","Text2":"<p>O ihr Herrscher der Erde! Warum habt ihr, den Wolken gleich, die Sonne und ihren</p>\n<p>Glanz verdunkelt und sie am Scheinen ge­hindert? Hört auf den Rat, den euch die Feder des Höch­sten gibt, damit ihr und die Armen Ruhe und Frieden finden. Wir flehen zu Gott, daß Er den Königen der Erde beistehe, den Frieden auf Erden zu errichten. Er, wahrlich, tut, was Er will.</p>\n<p>O Könige der Erde! Wir sehen euch jedes Jahr euere Ausgaben vermehren und deren Lasten eueren Untertanen aufbürden. Das ist, wahrlich, höchst ungerecht. Fürchtet die Seufzer und Tränen dieses Unterdrückten und ladet nicht übermäßige Lasten auf euere Völker. Beraubt sie nicht, um Paläste für euch selbst aufzurichten. Nein, wählt vielmehr für sie, was ihr für euch selbst wählt. So legen Wir euch vor Augen, was euch nützt – würdet ihr es doch begreifen! Euere Völker sind euere Schätze. Hütet euch, daß euere Herrschaft die Gebote Gottes nicht verletze und ihr euere Schutzbefohlenen nicht dem Räuber an die Hand lie­fert. Durch sie herrscht ihr, von ihren Mitteln lebt ihr, mit ihrer Hilfe siegt ihr. Doch wie verächtlich blickt ihr auf sie! Wie seltsam, wie höchst seltsam!</p>\n<p>Nun, da ihr den Größten Frieden zurückgewiesen habt, haltet euch fest an diesen, den Geringeren Frieden, damit ihr euere eigene Lage und die euerer Untertanen einigerma­ßen bessert.</p>\n<p>Ihr Herrscher der Erde! Versöhnt euch miteinander, so daß ihr nicht mehr Kriegsrüstungen benötigt, als dem Schutz euerer Gebiete und Länder angemessen ist. Hütet euch, den Rat des Allwissenden, des Glaubwürdigen, zu mißachten!</p>\n<p>Seid einig, o Könige der Erde, denn dadurch wird der Sturm des Haders gestillt, und euere Völker finden Ruhe – wenn ihr doch zu den Verstehenden gehörtet! Sollte einer unter euch gegen einen anderen die Waffen ergreifen, so er­hebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":120,"Roman":"CXX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O ye the elected representatives of the people in every land! Take ye counsel together, and let your concern be only for that which profiteth mankind, and bettereth the condition thereof, if ye be of them that scan heedfully. Regard the world as the human body which, though at its creation whole and perfect, hath been afflicted, through various causes, with grave disorders and maladies. Not for one day did it gain ease, nay its sickness waxed more severe, as it fell under the treatment of ignorant physicians, who gave full rein to their personal desires, and have erred grievously. And if, at one time, through the care of an able physician, a member of that body was healed, the rest remained afflicted as before. Thus informeth you the All-Knowing, the All-Wise.</p>\n<p>We behold it, in this day, at the mercy of rulers so drunk with pride that they cannot discern clearly their own best advantage, much less recognize a Revelation so bewildering and challenging as this. And whenever any one of them hath striven to improve its condition, his motive hath been his own gain, whether confessedly so or not; and the unworthiness of this motive hath limited his power to heal or cure.</p>\n<p>That which the Lord hath ordained as the sovereign remedy and mightiest instrument for the healing of all the world is the union of all its peoples in one universal Cause, one common Faith. This can in no wise be achieved except through the power of a skilled, an all-powerful and inspired Physician. This, verily, is the truth, and all else naught but error.</p>","Text2":"<p>O ihr gewählten Vertreter des Volkes in allen Ländern! Beratet miteinander und laßt euch nur das angelegen sein, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert – so ihr zu denen gehört, die achtsam prüfen! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Körper, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus verschiedenen Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unwissender Ärzte fiel, die sich nur von ihren per­sönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So un­terrichtet euch der Allwissende, der Allweise.</p>\n<p>Wir sehen ihn an diesem Tage der Willkür von Herr-2 schern ausgeliefert, die so trunken sind von Hochmut, daß sie ihren eigenen Vorteil nicht klar erkennen können, geschweige denn eine so verblüffende, herausfordernde Of­fenbarung wie diese. Und versuchte einer von ihnen den Zustand der Welt zu bessern, so war sein Beweggrund, ein­gestanden oder nicht, der eigene Nutzen. Dieses unlautere Motiv hat seine Heilkraft gemindert.</p>\n<p>Die wirksamste Arznei, das mächtigste Mittel, das der 3 Herr für die Heilung der Welt verfügt hat, ist die Vereinigung aller Völker in einer allumfassenden Sache, in einem gemeinsamen Glauben. Nur ein allmächtiger, erleuchteter Arzt hat die Fähigkeit, diese Einheit zu stiften. Wahrlich, dies ist die Wahrheit, und alles andere nichts als Irrtum.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":121,"Roman":"CXXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: O ye that envy Me and seek My hurt! The fury of your wrath against Me confound you! Lo, the Daystar of Glory hath risen above the horizon of My Revelation, and enveloped with its radiance the whole of mankind. And yet, behold how ye have shut out yourselves from its splendor and are sunk in utter heedlessness. Have mercy upon yourselves, and repudiate not the claim of Him Whose truth ye have already recognized, and be not of them that transgress.</p>\n<p>By the righteousness of the one true God! If ye reject this Revelation, all the nations of the earth will laugh you to scorn and mock you, for it is you that have produced, before their eyes, and for the purpose of vindicating the truth of your Cause, the testimonies of God, the Sovereign Protector, the Most Powerful, the All-Glorious, the All-Knowing. And yet, no sooner was His subsequent Revelation, clothed with the glory of an all-compelling sovereignty, sent down unto you, than ye cast it behind your backs, O ye that are numbered with the heedless ones!</p>\n<p>What! Believe ye in your hearts that ye possess the power to extinguish the radiance of the Sun, or to eclipse its splendor? Nay, by My life! Ye will never and can never achieve your purpose, though ye summon to your aid all that is in the heavens and all that is on the earth. Walk ye in the fear of God, and render not your works vain. Incline your ears to His words, and be not of them that are shut out as by a veil from Him. Say: God is My witness! I have wished nothing whatever for Myself. What I have wished is the victory of God and the triumph of His Cause. He is Himself a sufficient witness between you and Me. Were ye to cleanse your eyes, ye would readily perceive how My deeds testify to the truth of My words, how My words are a guide to My deeds.</p>\n<p>Blinded are your eyes! Perceived ye not the greatness of the power of God and of His sovereignty? Beheld ye not His majesty and glory? Woe unto you, ye congregation of the malicious and envious! Hearken unto My speech, and tarry not though it be for less than a moment. Thus biddeth you He Who is the Beauty of the All-Merciful, that haply ye may detach yourselves from the things ye possess, and ascend to the heights from which ye can discover the whole creation sheltered beneath the shadow of His Revelation.</p>\n<p>Say: There is no place of refuge for you, no asylum to which ye can flee, no one to defend or to protect you in this Day from the fury of the wrath of God and from His vehement power, unless and until ye seek the shadow of His Revelation. This, indeed, is His Revelation which hath been manifested unto you in the person of this Youth. Glorified, then, be God for so effulgent, so precious, so wondrous a vision.</p>\n<p>Detach yourselves from all else but Me, and turn your faces towards My face, for better is this for you than the things ye possess. The Tongue of God testifieth to the truth of My words, through Mine own Word that speaketh the truth, and embraceth and comprehendeth all things.</p>\n<p>Say: Think ye that your allegiance to His Cause can ever profit Him, or your repudiation of its truth cause Him any loss? No, by My Self, the All-Subduing, the Inaccessible, the Most High! Tear ye asunder the veils of names and cleave ye their kingdom. By My Beauty! He Who is the Monarch of all names is come, He at Whose bidding every single name hath, from the beginning that hath no beginning, been created, He Who shall continue to create them as He pleaseth. He, verily, is the All-Powerful, the All-Wise.</p>\n<p>Beware that ye divest not yourselves of the raiment of Divine guidance. Drink ye your fill from the Cup which the Youths of Heaven have raised above your heads. Thus biddeth you He Who hath more mercy upon you than your own selves, He Who asketh not any recompense or thanks from you. His reward is from Him Who hath, through the power of truth, sent Him down unto you, and singled Him out and proclaimed Him as His own Testimony unto the whole of creation. He it is Who hath empowered Him to manifest all His signs. Repeat the gaze, that ye may perceive the things whereunto the Tongue of the Ancient of Days hath summoned you, that haply ye may be of them that have apprehended the truth. Heard it ye ever reported by your fathers of old, or by the generations that preceded them, even unto the first Adam, that anyone coming in the clouds of revelation, being invested with manifest and transcendent sovereignty, having on his right hand the Kingdom of God and on his left all the power and glory of His everlasting dominion, anyone preceded by the hosts of God, the Almighty, the All-Compelling, the Most Powerful, and uttering continually verses whose import the minds of the most learned and wisest of men are powerless to fathom, should yet be the bearer of a message that is not of God? Be discerning, then, and speak ye the truth, the very truth, if ye claim to be honest and high-minded.</p>\n<p>Say: The verses We have revealed are as numerous as those which, in the preceding Revelation, were sent down upon the Báb. Let him that doubteth the words which the Spirit of God hath spoken seek the court of Our presence and hear Our divinely revealed verses, and be an eyewitness of the clear proof of Our claim.</p>\n<p>Say: By the righteousness of the Almighty! The measure of the favors of God hath been filled up, His Word hath been perfected, the light of His countenance hath been revealed, His sovereignty hath encompassed the whole of creation, the glory of His Revelation hath been made manifest, and His bounties have rained upon all mankind.</p>","Text2":"<p>Sprich: O ihr, die ihr neidisch auf Mich seid und Mich zu verletzen sucht! Euer grimmer Zorn gegen Mich lasse euch zuschanden werden! Seht, die Sonne der Herrlichkeit stieg über dem Horizont Meiner Offenbarung empor und hüllte die ganze Menschheit in ihr Licht. Und dennoch, seht, wie ihr euch vor ihrem Glanze verschlossen habt und in völliger Achtlosigkeit versunken seid. Habt Erbarmen mit euch selbst, weist den Anspruch dessen nicht zurück, dessen Wahrheit ihr schon erkannt habt, und gehört nicht zu den Übertretern.</p>\n<p>Bei der Gerechtigkeit des einen, wahren Gottes! Wenn ihr diese Offenbarung verwerft, werden euch alle Völker der Erde verlachen und verspotten, denn ihr führtet ihnen in der Absicht, die Wahrheit euerer eigenen Sache zu ver­teidigen, die Zeugnisse Gottes vor Augen, des allherrschenden Beschirmers, des Machtvollsten, des Allherrlichen, des Allweisen. Und doch, kaum wurde Seine nachfolgende Offenbarung zu euch herabgesandt, angetan mit der Herrlichkeit einer allbezwingenden Herrschaft, da wandtet ihr euch von ihr ab, o ihr, die ihr zu den Achtlosen zählt!</p>\n<p>Wie, glaubt ihr in euerem Herzen, ihr hättet die Macht, das Licht der Sonne auszulöschen oder ihren Glanz zu verdunkeln? Nein, bei Meinem Leben! Nie werdet ihr, nie könnt ihr euer Ziel erreichen, selbst wenn ihr alles, was in den Himmeln, und alles, was auf Erden ist, zu euerer Hilfe aufruft. Wandelt in der Furcht Gottes und macht euere eigenen Werke nicht zunichte. Neigt euer Ohr Seinen Worten und gehört nicht zu denen, die wie durch einen Schleier von Ihm getrennt sind. Sprich: Gott ist Mein Zeuge! Nichts, gar nichts habe Ich für Mich selbst gewünscht. Was Ich gewünscht habe, ist der Sieg Gottes und der Triumph Seiner Sache. Er selbst genügt als Zeuge zwischen euch und Mir. Würdet ihr euch die Augen reiben, ihr würdet schnell erkennen, wie Meine Taten die Wahrheit Meiner Worte bezeugen, wie Meine Worte eine Führung zu Meinen Taten sind.</p>\n<p>Verblendet sind euere Augen! Erkennt ihr nicht die Macht Gottes und Seine Herrschaft? Seht ihr nicht Seine Majestät und Herrlichkeit? Wehe dir, du Schar der Böswilligen und der Neider! Hört auf Meine Rede und zögert nicht, wäre es auch weniger als einen Augenblick. Dies gebietet euch Er, die Schönheit des Allbarmherzigen, damit ihr euch von dem, was ihr besitzt, löst und zu den Höhen aufsteigt, von denen aus ihr die ganze Schöpfung unter dem Schutze Seiner Offenbarung geborgen finden könnt.</p>\n<p>Sprich: Es gibt keine Zuflucht für euch, kein Obdach, zu dem ihr flüchten könnt, niemanden, der euch an diesem Tage verteidigte oder beschützte vor Gottes grimmigem Zorn und vor Seiner gewaltigen Macht, wenn und ehe ihr nicht den Schatten Seiner Offenbarung aufsucht. Dies ist fürwahr Seine Offenbarung, die euch in der Person dieses Jünglings verkündet ist. Verherrlicht sei Gott für eine so strahlende, kostbare und wundersame Schau.</p>\n<p>Löst euch von allem außer Mir und wendet euer Angesicht Meinem Angesicht zu, denn das ist besser für euch als alles, was ihr besitzt. Die Zunge Gottes bezeugt die Wahrheit Meiner Worte durch Mein eigenes Wort, das die Wahrheit spricht und alle Dinge erfaßt und umschließt.</p>\n<p>Sprich: Glaubt ihr, daß euere Ergebenheit für Seine Sache Ihm jemals nützen oder euere Ablehnung ihrer Wahrheit Ihm irgendwelchen Schaden bringen kann? Nein, bei Meinem Selbst, dem Allunterwerfenden, dem Unzugänglichen, dem Höchsten! Zerreißt die Schleier der Namen und spaltet ihr Reich. Bei Meiner Schönheit! Er, der Herrscher über alle Namen, ist gekommen, Er, auf dessen Gebot jeder einzelne Name von dem Anfang an, der keinen Anfang hat, erschaffen wurde, Er, der sie auch weiterhin schaffen wird, wie es Ihm gefällt. Er, wahrlich, ist der Allgewaltige, der Allweise.</p>\n<p>Hütet euch, daß ihr euch nicht des Gewandes göttlicher Führung entäußert. Trinkt euch satt aus dem Kelch, den die Jünglinge des Himmels hoch über euere Häupter erhoben haben. So gebietet euch Er, der mehr Erbarmen mit euch hat als ihr selbst, Er, der weder Lohn noch Dank von euch fordert. Sein Lohn kommt von Ihm, der Ihn durch die Macht der Wahrheit zu euch herabgesandt, Ihn auserwählt und der ganzen Schöpfung als Sein eigenes Zeugnis ver­kündet hat. Er ist es, der Ihn ermächtigt hat, alle Seine Zei­chen zu offenbaren. Seht Ihn aufs neue, damit ihr erkennen möget, wozu die Zunge des Altehrwürdigen der Tage euch aufruft, damit ihr vielleicht zu denen gehöret, die die Wahrheit begreifen. Habt ihr je von eueren Vorvätern oder von den ihnen vorangegangenen Geschlechtern, bis zu dem ersten Adam zurück, gehört, daß einer, der, mit offenbarer, überirdischer Herrschaft ausgestattet, in den Wolken der Offenbarung kommt, der in seiner rechten Hand das Reich Gottes und in seiner Linken alle Macht und Herrlichkeit Seiner ewigen Herrschaft hält, einer, dem die Scharen Gottes, des Allmächtigen, des Allbezwingenden, des Machtvollsten, vorangehen, der fortwährend Verse verkündet, deren Sinn zu ergründen der Verstand der gelehrtesten und weisesten Menschen unfähig ist, daß dieser dennoch der Träger einer Botschaft sein sollte, die nicht von Gott wäre? Seid darum einsichtsvoll und sprecht die Wahrheit, die rei­ne Wahrheit, wenn ihr beansprucht, ehrlich und hochgesinnt zu sein.</p>\n<p>Sprich: Die Verse, die Wir offenbart haben, sind so zahl­reich wie jene, die in der vorangegangenen Offenbarung auf den Báb herabgesandt wurden. Wer die Worte bezwei­felt, die der Geist Gottes spricht, möge den Hof Unserer Gegenwart aufsuchen, Unsere göttlich offenbarten Verse hören und Augenzeuge für den klaren Beweis Unseres An­spruchs sein.</p>\n<p>Sprich: Bei der Gerechtigkeit des Allmächtigen! Das Maß der Gunstbezeugungen Gottes ist voll erfüllt, Sein Wort ist vollendet, das Licht Seines Angesichts ist offen­bart, Seine höchste Herrschaft hat die ganze Schöpfung umfaßt, die Herrlichkeit Seiner Offenbarung ist kundgetan und Seine Gnadengaben sind auf die ganze Menschheit herniedergeströmt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":122,"Roman":"CXXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Man is the supreme Talisman. Lack of a proper education hath, however, deprived him of that which he doth inherently possess. Through a word proceeding out of the mouth of God he was called into being; by one word more he was guided to recognize the Source of his education; by yet another word his station and destiny were safeguarded. The Great Being saith: Regard man as a mine rich in gems of inestimable value. Education can, alone, cause it to reveal its treasures, and enable mankind to benefit therefrom. If any man were to meditate on that which the Scriptures, sent down from the heaven of God’s holy Will, have revealed, he would readily recognize that their purpose is that all men shall be regarded as one soul, so that the seal bearing the words “The Kingdom shall be God’s” may be stamped on every heart, and the light of Divine bounty, of grace, and mercy may envelop all mankind. The one true God, exalted be His glory, hath wished nothing for Himself. The allegiance of mankind profiteth Him not, neither doth its perversity harm Him. The Bird of the Realm of Utterance voiceth continually this call: “All things have I willed for thee, and thee, too, for thine own sake.” If the learned and worldly-wise men of this age were to allow mankind to inhale the fragrance of fellowship and love, every understanding heart would apprehend the meaning of true liberty, and discover the secret of undisturbed peace and absolute composure. Were the earth to attain this station and be illumined with its light it could then be truly said of it: “Thou shall see in it no hollows or rising hills.”</p>","Text2":"<p>Der Mensch ist der höchste Talisman. Der Mangel an geeigneter Erziehung hat ihn jedoch dessen beraubt, was er seinem Wesen nach besitzt. Durch ein Wort, das aus dem Munde Gottes hervorging, wurde er ins Dasein gerufen. Durch ein weiteres Wort ward er dazu geführt, den Quell seiner Erziehung zu erkennen. Durch wieder ein anderes Wort wurden seine Stufe und seine Bestimmung sichergestellt. Das Höchste Wesen spricht: Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Er­ziehung kann bewirken, daß es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag. Jeder Mensch, der nachsinnt über das, was die aus dem Himmel des heiligen Willens Gottes herabgesandten Schriften of­fenbart haben, wird leicht erkennen, wie es ihr Ziel ist, daß alle Menschen als eine Seele betrachtet werden sollen, da­mit das Siegel mit den Worten »Das Reich wird Gottes sein« jedem Herzen aufgeprägt werde und das Licht göttlicher Großmut, Gnade und Barmherzigkeit die ganze Menschheit umhülle. Der eine, wahre Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit wünscht nichts für sich selbst. Ihm nützt weder die Untertanentreue der Menschheit noch schadet Ihm ihre Verderbtheit. Der Vogel aus dem Reiche der Äußerung erhebt unaufhörlich diesen Ruf: »Alle Dinge habe Ich für dich gewollt, und auch dich um deiner selbst willen.« Wenn die Gelehrten und Weltweisen dieser Zeit der Menschheit gestatteten, den Duft der Verbundenheit und Liebe einzuatmen, würde jedes verständige Herz die Bedeutung wahrer Freiheit begreifen und das Geheimnis ungetrübten Friedens und vollkommener Seelenruhe entdecken. Würde die Erde diesen Stand der Dinge erreichen und von seinem Lichte erleuchtet, dann könnte man wahrlich von ihr sagen: »Du wirst auf ihr weder Tiefen noch Höhen sehen.«</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":123,"Roman":"CXXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The generations that have gone on before you—whither are they fled? And those round whom in life circled the fairest and the loveliest of the land, where now are they? Profit by their example, O people, and be not of them that are gone astray.</p>\n<p>Others erelong will lay hands on what ye possess, and enter into your habitations. Incline your ears to My words, and be not numbered among the foolish.</p>\n<p>For every one of you his paramount duty is to choose for himself that on which no other may infringe and none usurp from him. Such a thing—and to this the Almighty is My witness—is the love of God, could ye but perceive it.</p>\n<p>Build ye for yourselves such houses as the rain and floods can never destroy, which shall protect you from the changes and chances of this life. This is the instruction of Him Whom the world hath wronged and forsaken.</p>","Text2":"<p>Die Geschlechter vor euch – wohin sind sie entschwunden? Und jene, um die sich zu ihren Lebzeiten die Schönsten und Lieblich­sten des Landes bewegten, wo sind sie jetzt? Lernt aus ihrem Beispiel, o Menschen, und gehört nicht zu denen, die in die Irre gehen!</p>\n<p>Bald werden andere euere Habe in Besitz nehmen und in euere Wohnungen ziehen. Neigt euer Ohr Meinen Wor­ten, und zählt nicht zu den Törichten.</p>\n<p>Es ist die höchste Pflicht eines jeden von euch, für sich selbst zu wählen, was kein anderer beeinträchtigen, keiner ihm entreißen kann. Das aber – und dafür ist der Allmächtige Mein Zeuge – ist die Liebe Gottes, könntet ihr es doch begreifen!</p>\n<p>Baut euch Häuser, die Regen und Flut niemals zerstören können und die euch vor dem Wechsel und Wandel dieses Lebens beschützen. Dies ist die Weisung dessen, dem die Welt Unrecht tat und den sie im Stich ließ.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":124,"Roman":"CXXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>How wondrous is the unity of the Living, the Ever-Abiding God—a unity which is exalted above all limitations, that transcendeth the comprehension of all created things! He hath, from everlasting, dwelt in His inaccessible habitation of holiness and glory, and will unto everlasting continue to be enthroned upon the heights of His independent sovereignty and grandeur. How lofty hath been His incorruptible Essence, how completely independent of the knowledge of all created things, and how immensely exalted will it remain above the praise of all the inhabitants of the heavens and the earth!</p>\n<p>From the exalted source, and out of the essence of His favor and bounty He hath entrusted every created thing with a sign of His knowledge, so that none of His creatures may be deprived of its share in expressing, each according to its capacity and rank, this knowledge. This sign is the mirror of His beauty in the world of creation. The greater the effort exerted for the refinement of this sublime and noble mirror, the more faithfully will it be made to reflect the glory of the names and attributes of God, and reveal the wonders of His signs and knowledge. Every created thing will be enabled (so great is this reflecting power) to reveal the potentialities of its preordained station, will recognize its capacity and limitations, and will testify to the truth that “He, verily, is God; there is none other God besides Him.”…</p>\n<p>There can be no doubt whatever that, in consequence of the efforts which every man may consciously exert and as a result of the exertion of his own spiritual faculties, this mirror can be so cleansed from the dross of earthly defilements and purged from satanic fancies as to be able to draw nigh unto the meads of eternal holiness and attain the courts of everlasting fellowship. In pursuance, however, of the principle that for every thing a time hath been fixed, and for every fruit a season hath been ordained, the latent energies of such a bounty can best be released, and the vernal glory of such a gift can only be manifested, in the Days of God. Invested though each day may be with its preordained share of God’s wondrous grace, the Days immediately associated with the Manifestation of God possess a unique distinction and occupy a station which no mind can ever comprehend. Such is the virtue infused into them that if the hearts of all that dwell in the heavens and the earth were, in those days of everlasting delight, to be brought face to face with that Daystar of unfading glory and attuned to His Will, each would find itself exalted above all earthly things, radiant with His light, and sanctified through His grace. All hail to this grace which no blessing, however great, can excel, and all honor to such a loving-kindness the like of which the eye of creation hath not seen! Exalted is He above that which they attribute unto Him or recount about Him!</p>\n<p>It is for this reason that, in those days, no man shall ever stand in need of his neighbor. It hath already been abundantly demonstrated that in that divinely appointed Day the majority of them that have sought and attained His holy court have revealed such knowledge and wisdom, a drop of which none else besides these holy and sanctified souls, however long he may have taught or studied, hath grasped or will ever comprehend. It is by virtue of this power that the beloved of God have, in the days of the Manifestation of the Daystar of Truth, been exalted above, and made independent of, all human learning. Nay, from their hearts and the springs of their innate powers hath gushed out unceasingly the inmost essence of human learning and wisdom.</p>","Text2":"<p>Wie wunderbar ist die Einheit des lebendigen, des immerwährenden Gottes – eine Ein­heit, die über alle Begrenzungen erhaben ist und die Fassungskraft alles Erschaffenen übersteigt! Seit Ewigkeit hat Er in Seiner unzugänglichen Wohnstätte der Heiligkeit und Herrlichkeit gewohnt und wird weiter bis in Ewigkeit auf den Höhen Seiner unabhängigen Herrschaft und Größe thronen. Wie erhaben ist Sein unzerstörbares Wesen, wie gänzlich unabhängig von der Erkenntnis alles Erschaffenen, und wie unermeßlich erhaben wird es blei­ben über den Lobpreis aller, die in den Himmeln und auf Erden wohnen!</p>\n<p>Aus dem erhabenen Quell, aus dem Wesen Seiner Gunst 2 und Güte hat Er alles Erschaffene mit einem Zeichen Seiner Erkenntnis betraut, auf daß keines Seiner Geschöpfe davon ausgeschlossen sei, seinen Anteil von dieser Erkenntnis kundzutun, jedes nach seiner Fähigkeit und nach seinem Rang. Dieses Zeichen ist der Spiegel Seiner Schönheit in der Welt der Schöpfung. Je größer der Eifer ist, der aufgewendet wird, diesen erhabenen, edlen Spiegel zu verfeinern, desto getreuer wird er die Herrlichkeit der Namen und Eigenschaften Gottes widerspiegeln und die Wunder Seiner Zeichen und Seiner Erkenntnis offenbaren können. Jedes erschaffene Ding wird befähigt werden – so groß ist diese Kraft der Widerspiegelung –, die Möglichkeiten sei­ner vorherbestimmten Stufe zu offenbaren. Es wird seine Fähigkeit und seine Grenzen erkennen, und wird die Wahrheit bezeugen, daß »Er, wahrlich, Gott ist; es ist kein Gott außer Ihm.«</p>\n<p>Es kann keinen Zweifel geben, daß durch die Anstrengungen, die jeder Mensch bewußt unternimmt, und durch den Einsatz seiner geistigen Fähigkeiten dieser Spiegel vom Schmutz irdischer Befleckung so gereinigt und von teufli­schem Wahn so befreit werden kann, daß er den Auen ewi­ger Heiligkeit nahen und die Höfe immerwährender Gemeinschaft erreichen kann. Nach dem Grundsatz jedoch, daß für alles eine Frist gesetzt und für jede Frucht eine Jahreszeit bestimmt ist, können die verborgenen Kräfte einer solchen Güte am besten in den Tagen Gottes entfesselt und die Frühlingsherrlichkeit einer solchen Gabe einzig in diesen Tagen offenbart werden. Mag auch jeder Tag mit seinem vorherbestimmten Anteil an Gottes wundersamer Gnade ausgestattet sein, so haben doch die Tage, die unmittelbar mit der Manifestation Gottes verbunden sind, eine einzigartige Auszeichnung und nehmen einen Rang ein, den kein Verstand jemals begreifen kann. Sie sind von einer solchen Wirksamkeit erfüllt, daß, wenn die Herzen aller, die in den Himmeln und auf Erden wohnen, in diesen Tagen immerwährender Freude dem Tagesgestirn unvergänglicher Herrlichkeit gegenübergestellt und auf Seinen Willen abgestimmt würden, sich jedes von ihnen über alles Irdische erhaben, in Seinem Lichte strahlend und durch Seine Gnade geheiligt fände. Heil sei dieser Gnade, die kein Segen, wie groß er auch sei, übertreffen kann, und Ehre sei dieser Güte, dergleichen das Auge der Schöpfung nie gesehen hat! Erhaben ist Er über alles, was sie Ihm zu­schreiben oder über Ihn berichten!</p>\n<p>Aus diesem Grunde soll in diesen Tagen kein Mensch auf seinen Nächsten angewiesen sein. Es wurde schon zur Genüge dargelegt, daß an diesem von Gott bestimmten Tage die Mehrheit derer, die Seinen heiligen Hof gesucht und erreicht haben, eine Erkenntnis und Weisheit enthüllt, von der neben diesen heiligen und geweihten Seelen kein Mensch, wie lange er auch gelehrt oder gelernt haben mag, einen Tropfen begriffen hat oder je erfassen wird. Vermöge dieser Kraft sind die Geliebten Gottes in den Tagen der Manifestation der Sonne der Wahrheit über alle menschliche Gelehrsamkeit erhoben und von ihr unabhängig gemacht. Ja, aus ihren Herzen, aus dem Quell der ihnen innewohnenden Kräfte strömt unaufhörlich das innerste Wesen menschlicher Gelehrsamkeit und Weisheit.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":125,"Roman":"CXXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O My brother! When a true seeker determineth to take the step of search in the path leading unto the knowledge of the Ancient of Days, he must, before all else, cleanse his heart, which is the seat of the revelation of the inner mysteries of God, from the obscuring dust of all acquired knowledge, and the allusions of the embodiments of satanic fancy. He must purge his breast, which is the sanctuary of the abiding love of the Beloved, of every defilement, and sanctify his soul from all that pertaineth to water and clay, from all shadowy and ephemeral attachments. He must so cleanse his heart that no remnant of either love or hate may linger therein, lest that love blindly incline him to error, or that hate repel him away from the truth. Even as thou dost witness in this Day how most of the people, because of such love and hate, are bereft of the immortal Face, have strayed far from the Embodiments of the Divine mysteries, and, shepherdless, are roaming through the wilderness of oblivion and error.</p>\n<p>That seeker must, at all times, put his trust in God, must renounce the peoples of the earth, must detach himself from the world of dust, and cleave unto Him Who is the Lord of Lords. He must never seek to exalt himself above anyone, must wash away from the tablet of his heart every trace of pride and vainglory, must cling unto patience and resignation, observe silence and refrain from idle talk. For the tongue is a smoldering fire, and excess of speech a deadly poison. Material fire consumeth the body, whereas the fire of the tongue devoureth both heart and soul. The force of the former lasteth but for a time, whilst the effects of the latter endureth a century.</p>\n<p>That seeker should, also, regard backbiting as grievous error, and keep himself aloof from its dominion, inasmuch as backbiting quencheth the light of the heart, and extinguisheth the life of the soul. He should be content with little, and be freed from all inordinate desire. He should treasure the companionship of them that have renounced the world, and regard avoidance of boastful and worldly people a precious benefit. At the dawn of every day he should commune with God, and, with all his soul, persevere in the quest of his Beloved. He should consume every wayward thought with the flame of His loving mention, and, with the swiftness of lightning, pass by all else save Him. He should succor the dispossessed, and never withhold his favor from the destitute. He should show kindness to animals, how much more unto his fellowman, to him who is endowed with the power of utterance. He should not hesitate to offer up his life for his Beloved, nor allow the censure of the people to turn him away from the Truth. He should not wish for others that which he doth not wish for himself, nor promise that which he doth not fulfill. With all his heart he should avoid fellowship with evildoers, and pray for the remission of their sins. He should forgive the sinful, and never despise his low estate, for none knoweth what his own end shall be. How often hath a sinner attained, at the hour of death, to the essence of faith, and, quaffing the immortal draught, hath taken his flight unto the Concourse on high! And how often hath a devout believer, at the hour of his soul’s ascension, been so changed as to fall into the nethermost fire!</p>\n<p>Our purpose in revealing these convincing and weighty utterances is to impress upon the seeker that he should regard all else beside God as transient, and count all things save Him, Who is the Object of all adoration, as utter nothingness.</p>\n<p>These are among the attributes of the exalted, and constitute the hallmark of the spiritually minded. They have already been mentioned in connection with the requirements of the wayfarers that tread the path of Positive Knowledge. When the detached wayfarer and sincere seeker hath fulfilled these essential conditions, then and only then can he be called a true seeker. Whensoever he hath fulfilled the conditions implied in the verse: “Whoso maketh efforts for Us,” he shall enjoy the blessings conferred by the words: “In Our Ways shall We assuredly guide him.”</p>\n<p>Only when the lamp of search, of earnest striving, of longing desire, of passionate devotion, of fervid love, of rapture, and ecstasy, is kindled within the seeker’s heart, and the breeze of His loving-kindness is wafted upon his soul, will the darkness of error be dispelled, the mists of doubts and misgivings be dissipated, and the lights of knowledge and certitude envelop his being. At that hour will the Mystic Herald, bearing the joyful tidings of the Spirit, shine forth from the City of God resplendent as the morn, and, through the trumpet-blast of knowledge, will awaken the heart, the soul, and the spirit from the slumber of heedlessness. Then will the manifold favors and outpouring grace of the holy and everlasting Spirit confer such new life upon the seeker that he will find himself endowed with a new eye, a new ear, a new heart, and a new mind. He will contemplate the manifest signs of the universe, and will penetrate the hidden mysteries of the soul. Gazing with the eye of God, he will perceive within every atom a door that leadeth him to the stations of absolute certitude. He will discover in all things the mysteries of Divine Revelation, and the evidences of an everlasting Manifestation.</p>\n<p>I swear by God! Were he that treadeth the path of guidance and seeketh to scale the heights of righteousness to attain unto this glorious and exalted station, he would inhale, at a distance of a thousand leagues, the fragrance of God, and would perceive the resplendent morn of a Divine guidance rising above the Dayspring of all things. Each and every thing, however small, would be to him a revelation, leading him to his Beloved, the Object of his quest. So great shall be the discernment of this seeker that he will discriminate between truth and falsehood, even as he doth distinguish the sun from shadow. If in the uttermost corners of the East the sweet savors of God be wafted, he will assuredly recognize and inhale their fragrance, even though he be dwelling in the uttermost ends of the West. He will, likewise, clearly distinguish all the signs of God—His wondrous utterances, His great works, and mighty deeds—from the doings, the words and ways of men, even as the jeweler who knoweth the gem from the stone, or the man who distinguisheth the spring from autumn, and heat from cold. When the channel of the human soul is cleansed of all worldly and impeding attachments, it will unfailingly perceive the breath of the Beloved across immeasurable distances, and will, led by its perfume, attain and enter the City of Certitude.</p>\n<p>Therein he will discern the wonders of His ancient Wisdom, and will perceive all the hidden teachings from the rustling leaves of the Tree that flourisheth in that City. With both his inner and outer ear, he will hear from its dust the hymns of glory and praise ascending unto the Lord of Lords, and with his inner eye will he discover the mysteries of “return” and “revival.”</p>\n<p>How unspeakably glorious are the signs, the tokens, the revelations, and splendors which He, Who is the King of Names and Attributes, hath destined for that City! The attainment unto this City quencheth thirst without water, and kindleth the love of God without fire. Within every blade of grass are enshrined the mysteries of an inscrutable Wisdom, and upon every rosebush a myriad nightingales pour out, in blissful rapture, their melody. Its wondrous tulips unfold the mystery of the undying Fire in the Burning Bush, and its sweet savors of holiness breathe the perfume of the Messianic Spirit. It bestoweth wealth without gold, and conferreth immortality without death. In each one of its leaves ineffable delights are treasured, and within every chamber unnumbered mysteries lie hidden.</p>\n<p>They that valiantly labor in quest of God, will, when once they have renounced all else but Him, be so attached and wedded unto that City, that a moment’s separation from it would to them be unthinkable. They will hearken unto infallible proofs from the Hyacinth of that assembly, and will receive the surest testimonies from the beauty of its Rose, and the melody of its Nightingale. Once in about a thousand years shall this City be renewed and readorned.…</p>\n<p>That City is none other than the Word of God revealed in every age and dispensation. In the days of Moses it was the Pentateuch; in the days of Jesus, the Gospel; in the days of Muhammad, the Messenger of God, the Qur’án; in this day, the Bayán; and in the Dispensation of Him Whom God will make manifest, His own Book—the Book unto which all the Books of former Dispensations must needs be referred, the Book that standeth amongst them all transcendent and supreme.</p>","Text2":"<p>O mein Bruder! Wenn ein wahrer Sucher 1 sich entschließt, mit forschendem Schritt den Pfad zu betreten, der zur Erkenntnis des Altehrwürdigen der Tage führt, muß er vor allem sein Herz, den Sitz der Offenbarung der inneren Mysterien Gottes, vom trübenden Staub allen erworbenen Wissens und von den Andeutungen der Verkörperungen satani­scher Wahngebilde reinigen. Er muß seine Brust, das Heiligtum der immerwährenden Liebe des Geliebten, von jeder</p>\n<p>Befleckung läutern und seine Seele von allem heiligen, was dem Wasser und dem Lehm zugehört, von allen schattenhaften, flüchtigen Verhaftungen. Er muß sein Herz so läutern, daß kein Rest von Liebe oder Haß darin verbleibt, damit weder Liebe ihn blind zum Irrtum leite noch Haß ihn von der Wahrheit scheuche. Denn wie du an diesem Tage siehst, sind die meisten Menschen solcher Liebe und solchen Hasses wegen des unsterblichen Antlitzes beraubt, sind von den Verkörperungen der göttlichen Mysterien weit abgeirrt und streifen hirtenlos durch die Wildnis des Vergessens und des Irrtums.</p>\n<p>Der Sucher soll allezeit sein Vertrauen in Gott setzen und sich von den Erdenmenschen abkehren. Er soll sich von der Welt des Staubes lösen und Ihm, dem Herrn der Herren, anhangen. Nie darf er sich über einen anderen erheben wollen, jede Spur von Stolz und Dünkel soll er von der Tafel seines Herzens waschen. Er soll in Geduld und Ergebung harren, Schweigen üben und sich eitler Rede enthalten. Denn die Zunge ist ein schwelend Feuer, und zuviel der Rede ein tödlich Gift. Natürliches Feuer verbrennt den Körper, das Feuer der Zunge aber verzehrt Herz und Seele. Die Kraft des einen währt nur eine Weile, aber die Wir­kung des anderen dauert ein Jahrhundert lang.</p>\n<p>Auch soll der Sucher üble Nachrede als schweres Vergehen betrachten und sich von ihrem Einfluß fernhalten, denn sie verlöscht das Licht des Herzens und erstickt das Leben der Seele. Er soll sich mit wenigem begnügen und frei sein von allen zügellosen Wünschen. Er soll die Gesellschaft derer schätzen, die der Welt entsagt haben, und es als wertvollen Gewinn betrachten, prahlerische, weltlich gesinnte Menschen zu meiden. In der Morgenfrühe eines jeden Tages soll er sich Gott zuwenden und mit ganzer Seele bei der Suche nach seinem Geliebten verweilen. Er soll jeden eigenwilligen Gedanken mit der Flamme Seines liebe­vollen Gedenkens verbrennen und mit Blitzesschnelle an allem außer Ihm vorübereilen. Er soll dem Vertriebenen beistehen und dem Notleidenden niemals seine Gunst versagen. Er soll gütig sein zu den Tieren, wie viel mehr zu seinem Nächsten, der mit der Macht der Sprache begabt ist. Er soll nicht zögern, sein Leben für seinen Geliebten hinzugeben, und sich nicht durch das Urteil der Menschen von der Wahrheit abbringen lassen. Für andere soll er nicht wünschen, was er für sich selbst nicht wünscht, und nicht versprechen, was er nicht hält. Aus ganzem Herzen soll er die Gesellschaft der Frevler meiden und um Vergebung ihrer Sünden beten. Er soll dem Sünder verzeihen und niemals dessen niedrigen Zustand verachten, denn niemand weiß, wie sein eigenes Ende sein wird. Wie oft hat ein Sün­der in der Todesstunde zum Wesenskern des Glaubens ge­funden und, den unsterblichen Trank in Fülle trinkend, seinen Flug zur himmlischen Versammlung genommen! Und wie oft hat sich ein ergebener Gläubiger zur Stunde des Aufstiegs seiner Seele so gewandelt, daß er in das unterste Feuer fiel!</p>\n<p>Wir wollen mit der Offenbarung dieser überzeugenden, gewichtigen Worte, dem Sucher tief einprägen, daß er alles außer Gott als vergänglich ansehen und alles außer Ihm, dem Ziel aller Anbetung, als äußerstes Nichtsein erachten soll.</p>\n<p>Dies sind einige Eigenschaften der Hochstehenden und Kennzeichen der Geistiggesinnten. Sie wurden schon bei den Erfordernissen für die Wanderer erwähnt, die auf dem Pfade wirklicher Erkenntnis wandeln. Wenn der losgelöste Wanderer, der aufrichtige Sucher diese Grundbedingungen erfüllt, dann und nur dann kann er ein wahrer Sucher genannt werden. Wann immer er die Bedingungen erfüllt, die in dem Verse liegen: »Wer nach Uns strebt ...«1, wird er sich der Segnungen erfreuen, die aus den Worten strömen: »... den werden Wir sicherlich auf Unseren Wegen gelei­ten«.1 [1. Qur’án 29:70]</p>\n<p>Erst wenn die Lampe des Suchens, des ernsten Strebens, des sehnlichen Verlangens, der leidenschaftlichen Ergebung, der glühenden Liebe, der Verzückung und Ekstase im Herzen des Suchers entzündet ist und der Hauch der Gnade Gottes über seine Seele weht, wird das Dunkel des Irrtums vertrieben, werden die Nebel des Zweifels und der Ängste zerstreut, bis die Lichter der Erkenntnis und Gewißheit sein Wesen einhüllen. Zu dieser Stunde wird der mystische Herold mit der Freudenbotschaft des Geistes strahlend wie der Morgen aus der Stadt Gottes aufleuchten und mit dem Posaunenstoß der Erkenntnis Herz, Seele und Geist aus dem Schlummer der Achtlosigkeit erwecken. Dann werden die mannigfachen Gunstbeweise und die Gnadenströme des heiligen, ewigen Geistes dem Sucher solch neues Leben verleihen, daß er sich mit einem neuen Auge, einem neuen Ohr, einem neuen Herzen und einem neuen Geist beschenkt sieht. Er wird über die offenbaren Zeichen des Weltalls nachsinnen und die verborgenen Ge­heimnisse der Seele durchdringen. Er wird mit dem Auge Gottes schauen und in jedem Atom ein Tor erblicken, das ihn zu den Stufen völliger Gewißheit führt. In allen Dingen wird er die Mysterien göttlicher Offenbarung und die Be­weise ewiger Verkündung entdecken.</p>\n<p>[1. Qur’án 29:70]</p>\n<p>Ich schwöre bei Gott! Wer den Pfad der Führung beschreitet, die Höhen der Rechtschaffenheit zu erklimmen sucht und diese hehre, erhabene Stufe erreicht, wird tau­send Meilen weit den Duft Gottes verspüren und erleben, wie sich der strahlende Tagesanbruch göttlicher Führung über dem Morgen aller Dinge erhebt. Jedes Ding, und se es noch so klein, wird ihm eine Offenbarung, die ihn zu sei­nem Geliebten führt, dem Ziel seines Suchens. So scharf wird des Suchers Urteilskraft werden, daß er Wahres von Falschem zu unterscheiden vermag wie die Sonne vom Schatten. Wenn in den fernsten Winkeln des Ostens Gottes liebliche Düfte wehen, so wird er sie sicherlich erkennen und einatmen, weilte er auch am äußersten Ende des We­stens. Desgleichen wird er alle Zeichen Gottes – Seine wundersamen Worte, Seine großen Werke und mächtigen Taten – so klar von den Werken, Worten und Wegen der Menschen unterscheiden, wie der Goldschmied den Edel­stein vom Kiesel und jeder Mensch den Frühling vom Herbst, Hitze von Kälte unterscheidet. Wenn die menschliche Seele gleich einem Kanal von allen weltlichen, hem­menden Verhaftungen gereinigt ist, wird sie unfehlbar den Odem des Geliebten über unermeßliche Entfernungen hin verspüren und, von seinem Duft geführt, die Stadt der Gewißheit erreichen und betreten.</p>\n<p>Dort wird der Sucher Gottes Wunder altehrwürdiger Weisheit erfahren und alle verborgenen Lehren aus dem Blätterrauschen des Baumes vernehmen, der in dieser Stadt blüht. Mit seinem inneren und dem äußeren Ohr wird er aus deren Staub die Hymnen der Verherrlichung und des Lobpreises hören, die zum Herrn der Herren emporsteigen, und mit seinem inneren Auge wird er die Geheimnisse der »Wiederkunft« und der »Erweckung« entdecken.</p>\n<p>Wie unaussprechlich herrlich sind die Zeichen, die Beweise, die Offenbarungen und die Pracht, die Er, der König der Namen und Eigenschaften, für diese Stadt bestimmt hat. Der Eintritt in diese Stadt löscht den Durst ohne Wasser und entzündet die Gottesliebe ohne Feuer. In jedem Grashalm sind die Mysterien unergründlicher Weisheit verwahrt, und in jedem Rosenbusch singen Nachtigallen ohne Zahl in seligem Entzücken ihr Lied. Wundersame Tulpen enthüllen das Mysterium des unverlöschlichen Feu­ers im Brennenden Busch, und liebliche Wohlgerüche der Heiligkeit verströmen den Duft des messianischen Geistes. Diese Stadt schenkt Reichtum ohne Gold und verleiht Un­sterblichkeit ohne Tod. In jedem Blatt sind unaussprechliche Wonnen verwahrt, und in jedem Gemach liegen unzählige Geheimnisse verborgen.</p>\n<p>Die sich tapfer auf der Suche nach Gott mühen, werden, sobald sie allem außer Ihm entsagt haben, so mit dieser Stadt verbunden und vermählt sein, daß sie sich nicht mehr vorstellen können, auch nur einen Augenblick von ihr getrennt zu leben. Sie werden auf unfehlbare Beweise von der Hyazinthe jener Gemeinschaft lauschen und die sichersten Zeugnisse von der Schönheit ihrer Rose und dem Lied ihrer Nachtigall empfangen. Etwa alle tausend Jahre einmal wird diese Stadt erneuert und aufs neue geschmückt...</p>\n<p>Diese Stadt ist nichts anderes als das Wort Gottes, das in jedem Zeitalter und in jeder Sendung offenbart wird. In den Tagen Mose war sie der Pentateuch, in den Tagen Jesu das Evangelium, in den Tagen Muhammads, des Gesandten Gottes, der Qur’án, an diesem Tage ist sie der Bayán, und in der Sendung dessen, den Gott offenbaren wird, wird sie Sein Buch sein – das Buch, auf das alle Bücher der vor­angegangenen Sendungen notwendig bezogen werden müssen, das Buch, das überragend und erhaben in ihrer Mitte steht.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":126,"Roman":"CXXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>To whatever place We may be banished, however great the tribulation We may suffer, they who are the people of God must, with fixed resolve and perfect confidence, keep their eyes directed towards the Dayspring of Glory, and be busied in whatever may be conducive to the betterment of the world and the education of its peoples. All that hath befallen Us in the past hath advanced the interests of Our Revelation and blazoned its fame; and all that may befall Us in the future will have a like result. Cling ye, with your inmost hearts, to the Cause of God, a Cause that hath been sent down by Him Who is the Ordainer, the All-Wise. We have, with the utmost kindliness and mercy, summoned and directed all peoples and nations to that which shall truly profit them.</p>\n<p>The Daystar of Truth that shineth in its meridian splendor beareth Us witness! They who are the people of God have no ambition except to revive the world, to ennoble its life, and regenerate its peoples. Truthfulness and goodwill have, at all times, marked their relations with all men. Their outward conduct is but a reflection of their inward life, and their inward life a mirror of their outward conduct. No veil hideth or obscureth the verities on which their Faith is established. Before the eyes of all men these verities have been laid bare, and can be unmistakably recognized. Their very acts attest the truth of these words.</p>\n<p>Every discerning eye can, in this Day, perceive the dawning light of God’s Revelation, and every attentive ear can recognize the Voice that was heard from the Burning Bush. Such is the rushing of the waters of Divine mercy, that He Who is the Dayspring of the signs of God and the Revealer of the evidences of His glory is without veil or concealment associating and conversing with the peoples of the earth and its kindreds. How numerous are those who, with hearts intent upon malice, have sought Our Presence, and departed from it loyal and loving friends! The portals of grace are wide open before the face of all men. In Our outward dealings with them We have treated alike the righteous and the sinner, that perchance the evildoer may attain the limitless ocean of Divine forgiveness. Our name “the Concealer” hath shed such a light upon men that the froward hath imagined himself to be numbered with the pious. No man that seeketh Us will We ever disappoint, neither shall he that hath set his face towards Us be denied access unto Our court.…</p>\n<p>O friends! Help ye the one true God, exalted be His glory, by your goodly deeds, by such conduct and character as shall be acceptable in His sight. He that seeketh to be a helper of God in this Day, let him close his eyes to whatever he may possess, and open them to the things of God. Let him cease to occupy himself with that which profiteth him, and concern himself with that which shall exalt the all-compelling name of the Almighty. He should cleanse his heart from all evil passions and corrupt desires, for the fear of God is the weapon that can render him victorious, the primary instrument whereby he can achieve his purpose. The fear of God is the shield that defendeth His Cause, the buckler that enableth His people to attain to victory. It is a standard that no man can abase, a force that no power can rival. By its aid, and by the leave of Him Who is the Lord of Hosts, they that have drawn nigh unto God have been able to subdue and conquer the citadels of the hearts of men.</p>","Text2":"<p>An welchen Ort Wir auch verbannt werden, wie groß die Trübsal auch sei, die Wir erdulden – wer zum Volke Gottes gehört, muß mit festem Entschluß und vollkommenem Vertrauen sein Auge auf die Sonne der Herrlichkeit richten und sich dem zuwenden, was zur Besserung der Welt und zur Erziehung ihrer Völker führt. Alles, was Uns in der Vergangenheit wi­derfahren ist, hat die Belange Unserer Offenbarung geför­dert und ihren Ruhm verkündet, und alles, was Uns in Zukunft widerfahren mag, wird das gleiche Ergebnis ha­ben. Haltet euch aus innerstem Herzen fest an die Sache Gottes, eine Sache, die durch Ihn, den Gebieter, den Allweisen, herabgesandt worden ist. Mit größter Güte und Barmherzigkeit haben Wir alle Völker und Stämme aufgerufen und sie zu dem geführt, was ihnen wirklich nützt.</p>\n<p>Die Sonne der Wahrheit, in ihrem Mittagsglanze strah­lend, legt Zeugnis ab für Uns! Wer zum Volke Gottes ge­hört, hat nur den Ehrgeiz, die Welt zu erneuern, ihr Leben zu veredeln und ihre Völker zu beleben. Wahrhaftigkeit und Wohlwollen haben allezeit die Beziehungen dieses Volkes zu allen Menschen gekennzeichnet. Ihr äußeres Verhalten ist nur die Widerspiegelung ihres inneren Lebens und ihr inneres Leben der Spiegel ihres äußeren Verhaltens. Kein Schleier verbirgt oder verdunkelt die Wahrheit, auf die ihr Glaube sich gründet. Vor den Augen aller Men­schen ist diese Wahrheit offen dargelegt, sie kann deutlich erkannt werden. Ihre Taten beweisen die Wahrheit dieser Worte.</p>\n<p>Jedes scharfblickende Auge kann an diesem Tage das Morgenlicht der Offenbarung Gottes wahrnehmen, und jedes aufmerksame Ohr die Stimme erkennen, die aus dem Brennenden Busch gehört ward. Die Wasser göttlichen Er­barmens stürzen in solcher Fülle hernieder, daß Er, der Morgen der Zeichen Gottes, der Offenbarer der Beweise Seiner Herrlichkeit, sich unverschleiert und unverhüllt mit den Völkern und Geschlechtern der Erde verbindet und mit ihnen spricht. Wie zahlreich sind jene, die mit böser Absicht im Herzen Unsere Gegenwart aufsuchten und sie als treue, liebevolle Freunde wieder verließen! Die Tore der Gnade stehen vor aller Menschen Angesicht weit offen. In Unserem äußeren Umgang mit ihnen haben Wir den Gerechten und den Sünder gleich behandelt, damit der Frevler das grenzenlose Meer der göttlichen Vergebung erreiche. Unser Name »Der Verbergende« hat solches Licht über die Menschen verbreitet, daß der Widersetzliche wähnt, zu den Frommen gerechnet zu werden. Wir werden keinen Menschen, der Uns sucht, jemals enttäuschen, noch wird dem, der Uns sein Angesicht zugewandt hat, der Zutritt zu Unserem Hofe verweigert werden...</p>\n<p>O Freunde! Helfet dem einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – durch euere edlen Werke, durch ein Verhalten und durch einen Charakter, die vor Ihm annehmbar sind. Wer an diesem Tage ein Helfer Gottes sein möchte, der schließe seine Augen vor allem, was er besitzt, und öffne sie dem, was von Gott ist. Er widme sich nicht länger dem, was ihm selbst Nutzen bringt, sondern sorge sich um alles, was den allbezwingenden Namen des Allmächtigen erhöhen wird. Sein Herz reinige er von allen üblen Leidenschaften und verderbten Wünschen; denn die Gottesfurcht ist die Waffe, die ihn siegreich machen kann, das wichtigste Mittel, sein Ziel zu erreichen. Die Gottesfurcht ist der Schutz, der Seine Sache verteidigt, der Schild, der Sein Volk befähigt, den Sieg zu erringen. Sie ist ein Banner, das kein Mensch entwürdigen kann, eine Kraft, der keine Macht gleicht. Mit ihrer Hilfe und mit Seiner, des Herrn der Heerscharen, Erlaubnis wurden die Gott Nahen befähigt, die Festungen der Menschenherzen zu bezwingen und zu erobern.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":127,"Roman":"CXXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>If it be your wish, O people, to know God and to discover the greatness of His might, look, then, upon Me with Mine own eyes, and not with the eyes of anyone besides Me. Ye will, otherwise, be never capable of recognizing Me, though ye ponder My Cause as long as My Kingdom endureth, and meditate upon all created things throughout the eternity of God, the Sovereign Lord of all, the Omnipotent, the Ever-Abiding, the All-Wise. Thus have We manifested the truth of Our Revelation, that haply the people may be roused from their heedlessness, and be of them that understand.</p>\n<p>Behold the low estate of these men who know full well how I have offered up Mine own Self and My kindred in the path of God and for the preservation of their faith in Him, who are well aware how Mine enemies have compassed Me about, in the days when the hearts of men feared and trembled, the days when they hid themselves from the eyes of the loved ones of God and of His enemies, and were busied in ensuring their own security and peace.</p>\n<p>We eventually succeeded in manifesting the Cause of God, and exalted it to so eminent a position that all the people, except those who cherished ill-will in their hearts against this Youth and joined partners with the Almighty, acknowledged the sovereignty of God and His mighty dominion. And yet, notwithstanding this Revelation whose influence hath pervaded all created things, and despite the brightness of this Light, the like of which none of them hath ever beheld, witness how the people of the Bayán have denied and contended with Me. Some have turned away from the Path of God, rejected the authority of Him in Whom they had believed, and acted insolently towards God, the Most Powerful, the Supreme Protector, the Most Exalted, the Most Great. Others hesitated and halted in His Path, and regarded the Cause of the Creator, in its inmost truth, as invalid unless substantiated by the approval of him who was created through the operation of My Will. Thus have their works come to naught, and yet they failed to perceive it. Among them is he who sought to measure God with the measure of his own self, and was so misled by the names of God as to rise up against Me, who condemned Me as one that deserved to be put to death, and who imputed to Me the very offenses of which he himself was guilty.</p>\n<p>Wherefore, do I plead My grief and My sorrow to Him Who created Me and entrusted Me with His Message. Unto Him do I render thanks and praise for the things He hath ordained, for My loneliness, and the anguish I suffer at the hands of these men who have strayed so far from Him. I have patiently sustained, and will continue to sustain, the tribulation that touched Me, and will put My whole trust and confidence in God. Him will I supplicate saying: Guide Thy servants, O My Lord, unto the court of Thy favor and bounty, and suffer them not to be deprived of the wonders of Thy grace and of Thy manifold blessings. For they know not what Thou hast ordained for them by virtue of Thy mercy that encompasseth the whole of creation. Outwardly, O Lord, they are weak and helpless; inwardly they are but orphans. Thou art the All-Bountiful, the Munificent, the Most Exalted, the Most Great. Cast not, O My God, the fury of Thy wrath upon them, and cause them to tarry until such time when the wonders of Thy mercy will have been made manifest, that haply they may return unto Thee, and ask forgiveness of Thee for the things they have committed against Thee. Verily, Thou art the Forgiving, the All-Merciful.</p>","Text2":"<p>Wenn es euer Wunsch ist, o ihr Menschen, Gott zu erkennen und die Größe Seiner</p>\n<p>Macht zu entdecken, dann schaut auf Mich mit Meinen eigenen Augen und nicht mit den Augen eines anderen außer Mir. Nie werdet ihr sonst imstande sein, Mich zu erkennen, selbst wenn ihr über Meine Sache nach­denkt, solange Mein Reich dauert, und über alles Erschaf­fene nachsinnt durch alle Ewigkeit Gottes, des höchsten Herrn über alle, des Allgewaltigen, des Allewigen, des Allweisen. So haben Wir die Wahrheit Unserer Offenbarung verkündet, damit die Menschen aus ihrer Achtlosigkeit aufgerüttelt werden und zu den Verstehenden gehören.</p>\n<p>Seht den erbärmlichen Zustand dieser Menschen, die sehr wohl wissen, wie Ich Mich selbst und Meine Ver­wandtschaft auf dem Pfade Gottes und für die Erhaltung ihres Glaubens an Ihn geopfert habe, und die sich wohl bewußt sind, wie Meine Feinde Mich umstellt haben in den Tagen, da die Herzen der Menschen erzitterten und sich fürchteten, den Tagen, da sie sich vor den Augen der Ge­liebten Gottes und vor Seinen Feinden verbargen und eifrig bemüht waren, ihre eigene Sicherheit und ihren Frieden zu wahren.</p>\n<p>Es gelang Uns schließlich, die Sache Gottes zu verkün­den, und Wir erhöhten sie zu einer so erhabenen Stufe, daß alles Volk bis auf jene, die in ihrem Herzen Übelwollen gegen diesen Jüngling hegten und dem Allmächtigen Gefährten beigesellten, die Allgewalt Gottes und Seine mächtige Herrschaft anerkannten. Und dennoch, siehe, wie trotz dieser Offenbarung, deren Einfluß alles Erschaffene durchdrang, und ungeachtet dieses hellen Lichtes, desgleichen keiner von ihnen jemals sah, das Volk des Bayán Mich verleugnet und bekämpft. Einige wandten sich vom Pfade Gottes ab, verwarfen die Amtsgewalt dessen, an den sie geglaubt hatten, und handelten anmaßend gegen Gott, den Machtvollsten, den höchsten Beschützer, den Erhabensten, den Größten. Andere zögerten und stockten auf Seinem Pfade; sie betrachteten die Sache des Schöpfers in ihrem Wahrheitskern als ungültig, solange sie nicht durch die Zustimmung dessen bestätigt ist, der durch das Wirken Mei­nes Willens erschaffen wurde. So sind ihre Werke zunichte geworden, aber sie haben es nicht begriffen. Zu ihnen gehört er, der Gott nach dem Maß seines eigenen Selbstes zu messen versuchte und durch die Namen Gottes so irrege­führt war, daß er sich gegen Mich erhob, Mich als einen verurteilte, der getötet zu werden verdiente, und Mir eben die Vergehen zur Last legte, deren er selbst schuldig war.</p>\n<p>Darum trage Ich Meinen Gram und Meinen Schmerz vor Ihn, der Mich erschuf und Mich mit Seiner Botschaft betraute. Ihm danke und Ihn preise Ich für alles, was Er verordnet hat, für Meine Einsamkeit und die Qual, die Ich aus den Händen dieser Menschen erleide, die so weit von Ihm abgeirrt sind. Ich habe die Trübsal, die Mich traf, geduldig getragen; Ich werde sie weiter tragen und Mein gan­zes Vertrauen, Meine Zuversicht auf Gott setzen. Ihn werde Ich demütig bitten und sprechen: Führe Deine Diener, o Mein Herr, zum Hofe Deiner Gunst und Großmut und lasse nicht zu, daß sie von den Wundern Deiner man­nigfaltigen Gnadengaben ausgeschlossen bleiben. Denn sie wissen nicht, was Du für sie verordnet hast kraft Deiner Barmherzigkeit, die die ganze Schöpfung umfaßt. Äußerlich, o Herr, sind sie schwach und hilflos, und innerlich sind sie nur Waisenkinder. Du bist der Allgütige, der Freigebige, der höchst Erhabene, der Größte. O Mein Gott! Lasse die Heftigkeit Deines Zornes nicht über sie kommen und gib, daß sie auf die Zeit warten, da die Wunder Deiner Barmherzigkeit offenbar sind, damit sie vielleicht zu Dir zurückkehren und Dich für das, was sie gegen Dich verübt haben, um Vergebung bitten. Wahrlich, Du bist der Verzei­hende, der Allbarmherzige.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":128,"Roman":"CXXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: Doth it beseem a man while claiming to be a follower of his Lord, the All-Merciful, he should yet in his heart do the very deeds of the Evil One? Nay, it ill beseemeth him, and to this He Who is the Beauty of the All-Glorious will bear Me witness. Would that ye could comprehend it!</p>\n<p>Cleanse from your hearts the love of worldly things, from your tongues every remembrance except His remembrance, from your entire being whatsoever may deter you from beholding His face, or may tempt you to follow the promptings of your evil and corrupt inclinations. Let God be your fear, O people, and be ye of them that tread the path of righteousness.</p>\n<p>Say: Should your conduct, O people, contradict your professions, how think ye, then, to be able to distinguish yourselves from them who, though professing their faith in the Lord their God, have, as soon as He came unto them in the cloud of holiness, refused to acknowledge Him, and repudiated His truth? Disencumber yourselves of all attachment to this world and the vanities thereof. Beware that ye approach them not, inasmuch as they prompt you to walk after your own lusts and covetous desires, and hinder you from entering the straight and glorious Path.</p>\n<p>Know ye that by “the world” is meant your unawareness of Him Who is your Maker, and your absorption in aught else but Him. The “life to come,” on the other hand, signifieth the things that give you a safe approach to God, the All-Glorious, the Incomparable. Whatsoever deterreth you, in this Day, from loving God is nothing but the world. Flee it, that ye may be numbered with the blest. Should a man wish to adorn himself with the ornaments of the earth, to wear its apparels, or partake of the benefits it can bestow, no harm can befall him, if he alloweth nothing whatever to intervene between him and God, for God hath ordained every good thing, whether created in the heavens or in the earth, for such of His servants as truly believe in Him. Eat ye, O people, of the good things which God hath allowed you, and deprive not yourselves from His wondrous bounties. Render thanks and praise unto Him, and be of them that are truly thankful.</p>\n<p>O thou that hast fled thy home and sought the presence of God! Proclaim unto men the Message of thy Lord, that it may haply deter them from following the promptings of their evil and corrupt desires, and bring them to the remembrance of God, the Most Exalted, the Most Great. Say: Fear God, O people, and refrain from shedding the blood of anyone. Contend not with your neighbor, and be ye of them that do good. Beware that ye commit no disorders on the earth after it hath been well ordered, and follow not the footsteps of them that are gone astray.</p>\n<p>Whoso ariseth among you to teach the Cause of his Lord, let him, before all else, teach his own self, that his speech may attract the hearts of them that hear him. Unless he teacheth his own self, the words of his mouth will not influence the heart of the seeker. Take heed, O people, lest ye be of them that give good counsel to others but forget to follow it themselves. The words of such as these, and beyond the words the realities of all things, and beyond these realities the angels that are nigh unto God, bring against them the accusation of falsehood.</p>\n<p>Should such a man ever succeed in influencing anyone, this success should be attributed not to him, but rather to the influence of the words of God, as decreed by Him Who is the Almighty, the All-Wise. In the sight of God he is regarded as a lamp that imparteth its light, and yet is all the while being consumed within itself.</p>\n<p>Say: Commit not, O people, that which will bring shame upon you or dishonor the Cause of God in the eyes of men, and be not of the mischief-makers. Approach not the things which your minds condemn. Eschew all manner of wickedness, for such things are forbidden unto you in the Book which none touch except such as God hath cleansed from every taint of guilt, and numbered among the purified.</p>\n<p>Be fair to yourselves and to others, that the evidences of justice may be revealed, through your deeds, among Our faithful servants. Beware lest ye encroach upon the substance of your neighbor. Prove yourselves worthy of his trust and confidence in you, and withhold not from the poor the gifts which the grace of God hath bestowed upon you. He, verily, shall recompense the charitable, and doubly repay them for what they have bestowed. No God is there but Him. All creation and its empire are His. He bestoweth His gifts on whom He will, and from whom He will He withholdeth them. He is the Great Giver, the Most Generous, the Benevolent.</p>\n<p>Say: Teach ye the Cause of God, O people of Bahá, for God hath prescribed unto every one the duty of proclaiming His Message, and regardeth it as the most meritorious of all deeds. Such a deed is acceptable only when he that teacheth the Cause is already a firm believer in God, the Supreme Protector, the Gracious, the Almighty. He hath, moreover, ordained that His Cause be taught through the power of men’s utterance, and not through resort to violence. Thus hath His ordinance been sent down from the Kingdom of Him Who is the Most Exalted, the All-Wise. Beware lest ye contend with anyone, nay, strive to make him aware of the truth with kindly manner and most convincing exhortation. If your hearer respond, he will have responded to his own behoof, and if not, turn ye away from him, and set your faces towards God’s sacred Court, the seat of resplendent holiness.</p>\n<p>Dispute not with anyone concerning the things of this world and its affairs, for God hath abandoned them to such as have set their affection upon them. Out of the whole world He hath chosen for Himself the hearts of men—hearts which the hosts of revelation and of utterance can subdue. Thus hath it been ordained by the Fingers of Bahá, upon the Tablet of God’s irrevocable decree, by the behest of Him Who is the Supreme Ordainer, the All-Knowing.</p>","Text2":"<p>Sprich: Ziemt es sich für einen Menschen, der behauptet, Nachfolger seines Herrn, des Allbarmherzigen, zu sein, in seinem Herzen die schlimmsten Taten des Bösen zu tun? Nein, es steht ihm übel an, und die Schönheit des Allherrlichen wird es Mir bezeugen. Könntet ihr es doch verstehen!</p>\n<p>Macht euer Herz frei von der Liebe zu weltlichen Dingen, euere Zunge von jedem Gedenken außer Seinem Ge­denken, euer ganzes Wesen von allem, was euch davon abhält, Ihm ins Angesicht zu blicken, und was euch verführt, den Einflüsterungen euerer bösen, verderbten Nei­gungen zu folgen. Fürchtet Gott, o Menschen, und gehört zu denen, die den Pfad der Rechtschaffenheit beschreiten.</p>\n<p>Sprich: Wenn euer Betragen, o Menschen, eueren Bekenntnissen widerspricht, wie glaubt ihr euch dann von denen unterscheiden zu können, die ihren Glauben an den Herrn, ihren Gott, bekannten, sich aber dennoch, als Er in der Wolke der Heiligkeit zu ihnen kam, weigerten, Ihn anzuerkennen, und Seine Wahrheit zurückwiesen. Macht euch frei von jeder Bindung an diese Welt und ihre Eitel­keiten. Hütet euch, ihnen zu nahen, denn sie verleiten euch dazu, eueren Gelüsten und euerer Habsucht zu folgen, und hindern euch daran, den geraden, herrlichen Pfad zu betreten.</p>\n<p>Wisset, daß mit der »Welt« euere Unachtsamkeit gegen Ihn, eueren Schöpfer, gemeint ist, euer Erfülltsein von an­derem als Ihm. Andererseits bedeutet »das künftige Leben« alles, was euch sicher macht, daß ihr Gott, dem Allherrlichen, dem Unvergleichlichen, nahe kommt. Was euch an diesem Tage abhält, Gott zu lieben, ist nichts anderes als die Welt. Flieht sie, damit ihr zu den Seligen zählt! Möchte ein Mensch sich mit dem Schmuck dieser Erde schmücken, ihre Trachten tragen und die Wohltaten genießen, die sie zu schenken vermag, so kann ihm das nicht schaden, sofern er nichts zwischen sich und Gott treten läßt; denn Gott hat alle guten Dinge, ob sie in den Himmeln oder auf Erden erschaffen sind, für jene Seiner Diener bestimmt, die wahr­haft an ihn glauben. Genießet, o Menschen, die guten Dinge, die Gott euch erlaubt, und beraubt euch nicht selbst Seiner wunderbaren Gaben. Bringet Ihm Dank und Preis, und gehöret zu den wahrhaft Dankbaren.</p>\n<p>O du, der du deinem Heim entflohen bist und die Gegenwart Gottes gesucht hast! Verkünde den Menschen die Botschaft deines Herrn, damit sie sie davon abhalte, den Einflüsterungen ihrer bösen, verderbten Wünsche zu folgen, und sie zum Gedenken Gottes, des Erhabensten, des Größten, führe. Sprich: Fürchtet Gott, ihr Menschen, und vergießet nicht das Blut eines anderen. Streitet nicht mit eu­erem Nächsten und gehört zu denen, die Gutes tun. Hütet euch, daß ihr die Welt nicht in Unordnung bringt, nachdem sie wohl geordnet ist, und folgt nicht den Spuren derer, die in die Irre gingen.</p>\n<p>Wer immer sich unter euch erhebt, die Sache seines Herrn zu lehren, der lehre vor allem sein eigenes Ich, damit seine Rede die Herzen seiner Hörer anziehe. Ehe er sich nicht selbst lehrt, werden die Worte seines Mundes das Herz des Suchers nicht berühren. Habt acht, o Menschen, daß ihr nicht zu denen gehört, die anderen einen guten Rat geben, aber vergessen, ihn selbst zu befolgen. Ihre eigenen Worte und darüber hinaus die Worte der Wirklichkeiten aller Dinge, und jenseits dieser Wirklichkeiten die Gott na­hen Engel klagen solche Menschen der Falschheit an.</p>\n<p>Wenn es einem Menschen gelingt, einen anderen zu beeinflussen, ist dieser Erfolg nicht ihm selbst zuzuschreiben, sondern dem Einfluß der Worte Gottes, wie es von Ihm verordnet ist, dem Allmächtigen, dem Allweisen. Vor Gott wird er als eine Lampe angesehen, die ihr Licht spendet und sich dabei selbst verzehrt.</p>\n<p>Sprich: Begehet nicht, o Menschen, was Schande über euch bringt oder die Sache Gottes in den Augen der Menschen entehrt, und gehört nicht zu den Unheilstiftern. Naht nicht den Dingen, die euere Vernunft verdammt. Meidet jede Art von Schlechtigkeit, denn solches ist euch verboten in dem Buche, das nur die zur Hand nehmen, die Gott von jedem Makel der Schuld gereinigt und zu den Gläubigen gezählt hat.</p>\n<p>Seid aufrichtig gegen euch selbst und gegen andere, damit die Beweise der Gerechtigkeit durch euere Taten unter Unseren getreuen Dienern offenbar werden. Hütet euch, das Eigentum eueres Nächsten anzutasten. Erweist euch seines Vertrauens und seines guten Glaubens würdig, und versagt den Armen nicht die Gaben, die Gottes Gnade euch verliehen hat. Er, wahrlich, wird die Wohltäter belohnen und ihnen ihre Spenden doppelt vergelten. Es ist kein Gott außer Ihm. Die ganze Schöpfung und die Herrschaft über sie sind Sein. Er verleiht Seine Gaben, wem Er will, und Er versagt sie, wem Er will. Er ist der große Geber, der Groß­mütigste, der Gütige.</p>\n<p>Sprich: Lehre die Sache Gottes, o Volk Bahás, denn Gott hat es jedem zur Pflicht gemacht, Seine Botschaft zu verkünden, und betrachtet dies als die verdienstvollste aller Taten. Eine solche Tat ist nur annehmbar, wenn der Lehrer schon fest im Glauben an Gott steht, den höchsten Be­schützer, den Gnädigen, den Allmächtigen. Er hat überdies bestimmt, daß Seine Sache durch die Kraft des menschli­chen Wortes gelehrt werde, nicht durch die Anwendung von Gewalt. So wurde Sein Gebot aus dem Reiche dessen herabgesandt, der der Erhabenste, der Allweise ist. Hütet euch, mit jemandem zu streiten, strebt vielmehr danach, ihn freundlich auf die Wahrheit aufmerksam zu machen und ihn überzeugend zu ermahnen. Ist euer Hörer empfänglich, so ist er es zu seinem eigenen Frommen; wenn nicht, wendet euch von ihm ab und richtet euer Angesicht auf Gottes geheiligten Hof, den Sitz strahlender Heiligkeit.</p>\n<p>Streitet mit niemandem über die Dinge dieser Welt und ihre Angelegenheiten, denn Gott hat sie denen überlassen, die ihr Herz daran hängen. Sich selbst hat Er aus der ganzen Welt die Herzen der Menschen erwählt – Herzen, die die Scharen der Offenbarung und der Äußerung bezwingen können. So hat es die Hand Bahás auf der Tafel des unwiderruflichen Ratschlusses Gottes nach dem Befehl des Höchsten Verordners, des Allwissenden, verordnet.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":129,"Roman":"CXXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O wayfarer in the path of God! Take thou thy portion of the ocean of His grace, and deprive not thyself of the things that lie hidden in its depths. Be thou of them that have partaken of its treasures. A dewdrop out of this ocean would, if shed upon all that are in the heavens and on the earth, suffice to enrich them with the bounty of God, the Almighty, the All-Knowing, the All-Wise. With the hands of renunciation draw forth from its life-giving waters, and sprinkle therewith all created things, that they may be cleansed from all man-made limitations and may approach the mighty seat of God, this hallowed and resplendent Spot.</p>\n<p>Be not grieved if thou performest it thyself alone. Let God be all-sufficient for thee. Commune intimately with His Spirit, and be thou of the thankful. Proclaim the Cause of thy Lord unto all who are in the heavens and on the earth. Should any man respond to thy call, lay bare before him the pearls of the wisdom of the Lord, thy God, which His Spirit hath sent down unto thee, and be thou of them that truly believe. And should anyone reject thine offer, turn thou away from him, and put thy trust and confidence in the Lord, thy God, the Lord of all worlds.</p>\n<p>By the righteousness of God! Whoso openeth his lips in this Day and maketh mention of the name of his Lord, the hosts of Divine inspiration shall descend upon him from the heaven of My name, the All-Knowing, the All-Wise. On him shall also descend the Concourse on high, each bearing aloft a chalice of pure light. Thus hath it been foreordained in the realm of God’s Revelation, by the behest of Him Who is the All-Glorious, the Most Powerful.</p>\n<p>There lay concealed within the Holy Veil, and prepared for the service of God, a company of His chosen ones who shall be manifested unto men, who shall aid His Cause, who shall be afraid of no one, though the entire human race rise up and war against them. These are the ones who, before the gaze of the dwellers on earth and the denizens of heaven, shall arise and, shouting aloud, acclaim the name of the Almighty, and summon the children of men to the path of God, the All-Glorious, the All-Praised. Walk thou in their way, and let no one dismay thee. Be of them whom the tumult of the world, however much it may agitate them in the path of their Creator, can never sadden, whose purpose the blame of the blamer will never defeat.</p>\n<p>Go forth with the Tablet of God and His signs, and rejoin them that have believed in Me, and announce unto them tidings of Our most holy Paradise. Warn, then, those that have joined partners with Him. Say: I am come to you, O people, from the Throne of glory, and bear you an announcement from God, the Most Powerful, the Most Exalted, the Most Great. In mine hand I carry the testimony of God, your Lord and the Lord of your sires of old. Weigh it with the just Balance that ye possess, the Balance of the testimony of the Prophets and Messengers of God. If ye find it to be established in truth, if ye believe it to be of God, beware, then, lest ye cavil at it, and render your works vain, and be numbered with the infidels. It is indeed the sign of God that hath been sent down through the power of truth, through which the validity of His Cause hath been demonstrated unto His creatures, and the ensigns of purity lifted up betwixt earth and heaven.</p>\n<p>Say: This is the sealed and mystic Scroll, the repository of God’s irrevocable Decree, bearing the words which the Finger of Holiness hath traced, that lay wrapt within the veil of impenetrable mystery, and hath now been sent down as a token of the grace of Him Who is the Almighty, the Ancient of Days. In it have We decreed the destinies of all the dwellers of the earth and the denizens of heaven, and written down the knowledge of all things from first to last. Nothing whatsoever can escape or frustrate Him, whether created in the past or to be created in the future, could ye but perceive it.</p>\n<p>Say: The Revelation sent down by God hath most surely been repeated, and the outstretched Hand of Our power hath overshadowed all that are in the heavens and all that are on the earth. We have, through the power of truth, the very truth, manifested an infinitesimal glimmer of Our impenetrable Mystery, and lo, they that have recognized the radiance of the Sinaitic splendor expired, as they caught a lightening glimpse of this Crimson Light enveloping the Sinai of Our Revelation. Thus hath He Who is the Beauty of the All-Merciful come down in the clouds of His testimony, and the decree been accomplished by virtue of the Will of God, the All-Glorious, the All-Wise.</p>\n<p>Say: Step out of Thy holy chamber, O Maid of Heaven, inmate of the Exalted Paradise! Drape thyself in whatever manner pleaseth Thee in the silken Vesture of Immortality, and put on, in the name of the All-Glorious, the broidered Robe of Light. Hear, then, the sweet, the wondrous accent of the Voice that cometh from the Throne of Thy Lord, the Inaccessible, the Most High. Unveil Thy face, and manifest the beauty of the black-eyed Damsel, and suffer not the servants of God to be deprived of the light of Thy shining countenance. Grieve not if Thou hearest the sighs of the dwellers of the earth, or the voice of the lamentation of the denizens of heaven. Leave them to perish on the dust of extinction. Let them be reduced to nothingness, inasmuch as the flame of hatred hath been kindled within their breasts. Intone, then, before the face of the peoples of earth and heaven, and in a most melodious voice, the anthem of praise, for a remembrance of Him Who is the King of the names and attributes of God. Thus have We decreed Thy destiny. Well able are We to achieve Our purpose.</p>\n<p>Beware that Thou divest not Thyself, Thou Who art the Essence of Purity, of Thy robe of effulgent glory. Nay, enrich Thyself increasingly, in the kingdom of creation, with the incorruptible vestures of Thy God, that the beauteous image of the Almighty may be reflected through Thee in all created things and the grace of Thy Lord be infused in the plenitude of its power into the entire creation.</p>\n<p>If Thou smellest from anyone the smell of the love of Thy Lord, offer up Thyself for him, for We have created Thee to this end, and have covenanted with Thee, from time immemorial, and in the presence of the congregation of Our well-favored ones, for this very purpose. Be not impatient if the blind in heart hurl down the shafts of their idle fancies upon Thee. Leave them to themselves, for they follow the promptings of the evil ones.</p>\n<p>Cry out before the gaze of the dwellers of heaven and of earth: I am the Maid of Heaven, the Offspring begotten by the Spirit of Bahá. My habitation is the Mansion of His Name, the All-Glorious. Before the Concourse on high I was adorned with the ornament of His names. I was wrapt within the veil of an inviolable security, and lay hidden from the eyes of men. Methinks that I heard a Voice of divine and incomparable sweetness, proceeding from the right hand of the God of Mercy, and lo, the whole Paradise stirred and trembled before Me, in its longing to hear its accents, and gaze on the beauty of Him that uttered them. Thus have We revealed in this luminous Tablet, and in the sweetest of languages, the verses which the Tongue of Eternity was moved to utter in the Qayyúmu’l-Asmá’.</p>\n<p>Say: He ordaineth as He pleaseth, by virtue of His sovereignty, and doeth whatsoever He willeth at His own behest. He shall not be asked of the things it pleaseth Him to ordain. He, in truth, is the Unrestrained, the All-Powerful, the All-Wise.</p>\n<p>They that have disbelieved in God and rebelled against His sovereignty are the helpless victims of their corrupt inclinations and desires. These shall return to their abode in the fire of hell: wretched is the abode of the deniers!</p>","Text2":"<p>O Wanderer auf dem Pfade Gottes! Nimm dir deinen Anteil aus dem Meer Seiner Gna­de, und beraube dich nicht selbst der Dinge, die in dessen Tiefen verborgen liegen. Gehöre zu denen, die an seinen Schätzen teilhaben. Ein Tropfen aus diesem Meer, über alle in den Himmeln und auf Erden vergossen, würde genügen, sie reich zu machen an der Großmut Got­tes, des Allmächtigen, des Allwissenden, des Allweisen. Schöpfe mit den Händen des Verzichts aus seinen lebenspendenden Wassern und besprenge damit alles Erschaffene, damit es von allen menschlichen Begrenzungen reingewaschen werde und dem mächtigen Throne Gottes, diesem geheiligten, strahlenden Orte, nahe komme.</p>\n<p>Sei nicht bekümmert, wenn du dies allein vollbringst. Lasse dir Gott allgenügend sein. Halte innige Zwiesprache mit Seinem Geiste und gehöre zu den Dankbaren. Verkün­de die Sache deines Herrn allen, die in den Himmeln und auf Erden sind. Antwortet jemand deinem Ruf, so breite die Perlen der Weisheit des Herrn, deines Gottes, die Sein Geist auf dich herabgesandt hat, offen vor ihm aus und gehöre zu denen, die wahrhaft glauben. Und sollte jemand deine Gabe zurückweisen, so wende dich von ihm ab und setze dein Vertrauen und deine Zuversicht auf den Herrn, deinen Gott, den Herrn aller Welten.</p>\n<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wer an diesem Tage seine Lippen öffnet und den Namen seines Herrn erwähnt, auf den werden die Scharen göttlicher Eingebung aus dem Himmel Meines Namens, der Allwissende, der Allweise, herabkommen. Zu ihm wird auch die Versammlung der Höhe herabsteigen, und jeder aus ihr wird einen Kelch rei­nen Lichtes vorantragen. So wurde es vorherbestimmt im Reiche der Offenbarung Gottes, auf Befehl des Allherrlichen, des Machtvollsten.</p>\n<p>Vom Heiligen Schleier verborgen, bereit für den Dienst Gottes, lagert eine Schar Seiner Auserwählten. Sie sollen den Menschen offenbar werden, Seiner Sache helfen und sich vor niemandem fürchten, selbst wenn das ganze Menschengeschlecht aufstünde und sie bekämpfte. Das sind jene, die sich vor den Blicken der Erdenbürger und der Himmelsbewohner erheben, die laut dem Namen des Allmächtigen zujubeln und die Menschenkinder auf den Pfad Gottes, des Allherrlichen, des Allgepriesenen, rufen werden. Wandle auf ihren Wegen und lasse dich durch niemanden schrecken. Gehöre zu denen, die aller Aufruhr der Welt, wie sehr er sie auch auf dem Pfade ihres Schöpfers erregen mag, niemals betrüben kann, und deren Entschluß aller Tadel der Tadler nie erschüttern wird.</p>\n<p>Zieh aus mit der Tafel Gottes und mit Seinen Zeichen, vereinige dich mit denen, die an Mich glauben, und ver­künde ihnen die Botschaften Unseres heiligsten Paradieses. Warne sodann die, welche Ihm Gefährten zugesellen. Sprich: Ich bin vom Throne der Herrlichkeit zu euch ge­kommen, o Menschen, und bringe euch eine Verkündigung von Gott, dem Machtvollsten, dem Erhabensten, dem Größten. In Meiner Hand trage Ich das Zeugnis Gottes, eueres Herrn und des Herrn euerer Väter. Wägt es auf der rechten Waage, die ihr besitzet, der Waage des Zeugnisses der Propheten und Boten Gottes. Wenn ihr findet, daß es auf Wahrheit beruht, wenn ihr glaubt, daß es von Gott ist, dann hütet euch, daran zu nörgeln, euere eigenen Werke zunichte zu machen, und zu den Ungläubigen zu zählen. Es ist wirklich das Zeichen Gottes, das durch die Macht der Wahrheit herabgesandt wurde, das die Gültigkeit Seiner Sache Seinen Geschöpfen beweist und das Banner der Reinheit zwischen Himmel und Erde hißt.</p>\n<p>Sprich: Dies ist die versiegelte, mystische Schriftrolle, die Schatztruhe für Gottes unabänderlichen Ratschluß. Sie birgt die Worte, welche der Finger der Heiligkeit aufgezeichnet hat. Sie lag im Schleier unergründlichen Geheim­nisses verhüllt und ist jetzt zum Zeichen der Gnade des Allmächtigen, des Altehrwürdigen der Tage, herabgesandt. In ihr haben Wir das Schicksal aller Menschen auf Erden und aller Himmelsbewohner bestimmt, das Wissen um alle Dinge, vom ersten bis zum letzten, niedergeschrieben. Nichts, was in der Vergangenheit erschaffen ward oder in Zukunft erschaffen werden wird, kann Ihm entgehen oder Seine Absicht durchkreuzen – könntet ihr es doch begreifen.</p>\n<p>Sprich: Die von Gott herabgesandte Offenbarung ist si­cherlich wiedergekehrt, und die ausgestreckte Hand Unserer Macht hat alle, die in den Himmeln und auf Erden sind, überschattet. Wir haben durch die Macht der Wahrheit, der reinen Wahrheit, einen unendlich kleinen Schimmer Unse­res unergründlichen Geheimnisses offenbart, und siehe, wer die Glanzesfülle des Sinai erkannt hatte, erstarb, als er einen Blitzstrahl des hochroten Lichtes erblickte, das den Sinai Unserer Offenbarung umhüllt. So ist Er, die Schönheit des Allbarmherzigen, in den Wolken Seines Zeugnisses herab­gekommen, und der Ratschluß wurde erfüllt nach dem Willen Gottes, des Allherrlichen, des Allweisen.</p>\n<p>Sprich: Tritt hervor aus Deinem heiligen Gemach, o Himmelsdienerin, Du Bewohnerin des erhabenen Para­dieses! Hülle Dich so, wie es Dir gefällt, in das Seiden­kleid der Unsterblichkeit und lege im Namen des Allherrlichen das buntgestickte Gewand des Lichtes an. Höre dann auf den süßen, den wundersamen Ton der Stimme, die vom Throne Deines Herrn kommt, des Uner­reichbaren, des Höchsten. Entschleiere Dein Angesicht, offenbare die Schönheit der schwarzäugigen Jungfrau und lasse nicht zu, daß die Diener Gottes des Lichtes Deines strahlenden Antlitzes beraubt sind. Gräme Dich nicht, wenn Du die Seufzer der Erdenbewohner oder die Klage der Himmelsbewohner hörst. Überlasse sie dem Verderben im Staube des Untergangs. Lasse sie zum Nichtsein zurückfallen, da die Flamme des Hasses in ihrer Brust brennt. Dann stimme im Angesicht der Völker auf Erden und im Himmel mit wohlklingender Stimme den Lobgesang des Gedenkens dessen an, der der König der Namen und Eigenschaften Gottes ist. So haben Wir Dein Schicksal bestimmt, und wohl sind Wir imstande, Unsere Absicht auszuführen.</p>\n<p>Hüte Dich, die Du das innerste Wesen der Reinheit bist, daß Du Dich nicht Deines Kleides strahlender Herrlichkeit entäußerst. Nein, schmücke Dich im Reiche der Schöpfung mehr und mehr mit den unzerstörbaren Gewändern Deines Gottes, damit sich durch Dich das berückende Abbild des Allmächtigen in allem Erschaffenen spiegele und sich die Gnade Deines Herrn in der Fülle ihrer Macht über die ganze Schöpfung ergieße.</p>\n<p>Wenn Du bei jemandem den Duft der Liebe Deines Herrn verspürst, so opfere Dich für ihn, denn dafür haben Wir Dich erschaffen, und mit diesem Ziel haben Wir seit unvordenklichen Zeiten in Gegenwart der Schar Unserer Wohlbegünstigten einen Bund mit Dir geschlossen. Sei nicht ungeduldig, wenn die Blinden im Herzen die Pfeile ihres eitlen Wahns auf Dich schießen. Überlasse sie sich selbst, denn sie folgen den Einflüsterungen der Bösen.</p>\n<p>Rufe laut vor den Blicken der Bewohner von Himmel und Erde: Ich bin die Himmelsdienerin, das Reis, das vom Geiste Bahás gezeugt ward. Mein Heim ist die Wohnstatt Seines Namens, der Allherrliche. Vor den Scharen der Höhe wurde Ich mit dem Schmuck Seiner Namen geschmückt. Ich war in den Schleier unverletzlicher Sicherheit gehüllt und verborgen vor den Augen der Menschen. Mich dünkt, Ich hörte eine Stimme von göttlicher, unvergleichlicher Lieblichkeit rechts des Gottes der Barmherzigkeit hervorgehen, und siehe, das ganze Paradies ward erregt und bebte vor Mir aus Sehnsucht, ihre Laute zu ver­nehmen und die Schönheit dessen zu erblicken, der sie ver­nehmen ließ. So haben Wir auf dieser leuchtenden Tafel in der wohlklingendsten Sprache die Verse offenbart, die die Zunge der Ewigkeit im Qayyúmu’l-Asmá’ zu äußern be­wegt wurde.</p>\n<p>Sprich: Er verordnet kraft Seiner Herrschaft, was Ihm gefällt, und Er tut nach Seinem eigenen Befehl, was Er will. Er darf nicht nach dem gefragt werden, was Ihm zu verord­nen beliebt. Er ist in Wahrheit der Unbeschränkte, der Allmachtvolle, der Allweise.</p>\n<p>Die nicht an Gott glauben und sich gegen Seine Herr­schaft auflehnen, sind hilflose Opfer ihrer verderbten Nei­gungen und Begierden. Sie werden zu ihrer Wohnstatt im Höllenfeuer zurückkehren: Elend ist die Wohnstatt der Verneiner!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":130,"Roman":"CXXX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Be generous in prosperity, and thankful in adversity. Be worthy of the trust of thy neighbor, and look upon him with a bright and friendly face. Be a treasure to the poor, an admonisher to the rich, an answerer of the cry of the needy, a preserver of the sanctity of thy pledge. Be fair in thy judgment, and guarded in thy speech. Be unjust to no man, and show all meekness to all men. Be as a lamp unto them that walk in darkness, a joy to the sorrowful, a sea for the thirsty, a haven for the distressed, an upholder and defender of the victim of oppression. Let integrity and uprightness distinguish all thine acts. Be a home for the stranger, a balm to the suffering, a tower of strength for the fugitive. Be eyes to the blind, and a guiding light unto the feet of the erring. Be an ornament to the countenance of truth, a crown to the brow of fidelity, a pillar of the temple of righteousness, a breath of life to the body of mankind, an ensign of the hosts of justice, a luminary above the horizon of virtue, a dew to the soil of the human heart, an ark on the ocean of knowledge, a sun in the heaven of bounty, a gem on the diadem of wisdom, a shining light in the firmament of thy generation, a fruit upon the tree of humility.</p>","Text2":"<p>Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue hellen und freundlichen Auges auf ihn. Sei ein Schatz dem Armen, ein Mahner dem Reichen, eine Antwort auf den Schrei des Bedürftigen, und halte dein Versprechen heilig. Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in deiner Rede. Sei zu keinem Menschen ungerecht und erweise allen Sanftmut. Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehen, eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Be­drängten, Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unter­drückung. Laß Lauterkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen. Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Leidenden, dem Flüchtling ein starker Turm. Sei dem Blinden Auge und ein Licht der Führung für den Fuß des Irrenden. Sei ein Schmuck für das Antlitz der Wahrheit, eine Krone für die Stirn der Treue, ein Pfeiler im Tempel der Rechtschaffenheit, Lebenshauch dem Körper der Menschheit, ein Banner für die Heerscharen der Ge­rechtigkeit, ein Himmelslicht am Horizont der Tugend, Tau für den Urgrund des Menschenherzens, eine Arche auf dem Meer der Erkenntnis, eine Sonne am Himmel der Großmut, ein Stein im Diadem der Weisheit, ein strahlendes Licht am Firmament deiner Zeitgenossen, eine Frucht am Baume der Demut.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":131,"Roman":"CXXXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Pen of the Ancient King hath never ceased to remember the loved ones of God. At one time, rivers of mercy have streamed from His Pen, at another, through its movement, God’s perspicuous Book hath been revealed. He is the One to Whom none can compare, Whose utterance mortal man can never rival. He it is Who from everlasting hath been established upon the seat of ascendancy and might, He from Whose lips have gone out counsels that can satisfy the needs of the whole of mankind, and admonitions that can profit them.</p>\n<p>The One true God beareth Me witness, and His creatures will testify, that not for a moment did I allow Myself to be hidden from the eyes of men, nor did I consent to shield My person from their injury. Before the face of all men I have arisen, and bidden them fulfill My pleasure. My object is none other than the betterment of the world and the tranquillity of its peoples. The well-being of mankind, its peace and security, are unattainable unless and until its unity is firmly established. This unity can never be achieved so long as the counsels which the Pen of the Most High hath revealed are suffered to pass unheeded.</p>\n<p>Through the power of the words He hath uttered the whole of the human race can be illumined with the light of unity, and the remembrance of His Name is able to set on fire the hearts of all men, and burn away the veils that intervene between them and His glory. One righteous act is endowed with a potency that can so elevate the dust as to cause it to pass beyond the heaven of heavens. It can tear every bond asunder, and hath the power to restore the force that hath spent itself and vanished.…</p>\n<p>Be pure, O people of God, be pure; be righteous, be righteous.… Say: O people of God! That which can ensure the victory of Him Who is the Eternal Truth, His hosts and helpers on earth, have been set down in the sacred Books and Scriptures, and are as clear and manifest as the sun. These hosts are such righteous deeds, such conduct and character, as are acceptable in His sight. Whoso ariseth, in this Day, to aid Our Cause, and summoneth to his assistance the hosts of a praiseworthy character and upright conduct, the influence flowing from such an action will, most certainly, be diffused throughout the whole world.</p>","Text2":"<p>Die Feder des Altehrwürdigen Königs gedenkt unaufhörlich der Geliebten Gottes. Einmal entströmen Seiner Feder Fluten der Gnade, ein andermal ward durch ihre Bewegung Gottes klares Buch offenbart. Er ist es, mit dem sich niemand ver­gleichen, mit dessen Rede der sterbliche Mensch niemals wetteifern kann. Seit Ewigkeit nimmt Er den Thron der Überlegenheit und Macht ein, Er, von dessen Lippen Ratschläge kamen, die die Bedürfnisse der ganzen Menschheit befriedigen können, Ermahnungen, die ihr Nutzen bringen.</p>\n<p>Der eine, wahre Gott ist Mein Zeuge, und Seine Ge­schöpfe werden es bestätigen, daß Ich Mir keinen Augen­blick gestattet habe, vor den Augen der Menschen verborgen zu sein, noch willens war, Mich vor ihrem Un­recht zu schützen. Vor den Augen aller Menschen habe Ich Mich erhoben und ihnen geboten, Meinen Willen zu tun. Mein einziges Ziel ist die Besserung der Welt und die Ruhe ihrer Völker. Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, ehe nicht ihre Ein­heit fest begründet ist. Diese Einheit kann so lange nicht zustande kommen, als die Ratschläge, die die Feder des Höchsten offenbart hat, unbeachtet bleiben.</p>\n<p>Die Macht Seines Wortes kann das ganze Menschenge­schlecht mit dem Lichte der Einheit erleuchten. Seines Na­mens zu gedenken, kann die Herzen aller Menschen entflammen und die Schleier zwischen ihnen und Seiner Herrlichkeit verbrennen. Jede gerechte Tat ist mit einer Kraft versehen, die den Staub über den Himmel der Himmel emporheben kann. Sie kann jede Fessel sprengen und hat die Macht, die Kraft zu erneuern, die sich verbraucht hat und dahinschwand...</p>\n<p>Sei rein, o Volk Gottes, sei rein; sei rechtschaffen, sei rechtschaffen... Sprich: O Volk Gottes! Was den Sieg der ewigen Wahrheit verbürgt – Gottes Heerscharen und Hel­fer auf Erden –, ist in den heiligen Büchern und Schriften verzeichnet und so klar, so offenkundig wie die Sonne. Die­se Scharen sind gerechte Taten, ein Verhalten und ein Cha­rakter, wie sie in Seinen Augen annehmbar sind. Wer sich an diesem Tage erhebt, um Unserer Sache beizustehen und die Heerscharen eines rühmlichen Charakters und aufrech­ten Verhaltens zu seiner Hilfe herbeiruft, wird mit dieser Tat sicherlich die ganze Welt beeinflussen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":132,"Roman":"CXXXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Purpose of the one true God, exalted be His glory, in revealing Himself unto men is to lay bare those gems that lie hidden within the mine of their true and inmost selves. That the divers communions of the earth, and the manifold systems of religious belief, should never be allowed to foster the feelings of animosity among men, is, in this Day, of the essence of the Faith of God and His Religion. These principles and laws, these firmly established and mighty systems, have proceeded from one Source, and are the rays of one Light. That they differ one from another is to be attributed to the varying requirements of the ages in which they were promulgated.</p>\n<p>Gird up the loins of your endeavor, O people of Bahá, that haply the tumult of religious dissension and strife that agitateth the peoples of the earth may be stilled, that every trace of it may be completely obliterated. For the love of God, and them that serve Him, arise to aid this most sublime and momentous Revelation. Religious fanaticism and hatred are a world-devouring fire, whose violence none can quench. The Hand of Divine power can, alone, deliver mankind from this desolating affliction.…</p>\n<p>The utterance of God is a lamp, whose light is these words: Ye are the fruits of one tree, and the leaves of one branch. Deal ye one with another with the utmost love and harmony, with friendliness and fellowship. He Who is the Daystar of Truth beareth Me witness! So powerful is the light of unity that it can illuminate the whole earth. The one true God, He Who knoweth all things, Himself testifieth to the truth of these words.</p>\n<p>Exert yourselves that ye may attain this transcendent and most sublime station, the station that can ensure the protection and security of all mankind. This goal excelleth every other goal, and this aspiration is the monarch of all aspirations. So long, however, as the thick clouds of oppression, which obscure the daystar of justice, remain undispelled, it would be difficult for the glory of this station to be unveiled to men’s eyes.…</p>\n<p>Consort with all men, O people of Bahá, in a spirit of friendliness and fellowship. If ye be aware of a certain truth, if ye possess a jewel, of which others are deprived, share it with them in a language of utmost kindliness and goodwill. If it be accepted, if it fulfill its purpose, your object is attained. If anyone should refuse it, leave him unto himself, and beseech God to guide him. Beware lest ye deal unkindly with him. A kindly tongue is the lodestone of the hearts of men. It is the bread of the spirit, it clotheth the words with meaning, it is the fountain of the light of wisdom and understanding.…</p>","Text2":"<p>Wenn der eine, wahre Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – sich den Menschen offenbart, verfolgt Er das Ziel, die Edelsteine ans Licht zu bringen, die in den Gesteinsadern ihres wahren inneren Selbstes verborgen liegen... Daß den verschie­denen Gemeinschaften der Erde und den mannigfaltigen religiösen Glaubenssystemen niemals erlaubt sein sollte, feindselige Gefühle unter den Menschen zu nähren, gehört an diesem Tage zum Wesen des Gottesglaubens und Seiner Religion. Diese Grundsätze und Gesetze, diese fest begründeten, machtvollen Systeme entspringen einer einzigen Quelle und sind die Strahlen desselben Lichtes. Daß sie voneinander abweichen, ist den unterschiedlichen Erfordernissen der Zeitalter zuzuschreiben, in denen sie verkündet wurden.</p>\n<p>Rüste dich, o Volk Bahás, in dem Bemühen, den Sturm religiösen Haders, der die Völker der Erde erregt, zum Schweigen zu bringen und jede Spur davon zu tilgen. Erhe­be dich aus Liebe zu Gott und zu denen, die Ihm dienen, um dieser höchst erhabenen und bedeutungsvollen Offen­barung beizustehen. Religiöser Fanatismus und Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand löschen kann. Nur die Hand göttlicher Macht kann die Men­schen von dieser verheerenden Plage erlösen...</p>\n<p>Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Satz ist: ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der Wahrheit, bezeugt Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann. Der eine, wahre Gott, der alle Dinge kennt, bezeugt die Wahrheit dieser Worte.</p>\n<p>Bemüht euch, daß ihr diese überragende, diese höchst erhabene Stufe erreicht, die Stufe, welche der ganzen Menschheit die Gewähr für Schutz, und Sicherheit bieten kann. Dieses Ziel überragt jedes andere Ziel, dieses Streben ist der Fürst allen Strebens. Solange jedoch die dichten Wolken der Unterdrückung, die die Sonne der Gerechtig­keit verdunkeln, nicht vertrieben sind, kann man die Herr­lichkeit dieser Stufe schwerlich vor den Augen der Menschen enthüllen...</p>\n<p>O Volk Bahás! Verkehrt mit allen Menschen im Geiste der Freundlichkeit und Verbundenheit. Wenn ihr um eine bestimmte Wahrheit wißt, wenn ihr ein Juwel besitzt, das anderen versagt ist, so teilt es ihnen mit in einer Sprache höchster Liebenswürdigkeit und besten Willens. Wenn es angenommen wird und seinen Zweck erfüllt, ist euer Ziel erreicht. Wenn jemand es zurückweist, überlaßt ihn sich selbst und bittet Gott, ihn zu führen. Hütet euch, daß ihr ihn nicht unfreundlich behandelt. Eine freundliche Zunge ist ein Magnet für die Menschenherzen. Sie ist das Brot des Geistes, sie kleidet die Worte in Bedeutung, sie ist der Lichtquell der Weisheit und des Verstehens...</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":133,"Roman":"CXXXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The ordinances of God have been sent down from the heaven of His most august Revelation. All must diligently observe them. Man’s supreme distinction, his real advancement, his final victory, have always depended, and will continue to depend, upon them. Whoso keepeth the commandments of God shall attain everlasting felicity.</p>\n<p>A twofold obligation resteth upon him who hath recognized the Dayspring of the Unity of God, and acknowledged the truth of Him Who is the Manifestation of His oneness. The first is steadfastness in His love, such steadfastness that neither the clamor of the enemy nor the claims of the idle pretender can deter him from cleaving unto Him Who is the Eternal Truth, a steadfastness that taketh no account of them whatever. The second is strict observance of the laws He hath prescribed—laws which He hath always ordained, and will continue to ordain, unto men, and through which the truth may be distinguished and separated from falsehood.</p>","Text2":"<p>Die Gesetze Gottes wurden vom Himmel Seiner erhabensten Offenbarung herabgesandt. Alle müssen sie sorgfältig befolgen. Die höchste Auszeichnung des Menschen, sein wahrer Fortschritt und sein Endsieg waren immer von den Gesetzen Gottes abhängig und werden es weiter sein. Wer die Gebote Gottes befolgt, wird ewige Glückseligkeit gewinnen.</p>\n<p>Eine zweifache Verpflichtung ruht auf dem, der den Tagesanbruch der Einheit Gottes erkannt und die Wahrheit dessen, der die Manifestation Seiner Einzigkeit ist, anerkannt hat. Die erste ist Festigkeit in Seiner Liebe, solche Festigkeit, daß ihn weder das Geschrei des Feindes noch die Anmaßung des Anmaßenden davon abbringen können, sich an Ihn, die Ewige Wahrheit, zu halten – eine Festigkeit, die jenen keinerlei Beachtung schenkt. Die zweite ist die genaue Befolgung der Gesetze, die Er vorgeschrieben hat – Gesetze, die Er den Menschen immer gegeben hat und weiterhin geben wird, Gesetze, durch die Wahrheit von Falschheit unterschieden und gesondert werden kann.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":134,"Roman":"CXXXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The first and foremost duty prescribed unto men, next to the recognition of Him Who is the Eternal Truth, is the duty of steadfastness in His Cause. Cleave thou unto it, and be of them whose minds are firmly fixed and grounded in God. No act, however meritorious, did or can ever compare unto it. It is the king of all acts, and to this thy Lord, the All-Highest, the Most Powerful, will testify.…</p>\n<p>The virtues and attributes pertaining unto God are all evident and manifest, and have been mentioned and described in all the heavenly Books. Among them are trustworthiness, truthfulness, purity of heart while communing with God, forbearance, resignation to whatever the Almighty hath decreed, contentment with the things His Will hath provided, patience, nay, thankfulness in the midst of tribulation, and complete reliance, in all circumstances, upon Him. These rank, according to the estimate of God, among the highest and most laudable of all acts. All other acts are, and will ever remain, secondary and subordinate unto them.…</p>\n<p>The spirit that animateth the human heart is the knowledge of God, and its truest adorning is the recognition of the truth that “He doeth whatsoever He willeth, and ordaineth that which He pleaseth.” Its raiment is the fear of God, and its perfection steadfastness in His Faith. Thus God instructeth whosoever seeketh Him. He, verily, loveth the one that turneth towards Him. There is none other God but Him, the Forgiving, the Most Bountiful. All praise be to God, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Die erste, vornehmste den Menschen vorgeschriebene Pflicht nächst der Anerkennung dessen, der die Ewige Wahrheit ist, ist die Pflicht der Standhaftigkeit in Seiner Sache. Halte dich dar­an und gehöre zu denen, deren Sinn fest auf Gott gerichtet und gegründet ist. Keine Tat, wie verdienstvoll sie auch sei, läßt sich jemals mit der Standhaftigkeit vergleichen. Sie ist der König aller Taten, und dein Herr, der Allerhöchste, der Machtvollste, wird dies bezeugen...</p>\n<p>Die göttlichen Tugenden und Eigenschaften sind alle klar und offenbar; sie wurden in allen heiligen Büchern er­wähnt und beschrieben. Unter ihnen sind Vertrauenswürdigkeit, Wahrhaftigkeit, Reinheit des Herzens in der Zwiesprache mit Gott, Langmut, Ergebenheit in alles, was der Allmächtige verordnet, Zufriedenheit mit allem, was sein Wille bestimmt, Geduld, ja Dankbarkeit inmitten von Leiderfahrungen und vollkommenes Vertrauen auf Ihn in allen Lebenslagen. Nach Gottes Werturteil zählen diese Tugenden zu den höchsten und lobenswertesten aller Ta­ten. Alle anderen Taten sind zweitrangig, diesen nachgeordnet, und werden es immer bleiben. ...</p>\n<p>Der Geist, der des Menschen Herz belebt, ist die Erkenntnis Gottes, und sein wahrer Schmuck ist die Anerken­nung der Wahrheit, daß »Er tut, was Er will, und</p>\n<p>verordnet, was Ihm gefällt.«1 Sein Gewand ist die Gottes­furcht und seine Vollkommenheit die Standhaftigkeit in Seinem Glauben. So unterweist Gott jeden, der Ihn sucht. Er, wahrlich, liebt den, der sich Ihm zuwendet. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Vergebenden, dem Großmütigsten. Aller Lobpreis sei Gott, dem Herrn aller Welten.</p>\n<p>[1. Qur’án 2:254, 14:28, 22:15, 22:19]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":135,"Roman":"CXXXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Letter of the Living! The ear of God hath heard thy cry, and His eyes have beheld thy written supplication. He is calling thee from His seat of glory, and is revealing unto thee the verses that have been sent down by Him Who is the Help in Peril, the Self-Subsisting.</p>\n<p>Blessed art thou for having utterly abolished the idol of self and of vain imagination, and for having rent asunder the veil of idle fancy, through the power of the might of thy Lord, the Supreme Protector, the Almighty, the one Beloved. Thou art indeed to be numbered with those Letters that have excelled every other Letter. Wherefore thou hast been singled out by God through the tongue of thy Lord, the Báb, the brightness of Whose countenance hath enveloped, and will continue to envelop, the whole of creation. Render thanks unto the Almighty, and magnify His name, inasmuch as He hath aided thee to recognize a Cause that hath made the hearts of the inhabitants of the heavens and of the earth to tremble, that hath caused the denizens of the Kingdoms of creation and of Revelation to cry out, and through which the hidden secrets of men’s breasts have been searched out and tested.</p>\n<p>Thy Lord, the Most High (the Báb), addresseth thee, from His Realm of glory, these words: Great is the blessedness that awaiteth thee, O Letter of the Living, for thou hast truly believed in Me, hast refused to shame Me before the Concourse on high, hast fulfilled thy pledge, hast cast away the veil of vain imaginings, and hast fixed thy gaze upon the Lord, thy God, the Lord of the unseen and the seen, the Lord of the Frequented Fane. I am well pleased with thee, inasmuch as I have found thy face beaming with light on the Day when faces have been made dismal and turned black.</p>\n<p>Say: O people of the Bayán! Did We not admonish you, in all Our Tablets and in all Our hidden Scriptures, not to follow your evil passions and corrupt inclinations, but to keep your eyes directed towards the Scene of transcendent glory, on the Day when the Most Mighty Balance shall be set, the Day when the sweet melodies of the Spirit of God shall be poured out from the right hand of the throne of your Lord, the omnipotent Protector, the All-Powerful, the Holy of Holies? Did We not forbid you to cleave to the things that would shut you out from the Manifestation of our Beauty, in its subsequent Revelation, be they the embodiments of the names of God and all their glory, or the revealers of His attributes and their dominion? Behold, how, as soon as I revealed Myself, ye have rejected My truth and turned away from Me, and been of them that have regarded the signs of God as a play and pastime!</p>\n<p>By My Beauty! Nothing whatsoever shall, in this Day, be accepted from you, though ye continue to worship and prostrate yourselves before God throughout the eternity of His dominion. For all things are dependent upon His Will, and the worth of all acts is conditioned upon His acceptance and pleasure. The whole universe is but a handful of clay in His grasp. Unless one recognize God and love Him, his cry shall not be heard by God in this Day. This is of the essence of His Faith, did ye but know it.</p>\n<p>Will ye be content with that which is like the vapor in a plain, and be willing to forgo the Ocean Whose waters refresh, by virtue of the Will of God, the souls of men? Woe unto you, for having repaid the bounty of God with so vain and contemptible a thing! Ye are, indeed, of them that have rejected Me in My previous Revelation. Would that your hearts could comprehend!</p>\n<p>Arise, and, under the eyes of God, atone for your failures in duty towards Him. This is My commandment unto you, were ye to incline your ears unto My commandment. By Mine own Self! Neither the people of the Qur’án, nor the followers of either the Torah or the Evangel, nor those of any other Book, have committed that which your hands have wrought. I, Myself, have dedicated My whole life to the vindication of the truth of this Faith. I, Myself, have announced, in all My Tablets, the advent of His Revelation. And yet, no sooner did He manifest Himself, in His subsequent Revelation, clothed in the glory of Bahá and arrayed in the robe of His grandeur, than ye rebelled against Him Who is the supreme Protector, the Self-Subsisting. Beware, O people! Be ye ashamed of that which hath befallen Me at your hands in the path of God. Take heed that ye be not of them that have rejected that which hath been sent down unto them from the Heaven of God’s transcendent glory.</p>\n<p>Such, O Letter of the Living, are the words which thy Lord hath spoken, and addressed unto thee from the realms above. Proclaim the words of thy Lord unto His servants, that perchance they may shake off their slumber, and ask pardon of God, Who hath formed and fashioned them, and sent down unto them this most effulgent, this most holy, and manifest Revelation of His Beauty.</p>","Text2":"<p>O Buchstabe des Lebendigen! Gottes Ohr hat deinen Ruf vernommen, und seine Augen haben dein geschriebenes Bittgesuch ge­sehen. Er ruft dich von seinem Thron der Herrlichkeit und offenbart dir die Verse, die von Ihm, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden, herabgesandt wurden.</p>\n<p>Selig bist du, weil du den Götzen des Selbstes und des leeren Trugs vernichtet und den Schleier eitlen Wahns durch die Kraft und Macht deines Herrn, des höchsten Be­schirmers, des Allmächtigen, des einzig Geliebten, zerrissen hast. Du bist in Wahrheit zu den Buchstaben zu zählen, die jeden anderen Buchstaben übertreffen. Darum hat Gott dich auserwählt durch die Zunge deines Herrn, des Báb, dessen Antlitz mit seinem Glanz die ganze Schöpfung umhüllt und weiterhin umhüllen wird. Danke dem Allmächtigen und verherrliche Seinen Namen, weil Er dir geholfen hat, eine Sache zu erkennen, die die Herzen aller in den Himmeln und auf Erden erzittern ließ, die die Bewohner der Reiche der Schöpfung und der Offenbarung aufschreien ließ, durch welche die verborgenen Geheimnisse in der Menschen Brust erforscht und geprüft worden sind.</p>\n<p>Dein Herr, der Höchste,2 richtet aus Seinem Reiche der Herrlichkeit diese Worte an dich: Groß ist die Seligkeit, die deiner harrt, o Buchstabe des Lebendigen, denn du hast wahrhaft an Mich geglaubt, du hast dich geweigert, Mir vor den himmlischen Heerscharen Schande zu bereiten, hast dein Versprechen erfüllt, den Schleier leeren Trugs von dir geworfen und deinen Blick fest auf den Herrn, deinen Gott, gerichtet, den Herrn des Unsichtbaren und des sichtbaren, den Herrn des vielbesuchten Tempels. Ich bin sehr zufrieden mit dir, weil Ich dein Angesicht lichtstrahlend fand an dem Tage, da die Gesichter trüb und finster wurden.</p>\n<p>[2. der Báb]</p>\n<p>Sprich: O Volk des Bayán! Haben Wir euch nicht in al­len Unseren Sendschreiben und in allen Unseren verborgenen Schriften ermahnt, nicht eueren üblen Leidenschaften und verderbten Neigungen zu folgen, sondern euere Augen auf den Schauplatz höchster Herrlichkeit zu richten an dem Tage, da die Mächtigste Waage aufgestellt wird, dem Tage, da die süßen Weisen des Geistes Gottes von der Rechten des Thrones eueres Herrn erklingen, des allmäch­tigen Beschützers, des Allmachtvollen, des Heiligen der Heiligen? Haben Wir euch nicht verboten, euch an das zu halten, was euch ausschlösse von der Manifestation Unserer Schönheit in ihrer nachfolgenden Offenbarung, seien es die Verkörperungen der Namen Gottes und all ihrer Herrlichkeit oder die Enthüllungen Seiner Eigenschaften und ih­rer Herrschaft? Seht, wie ihr, sobald Ich Mich offenbarte, Meine Wahrheit zurückwieset, euch von Mir abwandtet und unter denen wart, die die Zeichen Gottes als Tand und Zeitvertreib betrachten!</p>\n<p>Bei Meiner Schönheit! An diesem Tage wird nichts von euch angenommen werden, auch wenn ihr fortfahrt, zu be­ten und euch vor Gott niederzuwerfen, solange die Ewigkeit seiner Herrschaft dauert, denn alle Dinge hängen von Seinem Willen ab, und der Wert aller Taten ist durch Seine Annahme und Sein Wohlgefallen bedingt. Das ganze Weltall ist nur eine Handvoll Lehm in Seinem Griff. Nur wenn der Mensch Gott erkennt und liebt, wird sein Anruf an diesem Tage von Ihm erhört. Dies gehört zum Wesen Seines Glaubens, so ihr es nur wüßtet!</p>\n<p>Wollt ihr euch mit dem zufrieden geben, was wie Dunst in der Ebene ist, und auf das Meer verzichten, dessen Was­ser nach dem Willen Gottes die Menschenseelen erquicken? Wehe euch, weil ihr die Großmut Gottes mit so Nichtigem und Verächtlichem vergolten habt! Ihr gehört wirklich zu denen, die Mich in Meiner früheren Offenbarung abgelehnt haben. Könnte euer Herz es doch begreifen!</p>\n<p>Erhebt euch und sühnt unter den Augen Gottes für eue­re Pflichtvergessenheit gegen Ihn. Dies ist Mein Gebot an euch – würdet ihr doch auf Mein Gebot hören! Bei Meinem selbst! Weder das Volk des Qur’án noch die Anhänger der Thora oder des Evangeliums noch die irgendeines an­deren Buches haben begangen, was euere Hände verübt haben. Ich selbst habe Mein ganzes Leben dafür eingesetzt, die Wahrheit dieses Glaubens zu verteidigen. Ich habe in allen Meinen Sendschreiben das Kommen Seiner Offenba­rung verkündet. Dennoch, kaum hatte Er sich in Seiner Ihm folgenden Offenbarung enthüllt, angetan mit der Herrlichkeit Bahás und in das Gewand Seiner Größe gekleidet, da empörtet ihr euch gegen Ihn, den höchsten Be­schirmer, den selbstbestehenden. Hütet euch, o ihr Menschen! Schämt euch dessen, was Mir von eueren Hän­den auf dem Pfade Gottes widerfahren ist. Habt acht, daß ihr nicht zu denen gehört, die zurückwiesen, was aus dem Himmel von Gottes höchster Herrlichkeit auf sie herabgesandt wurde.</p>\n<p>Dies, o Buchstabe des Lebendigen, sind die Worte, die dein Herr spricht und aus den Reichen der Höhe an dich richtet. Verkünde die Worte deines Herrn Seinen Dienern, damit sie ihren Schlaf abschütteln und Vergebung erbitten von Gott, der sie geformt und gebildet und diese strahlendste, heiligste, deutlichste Offenbarung Seiner Schönheit auf sie herabgesandt hat.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":136,"Roman":"CXXXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Say: Deliver your souls, O people, from the bondage of self, and purify them from all attachment to anything besides Me. Remembrance of Me cleanseth all things from defilement, could ye but perceive it. Say: Were all created things to be entirely divested of the veil of worldly vanity and desire, the Hand of God would in this Day clothe them, one and all, with the robe “He doeth whatsoever He willeth in the kingdom of creation,” that thereby the sign of His sovereignty might be manifested in all things. Exalted then be He, the Sovereign Lord of all, the Almighty, the Supreme Protector, the All-Glorious, the Most Powerful.</p>\n<p>Intone, O My servant, the verses of God that have been received by thee, as intoned by them who have drawn nigh unto Him, that the sweetness of thy melody may kindle thine own soul, and attract the hearts of all men. Whoso reciteth, in the privacy of his chamber, the verses revealed by God, the scattering angels of the Almighty shall scatter abroad the fragrance of the words uttered by his mouth, and shall cause the heart of every righteous man to throb. Though he may, at first, remain unaware of its effect, yet the virtue of the grace vouchsafed unto him must needs sooner or later exercise its influence upon his soul. Thus have the mysteries of the Revelation of God been decreed by virtue of the Will of Him Who is the Source of power and wisdom.</p>\n<p>O Khalíl! God beareth Me witness. Though My Pen be still moving on My Tablet, yet, in its very heart, it weepeth and is sore distressed. The lamp burning before the Throne, likewise, weepeth and groaneth by reason of the things which the Ancient Beauty hath suffered at the hands of them who are but a creation of His Will. God, Himself, knoweth and testifieth to the truth of My words. No man that hath purged his ear from the loud clamor of the infidels, and inclined it to all created things, can fail to hear the voice of their lamentation and weeping over the trouble that hath befallen Us at the hands of those of Our servants that have disbelieved in, and rebelled against, Us. Thus have We disclosed to thee a glimmer of the woes that have come upon us, that thou mayest be made aware of Our sufferings, and patiently endure thy sorrows.</p>\n<p>Arise to aid thy Lord at all times and in all circumstances, and be thou one of His helpers. Admonish, then, the people to lend a hearing ear to the words which the Spirit of God hath uttered in this irradiant and resplendent Tablet. Say: Sow not, O people, the seeds of dissension amongst men, and contend not with your neighbor. Be patient under all conditions, and place your whole trust and confidence in God. Aid ye your Lord with the sword of wisdom and of utterance. This indeed well becometh the station of man. To depart from it would be unworthy of God, the Sovereign Lord of all, the Glorified. The people, however, have been led astray, and are truly of the heedless.</p>\n<p>Unlock, O people, the gates of the hearts of men with the keys of the remembrance of Him Who is the Remembrance of God and the Source of wisdom amongst you. He hath chosen out of the whole world the hearts of His servants, and made them each a seat for the revelation of His glory. Wherefore, sanctify them from every defilement, that the things for which they were created may be engraven upon them. This indeed is a token of God’s bountiful favor.</p>\n<p>Beautify your tongues, O people, with truthfulness, and adorn your souls with the ornament of honesty. Beware, O people, that ye deal not treacherously with anyone. Be ye the trustees of God amongst His creatures, and the emblems of His generosity amidst His people. They that follow their lusts and corrupt inclinations, have erred and dissipated their efforts. They, indeed, are of the lost. Strive, O people, that your eyes may be directed towards the mercy of God, that your hearts may be attuned to His wondrous remembrance, that your souls may rest confidently upon His grace and bounty, that your feet may tread the path of His good-pleasure. Such are the counsels which I bequeath unto you. Would that ye might follow My counsels!</p>","Text2":"<p>Sprich: Befreit euere Seelen, o Menschen, von der Knechtschaft des Selbstes, und läutert sie von aller Bindung an anderes als Mich. Meiner zu gedenken macht alle Dinge rein von Be­fleckung, könntet ihr es doch erkennen! Sprich : Wären alle erschaffenen Dinge völlig des Schleiers weltlicher Nichtigkeit und Begierde entkleidet, würde sie die Hand Gottes an diesem Tage allesamt mit dem Prachtgewand des »Er tut, was Er will, im Reiche der Schöpfung« schmücken und so das Zeichen Seiner Herrschaft in allen Dingen offenbaren. Gepriesen sei darum Er, der höchste Herr über alles, der Allmächtige, der höchste Beschützer, der Allherrliche, der Machtvollste!</p>\n<p>Singe die Verse Gottes, o Mein Diener, die du empfan-2 gen hast, wie jene sie singen, die Ihm nahe sind, damit die Süße deiner Weise deine eigene Seele entflamme und die Herzen aller Menschen anziehe. Wer zurückgezogen in sei­ner Kammer die von Gott offenbarten Verse spricht, wird erfahren, wie die Engel des Allmächtigen den Duft der Worte, die sein Mund ausspricht, überallhin verbreiten und das Herz jedes rechtschaffenen Menschen höher schlagen lassen. Mag er sich auch zunächst dieser Wirkung nicht bewußt werden, muß doch die Kraft der ihm gewährten Gnade früher oder später ihren Einfluß auf seine Seele üben. So sind die Geheimnisse der Offenbarung Gottes durch den Willen dessen, der Urquell aller Macht und Weisheit ist, verfügt worden.</p>\n<p>O Khalíl! Gott ist Mein Zeuge! Obwohl Meine Feder 3 sich ruhig über Meine Tafel bewegt, weint sie doch im Innersten und ist tief unglücklich. Auch die vor dem Throne brennende Lampe weint und seufzt um der Dinge willen, die die Altehrwürdige Schönheit von den Händen derer erlitt, die nur eine Schöpfung Seines Willens sind. Gott selbst kennt und bezeugt die Wahrheit Meiner Worte. Kein Mensch, der sein Ohr von dem lauten Geschrei der Un­gläubigen gereinigt hat und es allem Erschaffenen zuneigt, kann umhin, die Stimme ihres Klagens und Weinens über die Leiden zu hören, die Uns von den Händen Unserer Diener befallen haben, die nicht an Uns glauben und sich gegen Uns auflehnen. So haben Wir dir einen Schimmer des Leides enthüllt, das über Uns gekommen ist, damit du um Unsere Leiden weißt und geduldig deine Trübsale erträgst.</p>\n<p>Erhebe dich, deinem Herrn zu allen Zeiten und unter allen Umständen beizustehen, und sei einer Seiner Helfer. Ermahne sodann die Menschen, den Worten Gehör zu schenken, die der Geist Gottes auf dieser erleuchtenden, strahlenden Tafel geäußert hat. Sprich: Säet nicht die Saat der Zwietracht unter den Menschen, o Volk, und streitet nicht mit euerem Nächsten. Seid unter allen Umständen geduldig und setzt euer ganzes Vertrauen, euere Zuversicht auf Gott. Helft euerem Herrn mit dem Schwerte der Weisheit und der Rede. Dies, wahrlich, steht der Stufe des Men­schen an. Davon abzugehen wäre Gottes, des höchsten Herrn aller, des Verherrlichten, unwürdig. Aber das Volk wurde irregeleitet und gehört wahrlich zu den Achtlosen.</p>\n<p>O Menschen, öffnet die Tore der Menschenherzen mit den Schlüsseln des Gedenkens an den, der das Gedenken Gottes und Urquell der Weisheit unter euch ist. Er hat auf der ganzen Welt die Herzen Seiner Diener auserwählt und jedes zu einem Thron für die Offenbarung Seiner Herrlichkeit gemacht. So heiligt sie denn von jeder Befleckung, damit ihnen das eingeprägt werde, wofür sie erschaffen wurden. Dies ist wahrlich ein Beweis der gütigen Gunst Gottes.</p>\n<p>Veredelt euere Zunge durch Wahrhaftigkeit, o Menschen, und ziert euere Seele mit dem Schmuck der Ehrlichkeit. Hütet euch, o Menschen, daß ihr nicht gegen jemanden falsch seid. Seid Gottes Treuhänder unter Seinen Geschöpfen und die Wahrzeichen Seiner Großmut unter Seinem Volke. Wer seinen Lüsten und verderbten Neigungen folgt, geht in die Irre und vergeudet seine Mühe. Er gehört wahrlich zu den Verlorenen. Strebt danach, o Menschen, daß euere Augen auf Gottes Barmherzigkeit gerichtet, daß euere Herzen auf Sein wunderbares Gedenken eingestellt sind, daß euere Seelen zuversichtlich in Seiner Gnade und Großmut ruhen und euere Füße den Pfad Sei­nes Wohlgefallens beschreiten. Das sind die Ratschläge, die Ich euch als Vermächtnis gebe. Wolltet ihr doch Meinen Ratschlägen folgen!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":137,"Roman":"CXXXVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Some have regarded it as lawful to infringe on the integrity of the substance of their neighbor, and have made light of the injunction of God as prescribed in His Book. Evil fall upon them, and the chastisement of God, the All-Powerful, the Almighty, afflict them! By Him Who shineth above the Dayspring of sanctity! If the whole earth were to be converted into silver and gold, no man who can be said to have truly ascended into the heaven of faith and certitude would deign to regard it, much less to seize and keep it. We have formerly referred to this subject in passages revealed in the Arabic tongue, in a language of exquisite beauty. God is Our witness! Whoever hath tasted the sweetness of those words will never consent to transgress the bounds which God hath fixed, neither will he turn his gaze towards anyone except his Well-Beloved. Such a man will, with his inner eye, readily recognize how altogether vain and fleeting are the things of this world, and will set his affections on things above.</p>\n<p>Say: Be ashamed, O ye that call yourselves the lovers of the Ancient Beauty! Be ye admonished by the tribulation He hath suffered, by the burden of anguish He hath carried for the sake of God. Let your eyes be opened. To what purpose hath He labored, if the manifold trials He hath endured are, in the end, to result in such contemptible professions, and such wretched conduct? Every robber, every worker of iniquity, hath, in the days prior to My Revelation, uttered these same words, and performed these same deeds.</p>\n<p>Verily I say: Incline your ears to My sweet voice, and sanctify yourselves from the defilement of your evil passions and corrupt desires. They who dwell within the tabernacle of God, and are established upon the seats of everlasting glory, will refuse, though they be dying of hunger, to stretch their hands and seize unlawfully the property of their neighbor, however vile and worthless he may be.</p>\n<p>The purpose of the one true God in manifesting Himself is to summon all mankind to truthfulness and sincerity, to piety and trustworthiness, to resignation and submissiveness to the Will of God, to forbearance and kindliness, to uprightness and wisdom. His object is to array every man with the mantle of a saintly character, and to adorn him with the ornament of holy and goodly deeds.</p>\n<p>Say: Have mercy on yourselves and on your fellowmen, and suffer not the Cause of God—a Cause which is immeasurably exalted above the inmost essence of sanctity—to be sullied with the stain of your idle fancies, your unseemly and corrupt imaginations.</p>","Text2":"<p>Manche haben es als rechtmäßig betrachtet, das unverletzliche Eigentum ihres Nächsten anzutasten, und haben den ausdrücklichen, in Gottes Buch niedergelegten Befehl auf die leichte Schul­ter genommen. Unheil komme über sie und die Strafe Gottes, des Allmachtvollen, des Allmächtigen, suche sie heim! Bei Ihm, der über den Morgen der Heiligkeit leuchtet! Würde die ganze Erde in Silber und Gold verwandelt, so würde keiner, von dem man sagen kann, er sei wirklich in den Himmel des Glaubens und der Gewißheit aufgestiegen, sich dazu herablassen, dieses zu beachten oder gar danach zu greifen und es zu behalten. Wir haben schon früher auf diesen Gegenstand hingewiesen in Texten, die auf arabisch, in einer Sprache von erlesener Schönheit, offenbart sind. Gott ist Unser, Zeuge! Wer die Süße dieser Worte gekostet hat, wird niemals billigen, daß die von Gott gesetz­ten Grenzen überschritten werden, noch wird er seinen Blick auf irgendeinen außer seinem Vielgeliebten richten. Ein solcher Mensch wird mit seinem inneren Auge rasch erkennen, wie nichtig und verächtlich die Dinge dieser Welt allesamt sind, und wird seinen Sinn auf Höheres richten.</p>\n<p>Sprich: Schämt euch, o ihr, die ihr euch die Liebenden der Altehrwürdigen Schönheit nennt! Seid ermahnt durch die Trübsale, die Er erlitten hat, und durch die Bürde der Qualen, die Er um Gottes willen ertrug. Laßt euch die Augen öffnen! Zu welchem Zweck hätte Er sich abgemüht, wenn die mannigfachen Prüfungen, die Er ertrug, schließ­lich in so verächtlichen Bekenntnissen und solch üblem Be­tragen enden sollten? Jeder Räuber, jeder Missetäter hat in den Tagen, die Meiner Offenbarung vorangingen, die glei­chen Worte geäußert und die gleichen Taten begangen.</p>\n<p>Wahrlich, Ich sage: Neigt euer Ohr Meiner süßen Stimme und heiligt euch von der Befleckung durch euere üblen Leidenschaften und verderbten Wünsche. Wer im Heiligtum Gottes wohnt und den Ehrensitz ewiger Herrlichkeit einnimmt, wird sich weigern, selbst wenn er Hungers stürbe, die Hand widerrechtlich nach dem Eigentum seines Nächsten auszustrecken, wie niedrig und unwürdig dieser auch sei.</p>\n<p>Die Absicht des einen, wahren Gottes bei Seiner Selbstoffenbarung ist, die ganze Menschheit zu Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit, zu Frömmigkeit und Vertrauenswürdigkeit, zu Entsagung und Ergebenheit in den Willen Gottes, zu Nachsicht und Güte, zu Ehrlichkeit und Weisheit aufzurufen. Sein Ziel ist es, jeden Menschen in den Mantel eines geheiligten Charakters zu kleiden und ihn mit der Zier heiliger, edler Taten zu schmücken.</p>\n<p>Sprich: Habt Erbarmen mit euch selbst und eueren Mit­menschen, und laßt es nicht zu, daß die Sache Gottes – eine Sache, die unendlich erhaben ist über das innerste Wesen der Heiligkeit – durch den Makel euerer leeren Grillen, euerer unziemlichen und verderbten Einbildungen befleckt werde.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":138,"Roman":"CXXXVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Thou seest, O God of Mercy, Thou Whose power pervadeth all created things, these servants of Thine, Thy thralls, who, according to the good-pleasure of Thy Will, observe in the daytime the fast prescribed by Thee, who arise, at the earliest dawn of day, to make mention of Thy Name, and to celebrate Thy praise, in the hope of obtaining their share of the goodly things that are treasured up within the treasuries of Thy grace and bounty. I beseech Thee, O Thou that holdest in Thine hands the reins of the entire creation, in Whose grasp is the whole kingdom of Thy names and of Thine attributes, not to deprive, in Thy Day, Thy servants from the showers pouring from the clouds of Thy mercy, nor to hinder them from taking their portion of the ocean of Thy good-pleasure.</p>\n<p>All the atoms of the earth bear witness, O my Lord, to the greatness of Thy power and of Thy sovereignty; and all the signs of the universe attest the glory of Thy majesty and of Thy might. Have mercy, then, O Thou Who art the sovereign Lord of all, Who art the King of everlasting days, and Ruler of all nations, upon these Thy servants, who have clung to the cord of Thy commandments, who have bowed their necks to the revelations of Thy laws which have been sent down from the heaven of Thy Will.</p>\n<p>Behold, O my Lord, how their eyes are lifted up towards the dawning-place of Thy loving-kindness, how their hearts are set upon the oceans of Thy favors, how their voices are lowered before the accents of Thy most sweet Voice, calling, from the most sublime Station, in Thy name the All-Glorious. Help Thou Thy loved ones, O my Lord, them that have forsaken their all, that they may obtain the things Thou dost possess, whom trials and tribulations have encompassed for having renounced the world and set their affections on Thy realm of glory. Shield them, I entreat Thee, O my Lord, from the assaults of their evil passions and desires, and aid them to obtain the things that shall profit them in this present world and in the next.</p>\n<p>I pray Thee, O my Lord, by Thy hidden, Thy treasured Name, that calleth aloud in the kingdom of creation, and summoneth all peoples to the Tree beyond which there is no passing, the seat of transcendent glory, to rain down upon us, and upon Thy servants, the overflowing rain of Thy mercy, that it may cleanse us from the remembrance of all else but Thee, and draw us nigh unto the shores of the ocean of Thy grace. Ordain, O Lord, through Thy most exalted Pen, that which will immortalize our souls in the Realm of glory, will perpetuate our names in Thy Kingdom, and safeguard our lives in the treasuries of Thy protection and our bodies in the stronghold of Thy inviolable fastness. Powerful art Thou over all things, be they of the past or of the future. No God is there but Thee, the omnipotent Protector, the Self-Subsisting.</p>\n<p>Thou seest, O Lord, our suppliant hands lifted up towards the heaven of Thy favor and bounty. Grant that they may be filled with the treasures of Thy munificence and bountiful favor. Forgive us, and our fathers, and our mothers, and fulfill whatsoever we have desired from the ocean of Thy grace and Divine generosity. Accept, O Beloved of our hearts, all our works in Thy path. Thou art, verily, the Most Powerful, the Most Exalted, the Incomparable, the One, the Forgiving, the Gracious.</p>","Text2":"<p>Du siehst, o Gott des Erbarmens, Du, dessen Macht alles Erschaffene durchdringt, diese Deine Diener, Deine Knechte, wie sie des Tags nach dem Wohlgefallen Deines Willens das von Dir verordnete Fasten halten, sich beim ersten Morgengrauen erheben, Deinen Namen anzurufen und Dein Lob zu verherrlichen, voll Hoffnung, ihren Anteil an den guten Dingen zu erhalten, die in den Schatzkammern Deiner Gnade und Großmut verwahrt sind. Ich flehe zu Dir, o Du, der Du in Deinen Händen die Zügel der ganzen Schöpfung hältst, der Du das ganze Reich Deiner Namen und Eigenschaften im Griffe hast, vorenthalte Deinen Dienern an Deinem Tage nicht die belebenden Regenschauer aus den Wolken Deiner Barmherzigkeit und hindere sie nicht, ihren Teil aus dem Meere Deines Wohlgefallens zu nehmen.</p>\n<p>Alle Atome der Erde bezeugen die Größe Deiner Kraft 2 und Herrschaft, o mein Herr; und alle Zeichen des Universums beweisen die Herrlichkeit Deiner Würde und Macht. So hab Erbarmen, o Du höchster Herr über alles, Du König ewiger Tage, Du Herrscher über alle Völker, mit diesen Deinen Dienern, die sich an das Seil Deiner Gebote klam­mern und ihren Nacken beugen vor den Verkündungen Deiner Gesetze, die aus dem Himmel Deines Willens herabgesandt sind.</p>\n<p>Sieh, o mein Herr, wie sie ihre Augen zum Morgen Deiner Güte heben, wie sie ihre Herzen auf die Meere Deiner Gunst richten, wie sie ihre Stimme senken vor den Tönen Deiner lieblichsten Stimme, die von der allerhöchsten Stufe in Deinem Namen, der Allherrliche, ruft. Hilf Du Deinen Geliebten, o mein Herr, die alles aufgaben, um zu erhalten, was Du besitzest, ihnen, die von Prüfungen und Leiden umgeben sind, weil sie der Welt entsagt und ihre Liebe auf Dein Reich der Herrlichkeit gerichtet haben. Ich flehe Dich an, o mein Herr, beschütze sie vor den Angriffen ihrer üblen Leidenschaften und Begierden, und hilf ihnen, das zu erlangen, was ihnen in dieser und der nächsten Welt nützen wird.</p>\n<p>Ich bitte Dich, o mein Herr, bei Deinem verborgenen, Deinem kostbaren Namen, der laut durch das Reich der Schöpfung ruft und alle Völker zu dem Baume lädt, über den es kein Hinausgehen gibt, zum Thron allüberragender Herrlichkeit, überschütte uns und Deine Diener mit den Regenströmen Deiner Barmherzigkeit, damit sie uns von allem Gedenken außer an Dich reinigen und uns den Kü­sten des Meeres Deiner Gnade nahebringen. Verordne, o Herr, durch Deine erhabenste Feder, was unsere Seelen un­sterblich macht im Reiche der Herrlichkeit, was unsere Na­men fortbestehen läßt in Deinem Königreiche, was unser Leben in den Schatzkammern Deines Schutzes, unsere Kör­per in der Burg Deiner unverletzlichen Beständigkeit bewahren wird. Mächtig bist Du über alle Dinge, seien sie vergangen oder zukünftig. Es ist kein Gott außer Dir, dem allmächtigen Beschirmer, dem Selbstbestehenden.</p>\n<p>Du siehst, o mein Herr, unsere flehenden Hände zu Dei­ner Gunst und Großmut erhoben. Gewähre, daß sie mit den Schätzen Deiner Güte und Freigebigkeit gefüllt werden. Vergib uns, unseren Vätern und unseren Müttern, und erfülle, was wir vom Meere Deiner Gnade und göttlichen Freigebigkeit ersehnen. Nimm, o Geliebter unserer Herzen, alle unsere Werke auf Deinem Pfade an. Du bist wahrlich der Machtvollste, der Erhabenste, der Unvergleichliche, der Eine, der Vergebende, der Gnädige.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":139,"Roman":"CXXXIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Let thine ear be attentive, O Nabíl-i-A‘zam, to the Voice of the Ancient of Days, crying to thee from the Kingdom of His all-glorious Name. He it is Who is now proclaiming from the realms above, and within the inmost essence of all created things: “I truly am God, there is none other God but Me. I am He Who, from everlasting, hath been the Source of all sovereignty and power, He Who shall continue, throughout eternity, to exercise His kingship and to extend His protection unto all created things. My proof is the greatness of My might and My sovereignty that embraceth the whole of creation.”…</p>\n<p>Blessed art thou, O My name, inasmuch as thou hast entered Mine Ark, and art speeding, through the power of My sovereign and most exalted might, on the ocean of grandeur, and art numbered with My favored ones whose names the Finger of God hath inscribed. Thou hast quaffed the cup which is life indeed from the hands of this Youth, around Whom revolve the Manifestations of the All-Glorious, and the brightness of Whose presence they Who are the Daysprings of Mercy extol in the day time and in the night season.</p>\n<p>His glory be with thee, inasmuch as thou hast journeyed from God unto God, and entered within the borders of the Court of unfading splendor—the Spot which mortal man can never describe. Therein hath the breeze of holiness, laden with the love of thy Lord, stirred thy spirit within thee, and the waters of understanding have washed from thee the stains of remoteness and ungodliness. Thou hast gained admittance into the Paradise of God’s Remembrance, through thy recognition of Him Who is the Embodiment of that Remembrance amongst men.</p>\n<p>Wherefore, be thankful to God, for having strengthened thee to aid His Cause, for having made the flowers of knowledge and understanding to spring forth in the garden of thine heart. Thus hath His grace encompassed thee, and encompassed the whole of creation. Beware, lest thou allow anything whatsoever to grieve thee. Rid thyself of all attachment to the vain allusions of men, and cast behind thy back the idle and subtle disputations of them that are veiled from God. Proclaim, then, that which the Most Great Spirit will inspire thee to utter in the service of the Cause of thy Lord, that thou mayest stir up the souls of all men and incline their hearts unto this most blessed and all-glorious Court.…</p>\n<p>Know thou that We have annulled the rule of the sword, as an aid to Our Cause, and substituted for it the power born of the utterance of men. Thus have We irrevocably decreed, by virtue of Our grace. Say: O people! Sow not the seeds of discord among men, and refrain from contending with your neighbor, for your Lord hath committed the world and the cities thereof to the care of the kings of the earth, and made them the emblems of His own power, by virtue of the sovereignty He hath chosen to bestow upon them. He hath refused to reserve for Himself any share whatever of this world’s dominion. To this He Who is Himself the Eternal Truth will testify. The things He hath reserved for Himself are the cities of men’s hearts, that He may cleanse them from all earthly defilements, and enable them to draw nigh unto the hallowed Spot which the hands of the infidel can never profane. Open, O people, the city of the human heart with the key of your utterance. Thus have We, according to a preordained measure, prescribed unto you your duty.</p>\n<p>By the righteousness of God! The world and its vanities, and its glory, and whatever delights it can offer, are all, in the sight of God, as worthless as, nay, even more contemptible than, dust and ashes. Would that the hearts of men could comprehend it! Cleanse yourselves thoroughly, O people of Bahá, from the defilement of the world, and of all that pertaineth unto it. God Himself beareth Me witness. The things of the earth ill beseem you. Cast them away unto such as may desire them, and fasten your eyes upon this most holy and effulgent Vision.</p>\n<p>That which beseemeth you is the love of God, and the love of Him Who is the Manifestation of His Essence, and the observance of whatsoever He chooseth to prescribe unto you, did ye but know it.</p>\n<p>Say: Let truthfulness and courtesy be your adorning. Suffer not yourselves to be deprived of the robe of forbearance and justice, that the sweet savors of holiness may be wafted from your hearts upon all created things. Say: Beware, O people of Bahá, lest ye walk in the ways of them whose words differ from their deeds. Strive that ye may be enabled to manifest to the peoples of the earth the signs of God, and to mirror forth His commandments. Let your acts be a guide unto all mankind, for the professions of most men, be they high or low, differ from their conduct. It is through your deeds that ye can distinguish yourselves from others. Through them the brightness of your light can be shed upon the whole earth. Happy is the man that heedeth My counsel, and keepeth the precepts prescribed by Him Who is the All-Knowing, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>O Nabíl-i-A’zam1,schenke der Stimme des Altehrwürdigen der Tage, die dich aus dem Reich seines allherrlichen Namens ruft, ein aufmerksames Ohr. Er ist es, der nun aus den Reichen der Höhe und im innersten Wesen alles Erschaffenen verkün­det: »Wahrlich, Ich bin Gott, es ist kein Gott außer Mir. Ich bin es, der von Ewigkeit her Quell aller Herrschaft und Macht war, der durch alle Ewigkeit fortfahren wird, Sein Königtum zu besitzen und Seinen Schutz allem Erschaffenen zu gewähren. Mein Beweis ist die Größe Meiner Macht und Meiner Herrschaft, die die ganze Schöpfung umfaßt.« ...</p>\n<p>[1. Beiname Mullá Muhammad-i-Zarandís, des Verfassers eines Buches über die frühen Tage der Bahá’í-Offenbarung: »Nabíls Bericht«]</p>\n<p>Gesegnet bist du, o Mein Name, weil du Meine Arche betreten hast, durch die Kraft Meiner erhabensten Macht und Herrschaft auf dem Meere der Herrlichkeit dahinfliegst und zu Meinen Begünstigten zählst, deren Namen der Finger Gottes niedergeschrieben hat. Du hast den Kelch, der in Wahrheit Leben ist, geleert, den Kelch aus den Händen dieses Jünglings, den die Manifestationen des Allherrlichen umkreisen und dessen strahlende Gegenwart die Morgenröten der Barmherzigkeit am Tage und zur Nachtzeit preisen.</p>\n<p>Seine Herrlichkeit sei mit dir, denn du bist von Gott her zu Gott hingewandert und in die Mauern des Hofes unvergänglicher Pracht eingetreten – des Ortes, den der sterbliche niemals beschreiben kann. Dort hat der Hauch der Heiligkeit, erfüllt von der Liebe deines Herrn, deinen Geist in dir aufgerührt, und die Wasser des Verstehens haben den Makel des Fernseins und der Gottlosigkeit von dir ab­gewaschen. Du hast Einlaß gefunden in das Paradies des Gedenkens Gottes durch die Anerkennung dessen, der die Verkörperung dieses Gedenkens unter den Menschen ist.</p>\n<p>Sei Gott dankbar dafür, daß Er dir die Kraft gab, Seiner Sache zu helfen, daß Er die Blumen des Wissens und Ver­stehens im Garten deines Herzens aufblühen ließ. So hat Seine Gnade dich umgeben und die ganze Schöpfung umschlossen. Hüte dich davor, daß du dich durch irgend et­was betrüben lässest. Mache dich frei von aller Bindung an die eitlen Anspielungen der Menschen und wirf die zweck­losen und spitzfindigen Wortstreitereien derer von dir, die vor Gott wie von Schleiern verhüllt sind. Verkünde sodann, was der Größte Geist dir im Dienst an der Sache dei­nes Herrn zu äußern eingeben wird, damit du die Seelen aller Menschen aufrüttelst und ihre Herzen diesem gesegnetsten, allherrlichen Hofe zuführest...</p>\n<p>Wisse, daß Wir die Herrschaft des Schwertes als Hilfe für Unsere Sache abgeschafft und an seiner Stelle die Macht eingesetzt haben, die aus der Rede des Menschen geboren ist. So haben Wir es kraft Unserer Gnade unwider­ruflich bestimmt. Sprich: O Volk! Säe nicht die Saat der Zwietracht unter den Menschen, und stehe ab vom Streit mit deinem Nächsten; denn dein Herr hat die Welt und ihre Städte den Königen der Erde in Obhut gegeben und diese kraft der Herrschaft, die Er ihnen zu verleihen belieb­te, zu Sinnbildern Seiner eigenen Macht erkoren. Er hat es verschmäht, einen Anteil an der Herrschaft dieser Welt sich selbst vorzubehalten. Dies wird Er, die Ewige Wahrheit, bezeugen. Was Er sich vorbehielt, sind die Städte der Menschenherzen, damit Er sie von aller irdischen Befleckung rein mache und sie befähige, dem geheiligten Orte zu nahen, den die Hände der Ungläubigen niemals entweihen können. Öffne, o Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schlüssel deiner Rede. so haben Wir dir in vorbestimmtem Maße deine Pflicht verordnet.</p>\n<p>Bei der Gerechtigkeit Gottes! Die Welt und ihre Nich­tigkeiten, ihr Ruhm und alles, was sie an Freuden bieten kann, ist vor Gott so wertlos wie Staub und Asche, nein, noch viel verächtlicher. Könnten es die Menschenherzen doch begreifen! Reinige dich gründlich, o Volk Bahás, von der Verderbnis der Welt und allem, was ihr zugehört! Gott selbst ist Mein Zeuge! Die Dinge der Erde stehen euch schlecht an. Werft sie weg für jene, die nach ihnen verlangen, und richtet euere Augen fest auf diese heiligste, diese strahlendste Schau.</p>\n<p>Was euch geziemt, ist die Liebe zu Ihm, der Manifestation Seines Wesens, und die Befolgung all dessen, was Ihm beliebt, euch vorzuschreiben, wenn ihr es doch wüßtet!</p>\n<p>Sprich: Laßt Wahrhaftigkeit und Höflichkeit euer Schmuck sein. Duldet nicht, daß ihr des Gewandes der Langmut und der Gerechtigkeit beraubt werdet, damit aus eueren Herzen die süßen Düfte der Heiligkeit über alles Erschaffene wehen. Sprich: Sei achtsam, o Volk Bahás, daß du nicht auf den Wegen jener wandelst, deren Worte sich von ihren Taten unterscheiden. Strebt, daß ihr fähig werdet, den Völkern der Erde Gottes Zeichen zu offenbaren und Seine Gebote widerzuspiegeln. Laßt euere Taten Füh­rung für die ganze Menschheit sein, denn bei den meisten Menschen, ob hoch oder niedrig, unterscheidet sich das Be­kenntnis vom Verhalten. Durch euere Taten aber könnt ihr euch vor anderen auszeichnen. Durch sie kann der Glanz eueres Lichtes über die ganze Erde verbreitet werden. Glücklich ist der Mensch, der Meinen Rat beachtet und die Gebote hält, die Er, der Allwissende, der Allweise, gegeben hat.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":140,"Roman":"CXL","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Muhammad-‘Ali! Great is the blessedness awaiting thee, inasmuch as thou hast adorned thine heart with the ornament of the love of thy Lord, the All-Glorious, the All-Praised. He that hath attained this station in this day, all good shall be his.</p>\n<p>Pay thou no heed to the humiliation to which the loved ones of God have in this Day been subjected. This humiliation is the pride and glory of all temporal honor and worldly elevation. What greater honor can be imagined than the honor conferred by the Tongue of the Ancient of Days when He calleth to remembrance His loved ones in His Most Great Prison? The day is approaching when the intervening clouds will have been completely dissipated, when the light of the words, “All honor belongeth unto God and unto them that love Him,” will have appeared, as manifest as the sun, above the horizon of the Will of the Almighty.</p>\n<p>All men, be they high or low, have sought and are still seeking so great an honor. All, however, have, as soon as the Sun of Truth shed its radiance upon the world, been deprived of its benefits, and have been shut out as by a veil from its glory, except them that have clung to the cord of the unfailing providence of the one true God, and have with complete detachment from all else but Him turned their faces towards His holy court.</p>\n<p>Render thanks unto Him Who is the Desire of all worlds for having invested thee with such high honor. Erelong the world and all that is therein shall be as a thing forgotten, and all honor shall belong to the loved ones of thy Lord, the All-Glorious, the Most Bountiful.</p>","Text2":"<p>O Muhammad-‘Alí! Groß ist die Glückselig­keit, die deiner harrt, weil du dein Herz mit der Liebe zu deinem Herrn, dem Allherrli­chen, dem Allgepriesenen, geschmückt hast. Wer heute die­se Stufe erreicht, dem wird alles Gute zuteil.</p>\n<p>Schenke der Demütigung, der die Geliebten Gottes an diesem Tage unterworfen sind, keine Beachtung. Diese De­mütigung ist der Stolz und der Ruhm aller zeitlichen Ehre und weltlichen Würde. Welche größere Ehre ist vorstellbar als die Ehre, die die Zunge des Altehrwürdigen der Tage verleiht, wenn Er Seiner Geliebten in Seinem Größten Ge­fängnis gedenkt? Der Tag naht, da die trennenden Wolken völlig verschwunden sein werden und das Licht der Worte: »Alle Ehre ist Gottes und derer, die Ihn lieben«, klar wie die Sonne am Horizont des Willens des Allmächtigen er­scheinen wird.</p>\n<p>Alle Menschen, hoch oder niedrig, haben diese große Ehre gesucht und suchen noch immer nach ihr. Alle sind je­doch, als die Sonne der Wahrheit ihre Strahlen über die Welt ergoß, ihrer Wohltaten beraubt und wie durch einen Schleier von ihrer Herrlichkeit ausgeschlossen geblieben, außer denen, die sich am Seil der unfehlbaren Vorsehung des einen, wahren Gottes festhalten und in völliger Loslösung von allem außer Ihm ihr Angesicht Seinem heiligen Hofe zuwenden.</p>\n<p>Danke Ihm, der Sehnsucht aller Welten, daß Er dir diese hohe Ehre verliehen hat. Bald wird die Welt und alles, was in ihr ist, vergessen sein, und alle Ehre wird den Geliebten dei­nes Herrn, des Allherrlichen, des Großmütigsten, gehören.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":141,"Roman":"CXLI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>A Book sent down in truth unto men of insight! It biddeth the people to observe justice and to work righteousness, and forbiddeth them to follow their corrupt inclinations and carnal desires, if perchance the children of men might be roused from their slumber.</p>\n<p>Say: Follow, O people, what hath been prescribed unto you in Our Tablets, and walk not after the imaginations which the sowers of mischief have devised, they that commit wickedness and impute it to God, the Most Holy, the All-Glorious, the Most Exalted. Say: We have accepted to be tried by ills and troubles, that ye may sanctify yourselves from all earthly defilements. Why, then, refuse ye to ponder Our purpose in your hearts? By the righteousness of God! Whoso will reflect upon the tribulations We have suffered, his soul will assuredly melt away with sorrow. Thy Lord Himself beareth witness to the truth of My words. We have sustained the weight of all calamities to sanctify you from all earthly corruption, and ye are yet indifferent.</p>\n<p>Say: It behooveth every one that holdeth fast to the hem of Our Robe to be untainted by anything from which the Concourse on high may be averse. Thus hath it been decreed by thy Lord, the All-Glorious, in this His perspicuous Tablet. Say: Set ye aside My love, and commit what grieveth Mine heart? What is it that hindereth you from comprehending what hath been revealed unto you by Him Who is the All-Knowing, the All-Wise?</p>\n<p>We verily behold your actions. If We perceive from them the sweet smelling savor of purity and holiness, We will most certainly bless you. Then will the tongues of the inmates of Paradise utter your praise and magnify your names amidst them who have drawn nigh unto God.</p>\n<p>Cling thou to the hem of the Robe of God, and take thou firm hold on His Cord, a Cord which none can sever. Beware that the clamor of them that have repudiated this Most Great Announcement shall not deter thee from achieving thy purpose. Proclaim what hath been prescribed unto thee in this Tablet, though all the peoples arise and oppose thee. Thy Lord is, verily, the All-Compelling, the Unfailing Protector.</p>\n<p>My glory be with thee and with those of My loved ones that associate with thee. These indeed are they with whom it shall be well.</p>","Text2":"<p>Ein Buch ist in Wahrheit den Einsichtigen herabgesandt! Es gebietet den Menschen, Gerechtigkeit zu üben und rechtschaffen zu handeln, und verbietet ihnen, ihren verderbten Neigungen und sinnlichen Wünschen zu folgen – so die Menschenkinder aus ihrem tiefen Schlafe erweckt werden.</p>\n<p>Sprich: O Menschen, befolgt, was euch auf Unseren Tafeln vorgeschrieben ist, und geht nicht den Trugbildern nach, die die Unheilstifter ersinnen, die Schlechtigkeiten begehen und sie Gott zuschreiben, dem Heiligsten, dem Allherrlichen, dem Erhabensten. Sprich: Wir haben es hingenommen, von Leiden und Kummer geprüft zu werden, damit ihr euch von allen irdischen Befleckungen hei­ligt. Warum weigert ihr euch dann, über Unsere Absicht in euerem Herzen nachzudenken? Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wer über die Trübsale nachdenkt, die Wir erlei­den, dessen Seele wird wahrlich vor Kummer vergehen. Dein Herr selbst bezeugt die Wahrheit Meiner Worte. Wir haben die Last aller Trübsale ertragen, um euch von aller irdischen Verderbnis zu heiligen, und dennoch seid ihr gleichgültig.</p>\n<p>Sprich: Es geziemt sich für jeden, der sich an den Saum Unseres Gewandes hält, unbefleckt zu sein von allem, was die himmlischen Heerscharen verabscheuen. So wurde es von deinem Herrn, dem Allherrlichen, in diesem Seinem deutlichen Sendschreiben bestimmt. Sprich: Wollt ihr Meine Liebe verschmähen und begehen, was Mein Herz grämt? Was ist es, das euch zu verstehen hindert, was euch von Ihm, dem Allwissenden, dem Allweisen, offenbart ist?</p>\n<p>Wahrlich, Wir sehen euere Taten. Wenn Wir von ihnen den süßen Duft der Reinheit und Heiligkeit verspüren, werden Wir euch ganz gewiß segnen. Dann werden die Paradiesbewohner euch Lob zollen und euere Namen verherrlichen unter denen, die Gott nahe gekommen sind.</p>\n<p>Halte dich fest am Saum des Gewandes Gottes, und erfasse mit festem Griff Sein Seil, ein Seil, das niemand zerreißen kann. Hüte dich, daß dich nicht der Lärm derer, die diese Größte Verkündigung zurückweisen, davon abhalte, deinen Vorsatz auszuführen. Verkünde, was dir in diesem Sendschreiben vorgeschrieben wurde, und sollten auch alle Menschen wider dich aufstehen. Dein Herr ist wahrlich der Allbezwingende, der unfehlbare Beschützer.</p>\n<p>Meine Herrlichkeit sei mit dir und mit denen Meiner Geliebten, die sich dir zugesellen. Dies sind wahrlich die, um die es gut stehen wird.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":142,"Roman":"CXLII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>I swear by the beauty of the Well-Beloved! This is the Mercy that hath encompassed the entire creation, the Day whereon the grace of God hath permeated and pervaded all things. The living waters of My mercy, O ‘Alí, are fast pouring down, and Mine heart is melting with the heat of My tenderness and love. At no time have I been able to reconcile Myself to the afflictions befalling My loved ones, or to any trouble that could becloud the joy of their hearts.</p>\n<p>Every time My name “the All-Merciful” was told that one of My lovers had breathed a word that runneth counter to My wish, it repaired, grief-stricken and disconsolate to its abode; and whenever My name “the Concealer” discovered that one of My followers had inflicted any shame or humiliation on his neighbor, it, likewise, turned back chagrined and sorrowful to its retreats of glory, and there wept and mourned with a sore lamentation. And whenever My name “the Ever-Forgiving” perceived that anyone of My friends had committed any transgression, it cried out in its great distress, and, overcome with anguish, fell upon the dust, and was borne away by a company of the invisible angels to its habitation in the realms above.</p>\n<p>By Myself, the True One, O ‘Alí! The fire that hath inflamed the heart of Bahá is fiercer than the fire that gloweth in thine heart, and His lamentation louder than thy lamentation. Every time the sin committed by anyone amongst them was breathed in the Court of His Presence, the Ancient Beauty would be so filled with shame as to wish He could hide the glory of His countenance from the eyes of all men, for He hath, at all times, fixed His gaze on their fidelity, and observed its essential requisites.</p>\n<p>The words thou hadst written have, as soon as they were read in My Presence, caused the ocean of My fidelity to surge within Me, and the breeze of My forgiveness to be wafted over thy soul, and the tree of My loving-kindness to overshadow thee, and the clouds of My bounty to rain down upon thee their gifts. I swear by the Daystar that shineth above the horizon of eternity, I sorrow for thee in thy grief, and lament with thee in thy tribulation.… I bear witness to the services thou hast rendered Me, and testify to the various troubles thou hast sustained for My sake. All the atoms of the earth declare My love for thee.</p>\n<p>The call thou didst raise, O ‘Alí, is highly acceptable in My sight. Proclaim with both thy pen and tongue My Cause. Cry out and summon the people to Him Who is the Sovereign Lord of all worlds, with such zeal and fervor that all men may be set on fire by thee.</p>\n<p>Say: O my Lord, my Best-Beloved, the Mover of my actions, the Lode Star of my soul, the Voice that crieth in mine inmost being, the Object of mine heart’s adoration! Praise be to Thee for having enabled me to turn my face towards Thee, for having set my soul ablaze through remembrance of Thee, for having aided Me to proclaim Thy Name and to sing Thy praises.</p>\n<p>My God, my God! If none be found to stray from Thy path, how, then, can the ensign of Thy mercy be unfurled, or the banner of Thy bountiful favor be hoisted? And if iniquity be not committed, what is it that can proclaim Thee to be the Concealer of men’s sins, the Ever-Forgiving, the Omniscient, the All-Wise? May my soul be a sacrifice to the trespasses of them that trespass against Thee, for upon such trespasses are wafted the sweet savors of the tender mercies of Thy Name, the Compassionate, the All-Merciful. May my life be laid down for the transgressions of such as transgress against Thee, for through them the breath of Thy grace and the fragrance of Thy loving-kindness are made known and diffused amongst men. May my inmost being be offered up for the sins of them that have sinned against Thee, for it is as a result of such sins that the Daystar of Thy manifold favors revealeth itself above the horizon of Thy bounty, and the clouds of Thy never-failing providence rain down their gifts upon the realities of all created things.</p>\n<p>I am he, O my Lord, that hath confessed to Thee the multitude of his evil doings, that hath acknowledged what no man hath acknowledged. I have made haste to attain unto the ocean of Thy forgiveness, and have sought shelter beneath the shadow of Thy most gracious favor. Grant, I beseech Thee, O Thou Who art the Everlasting King and the Sovereign Protector of all men, that I may be enabled to manifest that which shall cause the hearts and souls of men to soar in the limitless immensity of Thy love, and to commune with Thy Spirit. Strengthen me through the power of Thy sovereignty, that I may turn all created things towards the Dayspring of Thy Manifestation and the Source of Thy Revelation. Aid me, O my Lord, to surrender myself wholly to Thy Will, and to arise and serve Thee, for I cherish this earthly life for no other purpose than to compass the Tabernacle of Thy Revelation and the Seat of Thy Glory. Thou seest me, O my God, detached from all else but Thee, and humble and subservient to Thy Will. Deal with me as it beseemeth Thee, and as it befitteth Thy highness and great glory.</p>\n<p>O ‘Alí! The bounty of Him Who is the Lord of all worlds hath been, and is still being, vouchsafed unto thee. Arm thyself with His strength and power, and arise to aid His Cause and to magnify His holy name. Let not thine ignorance in human learning and thy inability to read or write grieve thine heart. The doors of His manifold grace are within the mighty grasp of the power of the one true God. He hath opened, and will continue to open, them in the face of all them that serve Him. I fain would hope that this breeze of Divine sweetness will, at all times, continue to be wafted from the meadow of thine heart upon the whole world, in such wise that its effects may be manifested in every land. He it is that hath power over all things. He, verily, is the Most Powerful, the All-Glorious, the Almighty.</p>","Text2":"<p>Ich schwöre bei der Schönheit des Vielge­liebten! Dies ist die Barmherzigkeit, die die ganze Schöpfung umschlossen hat, der Tag, da Gottes Gnade alle Dinge durchdrungen und erfüllt hat. O ‘Alí! Die Lebenswasser Meiner Barmherzigkeit stürzen in Strömen hernieder, und Mein Herz schmilzt dahin in der Glut Meiner zarten Liebe. Noch nie habe Ich Mich mit den Leiden abfinden können, die Meine Geliebten befallen, oder mit einer Sorge, die ihre Herzensfreude trüben könn­te.</p>\n<p>Wann immer Mein Name »der Allbarmherzige« erfuhr, daß einer Meiner Geliebten ein Wort hauchte, das Meinem Willen zuwider ist, kehrte er kummervoll und untröstlich zu seiner Wohnstatt zurück, und wann immer Mein Name »der Verbergende« entdeckte, daß einer Meiner Anhänger Schmach oder Demütigung über seinen Nächsten brachte, ging er gleichermaßen bekümmert und traurig heim in seine Gemächer der Herrlichkeit, um dort in schmerzlicher Klage zu weinen und zu trauern. Und wenn Mein Name »der Immervergebende« bemerkte, daß einer Meiner Freunde eine Übertretung beging, wehklagte er in großer Pein, fiel von Schmerz überwältigt nieder in den Staub und ward von einer Schar unsichtbarer Engel zu seinem Wohnsitz in den Reichen der Höhe getragen.</p>\n<p>Bei Meinem Selbst, dem Wahren, o ‘Alí! Das Feuer, welches das Herz Bahás entflammt, ist stärker als das Feuer, das in deinem Herzen glüht, und Seine Klage ist lauter als deine Klage. Wann immer jemand im Hofe Seiner Gegen­wart die Sünde eines anderen erwähnte, war Er, die Ewige Schönheit, so von Scham erfüllt, daß Er wünschte, Er könnte die Herrlichkeit Seines Angesichts vor den Augen aller Menschen verbergen; denn Er hat zu allen Zeiten Sei­nen Blick auf die Treue der Gläubigen gerichtet und selbst deren wesentliche Erfordernisse beobachtet.</p>\n<p>Als die Worte, die du geschrieben hast, in Meiner Gegenwart gelesen wurden, haben sie das Meer Meiner Treue in Mir wogen lassen, den Hauch Meiner Vergebung über deine Seele wehen, den Baum Meiner Güte dich überschat­ten und die Wolken Meiner Großmut ihre Gaben auf dich herabregnen lassen. Ich schwöre bei der Sonne, die über dem Horizonte der Ewigkeit strahlt. Ich trauere um dich in deinem Kummer und wehklage mit dir in deiner Trübsal. ... Ich bezeuge die Dienste, die du Mir geleistet, und die mannigfachen Leiden, die du um Meinetwillen ertragen hast. Alle Atome der Erde erklären Meine Liebe zu dir.</p>\n<p>Der Ruf, den du erhoben hast, o ‘Alí, ist in Meinen Au­gen höchst willkommen. Verkünde Meine Sache mit deiner Feder wie mit deiner Zunge. Rufe laut und lade die Menschen vor Ihn, den höchsten Herrn aller Welten, mit solchem Eifer und solcher Inbrunst, daß alle Menschen durch dich entflammt werden.</p>\n<p>Sprich: O mein Herr, mein über alles Geliebter, Du Triebkraft meiner Taten, Du Leitstern meiner Seele, Du Stimme, die in meinem innersten Sein ruft, Du Ziel der Anbetung meines Herzens! Preis sei Dir, daß Du mich befähigtest, Dir mein Angesicht zuzuwenden, daß Du meine Seele durch das Gedenken Deiner entflammtest und mir halfst, Deinen Namen zu verkünden und Dein Lob anzustimmen.</p>\n<p>Mein Gott, mein Gott! Wäre niemand zu finden, der von Deinem Pfade abirrt, wie könnte dann das Banner Deiner Barmherzigkeit entfaltet oder die Fahne Deiner Gunst und Güte gehißt werden? Und würde kein Frevel verübt, was könnte Dich dann als den Verberger menschlicher Sünden, den Immervergebenden, den Allwissenden, den Allweisen, verkünden? Möge meine Seele ein Opfer für die Verfehlungen derer sein, die wider Dich fehlen, denn über solche Verfehlungen wehen die süßen Düfte der zarten Barmherzigkeit Deines Namens, der Mitleidige, der Allbarmherzige. Möge mein Leben für die Vergehen derer hingegeben sein, die sich wider Dich vergehen, denn durch sie wird der Hauch Deiner Gunst und der Duft Deiner Gnade den Menschen bewußt gemacht und unter ihnen verbreitet. Möge mein innerstes Sein für die Sünden derer dargeboten sein, die wider Dich sündigen, denn durch solche Sünden wird bewirkt, daß sich die Sonne Deiner mannigfaltigen Gunstbeweise über dem Horizont Deiner Güte offenbart und die Wolken Deiner nieversagenden Vorsehung ihre Gaben auf die Wirklichkeit alles Erschaffenen herabregnen.</p>\n<p>Ich bin der, o mein Herr, der Dir die Menge seiner Übeltaten eingestand, der bekannte, was noch kein Mensch be­kannt hat. Ich eilte, zu dem Meere Deiner Vergebung zu gelangen, und suchte Zuflucht unter dem Schatten Deiner Gnade und Gunst. Ich flehe zu Dir, o Du ewiger König, Du höchster Beschützer aller Menschen, gewähre, daß ich fähig werde zu verkünden, was die Herzen und Seelen der Menschen veranlaßt, sich in die grenzenlose Unermeßlichkeit Deiner Liebe aufzuschwingen und sich Deinem Geiste zu verbinden. Stärke mich durch die Macht Deiner Herrschaft, damit ich alles Erschaffene dem Tagesanbruch Dei­ner Erklärung, dem Quell Deiner Offenbarung zuwende. Hilf mir, o mein Herr, mich Deinem Willen völlig zu ergeben und mich aufzumachen, Dir zu dienen, denn ich schät­ze dieses irdische Leben nur wegen des einen Zieles, das Heiligtum Deiner Offenbarung und den Thron Deiner Herrlichkeit zu umkreisen. Du siehst mich, o mein Gott, losgelöst von allem außer Dir, demütig und Deinem Willen ergeben. Verfahre mit mir, wie es Dir gefällt, und wie es Deiner Erhabenheit und großen Herrlichkeit entspricht.</p>\n<p>O ‘Alí! Die Güte dessen, der der Herr aller Welten ist, wurde dir gewährt und wird dir weiterhin zuteil. Wappne dich mit Seiner Kraft und Stärke und erhebe dich, Seiner Sache zu helfen und Seinen heiligen Namen zu preisen. Lasse deinen Mangel an menschlicher Gelehrsamkeit und dein Unvermögen, zu lesen und zu schreiben, dein Herz nicht betrüben. Der eine, wahre Gott hält die Tore Seiner mannigfaltigen Gnade im mächtigen Griff Seiner Gewalt. Er hat sie vor allen, die Ihm dienen, geöffnet und wird sie weiterhin vor ihnen auftun. Ich hoffe sehr, daß der Hauch göttlicher Süße zu allen Zeiten von den Auen deines Herzens derart über die ganze Welt getragen wird, daß seine Wirkungen sich in jedem Land zeigen. Er hat Macht über alle Dinge. Er ist wahrlich der Machtvollste, der Allherrliche, der Allmächtige.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":143,"Roman":"CXLIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Blessed art thou, O My servant, inasmuch as thou hast recognized the Truth, and withdrawn from him who repudiated the All-Merciful, and was condemned as wicked in the Mother Tablet. Walk thou steadfastly in the love of God, and keep straight on in His Faith, and aid Him through the power of thine utterance. Thus biddeth thee the All-Merciful Who is suffering imprisonment at the hands of His oppressors.</p>\n<p>If tribulation touch thee for My sake, call thou to mind My ills and troubles, and remember My banishment and imprisonment. Thus do We devolve on thee what hath descended upon Us from Him Who is the All-Glorious, the All-Wise.</p>\n<p>By My Self! The day is approaching when We will have rolled up the world and all that is therein, and spread out a new order in its stead. He, verily, is powerful over all things.</p>\n<p>Sanctify thine heart, that thou mayest remember Me; and purge thine ear, that thou mayest hearken unto My words. Set then thy face towards the Spot wherein the throne of thy Lord, the God of Mercy, hath been established, and say: Praise be to Thee, O my Lord, for having enabled me to recognize the Manifestation of Thine own Self, and aided me to fix mine heart on the court of Thy presence, the object of my soul’s adoration. I beseech Thee, by Thy name that caused the heavens to be rent and the earth to be cleft asunder, to ordain for me what Thou didst ordain for them that have turned away from all else but Thee, and rested their hearts firmly upon Thee. Grant that I may be seated in Thy presence on the seat of truth, within the Tabernacle of Glory. Powerful art Thou to do what Thou willest. There is none other God but Thee, the All-Glorious, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>Gesegnet bist du, o Mein Diener, denn du hast die Wahrheit erkannt und dich von dem zurückgezogen, der den Allbarmherzigen zurückwies und im Mutterbuch als Gottloser verdammt wurde. Du aber wandle standhaft in der Liebe zu Gott, hal­te unerschütterlich an seinem Glauben fest und stehe Ihm bei durch die Kraft deiner Rede. So gebietet dir der Allbarmherzige, der in den Händen Seiner Unterdrücker Gefangenschaft leidet.</p>\n<p>Wenn Trübsal um Meinetwillen über dich kommt, so rufe dir Meine Leiden und Nöte ins Bewußtsein und geden­ke Meiner Verbannung und Gefangenschaft. So übertragen Wir auf dich, was auf Uns herniedergekommen ist von Ihm, dem Allherrlichen, dem Allweisen.</p>\n<p>Bei Meinem Selbst! Der Tag naht, da Wir die Welt und alles, was in ihr ist, aufgerollt und eine neue Ordnung an ihrer Statt ausgebreitet haben werden. Er, wahrlich, ist mächtig über alle Dinge.</p>\n<p>Heilige dein Herz, damit du Meiner gedenkest, und rei­nige dein Ohr, damit du Meine Worte hörest. Wende dann dein Angesicht dem heiligen Orte zu, an dem der Thron deines Herrn, des Gottes der Barmherzigkeit, errichtet ist, und sprich: Preis sei Dir, o mein Herr, daß Du mich befä­higst, die Manifestation Deiner Selbst anzuerkennen, und mir hilfst, mein Herz dem Hofe Deiner Gegenwart, dem Ziel der Anbetung meiner Seele, zuzuwenden. Ich flehe zu Dir bei Deinem Namen, der die Himmel spaltete und die Erde bersten ließ, bestimme für mich, was Du für die bestimmt hast, die sich von allem außer Dir abgewandt und ihr Herz fest auf Dich gegründet haben. Gewähre, daß ich in Deiner Gegenwart auf dem Sitze der Wahrheit im Heiligtum der Herrlichkeit sitze. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Es ist kein Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dem Allweisen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":144,"Roman":"CXLIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Pen of the Most High hath decreed and imposed upon every one the obligation to teach this Cause.… God will, no doubt, inspire whosoever detacheth himself from all else but Him, and will cause the pure waters of wisdom and utterance to gush out and flow copiously from his heart. Verily, thy Lord, the All-Merciful, is powerful to do as He willeth, and ordaineth whatsoever He pleaseth.</p>\n<p>Wert thou to consider this world, and realize how fleeting are the things that pertain unto it, thou wouldst choose to tread no path except the path of service to the Cause of thy Lord. None would have the power to deter thee from celebrating His praise, though all men should arise to oppose thee.</p>\n<p>Go thou straight on and persevere in His service. Say: O people! The Day, promised unto you in all the Scriptures, is now come. Fear ye God, and withhold not yourselves from recognizing the One Who is the Object of your creation. Hasten ye unto Him. Better is this for you than the world and all that is therein. Would that ye could perceive it!</p>","Text2":"<p>Die Feder des Höchsten hat jedem die Pflicht auferlegt und vorgeschrieben, diese Sache zu lehren... Gott wird zweifellos jeden begei­stern, der sich von allem außer Ihm loslöst, und Er wird die klaren Wasser der Weisheit und des Ausdrucks aus seinem Herzen quellen und überreich strömen lassen. Wahrlich, dein Herr, der Allbarmherzige, ist mächtig zu tun, was Er will, und Er verordnet, was Ihm gefällt.</p>\n<p>Würdest du über diese Welt nachdenken und erken­nen, wie vergänglich die Dinge sind, die ihr zugehören, so würdest du keinen anderen Weg dem Weg des Dienstes für die Sache deines Herrn vorziehen. Niemand hätte die Macht, dich zu hindern, feierlich Seinen Lobpreis anzu­stimmen, selbst wenn alle Menschen wider dich aufstünden.</p>\n<p>Gehe stets voran und sei beharrlich in Seinem Dienst. Sprich: O ihr Menschen! Der Tag, der euch in allen Schriften verheißen ward, ist nun gekommen. Fürchtet Gott und entzieht euch nicht der Erkenntnis dessen, der der Sinn eu­eres Lebens ist. Eilt zu Ihm! Dies ist besser für euch als die Welt und alles, was in ihr ist. Könntet ihr es doch begreifen!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":145,"Roman":"CXLV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>If ye meet the abased or the downtrodden, turn not away disdainfully from them, for the King of Glory ever watcheth over them and surroundeth them with such tenderness as none can fathom except them that have suffered their wishes and desires to be merged in the Will of your Lord, the Gracious, the All-Wise. O ye rich ones of the earth! Flee not from the face of the poor that lieth in the dust, nay rather befriend him and suffer him to recount the tale of the woes with which God’s inscrutable Decree hath caused him to be afflicted. By the righteousness of God! Whilst ye consort with him, the Concourse on high will be looking upon you, will be interceding for you, will be extolling your names and glorifying your action. Blessed are the learned that pride not themselves on their attainments; and well is it with the righteous that mock not the sinful, but rather conceal their misdeeds, so that their own shortcomings may remain veiled to men’s eyes.</p>","Text2":"<p>Wenn ihr den Erniedrigten und Unterdrückten begegnet, wendet euch nicht verächtlich von ihnen ab, denn der König der Herrlich­keit wacht allezeit über ihnen und umgibt sie mit einer Zärtlichkeit, wie niemand sie ermessen kann außer jenen, die ihr Wünschen und Wollen im Willen eueres Herrn, des Gnädigen, des Allweisen, aufgehen ließen. O ihr Reichen auf Erden! Flieht nicht das Angesicht des Armen, der im Staube liegt, nein, handelt vielmehr wie ein Freund an ihm, und laßt euch von ihm die Geschichte des Leides berichten, mit dem Gottes unerforschlicher Ratschluß ihn heimgesucht hat. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Während ihr euch ihm zugesellt, werden die himmlischen Heerscharen auf euch niederschauen. Sie werden Fürbitte für euch tun, eueren Namen loben und euere Tat preisen. Gesegnet sind die Gebildeten, die sich nicht mit ihren Errungenschaften brüsten, und wohl steht es um die Rechtschaffenen, die die Sünder nicht verhöhnen, sondern deren Missetaten verschweigen, damit ihre eigenen Mängel vor den Augen der Menschen verborgen bleiben.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":146,"Roman":"CXLVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>It is Our wish and desire that every one of you may become a source of all goodness unto men, and an example of uprightness to mankind. Beware lest ye prefer yourselves above your neighbors. Fix your gaze upon Him Who is the Temple of God amongst men. He, in truth, hath offered up His life as a ransom for the redemption of the world. He, verily, is the All-Bountiful, the Gracious, the Most High. If any differences arise amongst you, behold Me standing before your face, and overlook the faults of one another for My name’s sake and as a token of your love for My manifest and resplendent Cause. We love to see you at all times consorting in amity and concord within the paradise of My good-pleasure, and to inhale from your acts the fragrance of friendliness and unity, of loving-kindness and fellowship. Thus counseleth you the All-Knowing, the Faithful. We shall always be with you; if We inhale the perfume of your fellowship, Our heart will assuredly rejoice, for naught else can satisfy Us. To this beareth witness every man of true understanding.</p>","Text2":"<p>Es ist Unser Wunsch und Verlangen, daß jeder von euch zu einem Quell alles Guten unter den Menschen und zu einem Beispiel der Aufrichtigkeit für die Menschheit werde. Hütet euch, daß ihr euch selbst nicht euerem Nächsten vorzieht. Richtet eu­eren Blick auf Ihn, den Tempel Gottes unter den Men­schen. Er hat in Wahrheit Sein Leben als Lösegeld für die Erlösung der Welt dargebracht. Er ist wahrlich der Allgütige, der Gnädige, der Höchste. Wenn es unter euch zu Meinungsverschiedenheiten kommt, seht Mich vor euerem Angesicht stehen und überseht gegenseitig euere Fehler um Meines Namens willen und als ein Zeichen euerer Liebe zu Meiner offenbaren, strahlenden Sache. Wir wünschen, euch allezeit in Freundschaft und Eintracht im Paradiese Meines Wohlgefallens miteinander verkehren zu sehen und aus eueren Taten den Duft der Freundlichkeit und Einigkeit, der Güte und Gemeinschaft zu verspüren. So rät euch der Allwissende, der Getreue. Wir werden immer mit euch sein. Wenn Wir den Duft euerer Gemeinschaft verspüren, wird sich Unser Herz gewiß freuen, denn nichts anderes kann Uns genügen. Dies bezeugt jeder wahrhaft Verstehende.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":147,"Roman":"CXLVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The Most Great Name beareth Me witness! How sad if any man were, in this Day, to rest his heart on the transitory things of this world! Arise, and cling firmly to the Cause of God. Be most loving one to another. Burn away, wholly for the sake of the Well-Beloved, the veil of self with the flame of the undying Fire, and with faces joyous and beaming with light, associate with your neighbor. Ye have well observed, in all its aspects, the behavior of Him Who is the Word of Truth amidst you. Ye know full well how hard it is for this Youth to allow, though it be for one night, the heart of anyone of the beloved of God to be saddened by Him.</p>\n<p>The Word of God hath set the heart of the world afire; how regrettable if ye fail to be enkindled with its flame! Please God, ye will regard this blessed night as the night of unity, will knit your souls together, and resolve to adorn yourselves with the ornament of a goodly and praiseworthy character. Let your principal concern be to rescue the fallen from the slough of impending extinction, and to help him embrace the ancient Faith of God. Your behavior towards your neighbor should be such as to manifest clearly the signs of the one true God, for ye are the first among men to be recreated by His Spirit, the first to adore and bow the knee before Him, the first to circle round His throne of glory. I swear by Him Who hath caused Me to reveal whatever hath pleased Him! Ye are better known to the inmates of the Kingdom on high than ye are known to your own selves. Think ye these words to be vain and empty? Would that ye had the power to perceive the things your Lord, the All-Merciful, doth see—things that attest the excellence of your rank, that bear witness to the greatness of your worth, that proclaim the sublimity of your station! God grant that your desires and unmortified passions may not hinder you from that which hath been ordained for you.</p>","Text2":"<p>Der Größte Name ist Mein Zeuge! Wie traurig, wenn an diesem Tage ein Mensch sein Herz an die vergänglichen Dinge dieser Welt hängte! Erhebt euch und haltet euch fest an die Sache Got­tes. Seid besonders liebevoll zueinander. Verbrennt, ganz um des Vielgeliebten willen, den Schleier des Selbstes mit der Flamme des unverlöschlichen Feuers, und frohen, lichtstrahlenden Angesichts gesellt euch zu euerem Nächsten. Ihr habt in jeder Hinsicht das Verhalten dessen, der das Wort der Wahrheit unter euch ist, beobachtet. Ihr wißt sehr wohl, wie schwer es für diesen Jüngling ist zuzulassen, daß durch Ihn das Herz eines der Geliebten Gottes auch nur eine Nacht lang betrübt werde.</p>\n<p>Das Wort Gottes hat das Herz der Welt in Brand gesetzt; wie bedauerlich, wenn ihr versäumt, euch an seiner Flamme zu entzünden! So Gott will, werdet ihr in dieser gesegneten Nacht die Nacht der Einheit sehen, euere Seelen miteinander verbinden und beschließen, euch mit dem Schmuck eines guten und lobenswerten Charakters zu schmücken. Laßt es euere Hauptsorge sein, den Gefallenen aus dem Sumpfe drohender Vernichtung zu retten und ihm zu helfen, den altehrwürdigen Glauben Gottes anzunehmen. Euer Betragen euerem Nächsten gegenüber sollte so sein, daß es deutlich die Zeichen des einen, wahren Gottes offenbart, denn ihr seid die ersten unter den Menschen, die durch Seinen Geist erfrischt werden, die ersten, die Ihn an­beten und das Knie vor Ihm beugen, die ersten, die Seinen Thron der Herrlichkeit umschreiten. Ich schwöre bei Ihm, der Mich offenbaren hieß, was Ihm gefiel! Die Bewohner der Reiche der Höhe kennen euch besser, als ihr euch selbst kennt. Wähnt ihr, diese Worte seien unnütz und leer? Hättet ihr doch die Fähigkeit, die Dinge wahrzunehmen, die euer Herr, der Allbarmherzige, sieht – Dinge, die eueren überragenden Rang beweisen, die Zeugnis für die Größe eueres Wertes ablegen, die die Erhabenheit euerer Stufe verkünden! Gott gewähre, daß euere Begierden und unge­zügelten Leidenschaften euch nicht von dem fernhalten, was für euch verordnet wurde.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":148,"Roman":"CXLVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O Salmán! All that the sages and mystics have said or written have never exceeded, nor can they ever hope to exceed, the limitations to which man’s finite mind hath been strictly subjected. To whatever heights the mind of the most exalted of men may soar, however great the depths which the detached and understanding heart can penetrate, such mind and heart can never transcend that which is the creature of their own conceptions and the product of their own thoughts. The meditations of the profoundest thinker, the devotions of the holiest of saints, the highest expressions of praise from either human pen or tongue, are but a reflection of that which hath been created within themselves, through the revelation of the Lord, their God. Whoever pondereth this truth in his heart will readily admit that there are certain limits which no human being can possibly transgress. Every attempt which, from the beginning that hath no beginning, hath been made to visualize and know God is limited by the exigencies of His own creation—a creation which He, through the operation of His own Will and for the purposes of none other but His own Self, hath called into being. Immeasurably exalted is He above the strivings of human mind to grasp His Essence, or of human tongue to describe His mystery. No tie of direct intercourse can ever bind Him to the things He hath created, nor can the most abstruse and most remote allusions of His creatures do justice to His being. Through His world-pervading Will He hath brought into being all created things. He is and hath ever been veiled in the ancient eternity of His own exalted and indivisible Essence, and will everlastingly continue to remain concealed in His inaccessible majesty and glory. All that is in heaven and all that is in the earth have come to exist at His bidding, and by His Will all have stepped out of utter nothingness into the realm of being. How can, therefore, the creature which the Word of God hath fashioned comprehend the nature of Him Who is the Ancient of Days?</p>","Text2":"<p>O Salmán! Alles, was die Weisen und Mysti-1 ker gesagt und geschrieben haben, ist noch nie über die Grenzen hinausgegangen, denen der endliche Verstand des Menschen unterworfen ist, noch können sie je hoffen, diese Grenzen zu überschreiten. Zu welchen Höhen sich der Verstand der erhabensten Menschen auch emporschwingen mag, wie groß die Tiefen auch seien, in die das gelöste, verstehende Herz einzudringen vermag – Verstand und Herz können niemals das Er­zeugnis ihrer eigenen Vorstellungen, das Ergebnis ihrer eigenen Gedanken übersteigen. Die Meditationen des tief­sinnigsten Denkers, die Andachten des Heiligsten der Heiligen, die höchsten Äußerungen des Lobpreises durch menschliche Feder oder Zunge sind nur Abglanz dessen, was durch die Offenbarung des Herrn, ihres Gottes, in ihnen selbst erschaffen wurde. Wer in seinem Herzen über diese Wahrheit nachdenkt, wird bereitwillig zugeben, daß es Grenzen gibt, die kein menschliches Wesen je über­schreiten kann. Jeder Versuch, der vom Anfang an, der keinen Anfang hat, gemacht wurde, sich von Gott ein Bild zu machen und Ihn zu erkennen, ist begrenzt durch die Gege­benheiten Seiner eigenen Schöpfung – einer Schöpfung, die Er durch das Wirken Seines Willens zu keinem anderen Ziel als für sich selbst ins Dasein gerufen hat. Unermeßlich erhaben ist Er über die Anstrengungen des Menschengei­stes, Sein Wesen zu erfassen, oder der menschlichen Zunge, Sein Geheimnis zu beschreiben. Kein Band unmittelbaren Umgangs kann Ihn jemals an die Dinge binden, die Er er­schaffen hat, noch können die dunkelsten, verhülltesten Andeutungen Seiner Geschöpfe Seinem Wesen gerecht werden. Durch Seinen die ganze Welt durchdringenden Willen hat Er alles Erschaffene ins Dasein gerufen. Er ist und Er war immer in der altehrwürdigen Ewigkeit Seines erhabenen, unteilbaren Wesens verhüllt und wird ewig in Seiner unerreichbaren Majestät und Herrlichkeit verbor­gen bleiben. Alles, was im Himmel und auf Erden ist, kam durch Sein Gebot ins Dasein, alles trat durch Seinen Willen aus völligem Nichtsein in das Reich des Seins. Wie also kann das Geschöpf, das vom Worte Gottes gebildet wurde, die Wesensart dessen begreifen, der der Altehrwürdige der Tage ist?</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":149,"Roman":"CXLIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Should any man, in this Day, arise and, with absolute detachment from all that is in the heavens and all that is on the earth, set his affections on Him Who is the Dayspring of God’s holy Revelation, he will, verily, be empowered to subdue all created things, through the potency of one of the Names of the Lord, his God, the All-Knowing, the All-Wise. Know thou of a certainty that the Daystar of Truth hath, in this Day, shed upon the world a radiance, the like of which bygone ages have never witnessed. Let the light of His glory, O people, shine upon you, and be not of the negligent.</p>","Text2":"<p>Wenn sich ein Mensch an diesem Tage erhebt und in völliger Loslösung von allem, was in den Himmeln und auf Erden ist, Ihm, dem Tagesanbruch der heiligen Offenbarung Gottes, seine Liebe zuwendet, wird er wahrlich befähigt, durch die Kraft eines der Namen des Herrn, seines Gottes, alle erschaffenen Dinge zu unterwerfen. Wisse und sei gewiß, daß die Sonne der Wahrheit an diesem Tage einen Glanz über die Welt verbreitet hat, wie ihn vergangene Zeiten niemals sa­hen. O Menschen, laßt das Licht Seiner Herrlichkeit auf euch scheinen und gehört nicht zu den Nachlässigen!</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":150,"Roman":"CL","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>When the victory arriveth, every man shall profess himself as believer and shall hasten to the shelter of God’s Faith. Happy are they who in the days of world-encompassing trials have stood fast in the Cause and refused to swerve from its truth.</p>","Text2":"<p>Wenn der Sieg naht, wird sich jeder als Gläubiger bekennen und unter den Schutz des Gottesglaubens eilen. Glücklich sind die, welche in den Tagen weltumfassender Prüfungen fest in der Sache Gottes stehen und sich weigern, von ihrer Wahrheit abzuweichen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":151,"Roman":"CLI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Release yourselves, O nightingales of God, from the thorns and brambles of wretchedness and misery, and wing your flight to the rose-garden of unfading splendor. O My friends that dwell upon the dust! Haste forth unto your celestial habitation. Announce unto yourselves the joyful tidings: “He Who is the Best-Beloved is come! He hath crowned Himself with the glory of God’s Revelation, and hath unlocked to the face of men the doors of His ancient Paradise.” Let all eyes rejoice, and let every ear be gladdened, for now is the time to gaze on His beauty, now is the fit time to hearken to His voice. Proclaim unto every longing lover: “Behold, your Well-Beloved hath come among men!” and to the messengers of the Monarch of love impart the tidings: “Lo, the Adored One hath appeared arrayed in the fullness of His glory!” O lovers of His beauty! Turn the anguish of your separation from Him into the joy of an everlasting reunion, and let the sweetness of His presence dissolve the bitterness of your remoteness from His court.</p>\n<p>Behold how the manifold grace of God, which is being showered from the clouds of Divine glory, hath, in this day, encompassed the world. For whereas in days past every lover besought and searched after his Beloved, it is the Beloved Himself Who now is calling His lovers and is inviting them to attain His presence. Take heed lest ye forfeit so precious a favor; beware lest ye belittle so remarkable a token of His grace. Abandon not the incorruptible benefits, and be not content with that which perisheth. Lift up the veil that obscureth your vision, and dispel the darkness with which it is enveloped, that ye may gaze on the naked beauty of the Beloved’s face, may behold that which no eye hath beheld, and hear that which no ear hath heard.</p>\n<p>Hear Me, ye mortal birds! In the Rose Garden of changeless splendor a Flower hath begun to bloom, compared to which every other flower is but a thorn, and before the brightness of Whose glory the very essence of beauty must pale and wither. Arise, therefore, and, with the whole enthusiasm of your hearts, with all the eagerness of your souls, the full fervor of your will, and the concentrated efforts of your entire being, strive to attain the paradise of His presence, and endeavor to inhale the fragrance of the incorruptible Flower, to breathe the sweet savors of holiness, and to obtain a portion of this perfume of celestial glory. Whoso followeth this counsel will break his chains asunder, will taste the abandonment of enraptured love, will attain unto his heart’s desire, and will surrender his soul into the hands of his Beloved. Bursting through his cage, he will, even as the bird of the spirit, wing his flight to his holy and everlasting nest.</p>\n<p>Night hath succeeded day, and day hath succeeded night, and the hours and moments of your lives have come and gone, and yet none of you hath, for one instant, consented to detach himself from that which perisheth. Bestir yourselves, that the brief moments that are still yours may not be dissipated and lost. Even as the swiftness of lightning your days shall pass, and your bodies shall be laid to rest beneath a canopy of dust. What can ye then achieve? How can ye atone for your past failure?</p>\n<p>The everlasting Candle shineth in its naked glory. Behold how it hath consumed every mortal veil. O ye moth-like lovers of His light! Brave every danger, and consecrate your souls to its consuming flame. O ye that thirst after Him! Strip yourselves of every earthly affection, and hasten to embrace your Beloved. With a zest that none can equal make haste to attain unto Him. The Flower, thus far hidden from the sight of men, is unveiled to your eyes. In the open radiance of His glory He standeth before you. His voice summoneth all the holy and sanctified beings to come and be united with Him. Happy is he that turneth thereunto; well is it with him that hath attained, and gazed on the light of so wondrous a countenance.</p>","Text2":"<p>O Ihr Nachtigallen Gottes! Befreit euch aus 1 dem Dorngestrüpp des Elends und der Not und nehmt eueren Flug zum Rosengarten nie verblassender Pracht. O Meine Freunde, die ihr im Staube wohnt! Eilt hin zu euerer himmlischen Wohnstatt. Verkün­det euch selbst die freudige Botschaft: »Er, der über alles Geliebte, ist gekommen! Er hat sich mit der Herrlichkeit der Offenbarung Gottes gekrönt und die Tore Seines altehrwürdigen Paradieses vor den Augen der Menschen geöffnet.« Laßt alle Augen froh, laßt jedes Ohr beglückt sein, denn nun ist die Zeit, auf Seine Schönheit zu blicken. Nun ist die rechte Zeit, auf Seine Stimme zu hören. Verkündet jedem sehnsüchtig Liebenden: »Siehe, dein Vielgeliebter ist zu den Menschen gekommen!« Und den Boten des Königs der Liebe gebt die Kunde: »Seht, der Angebetete ist in der Fülle Seiner Herrlichkeit erschienen!« O ihr Liebenden Seiner Schönheit! Wandelt die Qual euerer Trennung von Ihm in die Freude ewiger Vereinigung und laßt die Süße Seiner Gegenwart die Bitternis eueres Fernseins von Seinem Hofe vertreiben.</p>\n<p>Seht, wie die mannigfaltige Gnade Gottes, die aus den Wolken göttlicher Herrlichkeit herabströmt, an diesem Tage die Welt umfängt! Denn wo in vergangenen Tagen jeder Liebende nach seinem Geliebten flehte und suchte, ist es nun der Geliebte selbst, der alle ruft, die Ihn lieben, und sie einlädt, in Seine Gegenwart zu kommen. Habt acht, daß ihr eine so kostbare Gunst nicht verliert, hütet euch, daß ihr ein so einzigartiges Zeichen Seiner Gnade nicht herabwürdigt! Gebt die unzerstörbaren Wohltaten nicht preis und begnügt euch nicht mit Vergänglichem. Nehmt den Schleier hinweg, der eueren Blick trübt, und vertreibt die Dunkelheit, die euch umhüllt, damit ihr des Geliebten Antlitz in seiner reinen Schönheit erblickt, damit ihr schauet, was kein Auge je sah, und höret, was kein Ohr je vernahm.</p>\n<p>Höret auf Mich, ihr sterblichen Vögel! Im Rosengarten unvergänglicher Pracht begann eine Blume zu blühen, mit der verglichen jede andere Blume nur ein Dorn ist und vor deren strahlender Herrlichkeit das wahre Wesen der Schönheit verblassen und vergehen muß, so erhebet euch und trachtet mit aller Begeisterung eueres Herzens, mit allem Verlangen euerer Seele, mit der ganzen Inbrunst eueres Willens und mit dem gesamten Bemühen eueres ganzen Seins danach, zum Paradiese Seiner Gegenwart zu gelan­gen, und strebet danach, den Duft der nie verwelkenden Blume zu spüren, die süßen Düfte der Heiligkeit zu atmen und euer Teil an diesem Dufthauch himmlischer Herrlichkeit zu erlangen. Wer diesem Rate folgt, wird seine Ketten sprengen, wird die Hingabe seliger Liebe kosten, seines Herzens Sehnsucht erreichen und seine Seele in die Hand seines Geliebten geben. Er wird aus seinem Käfig ausbrechen und, dem Vogel des Geistes gleich, den Flug zu seinem heiligen, ewigen Neste nehmen.</p>\n<p>Die Nacht folgt dem Tag und der Tag folgt der Nacht, und die Stunden und Augenblicke eueres Lebens kommen und gehen, aber keiner von euch ist bereit, sich nur einen Augenblick lang vom Vergänglichen zu lösen. Regt euch, damit die kurzen Augenblicke, die euch noch verbleiben, nicht zerrinnen und verloren gehen. Blitzschnell werden euere Tage vorüber sein, und euere Leiber werden in einem Bett von Staub zur Ruhe gelegt. Was könnt ihr dann noch vollbringen? Wie könnt ihr dann euer früheres Versagen sühnen?</p>\n<p>Das ewige Licht leuchtet in seiner reinen Herrlichkeit. seht, wie es jeden vergänglichen Schleier verbrennt. O ihr Liebenden Seines Lichtes, die ihr den Nachtfaltern gleicht! Trotzet jeder Gefahr, weiht euere Seele seiner verzehrenden Flamme. O ihr, die ihr nach Ihm dürstet! Legt jede irdische Neigung ab und eilt, eueren Geliebten zu umarmen. Eilt euch mit unvergleichlicher Freude, zu Ihm zu gelangen. Die Blume, die den Blicken der Menschen bisher verborgen war, ist eueren Augen enthüllt. Im offenen Glanze Seiner Herrlichkeit steht Er vor euch. Seine Stimme fordert alle heiligen, geläuterten Wesen auf, zu kommen und mit Ihm vereint zu werden. Glücklich ist, wer sich dorthin wendet, und gut steht es um den, der das Licht eines so wunderba­ren Antlitzes erreicht und schaut.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":152,"Roman":"CLII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Thine eye is My trust, suffer not the dust of vain desires to becloud its luster. Thine ear is a sign of My bounty, let not the tumult of unseemly motives turn it away from My Word that encompasseth all creation. Thine heart is My treasury, allow not the treacherous hand of self to rob thee of the pearls which I have treasured therein. Thine hand is a symbol of My loving-kindness, hinder it not from holding fast unto My guarded and hidden Tablets.… Unasked, I have showered upon thee My grace. Unpetitioned, I have fulfilled thy wish. In spite of thy undeserving, I have singled thee out for My richest, My incalculable favors.… O My servants! Be as resigned and submissive as the earth, that from the soil of your being there may blossom the fragrant, the holy and multicolored hyacinths of My knowledge. Be ablaze as the fire, that ye may burn away the veils of heedlessness and set aglow, through the quickening energies of the love of God, the chilled and wayward heart. Be light and untrammeled as the breeze, that ye may obtain admittance into the precincts of My court, My inviolable Sanctuary.</p>","Text2":"<p>Dein Auge ist Mein Pfand, laß den Staub eitler Lüste seine Klarheit nicht umwölken. Dein Ohr ist Zeichen Meiner Großmut, laß den Lärm unziemlicher Beweggründe es nicht von Meinem Worte, das die ganze Schöpfung umfaßt, abkehren. Dein Herz ist Meine Schatzkammer, laß die betrügerische Hand des Selbstes dir nicht die Perlen rauben, die Ich darin ver­wahre. Deine Hand ist Sinnbild Meiner Güte, hindere sie nicht, sich an Meine verwahrten, verborgenen Tafeln zu halten... Unverlangt habe Ich Meine Gnade auf dich herabströmen lassen, ungebeten habe Ich deinen Wunsch erfüllt. Obwohl du es nicht verdienst, habe Ich dich für Meine reichsten, Meine unschätzbaren Gunstbeweise ausersehen. ... O Meine Diener! Seid so ergeben und fügsam wie die Erde, damit aus dem Boden eures Seins die duftenden, heiligen, vielfarbenen Hyazinthen Meiner Erkenntnis aufblühen. Seid lodernd wie das Feuer, damit ihr die Schleier der Nachlässigkeit verbrennet und durch die belebende Kraft der Liebe Gottes die erstarrten, widerspenstigen Herzen zum Glühen bringt. Seid leicht und ungehindert wie der Wind, damit ihr Zutritt zu den Bereichen Meines Hofes, Meines unverletz­lichen Heiligtums, erlangt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":153,"Roman":"CLIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>O banished and faithful friend! Quench the thirst of heedlessness with the sanctified waters of My grace, and chase the gloom of remoteness through the morning-light of My Divine presence. Suffer not the habitation wherein dwelleth My undying love for thee to be destroyed through the tyranny of covetous desires, and overcloud not the beauty of the heavenly Youth with the dust of self and passion. Clothe thyself with the essence of righteousness, and let thine heart be afraid of none except God. Obstruct not the luminous spring of thy soul with the thorns and brambles of vain and inordinate affections, and impede not the flow of the living waters that stream from the fountain of thine heart. Set all thy hope in God, and cleave tenaciously to His unfailing mercy. Who else but Him can enrich the destitute, and deliver the fallen from his abasement?</p>\n<p>O My servants! Were ye to discover the hidden, the shoreless oceans of My incorruptible wealth, ye would, of a certainty, esteem as nothing the world, nay, the entire creation. Let the flame of search burn with such fierceness within your hearts as to enable you to attain your supreme and most exalted goal—the station at which ye can draw nigh unto, and be united with, your Best-Beloved.…</p>\n<p>O My servants! Let not your vain hopes and idle fancies sap the foundations of your belief in the All-Glorious God, inasmuch as such imaginings have been wholly unprofitable unto men, and failed to direct their steps unto the straight Path. Think ye, O My servants, that the Hand of My all-encompassing, My overshadowing, and transcendent sovereignty is chained up, that the flow of Mine ancient, My ceaseless, and all-pervasive mercy is checked, or that the clouds of My sublime and unsurpassed favors have ceased to rain their gifts upon men? Can ye imagine that the wondrous works that have proclaimed My divine and resistless power are withdrawn, or that the potency of My will and purpose hath been deterred from directing the destinies of mankind? If it be not so, wherefore, then, have ye striven to prevent the deathless Beauty of My sacred and gracious Countenance from being unveiled to men’s eyes? Why have ye struggled to hinder the Manifestation of the Almighty and All-Glorious Being from shedding the radiance of His Revelation upon the earth? Were ye to be fair in your judgment, ye would readily recognize how the realities of all created things are inebriated with the joy of this new and wondrous Revelation, how all the atoms of the earth have been illuminated through the brightness of its glory. Vain and wretched is that which ye have imagined and still imagine!</p>\n<p>Retrace your steps, O My servants, and incline your hearts to Him Who is the Source of your creation. Deliver yourselves from your evil and corrupt affections, and hasten to embrace the light of the undying Fire that gloweth on the Sinai of this mysterious and transcendent Revelation. Corrupt not the holy, the all-embracing, and primal Word of God, and seek not to profane its sanctity or to debase its exalted character. O heedless ones! Though the wonders of My mercy have encompassed all created things, both visible and invisible, and though the revelations of My grace and bounty have permeated every atom of the universe, yet the rod with which I can chastise the wicked is grievous, and the fierceness of Mine anger against them terrible. With ears that are sanctified from vainglory and worldly desires hearken unto the counsels which I, in My merciful kindness, have revealed unto you, and with your inner and outer eyes contemplate the evidences of My marvelous Revelation.…</p>\n<p>O My servants! Deprive not yourselves of the unfading and resplendent Light that shineth within the Lamp of Divine glory. Let the flame of the love of God burn brightly within your radiant hearts. Feed it with the oil of Divine guidance, and protect it within the shelter of your constancy. Guard it within the globe of trust and detachment from all else but God, so that the evil whisperings of the ungodly may not extinguish its light. O My servants! My holy, My divinely ordained Revelation may be likened unto an ocean in whose depths are concealed innumerable pearls of great price, of surpassing luster. It is the duty of every seeker to bestir himself and strive to attain the shores of this ocean, so that he may, in proportion to the eagerness of his search and the efforts he hath exerted, partake of such benefits as have been preordained in God’s irrevocable and hidden Tablets. If no one be willing to direct his steps towards its shores, if every one should fail to arise and find Him, can such a failure be said to have robbed this ocean of its power or to have lessened, to any degree, its treasures? How vain, how contemptible, are the imaginations which your hearts have devised, and are still devising! O My servants! The one true God is My witness! This most great, this fathomless and surging Ocean is near, astonishingly near, unto you. Behold it is closer to you than your life-vein! Swift as the twinkling of an eye ye can, if ye but wish it, reach and partake of this imperishable favor, this God-given grace, this incorruptible gift, this most potent and unspeakably glorious bounty.</p>\n<p>O My servants! Could ye apprehend with what wonders of My munificence and bounty I have willed to entrust your souls, ye would, of a truth, rid yourselves of attachment to all created things, and would gain a true knowledge of your own selves—a knowledge which is the same as the comprehension of Mine own Being. Ye would find yourselves independent of all else but Me, and would perceive, with your inner and outer eye, and as manifest as the revelation of My effulgent Name, the seas of My loving-kindness and bounty moving within you. Suffer not your idle fancies, your evil passions, your insincerity and blindness of heart to dim the luster, or stain the sanctity, of so lofty a station. Ye are even as the bird which soareth, with the full force of its mighty wings and with complete and joyous confidence, through the immensity of the heavens, until, impelled to satisfy its hunger, it turneth longingly to the water and clay of the earth below it, and, having been entrapped in the mesh of its desire, findeth itself impotent to resume its flight to the realms whence it came. Powerless to shake off the burden weighing on its sullied wings, that bird, hitherto an inmate of the heavens, is now forced to seek a dwelling-place upon the dust. Wherefore, O My servants, defile not your wings with the clay of waywardness and vain desires, and suffer them not to be stained with the dust of envy and hate, that ye may not be hindered from soaring in the heavens of My divine knowledge.</p>\n<p>O My servants! Through the might of God and His power, and out of the treasury of His knowledge and wisdom, I have brought forth and revealed unto you the pearls that lay concealed in the depths of His everlasting ocean. I have summoned the Maids of Heaven to emerge from behind the veil of concealment, and have clothed them with these words of Mine—words of consummate power and wisdom. I have, moreover, with the hand of divine power, unsealed the choice wine of My Revelation, and have wafted its holy, its hidden, and musk-laden fragrance upon all created things. Who else but yourselves is to be blamed if ye choose to remain unendowed with so great an outpouring of God’s transcendent and all-encompassing grace, with so bright a revelation of His resplendent mercy?…</p>\n<p>O My servants! There shineth nothing else in Mine heart except the unfading light of the Morn of Divine guidance, and out of My mouth proceedeth naught but the essence of truth, which the Lord your God hath revealed. Follow not, therefore, your earthly desires, and violate not the Covenant of God, nor break your pledge to Him. With firm determination, with the whole affection of your heart, and with the full force of your words, turn ye unto Him, and walk not in the ways of the foolish. The world is but a show, vain and empty, a mere nothing, bearing the semblance of reality. Set not your affections upon it. Break not the bond that uniteth you with your Creator, and be not of those that have erred and strayed from His ways. Verily I say, the world is like the vapor in a desert, which the thirsty dreameth to be water and striveth after it with all his might, until when he cometh unto it, he findeth it to be mere illusion. It may, moreover, be likened unto the lifeless image of the beloved whom the lover hath sought and found, in the end, after long search and to his utmost regret, to be such as cannot “fatten nor appease his hunger.”</p>\n<p>O My servants! Sorrow not if, in these days and on this earthly plane, things contrary to your wishes have been ordained and manifested by God, for days of blissful joy, of heavenly delight, are assuredly in store for you. Worlds, holy and spiritually glorious, will be unveiled to your eyes. You are destined by Him, in this world and hereafter, to partake of their benefits, to share in their joys, and to obtain a portion of their sustaining grace. To each and every one of them you will, no doubt, attain.</p>","Text2":"<p>O verbannter und getreuer Freund! Lösche den Durst der Achtlosigkeit mit den geheiligten Wassern Meiner Gnade und vertreibe das Dunkel des Fernseins mit dem Morgenlichte Meiner göttlichen Gegenwart. Dulde nicht, daß die Stätte, in der Meine unsterbliche Liebe zu dir wohnt, durch die Tyrannei lüsterner Wünsche zerstört werde, und verdunkle die Schönheit des himmlischen Jünglings nicht mit dem Staub des Selbstes und der Leidenschaft. Kleide dich mit dem We­sen der Gerechtigkeit und lasse dein Herz niemanden fürchten außer Gott. Verdecke nicht den klaren Quell dei­ner Seele mit dem Dorngestrüpp eitler, zügelloser Neigun­gen, und halte den Strom des lebendigen Wassers nicht auf, der aus dem Born deines Herzens fließt. Setze alle Hoff­nung auf Gott und halte beharrlich fest an Seiner unerschöpflichen Barmherzigkeit. Wer außer Ihm kann den Elenden reich machen, wer den Gefallenen aus seiner Erniedrigung befreien?</p>\n<p>O Meine Diener! Würdet ihr die verborgenen, unermeßlichen Meere Meines unzerstörbaren Reichtums ent­decken, so würdet ihr gewiß die Welt, ja, die ganze Schöpfung als ein Nichts ansehen. Laßt die Flamme des Suchens mit solchem Ungestüm in euerem Herzen brennen, daß ihr fähig werdet, euer höchstes, euer erhabenstes Ziel zu erreichen: die Stufe, auf der ihr euerem Meistgeliebten nahen und euch mit Ihm vereinen könnt...</p>\n<p>O Meine Diener! Laßt euere eitlen Hoffnungen, euere leeren Einbildungen nicht die Grundlagen eueres Glaubens an den allherrlichen Gott untergraben, denn solche Einbildungen sind den Menschen völlig unnütz und können ihre Schritte nicht auf den geraden Pfad lenken. Wähnt ihr, o Meine Diener, die Hand Meiner allumfassenden, Meiner schützenden, alles überragenden Herrschaft sei gefesselt, die Flut Meiner ewigen, unaufhörlichen, alles durchdringenden Barmherzigkeit sei gehemmt oder die Wolken Mei­ner erhabenen, unübertroffenen Gunstbeweise hätten aufgehört, ihre Gaben auf die Menschen niederzusenden? Könnt ihr euch einbilden, die wunderbaren Werke, die Meine göttliche, unwiderstehliche Macht verkünden, wä­ren zurückgezogen oder die Kraft Meines Willens und Meiner Absicht wäre davon abgehalten, die Geschicke der Menschheit zu lenken? Wenn es nicht so ist, warum habt ihr dann zu verhindern getrachtet, daß die unsterbliche Schönheit Meines heiligen, gütigen Antlitzes vor den Augen der Menschen enthüllt werde? Warum habt ihr euch bemüht, die Manifestation des allmächtigen, allherrlichen Seins zu hindern, den Glanz Ihrer Offenbarung über die Erde zu verbreiten? Wärt ihr gerecht in euerem Urteil, so würdet ihr bereitwillig anerkennen, daß die Wirklichkeiten aller erschaffenen Dinge trunken sind vor Freude über die­se neue, diese wundersame Offenbarung, daß alle Atome der Erde leuchten im Glanz ihrer Herrlichkeit. Eitel und er­bärmlich ist, was ihr euch eingebildet habt und noch einbildet!</p>\n<p>Geht eueren Weg zurück, o Meine Diener, und neigt euer Herz Ihm zu, der der Urquell euerer Erschaffung ist. Macht euch frei von eueren üblen, verderbten Neigungen und eilt euch, das Licht des unauslöschlichen Feuers, das auf dem Sinai dieser geheimnisvollen, alles überragenden Offenbarung strahlt, in euch aufzunehmen. Verfälscht nicht das heilige, das allumfassende Urwort Gottes und versucht nicht, seine Heiligkeit zu entweihen oder seinen erhabenen Charakter herabzuwürdigen. O ihr Achtlosen! Obwohl die Wunder Meiner Barmherzigkeit alles Erschaf­fene, sichtbar und unsichtbar, umschließen, obwohl die Offenbarungen Meiner Gnade und Güte jedes Atom des Weltalls durchdringen, ist doch die Rute, mit der Ich die Bösen züchtigen kann, schrecklich, und die Heftigkeit Mei­nes Zornes gegen sie ist furchtbar. Höret mit Ohren, die von Hoffart und irdischen Wünschen geheiligt sind, auf die Ratschläge, die Ich euch in Meiner Güte und Barmherzig­keit offenbare, und betrachtet mit eueren äußeren und in­neren Augen die Beweise Meiner wunderbaren Offenbarung...</p>\n<p>O Meine Diener, beraubt euch nicht selbst des unvergänglichen, strahlenden Lichtes, das in der Lampe göttli­cher Herrlichkeit leuchtet. Laßt die Flamme der Liebe Gottes hell in eueren strahlenden Herzen brennen. Speist sie mit dem Öle göttlicher Führung, behütet sie im Schutze euerer Beständigkeit. Bewahrt sie unter der Glocke des Vertrauens und der Loslösung von allem außer Gott, damit das böse Geflüster der Gottlosen ihr Licht nicht verlösche. O Meine Diener! Meine heilige, Meine von Gott verordnete Offenbarung mag mit einem Meere verglichen werden, in dessen Tiefen zahllose Perlen von hohem Wert und unübertrefflichem Glanz verborgen sind. Es ist die Pflicht ei­nes jeden Suchers, sich zu mühen und danach zu streben, die Küsten dieses Meeres zu erreichen, auf daß er entspre­chend dem Eifer seines Suchens und seiner Anstrengungen an solchen Wohltaten teilhabe, wie sie in Gottes unabänderlichen, verborgenen Tafeln vorherbestimmt sind. Wenn niemand seine Schritte zu diesen Ufern lenken will, wenn alle säumen, keiner sich erhebt, keiner Ihn findet – kann man dann sagen, daß solches Versäumnis diesem Meere seine Macht raube oder seinen Reichtum im geringsten vermindere? Wie sinnlos, wie unwürdig sind die Einbildungen, die euer Herz erfunden hat und noch erfindet! O Meine Diener! Der eine, wahre Gott ist Mein Zeuge! Dieses größte, dieses unergründliche, wogende Meer ist euch nahe, erstaunlich nahe. Seht, es ist euch näher als euere Lebensader! Schnell wie mit einem Augenaufschlag könnt ihr, wenn ihr nur wollt, hingelangen und teilhaben an dieser unvergänglichen Gunst, dieser gottgegebenen Gnade, diesem unzerstörbaren Geschenk, dieser mächtigsten, unaussprechlich herrlichen Gnadengabe.</p>\n<p>O Meine Diener, könntet ihr begreifen, mit welchen Wundern Meiner Großmut und Freigebigkeit Ich euere Seelen betrauen will, ihr würdet euch in Wahrheit von der Bindung an alles Erschaffene lösen und wahre Erkenntnis eurer selbst gewinnen – eine Erkenntnis, die das gleiche ist wie das Begreifen Meines eigenen Seins. Ihr würdet euch von allem außer Mir unabhängig finden und würdet mit euerem inneren und äußeren Auge, klar wie die Offenbarung Meines strahlenden Namens, die Meere Meiner Güte und Freigebigkeit in euch wogen sehen. Laßt nicht zu, daß euere nichtigen Einbildungen, euere bösen Leidenschaften, euere Unaufrichtigkeit und Herzensblindheit den Glanz ei­ner so erhabenen Stufe trüben oder ihre Heiligkeit beflecken. Ihr gleicht dem Vogel, der sich mit der Kraft seiner mächtigen Schwingen, mit rückhaltlosem, freudigem Ver­trauen in die Unendlichkeit der Himmel aufschwingt, bis er unter dem Drang, seinen Hunger zu stillen, gierig zum Wasser und Staub der Erde unter ihm zurückkehrt und, in den Schlingen seines Verlangens verstrickt, sich außerstande sieht, seinen Flug zu den Reichen, aus denen er kam, wieder aufzunehmen. Machtlos, die Bürde abzuschütteln, die auf seinen beschmutzten Schwingen lastet, ist dieser Vogel, der bisher ein Himmelsbewohner war, nun gezwun­gen, eine Wohnstatt im Staube zu suchen. Darum, o Meine Diener, verunreinigt euere Schwingen nicht mit dem Lehm der Widerspenstigkeit und der eitlen Begier. Laßt nicht zu, daß der Staub des Neides und Hasses sie beflecke, damit ihr nicht gehindert werdet, euch in die Himmel Meiner göttlichen Erkenntnis aufzuschwingen.</p>\n<p>O Meine Diener! Durch Gottes Macht und Kraft, aus den Schätzen Seiner Erkenntnis und Weisheit habe Ich die Perlen, die in den Tiefen Seines ewigen Meeres verborgen lagen, ans Licht gebracht und euch offenbart. Ich habe die Himmelsdienerinnen geheißen, unter dem Schleier der Ver­borgenheit hervorzutreten, und habe sie mit Meinen Wor­ten bekleidet, Worten von vollendeter Kraft und Weisheit. Ich habe überdies mit der Hand göttlicher Macht den erlesenen Wein Meiner Offenbarung entsiegelt und seinen heiligen, seinen verborgenen Moschusduft über alles Erschaffene verbreitet. Wer außer euch selbst ist schuld, wenn ihr es verschmäht, von einem so breiten Strom der höchsten, allumfassenden Gnade Gottes, von einer so hellen Offenba­rung Seiner strahlenden Barmherzigkeit beschenkt zu werden? ...</p>\n<p>O Meine Diener! In Meinem Herzen leuchtet nichts als 9 das unvergängliche Morgenlicht göttlicher Führung. Aus Meinem Munde geht nichts hervor als das Wesen der Wahrheit, die der Herr, euer Gott, offenbart. Folgt darum nicht eueren irdischen Wünschen, verletzt nicht den Bund Gottes und brecht nicht euer Gelübde für Ihn. Mit fester Entschlossenheit, mit der ganzen Liebe euerer Herzen, mit der vollen Kraft euerer Worte wendet euch Ihm zu und wandelt nicht auf den Wegen der Toren. Die Welt ist nur Schein, eitel und leer, ein bloßes Nichts, das der Wirklichkeit ähnelt. Hängt euere Liebe nicht an sie. Zerreißt nicht das Band, das euch mit euerem Schöpfer verbindet, und gehört nicht zu denen, die in die Irre gehen und von Seinen Wegen abirren. Wahrlich, Ich sage, die Welt ist wie die Luftspiegelung in der Wüste, von der der Durstige wähnt, sie sei Wasser, und zu der er mit aller Kraft hinstrebt, bis er sie im Näherkommen als reine Sinnestäuschung erkennt. Sie mag ferner mit dem leblosen Bild der Geliebten vergli­chen werden, das der Liebende sucht und findet, bis er es nach langem Suchen zu seinem größten Leidwesen als etwas erkennen muß, das ihn weder »nähren noch seinen Hunger stillen«1 kann.</p>\n<p>[1. Qur’án 88:8]</p>\n<p>O Meine Diener! Grämt euch nicht, wenn Gott in diesen Tagen und auf diesem Erdenrund Dinge verordnet und verkündet, die eueren Wünschen zuwiderlaufen, denn Tage seliger Freude und himmlischen Entzückens stehen euch sicherlich bevor. Welten, heilig und voll geistiger Herrlichkeit, werden vor eueren Augen enthüllt werden. Ihr seid von Ihm ausersehen, in dieser Welt und in der</p>\n<p>kommenden ihre Wohltaten und Freuden zu genießen und einen Anteil von ihrer stärkenden Gnade zu empfangen. Dies alles werdet ihr zweifellos erreichen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":154,"Roman":"CLIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Warn, O Salmán, the beloved of the one true God, not to view with too critical an eye the sayings and writings of men. Let them rather approach such sayings and writings in a spirit of open-mindedness and loving sympathy. Those men, however, who, in this Day, have been led to assail, in their inflammatory writings, the tenets of the Cause of God, are to be treated differently. It is incumbent upon all men, each according to his ability, to refute the arguments of those that have attacked the Faith of God. Thus hath it been decreed by Him Who is the All-Powerful, the Almighty. He that wisheth to promote the Cause of the one true God, let him promote it through his pen and tongue, rather than have recourse to sword or violence. We have, on a previous occasion, revealed this injunction, and We now confirm it, if ye be of them that comprehend. By the righteousness of Him Who, in this Day, crieth within the inmost heart of all created things: “God, there is none other God besides Me!” If any man were to arise to defend, in his writings, the Cause of God against its assailants, such a man, however inconsiderable his share, shall be so honored in the world to come that the Concourse on high would envy his glory. No pen can depict the loftiness of his station, neither can any tongue describe its splendor. For whosoever standeth firm and steadfast in this holy, this glorious, and exalted Revelation, such power shall be given him as to enable him to face and withstand all that is in heaven and on earth. Of this God is Himself a witness.</p>\n<p>O ye beloved of God! Repose not yourselves on your couches, nay bestir yourselves as soon as ye recognize your Lord, the Creator, and hear of the things which have befallen Him, and hasten to His assistance. Unloose your tongues, and proclaim unceasingly His Cause. This shall be better for you than all the treasures of the past and of the future, if ye be of them that comprehend this truth.</p>","Text2":"<p>Warne, o Salmán, die Geliebten des einen, wahren Gottes davor, die Reden und Schriften der Menschen mit einem zu kritischen Auge zu betrachten. Sie sollen sich diesen Reden und Schriften lieber im Geiste der Aufgeschlossenheit und liebevollen Wohlgesonnenheit zuwenden. Jene Menschen aber, die sich an diesem Tage dazu verleiten lassen, in ihren Hetzschriften die Lehrsätze der Sache Gottes anzugreifen, sind anders zu be­handeln. Es ist aller Menschen Pflicht, eines jeden nach seiner Fähigkeit, die Argumente derer zu widerlegen, die den Gottesglauben angreifen. So wurde es von Ihm, dem Allmachtvollen, dem Allmächtigen, verfügt. Wer die Sache des einen, wahren Gottes verbreiten will, der soll dies durch seine Feder und seine Zunge tun, anstatt zum Schwert zu greifen oder Gewalt zu üben. Wir haben dieses Gebot aus einem früheren Anlaß offenbart und bestätigen es jetzt – so ihr zu denen gehört, die begreifen! Bei der Gerechtigkeit dessen, der an diesem Tage im innersten Herzen alles Erschaffenen ausruft: »Gott, es ist kein Gott außer Mir!« Wenn ein Mensch sich erhebt, um in seinen Schriften die Sache Gottes gegen ihre Angreifer zu verteidigen, so wird dieser Mensch, wie unbedeutend sein Beitrag auch sei, in der künftigen Welt so geehrt werden, daß die himmlische Versammlung ihn um sei­nen Ruhm beneidet. Keine Feder kann die Erhabenheit seiner Stufe schildern, keine Zunge kann deren Herrlichkeit beschreiben. Denn wer fest und standhaft ist in dieser heiligen, dieser herrlichen, erhabenen Offenbarung, dem wird solche Kraft gegeben, daß er allem im Himmel und auf Erden entgegentreten und widerstehen kann. Dies bezeugt Gott selbst.</p>\n<p>O ihr Geliebten Gottes! Legt euch nicht auf euerem Lager zur Ruhe nieder, nein, regt euch vielmehr, sobald ihr eueren Herrn, den Schöpfer, erkennt. Hört, was Ihm widerfahren ist, und eilt, Ihm beizustehen. Löst euere Zunge und verkündet unaufhörlich Seine Sache. Dies wird besser für euch sein als alle Schätze der Vergangenheit und der Zukunft – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit begreifen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":155,"Roman":"CLV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The first duty prescribed by God for His servants is the recognition of Him Who is the Dayspring of His Revelation and the Fountain of His laws, Who representeth the Godhead in both the Kingdom of His Cause and the world of creation. Whoso achieveth this duty hath attained unto all good; and whoso is deprived thereof, hath gone astray, though he be the author of every righteous deed. It behooveth every one who reacheth this most sublime station, this summit of transcendent glory, to observe every ordinance of Him Who is the Desire of the world. These twin duties are inseparable. Neither is acceptable without the other. Thus hath it been decreed by Him Who is the Source of Divine inspiration.</p>\n<p>They whom God hath endued with insight will readily recognize that the precepts laid down by God constitute the highest means for the maintenance of order in the world and the security of its peoples. He that turneth away from them, is accounted among the abject and foolish. We, verily, have commanded you to refuse the dictates of your evil passions and corrupt desires, and not to transgress the bounds which the Pen of the Most High hath fixed, for these are the breath of life unto all created things. The seas of Divine wisdom and divine utterance have risen under the breath of the breeze of the All-Merciful. Hasten to drink your fill, O men of understanding! They that have violated the Covenant of God by breaking His commandments, and have turned back on their heels, these have erred grievously in the sight of God, the All-Possessing, the Most High.</p>\n<p>O ye peoples of the world! Know assuredly that My commandments are the lamps of My loving providence among My servants, and the keys of My mercy for My creatures. Thus hath it been sent down from the heaven of the Will of your Lord, the Lord of Revelation. Were any man to taste the sweetness of the words which the lips of the All-Merciful have willed to utter, he would, though the treasures of the earth be in his possession, renounce them one and all, that he might vindicate the truth of even one of His commandments, shining above the dayspring of His bountiful care and loving-kindness.</p>\n<p>Say: From My laws the sweet smelling savor of My garment can be smelled, and by their aid the standards of victory will be planted upon the highest peaks. The Tongue of My power hath, from the heaven of My omnipotent glory, addressed to My creation these words: “Observe My commandments, for the love of My beauty.” Happy is the lover that hath inhaled the divine fragrance of his Best-Beloved from these words, laden with the perfume of a grace which no tongue can describe. By My life! He who hath drunk the choice wine of fairness from the hands of My bountiful favor, will circle around My commandments that shine above the Dayspring of My creation.</p>\n<p>Think not that We have revealed unto you a mere code of laws. Nay, rather, We have unsealed the choice Wine with the fingers of might and power. To this beareth witness that which the Pen of Revelation hath revealed. Meditate upon this, O men of insight!…</p>\n<p>Whenever My laws appear like the sun in the heaven of Mine utterance, they must be faithfully obeyed by all, though My decree be such as to cause the heaven of every religion to be cleft asunder. He doth what He pleaseth. He chooseth, and none may question His choice. Whatsoever He, the Well-Beloved, ordaineth, the same is, verily, beloved. To this He Who is the Lord of all creation beareth Me witness. Whoso hath inhaled the sweet fragrance of the All-Merciful, and recognized the Source of this utterance, will welcome with his own eyes the shafts of the enemy, that he may establish the truth of the laws of God amongst men. Well is it with him that hath turned thereunto, and apprehended the meaning of His decisive decree.</p>","Text2":"<p>Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern auferlegt, ist die Anerkennung dessen, der der Tagesanbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Gesetze ist und Gott im Reiche Seiner Sache und in der Welt der Schöpfung vertritt. Wer diese Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch alle gerechten Werke voll­bracht. Wer diese höchst erhabene Stufe, diesen Gipfel überragender Herrlichkeit erreicht, muß jedem Gebot des­sen folgen, der der Ersehnte der Welt ist. Beide Pflichten sind untrennbar, und nur die Erfüllung beider wird ange­nommen. So wurde es von Ihm, dem Quell göttlicher Eingebung, verfügt.</p>\n<p>Wem Gott Einsicht gegeben, der wird leicht erkennen, daß Gottes Gesetz das beste Mittel ist, die Ordnung in der Welt zu erhalten und die Sicherheit ihrer Völker zu bewahren. Wer sich von ihm abwendet, zählt zu den Niedrigge­sinnten und Toren. Wir haben euch wahrlich geboten, euren üblen Leidenschaften und verderbten Neigungen den Befehl zu verweigern und nicht die Grenzen zu überschrei­ten, die die Feder des Höchsten gesetzt hat, denn diese Grenzen sind der Lebensodem für alles Erschaffene. Die Meere göttlicher Weisheit und göttlicher Rede wogen hoch im Windhauch des Allbarmherzigen. Eilt, euch satt zu trinken, o ihr Verständigen! Wer Gottes Bund verletzt, indem er Seine Gebote übertritt, wer auf dem Absatz kehrtmacht, hat sich vor Gott, dem Allbesitzenden, dem Höchsten, schmerzlich geirrt.</p>\n<p>O ihr Völker der Welt! Wisset mit Gewißheit, daß Meine Gebote die Lampen Meiner liebevollen Vorsehung unter Meinen Dienern und die Schlüssel Meiner Gnade für Meine Geschöpfe sind. So ist es aus dem Himmel des Willens eures Herrn, des Herrn der Offenbarung, herabgesandt. Sollte ein Mensch die Süße der Worte kosten, welche die Lippen des Allbarmherzigen zu äußern beliebten, und wä­ren die Schätze der Erde in seinem Besitz, so würde er sie allesamt aufgeben, um die Wahrheit auch nur eines Seiner Gebote zu verteidigen, die über dem Morgen Seiner gnädigen Fürsorge und Güte leuchten.</p>\n<p>Sprich: Aus Meinen Gesetzen strömt der süße Duft Mei­nes Gewandes, und mit ihrer Hilfe werden die Banner des Sieges auf den höchsten Höhen gehißt. Die Zunge Meiner Macht hat aus dem Himmel Meiner allmächtigen Herrlichkeit diese Worte an Meine Schöpfung gerichtet: »Haltet Meine Gebote aus Liebe zu Meiner Schönheit!« Glücklich der Liebende, der den göttlichen Duft seines Höchstgeliebten einatmet aus diesen Worten, erfüllt mit dem Wohlgeruch einer Gnade, die keine Zunge beschreiben kann. Bei Meinem Leben! Wer den erlesenen Wein der Gerechtigkeit aus den Händen Meiner großmütigen Gunst trinkt, wird Meine Gebote, die vom Morgen Meiner Schöpfung leuchten, umkreisen.</p>\n<p>Wähnt nicht, Wir hätten euch nur ein Gesetzbuch offen­bart. Nein, Wir haben den erlesenen Wein mit den Fingern der Macht und Kraft entsiegelt. Dafür zeugt, was die Feder der Offenbarung enthüllt hat. Denkt darüber nach, o ihr Einsichtsvollen! ...</p>\n<p>Wenn Meine Gesetze wie die Sonne am Himmel Meiner Rede erscheinen, so müssen sie alle getreulich befolgen, selbst wenn Mein Gebot den Himmel einer jeden Religion spaltete. Er tut, was Ihm beliebt. Er wählt, und niemand darf Seine Wahl in Zweifel ziehen. Was Er, der Vielgelieb­te, bestimmt, ist wahrlich geliebt. Dafür ist der Herr der ganzen Schöpfung Mein Zeuge. Wer den süßen Duft des Allbarmherzigen verspürt und den Quell dieser Rede erkennt, wird sehenden Auges die Pfeile des Feindes will­kommen heißen, um die Wahrheit des Gottesgesetzes unter den Menschen aufzurichten. Wohl dem, der sich dorthin wendet und die Bedeutung Seines entscheidenden Gebotes erfaßt.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":156,"Roman":"CLVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>He Who is the Eternal Truth hath, from the Dayspring of Glory, directed His eyes towards the people of Bahá, and is addressing them in these words: “Address yourselves to the promotion of the well-being and tranquillity of the children of men. Bend your minds and wills to the education of the peoples and kindreds of the earth, that haply the dissensions that divide it may, through the power of the Most Great Name, be blotted out from its face, and all mankind become the upholders of one Order, and the inhabitants of one City. Illumine and hallow your hearts; let them not be profaned by the thorns of hate or the thistles of malice. Ye dwell in one world, and have been created through the operation of one Will. Blessed is he who mingleth with all men in a spirit of utmost kindliness and love.”</p>","Text2":"<p>Er, die Ewige Wahrheit, richtet vom Morgen 1der Herrlichkeit Seine Augen auf das Volk Bahás und spricht es an mit den Worten: »Fördert Wohlfahrt und Ruhe unter den Menschenkindern und richtet all euer Sinnen und Trachten auf die Er­ziehung der Völker auf Erden, damit die Zwietracht, die diese Erde spaltet, durch die Macht des Größten Namens von ihrem Angesicht getilgt und alle Menschen zu Verfechtern einer Ordnung und zu Bewohnern einer Stadt werden. Erleuchtet und heiligt euere Herzen. Entweiht sie nicht mit den Dornen des Hasses und den Disteln der Bosheit. Ihr wohnt in einer Welt und seid durch das Wirken eines Willens erschaffen. Selig ist, wer sich mit allen Menschen im Geiste größter Freundlichkeit und Liebe vereinigt.«</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":157,"Roman":"CLVII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>They that have forsaken their country for the purpose of teaching Our Cause—these shall the Faithful Spirit strengthen through its power. A company of Our chosen angels shall go forth with them, as bidden by Him Who is the Almighty, the All-Wise. How great the blessedness that awaiteth him that hath attained the honor of serving the Almighty! By My life! No act, however great, can compare with it, except such deeds as have been ordained by God, the All-Powerful, the Most Mighty. Such a service is, indeed, the prince of all goodly deeds, and the ornament of every goodly act. Thus hath it been ordained by Him Who is the Sovereign Revealer, the Ancient of Days.</p>\n<p>Whoso ariseth to teach Our Cause must needs detach himself from all earthly things, and regard, at all times, the triumph of Our Faith as his supreme objective. This hath, verily, been decreed in the Guarded Tablet. And when he determineth to leave his home, for the sake of the Cause of his Lord, let him put his whole trust in God, as the best provision for his journey, and array himself with the robe of virtue. Thus hath it been decreed by God, the Almighty, the All-Praised.</p>\n<p>If he be kindled with the fire of His love, if he forgoeth all created things, the words he uttereth shall set on fire them that hear him. Verily, thy Lord is the Omniscient, the All-Informed. Happy is the man that hath heard Our voice, and answered Our call. He, in truth, is of them that shall be brought nigh unto Us.</p>","Text2":"<p>Die ihr Land verlassen haben, um Unsere Sache zu lehren, wird der Geist des Glaubens durch seine Macht stärken. Eine Schar Unserer erwählten Engel wird mit ihnen gehen, wie Er, der Allmächtige, der Allweise, es gebietet. Wie groß ist der Segen, der den erwartet, der die Ehre erringt, dem Allmächtigen zu dienen! Bei Meinem Leben! Keine Tat, wie groß sie auch sei, ist mit dieser vergleichbar, außer solchen Taten, die Gott, der Allmachtvolle, der Mächtigste, verordnet hat. Ein solcher Dienst ist wahrlich der Fürst aller guten Taten und der Schmuck alles edlen Handelns. So ist es von Ihm, dem höchsten Offenbarer, dem Altehrwürdigen der Tage, verordnet.</p>\n<p>Wer sich erhebt, Unsere Sache zu lehren, muß sich un­bedingt von allem Irdischen lösen und allezeit im Triumph Unseres Glaubens sein höchstes Ziel sehen. Dies wurde wahrlich auf der verwahrten Tafel verfügt. Und wenn er sich entschließt, sein Heim um der Sache seines Herrn wil­len zu verlassen, setze er sein ganzes Vertrauen auf Gott als der besten Vorsorge für seine Reise, und kleide sich mit dem Gewande der Tugend. So ist es von Gott, dem All­mächtigen, dem Allgepriesenen, verfügt.</p>\n<p>Wenn er vom Feuer Seiner Liebe entbrannt ist und alles Erschaffene aufgibt, werden die Worte, die er spricht, seine Hörer entflammen. Wahrlich, dein Herr ist der Allwissende, der Allunterrichtete. Glücklich der Mensch, der Unsere Stimme hört und auf Unseren Ruf antwortet. Er gehört in Wahrheit zu denen, die Uns nahegebracht werden.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":158,"Roman":"CLVIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>God hath prescribed unto every one the duty of teaching His Cause. Whoever ariseth to discharge this duty, must needs, ere he proclaimeth His Message, adorn himself with the ornament of an upright and praiseworthy character, so that his words may attract the hearts of such as are receptive to his call. Without it, he can never hope to influence his hearers.</p>","Text2":"<p>Gott hat jedem zur Pflicht gemacht, Seine Sache zu lehren. Wer sich erhebt, diese Pflicht zu erfüllen, muß, ehe er Seine Bot­schaft verkündet, unbedingt den Schmuck eines aufrechten, lobenswerten Charakters anlegen, damit seine Worte die Herzen derer anziehen, die für seinen Ruf empfänglich sind. Anders kann er niemals hoffen, seine Hörer zu beeinflussen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":159,"Roman":"CLIX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Consider the pettiness of men’s minds. They ask for that which injureth them, and cast away the thing that profiteth them. They are, indeed, of those that are far astray. We find some men desiring liberty, and priding themselves therein. Such men are in the depths of ignorance.</p>\n<p>Liberty must, in the end, lead to sedition, whose flames none can quench. Thus warneth you He Who is the Reckoner, the All-Knowing. Know ye that the embodiment of liberty and its symbol is the animal. That which beseemeth man is submission unto such restraints as will protect him from his own ignorance, and guard him against the harm of the mischief-maker. Liberty causeth man to overstep the bounds of propriety, and to infringe on the dignity of his station. It debaseth him to the level of extreme depravity and wickedness.</p>\n<p>Regard men as a flock of sheep that need a shepherd for their protection. This, verily, is the truth, the certain truth. We approve of liberty in certain circumstances, and refuse to sanction it in others. We, verily, are the All-Knowing.</p>\n<p>Say: True liberty consisteth in man’s submission unto My commandments, little as ye know it. Were men to observe that which We have sent down unto them from the Heaven of Revelation, they would, of a certainty, attain unto perfect liberty. Happy is the man that hath apprehended the Purpose of God in whatever He hath revealed from the Heaven of His Will, that pervadeth all created things. Say: The liberty that profiteth you is to be found nowhere except in complete servitude unto God, the Eternal Truth. Whoso hath tasted of its sweetness will refuse to barter it for all the dominion of earth and heaven.</p>","Text2":"<p>Seht die Kleingeistigkeit der Menschen! Sie verlangen nach dem, was ihnen schadet, und verwerfen, was ihnen nützt. Sie gehören für­wahr zu denen, die weit abgeirrt sind. Wir sehen Men­schen, die Freiheit begehren und stolz darauf sind. Sie befinden sich in den Tiefen der Unwissenheit.</p>\n<p>Freiheit muß letzten Endes zu Aufruhr führen, dessen Flammen niemand löschen kann. So warnt euch Er, der Rechnende, der Allwissende. Wißt, daß die Verkörperung der Freiheit und ihr Sinnbild das Tier ist. Was dem Men­schen ziemt, ist, daß er sich in Schranken fügt, die ihn vor seiner eigenen Unwissenheit beschützen und vor dem Scha­den des Unheilstifters bewahren. Freiheit läßt den Men­schen die Grenzen des Schicklichen überschreiten und die Würde seiner Stufe verletzen. Sie erniedrigt ihn auf die Ebe­ne tiefster Verderbtheit und Schlechtigkeit.</p>\n<p>Seht die Menschen an als eine Herde Schafe, die zu ih­rem Schutze eines Hirten bedarf. Dies ist gewiß die Wahr­heit, die unumstößliche Wahrheit. Wir billigen die Freiheit unter bestimmten Bedingungen, unter anderen verwerfen Wir sie. Wir sind wahrlich der Allwissende.</p>\n<p>Sprich: Wahre Freiheit besteht in der Unterwerfung des Menschen unter Meine Gebote, so wenig ihr dies auch ver­steht. Würden die Menschen befolgen, was Wir aus dem Himmel der Offenbarung auf sie herabsandten, so erlangten sie sicherlich vollkommene Freiheit. Glücklich der Mensch, der die Absicht Gottes in allem erfaßt, was Er aus dem Himmel Seines Willens, der alles Erschaffene durchdringt, offenbart! Sprich: Die Freiheit, die euch nützt, ist nirgendwo zu finden außer in vollkommener Dienstbarkeit vor Gott, der Ewigen Wahrheit. Wer ihre Süße kostet, wird es verschmähen, sie gegen alle Herrschaft der Erde und des Himmels zu tauschen.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":160,"Roman":"CLX","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>He is indeed a true believer in the unity of God who, in this Day, will regard Him as One immeasurably exalted above all the comparisons and likenesses with which men have compared Him. He hath erred grievously who hath mistaken these comparisons and likenesses for God Himself. Consider the relation between the craftsman and his handiwork, between the painter and his painting. Can it ever be maintained that the work their hands have produced is the same as themselves? By Him Who is the Lord of the Throne above and of earth below! They can be regarded in no other light except as evidences that proclaim the excellence and perfection of their author.</p>\n<p>O Shaykh, O thou who hast surrendered thy will to God! By self-surrender and perpetual union with God is meant that men should merge their will wholly in the Will of God, and regard their desires as utter nothingness beside His Purpose. Whatsoever the Creator commandeth His creatures to observe, the same must they diligently, and with the utmost joy and eagerness, arise and fulfill. They should in no wise allow their fancy to obscure their judgment, neither should they regard their own imaginings as the voice of the Eternal. In the Prayer of Fasting We have revealed: “Should Thy Will decree that out of Thy mouth these words proceed and be addressed unto them, ‘Observe, for My Beauty’s sake, the fast, O people, and set no limit to its duration,’ I swear by the majesty of Thy glory, that every one of them will faithfully observe it, will abstain from whatsoever will violate Thy law, and will continue to do so until they yield up their souls unto Thee.” In this consisteth the complete surrender of one’s will to the Will of God. Meditate on this, that thou mayest drink in the waters of everlasting life which flow through the words of the Lord of all mankind, and mayest testify that the one true God hath ever been immeasurably exalted above His creatures. He, verily, is the Incomparable, the Ever-Abiding, the Omniscient, the All-Wise. The station of absolute self-surrender transcendeth, and will ever remain exalted above, every other station.</p>\n<p>It behooveth thee to consecrate thyself to the Will of God. Whatsoever hath been revealed in His Tablets is but a reflection of His Will. So complete must be thy consecration, that every trace of worldly desire will be washed from thine heart. This is the meaning of true unity.</p>\n<p>Do thou beseech God to enable thee to remain steadfast in this path, and to aid thee to guide the peoples of the world to Him Who is the manifest and sovereign Ruler, Who hath revealed Himself in a distinct attire, Who giveth utterance to a Divine and specific Message. This is the essence of faith and certitude. They that are the worshipers of the idol which their imaginations have carved, and who call it Inner Reality, such men are in truth accounted among the heathen. To this hath the All-Merciful borne witness in His Tablets. He, verily, is the All-Knowing, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht, der unermeßlich erhaben über alle Gleichnisse und Abbilder ist, mit denen die Menschen Ihn vergleichen. Schmerzlich irrt, wer diese Gleichnisse und Abbilder für Gott selbst hält. Denke an die Beziehung zwi­schen dem Handwerker und seinem Werk, zwischen dem Maler und seinem Gemälde. Kann man je behaupten, die von ihren Händen geschaffenen Werke seien dasselbe wie sie selbst? Bei Ihm, dem Herrn des Thrones droben und hienieden auf Erden! Man kann sie in keinem anderen Lichte sehen denn als Beweise für die Vortrefflichkeit und Vollkommenheit ihrer Urheber.</p>\n<p>O Shaykh, o du, der du deinen Willen Gott ergeben hast! Selbsthingabe und dauernde Verbindung mit Gott bedeuten, daß die Menschen ihren Willen völlig im Willen Gottes aufgehen lassen und neben Seiner Absicht ihre Wünsche als reines Nichts ansehen sollten. Was immer der Schöpfer Seinen Geschöpfen zu beachten befiehlt, da­für müssen sie sich erheben, um es sorgsam, mit größter Freude und größtem Eifer zu vollbringen. Sie sollten kei­nesfalls ihrer Phantasie erlauben, ihre Urteilskraft zu trü­ben, noch sollten sie ihre eigenen Vorstellungen für die Stimme des Ewigen halten. Im Fastengebet haben Wir of­fenbart: »Sollte Dein Wille verfügen, daß diese Worte aus Deinem Munde hervorgehen und an sie gerichtet werden: ›Haltet das Fasten um Meiner Schönheit willen, o Men­schen, und setzt seiner Dauer keine Grenze‹, so schwöre Ich bei der Majestät Deiner Herrlichkeit, darf es jeder von ihnen getreulich befolgen und von allem absehen wird, was gegen Dein Gesetz verstößt, und daß sie damit fort­fahren werden, bis sie ihre Seelen zu Dir aufgeben.« Hier­in besteht die völlige Ergebung des eigenen Willens in den Willen Gottes. Denke darüber nach, damit du die Wasser ewigen Lebens, die den Worten des Herrn der ganzen Menschheit entströmen, in dich aufnehmest und bezeu­gest, daß der eine, wahre Gott immer unermeßlich erhaben über Seine Geschöpfe gewesen ist. Er ist wahrlich der Unvergleichliche, der Ewigwährende, der Allwissende, der Allweise. Die Stufe vollkommener Selbsthingabe überragt jede andere Stufe und wird immer über sie erha­ben bleiben.</p>\n<p>Es geziemt dir, dich dem Willen Gottes zu weihen. Was immer in Seinen Sendschreiben offenbart wurde, ist nur eine Widerspiegelung Seines Willens. So vollkommen muß deine Hingabe sein, daß jede Spur weltlichen Verlangens von deinem Herzen hinweggewaschen wird. Dies ist die Bedeutung wahrer Einheit.</p>\n<p>Flehe zu Gott, daß Er dich befähige, standhaft zu bleiben auf diesem Pfade, und daß Er dir helfe, die Völker der Welt zu Ihm zu führen, dem offenbaren, höchsten Herr­scher, der sich in eindeutiger Gestalt offenbart hat, der eine bestimmte göttliche Botschaft verkündet. Dies ist das Wesen des Glaubens und der Gewißheit. Die den Götzen anbeten, den ihre Einbildung schuf, und ihn die innere Wirklichkeit nennen, zählen in Wahrheit zu den Heiden. Dies bezeugt der Allbarmherzige auf Seinen Tafeln. Er ist wahrlich der Allwissende, der Allweise.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":161,"Roman":"CLXI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Gird up the loins of thine endeavor, that haply thou mayest guide thy neighbor to the law of God, the Most Merciful. Such an act, verily, excelleth all other acts in the sight of God, the All-Possessing, the Most High. Such must be thy steadfastness in the Cause of God, that no earthly thing whatsoever will have the power to deter thee from thy duty. Though the powers of earth be leagued against thee, though all men dispute with thee, thou must remain unshaken.</p>\n<p>Be unrestrained as the wind, while carrying the Message of Him Who hath caused the Dawn of Divine Guidance to break. Consider, how the wind, faithful to that which God hath ordained, bloweth upon all the regions of the earth, be they inhabited or desolate. Neither the sight of desolation, nor the evidences of prosperity, can either pain or please it. It bloweth in every direction, as bidden by its Creator. So should be every one that claimeth to be a lover of the one true God. It behooveth him to fix his gaze upon the fundamentals of His Faith, and to labor diligently for its propagation. Wholly for the sake of God he should proclaim His Message, and with that same spirit accept whatever response his words may evoke in his hearer. He who shall accept and believe, shall receive his reward; and he who shall turn away, shall receive none other than his own punishment.</p>\n<p>On the eve of Our departure from ‘Iráq, We have warned the faithful to anticipate the appearance of the Birds of Darkness. There can be no doubt whatever that the croaking of the Raven shall be raised in certain lands, as it hath been heard in recent years. Whatever may betide, seek refuge in the one true God, that He may shield you from the wiles of the impostor.</p>\n<p>Verily I say, in this most mighty Revelation, all the Dispensations of the past have attained their highest, their final consummation. Thus counseleth you your Lord, the All-Knowing, the All-Wise. Praise be to God, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Wappne dich mit deinem Bemühen, damit du vielleicht deinen Nächsten zum Gesetze Gottes, des Barmherzigsten, führen mögest. Wahrlich, eine solche Tat übertrifft vor Gott, dem Allbesit­zenden, dem Höchsten, alle anderen Taten. Du mußt so standhaft in der Sache Gottes sein, daß nichts Irdisches, was es auch sei, dich von deiner Pflicht abzubringen ver­mag. Sollten sich auch die Mächte der Erde gegen dich verbünden, sollten alle Menschen mit dir streiten, mußt du dennoch unerschütterlich bleiben.</p>\n<p>Sei unbeschwert wie der Wind, wenn du die Botschaft dessen trägst, der den Morgen göttlicher Führung anbre­chen ließ. Bedenke, wie der Wind, treu dem Gebote Gottes, über alle Lande der Erde weht, seien sie bewohnt oder öde. Weder der Anblick der Öde noch die Zeichen des Gedei­hens können ihn betrüben oder erfreuen. Er weht in jeder Richtung, wie sein Schöpfer es gebietet. So sollte jeder sein, der behauptet, den einen, wahren Gott zu lieben. Es ziemt ihm, den Blick auf die Grundlagen Seines Glaubens zu richten und eifrig für dessen Verbreitung zu wirken. Allein um Gottes willen sollte er Gottes Botschaft verkünden und in gleichem Geiste jede Antwort annehmen, die sein Wort bei seinem Hörer hervorruft. Wer annimmt und glaubt, wird seinen Lohn empfangen, und wer sich abwendet, wird nur seine eigene Strafe erhalten.</p>\n<p>Am Vorabend Unserer Abreise aus dem ‘Iráq haben Wir die Getreuen ermahnt, sich darauf gefaßt zu machen, daß die Vögel der Finsternis erscheinen. Es kann keinen Zweifel darüber geben, daß sich das Krächzen der Raben in bestimmten Ländern erheben wird, wie es in den letzten Jahren zu hören war. Was auch geschehen mag – suche Zuflucht bei dem einen, wahren Gott, damit Er dich vor den Ränken des Betrügers schütze.</p>\n<p>Wahrlich, Ich sage, in dieser mächtigsten Offenbarung haben alle Sendungen der Vergangenheit ihre höchste, ihr letzte Vollendung erreicht. Also rät euch euer Herr, der Allwissende, der Allweise. Preis sei Gott, dem Herrn aller Welten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":162,"Roman":"CLXII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>The All-Merciful hath conferred upon man the faculty of vision, and endowed him with the power of hearing. Some have described him as the “lesser world,” when, in reality, he should be regarded as the “greater world.” The potentialities inherent in the station of man, the full measure of his destiny on earth, the innate excellence of his reality, must all be manifested in this promised Day of God.</p>\n<p>The Pen of the Most High hath, at all times and under all conditions, remembered, with joy and tenderness, His loved ones, and hath counseled them to follow in His way. Well is it with him whom the changes and chances of this world have failed to deter from recognizing the Dayspring of the Unity of God, who hath quaffed, with unswerving resolve, and in the name of the Self-Subsisting, the sealed wine of His Revelation. Such a man shall be numbered with the inmates of Paradise, in the Book of God, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Der Allbarmherzige hat dem Menschen die Fähigkeit des Sehens verliehen und ihn mit der Kraft des Hörens begabt. Manche haben ihn als die »kleinere Welt« bezeichnet, während er in Wirklichkeit als die »größere Welt« angesehen werden sollte. Die Möglichkeiten, die der Stufe des Menschen in­newohnen, das volle Maß seiner Bestimmung auf Erden, der angeborene Vorzug seiner Wirklichkeit – all dies muß an diesem verheißenen Tage Gottes offenbar werden.</p>\n<p>Die Feder des Höchsten gedenkt zu allen Zeiten und un­ter allen Umständen mit zarter Freude Seiner Geliebten und rät ihnen, Seinem Weg zu folgen. Wohl ist es um den bestellt, den der Wechsel und Wandel dieser Welt nicht davon abhalten können, den Tagesanbruch der Einheit Gottes zu erkennen, und der mit unerschütterlicher Entschlossenheit im Namen des Selbstbestehenden den ver­siegelten Wein Seiner Offenbarung trinkt. Ein solcher Mensch wird im Buche Gottes, des Herrn aller Welten, zu den Bewohnern des Paradieses gezählt werden.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":163,"Roman":"CLXIII","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>All praise be to God Who hath adorned the world with an ornament, and arrayed it with a vesture, of which it can be despoiled by no earthly power, however mighty its battalions, however vast its wealth, however profound its influence. Say: the essence of all power is God’s, the highest and the last End of all creation. The source of all majesty is God’s, the Object of the adoration of all that is in the heavens and all that is on the earth. Such forces as have their origin in this world of dust are, by their very nature, unworthy of consideration.</p>\n<p>Say: The springs that sustain the life of these birds are not of this world. Their source is far above the reach and ken of human apprehension. Who is there that can put out the light which the snow-white Hand of God hath lit? Where is he to be found that hath the power to quench the fire which hath been kindled through the might of thy Lord, the All-Powerful, the All-Compelling, the Almighty? It is the Hand of Divine might that hath extinguished the flames of dissension. Powerful is He to do that which He pleaseth. He saith: Be; and it is. Say: The fierce gales and whirlwinds of the world and its peoples can never shake the foundation upon which the rocklike stability of My chosen ones is based. Gracious God! What could have prompted these people to enslave and imprison the loved ones of Him Who is the Eternal Truth?… The day, however, is approaching when the faithful will behold the Daystar of justice shining in its full splendor from the Dayspring of glory. Thus instructeth thee the Lord of all being in this, His grievous Prison.</p>","Text2":"<p>Aller Lobpreis sei Gott, der die Welt mit ei­nem Schmuck geziert und in ein Gewand gekleidet hat, das ihr keine irdische Macht rauben kann, wie gewaltig ihr Heer, wie unermeßlich ihr Reichtum und wie weitreichend ihr Einfluß auch sein mag. Sprich: Das Wesen aller Macht ist Gottes, des höchsten und letzten Endes aller Schöpfung. Der Urquell aller Maje­stät ist Gottes, des Zieles der Anbetung von allem, was in den Himmeln und auf Erden ist. Gewalten, die ihren Ur­sprung in dieser Welt des Staubes haben, sind ihrer wahren Natur nach keiner Beachtung wert.</p>\n<p>Sprich: Die Quellen, die diese Vögel am Leben erhalten, sind nicht von dieser Welt. Ihr Ursprung liegt hoch über der Reichweite und dem Gesichtskreis menschlicher Fas­sungskraft. Wer könnte das Licht auslöschen, das die schneeweiße Hand Gottes entzündet hat? Wo fände sich der, der die Macht besäße, das Feuer zu ersticken, das die Hand deines Herrn, des Allgewaltigen, des Allbezwingen­den, des Allmächtigen, entfacht hat? Die Hand göttlicher Macht ist es, die die Flammen der Zwietracht gelöscht hat. Er ist mächtig zu tun, was Ihm gefällt. Er spricht: Sei! und es ist. Sprich: Die wütenden Stürme und Wirbelwinde der Welt und ihrer Völker können niemals die Grundlage erschüttern, auf der die felsengleiche Standhaftigkeit Meiner Erwählten ruht. Gnädiger Gott! Was kann diese Leute veranlaßt haben, die Geliebten dessen, der die Ewige Wahr­heit ist, zu unterjochen und einzukerkern? ... Dennoch naht der Tag, da die Getreuen die Sonne der Gerechtigkeit in ihrem vollen Glanze vom Tagesanbruch der Herrlichkeit leuchten sehen werden. Also unterrichtet dich der Herr al­len Seins in diesem Seinem schrecklichen Gefängnis.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":164,"Roman":"CLXIV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Members of the human race! Hold ye fast by the Cord which no man can sever. This will, indeed, profit you all the days of your life, for its strength is of God, the Lord of all worlds. Cleave ye to justice and fairness, and turn away from the whisperings of the foolish, them that are estranged from God, that have decked their heads with the ornament of the learned, and have condemned to death Him Who is the Fountain of wisdom. My name hath uplifted them to lofty grades, and yet, no sooner did I reveal Myself to their eyes than they, with manifest injustice, pronounced the sentence of My death. Thus hath Our Pen revealed the truth, and yet the people are sunk in heedlessness.</p>\n<p>Whoso cleaveth to justice, can, under no circumstances, transgress the limits of moderation. He discerneth the truth in all things, through the guidance of Him Who is the All-Seeing. The civilization, so often vaunted by the learned exponents of arts and sciences, will, if allowed to overleap the bounds of moderation, bring great evil upon men. Thus warneth you He Who is the All-Knowing. If carried to excess, civilization will prove as prolific a source of evil as it had been of goodness when kept within the restraints of moderation. Meditate on this, O people, and be not of them that wander distraught in the wilderness of error. The day is approaching when its flame will devour the cities, when the Tongue of Grandeur will proclaim: “The Kingdom is God’s, the Almighty, the All-Praised!”</p>\n<p>All other things are subject to this same principle of moderation. Render thanks unto thy Lord Who hath remembered thee in this wondrous Tablet. All-Praise be to God, the Lord of the glorious throne.</p>\n<p>Were any man to ponder in his heart that which the Pen of the Most High hath revealed and to taste of its sweetness, he would, of a certainty, find himself emptied and delivered from his own desires, and utterly subservient to the Will of the Almighty. Happy is the man that hath attained so high a station, and hath not deprived himself of so bountiful a grace.</p>\n<p>In this Day, We can neither approve the conduct of the fearful that seeketh to dissemble his faith, nor sanction the behavior of the avowed believer that clamorously asserteth his allegiance to this Cause. Both should observe the dictates of wisdom, and strive diligently to serve the best interests of the Faith.</p>\n<p>Let every man observe and meditate on the conduct of this wronged One. We have, ever since the dawn of this Revelation until the present time, refused either to hide Ourself from Our enemies, or to withdraw from the companionship of Our friends. Though encompassed with a myriad griefs and afflictions, We have, with mighty confidence, summoned the peoples of the earth to the Dayspring of Glory. The Pen of the Most High is disinclined to recount, in this connection, the woes it hath suffered. To reveal them would, no doubt, plunge into sorrow the favored among the faithful, they that truly uphold the unity of God and are wholly devoted to His Cause. He, verily, speaketh the truth, and is the All-Hearing, the All-Knowing. Our life hath, for the most part, been spent in the midst of Our enemies. Witness how We are, at present, living in a nest of serpents.</p>\n<p>This Holy Land hath been mentioned and extolled in all the sacred Scriptures. In it have appeared the Prophets of God and His chosen Ones. This is the wilderness in which all the Messengers of God have wandered, from which their cry, “Here am I, here am I, O my God” was raised. This is the promised Land in which He Who is the Revelation of God was destined to be made manifest. This is the Vale of God’s unsearchable decree, the snow-white Spot, the Land of unfading splendor. Whatever hath come to pass in this Day hath been foretold in the Scriptures of old. These same Scriptures, however, unanimously condemn the people that inhabit this land. They have, at one time, been stigmatized as the “generation of vipers.” Behold how this wronged One is now, whilst surrounded by a “generation of vipers,” calling aloud and summoning all men to Him Who is the world’s Ultimate Desire, the Summit and Dayspring of Glory. Happy is the man that hath hearkened to the voice of Him Who is the Lord of the Kingdom of Utterance, and woe betide the heedless, they that have strayed far from His truth.</p>","Text2":"<p>O ihr Glieder des Menschengeschlechts! Er­greift das Seil, das kein Mensch zerreißen kann. Dies wird euch wahrlich alle Tage eueres Lebens nützen, denn seine Festigkeit ist von Gott, dem Herrn aller Welten. Haltet euch an Gerechtigkeit und Red­lichkeit, und wendet euch ab vom Geflüster der Toren, die Gott entfremdet sind, die ihr Haupt mit dem Schmuck der Gelehrten bedecken und Ihn, den Urquell der Weisheit, zum Tode verurteilt haben. Mein Name hat sie zu hohem Rang erhoben, und doch, kaum hatte Ich Mich ihren Augen offenbart, da fällten sie in offenkundiger Ungerechtigkeit das Todesurteil über Mich. So hat Unsere Feder die Wahrheit offenbart, und dennoch sind die Menschen in Achtlosigkeit versunken.</p>\n<p>Wer sich an die Gerechtigkeit hält, kann auf keinen Fall die Grenzen der Mäßigung überschreiten. Durch die Führung des Allsehenden erkennt er die Wahrheit in allen Dingen. Die von den gelehrten Größen der Kunst und der Wissenschaft so oft gepriesene Zivilisation wird, wenn man ihr gestattet, die Grenzen der Mäßigung zu über­schreiten, großes Unheil über die Menschen bringen. So warnt euch der Allwissende. Ins Übermaß gesteigert, wird sich die Zivilisation als eine ebenso ergiebige Quelle des Übels erweisen, wie sie, in den Schranken der Mäßigung gehalten, eine Quelle des Guten war. Denkt darüber nach, o Menschen, und gehört nicht zu denen, die verwirrt durch die Öden des Irrtums streifen. Es naht der Tag, da ihre Flamme die Städte verschlingt, da die Zunge der Größe verkündet: »Das Reich ist Gottes, des Allmächtigen, des Allgepriesenen!«</p>\n<p>Alles andere ist dem gleichen Grundsatz der Mäßigung unterworfen. Danke deinem Herrn, der deiner in diesem wundersamen Sendschreiben gedenkt. Aller Ruhm sei Gott, dem Herrn des ruhmreichen Thrones.</p>\n<p>Würde ein Mensch in seinem Herzen darüber nachden­ken, was die Feder des Höchsten offenbart hat, und von der Süße dieser Offenbarung kosten, so würde er sich gewißlich seiner eigenen Wünsche ledig und befreit fühlen, völlig dem Willen des Allmächtigen ergeben. Glücklich der Mensch, der eine so hohe Stufe erreicht und sich nicht selbst einer so reichen Gnade beraubt!</p>\n<p>An diesem Tage können Wir weder das Verhalten des Furchtsamen billigen, der seinen Glauben zu verbergen sucht, noch das Benehmen des erklärten Gläubigen guthei­ßen, der lärmend seine Treue zu dieser Sache bekundet. Beide sollten dem Gebot der Weisheit folgen und mit Eifer danach streben, dem Wohle des Glaubens zu dienen.</p>\n<p>Jeder möge auf das Verhalten dieses Unterdrückten achten und darüber nachdenken. Wir haben Uns seit dem Be­ginn dieser Offenbarung bis heute immer geweigert, Uns vor Unseren Feinden zu verbergen oder von der Gesellschaft Unserer Freunde zurückzuziehen. Obwohl Uns eine Unzahl von Kümmernissen und Leiden umgibt, haben Wir mit machtvollem Vertrauen die Völker der Erde zum Tagesanbruch der Herrlichkeit gerufen. Die Feder des Höch­sten ist nicht geneigt, in diesem Zusammenhang von den Trübsalen zu berichten, die sie erduldet hat. Deren Enthül­lung würde zweifellos die Begünstigten unter den Getreuen in Trauer stürzen, sie, die wahrhaft die Einheit Gottes hochhalten und Seiner Sache völlig ergeben sind. Er, wahr­lich, spricht die Wahrheit, und Er ist der Allhörende, der Allwissende. Wir verbrachten Unser Leben zum größten Teil inmitten Unserer Feinde. Sieh, wie Wir gegenwärtig in einem Nest von Schlangen leben.</p>\n<p>In allen heiligen Schriften wurde dieses Heilige Land er­wähnt und gepriesen. Hier sind die Propheten Gottes und Seine Auserwählten erschienen. Dies ist die Wüste, durch die alle Gottesboten gewandert sind, aus der ihr Ruf erscholl: »Hier bin ich, hier bin ich, o mein Gott!« Dies ist das verheißene Land, in dem Ihm, der die Verkündigung Gottes ist, sich zu offenbaren bestimmt war. Dies ist das Tal des unerforschlichen Ratschlusses Gottes, der schnee­weiße Ort, das Land unvergänglicher Pracht. Was an die­sem Tage geschah, ist seit alters in den Schriften geweissagt. Eben diese Schriften verdammen jedoch ein­mütig die Menschen, die dieses Land bewohnen. Einmal sind sie als »Otterngezücht«1 gebrandmarkt worden. Sieh, wie dieser Unterdrückte jetzt, von »Otterngezücht« umge­ben, laut ruft und alle Menschen zu dem lädt, der die höch­ste Sehnsucht der Welt, der Gipfel und Tagesanbruch der Herrlichkeit ist. Glücklich der Mensch, der auf die Stimme des Herrn im Reiche der Äußerung hört, und wehe den Achtlosen, die weit von Seiner Wahrheit in die Irre gehen.</p>\n<p>[1. Matth. 3:7]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":165,"Roman":"CLXV","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Know thou that every hearing ear, if kept pure and undefiled, must, at all times and from every direction, hearken to the voice that uttereth these holy words: “Verily, we are God’s, and to Him shall we return.” The mysteries of man’s physical death and of his return have not been divulged, and still remain unread. By the righteousness of God! Were they to be revealed, they would evoke such fear and sorrow that some would perish, while others would be so filled with gladness as to wish for death, and beseech, with unceasing longing, the one true God—exalted be His glory—to hasten their end.</p>\n<p>Death proffereth unto every confident believer the cup that is life indeed. It bestoweth joy, and is the bearer of gladness. It conferreth the gift of everlasting life.</p>\n<p>As to those that have tasted of the fruit of man’s earthly existence, which is the recognition of the one true God, exalted be His glory, their life hereafter is such as We are unable to describe. The knowledge thereof is with God, alone, the Lord of all worlds.</p>","Text2":"<p>Wisse, daß jedes hörende Ohr, wenn es sich rein und unbefleckt erhält, zu allen Zeiten und aus jeder Richtung die Stimme hören muß, die diese heiligen Worte spricht: »Wahrlich, wir sind Gottes, und zu Ihm werden wir zurückkehren.«1 Die Ge­heimnisse des körperlichen Todes des Menschen und seiner Rückkehr sind nicht enthüllt und bleiben weiterhin ungedeutet. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Würden sie offenbart, so würden sie solche Furcht und Trauer hervorrufen, daß manch einer zugrunde ginge, während andere so von Freude erfüllt wären, daß sie den Tod wünschten und mit un­stillbarer Sehnsucht den einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – anflehten, ihr Ende zu beschleunigen.</p>\n<p>Der Tod bietet jedem vertrauenden Gläubigen den 2 Kelch dar, der in Wahrheit Leben ist. Er schenkt Freude und ist ein Bote des Frohsinns. Er verleiht die Gabe ewigen Lebens.</p>\n<p>Was die Menschen betrifft, die von der Frucht des irdischen Daseins gekostet haben, welche die Anerkennung des einen, wahren Gottes ist – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – so wird ihr Leben nach dem Tode dergestalt sein, daß Wir es unmöglich beschreiben können. Das Wissen dar­über ist allein bei Gott, dem Herrn aller Welten.</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3},{"Number":166,"Roman":"CLXVI","IsLeftToRight1":true,"IsLeftToRight2":true,"Text1":"<p>Whoso layeth claim to a Revelation direct from God, ere the expiration of a full thousand years, such a man is assuredly a lying impostor. We pray God that He may graciously assist him to retract and repudiate such claim. Should he repent, God will, no doubt, forgive him. If, however, he persisteth in his error, God will, assuredly, send down one who will deal mercilessly with him. Terrible, indeed, is God in punishing! Whosoever interpreteth this verse otherwise than its obvious meaning is deprived of the Spirit of God and of His mercy which encompasseth all created things. Fear God, and follow not your idle fancies. Nay, rather follow the bidding of your Lord, the Almighty, the All-Wise.</p>","Text2":"<p>Wer vor Ablauf eines vollen Jahrtausends den Anspruch auf eine unmittelbare Gottesoffenbarung erhebt, ist gewiß ein Lügner und Betrüger. Wir beten zu Gott, daß Er ihm gnädig bei­stehe, einen solchen Anspruch zu widerrufen. So er bereut, wird Gott ihm zweifellos vergeben. Verharrt er jedoch in seinem Irrtum, so wird Gott sicherlich einen herabsenden, der erbarmungslos mit ihm verfährt. Gott ist fürwahr schrecklich, wenn Er straft. Wer immer diesen Vers anders deutet als nach seinem klaren Sinn, ist des Geistes Gottes und Seiner Barmherzigkeit, die alles Erschaffene umfaßt, beraubt. Fürchtet Gott und folgt nicht euren eitlen Einbil­dungen. Nein, folgt vielmehr dem Gebot eures Herrn, des Allmächtigen, des Allweisen.</p>\n<p>[1. Qur’án 2:157]</p>","LanguageName1":"English","LanguageName2":"Deutsch","LanguageId1":1,"LanguageId2":3}]